Inhaltsverzeichnis
Tätigkeit der Gesellschaft
Die Mayr-Melnhof Holz Holding AG ist die geschäftsleitende Holdinggesellschaft der Mayr-Melnhof Holz- Gruppe. Die Tätigkeit der Gesellschaft umfasst insbesondere die strategische Weiterentwicklung der Gruppe, die Koordination der zwei Divisionen "Schnittholz" und "Weiterverarbeitung" sowie die Einbringung verschiedener Dienstleistungen für die Gruppenunternehmen, wie Investitionsplanung, Vertriebsplanung, Finanzierung, Personalentwicklung und Unternehmensorganisation.
Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die globale Inflationsdynamik hat sich im Jahr 2025 weiter abgeschwächt. In der OECD sank die durchschnittliche Inflation von 7,1 % (2023) auf 5,4 % (2024) und wird für 2025 bei rund 3,1 % erwartet. In der Eurozone liegt die Inflation mit etwa 2,3 % nahe dem Zielwert der Europäischen Zentralbank, getragen von stabilisierten Energiepreisen und einer moderateren Lohnentwicklung.
Die Arbeitsmärkte zeigen sich weiterhin robust, wenngleich erste Anpassungseffekte sichtbar sind. Für die OECD wird 2025 eine Arbeitslosenquote von rund 4,9 % erwartet. In Österreich und Deutschland ist mit einer leichten Zunahme zu rechnen, jedoch weiterhin auf einem historisch gesehen vergleichsweise niedrigem Niveau.
Das Nominallohnwachstum bleibt positiv, verliert jedoch an Dynamik. Mit rückläufiger Inflation flachen auch die Reallohnzuwächse ab, was gemeinsam mit anhaltender Unsicherheit das Konsumverhalten dämpft. Der private Verbrauch entwickelt sich entsprechend verhalten, stabilisiert sich jedoch schrittweise.
Die Weltwirtschaft dürfte auch im Jahr 2026 moderat wachsen. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IMF) wird das globale Bruttoinlandsprodukt um etwa 3,3 % zulegen, getragen von resilienten Investitionen und privaten Konsumausgaben trotz anhaltender geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheiten.
Für Österreich prognostizieren internationale Institutionen gesamtwirtschaftlich ein, geringes Wachstum. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in Österreich im Jahr 2026 um rund 0,9 % wächst, nachdem sich die Wirtschaft bereits leicht stabilisiert hat.
In der Eurozone wird ebenfalls ein leichter Aufschwung erwartet. Die Wirtschaft soll 2026 in einem moderaten Rahmen expansiv bleiben, unterstützt durch stabilere Nachfrage und eine fortgesetzte Erholung privater Haushalte und Investitionen. Diese Erwartungen werden durch Prognosen unabhängiger europäischer Forschungsnetzwerke gestützt, die für 2026 eine leichte Erholung der europäischen Bauproduktion erwarten, allerdings mit signifikanten regionalen Unterschieden.
Die Inflationsentwicklung in Österreich und der Eurozone dürfte weiter abnehmen. Prognosen gehen davon aus, dass die Teuerungsrate 2026 auf ein Niveau von rund 2 % bis 2,5 % zurückgeht, was dem geldpolitischen Ziel vieler Zentralbanken näherkommt und die Kaufkraft stabilisiert
Insgesamt bleibt jedoch die wirtschaftliche Entwicklung 2026 von hohen Risiken und zunehmender Unsicherheit geprägt. Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen an mehreren globalen Brennpunkten, Zölle und Handelskonflikte, die abnehmende Bedeutung von internationalen Verträgen, Regeln und Organisationen stellen Faktoren dar, die eine konkrete Einschätzbarkeit der zukünftigen Entwicklungen und Rahmenbedingungen deutlich erschweren und erratischer machen.
Branchenbezogene Rahmenbedingungen
Laut EUROCONSTRUCT gingen die Bauaktivitäten in Europa 2024 real um rund –2,4 % zurück. Für 2025 wird ein geringerer Rückgang von rund –0,5 % erwartet.
