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Lagebericht 2025

ace Apparatebau construction & engineering GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 18. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

ACE

ace Apparatebau construction & engineering GmbH

der zum

Jahresabschluss vom 31.12.2025

A) Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage der Gesellschaft (Wirtschaftsbericht)

1. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt in der Fertigung von Apparaten und Druckbehältern sowie Reaktoren für die Kunststoff-, Papier- und Petrochemische Industrie und für Raffinerien. Der Exportanteil unserer Produkte liegt im Berichtsjahr bei ca. 75%, wobei hauptsächlich in den europäischen, asiatischen und amerikanischen Raum geliefert wird.

Wir sind eines der größten Apparatebauunternehmen in Osterreich und haben uns auf die Anfertigung von komplexen Apparaten spezialisiert. Gemeinsam mit unseren Schwesterunternehmen apb Apparatebau Schweißtechnik GmbH und Schoeller-Bleckmann Nitec GmbH sowie unserer Tochter ACE Metalna d.o.o. gehören wir zu den größten Apparatebaukomplexen in Europa.

Die Rahmenbedingungen auf dem Absatzmarkt sind von zunehmender Konkurrenz aus den neuen EU-Mitgliedstaaten bzw. Beitrittskandidaten aus dem süd-osteuropäischen Raum geprägt. Inzwischen ist auch die Konkurrenz aus China spürbar.

Neben dem Einsatz modernster Technologie und Erreichen höchster Qualitätsstandards, sowie Realisierung von Projekten in kürzestmöglicher Zeit, konnten wir auch mit der Investition in neue Bearbeitungsmaschinen bei der ACE Metalna d.o.o. in Maribor erfolgreich auf die geänderte Konkurrenzsituation reagieren.

ACE

2. Geschäftsergebnis und Ertragslage

Die Betriebsleistung ist zum Vorjahr leicht gestiegen, und befindet sich im budgetierten Bereich. Der Jahresgewinn wurde mit einem besseren Ergebnis als budgetiert erreicht. Zum Vorjahresergebnis (€ 3,4 Mio. GJ 2025, € 5,6 Mio. GJ 2024) ist der Gewinn gesunken, was jedoch auf die unterschiedliche höhe der Umsatzrealsierung rückuführen ist.

Eckdaten Gewinn- und Verlustrechnung (in TEUR):

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024
Betriebserfolg
(EBIT)4.5717.170
Finanzergebnis2325
Ergebnis vor Steuern4.5947.195
Jahresüberschuss3.4385.622
Bilanzgewinn8.8829.544
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA)
(Betriebserfolg It. GuV zuzügl.
Abschreibungen)5.1817.769
DieHöhederBetriebsleistungwirdsehrwesentlichvom
Materialaufwand/Materialeinsatz beeinflusst. Der Materialeinsatz wird wiederum durch
die in den Produktionshallen verarbeiteten Werkstoffe/Werkstoffqualitäten bestimmt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die gestiegene Betriebsleistung auch auf den
hohenMaterialeinsatz rückzuführen, welcherwie zuvor erwähnt mit den zu
verarbeiteten Produkten in Zusammenhang steht.

Die Einführung einer verfeinerten Liquiditätsplanung sowie einer den Geschäftsprozessen angepassten Veranlagungsstrategie haben trotz des widrigen Finanzumfeldes das Finanzergebnis auf einem akzeptablen Niveau halten können.

Die Entwicklung des Materialpreises ist nach wie vor schwer abzuschätzen. Durch kurze Angebotsfristen und eventuelle Preisgleitklauseln versuchen wir das Risiko von unberücksichtigten Materialpreissteigungen bestmöglich einzudämmen. Zurzeit sind die Preise relativ stabil, aber wir können trotz unserer sehr guten Marktkenntnis nicht abschätzen, wie sich das Preisniveau zukünftig entwickeln wird. Dadurch ist vor allem beim Abschluss von langfristigen Verträgen Stahlpreisentwicklung besondere Vorsicht gegeben. in Zusammenhang mit der

3. Vermögens-, Finanz- und Liquiditätsanalyse

Die Gesamtinvestitionen im Berichtsjahr mit rund TEUR 253 waren im Berichtsjahr niedriger als im Vorjahr (TEUR 343), was im Wesentlichen auf Investitionsverschiebungen aufgrund der Marktsituation rückzuführen ist. Die Investitionen im laufenden Geschäftsjahr waren im Bereich des Sachanlagevermögens im Rahmen des kontinuierlichen Investitionsprogramms.

