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Lagebericht 2025

IBM iX Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 31. Aug. 2026

Inhaltsverzeichnis

IBM iX Austria GmbH, Wels

Geschäftsverlauf und -ergebnis 2025

1. Geschäftsmodell und -verlauf

Die IBM iX Austria GmbH (nachfolgend 'IBM iX Austria' oder 'Gesellschaft’) mit Sitz in Wels (Österreich) ist ein Konzernunternehmen der IBM Client Innovation Center Germany GmbH, Magdeburg (Deutschland) und Anteilseignerin der IBM iX Croatia d.o.o. mit Sitz in Varazdin (Kroatien). Die Gesellschaft ist Teil der IBM iX Sparte, die Experience Agency von IBM Consulting.

Das Geschäftsmodell der IBM iX Austria ist auf Geschäftskunden ausgerichtet. Die Gesellschaft offeriert digitale Services, Produkte & Plattformen aus einer Hand und begleitet die digitale Transformation von Organisationen, Unternehmen und Marken. Die IBM iX Austria ist eine internationale Digitalagentur mit Schwerpunkt Consulting und Integration von webbasierten Produkten und Prozessen für Unternehmen. Dies erfolgt sowohl im B2B als auch im B2C Segment. Die Geschäftstätigkeit der IBM iX Austria konzentriert sich auf Österreich, Deutschland und Schweiz mit den Kerngeschäftsbereichen Konzeption, technische Anbindung und Implementierung von großen E-Commerce-Lösungen sowie die Entwicklung und technische Umsetzung von internen und externen Kommunikationsplattformen. Die Umsätze werden im Wesentlichen über Projekt- und Servicedienstleistungen sowie durch Beratungsleistungen generiert.

Die IBM iX Austria hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von 20,2 Mio EUR abgeschlossen. Das entspricht einem Rückgang von -26 % zum Vorjahr, was der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage geschuldet ist. Die IBM iX Austria weist zum Bilanzstichtag 2025 eine außerordentlich solide Finanzstruktur auf. Mit einer Eigenkapitalquote von 78,1% und einer fiktiven Schuldentilgungsdauer von guten zwei Jahren ist das Unternehmen hervorragend aufgestellt. Die konsequente Kostenreduktion führte trotz eines Umsatzrückgangs von 26% zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung und einem Eigenkapitalaufbau von 0,68 Mio. EUR. Die Gesamtkapitalrentabilität konnte von nahezu null auf 6% gesteigert werden.

2. Umsatz / Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2025 wurden Umsätze in Höhe von 20,2 Mio EUR erzielt (Vorjahr 27,2 Mio EUR). Der Umsatzrückgang von -26 % gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang im Geschäft mit externen Kunden und mit geringerer Leistungserbringung gegenüber anderen Konzernunternehmen.

Das Jahresergebnis betrug 0,68 Mio. EUR (Vorjahr 1.554,23 EUR) und konnte trotz des Rückganges im Umsatz, aufgrund von Kostenreduktionen für Personal, Material und Abschreibungen aufgefangen werden konnte.

Bezüglich der internen Finanzierung ist die IBM iX Austria durch eine vertragliche Vereinbarung in das zentrale Cash-Management der IBM-Gruppe eingebunden.

3. Kennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
31.12.202531.12.2024
EBITDA Marge4,4 %0,9 %
Gesamtkapitalrentabilität6 %0,0 %
Fremdkapitalquote21,8 %27,5 %
Eigenkapitalquote78,1 %72,5 %
Fiktive Schuldentilgungsdauer2,110,5

4. Arbeitnehmerbelange

Die Anzahl beschäftigter Arbeitnehmer betrug im Berichtsjahr 2025 durchschnittlich 127 (Vorjahr: 159). Entsprechend den vertraglich definierten Tätigkeiten wird erhöhtes Augenmerk in die Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte investiert.

5. Zweigniederlassungen

Die IBM iX Austria betreibt in Österreich außer in Wels noch Betriebsstätten in Wien und Graz.

6. Forschung und Entwicklung

Die IBM iX Austria betreibt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

1. Entwicklung des Unternehmens

Die IBM iX Austria versteht sich als Beratung, Digitalagentur, Design-Studio und Tech-Company in einem. Mit skalierbaren, agilen Frameworks wie IBM Garage™ und Enterprise Design Thinking arbeiten die Teams an nachhaltigen Geschäftsmodellen und digitalen Services. Als Teil von IBM Consulting, der Beratungs- und Serviceeinheit von IBM, gehören sie zu den weltweit größten Anbietern von Digital Experiences. Unternehmen sehen die digitale Transformation immer häufiger als den entscheidenden Faktor für die Erzielung von Produktivitätsgewinnen und die langfristige Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Mit ihrem Leistungsportfolio, das den Kunden Effizienzgewinne und Kostenersparnisse ermöglichen soll, und einer noch stärkeren Fokussierung auf die Anforderungen und Problemstellungen der unterschiedlichen Branchen und Industriezweige, kann die IBM iX Austria ihre Kunden bei ihrer digitalen Transformation sowie der langfristigen Sicherung und dem Ausbau ihrer Wettbewerbsfähigkeit unterstützen.