Die Talsohle bei den Baugenehmigungen wurde 2025 erreicht. Seither zeichnet sich eine leichte Erholung ab, das Niveau liegt jedoch weiterhin deutlich unter den Vor-Corona-Werten.
Für das Jahr 2026 wird zwar gesamteuropäische ein Wachstum prognostiziert, das jedoch von Süd- und Osteuropa getragen wird. In den Kernländern des Holzbaus (DACH und Italien) fallen die Prognosen deutlich geringer aus und stützen sich zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auf den Tiefbau und Infrastrukturprogramme insbesondere der deutschen Regierung.
die
Internationale Impulse aus China, Japan und den USA bleiben 2025 aus und werden auch für auch für 2026 als kaum vorhanden bzw. volatil und schwer prognostizierbar eingesetzt. Zusätzlich erschweren seit Oktober eingeführte Zölle auf Schnittholz den Export in die USA.
Nadelschnittholzmarkt – Marktlage 2025
Die österreichischen Nadelholzsägewerke verarbeiteten zuletzt rund 15,8 Mio. Festmeter Rundholz, woraus eine Schnittholzproduktion von etwa 9,8 Mio. m3 resultierte. Das Produktionsniveau zeigt sich stabil, erfolgt jedoch unter weiterhin herausfordernden Marktbedingungen.
Die Kostenbasis bleibt strukturell erhöht (Rohstoff, Energie, Personal), während sich die Nachfrage in den europäischen Kernmärkten verhalten präsentiert. Diese Konstellation führt zu anhaltendem Margendruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Holzbauprodukte (BSP / BSH)
Im BSP-Bereich setzt sich der Kapazitätsausbau fort, wodurch das Preisniveau gedämpft bleibt.
Bei BSH (Leimholz) wird für 2025/2026 ein weitgehend ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage erwartet, was zu einer Stabilisierung des Marktumfelds aber mit hohem Wettbewerbsdruck führt.
Pelletsmarkt Österreich
Laut Austrian Market Report 2025 wurden 2024 in Österreich rund 1,80 Mio. t Pellets in 53 Werken produziert. Für 2025/2026 wird – getragen durch die Nachfrage im Heizenergiesektor – von einem Verbleib auf hohem Niveau mit moderatem Zuwachs (rund +3-4 %) ausgegangen
Fußnoten / Quellen
International Monetary Fund (2026): World Economic Outlook Update, January 2026. Washington, D.C.Organisation for Economic Co-operation and Development (2025): OECD Economic Outlook, Volume 2025 Issue 2. Paris. European Central Bank (2025): ECB Staff Macroeconomic Projections for the Euro Area. Frankfurt am Main. Oesterreichische Nationalbank (2025): Volkswirtschaftliche Prognose für Österreich 2025–2026. Wien. Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (2025): Konjunkturprognose Österreich 2025 und 2026. Wien. Institut für Höhere Studien (2025): Sommer- und Herbstprognose der österreichischen Wirtschaft. Wien. EUROCONSTRUCT (2025): Summer Conference Report – European Construction Market Forecast 2025–2027. Holzkurier (2025): Marktbericht Schnittholz und Holzindustrie Europa. Wien. proPellets Austria (2025): Austrian Market Report 2025 – Pelletsproduktion und Marktübersicht. Wien.
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf 2025
Division Schnittholz
Die Rundholzversorgung in Österreich und Tschechien ist im vergangenen Jahr im ersten Halbjahr als ausreichend zu bezeichnen. Im zweiten Halbjahr schränkte sich die Verfügbarkeit zunehmend ein, sodass im vierten Quartal beide Werke nicht mehr voll produzieren konnten. Damit einhergehend kam es zu einer kontinuierlichen Verteuerung des Rohstoffes, die sich vor allem in Tschechien am Jahresende nochmals intensivierte. In Schweden setzte sich die Rohstoffknappheit und der Preisauftrieb aus dem Jahr 2024 bis zur Mitte 2025 ungebremst fort, erst ab dem Q3 konnten Preisspitzen gekappt werden, was sich aber nur verzögert in den Ergebnissen niederschlägt.
