Inhaltsverzeichnis
für das Geschäftsjahr 1.1. bis 31.12.2025
der
GE Power & Grid Austria GmbH
ANALYSE DES GESCHÄFTSVERLAUFES UND VERÄNDERUNGEN IM KONZERN
Das abgelaufene Jahr war geprägt von diversen Krisenherden, im speziellen den Krisenherden Ukraine und Iran.
Der notgedrungene kurzfristige und dramatische Systemwechsel – weg von fossiler Energie und damit verbundenen Abhängigkeiten, hin zu erneuerbaren Energien und notwendigen Netzausbauten, hat global zu einer Überforderung des vorhanden Fertigungs-Footprint geführt und zu einer dramatischen Preisanhebung von Zuliefermaterial und Leistung, sowie Marktpreisen geführt. Kehrseite ist jedoch ein Anstieg von non-quality-costs durch den außergewöhnlichen Druck auf die Fertigung.
Der Sektor Grid hat sich in diesem Kontext im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt, da der Konzern über wettbewerbsfähige Produkte und Anlagen verfügt, die am Markt gut eingeführt und bekannt sind.
Unter anderem sorgten Rahmenvereinbarungen zur Lieferung und Inbetriebsetzung von Hochspannungsprodukten für eine weiterhin kontinuierliche Auslastung.
Laufenden Investitionen der Energieversorgungsunternehmen in die Verbesserung und Erweiterung der Übertragungs- und Verteilnetze sind wesentlich, für die zufriedenstellende Auftrags- und Ergebnislage verantwortlich. Der vermehrte Anschluss von Datencentern, mit enormem Energieverbrauch, sind ein anhaltender Trend im Höchstspannungsnetz.
Getrieben durch den vereinbarten Ausstieg aus fossiler Energie und den damit einhergehenden massiven Netzausbauten in der Verdreifachung der Netzübertragungskapazität bis 2045, sehen wir einer vielversprechenden Zukunft entgegen.
Der Umsatz des letzten Geschäftsjahres (EUR 23,6 Mio) und der Bestelleingang (EUR 24,3 Mio) entsprechend den Erwartungen. Der Auftragsstand zum Bilanzstichtag beträgt EUR 64,1 Mio, wodurch eine solide Basis für eine solide Auslastung und ein nachhaltiges moderates Wachstum gewährleistet ist.
Das Ergebnis vor Steuern ist mit EUR 1,3 Mio positiv.
Der Finanzmittelbestand (Veranlagung Konzern-Treasury) zum Stichtag ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,25 % gesunken, und beträgt am Ende der Periode EUR 11,79 Mio. Die Finanzlage ist durch die laufenden An- und Zwischenzahlungen unserer Kunden weiterhin gut. Die liquiden Mittel werden im Konzern veranlagt.
Der vereinfachte Cashflow (Jahresergebnis + Abschreibung) ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,85 Mio gestiegen und beträgt EUR 1,02 Mio.
Die Bilanzsumme beträgt EUR 24,4 Mio und ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,1 Mio gestiegen, was im Wesentlichen auf den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist.
Die Eigenkapitalquote ist durch den Bilanzgewinn von 22,5 % im Vorjahr auf 25,58 % gestiegen.
Die Gesellschaft betreibt eine Zweigniederlassung in Leonding bei Linz.
PROGNOSE
Die Netzbetreiber werden im Energieverteilungs- und Energieübertragungsbereich auch in den nächsten Jahren wieder verstärkt investieren, unter anderem aufgrund der Vielzahl von dezentralen Energieeinspeisern (z.B. Windparks), des Wegfalls von stabilisierenden rotierender Massen, dem vermehrten Anschluß von dynamischen Großverbrauchern wie Datencentern, sowie den vereinbarten Netzausbauplänen zur Vervielfachung der Netzübertragungskapazität.
Bestehende Rahmenvereinbarungen sind großteils ausgelaufen und neu Ausschreibungen werden erwartet. Das aus dem Anlagengeschäft resultierende Servicegeschäft zeigt ein gutes Wachstum. Der Fachkräftemangel erschwert die notwendige Verstärkung der Servicemannschaft.
Die aktuelle Situation des Ukraine und Iran-Konfliktes führen zu Anhebungen der Energie und Marktpreise, sowie auch zu signifikanten Risiken in den Zulieferketten. Gesamthaft entwickelt sich das Bild stabil. Weiters konnten mit allen wesentlichen Kunden index-basierende Preisgleitformeln vereinbart werden und somit das Risiko abgefedert werden.
