Inhaltsverzeichnis
1. Erläuterungen über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
Die Maschinenbau Pototschnigg GmbH ist im Firmenbuch unter der Nummer 189485f und unter der Zuständigkeit des Landesgerichts für ZRS Graz eingetragen. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Lohnfertigung für Unternehmen aus diversen Branchen. Die Fertigung umfasst die Bearbeitung einzelner Bauteile, über eine komplette Anschaffung der Teile bis zum Komponentenbau.
Sie unterhält an ihrem Firmensitz in der politischen Gemeinde St. Margarethen an der Raab ihre Produktion. Zweigniederlassungen sind keine vorhanden. Das Unternehmen besteht in der derzeitigen Form seit dem Jahr 1999. Im abgelaufenen Jahr beschäftigte die Maschinenbau Pototschnigg GmbH durchschnittlich 54 Personen. Darunter befanden sich 45 Arbeiter, 9 Angestellte, davon 2 Lehrlinge sowie 2 geringfügig Beschäftigte.
Das Unternehmen liefert Bauteile an Kunden aus verschiedenen Branchen. Unter anderem sind darunter Kunden aus dem Energiesektor, der Baubranche, der Forstwirtschaft sowie der Forschung und Entwicklung. Vorwiegend werden große Bauteile mit einer hohen Genauigkeit gefertigt.
2. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
2.1 Bericht über den Geschäftsverlauf
Im Jahr 2025 sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um rd. TEUR 668 gesunken. Ursächlich für diesen Rückgang war maßgeblich auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld zurückzuführen. Insbesondere geopolitische Unsicherheiten haben dazu geführt, dass es bei Projekte von Kunden zu einer zeitlichen Verzögerung kam oder vorerst ausgesetzt wurden. Die Bestandsveränderungen, die aktivierten Eigenleistungen und die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um TEUR 120. Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind um TEUR 191 gesunken. Der Personalaufwand erhöhte sich um TEUR 54. Die Abschreibungen verringerten sich um TEUR 35. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um TEUR 99. Insgesamt ist das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um rd. TEUR 277 gesunken. Die Zinsaufwendungen gingen um TEUR 75 zurück. Dies ist einerseits auf die von der EZB durchgeführten Zinssenkungen und andererseits auf die laufende Tilgung der Kreditverbindlichkeiten zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 171.
2.2
Bericht über wirtschaftliche Lage
Die Erläuterungen der Vermögens- Finanz- und Ertragslage erfolgt in Form Leistungsindikatoren und ausgewählten Kennzahlen. von finanziellen
Ertragslage
| in TEUR 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung | 440 | 752 |
| Rohertrag I | 4.547 | 4.933 |
| Rohertrag II | 1.236 | 1.675 |
Eigenkapitalrentabilität
| 31.12.2025 in TEUR | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -396 | -224 |
| / durchschnittliches Eigenkapital | 824 | 1.017 |
| = Eigenkapitalrentabilität | -48,09% | -22,04% |
Gesamtkapitalrentabilität
| in TEUR | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | -250 | 28 |
| / durchschnittliches Gesamtkapital | 7.506 | 7.897 |
| = Gesamtkapitalrentabilität | -3,33% | 0,35% |
| Personalaufwand pro Mitarbeiter | ||
|---|---|---|
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| Personalaufwand (in TEUR) | 3.312 | 3.258 |
| / Anzahl Mitarbeiter (Vollzeit) | 54 | 55 |
| = Personalaufwand pro Mitarbeiter | 61 | 59 |
Finanzlage
| fiktive Schuldentilgungsdauer gem. § 24 URG | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| effektives | ||
| Fremdkapital | 5.948 | 5.841 |
| / Mittelüberschuss aus der Geschäftstätigkeit | ||
| 587 | 462 | |
| = fiktive Schuldentilgungsdauer in Jahren | 10,13 | 12,6 |
Cash-Flow-Kennzahlen
| in TEUR | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen | ||
