Inhaltsverzeichnis
1. Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
1.1. Geschäftsverlauf, Lage
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 ist der Umsatz auf € 80.882.626,48 (VJ € 80.383.861,49) und somit um € 498.764,99 bzw. 0,62 % gegenüber Vorjahr gestiegen. In einem deutlich rückläufigen marktseitigen Umfeld mit stabilen Preisen konnte somit die führende Marktstellung in Vorarlberg gehalten bzw. ausgebaut werden.
Auf Grund der Kombination aus leicht gesunkenem Umsatz und massiv gestiegener Personalkosten reduzierte sich das Unternehmensergebnis trotz gestiegener Effizienz von 3,22% auf 1,91%.
Die Anzahl der Mitarbeiter blieb im Berichtszeitraum unverändert (siehe Anhang). Das Ergebnis pro Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr auf hohem Niveau leicht negativ entwickelt. Das Unternehmen verfügt über eine sehr stabile Mitarbeiterbasis mit überdurchschnittlicher Loyalität und Kompetenz.
Die budgetierten Jahresziele wurden beim Umsatz und beim Jahresüberschuss übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich auf € 1.737.826,11 (VJ € 2.869.651,31) und somit gegenüber dem Vorjahr um 39,44%. Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr von € 50.524.144,54 auf € 59.003.751,27 erhöht (plus 16,783%).
Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 2,90% bzw. € 613.635,10 auf € 21.769.607,50. Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf einer Erhöhung der Lagerbestände.
Im Detail stellen sich die Bilanzkennzahlen zur Finanz-, Vermögens- und Ertragslage wie folgt dar: Analyse mittels finanzieller Leistungsindikatoren:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Umsatzrentabilität A | 1,91% | 3,22% |
| (Jahresüberschuss * 100 / Umsatzerlöse) | ||
| Umsatzrentabilität B | 2,66% | 3,57% |
| (EBIT * 100 / Umsatzerlöse) | ||
| Rentabilität des Gesamtkapitals vor Zinsen und | 3,70% | 6,84% |
| Steuern | ||
| ((Jahresüberschuss + Fremdkapitalzinsen + | ||
| Ertragsteuern) x 100 / durchschn. | ||
| Gesamtkapital)) | ||
| Rentabilität des Eigenkapitals vor Steuern | 5,86% | 9,95% |
| ((Jahresüberschuss + Ertragssteuern) * 100 / | ||
| durchschn. Eigenkapital)) | ||
| Eigenkapitalquote | 51,70% | 59,40% |
| (Eigenkapital * 100 / Gesamtkapital) | ||
| Fremdkapitalquote | 48,30% | 40,60% |
| (Fremdkapital * 100 / Gesamtkapital) | ||
| Gearing (Nettoverschuldungsgrad) | 72,41% | 49,05% |
| (Nettoverschuldung *100/ Eigenkapital) | ||
| Anlagendeckungsgrad | 84,23% | 105,46% |
| (Eigenkapital * 100 / Anlagevermögen) | ||
| Working Capital Ratio (Mobilitätsgrad) | 3,8 | 2,9 |
| (kurzfr. Aktiva / kurzfr. Passiva) | ||
| Fiktive Schuldentilgungsdauer | 7,24 | 3,84 |
| (Fremdkapital / Cash Flow) |
Die Rentabilitätskennzahlen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der gestiegenen Kosten bei stabilem Umsatz verschlechtert. Die Eigenkapitalquote ist gesunken und liegt bei 51,70%. Die fiktive Schuldentilgungsdauer erhöhte sich auf Grund des gesunkenen Cash Flows von 3,84 auf 7,24 Jahre.
Der Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich von T€ 4.051 im Vorjahr auf T€ 3.828 reduziert, der Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ -9.653 (VJ T€ -1.250) und der Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf T€ -6.173 (VJ T€ -2.834).
Informationen über Umwelt und Mitarbeiterbelange:
Umwelt
Die vertriebene Handelsware umfasst sehr viele Sortimente die der Steigerung der Effizienz von Heizsystemen und somit der Reduktion der Umweltbelastungen aus der Gebäudetechnik dienen (Biomasse, Wärmepumpen, Solaranlagen, usw.).
