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Lagebericht 2025

POLYTEC CAR STYLING Hörsching GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 17. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

GESCHÄFTSVERLAUF UND WIRTSCHAFTLICHE LAGE

1. UNTERNEHMEN

Polytec Carstyling Hörsching ist ein Standort der Polytec Group, einem international agierenden Unternehmen, das sich auf Kunststofflösungen spezialisiert hat. Der Standort in Hörsching, Österreich, ist auf die Produktion von Karosserie- und Innenausstattungsteilen für die Automobilindustrie fokussiert. Die Polytec Carstyling bietet ihren Kunden maßgeschneiderte Lösungen und innovative Designs, um die Ästhetik und Funktionalität von Fahrzeugen zu verbessern. Dabei kommen verschiedene Kunststoffverarbeitungstechnologien wie Spritzguss, Lackierung und Oberflächenveredelung zum Einsatz.

2. ENTWICKLUNG DER

AUTOMOBILBRANCHE 2025

ZULASSUNGEN NEUER PKW IN DEN WESENTLICHEN INTERNATIONALEN MÄRKTEN

Die internationalen Automobilmärkte entwickelten sich im Jahr 2025 positiv. Ein kräftiges Plus bei den PKW-Neuzulassungen konnten die Schwellenmärkte in Indien und Mexiko vorweisen. China war mit knapp 24 Mio. neu registrierten PKW auch im Berichtsjahr mit Abstand der bedeutendste Automarkt. Trotz rückläufiger Registrierzahlen im letzten Quartal, die eine Folge von ausgelaufenen Förderprogrammen waren, konnte das Land im Gesamtjahr ein Wachstum von 4,5% vorzeigen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
in Stück2025Anteil2024AntellVeränderung2023
China23.864.00044,7%22.840.60044,2%4,5%21.706.300
USA16.233.40030,4%15.851.10030,7%2,4%15.509.900
Europa (EU, EFTA und UK)13.271.27024,9%12.962.71425,1%2,4%12.847.929
Summe der drei Hauptmärkte53.368.670100%51.654.414100%3,3%50.064.129
Weitere ausgewählte Länder
Indien4.489.7004.274.8005,0%4.101.700
Japan3.836.4003.725.2003,0%3.992.700
Brasilien2.552.2002.487.5002,6%2.180.200
Mexiko1.600.2001.541.6003,8%1.360.100

Leichtes Wachstum in Europa und den USA In Europa (EU, EFTA und UK) belief sich das Wachstum auf 2,4%, dieselbe Steigerung war auch bei Verkäufen von Light Vehicles

(PKW und Light Duty) in den USA zu sehen. In absoluten Zahlen wurden dort 16,2 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und überstiegen somit den Europäischen Markt um 3 Mio. Stück.

ZULASSUNGEN NEUER PKW IN EUROPA (EU, EFTA UND UK)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
in Stück2025Anteil2024 AnteilVeränderung2023
Deutschland2.857.59121,5%2.817.3311,4% 2.844.609
Vereinigtes Königreich2.020.52315,2%1.952.7783,5% 1.903.054
Frankreich1.632.15212,3%1.718.416-5,0% 1.774.722
Italien1.524.84311,5%1.558.071-2,1% 1.567.151
Spanien1.148.6508,7%1.016.96312,9%949.362
Sonstige Länder in Europa4.087.51130,8%3.899.1554,8% 3.809.031
EUROPA (EU, EFTA und UK)13.271.270100%12.962.7142,4% 12.847.929
a perecapeque me, aa r e a r e a ene

ZULASSUNGEN NEUER PKW IN EUROPA (EU, EFTA UND UK) – NACH ANTRIEBSTECHNIK

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
in Stück2025Anteil2024AnteilVeränderung2023
Benzinbetriebene PKW3.467.04126,1%4.273.88033,0%-18,9%4.583.544
Dieselbetriebene PKW1.026.3547,7%1.349.89910,4%-24,0%1.531.765
Hybrid-elektrisch betriebene PKW (HEV)4566.85034,4%4.064.36831,4%12,4%3.401.288
Batteriebetriebene PKW (BEV)2.585.18719,5%1.992.80315,4%29,7%2.018.885
Plug-in-hybride PKW (PHEV)1.272.9019,6%954.4207,3%33,4%990.749
PKW mit sonstigen Antriebstechniken352.9372,7%327.3442,5%7,8%321.698
EUROPA (EU, EFTA und UK)13.271.270100%12.962.714100%2,4%12.847.929

Fahrzeuge mit Benzin- und Dieselverbrennungsmotor weiter

stark rückläufig

In Europa (EU, EFTA und UK) machte der gemeinsame Anteil von

neu registrierten benzin- und dieselbetriebenen PKW bereits we-

niger als jener von hybrid-elektrischen PKW aus. Die Neuzulassun-

gen der Fahrzeuge mit anderen Antriebstechniken nahmen im Vergleich zum Vorjahr über alle Typen hinweg um 19,6% zu, deren Anteil stieg von 56,6% auf 66,1%. Gegenüber dem Vorjahr konnte BEV und HEV weiter an Beliebtheit gewinnen und verzeichneten jeweils ein sehr deutliches Wachstum um rund 30%.

