Inhaltsverzeichnis
A Darstellung der Lage der Gesellschaft
1. Geschäftsergebnis
Das Unternehmen erzielte ein negatives Betriebsergebnis iHv € -621.421,99 und ein positives Finanzergebnis iHv € 6,816,25. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag iHv € – 51.874,53 und der Rücklagenbewegungen (+/- EUR 0,00) ergibt sich ein negatives Jahresergebnis iHv € -666.480,27 gemäß RLG.
II. Vermögenslage
Im Geschäftsjahr 2025/26 hat sich das Anlagevermögen um € 41.244,37 auf € 1.215.536,49 erhöht. Die nennenswertesten Investitionen wurden für die Homepage, den 1. Teil der Fluchtwegorientierungsbeleuchtung und für ein Upgrade des Brennofen 5 getätigt.
Die Vorräte reduzierten sich von € 2.276.876,91 auf € 2.140.718,70, wobei eine Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse um € 80.159,88 sowie eine Herabsetzung der fertigen Erzeugnisse und Handelswaren um € 177.828,55 eingetreten ist. Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gab es eine Reduktion gegenüber dem Vorjahr, und zwar um € 37.407,20. Der Bestand an noch nicht abrechenbaren Leistungen reduzierte sich um € 1.082,34 auf € 6.288,72.
Die Forderungen aus L&L haben sich um € 211.270,55 reduziert, die Guthabenbestände bei den Banken sind um € 715.554,20 auf € 396.780,76 gesunken.
Das ausgewiesene Eigenkapital beträgt € 2.061.491,46 und hat sich damit um den Betrag des Jahresverlustes iHv € 666.480,27 reduziert.
III. Finanzlage
Die betriebswirtschaftliche Eigenkapitalquote ergibt sich iHv 43,69 %. Die Eigenmittelquote im Sinne des Unternehmensreorganisationsgesetzes (URG) beläuft sich auf 45,36 %. Die fiktive Schuldentilgungsdauer für das Geschäftsjahr konnte nicht ermittelt werden, da der Mittelüberschuss gemäß § 24 URG im Berichtszeitraum negativ war.
IV. Ertragslage
Die Umsatzerlöse der Kerngeschäfte (nach Abzug von Skonti und Nachlässen) belaufen sich im Geschäftsjahr 2025/26 auf € 13.346.204,23.
Die gesamten Umsatzerlöse nach Abzug von Skonti und Nachlässen reduzierten sich um 12,0 %, das sind € 1.823.613,19.
Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen reduzierten sich um € 594.416,70 (7,71 %).
Beim Personalaufwand war im Geschäftsjahr 2025/26 aufgrund der Auszahlung von Abfertigungen eine Erhöhung von € 50.434,21 (1,2 %) zu verzeichnen.
Bei den Abschreibungen auf das Anlagevermögen kam es aufgrund Anlagenzugängen zu einer Erhöhung iHv € 54.062,20 auf € 298.062,90.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um € 157.963,68 (5,78 %) auf € 2.575.801,40.
V. Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist
Hafnerkeramik:
Der Umsatz ist mit € 4.535.282,86 gegenüber dem Vorjahresniveau (€ 5.261.795,88) um € 726.513,02 deutlich gesunken (13,8%), was sich aus der vorhergesehenen allgemein schwächeren Wirtschaftslage erklären lässt und somit das Niveau von 2023/24 erreicht wurde. Im nunmehr laufenden Geschäftsjahr 2026/27 sind die Auftragseingänge über dem Niveau von 2025/26. Für den Umsatz wird mit einem vergleichbaren Ergebnis wie 2025/26 gerechnet.
Spa-Keramik:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 wurde ein Umsatz von € 975.926,47 erzielt, das sind um -18,07 % weniger gegenüber dem Rekord-Vorjahr 2024/25 von € 1.191.228,99. Das Niveau des nunmehr laufenden Jahres wird sich am Vorjahr orientieren.
Hafnertechnik:
Die Umsätze der Hafnertechnik sind um € 719.781,50 auf € 7.145.607,01 (9,15%) zurück gegangen. Im nunmehr laufenden Geschäftsjahr erwarten wir eine Umsatzsteigerung zu 2025/26.
Hafnerei:
Die Umsätze der Hafnerei sind um € 104.825,25 (14,09%) auf € 638.886,82 zurück gegangen; für das Geschäftsjahr 2026/27 wird aufgrund der Energiekrise mit einem leichten Zugang gerechnet.