Die Anstrengungen zur weiteren Reduktion des CO2 – Überschusses wurden nach den intensiven Investitionen im Jahr 2024 auch 2025 fortgeführt. Unter anderem wird hierzu auf die Umstellung der Heizungs- und Kälteanlage im Bäderpark auf Wärmepumpen sowie die Installation von 150 kWP PV-Anlagen bei diesem Gebäude verwiesen.
Zur Dokumentation der Verbindlichkeit und als organisatorische Unterstützung der internen Ressourcen ist Inhaus als Gründungsmitglied Teil von „TUN – Green Deal Vorarlberg“. Im Rahmen dieser Mitgliedschaft verpflichtet sich Inhaus zu intensivierten Nachhaltigkeitsaktivitäten und zur Dokumentation von Zielen und der Zielerreichung. Übergeordnet strebt das Bündnis die freiwillige Klimaneutralität bis 2030 an.
Mitarbeiter
Die Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg von Inhaus als Dienstleistungsunternehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr blieb der Personalbestand stabil bei 189. Es wurden umfangreiche Ausbildungsmaßnahmen im fachlichen und führungstechnischen Bereich durchgeführt.
Forschung und Entwicklung:
Die Gesellschaft hat keine Forschungsabteilung und beschäftigt sich auch nicht mit Produktforschungen.
Zweigniederlassungen:
Zweigniederlassungen befinden sich in Hard, Dornbirn, Rankweil und Bregenz. Weiters hat die Inhaus Handels GmbH 3 Tochterunternehmen: Inhaus AG in Au in der Schweiz, die SST GmbH in Nenzing in Österreich und in Deutschland die Michel Bäder GmbH in München.
2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens (Prognosebericht)
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 ist ein Umsatzvolumen von ca. 1 % über dem Niveau von 2025 bei wieder leicht steigendem Unternehmensergebnis geplant.
Die operativen Schwerpunkte liegen auf der Fortführung der Digitalisierungsoffensive sowie der intensiven Nutzung der aufgebauten Kompetenzen im Vertrieb sowie in den Bereichen Gesamtbadlösungen, erneuerbare Energie und Sanierung.
Zum Datum der Lageberichterstellung ist keine substantielle Abweichung zu den Planungen erkennbar.
Mit den vorhandenen Liquiditätsreserven und bereits vereinbarten ausnutzbaren Kreditrahmen wird die Gesellschaft in der Lage sein, die durch die Krise entstehenden laufende und zukünftige Zahlungen zu begleichen.
3. Risikoberichterstattung
3.1 Allgemeine Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten
Die Hauptrisiken liegen in der termingerechten Versorgung der Märkte und in der Beschaffung sowie in möglichen Preis- und Mengenverfällen bei allfälligen grundlegenden Veränderungen in den weltpolitischen Rahmenbedingungen.
3.2 Besondere Risikoberichterstattung zu den Finanzinstrumenten und
Risikomanagementziele und -methoden
Grundsätzlich ist es das Ziel, jedes wesentliche Risiko zu quantifizieren und dann durch geeignete Maßnahmen nach kaufmännischen Grundsätzen zu beschränken.
Es bestehen folgende Risiken:
Forderungsausfallrisiko – Das Ausfallrisiko bei Kundenforderungen wird durch Wertberichtigungen und durch ein Debitorenmanagement (striktes Mahnwesen, Kreditlimit, Abbuchungsaufträge, Kreditinformationen) begrenzt.
Währungsrisiko – Das Währungsrisiko besteht lediglich im Schweizer Franken und ist durch die Bewertung im Abschluss ausreichend berücksichtigt.
Zinsänderungsrisiko – Bei den wesentlichen Bankverbindlichkeiten bestehen übliche Vereinbarungen mit Anpassung an den Libor + Euribor.
Das Zinsänderungsrisiko kann daher als moderat eingestuft werden.
Preisänderungsrisiko – auf dem Beschaffungsmarkt gibt es zahlreiche Lieferanten. Es bestehen daher keine direkten Abhängigkeiten. Das Preisänderungsrisiko beim Warenlager wird durch Reichweitenabschläge begrenzt.
3.3 Mit Finanzinstrumenten verbundene Risiken
Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens, welches in den Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden seinen Niederschlag findet. Derivative Finanzinstrumente wurden nicht eingesetzt.
Hohenems, am 02.04.2026
| Unterzeichner | Robert Candit Küng |
|---|---|
| Datum/Zeit-UTC I N HAUS | 2026-04-02T10:58:49+02:00 |
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