Inhaltsverzeichnis
L A G E B E R I C H T Linde Electronics GmbH, Stadl-Paura 31.12.2025
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1. Konzernstruktur
Linde plc, als börsennotierte Gruppe, ist ein weltweit führendes Industriegase- und Engineering-Unternehmen mit einem Umsatz von 33 Mrd. US-Dollar im
Jahr 2024. 65.289 gemeinsame Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern stehen geschlossen hinter der Mission „Making our world more productive“.
Die höchste Priorität ist und bleibt dabei, unseren Kunden einen kontinuierlichen, zuverlässigen Service zu bieten und hochwertige Lösungen, Technologien und Dienstleistungen bereitzustellen.
Linde verfolgt eine zentrale Vision: das leistungsstärkste globale Industriegase- und Engineering-Unternehmen zu sein, innovative und nachhaltigen Lösungen für unsere Kunden zu liefern und Mehrwert für alle unsere Stakeholder zu schaffen.
Unsere Vision: Wir wollen das weltweit leistungsstärkste Unternehmen für Industriegase und Anlagenbau sein, mit Mitarbeitern, die innovative und nachhaltige Lösungen für unsere Kunden in einer vernetzten Welt liefern.
Unsere Mission: Making our world more productive.
Mit unseren hochwertigen Lösungen, Technologien und Dienstleistungen machen wir unsere Kunden erfolgreicher und helfen, unsere Umwelt zu erhalten und zu schützen.
Unsere Werte:
Sicherheit – Sicherheit steht für uns an erster Stelle. Wir glauben, dass alle Vorfälle vermeidbar sind, und unser Ziel ist es, Menschen, Gemeinschaften oder der Umwelt keinen Schaden zuzufügen. Linde arbeitet kontinuierlich daran, die Sicherheitskultur und -leistung weltweit zu verbessern.
Integrität – Wir sind stets bestrebt, unsere Ziele ethisch und mit höchster Integrität zu erreichen. Wir erwarten einen transparenten und respektvollen Umgang zwischen
Management, Mitarbeitern und unseren Geschäftspartnern im Einklang mit unserem
Code of Business Integrity.
Gemeinschaft – Wir setzen uns dafür ein, die Gemeinschaft, in der wir leben und arbeiten, zu verbessern. Unsere gemeinnützigen Beiträge unterstützen zusammen mit der Freiwilligenarbeit unserer Mitarbeiter Initiativen, die wichtige und nachhaltige Beiträge für unsere Welt leisten.
Inklusivität – Wir begrüßen Vielfalt und Inklusion, um die besten Talente zu gewinnen, zu entwickeln und zu halten und leistungsstarke Teams aufzubauen. Indem wir alle Stimmen hören und von unterschiedlichen Meinungen, Gedanken und Perspektiven profitieren, erreichen wir unser volles Versprechen und Potenzial.
Verantwortung – Wir sind für unsere Leistung verantwortlich, individuell und kollektiv. Wir konzentrieren uns sowohl auf das, was wir erreichen, als auch darauf, wie wir es erreichen,
und wir verpflichten uns, individuelle und Unternehmensziele zu erreichen.
Das Unternehmen ist in zwei Divisionen aufgeteilt: Industriegase und Engineering. Die größere Division gliedert sich innerhalb der drei operativen Segmente (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), Asien/Pazifik sowie Amerika in neun Regional Business Units (RBUs).
Die Linde Electronics GmbH ist der „Gases Division“ zugeordnet und war im Berichtszeitraum in den Geschäftsbereichen Elektronikgase und Spezialgase tätig.
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Konstruktion, Herstellung und Vertrieb von Elektronikgasen einschließlich Spezialgasen, Gasen hoher Reinheit und Gasgemischen, elektronikgasspezifischer Hardware und Ausrüstungsgegenständen für die Halbleiterindustrie sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit den soeben erwähnten Tätigkeiten.
1.2. Entwicklung der österreichischen Wirtschaft
Die österreichische Wirtschaft versucht sich aus der Rezession der letzten Jahre zu befreien. Nach -0,7 % im Vorjahr wird das reale BIP 2025 um 0,5 % wachsen. Damit hielt die seit Mitte 2022 beobachtete Konjunkturschwäche auch 2025 weiter an. Ähnlich wie Deutschland leidet auch Österreich unter der Investitionsflaute und der schwächelnden Nachfrage nach Investitionsgütern und Maschinen. Die Warenexporte gingen auch im laufenden Jahr deutlich zurück. Die Industrieproduktion stieg zwar seit Jahresbeginn wieder spürbar an, bleibt jedoch weiterhin unter den Werten aus 2023. Die internationale Nachfrage nach Industriegütern ist nach wie vor gebremst, worunter insbesondere darauf spezialisierte Länder wie Österreich oder Deutschland leiden.