Marktseitig war die Nachfrage nach Schnittholz in Mitteleuropa solide, in allen Überseemärkten, inklusive Japan, lag der Bedarf unter jenem des Vorjahres. In Nordafrika war zudem der Schlüsselmarkt Algerien aufgrund restriktiver Importvorschriften im zweiten Halbjahr kaum erreichbar. Zusätzliche Unsicherheit und Umorientierung von Schnittholz-Warenströmen ging von der Zollpolitik der USA aus. Seit Mitte Oktober 2025 sind für Schnittholz Importe aus Europa 10% Zoll zu entrichten.
Am Standort Leoben lag der Fokus auf der weiteren und tieferen Integration der Säge mit dem BSP-Werk am Standort und dem BSP & BSH Werk in Gaishorn.
Der Standort Paskov litt vor allem im 2. Halbjahr an der mangelnden Verfügbarkeit von Rundholz, die den Betrieb beeinträchtigte. Zum Jahreswechsel wurde eine neue Lattenlegung eingebaut, die den Automatisierungsgrad weiter vorantreibt.
Die schwedischen Standorte litten nicht nur an Rundholzknappheit und dem enormen Preisauftrieb für den Rohstoff, die deutliche Aufwertung der Schwedenkrone drückte zusätzlich signifikant auf die Rohmarge. Im 4. Quartal wurde daher beschlossen, den Betrieb im Werk in Mora mit Ende Q1 2026 einzustellen, um die Fertigung in den beiden effizienteren Werke in Insjön und Blyberg zu konzentrieren.
Division Weiterverarbeitung
Trotz der anhaltenden Schwäche des Hochbaus insbesondere in den Kernmärkten DACH und Italien konnten sowohl bei BSH als auch BSP im Jahr 2025 Absatzsteigerungen erzielt werden. Insbesondere im Bereich BSP gelang es, die Ramp Up Kurve des Werkes in Leoben plankonform vertriebs- und produktionsseitig umzusetzen. Die fehlende Dynamik auf der Bedarfsseite sorgte jedoch trotz einer zufriedenstellenden Mengenkurve für konstanten Druck auf Preise und Margen.
Die Nachfrage nach BSH Projektlösungen und Sonderbauteilen war das ganze Jahr über zufriedenstellend, da sich der Trend zu Industrie-, Gewerbe- und Wohnbauten mit Tragwerken aus Holz auch 2025 fortsetzte. In der Schalung zeigten sich in Mitteleuropa erste leichte Anzeichen einer Erholung der Bauindustrie, allerdings noch weit entfernt von den Niveaus der Jahre vor und während Corona. Es gelang jedoch diese Marktschwäche auf den außereuropäischen Märkten voll zu kompensieren.
Trotz der generell weiter schwachen Tätigkeit im Hochbau zeigt die mengenmäßig gute Nachfrage den anhaltenden Trend des Ersatzes mineralischer Baustoffe und Stahl durch Holz.
Einkauf
Die Versorgung der Werke war das gesamte Jahr über durch einen gesunden Mix von externen und konzerninternen Lieferungen sichergestellt. Aufgrund der in Mitteleuropa kaum mehr vorhandenen Schadholzmengen fehlen jedoch die Nicht-Sicht Qualitäten.
Produktion
Das Werk in Gaishorn war das gesamte Jahr im Bereich BSH voll ausgelastet und konnte aufgrund von Produktivitätssteigerungen die Ausbringung weiter steigern. Gleiches gilt für die BSP Fertigung an diesem Standort.
Im Bereich BSP setzte sich der Trend der erhöhten Abbundtiefe fort, das neue BSP-Werk in Leoben bedient diese Marktanforderung hervorragend. Die Anfahrkurve konnte auch im Jahr 2025 planmäßig umgesetzt werden.
Die Produktion für BSH in Reuthe war im Wesentlichen das gesamte Jahr über zufriedenstellend ausgelastet, ebenso der Abbund. Der vertriebsseitige Fokus hin zu Projektbausätzen entspricht den Stärken des Werkes und stärkt die Margen. Im Bereich Schalung konnte die Ausbringung im Vergleich zu 2025 nochmals gesteigert werden. Die Pelletierung produzierte reibungslos die Planmengen.