Bilanzstruktur (in TEUR):

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
Bilanzsumme24.94525.195
Davon
Langfristiges Vermögen9.1129.469
Kurzfristiges Vermögen15.83315.726
Davon
Eigenkapital14.12814.644
Langfristiges Fremdkapital1.5151.639
Kurzfristiges Fremdkapital9.3028.912
Eigenkapitalanteil in %
(Eigenkapital /Bilanzsumme)5758
Anlagendeckung in %
(Eigenkapital/Anlagevermögen)155155
Deckung des langfristigen Vermögens in %
(Ifr. Kapital/Ifr. Vermögen)172172
Working Capital
(kfr. Vermögen abzügl. kfr. Fremdkapital)6.5316.814

ACE

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
31.12.202531.12.2024
Ergebnis vor Steuern4.5947.195
+ Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des
Investitionsbereiches610599
- Gewinne aus dem Abgang von
Vermögensgegenständen des Investitionsbereichs-473
- Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren
und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähliche
Aufwendungen-23-25
Geldfluss aus dem Ergebnis5.1777.843
-/+ Zu- Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus LuL
sowie andere Aktiva-2.1404.350
-/+ Ab- Zunahme von Rückstellungen827414
+/- Zu- Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie
sonstige Passiva-430-2.873
Netto-Geldfluß aus betr. Tätigkeit vor Steuern3.4349.734
- Zahlungen für Ertragssteuern-1.312-882
Netto-Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit2.1228.852
+ Einzahlungen aus Anlagenabgängen435
- Auszahlungen für Anlagezugänge-253-343
+ Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zins- und
Wertpapiererträgen2339
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit-225-269
- Auszahlungen aus der Bedienung des EK-4.000-6.000
+ Bildung Investitionszuschuss460
- Auszahlungen für Tilgung von Finanzkrediten0-550
- Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen0-15
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-3.954-6.564
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelbestandes-2.0572.018
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode4.9572.939
Finanzmittelbestand am Ende der Periode2.9004.957

ACE

Rückblickend betrachtet konnte das geplante Budget trotz der schwierigen Marktbedingungen bedingt durch die gestiegenen Energiepreise und Materialkosten sowie durch die hohe Inflation erreicht werden.

4. Forschung und Entwicklung

Die Produktentwicklung ist ein wichtiges strategisches Ziel von ACE. Fortschritte in der Verfahrenstechnik und Materialentwicklung kommen von den strategischen Partnern, während ACE die apparatebauliche Umsetzung und die schweißtechnische Implementierung laufend verbessert. Dies betrifft vor allem die herausragenden Referenzen im Einsatz von Superduplex- und Hyperduplex Materialien sowie plattierten Stählen in verschiedensten Qualitäten. Im letzten Geschäftsjahr konnten spezielle Abdicktungssysteme für Vakuumprozesse weiterentwickelt werden. Aktuell stehen chemisches Kunststoffrecycling und die Produktion von synthetischen Kraftstoffen im Fokus.

Zusätzlich werden Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen gepflegt um zukunftsträchtige Technologien zu entwickeln. Außerdem wird durch Innovationen und Prozessoptimierungen immer wieder erreicht, dass man gegenüber den Mitbewerbern einen Schritt voraus ist.

5. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

B) Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

(Prognosebericht)

Durch Erweiterung und Modernisierung des Maschinenparks der ACE Metalna d.o.o. kann die Kernkompetenz "mechanische Großbearbeitung" innerhalb der Apparatebaugruppe noch umfangreicher abgebildet werden. Dadurch ergeben sich kommerzielle und terminliche Gestaltungsmöglichkeiten die wiederum in unsere Produktkonzepte einfließen und uns entsprechende Wettbewerbsvorteile sichern.