Die Inflation hat nochmals deutlich angezogen und betrug im Dezember laut
Schnellschätzung von Statistik Austria 3,8%, womit der Inflationsabstand zum Euro- Raum gravierend angestiegen ist. Solange die Inflation in Österreich nicht unter den Durchschnitt des Euro-Raumes sinkt, werden die Preisunterschiede, die aus der Überinflation der letzten Monate resultieren, jedoch nicht wettgemacht. Dies belastet die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie; was sich auch in der Verfügbarkeit von Produkten auswirkt und die Lieferketten in ganz Europa strapaziert. Aber auch die Ertragslage der Unternehmen hat sich verschlechtert.
Die hohen Lohnabschlüsse für das Jahr 2025 belasteten nicht nur die heimischen
Unternehmen, sondern hatten bisher auch noch keinen nennenswerten Anstieg der Konsumausgaben zur Folge. Dafür dürften Faktoren verantwortlich sein, die in der letzten Prognose unterschätzt wurden: Erstens nimmt das Vorsichtssparen mit steigender Arbeitslosigkeit zu, zum anderen begünstigt das höhere Zinsniveau die Ersparnisbildung.
Nach 2024 zeichnet sich auch für 2025 ein weiterer Rückgang der Bauinvestitionen ab.
Epizentrum der Krise bleibt der Wohnbau, während der Rückgang im Nichtwohnbau deutlich geringer ausfällt. Zudem greift der Abschwung zunehmend auf das beschäftigungsintensive Baunebengewerbe über und die Stimmung in der Branche bleibt pessimistisch.
| UniCredit | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bank Austria | Auftrags- | Produktion | Be | Liefer- | Vormaterial- Produktions- | ||
| EMI | eingang | schäftigung | zeiten | lager | erwartung - | ||
| Jän.26 | 47,2 | 45.6 | 47,1 | 45,1 | 46,6 | 47,1 | 58,9 |
| Im Vergleich zum | |||||||
| Vormonat | • | 6) | |||||
| Durchschnitt ab 2000 | () | • | • | • | • | • | |
* nicht im Gesamtindex / Aussichten in 12 Monaten
Quelle: S&P Global, UniCredit
Die jüngsten Ergebnisse des WIFO-Konjunkturtests zeigen die gedrückte Stimmung in der heimischen Industrie. Der ausgeprägte Pessimismus hält nun schon seit gut drei Jahren an und ist damit einmalig seit Erhebungsbeginn im Jahr 1996. Auch die Produktionserwartungen sind sehr trüb. Die Auftragsbestände sind nach wie vor gering, zumal die Nachfrage aus dem In- und Ausland schwächelt. Investitionsgüterproduzenten leiden besonders unter der schwachen internationalen Konjunktur. In diesem Teilbereich der Sachgütererzeugung haben sich die Einschätzungen in den letzten zwei Jahren deutlich verschlechtert. Die Erwartungen zur künftigen Geschäftslage scheinen sich zumindest nicht weiter einzutrüben. Auch Produzenten von Vorleistungsgütern sind überdurchschnittlich pessimistisch gestimmt. Etwas optimistischer ist die Konsumgüterindustrie, aber auch hier liegen die Einschätzungen mehrheitlich im negativen Bereich. Auf Basis der trüben Indikatorenlage ist mit einem Anhalten der Industrierezession zu rechnen.
Die Verbraucherpreisinflation ist nach den horrenden Steigerungen im Jahr 2022 & 2023 nach wie vor auf einem hohen Niveau geblieben. Im Jahresdurchschnitt wird sie 3,6% betragen. Zur Verlangsamung des Preisauftriebs im Jahr 2026 tragen sämtliche Teilbereiche des VPI bei, vor allem die gesetzten Maßnahmen der Bundesregierung im Bereich der Energie und Lebensmittel. Dabei ist noch fraglich, ob die umgesetzte Energieabgabensenkung für Strom auslaufen werden. Zudem wird mit einem weiter ansteigenden CO2-Preis gerechnet.
Neben der unselbständigen Beschäftigung wird 2026 auch die Arbeitslosigkeit steigen. Die ist zwar einerseits eine direkte Folge der Rezession und der damit einhergehenden schwachen Arbeitsnachfrage. Der gleichzeitige Anstieg von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit deutet aber auch auf Angebotseffekte hin. Diese resultieren insbesondere aus der Integration von Kriegsflüchtlingen in den Arbeitsmarkt sowie aus der schrittweisen Anhebung des Frauenpensionsalters seit Jahresbeginn 2024. Die Arbeitslosenquote steigt auf voraussichtlich 7,3%.
