Inhaltsverzeichnis
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Das Geschäftsjahr 2025/26 war von einem insgesamt stabilisierenden, jedoch weiterhin von Unsicherheiten geprägten gesamtwirtschaftlichen Umfeld gekennzeichnet. Das weltweite Wirtschaftswachstum verlangsamte sich im Kalenderjahr 2025 leicht, erwies sich jedoch angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen und handelspolitischer Herausforderungen als widerstandsfähig. Trotz der weiterhin spürbaren Auswirkungen der US-Handelspolitik nahm das Ausmaß der wirtschaftspolitischen Unsicherheit im Jahresverlauf ab, da mehrere Länder Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten abschließen konnten.
Die Wirtschaft in der Eurozone im Jahr 2025 zeigte sich trotz globaler Unsicherheiten widerstandsfähig und verzeichnete ein moderates Wachstum von 1,4%.
Für den Textilhandel im Euroraum war 2025 ein Jahr der schrittweisen Normalisierung, nicht aber einer starken Erholung. Preisbewusstsein blieb hoch. Für Mode, Bekleidung, Schuhe und Accessoires waren Preis-Leistung, Promotions und klare Sortimentspositionierung weiterhin entscheidend. Die Entwicklung war deutlich unterschiedlich zwischen den Ländern.1 Märkte in Südeuropa profitierten vielfach von Konsum, Tourismus und Beschäftigungszuwächsen. Dagegen belasteten schwächere Industrie, vorsichtiger Konsum und hohe Kosten Teile Mittelund Nordeuropas.
In Österreich lag die Inflationsrate für das Jahr 2025 laut Statistik Austria bei 3,6 %, nach 2,9 % im Jahr 2024 und 7,8 % im Jahr 2023. Der Jahresdurchschnitt 2025 ist nach der Phase der Hochinflation in den Jahren 2022 bis 2024 der höchste seit 1993.2 2
Im Jahresverlauf 2025 sank die Teuerung von 3,2 % im Jänner auf 2,9 % im Mai, stieg im August auf 4,1 % und unterschritt die 4,0 %-Marke erst im Dezember wieder mit 3,8 %.3
1 OECD, Economic Outlook, Volume 2026 Issue 1, Juni 2026 1
2 Inflation 2025 mit 3,6 % höher als im Vorjahr; Statistik Austria Pressemitteilung 14093-012/26 2
3 Statistik Austria Pressemitteilung 14093-012/26 3
Auch für den österreichischen Textilhandel war 2025 kein ausgeprägtes Wachstumsjahr und das Marktumfeld blieb anspruchsvoll. Die stabile Beschäftigung und ein leichter Anstieg des Konsums um 0,7% wirkten stützend, wurden jedoch durch die sinkende reale Haushaltseinkommen von 1,5%, hohe Sparneigung und anhaltende Preissensibilität begrenzt. Entscheidend blieben daher ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis, bedarfsgerechte Sortimente und eine konsequente Kostensteuerung.4
Das nominelle Umsatzwachstum von +2,6 % liegt 2025 nur unwesentlich höher als 2024 (+2,1 %). Das Umsatzvolumen erhöht sich um rd. +EUR 2,3 Mrd. auf in Summe rd. EUR 90,1 Mrd. (netto). Der Preisauftrieb nimmt 2025 zwar auf 1,9 % im Jahresdurchschnitt zu, wirkt aber weiterhin inflationsdämpfend. Real (preisbereinigt) kann der Einzelhandel 2025 um +0,7 % – nach +0,5 % im Jahr 2024 – zulegen.5
Im EU-Konjunkturranking fällt Österreich 2025 auf Platz 22 zurück. Während die Einzelhandelskonjunktur in der EU wieder anspringt (real: +2,3 %) hinkt der Einzelhandel in Österreich (preis- und kalenderbereinigt: +0,8 %) weiter hinterher und liegt auch deutlich hinter dem realen Konjunkturwachstum in Deutschland (+3,1 %).
Innerhalb des Einzelhandels können die Branchen Lebensmittel mit + 2,9 %, Schuhe mit +1,7 %, Bau – und Heimwerkerbedarf mit +1,7 % sowie Blumen und Spiel ein Beschäftigungsplus verzeichnen. Deutlich unterdurchschnittlich entwickeln sich hingegen Uhren und Schmuck mit – 9,6 %, Bekleidung mit -4,2 % und Möbel mit -4,1 %. In absoluten Zahlen fällt der Rückgang im Bekleidungshandel ( -1.183 Jobs) und Möbelhandel ( -768 Jobs) am stärksten aus.