QUALITÄT UND UMWELT
Das integrierte Qualitäts- und Umweltmanagementsystem, entsprechend ISO 9001 und ISO 14001 wird ständig weiterentwickelt. Die Managementsysteme des Konzerns und Corporate Guidelines bilden die Grundlagen für die jeweiligen Umsetzungen in den Konzernsektoren.
Die Wirksamkeit der Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme und deren Ziele werden in regelmäßigen Abständen vom Management bewertet, wobei man sich innerhalb des Konzerns dabei auf interne und externe Audits stützt. Die Auditoren gaben durchwegs sehr positive Bewertungen in ihren Auditberichten ab.
Die Teilnahme am GE Umbrella Zertifikat und Harmonisierung der Prozesse ist vorläufig abgeschlossen. Die Teilung des GE-Konzern in eigene Aktiengesellschaften hat hier Anpassungen durch die Trennung notwendig gemacht.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Konzerns stehen den Konzerngesellschaften zur Verfügung. Eine Bündelung und Fokussierung dieser Mittel stellt eine nachhaltige Technologieführerschaft sicher. Risiken birgt die nicht ausformulierte Eco-design-Richtlinie der Komission.
INVESTITIONEN
Investitionen wurden in jenem Maße getätigt, die der geregelte Betrieb erfordert. Hier wurde speziell in das Thema moderne Prüfmittel investiert.
MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Bei einem Großteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht eine langjährige Firmenzugehörigkeit, wodurch gerade die im Anlagenbau wesentlichen Erfahrungen und Kenntnisse entsprechend zur Verfügung stehen. Entsprechend wird Wert auf laufende Weiterbildung durch Schulungsprogramme innerhalb und außerhalb des Konzerns gelegt. Spezieller Fokus liegt dabei auf den Bereichen EHS, Projektmanagement und Technik. Im Bereich des Service werden Ausbau und Weiterbildung forciert vorangetrieben.
Für natürliche Abgänge ist es geplant im Jahr 2026 und den Folgejahren wieder Personal im Bereich Service und Projektleitung aufzubauen. Die verstärkte Nachfrage nach technischem Personal stellt eine Herausforderung beim Einstellungsprozess dar.
RISIKOMANAGEMENT
Die Gesellschaft verfügt in allen Geschäftsfeldern über nachhaltige Risiko- und Kontrollmechanismen und -instrumente, mit denen die einzelnen Prozesse und Projekte überwacht und gesteuert werden. Entsprechende Berichterstattung wird zeitnah gegenüber allen Beteiligten und Entscheidern durchgeführt.
In der Gesellschaft wurden für alle Standorte spezifische Crisis Management Systeme etabliert. Darüber hinaus ist die GE Power & Grid Austria GmbH an ein detailliertes, alle Prozesse des Unternehmens abdeckendes internes Kontrollsystem des GE Vernova Konzerns angebunden (globale SOX-Kontrollen).
| FINANZRISKEN | SOWIE | FORDERUNGS-, | KREDIT- | UND |
|---|---|---|---|---|
| VERANLAGUNGSMANAGEMENT | ||||
Als Teil des internen Kontrollsystems des Unternehmens wird die Werthaltigkeit der Forderungen und der noch nicht abrechenbaren Leistungen laufend beurteilt und überwacht.
Da die Aufträge und Bestellungen grundsätzlich in Euro abgeschlossen werden, besteht hier kein Währungsrisiko.
Die Veranlagung von Festgeldern erfolgt beim Konzern Treasury.
Wien, am 15. Juli 2026
Ing. Christian Macher Geschäftsführer
Unterzeichner Christian Günther Macher Datumunduhrzeit 15.07.2026, 12:46 (GMT+02:00)
= *] ID Austria
Dieses Dokument ist digital signiert
Dieses mit einer qualifzierten elektronischen Signatur versehene Dokument hat gemäß Art. 25 Abs. 2 der Verordnung (EU) Nr. 910/2014 vom 23. Juli 2014 ("EIDAS-VO") die gleiche Rechtswirkung wie ein handschriftlich unterschriebenes Dokumen Informationen zur Prüfung der elektronischen Signatur finden Sie unter: https://www.signaturpruefung. gv.at