1.3. Umsatz und ordentliches Geschäftsergebnis der Linde Electronics GmbH
Das Marktumfeld hat sich 2025 zunehmend eingetrübt, dennoch konnten wir uns aufgrund von guten Kundenbeziehung gut behaupten. Der Hauptgrund dafür liegt im Tätigkeitsbereich des Unternehmens. Das Unternehmen ist im Bereich der Elektronikgase und Spezialgase innerhalb der Halbleiterbranche tätig.
Umsatzerlöse It. UGB in €
| 21.397.352 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 19.999.556 | 19.807.722 | ||||
| 15.950.819 | |||||
| 11.075.946 | 11.239.014 | ||||
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
Die Umsätze sind zu 100% der Halbleiterindustrie zuzuschreiben. Das Unternehmen ist in keinem anderen Bereich und auch nicht grenzübergreifend tätig. Die Umsätze der Linde Electronics GmbH werden nur im Inland erzielt. Das ordentliche Betriebsergebnis beträgt EUR 6.434 TEUR (VJ 6.753 TEUR).
1.4. Berichte über die Zweigniederlassungen
Die Linde Electronics GmbH verfügt über keine Zweigniederlassungen in Osterreich.
2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeiter
Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Faktor für unseren Unternehmenserfolg. Hervorragende Mitarbeiter zu gewinnen und zu fördern sowie attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen, stehen deshalb im Mittelpunkt unserer Personalstrategie. Im Jahr 2025 beschäftigen wir im Durchschnitt 8 Mitarbeiter (Vorjahr: 8).
Für unsere Personalarbeit
haben wir drei strategische Schwerpunkte identifiziert: Personalentwicklung, Leistungsorientierung und Unternehmenskultur. Linde bietet eine Vielzahl von Initiativen, um Mitarbeiter kontinuierlich weiterzuentwickeln und sie bei Lern- und Veränderungsprozessen zu unterstützen. Die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter steuern wir unter anderem durch regelmäßige Mitarbeitergespräche.
2.1. Lehrlingsausbildung
Linde Electronics GmbH hat im Berichtszeitraum keine Lehrlinge ausgebildet.
2.2. Investitionen
Im Geschäftsjahr 2025 wurden 723 TEUR (VJ: 663 TEUR) investiert.
2.3. Eigenmittelquote
Die Eigenmittelquote beträgt zum 31.12.2025 86,59 % (VJ: 89,38 %)
2.4. Cash-flow-Kennzahlen
| Werte in TEUR | 31.12.2025 |
|---|---|
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 540 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -556 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 18 |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 2 |
| wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen des Finanzmittelbestandes | 0 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 0 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 2 |
2.5. SHEQ (Safety, Health, Environment, Quality)
Sicherheit für Mensch und Umwelt hat höchste Priorität bei Linde – in unseren eigenen Geschäftsprozessen und bei der Anwendung unserer Produkte. Linde hat weltweit geltende Standards für Sicherheit und Umweltschutz festgelegt. Über unsere internen Managementsysteme setzen wir diese Vorgaben um. Dabei konzentrieren wir uns darauf, Sicherheitsrisiken und Umweltauswirkungen zu minimieren, sowie auf den effizienten Einsatz von Energie, Ressourcen und Materialien. Die Managementsysteme decken alle Linde- Standorte ab. Kontraktoren und weitere Geschäftspartner beziehen wir in unsere Maßnahmen mit ein. Auf diesem Weg setzen wir unsere Verpflichtung um, die wir in unserer Konzernrichtlinie für Sicherheit, Gesundheit, Umwelt und Qualität – der SHEQ-Policy — festgelegt haben. Der Bereich SHEQ koordiniert die weltweite Umsetzung unserer Anforderung an Sicherheit und Umweltschutz.
Um uns weiter zu verbessern, analysieren wir kontinuierlich mögliche Schwachstellen in Bezug auf Sicherheit und Umweltschutz in unseren Geschäftsprozessen. Dafür hat Linde einen globalen Prozess implementiert, um Ereignisse wie Unfälle und Produktaustritte, aber auch Beinahe-Ereignisse weltweit zu erfassen und auszuwerten. So werden nicht nur unsere Standorte, sondern auch der Transport unserer Produkte und ihre Anwendung bei Kunden betrachtet. Erkenntnisse aus dieser Ereignisberichterstattung werden intern kommuniziert, um daraus zu lernen.
