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Lagebericht 2025

MAGNA Metalforming GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 10. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf

Der Umsatz im operativen Bereich betrifft hauptsächlich die Fertigung von Karosserieteilen für die Modelle Porsche Cayenne Basis/Coupé, VW California, Scania Truck, BMW 4er Serie Gran Turismo, BMW X1, BMW Z4, Toyota Supra, Mercedes Benz G-Klasse, sowie Rohbaufertigungen für Batteriewannen für die MEB-Plattform (Modularer E-Antriebs-Baukasten) für unterschiedliche Elektromodelle aus dem VW- Konzern. Die MAGNA Heavy Stamping erzielte weiterhin auch Werkzeugumsätze mit den Kunden BMW, Volkswagen, Porsche und Mercedes-Benz, sowie Erlöse aus der Verwertung von Rohmaterialschnittabfällen.

Bestehende und neue Serienproduktionen wurden durch permanente Optimierungsaktivitäten erfolgreich verbessert. Die Akquisition von Neu- und Nachfolgeprojekten bei bestehenden sowie neuen Kundengruppen wurde planmäßig vorangetrieben und die systematische Erschließung neuer Geschäftsbereiche konsequent fortgesetzt. Technologisch im Vordergrund stand die intensive Weiterentwicklung material- und prozessoptimierter Produkt- und Fertigungsmethoden für die Verarbeitung von Stahl, Aluminium, Edelstahl in den Bereichen der Umform- und Rohbaufertigungstechnologien.

Zur strategischen Erweiterung der Produktionskapazitäten und Wertschöpfungstiefe investierte die Magna Metalforming GmbH im Geschäftsjahr 2025 in die Errichtung eines Hallenzubaus sowie in eine neue Kathoden-Tauchlackieranlage (KTL). Mit dieser Investition wurde das technologische Leistungsportfolio um einen wesentlichen Fertigungsprozess ergänzt. Die Anlage entspricht dem aktuellen Stand der Technik und erfüllt hohe Anforderungen in den Bereichen Qualität, Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Die Werkzeugumsätze verbleiben auf einem durchschnittlichen Niveau, da die Bearbeitung der Neuprojekten wie beispielsweise die Türen vom BMW i3 (Limousine/Touring) sowie der NCAR-Plattform, noch nicht finalisiert wurde.

Das Ergebnis vor Steuern ergibt sich aus dem Betriebserfolg von EUR 25.096.692 und dem Finanzerfolg von EUR -33.097.821.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

a) Eigenkapital

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
202520242023
Eigenkapital (in TEUR)4.680.8784.096.6342.407.446
Gesamtkapital (in TEUR)6.050.0355.944.9354.099.743
Eigenkapitalquote (%)77,4%68,9%58,7%

b) Investitionsdeckung Sachanlagen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
202520242023
Sachanlagenzugang (in TEUR)11.55126.45724.472
Abschreibungen (in TEUR)12.81411.32110.893
Investitionsdeckung exkl. Finanzanlagen (%)90,1%233,7%224,7%

c) Rentabilitätskennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Eigenkapitalrentabilität vor Steuern202520242023
Ergebnis vor Steuern (in TEUR)-8.001-170.006-20.162
Eigenkapital zum 31.12. (in TEUR)4.680.8784.096.6342.407.446
Eigenkapitalrentabilität vor Steuern (%)-0,2%-4,1%-0,8%
Umsatzrentabilität202520242023
Betriebserfolg (in TEUR)25.09717.67613.163
Umsatz (in TEUR)351.842360.440392.982
Umsatzrentabilität (%)7,1%4,9%3,3%

d) Geldflussrechnung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Angaben in TEUR202520242023
Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit-13.771127.992163.318
Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit-39.453-628.151-1.286.200
Nettogeldfluss aus den Finanzierungsaktivitäten53.224500.1591.122.875
Veränderung der Liquidität00-7
Anfangsbestand der liquiden Mittel007
Veränderung der Liquidität00-7
Endbestand der liquiden Mittel *)000

*) Guthaben bei Kreditinstituten

3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

a) Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 712 (31.12.2024: 750) Mitarbeiter (inkl. Leiharbeiter) im Unternehmen beschäftigt.