Der österreichische Online-Modehandel ist 2025 erreichte Rekordniveau. Mit einem Plus von +9,5% verzeichnete der Onlinehandel (B2C) in Österreich 2025 einen deutlichen Wachstumssprung, nur während der COVID-Pandemie war die Steigerung in den letzten Jahren noch größer. Der Bruttoumsatz erreichte mit 11,5 Milliarden Euro ein historisches Allzeithoch, ebenso lag der Onlinehandelsanteil mit 10,1% am gesamten Einzelhandelsvolumen auf Rekordniveau. Besonders stark legten die Bereiche Pflegeprodukte (+13,2%), Lebensmittel (+11,7%) und Mode (+10,9%) zu. Vor allem das größte Segment Mode prägt die Entwicklung des gesamten Onlinehandels maßgeblich. Auf dieses entfallen 23,1% der gesamten
4 4 OeNB, Gesamtwirtschaftliche Prognose für Österreich 2026 bis 2028, Juni 2026.
5 Institut für Österreichs Wirtschaft: Konjunktur im Handel, Februar 2026 5
Onlinehandelsumsätze, gefolgt von Elektronik (21%) und dem Bereich Hobby & Freizeit mit einem Anteil von 18,7%.6 6
Die Takko-Gruppe ist ein führender, vertikal integrierter Qualitäts-Discounter im wachsenden europäischen Discountsegment. Die Marke „Takko“ ist sehr bekannt, und Takko ist überzeugt, dass die Kunden die Marke mit modischen und trendigen Produkten, einem guten Preis- Leistungs-Verhältnis und einem angenehmen Einkaufserlebnis verbinden. Die Vision ist die Welt mit Respekt für Menschen und den Planeten einzukleiden, und die Mission ist Kunden mit qualitativ hochwertiger Mode zu Discountpreisen auszustatten.
Als Qualitäts-Discounter richtet sich die Takko-Gruppe an preisbewusste Familien und verfolgt ein klares und eindeutiges Wertversprechen: die Bereitstellung von hochwertiger Mainstream- Bekleidung zu günstigen Preisen für die ganze Familie. Die Produktsegmente umfassen: (i) Basic-Bekleidung; (ii) Artikel mit hohem Volumen und Mainstream-Produkte sowie (iii) modische und trendige Bekleidung. Das Unternehmen ist vertikal integriert, mit hauseigenem Design und direkter Beschaffung, die auf langjährigen Partnerschaften mit den wichtigsten Lieferanten aufbaut. Kostenführerschaft ist eines der zentralen Prinzipien und leitet die strategische Entscheidungsfindung sowie die täglichen Abläufe, um niedrige Verkaufspreise beizubehalten.
Per 31.01.2025 hatte Takko ModeMarkt 112 Standorte. Im Geschäftsjahr wurden acht neue Filialen eröffnet und ein Standort im Rahmen der Standortoptimierung und Portfoliobereinigung geschlossen. Der Filialbestand beträgt daher per 31.01.2026 119 Standorte verteilt über das gesamte österreichische Bundesgebiet.
Der fortlaufende intensive Verdrängungswettbewerb in der Bekleidungsbranche führt am österreichischen Markt auch weiterhin zu zahlreichen Verkaufsaktionen und Preisreduktionen. Die Takko ModeMarkt GmbH konnte dank sorgfältig gewähltem Marketing-Mix im Hinblick auf die erzielten Deckungsbeiträge einen Rohertrag im Jahr 2025/2026 von 55,9% im Vergleich zum Vorjahr von 52,5% verzeichnen.
Der Personalaufwand betrug für das Geschäftsjahr 2025/2026 EUR 20,9 Mio. (VJ EUR 20,1 Mio.). Im Durchschnitt beschäftigte die Takko ModeMarkt GmbH im Geschäftsjahr 2025/2026 439 Mitarbeiter (VJ: 413). Die Abschreibungen auf Anlagen beliefen sich auf EUR 0,9 Mio. (VJ EUR 0,8 Mio.).