ZULASSUNGEN NEUER NUTZFAHRZEUGE IN EUROPA (EU, EFTA UND UK)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
in Stück2025Anteil2024AnteilVeränderung2023
Leichte Nutzfahrzeuge <3,5 t1.823.40781,2%1.999.91682,0%-8.8%1.872.519
Mittelschwere Nutzfahrzeuge >3,5 t bis <16 t73.4943,3%74.8543,1%-1.8%70.282
Schwere Nutzfahrzeuge >16 t297.74613,3%317.72913,0%-6,3%344.907
Mittelschwere und schwere Busse >3,5 t49.6952,2%46.0191,9%8,0%39.953
EUROPA (EU, EFTA und UK)2.244.342100%2.438.518100%8,0%2.327.661

Schwache Europäische Wirtschaftslage spiegelt sich bei Nutzfahrzeugregistrierungen

2025 ging der Absatz von Nutzfahrzeugen in Europa (EU, EFTA und UK) insgesamt um 8,0% auf gut 2,2 Mio. Einheiten zurück. Lediglich bei den Zulassungen von Bussen konnte ein Anstieg verzeichnet werden. Sowohl bei den schweren LKW über 16 t als auch bei den leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 t entwickelten sich die Neuregistrierungen konjunkturbedingt deutlich negativ.

Quellen: Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA), Association des Constructeurs Européens d’Automobiles (ACEA)

3. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER POLYTEC CARSTYLING HÖRSCHING

BILANZSTRUKTUR

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Aktiva
100%
80%
60%
40%
20%
0%
202520242023
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Passiva
100%
80%
60%
40%
20%
0%
202520242023

• langfristiges Vermögen • kurzfristiges Vermögen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Nettofinanzverbindlichkeiten (+)/-vermögen (-)
Nettofinanzverbindlichkeiten (+)/-vermögen (-)/EBITDA
Gearing (Nettofinanzverbindlichkeiten (+)/
-vermögen (–)/ Eigenkapital)

• kurzfristige Verbindlichkeiten • langfristige Verbindlichkeiten • Eigenkapital

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Einheit31.12.202531.12.202431.12.2023
EUR Mio.2,82,02,1
Jahre2,9negativ1,9
%1.8025.42362

Die Nettofinanzverbindlichkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2025 auf. EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: EUR°2,0 Mio.). Die Erhöhung der Nettofinanzverbindlichkeiten im Stichtagsvergleich war durch den geringeren Liquiditätsstand zum 31. Dezember 2025 bedingt.

Die langfristigen Verbindlichkeiten sind im Stichtagsvergleich von EUR 6,4 auf EUR 1,7 Mio. zurückgegangen. Der im Vorjahr umfasste Kredit in Höhe von EUR 4,1 Mio, ist im Geschäftsjahr 2026 endfällig und wurde daher in die kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Die langfristigen Verbindlichkeiten beinhalten zum 31.12.2025 die Abfertigungsrückstellungen.

Die Kennzahl der fiktiven Schuldentilgungsdauer für das Jahr 2025 beträgt 2,9 Jahre. Dies stellt eine Verbesserung gegenüber 2024, wo diese Kennzahl aufgrund des Verlustes nicht berechnet werden konnte. Dies führte zu einer Verbesserung der Gearing-Ratio im Vergleich zum Vorjahr.

KENNZAHLEN DER POLYTEC CARSTYLING

HÖRSCHING

Die POLYTEC Carstyling Hörsching GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 115.742,30

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Einheit202520242023
UmsatzEUR Mio.56,064,359,7
EBITEUR Mio.398,3-4,00,4
FinanzergebnisEUR Mio.-0,2-0,2-0,2
Ergebnis nach Steuern
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
EUR Mio.116,9-3,40,0
FinanzanlagenEUR Mio.0,00,00,0

(Vorjahr:

Bilanzverlust in Höhe von -1.163,24). EUR

Die Umsatzerlöse waren im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig und konnten nicht gesteigert werden. Hauptursache hierfür war vor allem die anhaltend schwierige Marktsituation, die insgesamt keine Erhöhung der Teileproduktion ermöglichte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf EUR 4,5 Mio. und beinhalten insbesondere einen Forderungsverzicht der POLY- TEC Holding AG in Höhe von EUR 3,8 Mio.

