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Lagebericht 2025

MOGUNTIA FOOD GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 17. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

1.1.1. Marktanalyse

a. Makroökonomischer Überblick

Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einer Phase schwacher Dynamik. Nach zwei schwachen Jahren ist für 2025 eine leichte Erholung zu erwarten. Die Inflationsrate sinkt im Vergleich zu den Vorjahren, bleibt jedoch über dem EZB-Ziel von 2 %.

BIP-Wachstum (Deutschland vs. Eurozone)

GDP Growth Forecast (Germany vs Eurozone) —– Germany GDP Growth (%) Eurozone GDP Growth (%)

0.6

2023.002023.252023.502023.752024.002024.252024.502024.752025.00 Year Quelle: Europäische Kommission – Economic Forecast (Deutschland / Eurozone), 2025.

Inflationsentwicklung (Deutschland vs. Eurozone)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Inflation Rate Forecast (Germany vs Eurozone)
5.5
-– Germany Inflation (%)
—— Eurozone Inflation (%)

3. 2.5

2023.002023.252023.502023.752024.002024.252024.502024.752025.00

Year

Quelle: Europäische Kommission – Economic Forecast (EU / Eurozone), 2025.

b. Arbeitsmarkt und Konsum

Der Arbeitsmarkt reagiert zunehmend auf die schwache Wirtschaftsaktivität. Dies dämpft die Konsumneigung, insbesondere im Bereich höherpreisiger Konsumgüter. Der private Konsum zeigt 2025 nur moderate Wachstumsimpulse.

c. EU-Fleischmarkt: Produktion & Konsum

Die Fleischproduktion in der EU bleibt strukturell unter Druck. Insbesondere Schweine- und Rindfleisch stehen durch Kostensteigerungen, Tierseuchenrisiken und Nachhaltigkeitsanforderungen unter Anpassungsdruck. Geflügel bleibt im mittelfristigen Vergleich der stabilste Wachstumssektor.

EU-Fleischproduktion (Mio. Tonnen)

EU Meat Production Trend

42.00 - 41.95

U Meat Production (million tons) 752024.002024.252024.502024.752025.00 Year

Quelle: Europäische Kommission – EU Agricultural Outlook 2024–2035.

EU-Fleischkonsum pro Kopf (kg)

EU Meat Consumption per Capita

66.00

65.75 65.50

$ 65.00

) Meat Consumption (kg per capita)

2023.002023.252023,502023.752024.002024.252024.502024.752025.00 Year

Quelle: Europäische Kommission / Eurostat – Konsumtrends Fleisch, 2024/2025.

d. Kernaussagen & Marktausblick (2025)

- Deutschland bleibt 2025 in einer Phase schwachen Wachstums. - Inflation sinkt, bleibt jedoch oberhalb des langfristigen EZB-Ziels. - Konsum bleibt zurückhaltend, insbesondere bei hoher Preisbelastung. - EU-Fleischproduktion bleibt volatil: Rückgänge bei Schwein und Rind, Stabilität bei Geflügel. - Langfristig verstärken Nachhaltigkeit und Ernährungsumstellungen den Druck auf klassischen Fleischkonsum. e. Quellen • Europäische Kommission: Economic Forecast (Deutschland, EU, Eurozone), 2025 • Europäische Kommission: EU Agricultural Outlook 2024–2035 • Eurostat: BIP, Inflation, Konsumindikatoren • AHDB: EU Medium-Term Market Outlook & Sector Updates

1.1.2 Entwicklungen

Der Gesamtnettoumsatz reduzierte sich von TEUR 95.653 (GJ 2024) um ca. 2,3% auf TEUR 93.451 (GJ 2025).

Das Ergebnis vor Steuern beträgt im GJ 2025 TEUR -418 (GJ 2024 TEUR -54).