Making our world more productive
Im Bereich Sicherheit und Umweltschutz arbeitet Linde weltweit auch mit Kommunen vor Ort zusammen. Zu unseren Initiativen gehören unter anderem:
- gemeinsame Notfallübungen mit den lokalen Feuerwehren und Zivilschutzorganisationen - Unterstützung bei Transportunfällen - Bergen und Entsorgen von Gaszylindern - Informationsveranstaltungen zum Thema Sicherheit - Trainings zum Umgang mit gefährlichen und leicht entzündlichen Gasen - Kampagnen zu höherer Sicherheit im Straßenverkehr - Teilnahme an Aktivitäten zur Reinigung von Meeresküsten oder Flüssen
Die Meldung, Erfassung und Auswertung von Ereignissen aller Art hat oberste Priorität in der Sicherheitsarbeit. Die Sicherheitsleistung einer Organisation wird neben anderen Kennzahlen auch mit Ereigniskennzahlen gemessen. Damit lässt sich eine Entwicklung abzeichnen bzw. Vergleiche mit anderen Organisationen anstellen.
Die Ereigniseinstufung im Uberblick:
Lost Workday Case (LWC): Arbeitsunfall welcher einen Ausfall am Folgetag zur Folge hatte;
Leiharbeiter zählt wie Mitarbeiter; früher als LTI bezeichnet
Medical Treatment Case (MTC): Arbeitsunfall mit Verletzung, welche einer ärztlichen Behandlung bedarf (d.h. über Erste Hilfe hinausgehend); ein Arztbesuch alleine ist kein MTC. Es hängt davon ab, ob eine ärztliche Behandlung erfolgte.
First Aid Case (FAC): Erste Hilfe Fall, auch beim Arzt; vorsorgliche Untersuchungen, auch im Krankenhaus; Verband, Pflaster, Wundreinigung, usw.
Fatality (FAT): tödlicher Arbeitsunfall
Near Miss (NM): Beinaheunfall; Schadensfall
Total Recordable Rate (TRC): Lost Workday Case und Medical Treatment Case
2.6. Zertifizierungen
Die Linde Electronics GmbH ist nach EN ISO 9001:2015 und EN ISO 14001:2015 zertifiziert. In Osterreich betreut die Linde Electronics GmbH zwei Standorte: Infineon Technologies Austria in Villach und die AMS OSRAM AG in Premstätten. Zu erwähnen ist, dass die Zertifizierungen nur für den Standort Villach gelten.
Entsprechend dieser Zertifizierungen Umweltschutzziele erstellt und umgesetzt. werden jährlich Qualitäts-, Sicherheits- und
2.7. Betriebliche Weiterbildung
Die Mitarbeiter investierten im Berichtszeitraum für die Aus- und Weiterbildung insgesamt 15 Tage (VJ: 10,5 Tage).
2.8. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Es gibt keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag.
3. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens 3.1. Voraussichtliche Entwicklung der österreichischen Wirtschaft und des Unternehmens Konjunkturell trat Österreich 2025 lange Zeit auf der Stelle, das Bruttoinlandsprodukt war im 1. Halbjahr weitgehend unverändert. Dazu kam die Konjunktur 2025 lange Zeit nicht in Schwung, das BIP war im 1. Halbjahr weitgehend unverändert. Für das III. Quartal wies Statistik Austria zwar einen deutlichen Zuwachs aus, dieser war aber vor allem einem Lageraufbau zuzuschreiben. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte entfalteten neuerlich keine Aufwärtsdynamik und die Bruttoanlageinvestitionen stagnierten. Die Exporte gingen laut Schätzung von Statistik Austria im III. Quartal wieder zurück, nachdem sie im 1. Halbjahr gestiegen waren. Dieses Muster dürfte auf Vorzieheffekte im weltweiten Warenhandel infolge der US-Zollpolitik zurückzuführen sein, die in weiterer Folge wegfielen und so den Konjunkturverlauf verformten. Darauf deutet auch hin, dass die Wertschöpfung in Bereich Herstellung von Waren (ONACE 2008, Abschnitt C) zu Jahresbeginn 2025 gestiegen war. In der Bauwirtschaft war hingegen, zumindest gemessen an der Wertschöpfung, bis zum Herbst ein Abwärtstrend zu beobachten. Spiegelbildlich zum privaten Konsum schrumpfte die Wertschöpfung im Bereich Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie (ONACE 2008, Abschnitte G bis I) auch noch im III. Quartal. Alles in allem war die österreichische Wirtschaftsleistung im Durchschnitt der ersten drei Quartale des Jahres 2025 aber um etwa ½ Prozent höher als im Vorjahr.
Zu Jahresbeginn 2026 entfällt der Basiseffekt des Energiepreisanstiegs vom Jänner 2025, was für sich genommen den Preisauftrieb um bis zu 1 Prozentpunkt reduzieren wird. Die insgesamt höhere Preisdynamik in der zweiten Jahreshälfte 2025 wird sich aber auch ins Folgejahr fortsetzen, sodass die Inflation nur langsam abklingen und im Jahresdurchschnitt 2026 bei 2,6% liegen dürfte. 2027 sinkt sie weiter bis auf 2,4%.