Im Geschäftsjahr 2025 kam es zu erheblichen operativen Mehraufwendungen, wodurch zusätzliche Ressourcen für Nacharbeiten und Korrekturmaßnahmen aufgewendet werden mussten.

Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen) blieb mit EUR -0,2 Mio. auf Vorjahresniveau. Die Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten waren infolge des geringeren Zinsniveaus rückläufig. Diesem Rückgang standen jedoch auf der anderen Seite verringerte Zinserträge gegenüber, welche die verringerten Aufwendungen weitgehend kompensierten.

Die Steueraufwendungen beliefen sich auf EUR O,1 Mio, und resultierten aus der laufenden Verrechnung im Rahmen der Gruppenbesteuerung (Vorjahr Steuerertrag in Höhe von EUR 1,0 Mio.).

Die Polytec Carstyling Hörsching konnte im Geschäftsjahr 2025 trotz der generellen Marktschwäche einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -3,4 Mio.) verzeichnen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Einheit202520242023
EigenkapitalEUR Mio.0,20,043,4
BilanzsummeEUR Mio.16,319,122,7
Eigenkapitalquote%0,90,214,9

Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 19,1 Mio. auf EUR 16,3 Mio. (EUR -2,8 Mio.).

Ursache für diesen Rückgang war eine geringere Vorratshaltung, ein geringeres fakturiertes Umsatzvolumen und ein geringerer Liquiditätsstand zum Jahresende.

Die immateriellen Vermögensgegenstände verzeichneten bedingt durch die laufenden Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls einen Rückgang. Bei den Sachanlagen in Höhe von EUR 3,4 Mio. kam es infolge einer Hallen- und Dachsanierung im Werksgebäude trotz der laufenden Abschreibungen zu einem leichten Anstieg der Buchwerte (Vorjahr: EUR 3,1 Mio.).

Der Jahresüberschuss führte zu einem deutlich höheren Eigenkapital von 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,04 Mio.). Infolgedessen erhöhte die Eigenkapitalquote auf 0,9% (Vorjahr: 0,2 %).

4. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

UMWELTSCHUTZ

Als Zulieferunternehmen der Automobilindustrie bringt die POLY- TEC GROUP wesentliche Lösungen zur Optimierung neuer Fahrzeuggenerationen mit ein. POLYTEC hat sich in den mehr als drei Jahrzehnten ihres Bestehens durch Innovationskraft und Flexibilität einen ausgezeichneten Ruf im Automotive-Bereich erarbeitet. Durch umfassende Forschungs- und Entwicklungstätigkeit leistet POLYTEC einen wichtigen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der Produkte ihrer Kunden, was sich letztlich auch positiv auf die Umwelt auswirkt. So wird beispielsweise durch Materialsubstitution das Gesamtgewicht von Fahrzeugen reduziert, bei manchen Bauteilen sind gegenüber Stahl Gewichtsersparnisse von bis zu 60% möglich. Das reduzierte Gewicht führt zu spürbar weniger Kraftstoffverbrauch und transitiv zu einem reduzierten CO2-Ausstoß.

Die systematische Analyse der ökologischen Auswirkungen ist fester Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses bei POLYTEC und wird durch die Techniker:innen des Konzerns in enger Abstimmung mit den Kunden durchgeführt. Die laufenden Optimierungserfolge in den Themenbereichen Gewichtsreduktion, Werkstoffsubstitution, Materialeinsparung, Lärmund Geräuschreduktion etc. bilden – in Verbindung mit höchster Qualität und absoluter Liefertreue – die zentralen Stärken der POLYTEC GROUP und werden von ihren Kunden hoch geschätzt.

POLYTEC optimiert nicht nur die Produkte und Dienstleistungen für ihre Kunden laufend weiter. Auf Basis eines abgestimmten Umwelt-, Qualitäts- und Lean-Management-Systems analysiert und verbessert der Konzern auch regelmäßig seine internen Produktionsprozesse, um den eigenen Material- und Energieverbrauch zu verringern. Die Verarbeitung von Kunststoffen erfordert einen hohen Aufwand an Ressourcen. Der schonende Umgang mit diesen Produktionsmitteln ist daher sowohl eine ökologische als auch eine ökonomische Notwendigkeit. Innerbetrieblich werden dazu die einzelnen Fertigungsschritte ständig optimiert, sodass Energie eingespart und der Rohstoffverbrauch reduziert werden. Prozesswasser und diverse Reinigungslösungen werden nahezu ausschließlich im geschlossenen Kreislauf verwendet. Bei der Verarbeitung von Lacken erfüllt POLYTEC hohe Standards hinsichtlich Innen- sowie Abluft. Diese Maßnahmen dienen dem Schutz der Mitarbeiter:innen und der Umwelt gleicherma- Ben.