1.1.3 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben auch im Geschäftsjahr 2026 von Unsicherheiten geprägt. Neben anhaltenden geopolitischen Risiken sowie weiterhin bestehenden Störungen globaler Lieferketten wirken sich insbesondere volatile Rohstoffmärkte, steigende Kosten in den Bereichen Energie, Logistik und Verpackung sowie ein anhaltender Arbeitskräftemangel auf die Branche aus. Die Bereitschaft der Kunden, kurzfristige Preisschwankungen vollständig zu akzeptieren, bleibt begrenzt. Die MOGUNTIA-Gruppe befindet sich, wie zahlreiche andere Unternehmen, im Kampf gegen erhebliche Kostensteigerungen. Da der seit 2024 anhaltende Kostendruck voraussichtlich in den kommenden Jahren fortbestehen wird, liegt die zentrale Zielsetzung daher darin, die Betriebsabläufe noch effizienter zu gestalten und Kosten dort zu reduzieren, wo dies möglich und sinnvoll ist. Dieser Fokus auf Effizienzgewinnung und Kostensenkung wird entscheidend sein, um den wirtschaftlichen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von MOGUNTIA zu sichern.

1.2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Gemäß dem Fachgutachten der Kammer der Wirtschaftsprüfer- und Steuerberater KFS/BW 3 stellen sich die finanziellen Leistungsindikationen wie folgt dar:

1.2.1. Kennzahlen zur Ertragslage des Unternehmens:

1.2.1.1. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
GJ 2025GJ 2024
Ergebnis vor Steuern-418.369,55-53.653,61
+ Zinsen und ähnliche Aufwände1.150.243,551.679.765,26
EBIT731.874,001.626.111,65

1.2.1.2. Umsatzrentabilität:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
GJ 2025GJ 2024
EBIT731.874,001.626.111,65
Umsatzerlöse92.832.453,0895.021.279,29
EBIT0,79%1,71%

1.2.1.3. Eigenkapitalrentabilität

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
GJ 2025GJ 2024
EGT – Ergebnis vor Steuern-418.369,55-53.653,61
Ø Eigenkapital2.762.416,86953.006,02
Eigenkapitalrentabilität-15,15%-5,63%

1.2.1.4. Gesamtkapitalrentabilität

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
GJ 2025GJ 2024
EBIT731.874,001.626.111,65
Ø Gesamtkapital37.907.498,2439.131.902,50
Gesamtkapitalrentabilität1,93%4,16%

1.2.2. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

1.2.2.1. Nettoverschuldung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
GJ 2025GJ 2024
Verzinsliches Fremdkapital553.349,04612.547,05
- liquide Mittel38.011,987.356,81
Nettoverschuldung515.337,06605.190,24

Das verzinsliche Fremdkapital ist bestehend aus Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten, sowie auch Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen.

1.2.2.2. Eigenkapitalquote

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
GJ 2025GJ 2024
Eigenkapital2.659.542,53865.291,18
Gesamtkapital35.249.179,0140.565.817,46
Eigenkapitalquote7,54%2,13%

1.2.2.3. Nettoverschuldungsgrad

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
GJ 2025GJ 2024
Nettoverschuldung515.337,06605.190,24
Eigenkapital2.659.542,53865.291,18
Nettoverschuldungsgrad19%69,94%

1.2.2.4. Nettoumlaufvermögen

- langfristiges Umlaufvermögen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
GJ 2025GJ 2024
Umlaufvermögen15.021.680,2017.867.701,71
- kurzfristiges Fremdkapital28.435.370,6434.826.000,46
Nettoumlaufvermögen-13.413.690,44-16.958.298,75
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
GJ 2025GJ 2024
Sachanlagen9.464.637,7810.014.935,29
Gesamtvermögen35.249.179,0140.565.817,46
Sachaniagenintensität26,85%24,69%

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken

2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

2.1.1. Erwartete Entwicklung der Beschaffung und Lieferketten

Für das Jahr 2026 wird weiterhin von einer angespannten Liefersituation ausgegangen. Insbesondere Lieferungen aus Osteuropa und Fernost können weiterhin von Engpässen und Verzögerungen betroffen sein. Auch im Bereich heimischer Verpackungsmaterialien ist aufgrund teilweise eingeschränkter Verfügbarkeit von Vorprodukten weiterhin mit Lieferrestriktionen zu rechnen. Diese Faktoren können die Lieferfähigkeit des Unternehmens temporär beeinträchtigen. Zur Sicherstellung der Versorgung wurden bereits in den Vorjahren Maßnahmen zur Diversifizierung der Bezugsquellen und zur Substitution einzelner Rohstoffe umgesetzt. Auch 2026 wird ein hoher Einsatz in der Produktentwicklung und im Einkauf erforderlich sein, um bei Bedarf alternative Rohstoffe und Materialien einsetzen zu können. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass die Lieferfähigkeit durch geeignete Maßnahmen weitgehend stabil gehalten werden kann. Eine weitere Verschärfung der globalen Lieferkettenproblematik kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

