Inhaltsverzeichnis
I. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Das kurzfristige Vermögen der ONTIME Logistics Speditions GmbH ist im Vergleich zum vorangegangenen Wirtschaftsjahr um 1.364 TEUR bzw. 10,34 % gestiegen. Das kurzfristige Fremdkapital verzeichnet einen Rückgang in Höhe von 543 TEUR bzw. 5,81 %, was in Summe eine Netto-Umlaufvermögenssteigerung (Working Capital) in Höhe von 1.907 TEUR, entspricht 49,70%, ergibt. Das langfristige Vermögen, als Nettosaldo des Anlagevermögens und der langfristigen Verbindlichkeiten ist, verglichen mit dem Vorjahr, um 1.229 TEUR gesunken.
Die Eigenkapitalquote zum 31. März 2025 beträgt 36,65 % (VJ rd. 34,96%)
Die Ertragslage der ONTIME Logistics Speditions GmbH ist nach wie vor, trotz nachhaltig schwieriger und unstabiler Rahmenbedingungen im Speditionsgeschäft, sehr zufriedenstellend und positiv.
Der Rohertrag stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9,09 %. Der Personalaufwand stieg um 10,97 % an und auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 11,82 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 84,46 %. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 3.655 TEUR (VJ 3.511 TEUR).
Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit weist einen Betrag von + 5.005 TEUR (VJ 6.410 TEUR) auf. Nach Steuerzahlungen und Investitionen ins Finanzanlagevermögen verbleibt schließlich ein Zahlungsrückgang in Höhe von - 950 TEUR (VJ: Rückgang 1.472 TEUR).
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter beläuft sich auf 90 Personen (VJ 88).
Die Hauptniederlassung in Bergheim sowie die Zweigniederlassungen in Wien (Maria Lanzendorf), Linz (Sattledt), Innsbruck und Graz (Flughafen) bestanden unverändert, wobei allerdings die Niederlassung Maria Lanzendorf nach Wien 23 im August 2025 übersiedelt ist.
2024 waren für die globale Transport- und Logistikbranche ein Jahr der schrittweisen Erholung und Neuorientierung. Nach dem Nachbeben von Pandemie-Störungen und den Extrempreisen 2020– 2022 stabilisierten sich Handel und Frachtraten, die Nachfrage normalisierte sich regional sehr unterschiedlich — während Luftfracht stark wuchs, blieb der Containermarkt preissensibel. Die Weltwirtschaft setzte 2024 das moderate Wachstum fort, das bereits 2023 begonnen hatte, allerdings keine Rückkehr zu extremen Volumina vergangener Krisen bedeutete. 2024 war ein Jahr, in dem die Branche im weltweiten Kontext zu „normaleren“ Strukturen zurückkehrte: nachfragebedingt besser als 2023, aber ohne die Overheat-Effekte früherer Jahre.
Wir arbeiten ausschlie@lich aufgrund der Allgemeinen Österr. Spediteurbedingungen (AÖSp) in der jeweils gültigen Fassung.
Im Gegensatz zur weltweiten Wirtschaft konnte die österreichische Wirtschaft nicht Schritt halten mit der internationalen Entwicklung. Im Gegenteil, laut Osterreichischer Nationalbank [OeNB] wurde für 2024 ein Rückgang der Exporte von Gütern und Dienstleistungen von rund -3,9% erwartet. Das reale Wachstum wird damit nicht über ca. 0% hinauskommen. Insbesondere geriet die automotive Zulieferindustrie unter Druck und verzeichnete im Jahr 2024 mit einem Umsatz von ca. 28 Mrd. EUR einen Rückgang von knapp 10%, welches sich in unseren Sendungsstatistiken widerspiegelte.
Die Logistik- und Transportbranche in Osterreich war geprägt von geringer Dynamik, Export- und Investitionsschwäche sowie hoher Abhängigkeit von externen Märkten.
Aufgrund des schwachen Außenhandels sowie rückläufiger Exportvolumina war die Nachfrage im internationalen Transportgeschäft für österreichische Logistik-Dienstleister herausgefordert.
Die nach wie vor relativ hohe Inflation im Geschäftsjahr 2024/25 hatte weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen nicht nur in der Speditionsbranche, sondern in der Gesamtwirtschaft wie auch auf die Verbraucher. Steigende Produktions- und Betriebskosten – exemplarisch seien hier die Personalkosten als größter Preistreiber genannt – setzten den Gewinnmargen zu zumal die Preissteigerungen nicht flächendeckend weitergegeben werden konnten. Ein nach der Corona-Krise erhoffter Aufschwung wurde damit durch die geopolitischen Spannungen und die Inflation wieder eingebremst.