6 WKÖ Studie; 01.06.2026 WKÖ präsentiert neue Studie: Onlinehandel erreicht Rekordniveau - WKO
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,2 Mio. gestiegen. Dies ist hauptsächlich auf die Aufwendungen für die Werbekosten zurückzuführen, sowie auf den Anteil der Betriebs- und Nebenkosten.
Das Geschäftsjahr 2025/2026 hat sich weiterhin positiv im Vergleich zum Vorjahr entwickelt. Die Umsatzerlöse der Takko ModeMarkt GmbH sind um 0,9 % im Vergleich zum Jahr 2024/2025 gestiegen (VJ 7,5 %).
Diese Entwicklung hat auch zu einer Steigerung des Betriebserfolges von 0,8 % geführt. Der Betriebserfolg beläuft sich auf EUR 4,7 Mio. (VJ EUR 4,7 Mio.).
Die Takko ModeMarkt GmbH konnte im Geschäftsjahr 2025/26 ein positives Jahresergebnis von EUR 7,26 Mio. (VJ EUR 7,2 Mio.) erwirtschaften. Der Steueraufwand ist dementsprechend im laufenden Geschäftsjahr EUR 2,1 Mio. (VJ EUR 2,1 Mio.).
Die Eigenmittelquote beträgt zum Bilanzstichtag 49,6 % (VJ 38,91 %). Das Working Capital beläuft sich auf EUR -13,0 Mio. (VJ EUR -12,6 Mio.).
Die Vermögenslage hat sich im Geschäftsjahr 2025/26 verändert. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 % reduziert. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Anpassung der bestehenden Darlehensvereinbarung. In diesem Zusammenhang kam es zu einer Reduzierung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen, einschließlich der bislang kapitalisierten Zinsen. Die Veränderung spiegelt somit primär strukturelle Anpassungen innerhalb der Konzernfinanzierung wider und ist nicht auf eine operative Verschlechterung der Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Im Gegenteil, aufgrund der Eröffnung neuer Filialen, wurden die Sachanlagen um 22,3 % erhöht.
Der Geldfluss stellt sich wie folgt dar (in TEUR):
| 2025/26 | 2024/25 | |
|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 2.920 | 3.408 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | 14.946 | -327 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -18.295 | -4.094 |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -429 | -1.013 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Periode | 3.646 | 4.659 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 3.217 | 3.646 |
Die Takko ModeMarkt GmbH betreibt keine Zweigniederlassungen.
Die Gesellschaft ist davon überzeugt, dass ökologisch verantwortungsvolles Handeln auch unternehmerisch erfolgreiches Handeln ist. Daher strebt sie einen möglichst schonenden Einsatz von Ressourcen an. Takko Fashion arbeiten laufend daran, Prozesse durch den gezielten Einsatz neuer Technologien zu optimieren, um die Belastung für die Umwelt zu verringern. Im Jahr 2019 stellte die Takko ModeMarkt GmbH den Einkauf von Plastiktragetaschen ein und bietet künftig ihren Kunden nur mehr Tragetaschen aus Papier oder Stoff an.
Die Takko ModeMarkt GmbH setzt sich für die nachhaltige Entwicklung ihrer Marktposition ein. Letztendlich sind es jedoch die Menschen hinter der Marke, die das Gesicht von Takko Fashion seit 25 Jahren in Österreich prägen und die weiter für eine erfolgreiche Zukunft der Gesellschaft sorgen. Seit 2017 gibt es einen Betriebsrat im Unternehmen. Die Gesellschaft gestaltet gemeinsam mit diesem die Zukunft der Takko ModeMarkt GmbH – im Sinne ihrer Mitarbeiter und des Erfolgs des Unternehmens.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
Der Start in das Jahr 2026 verlief positiv für die heimische Konjunktur. Bereits verfügbare Monatsdaten zeigen eine robuste Entwicklung im Jänner und Februar. Der am 28. Februar 2026 ausgebrochene Nahost-Krieg und die in Folge deutlich gestiegenen Energiepreise bringen jedoch erneut große Unsicherheit mit sich und trüben die weiteren wirtschaftlichen Aussichten. Die OeNB erwartet daher für 2026 ein Wirtschaftswachstum von nur 0,6 %, nach 1,0% im Jahr 2025. Auch die OECD rechnet für Österreich mit einem verhaltenen Wachstum von 0,7 % im Jahr 2026 und 1,1 % im Jahr 2027.7
Die Inflation steigt 2026 laut OeNB auf durchschnittlich 3,2%.8 Der Arbeitsmarkt bleibt 8 vergleichsweise stabil. Die Arbeitslosenquote laut AMS wird 2026 voraussichtlich bei 7,4 % liegen und ab 2027 leicht sinken. Das Lohnwachstum schwächt sich jedoch ab und liegt 2026 unter der Inflation, wodurch die reale Kaufkraft der Beschäftigten sinkt.