Der Großteil der von POLYTEC entwickelten Teile, hochwertigen Module und multifunktionellen Kunststoffsysteme wird nach zertifizierten Entwicklungs- und Produktionsprozessen hergestellt. Sämtliche Standorte der POLYTEC GROUP sind mittlerweile nach der Qualitätsmanagement-Norm IATF 16949 sowie der Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert. Die überwiegende Anzahl der Produktionsstandorte von POLYTEC, darunter auch der Standort Ebensee, ist nach der international anerkannten Energiemanagementnorm ISO 50001 zertifiziert und muss darüber hinaus zahlreichen kundenspezifischen Standards entsprechen – Belege für das nachhaltige Engagement und die Erfolge, auf die POLYTEC im Bereich Umweltschutz verweisen kann.

Die Gesellschaft selbst setzte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent auf Innovation, um nachhaltige, effiziente und zukunftsfähige Produkte zu entwickeln. Insbesondere zukunftsweisende Recyclingkonzepte unterstreichen den Anspruch von POLY- TEC, eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft aktiv mitzugestalten. Demzufolge konnte die Recyclingquote in Ebensee zur Wiederverwertung von IFCO-Boxen sowie deren Regranulierung zur Verringerung von Neumaterial durch weitere Investitionen in die bestehende Recyclinganlage spürbar gesteigert werden. Auch mit Neuentwicklungen aus dem Bereich Nachhaltigkeit stärkt POLYTEC ihre Marktposition und leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr Ressourcenschonung und Effizienz.

„GO NEUTRAL 2035“ - NACHHALTIGKEITSSTRATGIE

KONKRETISIERT

Als Unternehmen, dessen Grundmaterial aus Kunststoffen besteht, hat bei POLYTEC neben dem Energiekonsum auch der Einsatz anderer Ressourcen einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt. Vor diesem Hintergrund setzt POLYTEC authentischen Maßnahmen zur Schonung von Rohstoffen und Energie, und leistet damit ihren Beitrag zu Klima- und Umweltschutz.

Die POLYTEC GROUP hat im Geschäftsjahr 2023 ihre Nachhaltigkeitsstrategie weiter konkretisiert. Unter dem Titel „Go Neutral 2035” will das Unternehmen seine Produktion in den kommenden elf Jahren vollständig auf CO2-Neutralität umstellen.

Um ihr übergeordnetes Ziel – nämliche eine CO2-neutrale Produktion bis 2035 – erreichen zu können, konzentriert sich POLYTEC in den nächsten Jahren auf drei Strategiefelder: Menschen, Energie und Produktion. In den Fokusfeldern Energie und Produktion identifizierte der Konzern die größten Hebel auf dem Weg zu CO2-Neutralität, während das Fokusfeld Menschen insofern besonders wichtig ist, als zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen Fachkräfte mit dem richtigen Mindset, Know-how und Engagement unerlässlich sind. In weiterer Folge entwickelte POLYTEC für diese drei Fokusfelder eine Dekarbonisierungsroadmap, auf der bis zum Erreichen vollständiger CO2-Neutralität im Jahr 2035 konkrete Milestones passiert werden sollen.

STRATEGISCHE ZIELE

Umwelt- und Klimaschutz bilden einen essenziellen und immer wichtiger werdenden Bestandteil der Geschäftsprozesse von PO- LYTEC. Die sich aus den Umweltzielen ergebenden vielfältigen Maßnahmen sollen in den kommenden Jahren im Rahmen des Umwelt- und Energiemanagements der POLYTEC GROUP kontinuierlich umgesetzt werden. Die im Zuge dieses Prozesses erarbeiteten Schwerpunkte der Umweltstrategie von POLYTEC sind:

1. Ressourcen schonen: Mit diesem strategischen Ziel möchte PO- LYTEC dem gesamtheitlichen Ansatz verstärkt Rechnung tragen, dass der Konzern entlang des gesamten Produktionsprozesses sowohl auf einen schonenden Einsatz sämtlicher Rohstoffe als auch auf verstärktes Recycling achtet, um die zur Verfügung stehenden Ressourcen schonend einzusetzen und optimal zu nutzen. Dies umfasst auch den Verbrauch natürlicher Ressourcen wie Wasser sowie Ressourceneinsparungen, die POLYTEC durch die Leichtbauweise oder Funktionsintegration ihrer Bauteile erzielt. Den Verbrauch von Rohstoffen verringert das Unternehmen darüber hinaus durch die vermehrte Verwendung von Regranulaten, den Einsatz moderner Dosieranlagen, verbesserte Ausschussquoten sowie durch die veränderte chemische Zusammensetzung der Materialien. Weiters werden prozessbedingt anfallende Angussteile nach Möglichkeit direkt an der Maschine eingemahlen und wieder dem Prozess zugeführt. Einige Standorte wie unter anderem die Polytec Plastics Ebensee mit einer seit mehreren Jahren CO2-neutralen Fertigung verfügen über zentrale Anlagen, in denen Ausschussteile aus der Produktion recycelt und die gewonnenen Materialien wiederverwendet werden. Das reduziert nicht nur den Rohstoffverbrauch, sondern verkürzt auch Transportwege und damit CO2-Emissionen. Mit seiner Recyclinganlage zum Einmahlen nicht mehr verwendbarer Logistikboxen leistet der Standort Ebensee einen wichtigen Beitrag zur Energieund Ressourcenschonung.

