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Lagebericht 2025

Mayr-Melnhof Holz Holding AG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 23. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Tätigkeit der Gesellschaft

Die Mayr-Melnhof Holz Holding AG ist die geschäftsleitende Holdinggesellschaft der Mayr-Melnhof Holz- Gruppe. Die Tätigkeit der Gesellschaft umfasst insbesondere die strategische Weiterentwicklung der Gruppe, die Koordination der zwei Divisionen "Schnittholz" und "Weiterverarbeitung" sowie die Einbringung verschiedener Dienstleistungen für die Gruppenunternehmen, wie Investitionsplanung, Vertriebsplanung, Finanzierung, Personalentwicklung und Unternehmensorganisation.

Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die globale Inflationsdynamik hat sich im Jahr 2025 weiter abgeschwächt. In der OECD sank die durchschnittliche Inflation von 7,1 % (2023) auf 5,4 % (2024) und wird für 2025 bei rund 3,1 % erwartet. In der Eurozone liegt die Inflation mit etwa 2,3 % nahe dem Zielwert der Europäischen Zentralbank, getragen von stabilisierten Energiepreisen und einer moderateren Lohnentwicklung.

Die Arbeitsmärkte zeigen sich weiterhin robust, wenngleich erste Anpassungseffekte sichtbar sind. Für die OECD wird 2025 eine Arbeitslosenquote von rund 4,9 % erwartet. In Österreich und Deutschland ist mit einer leichten Zunahme zu rechnen, jedoch weiterhin auf einem historisch gesehen vergleichsweise niedrigem Niveau.

Das Nominallohnwachstum bleibt positiv, verliert jedoch an Dynamik. Mit rückläufiger Inflation flachen auch die Reallohnzuwächse ab, was gemeinsam mit anhaltender Unsicherheit das Konsumverhalten dämpft. Der private Verbrauch entwickelt sich entsprechend verhalten, stabilisiert sich jedoch schrittweise.

Die Weltwirtschaft dürfte auch im Jahr 2026 moderat wachsen. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IMF) wird das globale Bruttoinlandsprodukt um etwa 3,3 % zulegen, getragen von resilienten Investitionen und privaten Konsumausgaben trotz anhaltender geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheiten.

Für Österreich prognostizieren internationale Institutionen gesamtwirtschaftlich ein, geringes Wachstum. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in Österreich im Jahr 2026 um rund 0,9 % wächst, nachdem sich die Wirtschaft bereits leicht stabilisiert hat.

In der Eurozone wird ebenfalls ein leichter Aufschwung erwartet. Die Wirtschaft soll 2026 in einem moderaten Rahmen expansiv bleiben, unterstützt durch stabilere Nachfrage und eine fortgesetzte Erholung privater Haushalte und Investitionen. Diese Erwartungen werden durch Prognosen unabhängiger europäischer Forschungsnetzwerke gestützt, die für 2026 eine leichte Erholung der europäischen Bauproduktion erwarten, allerdings mit signifikanten regionalen Unterschieden.

Die Inflationsentwicklung in Österreich und der Eurozone dürfte weiter abnehmen. Prognosen gehen davon aus, dass die Teuerungsrate 2026 auf ein Niveau von rund 2 % bis 2,5 % zurückgeht, was dem geldpolitischen Ziel vieler Zentralbanken näherkommt und die Kaufkraft stabilisiert

Insgesamt bleibt jedoch die wirtschaftliche Entwicklung 2026 von hohen Risiken und zunehmender Unsicherheit geprägt. Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen an mehreren globalen Brennpunkten, Zölle und Handelskonflikte, die abnehmende Bedeutung von internationalen Verträgen, Regeln und Organisationen stellen Faktoren dar, die eine konkrete Einschätzbarkeit der zukünftigen Entwicklungen und Rahmenbedingungen deutlich erschweren und erratischer machen.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut EUROCONSTRUCT gingen die Bauaktivitäten in Europa 2024 real um rund –2,4 % zurück. Für 2025 wird ein geringerer Rückgang von rund –0,5 % erwartet.