7 OECD, Economic Outlook 2026/1, Juni 2026.
8 OeNB, Gesamtwirtschaftliche Prognose für Österreich 2026 bis 2028, Juni 2026 8
Die öffentliche Finanzlage bleibt angespannt. Trotz Konsolidierungsmaßnahmen erwartet die OeNB für 2026 ein Budgetdefizit von 4,1 % des BIP. Die Staatsverschuldung soll von 81,5 % des BIP im Jahr 2025 auf rund 86 % bis 2028 steigen. Zusätzlicher fiskalischer Spielraum für breit angelegte Entlastungen ist damit begrenzt.
Für Handelsunternehmen erhöhen sich insbesondere Kosten für Logistik, Transporte, Filialenergie und Dienstleistungen. Mittelbar können auch Beschaffungskosten für Textilien, Verpackungen und andere Vorprodukte steigen. Die OeNB weist zudem auf Risiken bei rohölbasierten Produkten, längeren Lieferzeiten und höheren Importpreisen hin.
Für den österreichischen Textil- und Modehandel ist 2026 vor allem ein Jahr der Kostenkontrolle, preislichen Wettbewerbsfähigkeit und vorsichtigen Sortimentssteuerung. Eine spürbar günstigere Konsumentwicklung wird eher ab 2027 erwartet – vorausgesetzt, der Energiepreisschock klingt wie prognostiziert ab.
Wie bereits im Jahr 2025 werden Qualitäts-Discounter wie Takko von ihren niedrigen und somit attraktiven Preisen profitieren, selbst in einem schwierigen Umfeld. VerbraucherInnen werden weiterhin bewusster einkaufen und wechseln von höherpreisigen Einzelhandelsketten zu Textildiscountern, die Qualitätskleidung zu attraktiven Preisen anbieten. Der Markt bietet daher ein günstiges Umfeld für Discounter.
Dennoch steht die Branche auch vor Herausforderungen. Neben makroökonomischen Entwicklungen bereiten den Modeunternehmen die steigenden Arbeitskosten Sorgen.
Im Geschäftsjahr 2026/27 wird die Takko-Gruppe ihren strategischen Plan „Shine 2028“ weiter vorantreiben, um nachhaltiges Wachstum und operative Effizienz zu unterstützen. Die strategischen Initiativen konzentrieren sich auf das Wachstum in den Kernsegmenten und – märkten von Takko, die Stärkung der Kundenbeziehungen durch attraktive Treueprogramme sowie die weitere Optimierung der Betriebsausgaben. Die Gruppe wird weiterhin Produkttests intensivieren und Produkte in größerem Umfang in die Filialen bringen, die für Kunden besonders attraktiv sind.
Die Takko ModeMarkt GmbH plant weiterhin, das Filialportfolio struktur- und kostenoptimiert anzupassen. Das Unternehmen wird versuchen, die makroökonomische Situation zu nutzen und sieht daher die Wirtschaftsprognosen als Chance auf Verdrängung von Wettbewerbern, um sich am österreichischen Markt noch erfolgreicher zu positionieren. Durch die Positionierung als
preisgünstiger und qualitativer Discounter, die Optimierung der Marketingaktivitäten, einem APPbasierten Kundenbindungssystem, dem erhöhten Fokus in den Onlinehandel und Überarbeitungen im Warensortiment, bei gleichzeitig weiterhin attraktivem Preisniveau, kann im neuen Geschäftsjahr mit einer soliden Umsatzentwicklung gerechnet werden.