Trotz des sparsamen Umgangs mit Rohstoffen kann die Entstehung von Abfall nicht vollständig vermieden werden. Umso wichtiger ist es, dass unvermeidbarer Abfall bestmöglich getrennt und damit - wo immer möglich – sinnvollem Recycling zugeführt wird. POLYTEC unterstützt ihre Mitarbeiter:innen bei der sachgerechten Abfalltrennung durch ein einheitliches Farbleitsystem. Damit wird nicht nur Restabfall reduziert, auch die Kosten für dessen Entsorgung fallen geringer aus. Daneben baut das Unternehmen unter diesem Aspekt auch seine bereits bestehenden Programme zur Abfallvermeidung sowie zur Reduktion von umwelt- und gesundheitsgefährdenden Stoffen weiter aus.

2. Energieeffizienz steigern: Ein besonderer Ressourcen- und damit Kostenblock liegt bei POLYTEC im Bereich Energie. Maximale Energieeffizienz ist daher nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus wirtschaftlichen Erwägungen sinnvoll. In den vergangenen Jahren konnten in unterschiedlichen Projekten wesentliche standortübergreifende Energieverbraucher optimiert und dadurch erhebliche Einsparungen erzielt werden. In Ebensee wurden Einsparungen insbesondere durch Investitionen in einen hochmodernen, effizienten Maschinenpark umgesetzt.

3. Umweltemissionen reduzieren: Um dem Nachhaltigkeitsgedanken noch stärker als bisher Rechnung zu tragen, formulierte POLY- TEC die Reduktion von Umweltemissionen bereits vor Jahren als strategisches Ziel. Im Rahmen der Produktionsprozesse nimmt

Umweltschutz seit langem eine zentrale Rolle ein, mit dem Ziel, schädliche Emissionen kontinuierlich zu verringern. Dazu wurde 2020 erstmals der CO2-Ausstoß (Scope 1 und Scope 2) der POLYTEC GROUP auf breiter Basis erfasst und ausgewertet. Von dieser Auswertung werden anschließend Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen abgeleitet und deren Resultate gemessen. In Ergänzung wurde die Produktion in Österreich (darin eingeschlossen das Werk Ebensee), Deutschland und den Niederlanden bereits auf CO2-neutralen Strom umgestellt.

POLYTEC ist sich ihrer Verantwortung als Industrieunternehmen bewusst und setzt durch die genannten Maßnahmen kontinuierlich und konsequent weitere Schritte, um ihre Produktionsprozesse nachhaltiger und ressourcenschonender zu gestalten.

BESCHÄFTIGTE

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten (inklusive Leihpersonal, in Vollzeitäquivalenten – FTE) der POLYTEC Carstyling Hörsching GmbH sowie deren geografische Verteilung in den letzten drei Jahren stellen sich wie folgt dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
in FTE2025Veränderung20242023
Österreich266-17283251

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 waren in der POLYTEC Carstyling Hörsching GmbH insgesamt 272 Personen (inklusive Leihpersonal) beschäftigt, was einem Abbau von 5 % im Vergleich zum Vorjahr (287 Beschäftigte) entspricht. Der Abbau war sowohl durch Angestellte als auch durch Arbeiter bedingt.

5. BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DER GESELLSCHAFT

AUSBLICK AUF DIE ENTWICKLUNG IN DER

AUTOMOBILBRANCHE

lung

Europäische Fahrzeugproduktion weiter mit negativer Entwick- Auch für 2026 erwarten Experten eine rückläufige Entwicklung der europäischen Automobilproduktion. Im Vergleich zum Vorjahr könnte die Produktion heuer um 1,9% auf rund 15,2 Mio. Einheiten zurückgehen. Ein zentraler Fokus liegt auf dem Kapazitätsausbau chinesischer Automobilhersteller innerhalb Europas. Insbesondere der Produktionsstart der BYD-Fertigungsstätten in Ungarn und der Türkei könnte einen strategischen Wendepunkt markieren.