Die Talsohle bei den Baugenehmigungen wurde 2025 erreicht. Seither zeichnet sich eine leichte Erholung ab, das Niveau liegt jedoch weiterhin deutlich unter den Vor-Corona-Werten.

Für das Jahr 2026 wird zwar gesamteuropäische ein Wachstum prognostiziert, das jedoch von Süd- und Osteuropa getragen wird. In den Kernländern des Holzbaus (DACH und Italien) fallen die Prognosen deutlich geringer aus und stützen sich zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auf den Tiefbau und Infrastrukturprogramme insbesondere der deutschen Regierung.

die

Internationale Impulse aus China, Japan und den USA bleiben 2025 aus und werden auch für auch für 2026 als kaum vorhanden bzw. volatil und schwer prognostizierbar eingesetzt. Zusätzlich erschweren seit Oktober eingeführte Zölle auf Schnittholz den Export in die USA.

Nadelschnittholzmarkt – Marktlage 2025

Die österreichischen Nadelholzsägewerke verarbeiteten zuletzt rund 15,8 Mio. Festmeter Rundholz, woraus eine Schnittholzproduktion von etwa 9,8 Mio. m3 resultierte. Das Produktionsniveau zeigt sich stabil, erfolgt jedoch unter weiterhin herausfordernden Marktbedingungen.

Die Kostenbasis bleibt strukturell erhöht (Rohstoff, Energie, Personal), während sich die Nachfrage in den europäischen Kernmärkten verhalten präsentiert. Diese Konstellation führt zu anhaltendem Margendruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Holzbauprodukte (BSP / BSH)

Im BSP-Bereich setzt sich der Kapazitätsausbau fort, wodurch das Preisniveau gedämpft bleibt.

Bei BSH (Leimholz) wird für 2025/2026 ein weitgehend ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage erwartet, was zu einer Stabilisierung des Marktumfelds aber mit hohem Wettbewerbsdruck führt.

Pelletsmarkt Österreich

Laut Austrian Market Report 2025 wurden 2024 in Österreich rund 1,80 Mio. t Pellets in 53 Werken produziert. Für 2025/2026 wird – getragen durch die Nachfrage im Heizenergiesektor – von einem Verbleib auf hohem Niveau mit moderatem Zuwachs (rund +3-4 %) ausgegangen

Fußnoten / Quellen

International Monetary Fund (2026): World Economic Outlook Update, January 2026. Washington, D.C.Organisation for Economic Co-operation and Development (2025): OECD Economic Outlook, Volume 2025 Issue 2. Paris. European Central Bank (2025): ECB Staff Macroeconomic Projections for the Euro Area. Frankfurt am Main. Oesterreichische Nationalbank (2025): Volkswirtschaftliche Prognose für Österreich 2025–2026. Wien. Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (2025): Konjunkturprognose Österreich 2025 und 2026. Wien. Institut für Höhere Studien (2025): Sommer- und Herbstprognose der österreichischen Wirtschaft. Wien. EUROCONSTRUCT (2025): Summer Conference Report – European Construction Market Forecast 2025–2027. Holzkurier (2025): Marktbericht Schnittholz und Holzindustrie Europa. Wien. proPellets Austria (2025): Austrian Market Report 2025 – Pelletsproduktion und Marktübersicht. Wien.

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Geschäftsverlauf 2025

Division Schnittholz

Die Rundholzversorgung in Österreich und Tschechien ist im vergangenen Jahr im ersten Halbjahr als ausreichend zu bezeichnen. Im zweiten Halbjahr schränkte sich die Verfügbarkeit zunehmend ein, sodass im vierten Quartal beide Werke nicht mehr voll produzieren konnten. Damit einhergehend kam es zu einer kontinuierlichen Verteuerung des Rohstoffes, die sich vor allem in Tschechien am Jahresende nochmals intensivierte. In Schweden setzte sich die Rohstoffknappheit und der Preisauftrieb aus dem Jahr 2024 bis zur Mitte 2025 ungebremst fort, erst ab dem Q3 konnten Preisspitzen gekappt werden, was sich aber nur verzögert in den Ergebnissen niederschlägt.