Das Werk in Wismar war von der Schwäche des deutschen Hochbaus am stärksten betroffen. Der Fokus der industriellen Anstrengungen lag weiterhin auf Produktivitätssteigerungen in der Fertigung sowie der Reduktion des spezifischen Materialverbrauchs.
Olsberg war fertigungsseitig aufgrund der soliden Verankerung im Gewerbebau das gesamte Jahr über gut ausgelastet und konnte die Ausbringung im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhen. Die kontinuierlichen Modernisierungsinvestitionen der letzten Jahre zeigen nun Wirkung in Menge und Effizienz.
Entwicklung des Ergebnisses
Das Ergebnis vor Steuern beträgt im Berichtsjahr MEUR 13,3 (Vorjahr: -3,2 Mio. EUR).
Finanzierungsbereich
Die Gesellschaft finanziert sich weiterhin über Finanzierungslinien, die Finanzierungsverträge wurden im Jahr 2025 erneuert. Die Gesellschaft fungiert als zentrale Finanzierungsstelle der Gruppe, benötigte Mittel werden über Intercompany Darlehen oder den Cash Pool an die Gruppengesellschaften weitergegeben.
Umwelt und Nachhaltigkeit
In der gesamten Mayr-Melnhof Holz Gruppe zählt umweltverträgliches Handeln zu den wichtigsten Unternehmenszielen. Die Mayr-Melnhof Holz Gruppe hat sich dem nachhaltigen und ökologischen Wirtschaften verschrieben. Ein bewusster und verantwortlicher Umgang mit der Ressource Wald ist Basis des wirtschaftlichen Handelns.
An mehreren Standorten werden die Holznebenprodukte (Säge- und Hobelspäne etc.) zur ökologischen Wärme- und Stromgewinnung verwertet. Darüber hinaus sind die Produktionsstätten mit modernsten Absaug- und Filteranlagen ausgestattet, um die Emissionen auf konstant niedrigem Niveau zu halten. Zahlreiche Investitionen in diesem Bereich unterstreichen den Fokus der gesamten Gruppe auf diesen Bereich.
Die Produkte der Mayr-Melnhof Holz Gruppe, insbesondere jene der Weiterverarbeitung, leisten durch die Fähigkeit CO2 zu speichern und die signifikante geringe CO2 Belastung in der Erzeugung im Vergleich zu mineralischen Baustoffen einen Beitrag zur Verbesserung der globalen CO2 Bilanz.
Personal- und Sozialwesen
Im Rahmen gezielter Weiterbildungsmaßnahmen und des internationalen Einsatzes der Mitarbeiter fördert die Geschäftsführung die fachlichen Qualifikationen sowie die Persönlichkeitsentwicklung. Schwerpunkte in der Personalentwicklung bilden neben der Erweiterung von spezifischem, fachlichem Know-how, intensives Sprachentraining sowie Weiterentwicklung von Sozial- und Führungskompetenz. Hierbei stellt auch der Wissensaustausch zwischen den Mitarbeitern der verschiedenen Standorte innerhalb der MM-Holz-Gruppe eine wesentliche Komponente dar.
Im Bereich des Personalcontrollings findet eine monatliche Überwachung der Kennzahlenentwicklung statt. Dadurch sind wir in der Lage auf Abweichungen rasch zu reagieren und die Entwicklung in den Bereichen Fluktuation, Überstunden, krankheitsbedingte Absenzen, Urlaubsstände sowie Rückstellungsentwicklung zu steuern.
Oberstes Ziel der Lehrlingsausbildung ist es, qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft auszubilden. Der Schwerpunkt der Lehrlingsausbildung liegt derzeit in den Bereichen Holztechnik, Maschinenbautechnik, IT und Industriekauffrau/-mann.
Durch Verstärkung unserer Kapazitäten im Bereich Kommunikation möchten wir vermehrt die Aktivitäten innerhalb des Unternehmens mit unseren Stakeholdern teilen und die Möglichkeiten, die sich für Mitarbeiterlnnen bei MM-Holz bieten aufzeigen.