Europäische und geopolitische Rahmenbedingungen belasten

die Automobilbranche

Trotz einer graduellen Sentimentserholung bleibt das Marktumfeld im Jahr 2026 durch eine schwache Preissetzungsmacht und Leistbarkeitsbedenken geprägt. Vor diesem Hintergrund gilt es auch die Effektivität der Zollmitigationsmaßnahmen abzuwägen, während Kosteneffizienz und technologische Transformation weiterhin im Fokus stehen. Als zentrale Risikofaktoren für 2026 werden die geopolitische Instabilität und Fragilität der Lieferketten insbesondere bei Halbleitern und Seltenen Erden gesehen. Analysten prognostizieren den EBITDA-Margentiefpunkt für europäische OEMs im Laufe des ersten Halbjahres 2026, gefolgt von einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau.

Das gedämpfte Industrie- und Konsumentenvertrauen gepaart mit einer erhöhten Sparquote belasten die Nachfrageseite weiterhin. Zwar lässt sich damit kein unmittelbarer konjunktureller Aufschwung für die Automobilindustrie ableiten, die Branchenstimmung hat sich seit dem Tiefpunkt im Q1 2025 dennoch graduell erholt und dem langfristigen Durchschnitt angenähert. Vor diesem Hintergrund konnten die monatlichen EU-Absatzzahlen zuletzt wieder an den 10 Jahres-Median anschließen. Angesichts der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und anhaltender Leistbarkeitsbedenken ist jedoch auf keinem der drei größten Automärkte weltweit mit einer wesentlichen Dynamik zu rechnen.

Quellen: S&P Global, Raiffeisen Research

UNTERNEHMENSPROGNOSE

Die Gesellschaft befindet sich in einem herausfordernden, aber zugleich chancenreichen wirtschaftlichen Umfeld.

Der zuletzt entstandene Nahostkonflikt, zeigt aktuell nur sehr geringe Auswirkungen auf dle Beschaffungspreise am Standort. Auch für die unmittelbare Zukunft ist aus heutiger Sicht, für die am Standort relevanten Rohstoffe, ein nur untergeordneter Effekt zu erwarten.

Während die Eigenkapitalquote aktuell moderat ausfällt, setzt das Unternehmen gezielt Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der finanziellen Stabilität. Die Rentabilität soll durch Effizienzsteigerungen und Kostenoptimierungen nachhaltig gestärkt werden. Darüber hinaus zielen Prozessoptimierungsmaßnahmen darauf ab, Störungen der Supply Chain und daraus resultierende Mehraufwendungen wie in den Vorjahren zu vermeiden.

Strategische Maßnahmen zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung:

Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehört vor allem die Optimierung der Kostenstruktur durch Kapazitätsanpassung.

Die gruppenweite Initiative im Portfoliomanagement verfolgt das Ziel, die Rentabilität der Projekte zu steigern und gebunden Kapital zu reduzieren. Durch eine gezielte Analyse und Priorisierung von Aufträgen soll die Kapitalbindung optimiert werden. Damit einhergehend werden auch selektive Portfoliobereinigungen durchgeführt. Eine gleichzeitige kontinuierliche Überwachung des Portfolios soll langfristig die Wertschöpfung bei minimiertem Risiko sicherstellen.

Durch weitere Optimierung der Fertigungsabläufe erwartet der Standort deutliche Produktivitätssteigerungen, sowie geringere Ausschuss- und Nacharbeitskosten. Wir erwarten dadurch weitere Kostenreduktionen im indirekten Personalbereich.

Mit gezieltem Einsatz von BI-Technologien erwarten wir uns eine effiziente Optimierung in den operativen Bereichen und Diese Initiative setzt mit Transparenz und Geschwindigkeit auf optimierte Entscheidungsgrundlagen für Kosteneinsparungen.

Durch den Anlauf neuer Projekte namhafter OEMs weist der Standort auch in Zukunft eine solide Auftragslage auf.

Investitionen und Infrastrukturmaßnahmen

Im Fokus der Investitionsvorhaben steht die Optimierung des Flächenkonzepts am Standort, bei der mehr als 1 Mio. Euro investlert wird, um Produktionsabläufe zu optimieren und die vorhandenen Flächen optimal zu nutzen.

Basierend auf dem aktuellen Ausblick erwarten wir für das aktuelle Geschäftsjahr einen moderaten Verlust. Mittelfristig wird von positiven Ergebnissen ausgegangen. Die definierten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung unterstützen die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.