Marktseitig war die Nachfrage nach Schnittholz in Mitteleuropa solide, in allen Überseemärkten, inklusive Japan, lag der Bedarf unter jenem des Vorjahres. In Nordafrika war zudem der Schlüsselmarkt Algerien aufgrund restriktiver Importvorschriften im zweiten Halbjahr kaum erreichbar. Zusätzliche Unsicherheit und Umorientierung von Schnittholz-Warenströmen ging von der Zollpolitik der USA aus. Seit Mitte Oktober 2025 sind für Schnittholz Importe aus Europa 10% Zoll zu entrichten.

Am Standort Leoben lag der Fokus auf der weiteren und tieferen Integration der Säge mit dem BSP-Werk am Standort und dem BSP & BSH Werk in Gaishorn.

Der Standort Paskov litt vor allem im 2. Halbjahr an der mangelnden Verfügbarkeit von Rundholz, die den Betrieb beeinträchtigte. Zum Jahreswechsel wurde eine neue Lattenlegung eingebaut, die den Automatisierungsgrad weiter vorantreibt.

Die schwedischen Standorte litten nicht nur an Rundholzknappheit und dem enormen Preisauftrieb für den Rohstoff, die deutliche Aufwertung der Schwedenkrone drückte zusätzlich signifikant auf die Rohmarge. Im 4. Quartal wurde daher beschlossen, den Betrieb im Werk in Mora mit Ende Q1 2026 einzustellen, um die Fertigung in den beiden effizienteren Werke in Insjön und Blyberg zu konzentrieren.

Division Weiterverarbeitung

Trotz der anhaltenden Schwäche des Hochbaus insbesondere in den Kernmärkten DACH und Italien konnten sowohl bei BSH als auch BSP im Jahr 2025 Absatzsteigerungen erzielt werden. Insbesondere im Bereich BSP gelang es, die Ramp Up Kurve des Werkes in Leoben plankonform vertriebs- und produktionsseitig umzusetzen. Die fehlende Dynamik auf der Bedarfsseite sorgte jedoch trotz einer zufriedenstellenden Mengenkurve für konstanten Druck auf Preise und Margen.

Die Nachfrage nach BSH Projektlösungen und Sonderbauteilen war das ganze Jahr über zufriedenstellend, da sich der Trend zu Industrie-, Gewerbe- und Wohnbauten mit Tragwerken aus Holz auch 2025 fortsetzte. In der Schalung zeigten sich in Mitteleuropa erste leichte Anzeichen einer Erholung der Bauindustrie, allerdings noch weit entfernt von den Niveaus der Jahre vor und während Corona. Es gelang jedoch diese Marktschwäche auf den außereuropäischen Märkten voll zu kompensieren.

Trotz der generell weiter schwachen Tätigkeit im Hochbau zeigt die mengenmäßig gute Nachfrage den anhaltenden Trend des Ersatzes mineralischer Baustoffe und Stahl durch Holz.

Einkauf

Die Versorgung der Werke war das gesamte Jahr über durch einen gesunden Mix von externen und konzerninternen Lieferungen sichergestellt. Aufgrund der in Mitteleuropa kaum mehr vorhandenen Schadholzmengen fehlen jedoch die Nicht-Sicht Qualitäten.

Produktion

Das Werk in Gaishorn war das gesamte Jahr im Bereich BSH voll ausgelastet und konnte aufgrund von Produktivitätssteigerungen die Ausbringung weiter steigern. Gleiches gilt für die BSP Fertigung an diesem Standort.