| Tätigkeit | 446 | 801 |
| Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit | -124 | -309 |
| Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | -410 | -492 |
| Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelbestand | 0 | 0 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 0 | 0 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 0 | 0 |
Vermögenslage
Investitionen
| Durchgeführte Investitionen | TEUR | Anteil an |
|---|---|---|
| Gesamtinv. | ||
| Patente, Rechte, EDV-Software | 1 | 0,8% |
| Technische Anlagen und Maschinen, | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 123 | 99,2% |
| Grund und Gebäude | 0 | 0% |
| Gesamtinvestitionsvolumen | 124 | 100% |
| Netto-Umlaufvermögen (Working-Capital) | ||
| 31.12.2025 in TEUR | 31.12.2024 | |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | 1.607 | 1.387 |
| - kurzfristiges Fremdkapital (ohne Verb. ggü. | ||
| Gesellschafter) | -2.179 | -2.100 |
| = Netto-Umlaufvermögen | -572 | -713 |
| Eigenkapitalquote | ||
|---|---|---|
| in TEUR 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| Eigenkapital lt. Bilanz | 764 | 883 |
| / Gesamtkapital lt. Bilanz | 7.463 | 7.548 |
| = Eigenkapitalquote | 10,2% | 11,7% |
| Eigenmittelquote gem. § 23 URG | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| Eigenkapital lt. Bilanz | 764 | 883 |
| / Gesamtkapital abzgl. Investitionszuschüsse | 6.724 | 6.724 |
| = Eigenkapitalquote gem. § 23 URG | 11,4% | 13,1% |
3. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung sowie Risiken und Ungewissheiten des Unternehmens
3.1 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung
Die Fokussierung auf die stark nachgefragte Produktion von Großbauteilen wurde konsequent fortgesetzt. Die Eigentümer nutzen den anhaltenden Fachkräftemangel in diesem Spezialbereich als strategischen Wettbewerbsvorteil, da diese hohe Eintrittsbarriere Mitbewerbern den Markteintritt deutlich erschwert.
Es verzeichnet sich ein starker Zuwachs an Aufträgen mit hoher reiner Wertschöpfung. Da Kunden das Material vermehrt beistellen, sinkt das Einkaufsvolumen. Dies entlastet die Liquidität und senkt das Lagerrisiko.
Der umgesetzte Personalabbau, insbesondere im System „Abfertigung Alt“, führte kurzfristig zu Einmalaufwendungen. Langfristig sichert dieser Schritt jedoch eine stabile Personalkostenquote. Die Belegschaft wurde dadurch effizient an moderne, zukunftsorientierte Produktionsprozesse angepasst.
Durch die im Vorjahr veränderten Eigentumsverhältnisse und die zugeflossenen Mittel ist die Fortführung des Unternehmens langfristig gesichert. Die Eigentümer blicken aufgrund der hohen Spezialisierung und der robusten Auftragslage im Großbauteilsegment zuversichtlich in das kommende Geschäftsjahr.
3.2 Bericht über Risiken und Ungewissheiten
Die anhaltend angespannte geopolitische Lage stellt das wesentliche Risiko für die zukünftige Entwicklung dar. Obwohl das Unternehmen nicht primär weltweit exportiert, sind die Hauptkunden stark vom globalen Handel und internationalen Lieferketten abhängig. Insbesondere Verzögerungen und Engpässe in der internationalen Schifffahrt bei den Kunden können indirekt zu zeitlichen Verschiebungen im eigenen Auftragseingang und in der Abnahme führen.
Der erfreuliche Zuwachs an Neukunden bringt weiterhin die Ungewissheit kundenspezifischer, aufwendiger Vorschriften mit sich. Um diesem Risiko zu begegnen, setzen die Eigentümer auf eine selektive Auswahl von Partnern, um langfristige und nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen. Das Risiko von Kundenoder Lieferanteninsolvenzen wird durch laufende Bonitätsprüfungen minimiert.
St. Margarethen an der Raab, am 28.9.2026
Helmut Pototschnigg