6. RISIKOBERICHT-ERSTATTUNG UND FINANZINSTRUMENTE

Die POLYTEC GROUP ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Risikomanagement ist für die POLYTEC GROUP ein integraler Bestandteil der Strategie und aller Geschäftsprozesse. Auch die für einen Automobilzulieferer notwendigen umfangreichen Zertifizierungen (z. B. IATF16949:2016 und ISO14001:2015) geben hier bereits entsprechende Regelungen vor, deren Einhaltung auch durch externe Audits überwacht wird. Der Organisation der POLYTEC GROUP entsprechend werden Risiken dezentral und marktnah vor allem im Rahmen der laufenden Geschäftsprozesse gemanagt und überwacht. Die Steuerung der finanziellen Risiken erfolgt jedoch im Wesentlichen durch die Konzernzentrale. Folgende wesentliche Risikofelder können identifiziert werden:

UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE RISIKEN

a. (Absatz-)Marktrisiko

Allgemeines Absatzmarktrisiko: Die Automobilindustrie erfährt gerade eine deutliche Veränderung der Rahmenbedingungen. Mit dem Zurückdrängen des Verbrennungsmotors und der Förderung der Elektromobilität als unmittelbare Treiber des Umbruchs sowie den mittelbaren Auswirkungen der Entwicklung im Bereich des autonomen Fahrens und neuen Mobilitätskonzepten werden die kommenden Jahre für die Automobilindustrie sehr herausfordernd. Dabei gilt es sich auf die neuen Rahmenbedingungen einzustellen und sich durch Innovation und eine gezielte Vertriebsstrategie in dem neuen Marktumfeld klar zu positionieren. Die Automobilzulieferindustrie galt schon bisher als Markt mit hohem Wettbewerb und war dabei geprägt von der Konsolidierung und Restrukturierung von Mitbewerbern. Dieser Trend wird sich noch verstärken, und die Chancen der Marktkonsolidierung gilt es dabei für POLYTEC GROUP zu nutzen. Das allgemeine Absatzrisiko wird sich aufgrund der Transformation hin zu klimafreundlichen Produkten und der Präsenz von POLYTEC in diesem Markt aber trotzdem weiter verschärfen, da aktuell nicht von einer kurzfristigen Erholung der derzeit insgesamt rückläufigen Automobilmärkte auszugehen ist.

Darüber hinaus bestehen auch deutlich höhere konjunkturelle und politische Risiken als in den letzten Jahren. Die Internatlonalisierung der Märkte aber auch der Lieferketten bringt nicht nur große Chancen mit sich, sondern birgt auch höhere Risiken, was mit dem Ausbruch des Coronavirus und der sich derzeit weiter schnell verändernden politischen Gesamtlage einmal mehr verdeutlicht

wurde. Die aktuellen internationalen Handelskonflikte führen zu Nachfragerückgängen und erhöhen die Komplexität der globalen Lieferbeziehungen. Es besteht das Risiko, dass diese Unsicherheiten auch noch in den kommenden Jahren die Automobilindustrie weiter negativ beeinflussen werden.

Volumenrisiko: Die unveränderte Volatilität der Nachfrage bzw. die nicht planmäßige Entwicklung der Stückzahlen hat auch im Berichtsjahr die Vermögens- und Ertragslage negativ beeinflusst; insbesondere die Abrufe im Bereich E-Mobilität lagen massiv unter den prognostizierten Abrufmengen. Aufgrund der ungeplanten Stückzahlenabrufe kann es in zweierlei Hinsicht zu Problemen kommen. Bei zu hohen ungeplanten Abrufen können Kapazitätsengpässe die Folge sein, die zu Lieferverzögerungen und somit zu Reputationsschäden führen können. Andererseits führen fehlende Abrufe zu Auslastungsproblemen, die eine Fixkostenunterdeckung zur Folge haben können. Die POLYTEC GROUP ist bestrebt, durch einen ausgewogenen Kunden- und Auftragsmix die Abhängigkeit von einzelnen Lieferbeziehungen so gering wie möglich zu halten.

Durch die aktuelle Volatilität der Märkte und der geringen Akzeptanz der Kunden für E-Fahrzeuge kommt es immer häufiger zu deutlichen Reduzierungen aber auch Erhöhungen von Stückzahlen während des Serienlaufs. Die Unplanbarkeit der Lieferabrufe bleibt auf unverändert hohem Niveau. Für die POLYTEC GROUP ist daher eine hohe Flexibilität in den Werken und eine konsequente Beobachtung der Abrufsituation und der Entwicklung der Modelle notwendig. Auf wesentliche Veränderungen muss kostenseitig, aber auch mit berechtigten Forderungen durch Mehrkosten vor allem aus der Unterschreitung von Planmengen reagiert werden.