Im Bereich BSP setzte sich der Trend der erhöhten Abbundtiefe fort, das neue BSP-Werk in Leoben bedient diese Marktanforderung hervorragend. Die Anfahrkurve konnte auch im Jahr 2025 planmäßig umgesetzt werden.

Die Produktion für BSH in Reuthe war im Wesentlichen das gesamte Jahr über zufriedenstellend ausgelastet, ebenso der Abbund. Der vertriebsseitige Fokus hin zu Projektbausätzen entspricht den Stärken des Werkes und stärkt die Margen. Im Bereich Schalung konnte die Ausbringung im Vergleich zu 2025 nochmals gesteigert werden. Die Pelletierung produzierte reibungslos die Planmengen.

Das Werk in Wismar war von der Schwäche des deutschen Hochbaus am stärksten betroffen. Der Fokus der industriellen Anstrengungen lag weiterhin auf Produktivitätssteigerungen in der Fertigung sowie der Reduktion des spezifischen Materialverbrauchs.

Olsberg war fertigungsseitig aufgrund der soliden Verankerung im Gewerbebau das gesamte Jahr über gut ausgelastet und konnte die Ausbringung im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhen. Die kontinuierlichen Modernisierungsinvestitionen der letzten Jahre zeigen nun Wirkung in Menge und Effizienz.

Entwicklung des Ergebnisses

Das Ergebnis vor Steuern beträgt im Berichtsjahr MEUR 13,3 (Vorjahr: -3,2 Mio. EUR).

Finanzierungsbereich

Die Gesellschaft finanziert sich weiterhin über Finanzierungslinien, die Finanzierungsverträge wurden im Jahr 2025 erneuert. Die Gesellschaft fungiert als zentrale Finanzierungsstelle der Gruppe, benötigte Mittel werden über Intercompany Darlehen oder den Cash Pool an die Gruppengesellschaften weitergegeben.

Umwelt und Nachhaltigkeit

In der gesamten Mayr-Melnhof Holz Gruppe zählt umweltverträgliches Handeln zu den wichtigsten Unternehmenszielen. Die Mayr-Melnhof Holz Gruppe hat sich dem nachhaltigen und ökologischen Wirtschaften verschrieben. Ein bewusster und verantwortlicher Umgang mit der Ressource Wald ist Basis des wirtschaftlichen Handelns.

An mehreren Standorten werden die Holznebenprodukte (Säge- und Hobelspäne etc.) zur ökologischen Wärme- und Stromgewinnung verwertet. Darüber hinaus sind die Produktionsstätten mit modernsten Absaug- und Filteranlagen ausgestattet, um die Emissionen auf konstant niedrigem Niveau zu halten. Zahlreiche Investitionen in diesem Bereich unterstreichen den Fokus der gesamten Gruppe auf diesen Bereich.

Die Produkte der Mayr-Melnhof Holz Gruppe, insbesondere jene der Weiterverarbeitung, leisten durch die Fähigkeit CO2 zu speichern und die signifikante geringe CO2 Belastung in der Erzeugung im Vergleich zu mineralischen Baustoffen einen Beitrag zur Verbesserung der globalen CO2 Bilanz.

Personal- und Sozialwesen

Im Rahmen gezielter Weiterbildungsmaßnahmen und des internationalen Einsatzes der Mitarbeiter fördert die Geschäftsführung die fachlichen Qualifikationen sowie die Persönlichkeitsentwicklung. Schwerpunkte in der Personalentwicklung bilden neben der Erweiterung von spezifischem, fachlichem Know-how, intensives Sprachentraining sowie Weiterentwicklung von Sozial- und Führungskompetenz. Hierbei stellt auch der Wissensaustausch zwischen den Mitarbeitern der verschiedenen Standorte innerhalb der MM-Holz-Gruppe eine wesentliche Komponente dar.