Die IBM iX Austria pflegt und intensiviert Premium-Partnerschaften mit Adobe und Salesforce. Darüber hinaus investiert die Gesellschaft gezielt in den Ausbau ihrer AI Capabilities, um Kunden bei der Einführung und Skalierung KI-gestützter Geschäftsmodelle, Prozesse und digitaler Erlebnisse zu unterstützen. Gleichzeitig investiert die Gesellschaft umfassend in die Aus- und Weiterbildung der Belegschaft, um den steigenden und wechselnden Marktanforderungen an den Wissensstand der Mitarbeitenden gerecht zu werden. Hierfür werden regelmäßige Schulungspakete aufgesetzt, die abhängig von der Jobrolle und dem Fachgebiet personalisierte Schulungen ermöglichen, insbesondere zur weiteren Erhöhung der Technologie- und KI-Expertise der Mitarbeitenden. Hierbei kann die Belegschaft auch auf das Schulungsportal der IBM zugreifen. Die zertifizierte technische Expertise konnte in Kundenprojekten eingesetzt werden, um Kunden mit Hilfe technologisch getriebener Innovationen bei ihrer Business Transformation zu unterstützen.

Die Geschäftsführung hat aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage ein konservatives Umsatzund Geschäftsergebnis für das Jahr 2026 prognostiziert.

2. Wirtschaftsausblick

Für die österreichische Volkswirtschaft wird nach der mehrjährigen Schwächephase für 2026 eine nur verhaltene Erholung erwartet. Aktuelle Prognosen gehen für 2026 unter Annahme eines Basisszenarios (Hauptszenarios) von einem moderaten realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,9 % aus. Gleichzeitig bleibt das wirtschaftliche Umfeld von erhöhter Unsicherheit geprägt. Belastend wirken insbesondere geopolitische Spannungen, erhöhte Energiepreise, ein gedämpftes Investitionsklima sowie eine weiterhin zurückhaltende Konsum- und Investitionsneigung der Unternehmen. Die Inflation dürfte sich gegenüber dem Vorjahr unter Annahme des Basisszenarios zwar weiter abschwächen, wird jedoch mit einer erwarteten Rate von 2,7 % leicht über dem Zielniveau von 2 % verbleiben. Auch am Arbeitsmarkt ist nur eine begrenzte Entspannung zu erwarten; die Arbeitslosigkeit dürfte 2026 auf erhöhtem Niveau verharren.1 1

Für die IBM iX Austria bedeutet dieses Marktumfeld, dass die Nachfrage nach Effizienz-, Transformations- und Digitalisierungsprogrammen grundsätzlich intakt bleibt, Projektentscheidungen jedoch weiterhin mit längeren Vorlaufzeiten, höherer Budgetdisziplin und einer stärkeren Fokussierung auf kurzfristig realisierbare Geschäftsnutzen verbunden sein können. Gerade in einem konjunkturell verhaltenen Umfeld gewinnen Lösungen an Bedeutung, die Produktivität, Automatisierung, Kundenerlebnis und Kostenoptimierung verbessern. Zusätzliche Marktimpulse ergeben sich aus dem anhaltenden Bedarf an cloudbasierten Plattformen, KI-gestützten Anwendungen, datengetriebenen Geschäftsmodellen sowie aus steigenden Anforderungen an Cybersecurity und digitale Resilienz.

Die IBM iX Austria ist in diesem Umfeld grundsätzlich gut positioniert. Die Gesellschaft verfügt über ein etabliertes Geschäftsmodell, langjährige Kundenbeziehungen, lokal verankerte Beratungskompetenz sowie den Zugriff auf das Leistungsportfolio und die Delivery-Kapazitäten des IBM-Konzerns. Daraus ergeben sich gute Voraussetzungen, um Kunden bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen, der Modernisierung digitaler Plattformen sowie bei der Nutzung von KI- und Automatisierungspotenzialen zu begleiten. Gleichwohl bleibt die Geschäftsentwicklung von der allgemeinen Investitionsbereitschaft der Kunden, der Entwicklung des Projektvolumens sowie der gesamtwirtschaftlichen Lage in Österreich und den relevanten Kernmärkten abhängig.

