Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeines
Die Rheintal Busverkehr GmbH steht im Eigentum von 5 Gesellschaftern, welche jeweils einen Anteil von 20% halten:
• Bösch Reisen GmbH & Co KG • Feurstein Monika • Hehle Reisen GmbH & Co KG • Herburger Besitz- u. VerwaltungsgmbH • NKG Reisen GmbH & Co KG
Die Rheintal Busverkehr GmbH wurde gegründet, um im öffentlichen Personen-
Nahverkehr im Bereich des Verkehrsverbund Vorarlberg Aktivitäten zu entfalten.
2. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage 2.1. Geschäftsverlauf
Das Jahr 2025 brachte einige neue Prinzipien hinsichtlich der Durchführung unserer Aufträge und Abrechnung der Leistungen mit sich. Das hat auch zu Verschiebungen geführt, welche im Jahresabschluss ihren Niederschlag finden.
Im Laufe des Geschäftsjahrs 2025 wurde die Transformation in Richtung Elektrobusse massiv vorangetrieben, dies auch dank der „EBIN“-Förderung. Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert in erster Linie aus dem Wandel von Dieselbussen auf Elektrobusse.
Auf Basis einer Erneuerung des Mietvertrages für den Betriebssitz in der Hagstraße 23 in Lustenau wurden einige Investitionen getätigt, unter anderem auch eine neue Waschanlage für Busse angeschafft.
Im Herbst 2025 wurde Michael Riedmann als zweiten Geschäftsführer bestellt.
Die Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage ist dem Jahresabschluss zu entnehmen.
2.2. Bericht über die Zweigniederlassungen
Die Rheintal Busverkehr GmbH ist an folgenden Standorten tätig:
• Lustenau Hagstraße 23 (Zentrale, Nutzung gemeinsam mit Bösch Reisen) • Lustenau Bahnhofstraße 41a (Bus-Abstellplätze inkl. e-Bus-Lade-Infrastruktur) • Dornbirn Mozartstraße 28 (Bus-Abstellplätze inkl. e-Bus-Lade-Infrastruktur, Aufenthaltsräume, Büro)
• Lochau Hofriedenstraße 23 (Bus-Abstellplätze und Aufenthaltsraum, am Standort von Hehle Reisen eingemietet)
Die genannten Standorte sind mangels wirtschaftlicher Eigenständigkeit nicht als Zweigniederlassung zu betrachten.
2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Anlagenintensität betrug per 31.12.2025 72,25% und per 31.12.2024 68,37%. Die Nettoverschuldung betrug per 31.12.2025 € 2.612TS und per 31.12.2024 € 2.172TS. Der Verschuldungsgrad (Gearing) betrug per 31.12.2025 36,52% und per 31.12.2024 34,58%.
Eigenkapitalquote betrug per 31.12.2025 39,57% und per 31.12.2024 45,47%.
3. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens 3.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Im Vergleich zum Jahr 2025 wird für 2026 ein deutlicher Rückgang des
Investitionsvolumens zu erwarten sein, da die Umstellung auf Elektrobusse zum größten Teil bereits abgeschlossen ist. Im ersten Quartal 2026 werden noch zusätzliche Elektrobusse in Betrieb genommen und im dritten Quartal steht der Austausch eines Diesel-Busses an. Es ist zu erwarten, dass die Gesamtanzahl der Busse sowie die Mitarbeiterzahl im Jahr 2026 ähnlich wie 2025 sein wird.
Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2026 ähnlich wie im Jahr 2025 oder leicht steigend sein könnte. Die Ergebnis-Situation kann 2026 durch hohe Dieselpreise aufgrund des Iran-Kriegs belastet werden. Dennoch ist ein positives Betriebsergebnis zu erwarten.
3.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Risiken für die Entwicklung der Rheintal Busverkehr GmbH ergeben sich langfristig dadurch, dass die Standorte größtenteils gemietet sind. Nur der Standort Lustenau Bahnhofstraße steht im Eigentum der Gesellschaft. Sollten die Mietverträge, welche aktuell bis 2033 bzw. 2035 laufen, nicht oder nicht zu angemessenen Konditionen verlängert werden können, so wäre dies eine große Herausforderung für das Unternehmen. Diesem Risiko wird gegengesteuert mit einer kontinuierlichen Suche nach geeigneten Standorten, welche als Eigentum erworben werden können.
Die Auftrags-Lage ist grundsätzlich durch langfristige Verträge abgesichert. Risiken innerhalb der bestehenden Auftragslage ergeben sich dadurch, dass die Auftraggeber
berechtigt sind, den Leistungsumfang um bis zu 30% zu reduzieren. Aufgrund der finanziellen Situation der Gemeinden, welche die Verkehrsdienstleistungen zu einem großen Teil finanzieren, rechnen wir mit dem Risiko einer Reduktion der Fahrleistung um bis zu 10% ab dem Geschäftsjahr 2027. Je nachdem wie stark der Spardruck ist, könnte der Umsatz 2027 sich in etwa auf Höhe des Umsatzvolumens im Geschäftsjahr 2025 oder auch leicht darunter bewegen. Auf der positiven Seite bietet eine derartige Reduktion der Fahrleistung unter Umständen auch die Möglichkeit, sich von Lenkpersonal mit schlechter Performance im Bereich Unfallschäden und Qualität zu trennen, was die negativen Effekte einer derartigen Kürzung der Fahrleistung auf das Ergebnis zum Teil abfedern kann.
Weitere Risiken ergeben sich aufgrund der Pönale-Bestimmungen in den Verträgen mit unseren Auftraggebern, weshalb die Qualität des Lenkpersonals und damit der erbrachten Verkehrsdienstleistung eine entscheidende Rolle spielt.
Sollte die Auftraggeberseite zunehmenden Druck hinsichtlich wirtschaftlicher Optimierung der Dienstpläne ausüben, so würde das ein Risko für die Zufriedenheit der Mitarbeiter darstellen, was wiederum durch Mitarbeiter-Fluktuation bedingte Kosten verursachen kann. Diesem Risiko begegnen wir durch ständige intensive Gespräche mit den Auftraggebern. So konnten bisher immer für alle Seiten zufriedenstellende Lösungen gefunden werden.
4. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft führt aufgrund ihrer Tätigkeiten über keine nennenswerten Forschungsund Entwicklungs-Aktivitäten.
5. Bericht über den Bestand sowie den Erwerb und die Veräußerung eigener Anteile
Es sind keine eigenen Anteile vorhanden.
Lustenau, am 15.09.2026
Mag. Andre Geschäftsführer
Michael Riedmann Geschäftsführer