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Lagebericht 2025

VTG Rail Logistics Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 24. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

für das Geschäftsjahr 2025

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

1.1 Geschäft und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2025 war noch immer geringfügig von steigenden Energiepreisen geprägt, resultierend aus dem Ukraine-Konflikt, schlechte Getreide Ernte, Sanktionen und nicht koordinierten Infrastrukturarbeiten, bzw. Insolvenz der Retrack Slovakia s.r.o., jedoch konnten trotz Umsatzrückgang die EBIT-Ziele aufgrund von Transporten mit hohen Deckungsbeträgen erreicht werden.

Im Bereich der Liquidsverkehre gab es eine Umstrukturierung der Transporte und Relationen, aber die angesetzten Ziele konnten erreicht werden. Teilweise konnten neue Transportrelationen bei Bestandskunden gewonnen werden. Die Profitabilität ist leicht gestiegen.

Im Industrialbereich konnten die Holztransporte unter Beachtung der allgemein rückläufigen Transportmengen, großteils gehalten werden. Sie sind ein festes Standbein des Service-Portfolios geworden.

Der Agrarbereich konnte trotz der o.a. Situation, der geschäftstypischen Saisonalität und dem schwierigen Marktumfeld relativ stabil gehalten werden.

Im Intermodalbereich konnten leider keine neuen Transporte gewonnen werden. Auf Basis der strategischen Ausrichtung wird hier der Fokus auf die reine Wagenvermietung gelegt.

Die Vertretung in Serbien hat mit der Betreuung von Kunden in Serbien und ex Jugoslawien wieder zur positiven Geschäftsentwicklung in Österreich beigetragen.

Die Zweigniederlassung in Bukarest konnte die Budget-Ziele nicht erreichen. Die Gründe dafür waren einerseits die enorme Erhöhung der Energiekosten (auch Bahnstrom) und Infrastrukturarbeiten, welche die Umlaufzeiten und damit auch die Kosten der Transporte deutlich erhöht haben. Zudem kam noch ein enormer Margendruck bei einem Großkunden wegen des hohen Wettbewerbs und rückläufige Bestellungen.

1.2 Geschäftsergebnis, Ertragslage

Wie bereits beschrieben, war das Geschäftsjahr 2025 zum Teil von negativen Einflüssen durch, steigenden Energiepreisen, resultierend aus dem Ukraine-Konflikt, schlechte Getreideernte, Sanktionen und Infrastrukturarbeiten bzw. die Insolvenz von Retrack Slovakia s.r.o. geprägt. Andererseits haben der Erhalt und der Ausbau von Bestandskunden und die Gewinnung von Neukunden im Industriegüterbereich und Transporten bzw. Ausbau des Segment Liquids positive Effekte gebracht.

Das Umsatzziel wurde durch die genannten operativen Schwierigkeiten verfehlt, und liegt (um mehr als € 11 Mio.) unter dem Vorjahreswert, jedoch konnten trotz Umsatzrückgang die EBIT-Ziele aufgrund von Transporten mit hohen Deckungsbeträgen übertroffen werden.

Mit einem Rohertrag (ermittelt nach Konzerngliederung, nicht direkt aus der GuV ableitbar) von ca. EUR 3,0 Mio. wurde das Budgetziel übertroffen, jedoch liegt er um cirka TEUR 150 unter dem Vorjahreswert.

1.3 Finanzlage

Aktuell ist die Liquidität des Unternehmens durch die Einbindung in den Cashpool der VTG-Gruppe abgesichert. Alle fälligen Zahlungen können weiterhin durch die Bereitstellung der erforderlichen Mittel durch den Cashpool Master VTG Finance gewährleistet und durchgeführt werden.

Im Geschäftsjahr 2025 hat die Gesellschaft einen positiven Geldfluss aus dem Ergebnis in Höhe von TEUR +201 (VJ: TEUR +572) und einen positiven Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.185 (VJ: TEUR -1.656) erwirtschaftet. Die Cash-Pool-Verbindlichkeit wurde dabei dem Fond liquider Mittel zugeordnet (die Cash-Flows aus Investitionstätigkeit sowie Finanzierung sind vernachlässigbar):

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Cash Flow20252024
in TEURin TEUR
1 Ergebnis vor Steuern196566
2 +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände56
des Investitionsbereichs
3 -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen00
des Investitionsbereichs
4 +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge, soweit00
nicht Posten 6 bis 8 betreffend
5 Geldfluss aus dem Ergebnis201572
6 -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen1.96834
und Leistungen sowie anderer Aktiva
7 +/- Zunahme/Abnahme von Rückstellungen-779-917
8 +/- Zunahme/Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen-189-1.274
und Leistungen sowie anderer Passiva
9 Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern1.201-1.585
10 - Zahlungen für Ertragsteuern-16-71
11 Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit1.185-1.656

1.4 Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote betrug im Abschlussjahr aufgrund des negativen Eigenkapitals –11,52 % (Vorjahr: -10,76 %). Die Anlagenintensität war mit 0,04 % (Vorjahr: 0,09 %) branchenüblich niedrig.

1.5 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.

1.6 Zweigniederlassungen

VTG Rail Logistics Austria GmbH betreibt eine Vertretung in Belgrad, Serbien. Es werden bzw. wurden an diesem Standort keine Rechtsgeschäfte getätigt.