2.1.2. Erwartete Preis- und Kostenentwicklung

Im Geschäftsjahr 2026 ist weiterhin mit einem erhöhten Kostenniveau zu rechnen. Insbesondere Rohstoffe, Verpackungsmaterialien sowie Energie- und Logistikkosten unterliegen nach wie vor einer hohen Preisvolatilität. Eine signifikante Verteuerung in mehreren Kostenblöcken ist bereits eingetreten und kann sich im Jahresverlauf fortsetzen.

Das Unternehmen plant, notwendige Preisanpassungen weiterhin soweit möglich an die Kunden weiterzugeben. Die Wettbewerbsbedingungen sind dabei insofern stabil, als dass auch wesentliche Marktteilnehmer von vergleichbaren Kostensteigerungen betroffen sind. Dennoch besteht das Risiko, dass Preisweitergaben künftig nur eingeschränkt durchsetzbar sind, was zu Margendruck führen kann.

2.1.3. Erwartete Personal- und Kapazitätsentwicklung

Der Arbeitskräftemangel stellt weiterhin eine wesentliche Herausforderung dar. Die Situation wird durch demografische Entwicklungen sowie durch ein regional weiterhin angespanntes Arbeitsmarktumfeld verstärkt. Für 2026 wird daher mit einem erhöhten Aufwand in den Bereichen Rekrutierung, Qualifizierung und Personalbindung gerechnet. Die daraus resultierenden Kostensteigerungen können sich auf die operative Ergebnisentwicklung auswirken.

2.1.4. Erwartete Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Geschäftsführung ein moderates Umsatzwachstum. Dieses Wachstum wird insbesondere durch Preisanpassungen infolge gestiegener Rohstoff- und Verpackungskosten sowie durch zusätzliche Absatzimpulse in neuen Geschäftsfeldern getragen. Insgesamt wird ein Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 4 % bis 6 % als realistisch eingeschätzt.

Auf der Kostenseite sind weiterhin spürbare Steigerungen zu erwarten.

Insbesondere aufgrund steigender Material-, Energie- und Personalkosten besteht ein anhaltender Margendruck, Mittelfristig ist zudem aufgrund einer sich verschärfenden Wettbewerbssituation mit leichten Margeneinbußen zu rechnen.

Die Geschäftsführung geht dennoch davon aus, dass bei konsequenter Umsetzung von Effizienzmaßnahmen sowie durch eine stabile Absatzentwicklung ein gegenüber dem Vorjahr mindestens stabiles, eher jedoch ein verbessertes operatives Ergebnis erzielt werden kann. Der operative Cash Flow wird voraussichtlich weiterhin positiv ausfallen.

2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

2.2.1 Allgemein

Zu den wesentlichen Chancen zählen eine weiterhin stabile Nachfrage, die erfolgreiche Umsetzung von Preisanpassungen, eine Erweiterung des Produktportfolios sowie Wachstumsimpulse in neuen Marktsegmenten. Darüber hinaus stellt die hohe Leistungsbereitschaft und Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar.

Zu den wesentlichen Risiken zählen eine erneute Verschärfung von

Lieferkettenstörungen, weitere Preissteigerungen bei Rohstoffen und Verpackungsmaterialien, eine mögliche Abschwächung der Kundennachfrage sowie die eingeschränkte Durchsetzbarkeit von Preiserhöhungen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus geopolitischen Entwicklungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt, sowie aus weiteren internationalen Krisen, die die Versorgungslage und Kostenstruktur negativ beeinflussen können.