Im Bereich des Personalcontrollings findet eine monatliche Überwachung der Kennzahlenentwicklung statt. Dadurch sind wir in der Lage auf Abweichungen rasch zu reagieren und die Entwicklung in den Bereichen Fluktuation, Überstunden, krankheitsbedingte Absenzen, Urlaubsstände sowie Rückstellungsentwicklung zu steuern.

Oberstes Ziel der Lehrlingsausbildung ist es, qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft auszubilden. Der Schwerpunkt der Lehrlingsausbildung liegt derzeit in den Bereichen Holztechnik, Maschinenbautechnik, IT und Industriekauffrau/-mann.

Durch Verstärkung unserer Kapazitäten im Bereich Kommunikation möchten wir vermehrt die Aktivitäten innerhalb des Unternehmens mit unseren Stakeholdern teilen und die Möglichkeiten, die sich für Mitarbeiterlnnen bei MM-Holz bieten aufzeigen.

Finanzielle Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Aktiva in TEUR31.12.202531.12.2024 Veränderungin %
Anlagevermögen272.471316.148-43.677-14%
langfristig gebundene Mittel272.471316.148-43.677-14%
kurzfristiges Umlaufvermögen8.6396.0422.59743%
Rechnungsabgrenzungsposten676247429174%
Aktive latente Steuern192335-143-43%
kurzfristig gebundene Mittel9.5076.6242.88344%
Summe Aktiva281.979322.772-40.794-13%
Passiva in TEUR31.12.202531.12.2024 Veränderungin %
Eigenkapital158.737148.69910.0387%
eigene Mittel158.737148.69910.0387%
langfristiges Fremdkapital51.5248.85942.665482%
kurzfristiges Fremdkapital71.718165.214-93.496-57%
fremde Mittel123.242174.073-50.831-29%
Summe Passiva281.979322.772-40.793-13%

Kennzahlen zur Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Kennzahlen zur Finanzlage20252024
Eigenkapitalquote nach §23 URG56,3%46,1%
Eigenkapital158.737148.699
Gesamtkapital It. §23 URG281.979322.772
Liquidität 1. Grades7,4%1,5%
liquide Mittel 1. Grades5.3152.523
kurzfristiges Fremdkapital71.718165.214
Working capital ratio13,0%3,8%
Working Capital9.3156.289
kurzfristiges Fremdkapital71.718165.214

Kapitalflussrechnung nach AFRAC 36

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
Cash Flow in EUR20252024
1.Ergebnis vor Steuern14.1263.195
2.+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Bereichs Investitionstätigkeit5.18021
3.-/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögensgegenstände des Bereichs Investitionstätigkeit
+ Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
4.sowie sonstige Zinsen und ähnliche Erträge11.283
5.Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis8.0233.174
6.-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen L&L, sowie anderer Aktiva6014.991
7.+/- Zunahme/Abnahme von Rückstellungen3.4452.639
8.+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva5.6422.934
9.Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern1.1236.245
10.- Zahlungen für Ertragsteuern2.192
11. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit1.1238.437
12.+ Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen42.807
13.– Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen)45
14.+ Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen16.879
15.– Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige Finanzinvestitionen5.1559.683
16.+ Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen
17. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit54.5309.638
18.– ausbezahlte Ausschüttungen4.0002.000
19.+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von Finanzkrediten
20.– Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten41.01813.882
21.– Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen85.596
22. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit50.61415.882
23.Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Z 11.+17.+22.)2.7932.193
24.+ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Periode2.521328
25. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode5.3152.521

Die Gesellschaft ist in das Cash Pooling der Mayr-Melnhof Holz Gruppe einbezogen. Innerhalb dieses Cash- Poolings finden ausschließlich Finanzierungen im kurzfristigen Bereich statt. Zum 31. Dezember 2025 besteht eine Cash-Pool-Verbindlichkeit iHv TEUR 54.161 (Vorjahr TEUR 61.553).

Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
Ertragslage in TEUR20252024Veränderungin %
Umsatzerlöse5.6015.740-139-2,4%
Betriebsleistung5.6015.740-139-2,4%
Rohertrag I5.6015.740-139-2,4%
Personalaufwand4.7963.7631.03327,5%
Rohertrag II8051.977-1.172-59,3%
sonstige betriebliche Erträge1.0241.787-763-42,7%
sonstige betriebliche Aufwendungen4.1155.168-1.053-20,4%
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)-2.287-1.404-88362,9%
Abschreibungen2521419,0%
Finanzerträge21.1896.43514.754229,3%
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)18.8775.01013.867276,8%
Zinsen und ähnliche Aufwendungen5.5968.205-2.609-31,8%
Ergebnis vor Steuern (EBT)13.281-3.19516.476-515,7%
Steuern vom Einkommen-757-2.1611.404-65,0%
Jahresgewinn14.038-1.03415.072-1457,6%

Rentabilitätskennziffern

Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum durchschnittlichen Eigenkapital.

Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum durchschnittlichen Gesamtkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
Rentabilitätskennziffern20252024
Eigenkapitalrentabilität8,6%-2,1%
Ergebnis vor Steuern13.281-3.195
durchschnittliches Eigenkapital153.718150.216
Gesamtkapitalrentabilität4,4%-1,0%
Ergebnis vor Steuern13.281-3.195
durchschnittliches Gesamtkapital302.376334.016

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Risiken des Unternehmens

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Dem jüngsten Wirtschaftsausblick der Organisation for Economic Co-operation and Development zufolge bleibt die Weltwirtschaft trotz anhaltender Herausforderungen insgesamt widerstandsfähig. Für 2026 wird ein globales BIP-Wachstum von rund 3,3 % erwartet. Die Wachstumsaussichten bleiben jedoch regional sehr unterschiedlich.

Für die USA wird ein BIP-Wachstum von rund 2,1 % prognostiziert. Im Euroraum wirken die Erholung der Realeinkommen, stabile Arbeitsmärkte sowie ein weniger restriktives Zinsumfeld grundsätzlich unterstützend, dennoch wird lediglich ein moderates Wachstum von rund 1,5 % erwartet. Die Prognosen für Osterreich und Deutschland liegen weiterhin nur knapp über der Stagnationslinie.

Für Japan wird ein Wachstum von rund 1,3 % bis 1,5 % erwartet. In China setzt sich Wachstumsverlangsamung fort, mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von rund 4,4 %. die

Die Inflation in der OECD-Zone dürfte weiter zurückgehen und sich im Jahr 2026 bei rund 3,0 % einpendeln.

In weiten Teilen der fortgeschrittenen Volkswirtschaften nähert sich die Inflation damit wieder den Zielwerten der Zentralbanken an. Die Arbeitslosigkeit bleibt im historischen Vergleich niedrig, ebenso das Realeinkommen der Haushalte. Das Wachstum des privaten Verbrauchs bleibt jedoch aufgrund verhaltenen Verbrauchervertrauens gedämpft.

Die Entwicklungen bei Baugenehmigungen und Finanzierungen zeigen insbesondere im Hochbau, dass die Talsohle in den Vorjahren erreicht wurde. Für 2026 wird eine leichte Belebung erwartet, ein spürbarer Aufschwung bleibt jedoch weiterhin aus.

Viele institutionelle Entwickler und Bauträger befinden sich nach wie vor in einer angespannten finanziellen Situation, wodurch die Bauaktivität nur langsam anzieht. Positiv für die Geschäftsentwicklung wirkt weiterhin der strukturelle Trend zur Substitution mineralischer Baustoffe und Stahl durch Holz, der die Nachfrage nach Holzbauprodukten unterstützt.

Auch 2026 ist davon auszugehen, dass die Rundholzverfügbarkeit in Mitteleuropa angespannt und in Schweden weiterhin sehr knapp bleibt. Dies führt zu anhaltend erhöhten Rundholzpreisen.