Wie in den Vorjahren wurden auch im Geschäftsjahr 2025 gezielt die Mitarbeiter auf implementierten Technologien qualifiziert und die Aus- und Fortbildungen in spezifischen Programmen planmäßig durchgeführt. Zudem wurden werksübergreifende Maßnahmen und Schulungen zur Verbesserung der ergonomischen Arbeitsplatzbedingungen systematisch weiterentwickelt und umgesetzt.

Die Basisprogramme und Vorsorgemaßnahmen für präventive Unfallvermeidungsmaßnahmen wurden auf hohem Niveau fortgeführt.

b) Umwelt

Das bereits seit 2003 bestehende Umweltmanagementsystem ist fest im "Integrierten Managementsystem" der Gesellschaft verankert. Dies gewährleistet eine ganzheitliche Betrachtung und Umsetzung der Anforderungen der Norm ISO 14001 sowie der spezifischen Konzernanforderungen und Kundenvorgaben.

Die Geschäftsführung verpflichtet sich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Umweltressourcen. Die Aufrechterhaltung des Umweltmanagementsystems sowie die Implementierung nationaler und europäischer Rechtsvorschriften werden durch den Umweltmanagementbeauftragen lückenlos gewährleistet. Ergänzend dazu wird die operative Abfallwirtschaft durch einen offiziell gemeldeten Abfallbeauftragten geführt.

Basierend auf den wesentlichen Umweltaspekten definiert das Unternehmen klare Ziele zur kontinuierlichen Verbesserung seiner Umweltbilanz. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Eigenerzeugung von grünem Strom mittels Photovoltaikanlagen sowie auf der Maximierung der Kreislaufwirtschaft. Die Absicherung der abfallwirtschaftlichen Rechtskonformität erfolgt zentral über das Legal Compliance System des Umweltmanagements. Die vom Unternehmen durchgeführten Umweltaktivitäten werden im jährlich stattfindenden Management Review präsentiert. Die Umsetzung der Ziele für Umweltschutz und der Verbesserung der Energieeffizienz wird systematisch in werksübergreifenden Aktionsprogrammen abgewickelt und kontinuierlich weiterentwickelt.

4. Zweigniederlassungen

Die MAGNA Heavy Stamping, Albersdorf-Prebuch, ist eine protokollierte Zweigniederlassung der Gesellschaft.

5. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden wie in den Vorjahren systematisch vorangetrieben. Der Forschungsbereich der Gesellschaft war im Geschäftsjahr wesentlich auf die Entwicklung materialund prozessoptimierter Produktentwicklungs- und Fertigungsmethoden für Großserienproduktionen von Stahl-, Aluminium und Edelstahlteilen ausgerichtet. Der Fokus lag hierbei auf der Schaffung von Kompetenz bei der Produktentwicklung und bei Materialumformung für die Erhöhung des Nutzungsgrades. Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit lag in der Weiterentwicklung automatisierter Klebe- und Fügetechnologien für die Herstellung von komplexen Karosseriebaumodulen in Großserie. Darüber hinaus wurde an der Reduzierung von prozessbedingtem Stahl, Edelstahl – und Aluminiumabfalles gearbeitet, was durch die Implementierung einer automatisierten Erkennung des Produktionsausschusses ermöglicht wird.

Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Albersdorf-Prebuch nachhaltig zu sichern, wurden 2025 gezielte Erweiterungs- und Ausstattungsinvestitionen getätigt.

Die enge Partnerschaft und technische Kooperation mit Universitäten, Fachhochschulen und Technische Lehranstalten sichern Magna Heavy Stamping den direkten Zugang zu neuesten Forschungserkenntnissen als auch den frühzeitigen Kontakt zu qualifizierten Absolventen für anspruchsvolle Projekte und Technologien.