In den nächsten Jahren plant das Unternehmen, pro Jahr mindestens 10 neue Filialen in Österreich zu eröffnen, vor allem in Einkaufs- und Fachmarktzentren sowie in Innenstadtlagen. Dabei setzt man auf ein modernes Store-Design und eine verbesserte Kundenerfahrung. Auch die „Takko Friends“-App wird weiterentwickelt, um mit neuen Funktionen und personalisierten Angeboten die Kundenbindung weiter zu stärken.
Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Lage und der Intensivierung des Wettbewerbs durch den Markteintritt internationaler Anbieter sind die in der Unternehmensplanung enthaltenen Ziele zu Umsatz, Ergebnis und operativem Cash-Flow naturgemäß mit Risiken behaftet.
Aufgrund der Einbettung der Takko ModeMarkt GmbH in den Konzernverbund der Takko Fashion Gruppe wird die Warenbeschaffung über das zentrale Unternehmen der Takko Fashion Gruppe, die Takko Holding GmbH (Telgte, Deutschland) gesteuert. Die Takko Holding GmbH ist somit einziger Handelswarenlieferant der Takko ModeMarkt GmbH. Wir unterliegen dem Risiko, dass die Kosten für die Beschaffung unserer Waren aufgrund von Inflation oder sonstigen die Produktion beeinflussenden Faktoren (z. B. höhere Preise für Rohstoffe wie Baumwolle) steigen. Die Beschaffung unserer Waren könnte außerdem verzögert werden oder nicht möglich sein, da wir keine eigenen Produktionsstätten besitzen oder betreiben und aus diesem Grund bei der Herstellung unserer Produkte vollständig auf unabhängige Dritte angewiesen sind. Unterbrechungen in der Lieferkette ausgelöst durch die ausgebrochene Nahost-Krieg können diese Problematik weiterhin verschärfen. Mit der längeren Transitzeit kommt es zu einem Rückgang der Waren, was sich somit auf die Lagerbestände auswirkt. Des Weiteren besteht ein Risiko aufgrund der Turbulenzen auf den Finanzmärkten der Wechselkurs Euro zu US-Dollar. Der Wareneinkauf im Konzern wird auf Dollar-Basis abgewickelt. Zwecks Risikomanagement nutzt die Takko Fashion Gruppe Währungshedgings für die Dollarsicherung, sodass die kurzfristigen Risiken durch Dollarvolatilitäten deutlich reduziert sind.
Das operative Geschäft der Gesellschaft finanzierte sich wie bisher durch den selbst generierten Cash-Flow. Die Takko ModeMarkt GmbH stellt verbundenen Unternehmen finanzielle Mittel im Wege von Intercompany-Darlehen zur Verfügung. Darüber hinaus besteht ein Finanzierungsrisiko aufgrund der Tatsache, dass die Takko ModeMarkt GmbH in das
Gesamtfinanzierungskonzept der Takko Fashion-Gruppe eingebunden ist und ihre Vermögenswerte als Sicherheiten in Anspruch genommen werden können. Diese Inanspruchnahme setzt allerdings die Nichteinhaltung bestimmter vertraglich festgeschriebener Finanzrelationen im Konzern voraus. Das Monitoring dieser Financial Covenants obliegt der Konzerngeschäftsführung und ist vor allem durch die Erreichung bestimmter operativer Unternehmensziele definiert. Durch die im Konzern im November 2024 erfolgte Refinanzierung durch Ausgabe von Unternehmensanleihen und die Rückführung der Bankdarlehen hat sich das Haftungsrisiko deutlich verbessert. Im Geschäftsjahr 2025/26 setzte die Takko Gruppe die Optimierung ihrer Finanzstruktur fort.
Das Risiko betreffend das Guthaben bei Kreditinstituten ist als gering anzusehen. Bei den Forderungen ist das Ausfallrisiko durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die ausgewiesenen Beträge unterliegen einem geringen Ausfallrisiko.
Da alle Unternehmenstransaktionen der Takko ModeMarkt GmbH in Euro durchgeführt werden besteht kein Währungsrisiko.
Derivative Finanzinstrumente wurden im Geschäftsjahr weder eingesetzt noch bestanden zum Bilanzstichtag.
3. Bericht über Forschung und Entwicklung
Als reines Einzelhandelsunternehmen wird keinerlei F&E durchgeführt.
Wien, am 6. August 2026
Die Geschäftsführung der Takko ModeMarkt GmbH
Marc Andreas Carls Paul Thieme
na Hofstätter