Aufgrund der genannten Unsicherheiten handelt es sich bei den dargestellten Erwartungen um eine Prognose, die auf den derzeit verfügbaren Informationen basiert. Abweichungen von der tatsächlichen Geschäftsentwicklung können sich insbesondere bei veränderten wirtschaftlichen oder geopolitischen Rahmenbedingungen ergeben.

2.2.2. Finanzielle Risiken

Die Gesellschaft wird aktuell aus der Unternehmensgruppe finanziert und sieht daher in der Gesellschaft selbst kaum Risiken, sofern dies weiterhin gewährleistet wird.

2.2.3. Risiken im Zusammenhang mit den weltweiten Krisen

Nachfolgende Risiken wurden von der Geschäftsführung identifiziert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet:

• Kundenbonität

Bei den Direktkunden der MOGUNTIA FOOD GmbH wird strikt auf Einhaltung der Zahlungsziele geachtet und bei Nichtbeachtung über die Vertriebsleitung auf den Kunden eingewirkt. Jeder Vertriebsbereich ist für sein Forderungsmanagement verantwortlich.

Sämtliche Kreditlimits und Zahlungsbedingungen der Kunden sind angepasst worden, um unsere Liquidität zu erhöhen und das Risiko des Zahlungsausfalles zu reduzieren.

• Lieferantenkette

Die Lieferkette in der Lebensmittelindustrie ist komplex und anfällig für verschiedene Risiken. Hier sind einige der wichtigsten Risiken:

1. Geopolitische Instabilität: Politische Unruhen, Handelsstreitigkeiten und Sanktionen können den Fluss von Nahrungsmitteln stören. 2. Klimawandel: Extreme Wetterereignisse können Ernten schädigen und Lieferketten unterbrechen. 3. Schwachstellen beim Transport: Verzögerungen und Störungen beim Transport können zu Verderb und Versorgungsengpässen führen. 4. Regulatorische Änderungen: Neue Bestimmungen können sich auf den Import und Export von Lebensmitteln auswirken und so die Lieferketten beeinflussen. 5. Lebensmittelsicherheit und -qualität: Verunreinigung, Verfälschung und unsachgemäße Handhabung können ernsthafte Gesundheitsrisiken für Verbraucher darstellen und den Ruf einer Marke schädigen.

6. Technologische Störungen: Cyberangriffe, Systemausfälle und Datenschutzverletzungen können die Lebensmittelversorgungskette beeinträchtigen. 7. Soziale und ökologische Risiken: Verletzungen von Menschen- und Arbeitsrechten sowie Umweltbelastungen sind ebenfalls bedeutende Risiken.

Diese Risiken können zu Störungen, finanziellen Verlusten und Gesundheltsrisiken führen. Es ist wichtig, Strategien zur Minderung dieser Risiken zu entwickeln und umzusetzen, um die Lieferkette resilienter zu machen.

• Risiken im Zusammenhang mit dem Russland Ukraine Konflikt Durch die veränderte Situation nach dem 24.2.2022 können wir die Auswirkungen auf die Zukunft nicht sicher abschätzen. Allgemein bleibt festzuhalten, dass die Situation in der Ukraine sich verschlechtert hat, seitdem die Unterstützung nicht mehr so stark von den USA gegeben ist.

3. Sonstiges

a. Bericht über die Zweigniederlassungen

Die MOGUNTIA FOOD GmbH unterhält keine Zweigniederlassungen.

b. Bericht über Forschung und Entwicklung

Die MOGUNTIA FOOD GmbH hat Forschungs- und Entwicklungstätigkeit zur stetigen Verbesserung der Produktionsleistung und Produktqualität betrieben.

4. Gesamtaussage der Unternehmensleitung

Zusammenfassend sieht sich das Unternehmen trotz der weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2026 gut positioniert. Die in den vergangenen Jahren umgesetzten Maßnahmen zur Stabilisierung der Lieferketten, zur Anpassung des Produktportfolios sowie zur Stärkung der Marktposition bilden eine belastbare Grundlage, um die bestehenden Herausforderungen zu bewältigen und weiteres Wachstum zu realisieren.

Kirchbichl, 28.02.2026

24

Mag. Johannes Tonauer e.h.

Heinz Jöris e.h.

Benjamin Kapelle e.h.

Max Brevemeyer e. h.

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