Auch im Geschäftsjahr 2024/25 war – wie befürchtet - noch immer ein Anstieg in den Insolvenzstatistiken, vor allem in Osterreich, deutlich zu beobachten. Obwohl wir besonderes Augenmerk auf unser Forderungsmanagement gelegt haben, wurden wir – wenngleich mit glücklicherweise niedrigen Konsequenzen - mit regelmäßigen Insolvenzmeldungen konfrontiert.
Im Bereich Personal konnten wir im Geschäftsjahr 2024/25 eine leichte Entspannung spüren, da zumindest für uns gefühlt der Zugang zu qualifiziertem Fachpersonal weniger herausfordernd als die letzten Jahre war. Zudem ist es uns gut gelungen unseren Personalstamm zu halten. Sehr wahrscheinlich lässt sich dies auf diverse Maßnahmen im Bereich Employer Branding zurückführen.
II. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
Für das Jahr 2025/26 wird eine leichte wirtschaftliche Erholung in Osterreich erwartet. Die Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen mit einem moderaten Wachstum in Höhe von ca. 0,5% [je nach Institut zwischen 0,3% und 0,8%]. Trotz eines von IWF/WTO erwarteten moderaten Wachstums der globalen Weltwirtschaft in Höhe von ca. 3% ist kein signifikanter Wachstumsschub in Osterreich zu erwarten – genug um Volumina zu stützen, aber nicht stark genug um kräftiges Wachstum über alle Segmente hinweg zu erzeugen.
Für Unternehmen gewinnt Differenzierung durch Servicequalität, Datenkompetenz und Nachhaltigkeit gegenüber reinem Volumenwachstum an Bedeutung. Wer 2025 und die Folgejahre „überlebt und gedeiht“, sind nicht zwangsläufig die Größten, sondern die Agilsten: jene, die Risiken auf Kundenseite managen, nachhaltige Kostenstrukturen schaffen und digitale Services monetarisieren.
Wir arbeiten ausschlie@lich aufgrund der Allgemeinen Österr. Spediteurbedingungen (AÖSp) in der jeweils gültigen Fassung.
Die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) werden weiterhin zentrale Treiber in der globalen Wirtschaft sein. Unternehmen weltweit setzen verstärkt auf digitale Technologien, um ihre Effizienz zu steigern, Kosten zu senken und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Insbesondere KI wird dabei eine Schlüsselrolle spielen, indem sie datenbasierte Entscheidungsprozesse automatisiert und neue Innovationsmöglichkeiten eröffnet. Trotz der enormen Chancen birgt die zunehmende Nutzung von KI auch Herausforderungen. Datenschutz, Cybersicherheit und ethische Fragen stehen im Vordergrund, da der Einsatz von KI tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesellschaft hat.
Aufgrund unserer Diversifikation in unserem Kundenspektrum erwarten wir keine signifikant höheren Risiken als bisher. Augenmerk muss jedoch auf geopolitische Eskalationen gelegt werden. Diese könnten Transportkosten bzw. Transportrouten deutlich verteuern. Auch das erratische Verhalten von Donald Trump trägt nicht gerade dazu bei, Stabilität in den internationalen Märkten zu erzeugen [Stichwort Zölle]. Möglicherweise ermöglicht Trump's Zollpolitik kurzfristige Nachfragesteigerungen, allerdings zu Lasten einer langfristigen kontinuierlichen Wirtschaft.
Nach wie vor belastend wirkt der Aggressionskrieg Russlands gegen die Ukraine. Unternehmen beklagen, dass die Sanktionen gegen Russland Auswirkungen auf sowohl die Bereiche Einkauf und Logistik als auch auf die Beschäftigung haben. Die Tatsache, dass die große Mehrheit der Unternehmen entschieden hat ihre russischen Betriebsstätten aufzugeben, zeigt die geopolitischen Dimensionen dieses Krieges deutlich.
Die grundsätzlichen Risiken – abgesehen von Krieg und Pandemien - die die Geschäftstätigkeit der ONTIME Logistics Speditions GmbH mit sich bringt, werden als in der Speditionsbranche übliche Geschäftsrisiken eingestuft. Dennoch muss eine Berücksichtigung in der Risiko-Matrix erfolgen, die nicht gerade dazu beiträgt die „Planungssicherheit“ zu erhöhen. Trotzdem gehen wir davon aus, dass das Ergebnis für 2025/26 ähnlich dem abgelaufenen Geschäftsjahr ausfallen wird.
Darüber hinaus sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die das vergangene Geschäftsjahr wesentlich beeinflusst hätten.
III. Forschung
Es wird keine Forschung betrieben.
Bergheim, am 17. November 2025
osch
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Wir arbeitan ausschliellich aufgrund der Allgemeinen Österr. Spedileurbedingungen (AÖSp)in derjeweits gü tigen Fassung.