b. Beschaffungsmarktrisiko

Wesentliches Risiko sind Schwankungen der Rohstoff- und Energieprelse, dle im Fall der POLYTEC GROUP als kunststoffverarbeltendem Konzern vor allem durch nachhaitige Veränderungen des Ölpreises, aber auch der Raffinerlekapazitäten verursacht werden können. Diesem Risiko wird, sowelt gegenüber dem Kunden durchsetzbar, mit Materialgleitpreisklauseln in den offengelegten Kaikulationen entgegengewirkt. Zum Tell erfolgt die Verhandlung von Rohstoffen und Zukaufteilen direkt durch die Kunden der POLYTEC GROUP mit dem Lieferanten. Soweit mit dem Kunden Preise nur auf Jahresfrist verelnbart sind, ist die Veränderung der Rohstoffund Energlepreise ein wichtiger Parameter In den Gesprächen für die Jährliche Neufestlegung der Preise, Weiters wird versucht, durch verstärkte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bislang nicht recycelbaren Ausschuss wieder in der Produktion einzusetzen.

Ein welteres mittelfristig bis langfristig Risiko ergibt sich durch den Prelsanstieg aufgrund der abnehmenden Verfügbarkeit von nicht erneuerbaren Rohstoffen sowie einer möglicherwelse unzureichenden Verfügbarkeit von Rezyklaten. Zudem besteht das Risiko, dass Materialien wle SMC, GMT oder LFT künftig nicht mehr eingesetzt werden können, da sle schwer recycelbar sind und möglicherweise nicht mehr den hoher Nachhaltigkeitsanforderungen der Kunden entsprechen werden.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
POLYTEC CARSTYLING HÖRSCHING GMBHOLAME
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
Hörsching, am 30.04.2026
FINANZIELLE RISIKEN UND DEREN MANAGEMENT UND
SENSITIVITÄTDle Geschaftsfuhrung

Verlängerung der Zahlungsfristen tragen dle Lleferantenfinanzlerungsvereinbarungen zudem zu einer besseren Vorhersage der Mittelabflüsse bel.

Ein etwalges Liquiditätsrislko wird aktiv durch die Konzernzentrale gesteuert. Das Management hat Zugriff auf ein Treasury Management System, In dem alle Zahlungseingänge und -ausgänge von den POLYTEC Gesellschaften ersichtlich sind. Zudem werden jeden Monat aktualislerte Cash-Planungen erstellt, wodurch eine fristgerechte Zahlung von Verbindlichkelten gewährleistet werden soll.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
Kreditrisiko: Aufgrund der Kundenstruktur – rund 85% des Umsatzes
werden mit den OEMs oder großen Systemlleferanten erzielt – ist die
POLYTEC GROUP dem Bonitätsrisiko der Automobilindustrle ausgę-
setzt. Die Außenstände werden laufend kritisch verfolgt und die ve
einbarungsgemäße Bezahlung von Forderungen sichergestelit. Ife
Abhängigkeit von wenlgen Kunden Ist eln Wesensmerkmal der Autb
mobilzulieferindustrie. Als Kunde wird in diesem ZusammenhangChristian $luttnekian LübkeReinhard Donabauer
eine Gruppe verbundener Unternehmen definiert, die durchaus auch
mehrere Automoblimarken herstellen kann.
Das Ausfallrisiko bel flössigen Mitteln wird a ls gering elngeschätzt.
Liqulditätsrisiko: Belm Liquiditätsrisiko handelt es sich um das RI-
siko, fällige Verbindlichkeiten nicht fristgerecht begleichen zu kön-
nen. Dle Gruppe sichert Ihren Llqulditätsbedarf durch Vorhalten
elner Barreserve sowle durch die vorzeltige Refinanzlerung endfäl-
Iiger Finanzverbindlichkelten.
Die POLYTEC GROUP startete in 2023 auch mit Leferantenfinan-
zierungsvereinbarungen, deren Zweck es ist, elne effiziente Zah-
lungsabwicklung von Lleferantenrechnungen zu ermöglichen. Dle
Verelnbarungen werden bel ausgewählten Konzerngesellschaften
auf das gesamte Leferantenportfollo angewendet. Neben einer

Zinsänderungsrisiko: Dem Zinsänderungsrisiko begegnet die POLYTEC GROUP durch ein der langfristigen Zinsmeinung entsprechendes Portfolio von varlablen und fixen Finanzierungen, wobel langfristige Finanzlerungen zum überwlegenden Teil varlabel verzinst sind. Im Geschäftsjahr 2024 sowle 2023 wurden keine derivativen Produkte zur Zinssicherung elngesetzt.

Sonstige Risiken: Sonstige wesentliche Verpflichtungen und Risiken, die im vorllegenden Konzernabschluss nicht entsprechend gewürdigt oder in den Erläuterungen angeführt wurden, sind dem Management nicht bekannt.

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