Vor diesem Hintergrund wird die heimische Wirtschaft in den Jahren 2026 und 2027 um jeweils über 1% wachsen. Die Beschäftigung wird ab 2026 wieder etwas stärker steigen und die Arbeitslosigkeit – unterstützt durch die demografische Entwicklung – sinken. Laut der aktuellen Prognose von Statistik Austria schrumpft die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ab dem Jahr 2025 stetig. Dies wird allerdings durch die weiter steigende Erwerbsbeteiligung kompensiert, insbesondere wegen der schrittweisen Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters von Frauen.
n te
Wirtschaftswachstum
Öster
Quelle: Wifo Wirtschaftswachstum Prognose f. 2025 - 2027
Konjunkturprognose Dezember 2025
Internationale Konjunktur
| Prognose | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewicht 2024 in %1) | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | 2027 | |||
| Waren- | |||||||||
| exporte | Welt-BIP | BIP real, Veränderung gegen das Vorjahr in % | |||||||
| EU 27 | 67,0 | (14,2) | +3,5 | +0.4 | +1.1 | +1.6 | +1.3 | +1.6 | |
| Euro-Raum | 51,0 | (9.9) | + 3.6 | + 0.4 | + 0.9 | + 1.4 | + 1.0 | + 1.4 | |
| Deutschland | 29.7 | (3,0) | + 1.8 | - 0.9 | - 0.5 | + 0,1 | + 0.8 | + 1.1 | |
| Italen | 6.1 | (1.8) | + 4,8 | + 1.0 | + 0,7 | + 0.6 | + 0,7 | + 0,9 | |
| Frankreich | 3.6 | (2,2) | + 2.7 | + 1.4 | + 1.2 | + 0,9 | + 0.6 | + 1,2 | |
| Spanien | 1.7 | (1,4) | + 6.4 | + 2,5 | + 3,5 | + 2,9 | + 2,3 | + 1.8 | |
| MOEL 5) | 15,1 | (2.1) | + 4.1 | + 0,3 | + 2,2 | + 2,5 | + 2,9 | + 2.8 | |
| Polen | 3,9 | (1.0) | + 5,3 | + 0,2 | + 3,0 | + 3,4 | + 3,5 | + 2,9 | |
| Ungam | 3.6 | (0.2) | + 4,2 | - 0.8 | + 0.6 | + 0.3 | + 2,0 | + 2.8 | |
| Tschechien | 3.5 | (0,3) | + 2,8 | + 0,0 | + 1.2 | + 2,5 | + 2,0 | + 2.6 | |
| USA | 8.5 | (14,8) | + 2,5 | + 2,9 | + 2,8 | + 2,0 | + 2,2 | + 2.4 | |
| Schwez | 5.1 | (0.4) | + 3,5 | + 0.8 | + 1.4 | + 1.1 | + 0.6 | + 1.6 | |
| Vereinigtes Königreich | 2.6 | (2.2) | + 5,1 | + 0,3 | +1.1 | + 1.4 | + 0.9 | + 1.3 | |
| China | 2.8 | [19,3) | + 30 | + 5,2 | + 5.0 | + 4,8 | + 4,5 | + 4.4 | |
| Insgesamt | |||||||||
| Kaufkraftgewichtet3) | (51) | + 3.1 | + 3,0 | + 3.1 | + 2,9 | + 2.7 | + 2,9 | ||
| Exportgewichtet*) | 86 | + 2,5 | + 0.6 | +1.0 | +1.0 | +1.2 | +1.5 | ||
| Marktwachstum Österreich*) | + 5.7 | - 3,2 | +0,5 | +3.0 | +1.0 | +20 | |||
| Annahmen zur Prognose | |||||||||
| Rohölpreis | |||||||||
| Brent, $ je Barrel | 98.9 | 82,2 | 79.8 | 69 | 62 | 63 | |||
| Erdgaspreis | |||||||||
| Dutch TTF, € je MWh | 121,5 | 40.6 | 34,3 | 37 | 29 | 27 | |||
| Strompreis Östereich | |||||||||
| Base, €je MWh | 261,6 | 102,2 | 82,1 | 100 | 94 | 90 | |||
| Peak, € je MWh | 275,5 | 103,9 | 81.4 | 94 | 98 | 96 | |||
| Wechselkurs | |||||||||
| Dollar je Euro | 1,054 | 1,082 | 1,082 | 1.13 | 1.14 | 1.14 | |||
| Internafionale Zinssätze | |||||||||
| EZB-Hauptrefinanzierungssatza), in % | 0.6 | 3.8 - | 4.1 | 2,4 | 2.2 | 2.3 | |||
| Sekundärmarktrendite Deutschland, in % | 1.1 | 24 | - 2.3 | 2.6 | 2.6 | 2.5 | |||
Q: WIFO, BEA, EEX, Eurostat, EZB, HWWI, IWF, OECD, OeNB, Statistik Austria. – 1) Antell an den österreichischen Warenexporten. In Klammern jeweils der kaufkraftgewichtete Antell am globalen BIP. – 2) Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungam. - 2) EU 27, Vereinigtes Königreich, USA, Schweiz, China; gewichtet mit dem BIP zu Kaufkraftparitäten 2024. – “) EU-Länder, Vereinigtes Königreich, USA, Schweiz, China; gewichtet mit den österreichischen Warenexportanteilen 2024. – 3) Veränderungsrate real der Warenimporte der Partnerländer, gewichtet mit den österreichischen Warenexportanteilen. - *) Fizinssatz.