Die Auslastung der Sägewerke wird weiterhin maßgeblich durch die Rohstoffverfügbarkeit bestimmt. In der Weiterverarbeitung werden aufgrund des anhaltenden Substitutionstrends zusätzliche Mengenpotenziale gesehen. Die Investitionen in den BSP-Werken in Leoben und Olsberg können daher weiter hochgefahren werden.

Zusammengefasst erwarten wir ein wirtschaftlich schwieriges Jahr 2026.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die Risiken aus der unsicheren globalen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den Rahmenbedingungen in der mitteleuropäischen Bauwirtschaft und den spezifischen Entwicklungen der Holzindustrie sind im obigen Kapitel beschrieben. Ein besonderes, nicht einschätzbares Risiko stellen zu Jahresbeginn die kriegerischen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten dar, die nicht nur allgemein geopolitische und sanktionstechnische Auswirkungen haben, sondern ganz konkret, im Falle des Nahen Ostens, die Transportroute durch den Suezkanal zum Erliegen bringen könnte.

Weitere Unsicherheiten stellen lokale Verwerfungen der Rohstoffmärkte aufgrund von Umwelt- und Wettereinflüssen, die zu einer Verzerrung der Wettbewerbssituation führen können, dar. Hier gilt es durch sorgfältige und kontinuierliche Beobachtung der operativen und langfristigen Kennzahlen vor allem rasch reaktionsfähig zu bleiben und aufkommende negative Entwicklungen rechtzeitig durch innerbetriebliche oder marktseitige Gegenmaßnahmen entgegenzusteuern.

Das Unternehmen ist verschiedenen weiteren Risiken ausgesetzt, die ein systematisches und kontinuierliches Risikomanagement erforderlich machen.

Da die Gesellschaft als geschäftsleitende Holding fungiert, bestehen Investitions- und Akquisitionsrisiken insbesondere hinsichtlich der Ertragskraft der Tochterunternehmen/Beteiligungen. Zur laufenden Risikoüberwachung und -kontrolle sind die Tochterunternehmen/Beteiligungen in einen konzerneinheitlichen Planungs- und Berichtsprozess eingebunden und verfügen selbst über ein angemessenes Risikomanagement.

Wachstumsinvestitionen werden nach umfassender betriebswirtschaftlicher, rechtlicher und steuerlicher Würdigung, sowohl durch interne als auch durch externe Experten, getätigt. Der Investitionsprozess unterliegt dabei einem standardisierten Projektcontrolling.

Ein umfassendes Versicherungsprogramm schützt uns vor operativen Vermögensrisiken.

Das Kundenausfallsrisiko wird mit ständigen intensiven Bonitätsprüfungen und durch den Abschluss entsprechender Kundenkreditversicherungen minimiert.

Das Cash- und Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass ausreichend Liquidität (eigene Mittel bzw. jederzeit ausnutzbare Kreditlinien) verfügbar ist, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen und Investitionen zu finanzieren. Veranlagungen bzw. Finanzierungen im kurzfristigen Bereich erfolgen im Rahmen des Cash- Pooling der Mayr-Melnhof Holz-Gruppe, längerfristige Finanzierungen werden im Zuge der Konzernplanung zentral koordiniert.

Das grundsätzliche Liquiditätsrisiko der Gesellschaft bzw. der Gruppe wird mittels laufender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Liquiditätssteuerung erfolgt auf Tagesbasis, die Performance der Konzerngesellschaften wird auf Monatsbasis evaluiert, somit kann ein rasches Handeln ermöglicht werden.

Forschung und Entwicklung

Es werden keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsleistungen getätigt.

Bestehende Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

Leoben, am

Der Vorstand

Richard Stralz, 04.03.2026

a

Michael Markus Wolfram, 09.03.2026

DI Richard Stralz

DI Michael Wolfram

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