Inhaltsverzeichnis
A-8280 Fürstenfeld, Altenmarkt 151
Tel.: +43 (0)3382/52849-0 | Fax-DW: -4 www.kohl-eisen.atl [email protected]
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Der seit 1967 bestehende Familienbetrieb Kohl GmbH & Co KG mit dem Hauptsitz in Altenmarkt bei Fürstenfeld, seinem zweiten Standort in Übersbach bei Söchau und seit Jänner 2017 mit dem dritten Standort in Paldau (derzeit nicht operativ genutzt) ist im Bereich des Großhandels mit Stahl- und Metallschrott und der Aufbereitung hochwertiger Sekundärrohstoffe für die stahl- und metallverarbeitende Industrie tätig.
Die Absatz- und Beschaffungsmärkte erstrecken sich ausgehend von der Süd- und Oststeiermark auf das gesamte Bundesgebiet Österreichs sowie auf den EU-Raum.
Ausgehend vom Hauptsitz der Gesellschaft in Altenmarkt bei Fürstenfeld wird die Geschäftsführung ausgeübt und auf den Standort Übersbach entfallen die Bereiche Disposition, Lager, Verwaltung und Rechnungswesen; dort erfolgt auch die Zentralisierung des Personaleinsatzes.
In der Führungs- und Organisationsstruktur gab es keine Änderungen.
Geschäftsverlauf
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/2026 stieg das Rohergebnis um T€ 389 auf T€ 6.646. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf die im Rohergebnis berücksichtigte Bestandsveränderung von T€ 476 zurückzuführen, während die Handelsspanne im Wareneinkauf stabil blieb. Bereinigt um die Bestandsveränderung lag das Rohergebnis damit leicht unter dem Vorjahresniveau.
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Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts waren keine signifikanten Wertveränderungen im bestehenden Warenbestand im Bereich Eisen- und Stahlschrott sowie im Bereich NE-Schrott (Metalle) zu verzeichnen.
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen, bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, sind auf T€ 4.405 gesunken (2024/2025 T€ 4.836). Dies resultiert hauptsächlich aus den rückläufigen Instandhaltungskosten im Bereich der Maschinen sowie daraus, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr keine neuen Platzinstandhaltungskosten angefallen sind.
Der sich daraus ableitende Betriebserfolg ist von T€ 1.421 auf T€ 2.240 gestiegen. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses in Höhe von T€ 24 beträgt das Ergebnis vor Steuern T€ 2.264 (2024/2025 T€ 1.422).
Das wirtschaftliche Eigenkapital (inkl. Investitionszuschüssen) hat sich um T€ 1.116 von T€ 6.411 auf T€ 7.527 erhöht. In der Veränderung sind auch das Ergebnis des Geschäftsjahres, bezahlte Steuern sowie die Verrechnung laufender Privatanteile enthalten.
Das Unternehmen, das sich in erster Linie mit dem Recycling von Sekundärrohstoffen beschäftigt, trägt in dieser verantwortungsvollen Funktion zur nachhaltigen Nutzung begrenzter Ressourcen und somit zur Schonung der Umwelt bei. Dieses Geschäftsfeld bietet aus heutiger Sicht auch künftig weiteres Entwicklungspotenzial.
Die derzeitige weltwirtschaftliche Situation ist weiterhin von internationalen politischen Unsicherheiten, volatilen Rohstoff- und Energiepreisen sowie einer insgesamt verhaltenen konjunkturellen Entwicklung geprägt. Die Rahmenbedingungen wirken sich auch auf die Kohl GmbH & Co KG aus, führen derzeit jedoch zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen des laufenden Geschäftsbetriebes. Aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Eigenkapitalentwicklung des Unternehmens und der kontinuierlichen Liquiditätsplanung kann davon ausgegangen werden, dass die Liquidität und der Fortbestand des Unternehmens weiterhin gesichert sind.