Vor diesem Hintergrund liegt der Fokus der Geschäftsleitung weiterhin auf der gezielten Weiterentwicklung des marktgerechten Know-hows der Mitarbeitenden, einer disziplinierten Steuerung der Kostenbasis sowie der konsequenten Ausrichtung des Leistungsportfolios auf wachstumsund margenstarke Themenfelder. Dazu zählen insbesondere KI-nahe Leistungen, digitale Plattformen, datengetriebene Services sowie branchenspezifische Beratungs- und

¹ 1 WIFO, Konjunkturprognose, Prognose für 2026 und 2027, Stand 10.04.2026

Umsetzungskompetenzen. Durch Investitionen in Aus- und Weiterbildung sowie die standortübergreifende Nutzung von Fachkompetenzen schafft die IBM iX Austria die Voraussetzungen, um Marktchancen auch in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld wahrzunehmen.

Gleichzeitig bleibt der Ausbau von effizienten Delivery-Strukturen, unter Einbeziehung globaler Kapazitäten, ein zentraler Hebel zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit. Zu diesem Zweck wurde im Geschäftsjahr 2025 die neue „Go-2-Market“-Organisationeinheit als zentrales Wachstums- und Vertriebsgerüst des Unternehmens gegründet. Sie ist strategisch auf die Erschließung neuer Marktpotenziale sowie die Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen ausgerichtet und steuert die vertriebliche Entwicklung entlang klar definierter Markt- und Themenschwerpunkte.

Insgesamt rechnet die Geschäftsführung für 2026 mit einer weiterhin anspruchsvollen, aber gegenüber der Vorperiode tendenziell stabileren Marktentwicklung. Vor dem Hintergrund der verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Erholung in Österreich bestehen sowohl Chancen aus einem strukturell anhaltenden Digitalisierungsbedarf als auch Risiken aus einer möglichen Zurückhaltung bei Kundeninvestitionen. Die IBM iX Austria sieht sich aufgrund ihrer Marktposition, ihrer Konzernanbindung und ihrer fachlichen Aufstellung in der Lage, diese Rahmenbedingungen angemessen zu adressieren.

3. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Im Hinblick auf die allgemeinen unternehmerischen Risiken wie Preis- und Bonitätsrisiken ist die Gesellschaft in das Management- und Kontrollsystem der IBM-Gruppe eingebunden.

Ein wesentlicher Bestandteil des Management- und Kontrollsystems ist das Auftragsbestandsund Vertragscontrolling mit dem Ziel, neben der qualitativen Leistungsstandkontrolle finanzielle Risiken rechtzeitig zu erkennen und diesen entgegenzuwirken. Kritische Abweichungen werden analysiert und bewertet, Prozessverbesserungen und Lösungsansätze erarbeitet und in regelmäßig stattfindenden Managementreviews zur Entscheidung gestellt.

Aufgrund der Einbeziehung in den Konsolidierungskreis der IBM Corporation, Armonk, NewYork/USA, findet das von der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) geforderte SOX- (Sarbanes-Oxley-Act) Kontrollsystem in der für kleine Geschäftseinheiten angepassten Form Anwendung. Dies umfasst sowohl die Organisations- und Geschäftsprozesse als auch die Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Management-Berichterstattung.

Daneben werden im Rahmen der Compliance-Management-Aktivitäten Compliance Tests, Audits und Reviews durchgeführt. Aus diesen Berichten und Aufzeichnungen werden identifizierte oder potenzielle Risiken durch das Management analysiert, bewertet und in entsprechende Aktionen zur Verhinderung oder Eliminierung von Risiken umgesetzt. Die Überprüfungen beziehen sich zudem auf die Integrität und Objektivität der Management-Berichterstattung.

Die zum Controlling erforderlichen Prozesse und Kontrollinstrumente sowie ihre Wirksamkeit unterliegen der laufenden Beobachtung der Geschäftsführung und werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Im Falle einer schlechter als erwarteten Konjunkturentwicklung könnte es zu einer Rückkopplung auf die Investitionsbereitschaft der Kunden kommen und damit zu negativen Auswirkungen auf kurzfristige Auftragseingänge bei kurzfristigen Dienstleistungsverträgen. Kosteneinsparungen und Kürzungen des Personalstandes wären bei einer negativen Entwicklung nicht auszuschließen.

Es bestehen keine nennenswerten Fremdwährungsrisiken, da die Geschäfte fast zur Gänze in Euro erfolgen.

Wels, am 22. Juli 2026

Die Geschäftsführer:

Samira Insirovic

Samira Imsirovic • Signed qualfied with sproot.co om, at 22.07.2026, 18:17 UTC+0

Samira Imsirovic-Kaya

Benjamin Geckle

Benjamin Geckle

) Signed qualified with sproot.com, at 22.07.2026, 16:03 UTC+0200

Benjamin Sebastian Geckle

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