Finanzielle Lage der Gesellschaft
Vermögenslage
| Aktiva in TEUR | 31.12.2025 | 31.12.2024 Veränderung | in % | |
|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 272.471 | 316.148 | -43.677 | -14% |
| langfristig gebundene Mittel | 272.471 | 316.148 | -43.677 | -14% |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | 8.639 | 6.042 | 2.597 | 43% |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 676 | 247 | 429 | 174% |
| Aktive latente Steuern | 192 | 335 | -143 | -43% |
| kurzfristig gebundene Mittel | 9.507 | 6.624 | 2.883 | 44% |
| Summe Aktiva | 281.979 | 322.772 | -40.794 | -13% |
| Passiva in TEUR | 31.12.2025 | 31.12.2024 Veränderung | in % | |
| Eigenkapital | 158.737 | 148.699 | 10.038 | 7% |
| eigene Mittel | 158.737 | 148.699 | 10.038 | 7% |
| langfristiges Fremdkapital | 51.524 | 8.859 | 42.665 | 482% |
| kurzfristiges Fremdkapital | 71.718 | 165.214 | -93.496 | -57% |
| fremde Mittel | 123.242 | 174.073 | -50.831 | -29% |
| Summe Passiva | 281.979 | 322.772 | -40.793 | -13% |
Kennzahlen zur Finanzlage
| Kennzahlen zur Finanzlage | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Eigenkapitalquote nach §23 URG | 56,3% | 46,1% |
| Eigenkapital | 158.737 | 148.699 |
| Gesamtkapital It. §23 URG | 281.979 | 322.772 |
| Liquidität 1. Grades | 7,4% | 1,5% |
| liquide Mittel 1. Grades | 5.315 | 2.523 |
| kurzfristiges Fremdkapital | 71.718 | 165.214 |
| Working capital ratio | 13,0% | 3,8% |
| Working Capital | 9.315 | 6.289 |
| kurzfristiges Fremdkapital | 71.718 | 165.214 |
Kapitalflussrechnung nach AFRAC 36
| Cash Flow in EUR | 2025 | 2024 | |
|---|---|---|---|
| 1. | Ergebnis vor Steuern | 14.126 | 3.195 |
| 2. | +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Bereichs Investitionstätigkeit | 5.180 | 21 |
| 3. | -/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögensgegenstände des Bereichs Investitionstätigkeit | ||
| + Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | |||
| 4. | sowie sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 11.283 | |
| 5. | Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis | 8.023 | 3.174 |
| 6. | -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen L&L, sowie anderer Aktiva | 60 | 14.991 |
| 7. | +/- Zunahme/Abnahme von Rückstellungen | 3.445 | 2.639 |
| 8. | +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 5.642 | 2.934 |
| 9. | Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | 1.123 | 6.245 |
| 10. | - Zahlungen für Ertragsteuern | 2.192 | |
| 11. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 1.123 | 8.437 | |
| 12. | + Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen | 42.807 | |
| 13. | – Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | 45 | |
| 14. | + Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | 16.879 | |
| 15. | – Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige Finanzinvestitionen | 5.155 | 9.683 |
| 16. | + Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | ||
| 17. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | 54.530 | 9.638 | |
| 18. | – ausbezahlte Ausschüttungen | 4.000 | 2.000 |
| 19. | + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von Finanzkrediten | ||
| 20. | – Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten | 41.018 | 13.882 |
| 21. | – Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen8 | 5.596 | |
| 22. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 50.614 | 15.882 | |
| 23. | Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Z 11.+17.+22.) | 2.793 | 2.193 |
| 24. | + Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Periode | 2.521 | 328 |
| 25. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 5.315 | 2.521 | |
Die Gesellschaft ist in das Cash Pooling der Mayr-Melnhof Holz Gruppe einbezogen. Innerhalb dieses Cash- Poolings finden ausschließlich Finanzierungen im kurzfristigen Bereich statt. Zum 31. Dezember 2025 besteht eine Cash-Pool-Verbindlichkeit iHv TEUR 54.161 (Vorjahr TEUR 61.553).