VTG Rail Logistics Austria GmbH verfügt seit 16.07.2018 über eine Zweigniederlassung in Bukarest.

2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens (Prognosebericht) § 243, Abs. 3 Z 2

Im Jahr 2025 wurden die 2022 beschlossenen organisatorischen Änderung im Sinne einer vertieften Zusammenarbeit mit einer Konzernschwestergesellschaft weiter vorangetrieben, um Synergieeffekte und Schlagfertigkeit zu stärken und unseren Kunden einen noch besseren Service bieten zu können. Unter Einhaltung der wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen, was das Teilen von sensiblen Daten betrifft, wurde diese Zusammenarbeit weiter vertieft. Als Teil unserer Fokus Strategie wurde ab Jahresanfang 2026 eine organisatorische Anpassung vorgenommen, in dem unser Core Business, Wagenvermietung und Core+ Business Logistik am Markt wieder eigenständig – aber weiterhin in enger Zusammenarbeit – agieren.

Auf Basis der guten Erfahrungen im Agrarbereich werden die aktuellen, Geschäftsmodelle auch 2026 weitergeführt und ausgebaut.

Im Bereich der Liquidsverkehre konnten die Verträge mit den Bestandskunden und zum Teil auch Neukunden für das Jahr 2026 stark erweitert und verlängert werden.

Die Holztransporte konnten unter Beachtung der allgemein rückläufigen Mengen am Holzsektor gehalten werden, sodass Bestandkunden weiter bedient werden. Zudem wird an innovativen Maßnahmen gearbeitet, um technische Möglichkeiten zu schaffen, welche im Vergleich zum Wettbewerb Vorteile mit sich bringen. Es besteht eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Konzern- und Beteiligungsgesellschaft.

Intermodalgeschäfte

Um den Modalshift und somit die CO2-Reduktion weiter voranzutreiben werden innovative Produkte wie die Korblösung (Schaffung der Möglichkeit nicht-kranbare Trailer auf der Schiene zu befördern) sowie eine innovative Powerbox (Stromversorgung von Reefer-Container / Trailer) im Portfolio Intermodal angeboten.

Die Zweigniederlassung in Bukarest hat weiterhin mit operativen Herausforderungen (Energiepreis, Infrastrukturarbeiten, Kapazitätsmangel der rumänischen EVUs und starken Wettbewerb) zu kämpfen und wird ein negatives Ergebnis verbuchen.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens und Going Concern

Aufgrund der schon in den Vorjahren gesetzten Maßnahmen sowie den aktuellen starken Fokus im Bereich der Kaltakquise in allen Industriezweigen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2026 trotz der Herausforderungen am Energiesektor sowie diversen geopolitischen Einschlüssen, wie den noch immer andauernden Ukraine- Krieg, wieder ein positives Ergebnis.

Zur Sicherstellung der kurz- und mittelfristigen Liquidität nimmt die Gesellschaft am Cash-Pooling der VTG-Gruppe teil. Darüber hinaus wurde die Gesellschaft mit einer Patronatserklärung der VTG Rail Logistics GmbH, Hamburg, ausgestattet (Details dazu siehe Erläuterungen zum negativen Eigenkapital im Anhang).

Die angeführten Punkte bilden die wesentlichen Bestandteile der Fortbestehensprognose. Die Geschäftsführung geht daher vom Fortbestehen des Unternehmens aus.

3. Risikoberichterstattung

Allgemeine Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist:

Die wesentlichen Risiken der VTG Rail Logistics Austria GmbH sind ev. Vertrags- und Zahlungsausfälle. Zu den operativen Risiken zählen die mangelnden Kapazitäten der EVUs (Eisenbahnverkehrsunternehmen), unter anderem durch Lokführermangel bzw. Witterungsbedingungen im Agrargeschäft.

Das Liquiditätsrisiko konnte aber präventiv durch die Einbindung in den Cashpool der VTG-Gruppe abgesichert werden. Alle fälligen Zahlungen können weiterhin durch die Bereitstellung der erforderlichen Mittel durch den Cashpool Master VTG Finance jederzeit gewährleistet und durchgeführt werden.

Ukraine-Russland-Konflikt

Die Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Situation im Russland-Ukraine Konflikt und die international erhobenen Sanktionen haben unser Geschäft geringfügig negativ (LPG-Transporte aus Russland sowie weitere Ladegüter aufgrund vorhandener Sanktionsbestimmungen, und auch der Ausfall der Getreide Transporte in Agrarbereich aus der Ukraine) beeinflusst.

Berichterstattung zu § 243 Abs. 3 Z 5

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
- Risikomanagementziele und Methoden:
Dem Markt- bzw. Ausfallsrisiko wird mittels ausgeprägtem Debitoren-
management begegnet. Risikoberichte werden per Quartal ausgestellt und an
den VTG-Konzern gemeldet.
- Sicherungsgeschäfte:
Werden sofern zutreffend vom VTG-Konzern abgeschlossen
- mit Finanzinstrumenten verbundene Risiken:
Es gibt kein Währungsrisiko, da grundsätzlich alle Verträge auf Euro-Parität
abgeschlossen werden, auch Kredit- und derivative Finanzrisiken bestehen
nicht.

Wien, am 15. Juli 2026

Zoltan Pötvorşžki

Dr. Martin Ngese

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