Sämtliche geplanten Investitionen und Bauvorhaben des Unternehmens konnten im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen werden.
Bericht über die Zweigniederlassungen
Die Kohl GmbH & Co KG hat keine Zweigniederlassungen.
SEKUNDÄR ROHSTOFFHANDEL
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Finanzielle Leistungsindikatoren
A. Erfolgswirtschaftliche Kennzahlen
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern
| 2026 | 2025 Veränd. | ||
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 2.265 | 1.422 | |
| + Zinsen und ähnliche | |||
| Aufwendungen | 3 | 4 | |
| = Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 2.267 | 1.426 | 841 |
Eigenkapitalrentabilität (Return on equity)
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum Eigenkapital zum Beginn des Geschäftsjahres.
| 2026 | 2025 | Veränd. %-Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern Eigenkapital | 2.265 6.340 | 36% | 25% | 10% |
Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment)
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des EBIT's zum Gesamtkapital zum Beginn des Geschäftsjahres.
| 2026 | 2025 | Veränd. %-Pkt. |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern 2.267 | ||
| 23% Gesamtkapital 9.750 | 13% | 10,6% |
KOHL GMBH & CO KG
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B. Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
Nettoverschuldung (Net Debt)
Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel. Das verzinsliche Fremdkapital umfasst die Posten Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder sowie die Bankverbindlichkeiten. Die flüssigen Mittel bestehen aus dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten". Ein negativer Wert bedeutet keine Nettoverschuldung.
| 2026 | 2025 Veränd. | ||
|---|---|---|---|
| Verzinsliches Fremdkapital | 289 | 339 | |
| - flüssige Mittel | -2.731 | -1.382 | |
| = Nettoverschuldung | -2.442 | -1.043 | -1.399 |
Nettoumlaufvermögen (working capital)
Das Nettoumlaufvermögen ergibt sich als Differenz des kurzfristigen Umlaufvermögens (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) und des kurzfristigen Fremdkapitals.
| 2026 | Veränd. 2025 | ||
|---|---|---|---|
| Umlaufvermögen | 5.608 | 4.008 | |
| - langfristiges Umlaufvermögen | 0 | 0 | |
| = kurzfristiges Umlaufvermögen | 5.608 | 4.008 | |
| - kurzfristiges Fremdkapital | -3.242 | -3.001 | |
| = Nettoumlaufvermögen | 2.366 | 1.007 | 1.359 |
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar.
| 2026 | 2025 | Veränd. %-Pkt. |
|---|---|---|
| 7.468 Eigenkapital | ||
| 68% Gesamtkapital 11.058 | 65% | 3% |
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)
Der Nettoverschuldungsgrad entspricht dem Verhältnis des Nettoverschuldung zum Eigenkapital.
| 2026 | 2025 | Veränd. %-Pkt. |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung -2.442 | ||
| -33% 7.468 Eigenkapital | -16% | -16% |
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C. Cash Flow Kennzahlen
Darstellung ausgewählter Teilergebnisse der Geldflussrechnung, ermittelt gemäß KFS/BW2, Fonds Finanzmittelbestand (Bilanzposten „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten“ und Wertpapiere des UV)
| 2026 | Veränd. 2025 | ||
|---|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.296 | 3.214 | -918 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -222 | -260 | 38 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -724 | -2.539 | 1.815 |
| Zahlungswirksame Veränderung d. Finanzmittelbestands | 1.350 | 414 | 935 |
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2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
- Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Die weltpolitische Lage sowie die spürbaren Veränderungen auf den Rohstoffmärkten prägen derzeit das wirtschaftliche Umfeld der Kohl GmbH & Co KG maßgeblich. Aufgrund internationaler Konflikte und Spannungen, einer anhaltend schwachen Industriekonjunktur sowie bestehender Unsicherheiten in den internationalen Liefer- und Absatzmärkten ist auch der Altmetall- und Schrottmarkt von einem rückläufigen Materialaufkommen und schwankenden Marktbedingungen bestimmt. Diese Entwicklung führt zu volatileren Beschaffungsmärkten und veränderten Volumina im täglichen Handels- und Verwertungsgeschäft.
