Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens...............................................3 1.1. Erläuterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ............................................................... 3 1.2. Beschaffungsmarkt ........................................................................................................................ 5 1.3. Personal- und Sozialwesen ............................................................................................................ 5 1.4. Ertragslage Vermögens- und Finanzlage, Liquidität, finanzielle Leistungsindikatoren ................. 6 2. Forschung und Entwicklung ...........................................................................7 3. Bestehende Zweigniederlassungen ................................................................7 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ............................................................8 5. Umwelt- und Arbeitnehmerbelange ..............................................................8 6. Voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens/Konzerns ..8 7. Verwendung von Finanzinstrumenten ...........................................................9
1. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
1.1. Erläuterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Österreich befand sich 2024 bereits im zweiten Rezessionsjahr. Nach hohen Inflationsraten in den vorhergehenden Jahren war die Inflationsrate 2024 rückläufig. Der PKW-Markt konnte trotz des schwierigen Marktumfelds seinen positiven Trend aus dem Jahr 2023 fortführen und schloss das Jahr mit einem Plus von 6,1 Prozent und 253.789 PKW-Neuzulassungen ab. Das ist weiterhin weit unter den Neuzulassungen vor den COVID-19-Krisenjahren. In der Automobilbranche geht man davon aus, dass die hohen Neuzulassungen der Jahre vor 2020 auf längere Sicht nicht mehr erreicht werden. Für die Automobilindustrie und die Zulieferindustrie in Österreich generell bedeutet das langfristig stagnierende Stückzahlen.
Bei den leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 t hat sich der Markt im Jahr 2024 nach 2023 weiter erholt. Es konnte ein Zulassungsplus von 3,7 Prozent auf 35.728 Einheiten verzeichnet werden. Die im Jahr 2021 eingeführte NoVA auf Nutzfahrzeuge belastet weiterhin Unternehmen und Gewerbetreibende.
Im Jahr 2024 stiegen die Neuzulassungen von benzinbetriebenen PKW um +8,6 Prozent, Diesel-PKW Zulassungen sanken erneut: um -5,2 Prozent versus 2023.
Die Nachfrage nach Hybrid-PKW (64.094 Einheiten) setzt den positiven Trend fort und stieg um 26,6 Prozent, die Nachfrage nach Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge (16.928 Stück) blieb stabil bei -0,2 Prozent. Die Nachfrage nach Elektro-PKW (44.622 Stück) ging um -6,3 Prozent zurück.
Insgesamt ist ein Trend zu elektrifizierten Antrieben (Elektro, Hybrid, Plug-In-Hybrid) zu beobachten, der Anteil dieser Fahrzeuge an den Neuzulassungen betrug bereits 49,5 Prozent oder 125.644 Einheiten.
Ab dem Jahr 2025 sind neue CO2-Emissionsgrenzwerte in der EU vorgeschrieben. Es ist davon auszugehen, dass der Anteil an PKW mit klassischem Diesel- und Benzinmotor sinken wird, während der Anteil an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben, insbesondere Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge und Elektrofahrzeuge ansteigen wird.
Bei den leichten Nutzfahrzeugen (35.728 Einheiten) wurden der mit 85 Prozent überwiegende Anteil an Fahrzeugen mit Dieselmotor verkauft. Der Anteil an Elektronutzfahrzeugen (2.930) betrug 8,2 Prozent, leicht fallend gegenüber 2023.
| (Alle | Zahlen: | Statistik | Austria, | Neuzulassungen | 2024, |
|---|---|---|---|---|---|
| https://www.statistik.at/statistiken/tourismus-und-verkehr/fahrzeuge/kfz- | |||||
| neuzulassungen) | |||||
Marktanteil Opel
Im Jahr 2024 wurden in Österreich 7.123 Fahrzeuge der Marke Opel neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von + 11,2 %. und einem Marktanteil von 2,5%.
PKW:
2024 wurden 5.908 neue PKW zugelassen, ein Plus von 13,5%, der PKW-Marktanteil betrug 2,3%.
LKW:
2024 wurden 1.215 neue leichte Nutzfahrzeuge inkl. Umbauten zugelassen, ein Plus von 1,2%, der LKW-Marktanteil betrug 3,4%.
Nach der Umstellung des Vertriebs auf das „Neue Retailer Modell“, ein Agenturmodell, im September 2023, konnten im vierten Quartal 2023 und im ersten Halbjahr 2024 die Anlaufschwierigkeiten überwunden werden. Seit Sommer 2024 entwickelte sich die Tendenz im Verkauf positiv.
Die Opel Austria GmbH ist seit Frühjahr 2021 Teil des Stellantis Konzerns. Ein wesentliches Ziel aller Marken des Stellantis Konzerns ist die Reduktion des CO2 Ausstoßes durch die Forcierung von alternativen Antriebstechnologien. So sollen im gesamten Konzern bis 2030 die CO2-Emmissionen um 50 % reduziert und bis 2038 vollständig eliminiert werden.