6. Angaben zu Finanzinstrumenten und diesbezüglichen Risiken

Verträge mit Kunden werden nur in der Hauswährung EUR abgeschlossen, das Währungsrisiko auf Lieferantenseite wird über entsprechende Klauseln im Vertrag zum größten Teil an den Kunden weitergegeben. Das verbleibende Währungsrisiko ist als gering einzustufen.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht angewendet

Der Marktwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert. Für derartige Finanzinstrumente werden aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeiten keine Sicherungsgeschäfte gegen das Preisänderungsrisiko abgeschlossen.

Dem Preisänderungsrisiko aus der Beteiligungsbewertung wird mit aktivem Beteiligungscontrolling begegnet. Dem Cashflow Risiko aus der Volatilität der Beteiligungserträge wird durch die Einbindung der Gesellschaft in das Magna-Cashpooling entgegengetreten.

Bei den auf der Aktivseite erfassten Finanzinstrumenten stellen die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar. Das Risiko betreffend Guthaben bei Kreditinstituten ist als gering anzusehen. Bei den Forderungen findet das Ausfallrisiko durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen Berücksichtigung.

Die Risikokonzentration ist in Bezug auf Magna Steyr GmbH & Co KG, Veoneer Foreign HoldCo AB und in Bezug auf MAGNA Automotive Germany GmbH, die die Gesellschaft als Alleingesellschafter im Berichtsjahr übernommen hat, beträchtlich. Auf Basis der Beteiligungen dieser Zwischenholdinggesellschaften wird das Ausfallsrisiko als vernachlässigbar betrachtet.

Für das zinsbedingte Cashflow-Risiko, das als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen definiert ist, werden keine derivativen Finanzinstrumente abgeschlossen. Das Risiko wird jedoch als gering eingestuft, da die Darlehen im Wesentlichen fix verzinst und die Ertragszinsen vernachlässigbar sind. Folglich wird auch das Liquiditätsrisiko als gering angesehen und daher nicht gesondert abgesichert.

7. Ausblick

Das Ziel der Gesellschaft besteht darin, die Ertragslage der laufenden und neu angelaufenen Produktionen im operativen Bereich trotz intensiven Wettbewerbsdrucks planmäßig zu realisieren und sukzessive zu steigern. Gleichzeitig gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit zur Gewinnung neuer Aufträge bei bestehenden und neuen Kunden kontinuierlich zu verbessern. Hierzu wurden ergänzend zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auch die Akquisitions- und Produkt- bzw. Projektplanungskapazitäten gezielt ausgebaucht. Für die kontinuierliche Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Produktionsprozesse und - technologien wurden spezifische Programme systematisch vorangetrieben. Eine zentrale Herausforderung bleibt es, gestiegene Kosten, insbesondere Personalkosten, über zusätzliche Einsparungsprojekte teilweise zu kompensieren und die zusätzlich erforderlichen Kompensationen bei den Kunden zu platzieren.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde die Akquisition von Nachfolge- und Neuaufträgen bei bestehenden sowie potenziellen Neukunden planmäßig fortgeführt. Die Akquisitionsaktivitäten orientieren sich an die Entwicklung und Fertigung von Werkzeugen sowie die Serienfertigung für Großblechpressteile und Rohbauumfängen. Sie erfolgen auch im Berichtsjahr im Einklang mit den Auftragsvergabeplänen der Kunden.

Angesichts des verschärften Wettbewerbsumfelds gilt es bei neuen Projekten, wirtschaftlich optimierte Lösungen zu realisieren, welche den steigenden Ansprüchen an Qualität und Fertigungsproduktivität vollumfänglich gerecht werden.

Neben ihrer operativen Tätigkeit wird die MAGNA Metalforming GmbH auch weiterhin als Holdinggesellschaft für die MAGNA STEYR Gruppe fungieren.

Graz, am 17.07.2026

Geschäftsführer

d

Kurt Bachmaier

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