Ein weiteres Ziel des kommenden Geschäftsjahres ist die Umsetzung der ausgearbeiteten Synergien. Hier soll vor allem die etablierte Gremiumsarbeit forciert und weiterentwickelt werden. Das implementierte CRM-Tool ermöglicht uns die Vernetzung der Kunden untereinander noch besser zu erkennen, sowie die Kundenbedürfnisse noch detaillierter zu dokumentieren und damit dem Kunden eine möglichst langfristige Zusammenarbeit in verlässlicher Form zu ermöglichen.

Im Bereich der Investitionen wird vor allem die Weiterentwicklung des eingeführten

ACE

ERP-Systems forciert werden und somit auch weitere Digitalisierungsmöglichkeiten im Bereich der Prozess- und Produktionsplanung in Verbindung mit Industrie 4.0 geschaffen werden.

Die Visualisierung unserer Apparate im 3D-Modus ist bereits erfolgreich implementiert und wird nun laufend an den Weiterentwicklungen in diesem Bereich geknüpft.

Um dem technologischen Vorsprung gegenüber unseren Mitbewerbern nicht zu verlieren, sind laufende Investitionen im Bereich der Schweißtechnik und in der Modernisierung des Maschinenparks, sowie die Automatisierung von Prozessen erforderlich. Eine wesentliche Herausforderung für das Geschäftsjahr 2026 stellt die große Anzahl an unterschiedlichen Produkten dar. Dies steht im Zusammenhang mit der hohen Anzahl an gewonnenen Projekten von Neukunden, wo man sich mit neuen Kundenspezifikationen entsprechend auseinandersetzen muss.

Die derzeitige Auftragslage sichert die Auslastung unseres Unternehmens jedenfalls für die nächsten 9 Monate, und wir erwarten uns eine wiederum sehr positive Entwicklung mit einem Ergebnis auf Normalniveau.

C) Risikoberichterstattung

(Risikobericht)

1. Allgemeine Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist

Die wesentliche Aufgabe eines Risikomanagementsystems liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken und der Planung bzw. Steuerung jener Maßnahmen, die nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens verhindern oder zumindest reduzieren. Zentraler Bestandteil unseres Risikomanagementsystems ist ein sehr streng geführtes Projektcontrolling. Dabei werden vom Controlling Monatsberichte erstellt und der Geschäftsleitung der ACE GmbH sowie dem Vorstand der Christof Holding AG vorgelegt.

Die Erkennung und Dokumentation von Personalrisiken, informationstechnologischen Risiken und Marktrisiken obliegt den einzelnen Zentralstellen.

Personal- und Fluktuationsrisiko:

Dem Risiko der Abwanderung von Fach- und Führungskräften wirken wir mit einem leistungsorientierten Vergütungssystem sowie einem breiten Aus- und Weiterbildungsprogramm entgegen. Zusätzlich bieten wir unseren Mitarbeitern umfangreiche Gesundheitsprogramme und unterstützen auch finanziell die Mittagsmenüs. Im Zuge des Projektes "ACE zukunftsfit" werden auch laufend Mitarbeiterbeafragungen durchgeführt. Basierend auf den Rückmeldungen bzw.

ACE

Erkenntnissen werden Maßnahmen umgesetzt, die ACE zu einen noch attraktiveren Arbeitgeber machen wird.

Markt-Risiken:

Als Apparatebauunternehmen sind wir im Wesentlichen von der Investitionsfreudigkeit der Industrien abhängig. Der aktuelle Russland-Ukraine-Konflikt verhindert Absatzmöglichkeiten am russischen Markt und bringt uns als europäischen Hersteller mit beschränktem Zugang zu Energie und den damit verbundenen hohen Energiepreisen einen erheblichen Wettbewerbsnachteil. Wir müssen daher intensiv alternative Kunden und Märkte forcieren, um das Wachstum stabil zu halten und in alternative Energien (Bsp. Photovoltaik) investieren. Wir sind in unserem Kunden- und Produktportfolio sehr breit aufgestellt und strategisch sehr gut ausgerichtet, was uns in turbulenten Zeiten eine wesentliche Stütze ist. Es ist daher umso wichtiger, dass wir unsere Kundenbindungen in den wachsenden Märkten weiter intensivieren.