Ertragslage
| Ertragslage in TEUR | 2025 | 2024 | Veränderung | in % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.601 | 5.740 | -139 | -2,4% |
| Betriebsleistung | 5.601 | 5.740 | -139 | -2,4% |
| Rohertrag I | 5.601 | 5.740 | -139 | -2,4% |
| Personalaufwand | 4.796 | 3.763 | 1.033 | 27,5% |
| Rohertrag II | 805 | 1.977 | -1.172 | -59,3% |
| sonstige betriebliche Erträge | 1.024 | 1.787 | -763 | -42,7% |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.115 | 5.168 | -1.053 | -20,4% |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | -2.287 | -1.404 | -883 | 62,9% |
| Abschreibungen | 25 | 21 | 4 | 19,0% |
| Finanzerträge | 21.189 | 6.435 | 14.754 | 229,3% |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 18.877 | 5.010 | 13.867 | 276,8% |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5.596 | 8.205 | -2.609 | -31,8% |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 13.281 | -3.195 | 16.476 | -515,7% |
| Steuern vom Einkommen | -757 | -2.161 | 1.404 | -65,0% |
| Jahresgewinn | 14.038 | -1.034 | 15.072 | -1457,6% |
Rentabilitätskennziffern
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum durchschnittlichen Eigenkapital.
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum durchschnittlichen Gesamtkapital.
| Rentabilitätskennziffern | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität | 8,6% | -2,1% |
| Ergebnis vor Steuern | 13.281 | -3.195 |
| durchschnittliches Eigenkapital | 153.718 | 150.216 |
| Gesamtkapitalrentabilität | 4,4% | -1,0% |
| Ergebnis vor Steuern | 13.281 | -3.195 |
| durchschnittliches Gesamtkapital | 302.376 | 334.016 |
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Risiken des Unternehmens
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Dem jüngsten Wirtschaftsausblick der Organisation for Economic Co-operation and Development zufolge bleibt die Weltwirtschaft trotz anhaltender Herausforderungen insgesamt widerstandsfähig. Für 2026 wird ein globales BIP-Wachstum von rund 3,3 % erwartet. Die Wachstumsaussichten bleiben jedoch regional sehr unterschiedlich.
Für die USA wird ein BIP-Wachstum von rund 2,1 % prognostiziert. Im Euroraum wirken die Erholung der Realeinkommen, stabile Arbeitsmärkte sowie ein weniger restriktives Zinsumfeld grundsätzlich unterstützend, dennoch wird lediglich ein moderates Wachstum von rund 1,5 % erwartet. Die Prognosen für Osterreich und Deutschland liegen weiterhin nur knapp über der Stagnationslinie.
Für Japan wird ein Wachstum von rund 1,3 % bis 1,5 % erwartet. In China setzt sich Wachstumsverlangsamung fort, mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von rund 4,4 %. die
Die Inflation in der OECD-Zone dürfte weiter zurückgehen und sich im Jahr 2026 bei rund 3,0 % einpendeln.
In weiten Teilen der fortgeschrittenen Volkswirtschaften nähert sich die Inflation damit wieder den Zielwerten der Zentralbanken an. Die Arbeitslosigkeit bleibt im historischen Vergleich niedrig, ebenso das Realeinkommen der Haushalte. Das Wachstum des privaten Verbrauchs bleibt jedoch aufgrund verhaltenen Verbrauchervertrauens gedämpft.
Die Entwicklungen bei Baugenehmigungen und Finanzierungen zeigen insbesondere im Hochbau, dass die Talsohle in den Vorjahren erreicht wurde. Für 2026 wird eine leichte Belebung erwartet, ein spürbarer Aufschwung bleibt jedoch weiterhin aus.
Viele institutionelle Entwickler und Bauträger befinden sich nach wie vor in einer angespannten finanziellen Situation, wodurch die Bauaktivität nur langsam anzieht. Positiv für die Geschäftsentwicklung wirkt weiterhin der strukturelle Trend zur Substitution mineralischer Baustoffe und Stahl durch Holz, der die Nachfrage nach Holzbauprodukten unterstützt.