Beim Fahrzeugangebot schreitet die Elektrifizierung des Angebots rasch voran. Bei Opel sind alle PKW-Modelle und Nutzfahrzeuge, neben je nach Modell mit klassischen
Motoren, Hybridmotoren Elektrofahrzeuge erhältlich. oder Plug-In-Hybrid-Motoren, auch bereits als
Siehe: https://www.media.stellantis.com/at-de/corporate-
communications/press/Dare-Forward-2030_Der-Plan-von-Stellantis-fuer-modernste- Mobilitaetsfreiheit_010322
Die Marke Opel bietet eine interessante PKW- und Nutzfahrzeugproduktpalette, die allen Markterfordernissen hinsichtlich Qualität, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit entspricht. So bietet Opel PKW und Nutzfahrzeuge im Mainstream-Segment mit sehr gutem Preis-/Leistungsverhältnis an.
1.2. Beschaffungsmarkt
Die von der Opel Austria GmbH nach Österreich importierten Fahrzeuge stammen ausschließlich von verbundenen Unternehmen, die Produktionsstandorte dieser Fahrzeuge sind im Wesentlichen Deutschland, Spanien, Frankreich und Großbritannien.
1.3. Personal- und Sozialwesen
Mit dem 1. Jänner 2021 wurden alle Mitarbeiter der Opel Austria GmbH mit sämtlichen Urlaubs-, Zeitguthaben-, Jubiläumsgeld- und Abfertigungs-ansprüchen auf die Citroen Österreich GmbH übertragen. Nur die Pensionsansprüche werden weiterhin bei der Opel Austria ausgewiesen.
1.4. Ertragslage, Vermögens- und Finanzlage, Liquidität, finanzielle Leistungsindikatoren
| 2024 | 2023 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | T€ | 138.054 | 111.131 |
| EBITDA | T€ | -1.367 | 1.744 |
| EBITDA-Marge | % | -0,99% | 1,57% |
| Bilanzsumme | T€ | 75.779 | 73.851 |
| Eigenkapital | T€ | 23.730 | 25.406 |
| Eigenkapitalquote | % | 31, 31% | 34,40% |
| Fremdkapital | T€ | 52.049 | 48.445 |
| Fremdkapitalquote | % | 68, 68% | 65,60% |
| Verzinsliches Fremdkapital | T€ | 0 | 0 |
| Flüssige Mittel | T€ | 0 | 0 |
| Cashpool | T€ | 4.628 | 8.823 |
| Nettoverschuldung (verzinsliches | |||
| Fremdkapital abzüglich flüssige Mittel) | T€ | 0 | 0 |
| Umlaufvermögen inkl. | |||
| Rechnungsabgrenzung | T€ | 74.436 | 72.122 |
| kurzfristige Verbindlichkeiten inkl. | |||
| kurzfristige Rückstellungen | T€ | 38.291 | 40.003 |
| Working Capital Ratio [1] | % | 182,31% | 158,24% |
¹ Umlaufvermögen abzüglich Veranlagungen im Konzern im Verhältnis zum kurzfristigen
Fremdkapital
Aufgrund der beschriebenen Marktsituation konnte Opel Austria GmbH im Jahr 2024 Umsätze in Höhe von EUR 138,1 Mio erwirtschaften, dies entspricht einer Steigerung von rund 24,2% im Vergleich zum Vorjahr.
Das Betriebsergebnis beträgt EUR -1,4 Mio. Der im Jahr 2024 entstandene Verlust ist auf eine Nachbelastung der Opel Automobile GmbH betreffend Materialaufwand (Berichtigung Transferpreise) für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 4,009 Mio EUR zurückzuführen.
Das Finanzergebnis beträgt EUR 0,1 Mio.
Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von EUR - 1,7 Mio (2023: EUR 2,8 Mio Jahresüberschuss).
Im Geschäftsjahr 2024 waren ebenso wie im Geschäftsjahr 2023 keine nennenswerten Investitionen zu verzeichnen. Die überschüssigen flüssigen Mittel werden innerhalb des Konzerns gepoolt.
Die finanzielle Position der Opel Austria GmbH hat sich gegenüber 2023 leicht verschlechtert. Die liquiden Mittel unter Einbeziehung der Cash Pooling Konten belaufen sich zum 31. Dezember 2024 auf EUR 4,6 Mio (31.12.2023: EUR 8,8 Mio).
Der Nettogeldfluss der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -4.195, der Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR 0,00 und der Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt ebenfalls TEUR 0,00.
Die Veränderung des Fonds der liquiden Mittel ist somit TEUR -4.195.