Das Materialpreisrisiko wird durch laufende Angebotsaktualisierung im Zuge der Verhandlungsperiode gelindert. Risiko-Materialien werden vertraglich durch entsprechende Preisgleitformeln abgesichert.

IT-Risiken:

Die technische Security Infrastruktur entspricht dem derzeitigen State of the Art. Es existieren keine kritischen Mängel im Bereich der Information Security. Zur Minimierung möglicher Risiken aus der Informationstechnologie setzen wir modernste Hardware und aktuellste Software ein. Um gegenüber Angreifern von außen gesichert zu sein, wird ein Firewall - Cluster verwendet, ebenso wie diverse Virenscanner, Spam- und Trojanerwalls. Oberstes Ziel ist die Einhaltung einer Verfügbarkeit von 99,9 % für die Zentralrechner, was durch möglichst redundante Auslegung sämtlicher Komponenten, einem Clusterbetrieb sowie einer möglichst autarken Stromversorgung gelingt. Bei den dezentralen Geräten wird eine hohe Verfügbarkeit durch eine Standardisierung der Geräte in Verbindung mit einer effizienten Logistik (teilweise Reservegeräte vor Ort) erreicht. Absolute Datensicherheit stellen wir durch laufende Datensicherung in der Zentrale als auch der Außenstellen in den Backupstandort (via Standleitungen) sicher. Die Lagerung der erzeugten Sicherungen erfolgt in Tresoren an einem dritten Ort.

Energiekosten-Risiken:

Für die Energieversorgung wurden Lieferverträge auf Basis "Spotpreis" mit der Möglichkeit jederzeit in ein Fixpreismodell zu wechseln abgeschlossen. Nachdem aktuell die Beschaffung am Spotmarkt günstiger ist, gilt es den richtigen Zeitpunkt für einen Wechsel in ein Fixpreismodell zu treffen. Zusätzlich wird das Risiko durch ca. 35-40% Eigenproduktion durch die eigene 600 kWp Leistungsstarke Photovoltaikanlage reduziert.

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2. Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten

In der Position Kassa und Bankguthaben sind zum Abschlussstichtag keine Fremdwährungsvaluten oder Schecks enthalten. Fremdwährungskredite sind derzeit keine aushaftend. Ausfallsrisiken für den Bankguthabenbestand schalten wir aus, indem wir unsere Mittel nur bei Banken bester Bonität veranlagen und unseren Zahlungsverkehr nur über solche abwickeln.

Forderungen:

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden laufend überwacht. Lieferungen in riskante Märkte werden mittels Akkreditiven abgewickelt bzw durch Anzahlungen vorfinanziert. Für Lieferungen und Leistungen innerhalb der CHRISTOF-Gruppe bestehen laufend Gegenverrechnungen mit Gruppen-Verbindlichkeiten. Daher sind diese Forderungen nicht gesondert abgesichert.

Verbindlichkeiten:

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen notieren größtenteils in Euro, daher ist kein Währungsrisiko gegeben, größere Beträge in Fremdwährung würden mittels Devisentermingeschäft abgesichert werden. In 2025 waren keine Absicherungen erforderlich.

Liquiditätsrisiko:

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, sich jederzeit Finanzmittel beschaffen zu können, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko mit einem wöchentlichen Liquiditätsstatus.

Zinsänderungsrisiko:

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Wertänderung von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzposten und/oder zinsbedingten Zahlungsströmen infolge von Marktzinssätzen ergibt. Ein Zinsänderungsrisiko besteht hinsichtlich cer Finanzierungsvereinbarungen mit den Kreditinstituten. Aufgrund der aktuell abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarungen besteht kurzfristig nur ein Zinsänderungsrisiko im Zusammenhang mit einer Anpassung der Marktzinssätze, allerdings aufgrund des geringen Finanzierungsvolumens nur geringe Auswirkungen haben.

Lieboch, 05. März 2026

DI Markus Fuchsbichler (Geschäftsf@hrer)

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