3.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Die Risiken und Ungewissheiten werden, getrennt nach verschiedenen Risikokategorien, im konzernweiten Risikomanagementsystem ermittelt, dokumentiert und einer Lösung zugeführt oder im Detail durch geeignete Maßnahmen beobachtet (siehe dazu Punkt 4. im Detail).
4. Berichterstattung über die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des
Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
4.1. Chancen- und Risikomanagement allgemein
Linde ist als global agierendes Technologieunternehmen im Rahmen seines weltweiten Geschäfts einer Vielzahl unterschiedlichster Risiken ausgesetzt. Erst die Bereitschaft, unternehmerische Wagnisse einzugehen, ermöglicht es, sich bietende Chancen zu nutzen. Linde nimmt daher angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf und trägt diese, wenn damit gleichzeitig entsprechende Möglichkeiten verbunden sind, die eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts erwarten lassen.
Das Risikomanagement hat in diesem Zusammenhang die Aufgabe, die Sicherheit, mit der Strategie-, Wachstums- und Ertragsziele erreicht werden sollen, zu erhöhen. Linde wendet ein ERM-System (Enterprise Risk Management) an, dessen Grundsätze in konzernweit gültigen Richtlinien festgeschrieben sind und dessen Wirksamkeit und Effizienz in- und extern regelmäßig überprüft werden.
Das Risikomanagementsystem legt den Fokus auf die Identifizierung und Handhabung von Risiken. Es zielt dabei nicht nur auf die bestandsgefährdenden Risiken, wie es das KonTraG fordert, sondern auf sämtliche wesentliche Risiken für das Unternehmen. Der intemationale Standard ISO 31000/2009, der Best Practice-Leitlinien für das Risikomanagement bereitstellt, bildet das Rahmenkonzept für das Risikomanagementsystem von Linde.
Zielsetzung des internen Kontrollsystems ist es, durch geeignete Kontrollen in den Abläufen Risiken zu vermeiden, insbesondere in den Bereichen der Rechtskonformität, der Strategieverfolgung, der Bilanzqualität, der Prozessqualität sowie des Schutzes von Vermögenswerten. Dabei beschränkt sich Linde nicht nur auf Risiken, die eine direkte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens haben, sondern bezieht auch solche Risiken ein, die eine indirekte Auswirkung auf finanzielle Kennzahlen entfalten, wie beispielsweise Reputationsrisiken. Das interne Kontrollsystem umfasst sämtliche Kontrollen, die in die Geschäftsabläufe eingebettet sind. Der Aufbau des internen Kontrollsystems ist angelehnt an das vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) 2013 veröffentlichte und weltweit anerkannte Rahmenkonzept „Interne Kontrolle – Übergreifendes Rahmenwerk“.
Linde unterscheidet zwischen Risiken, die den gesamten Konzern betreffen (sogenannten Group Risks und Corporate Risks), und Risiken, die aus den Aktivitäten der operativen Geschäftseinheiten resultieren und deren Auswirkung und Risikobehandlung sich auf bestimmte operative Einheiten begrenzt (sogenannten Business Risks). Group und Corporate
Risks werden von den Vorstandsmitgliedern bzw. Leitern der Corporate & Support Functions sowie vom Centre of Excellence identifiziert und durch Risikoverantwortliche gesteuert.
Der Risikomanagementprozess bildet den operativen Kern des Risikomanagements. Es handelt sich um einen zyklisch zu durchlaufenden Prozess, der die Schritte Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung sowie Risikobehandlung umfasst.