B Angemessene Analyse des Geschäftsverlaufs
I. Erläuterung der finanziellen Leistungsindikatoren:
a) Ergebnisentwicklung:
In allen Sparten kam es zu teils starken Umsatzeinbußen aufgrund der schwächeren Wirtschaftslage; hohe Investitionen mit angestiegenen AFA-Kosten und zusätzlichen Kosten für den Generationswechsel schlagen sich in einem hohen Jahresverlust nieder. Obwohl Kostensteigerungen im Markt weitergegeben werden konnten, wird für das nachfolgende Geschäftsjahr 2026/27 auch auf Grund der wegfallenden Mieterlöse ein leicht negatives Betriebsergebnis erwartet.
Für das Geschäftsjahr 2025/26 ergibt sich somit ein negatives Ergebnis vor Steuern iHv € 614.605,74 das nach Körperschaftssteuer und Teilauflösung latenter Steuern in einen Jahresverlust iHv € 666.480,27 mündet.
b) Kapitalausstattung:
Die Eigenmittel haben sich um den Jahresverlust verringert, die Eigenkapitalquote liegt somit bei 43,69 % nach 46,95% im Vorjahr. Die Fremdkapitalquote ergibt sich dadurch mit 56,31 %. (Investitionszuschüsse 0,00%)
c) Cash-Flow:
Im Geschäftsjahr 2025/26 kam es zu einem negativen Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis aus dem operativen Bereich iHv € - 384.995,74. Nach Berücksichtigung der Investitions- iHv. € - 330.529,27 und Finanzierungstätigkeiten iHv € - 29,19 ergibt sich ein insgesamt negativer Nettogeldfluss und damit eine Reduzierung der liquiden Mittel um € 715.554,20 auf € 396.780,76.
d) Liquidität:
Die Geldmittel in Höhe von € 396.780,76 umfassen Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Sämtliche Kredite wurden bereits in Vorperioden zurückgeführt, sodass es keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gibt.
Bei liquiden Mitteln sowie sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente den Marktwerten.
C Prognosebericht
I. Ausblick voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens und Fortführung der Unternehmenstätigkeit – Ungewissheit der zukünftigen Entwicklung
Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2024/25 ließ die Nachfragedynamik in den relevanten Geschäftsbereichen deutlich nach. Diese Entwicklung konnte im Geschäftsjahr 2025/26 nicht durch andere Bereiche kompensiert werden. Obwohl Kostensteigerungen im Markt weitergegeben werden konnten, wird für das nachfolgende Geschäftsjahr 2026/27 auch auf Grund der wegfallenden Mieterlöse ein leicht negatives Betriebsergebnis erwartet.
Die hohe Eigenkapital-Quote wird jedenfalls erhalten bleiben.
D. Forschung und Entwicklung (Forschungsbericht)
Von unserer Gesellschaft wurde in verschiedenen Geschäftsbereichen die Entwicklung von neuen Produkten und Designs weiter vorangetrieben.
Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.
E. Zweigniederlassungen F. Verwendung von Finanzinstrumenten a) Angabe der Risikomanagementziele und –methoden inklusive der angewandten Methoden zur Absicherung von geplanten Transaktionen:
Risiken aus monetären Posten der Bilanz bzw. sonstigen Vertragsverhältnissen liegen im Unternehmen im Wesentlichen im Bereich der Lieferforderungen. Dem Ausfallsrisiko wird durch eine Bonitätsprüfung der Kunden begegnet. Im Unternehmen werden keine derivativen Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente gegen unerwünschte Preisentwicklungen eingesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten sind bei namhaften regionalen Banken veranlagt.
b) Angabe bestehender Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiken: Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallrisiko dar. Geschäfte werden, von Bagatellbeträgen abgesehen, prinzipiell nur mit Kunden abgeschlossen, die nach einer internen und/oder externen Bonitätsprüfung als kreditwürdig festgestellt werden. Auf der Aktivseite ergeben sich, da Lieferungen zur Gänze auf €-Währungsbasis abgewickelt werden, keine wesentlichen Risiken aus der Währungskursänderung.
Steyr, am 19.10.2026
Die Geschäftsfährung
Ing. Rudolf Christian Sommerhuber Fiona Sommerhuber- Spiegel, MSc Mag. Thomas Witzler