Dennoch bieten die strukturellen Veränderungen auf dem europäischen Markt auch langfristige Perspektiven für die weitere Entwicklung des Unternehmens:
• Branchenumfeld und Rohstoffdynamik: Geopolitische Unsicherheiten und der anhaltende wirtschaftliche Druck auf die europäische Stahlindustrie in Kombination mit den gestiegenen Kosten und regulatorischen Belastungen dämpfen die Preis- und Nachfrageentwicklung. Gleichzeitig können handels- und klimapolitische Maßnahmen der Europäischen Union die Bedeutung europäischer Sekundärrohstoffe und damit auch von Stahlschrott weiter erhöhen. • Technologische Transformation: Die zunehmende Umstellung der europäischen Stahlindustrie hin zu CO2-ärmeren Produktionsverfahren und der verstärkte Einsatz von Elektrolichtbogenöfen erhöhen grundsätzlich die Bedeutung qualitativ hochwertiger Sekundärrohstoffe. Damit dürfte die langfristige Nachfrage nach geeignetem Stahlschrott weiter zunehmen. • Operative Anpassung und Flexibilität: Die Kohl GmbH & Co KG hat sich durch eine flexible operative Ausrichtung und eine vorausschauende Steuerung auf die veränderten Marktbedingungen eingestellt. Der laufende Geschäftsbetrieb wird durch die aktuellen Marktfaktoren nicht wesentlich beeinträchtigt. Die bereits im Vorjahr bewährte Zentralisierung der Mitarbeiter an einem Standort wird konsequent fortgeführt, um einen flexiblen Personaleinsatz weiterhin zu gewährleisten.
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• Regionale Impulse und Investitionen: Während der klassische Hoch- und Wohnungsbau weiterhin unter Druck steht, ergeben sich gezielte Nachfrageimpulse aus öffentlich geförderten Infrastruktur-, Netz- und Umweltinvestitionen. Diese stützen insbesondere den Bedarf in den Bereichen Tiefbau sowie bei Spezialguss und Gießereierzeugnissen. Für das laufende Geschäftsjahr sind derzeit keine wesentlichen weiteren Investitionen geplant.
- Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Die Geschäftstätigkeit der Kohl GmbH & Co KG wird insbesondere durch die Entwicklung der Rohstoffmärkte sowie durch allgemeine weltwirtschaftliche und konjunkturelle Rahmenbedingungen beeinflusst. Daraus können sich branchenübliche Schwankungen bei Preisen, Materialaufkommen und Absatzmengen ergeben.
Diesen Entwicklungen begegnet das Unternehmen durch eine laufende Marktbeobachtung, eine flexible operative Steuerung sowie eine kontinuierliche und defensiv ausgerichtete Liquiditätsplanung. Aufgrund der soliden finanziellen Basis und des hohen wirtschaftlichen Eigenkapitals kann nach derzeitiger Einschätzung davon ausgegangen werden, dass die Liquidität, die operative Handlungsfähigkeit und der Fortbestand des Unternehmens auch unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesichert sind.
Den branchenüblichen Ausfall- und Kreditrisiken wird durch ein konsequentes Forderungsmanagement und regelmäßige Bonitätsüberwachungen entgegengewirkt. Über die bereits im Jahresabschluss und im Anhang berücksichtigten sowie die vorstehend dargestellten Risiken hinaus sind derzeit keine weiteren wesentlichen Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- oder Cashflow-Risiken erkennbar.
Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens.
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3. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Die Kohl GmbH & Co KG ist nicht im Bereich der Forschung und Entwicklung tätig.
Altenmarkt bei Fürstenfeld, am 27. Oktober 2026
Lolond Lie
Kohl GmbH & Co KG Kohl GmbH