Risikoworkshops mit den Führungsteams der operativen Einheiten sind für Linde ein wesentliches Instrument zur Identifikation und Bewertung von Risiken sowie zur Festlegung von Maßnahmen zur Risikobehandlung. Die Führungskräfte kategorisieren jedes der von ihnen erkannte Risiko und bewerten dessen Bedeutung nach zentral vorgegebenen Bewertungskriterien. Hierzu werden die möglichen Auswirkungen und die geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit betrachtet. Zu jedem Risiko planen die Führungskräfte im nächsten Schritt Maßnahmen zur Risikobehandlung, um das Risiko auf ein akzeptables Niveau zu reduzieren.
4.2. Risikofelder
4.2.1. Wirtschaftsrisiken
Unter Wirtschaftsrisiken fasst Linde Risiken zusammen, die sich aus den Unsicherheiten der Konjunktur ableiten, sowie Kunden- und Absatzrisiken, die sich auf spezifische Kunden- oder Produktsegmente bzw. auf Absatzmärkte beziehen. Relevant für Linde sind hier Wettbewerbsrisiken, Risiken bei der Preisfestlegung sowie Kommerzialisierungsrisiken von neuen oder bestehenden Kundenprojekten.
4.2.2. Leistungserbringungsrisiken
Unter Leistungserbringungsrisiken fasst Linde Risiken zusammen, deren Ursachen bei den Prozessen der Standorte liegen – einschließlich der Distribution und Logistik der Produkte zu den Kunden. Hierzu zählen Sicherheitsrisiken bei der Produktion, Produktionsrisiken, wie zum Beispiel Maschinendefekte, Anlagenausfälle oder Kapazitätsengpässe, Projektrisiken im Anlagenbau sowie Produkt- und Dienstleistungsrisiken.
4.2.3. Finanzmarktrisiken
Im Rahmen der Konzern-Treasury werden sämtliche Finanzierungen und Ausleihungen über eine Linde Cash-Pooling Gesellschaft abgewickelt, wodurch das Zinsrisiko minimiert wird. Weiters werden Investitionen aus dem Cash Flow finanziert. Die Linde Gas Electronics GmbH finanziert sich ausschließlich mit originären Finanzinstrumenten.
Im Fall von Osterreich wird in 98% der Geschäftsfälle als Transaktionswährung EURO verwendet. Bei größeren Fremdwährungsgeschäften ist eine Kursabsicherung durch das Konzern-Treasury durch den Abschluss von Devisentermingeschäften vorgesehen. Hier besteht ein immanentes Risiko in der Veränderung der aktuellen Kurswerte zum Kurswert zum Abschlusszeitpunkt des Devisentermingeschäfts.
4.2.4. Strategische Risiken
Dieses Risikoregister ist vor allem für die Linde Group relevant und wird nicht auf die Ebene der operativen Einheiten herunter gebrochen.
4.2.5. Regulatorische und rechtliche Risiken
Linde begegnet diesen Risiken durch eine kontinuierliche und vorausschauende Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Geschäftsbereichen sowie einen Ausbau der notwendigen Systeme. Des Weiteren tragen die unter Wettbewerbsrisiken beschriebenen Maßnahmen zur Sicherstellung eines stetigen Kundenkontaktes und zur Entwicklung von innovativen Produkten und Dienstleistungen zur Minderung der eventuell negativen Auswirkungen von Anderungen des regulatorischen Umfeldes bei.
4.2.6. Beschaffungs- und Zulieferkettenrisiken
Die zuverlässige Verfügbarkeit der von Linde beschafften Produkte und Dienstleistungen in geeigneter Qualität, Menge und zu marktgerechten Preisen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Dies gilt neben bestimmten nicht selbst produzierten Gasen insbesondere für Materialgruppen, die von Rohstoffen wie Stahl, Aluminium und Messing sowie Energie abhängig sind.
4.2.7. IT-Risiken
IT ist von entscheidender Bedeutung bei der Gewährleistung exzellenter Prozesse in der gesamten Linde Organisation. Da auch geschäftskritische Prozesse auf die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur, Softwareanwendungen und Daten angewiesen sind, können wesentliche Störungen oder längerfristige Unterbrechungen der zugehörigen Systeme oder Datenverluste negative Auswirkungen auf die Ausführung der Geschäfts- und Produktionsprozesse und somit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben.
Verletzungen der Datenschutzbestimmungen, unbefugte Datenzugriffe oder Datenverluste von sensiblen Unternehmensdaten können zudem Schadensersatzforderungen, Strafzahlungen sowie langfristige Reputations- und Vertrauensverluste zur Folge haben.
Um einen unterbrechungs- und störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, legt das Unternehmen vor allem auf die Verfügbarkeit der IT-Ressourcen und -Dienste großen Wert. Zudem sorgt Linde stets dafür, dass die Integrität und Vertraulichkeit wichtiger Informationen sichergestellt ist. Die Geschäftsprozesse des Linde Konzerns werden durch hausinterne und ausgelagerte Informationsdienste und -systeme unterstützt.