Auch 2026 ist davon auszugehen, dass die Rundholzverfügbarkeit in Mitteleuropa angespannt und in Schweden weiterhin sehr knapp bleibt. Dies führt zu anhaltend erhöhten Rundholzpreisen.
Die Auslastung der Sägewerke wird weiterhin maßgeblich durch die Rohstoffverfügbarkeit bestimmt. In der Weiterverarbeitung werden aufgrund des anhaltenden Substitutionstrends zusätzliche Mengenpotenziale gesehen. Die Investitionen in den BSP-Werken in Leoben und Olsberg können daher weiter hochgefahren werden.
Zusammengefasst erwarten wir ein wirtschaftlich schwieriges Jahr 2026.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Die Risiken aus der unsicheren globalen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den Rahmenbedingungen in der mitteleuropäischen Bauwirtschaft und den spezifischen Entwicklungen der Holzindustrie sind im obigen Kapitel beschrieben. Ein besonderes, nicht einschätzbares Risiko stellen zu Jahresbeginn die kriegerischen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten dar, die nicht nur allgemein geopolitische und sanktionstechnische Auswirkungen haben, sondern ganz konkret, im Falle des Nahen Ostens, die Transportroute durch den Suezkanal zum Erliegen bringen könnte.
Weitere Unsicherheiten stellen lokale Verwerfungen der Rohstoffmärkte aufgrund von Umwelt- und Wettereinflüssen, die zu einer Verzerrung der Wettbewerbssituation führen können, dar. Hier gilt es durch sorgfältige und kontinuierliche Beobachtung der operativen und langfristigen Kennzahlen vor allem rasch reaktionsfähig zu bleiben und aufkommende negative Entwicklungen rechtzeitig durch innerbetriebliche oder marktseitige Gegenmaßnahmen entgegenzusteuern.
Das Unternehmen ist verschiedenen weiteren Risiken ausgesetzt, die ein systematisches und kontinuierliches Risikomanagement erforderlich machen.
Da die Gesellschaft als geschäftsleitende Holding fungiert, bestehen Investitions- und Akquisitionsrisiken insbesondere hinsichtlich der Ertragskraft der Tochterunternehmen/Beteiligungen. Zur laufenden Risikoüberwachung und -kontrolle sind die Tochterunternehmen/Beteiligungen in einen konzerneinheitlichen Planungs- und Berichtsprozess eingebunden und verfügen selbst über ein angemessenes Risikomanagement.
Wachstumsinvestitionen werden nach umfassender betriebswirtschaftlicher, rechtlicher und steuerlicher Würdigung, sowohl durch interne als auch durch externe Experten, getätigt. Der Investitionsprozess unterliegt dabei einem standardisierten Projektcontrolling.
Ein umfassendes Versicherungsprogramm schützt uns vor operativen Vermögensrisiken.
Das Kundenausfallsrisiko wird mit ständigen intensiven Bonitätsprüfungen und durch den Abschluss entsprechender Kundenkreditversicherungen minimiert.
Das Cash- und Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass ausreichend Liquidität (eigene Mittel bzw. jederzeit ausnutzbare Kreditlinien) verfügbar ist, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen und Investitionen zu finanzieren. Veranlagungen bzw. Finanzierungen im kurzfristigen Bereich erfolgen im Rahmen des Cash- Pooling der Mayr-Melnhof Holz-Gruppe, längerfristige Finanzierungen werden im Zuge der Konzernplanung zentral koordiniert.
Das grundsätzliche Liquiditätsrisiko der Gesellschaft bzw. der Gruppe wird mittels laufender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Liquiditätssteuerung erfolgt auf Tagesbasis, die Performance der Konzerngesellschaften wird auf Monatsbasis evaluiert, somit kann ein rasches Handeln ermöglicht werden.
Forschung und Entwicklung
Es werden keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsleistungen getätigt.
Bestehende Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
Leoben, am
Der Vorstand
Richard Stralz, 04.03.2026
a
Michael Markus Wolfram, 09.03.2026
DI Richard Stralz
DI Michael Wolfram