2. Forschung und Entwicklung
Die Opel Austria GmbH führt selbst keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durch.
3. Bestehende Zweigniederlassungen
Die Opel Austria GmbH verfügt über keine Zweigniederlassungen.
4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
| Wertetreiber des Unternehmens | Fahrzeuge | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Absatz Großhandel | Anzahl | 6.906 | 5.586 |
| Absatz Einzelhandel | Anzahl | 7.123 | 6.184 |
| Kundenauftragseingang (COR/COI) | Anzahl | 8.426 | 4.756 |
5. Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
Die ökologischen Ziele des Konzerns umfassen alle technologisch verfügbaren Maßnahmen zur Verhütung von Umweltschäden; hierbei kommt insbesondere der Senkung des Schadstoffausstoßes der Neufahrzeuge eine maßgebliche Bedeutung zu.
Mit dem 1. Jänner 2021 wurden alle Mitarbeiter der Opel Austria GmbH mit sämtlichen Urlaubs-, Zeitguthaben-, Jubiläumsgeld- und Abfertigungsansprüchen auf die Citroen Österreich GmbH übertragen.
6. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens/Konzerns
Auf dem europäischen Markt bleiben die ambitionierten CO2-Reduktionsziele der Europäischen Union für die gesamte Automobilbranche eine große Herausforderung. Dies führt bei allen Herstellern zu massiven Anstrengungen, die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Fahrzeuge zu senken und speziell elektrifizierte Antriebe spielen dabei eine Schlüsselrolle.
Technologische Entwicklung.
Der Trend in Richtung alternativer Antriebssysteme, allen voran Fahrzeuge mit vollelektrischem Antrieb (BEV, Battery Electric Vehicle), hat 2024 seinen Trend fortgesetzt, indem mehr Fahrzeuge mit vollelektrischem Antrieb auf den Markt kommen.
Während aus heutiger Sicht noch nicht absehbar ist, wie lange bzw. in welchem Ausmaß in Österreich staatliche Fördermaßnahmen fortgeführt werden, so wird sich jedenfalls durch die Bestrebungen in der EU zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes der Trend hin zu lokal emissionsarmen Plug-In-Hybridfahrzeugen und lokal emissionsfreien Elektrofahrzeugen (BEV) fortsetzen. Der Fokus der Geschäftstätigkeit von Opel liegt weiter darauf, den Absatz im Zukunftssegment der elektrifizierten Fahrzeuge auszubauen sowie die Rentabilität durch konsequente Optimierung der Vertriebsprogramme und der Preispositionierung weiter zu verbessern.
Die Marke Opel und auch die Schwestermarken im Stellantis Konzern bieten schon heute ein umfangreiches, konkurrenzfähiges Angebot an Elektrofahrzeugen und elektrifizierten Fahrzeugen an, sowohl im PKW- als auch im LKW-Bereich.
Darüber hinaus gibt es international auch bereits erste erfolgreiche Projekte mit Wasserstoff/Brennstoffzellen-Antrieb im Nutzfahrzeugbereich. Das Nutzfahrzeugmodell Opel Vivaro Hydrogen ist auch in Österreich bereits bestellbar, das Nutzfahrzeug Opel Movano Hydrogen soll 2025 folgen. Die in Österreich weiterhin unzureichende Verfügbarkeit an Wasserstoff-Tankstellen dämpft jedoch die Kundennachfrage. Hier sind der Staat sowie die Energieanbieter gefordert, die notwendige Infrastruktur zu schaffen und den Ausbau der Wasserstoff-Tankstellen voranzutreiben, damit Wasserstoff/Brennstoffzellen-Fahrzeuge in Österreich sinnvoll genutzt werden können.
7. Verwendung von Finanzinstrumenten
Für sämtliche als originäre Finanzinstrumente zu klassifizierende Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die im Anhang bei der jeweiligen Bilanzposition dargelegten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens, welches in den Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden seinen Niederschlag findet. Außer den bereits im
Jahresabschluss und im Anhang gezeigten Risiken bestehen keine weiteren Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiken.
Zum 31. Dezember 2024 besteht ein Guthaben im Rahmen einer konzerninternen Cash Pooling Vereinbarung in Höhe von 4,6 Mio EUR, welches unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen ist. Die Geschäftsführung schätzt das Ausfallrisiko aufgrund der Bonität der Schuldner als gering ein. Wenngleich die Kreditrisikokonzentration diesbezüglich hoch ist, wird ein konkretes Ausfallsrisiko nicht gesehen. Das Ausfallsrisiko von Forderungen wird gegebenenfalls durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres und zum 31.Dezember 2024 keine derivativen Finanzinstrumente gehalten.
Jurkus W. dur
Mag. (FH) Markus Wildeis
Wien, am 21. November 2025