Die Informationssicherheit stellt einen wichtigen und integralen Bestandteil der unternehmensweiten IT-Strategie dar und wird ganzheitlich betrachtet: Linde erarbeitet, implementiert und überprüft Maßnahmen zum Schutz von Daten, Anwendungen, Systemen und Netzen. Dabei berücksichtigt das Unternehmen sowohl präventive als auch reaktive Maßnahmen.
4.2.8. Personelle Risiken
Der Erfolg des Unternehmens ist vom Engagement, von der Motivation und von den Fähigkeiten seiner Mitarbeiter und Führungskräfte abhängig. Wesentliche Risikofaktoren bei der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter und der langfristigen Bindung an das Unternehmen sind der stetig steigende Fachkräftemangel sowie der starke Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt.
Das volatile und schwierige Marktumfeld erfordert von Linde die Fähigkeit zur ständigen Prozessverbesserung und zur schnellen Anpassung der Organisationsstruktur an die sich rasant verändernden Anforderungen in der Industrie. Die Bereitschaft und die Akzeptanz eines jeden einzelnen Mitarbeiters sind dabei entscheidende Faktoren für die erfolgreiche Umsetzung der damit verbundenen Veränderungsprozesse. Für Linde spielt das vertrauensvolle Verhältnis und die konstruktive Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern und den Gewerkschaften eine wesentliche Rolle.
4.2.9. Forschungs- und Entwicklungsrisiken
Innovationsstärke ist für Linde ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens konzentrieren sich zum einen auf neue Technologien und Gaseanwendungen, die die Basis für den künftigen Geschäftserfolg darstellen können.
Trotz der großen Wachstumschancen, die sich aus den Forschungsbereichen von Linde ergeben können, besteht wegen der hohen Komplexität und Dynamik sowohl bei den Technologien als auch bei den Märkten das Risiko, dass Projekte aus technologischen, wirtschaftlichen, rechtlichen oder sicherheitstechnischen Gründen nicht fortgeführt werden können. Umgekehrt besteht auch das Risiko, dass Wettbewerber neue Technologien früher oder nachhaltiger entwickeln und auf den Markt bringen und so eine Bedrohung der Kerntechnologien von Linde darstellen.
Um diesen Risiken entlang des Innovationsprozesses entgegenwirken zu können, beobachtet der globale Bereich Technology & Innovation die relevanten technologischen Trends und überprüft ständig, ob die Innovationsideen innerhalb des Unternehmens zur Gesamtstrategie passen und das Potential haben, profitables Wachstum für Linde zu realisieren. Zudem wirkt das Unternehmen aktiv an der Entwicklung zukünftiger Standards, beispielsweise im Bereich der Wasserstofftechnologie, mit, deren Einhaltung eine Voraussetzung für die Vermarktung der Innovationen bilden kann.
4.2.10. Umweltrisiken
Insbesondere die operativen Prozesse von Linde sind mit Risiken verbunden, die zu einer Schädigung der Umwelt führen können. Linde kennt und versteht die Umweltauswirkungen seiner Prozesse und ist deshalb in der Lage, Pläne zur Reduzierung und Kontrolle der Einwirkungen auf die Umwelt zu entwickeln und umzusetzen. Handlungsfelder sind beispielsweise die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen und die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Transportflotte. Dennoch lässt sich nicht völlig ausschließen, dass die Tätigkeiten des Konzerns zu Umweltschädigungen führen oder dass
Sanierungsprojekte mit höheren Kosten als ursprünglich geplant verbunden sind.
4.2.11.Steuerrisiken
Als Weltweit tätiges Unternehmen unterliegt Linde den jeweiligen landesspezifischen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Deren Änderungen können zu höherem Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der Gesetze und Regelungen auch einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie auf die aktiven und passiven latenten Steuern des Unternehmens haben. Zudem kann die Unsicherheit im steuerlichen Umfeld mancher Regionen die Möglichkeiten einschränken, die Rechte des Konzerns durchzusetzen. Linde ist auch in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen tätig, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Künftige Auslegungen bzw. Entwicklungen des Steuersystems könnten die Steuerverbindlichkeiten, die Rentabilität und die Geschäftstätigkeit beeinflussen. Linde wird regelmäßig von den Finanzbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen geprüft. Steuerliche Risiken, die sich aus den hier genannten Themenkomplexen ergeben, werden fortlaufend identifiziert und bewertet.
Dr. Oliver Purrucker Stadl-Paura, 06.08.2026
Anmerkungen zu Punkt 1.2: Quelle WIFO Konjunkturprognose 3/2024, Oktober 2024
Anmerkungen zu Punkt 3.1: Quelle WIFO Prognose für 2025 bis 2027, Presseaussendung Dezember 2025