Inhaltsverzeichnis
DACHSER-Austria Gesellschaft m.b.H., Hörsching
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in der speditionellen und logistischen Dienstleistung auf nationalen und internationalen Märkten, wobei ein wesentlicher Bestandteil der erwirtschafteten Umsätze aus der Abwicklung von Stückgutsendungen im Rahmen der Netzwerkverkehre der Konzernmutter DACHSER Group SE & Co. KG stammt.
Der Firmensitz der Gesellschaft ist in Hörsching mit Betriebsstätten in Hörsching, Himberg, Wundschuh und Stans in Tirol, die als operative Einheiten weitgehend selbständig geführt werden, sowie einem Standort in Lauterach.
Neben diesen vier Betriebsstätten sind die bereichsübergreifenden Stabsstellen „Betriebliches Rechnungswesen“, „Personal“, „Zollabfertigung“, „Human Resources“ und „Information Technology“ eingerichtet.
Das zentrale Steuerungsinstrument der Betriebsstätten ist das Betriebsergebnis, das monatlich ermittelt wird.
Das Unternehmen besitzt keinen eigenen Fuhrpark (in 2025 lediglich insgesamt 4 geleaste und 5 gekaufte LKW zu Ausbildungszwecken) und setzt daher eine Vielzahl in- und ausländischer Frachtführer ein.
Die finanzielle Lage des Unternehmens ist unverändert als gesichert zu bezeichnen. Bedingt durch das Betriebsergebnis hat sich das Eigenkapital von EUR 63,0 Mio. auf EUR 65,2 Mio. erhöht. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 85,4 Mio. auf EUR 87,4 Mio. erhöht und die Eigenmittelquote beträgt damit rd. 75 % per 31.12.2025 (Vorjahr: rd. 74 %).
Für das folgende Jahr gehen wir von einer weiteren Ergebnisverbesserung aus.
Die Umsatzerlöse des abgelaufenen Wirtschaftsjahres erhöhten sich auf EUR 188,6 Mio. (Vorjahr: EUR 176,9 Mio.). Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind in 2025 von EUR 119,3 Mio. im Vorjahr auf EUR 127,1 Mio. gestiegen. Der Speditionsbruttonutzen hat sich auf EUR 61,5 Mio. (Vorjahr: EUR 57,6 Mio.) gesteigert.
Die Betriebsleistung hat sich in 2025 von TEUR 177.674 im Vorjahr auf TEUR 189.399 erhöht. Die Betriebsleistung pro Dienstnehmer ist von TEUR 302 in 2024 auf TEUR 312 gestiegen. Der Materialeinsatz und die Aufwendungen für bezogene Leistungen blieben mit 67,1 % der Betriebsleistung zum Vorjahr unverändert.
Das Ergebnis vor Steuern 2025 beträgt TEUR 8.022 (Vorjahr: TEUR 7.682) und hat sich damit um TEUR 340 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Eigenkapitalrentabilität hat sich gegenüber dem Vorjahr von 12,2 % auf 12,5 % erhöht. Die Umsatzrentabilität blieb gegenüber dem Vorjahr mit 4,3 % unverändert.
Das kurzfristige Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 13,4 % oder um TEUR 1.797 erhöht. Das kurzfristige Fremdkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % oder um TEUR 152 verringert. Das Working Capital hat sich in 2025 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.949 erhöht und beträgt zum 31.12.2025 TEUR -2.674.
Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt in 2025 TEUR 5.581 (Vorjahr: TEUR 14.201) und hat sich in Relation zum Umsatz von 8,0 % im Vorjahr auf 3,0 % vermindert.
Durch die Errichtung, den Ausbau und die laufende Optimierung der Terminals in Hörsching und Himberg ist es auch trotz der geplanten Mengensteigerung möglich, den von DACHSER vorgegebenen Qualitätsstandard zu gewährleisten.
Umweltbelange
DACHSER-Austria Gesellschaft m.b.H. ist aktiv bemüht, die Umwelt zu schützen. Für das gesamte Unternehmen wurde vom Abfallwirtschaftsbeauftragten ein Abfallwirtschaftskonzept ausgearbeitet, das auf den drei Säulen Abfallvermeidung, Abfalltrennung und sachgerechter Abfallentsorgung aufbaut.
In unserem Unternehmen kommt es zu keinen nennenswerten Emissionen in Luft oder Wasser. Daher bestehen auch keine über das übliche Ausmaß hinausgehenden behördlichen Auflagen im Bereich des Umwelt- oder Anrainerschutzes.
In der Betriebsstätte Hörsching wurde in 2025 eine PV-Anlage in Betrieb genommen. Die Firmen-PKW-Flotte wird sukzessive auf E-PKWs umgestellt, in den 10 Firmen-LKWs sind 3 E-LKWs enthalten.
Arbeitnehmerbelange
Die DACHSER-Austria Gesellschaft m.b.H. ist langfristig nur mit qualifizierten und engagierten Mitarbeitern erfolgreich. Voraussetzung dafür ist die Schaffung von Rahmenbedingungen, die unsere Mitarbeiter zu optimalen Leistungen anspornen. Durch das Entgegenbringen von Wertschätzung und der Schaffung von weitreichenden Möglichkeiten für die Mitarbeiter soll die Fluktuation im Unternehmen möglichst gering gehalten werden.
In die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter investierten wir auch in diesem Geschäftsjahr. Bereits ab dem 1. Lehrjahr werden Schulungen und Seminare angeboten. Neben den innerbetrieblichen Fortbildungsmaßnahmen wurde in 2025 mit einem Betrag von TEUR 279 (Vorjahr: TEUR 274) in die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert.
Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die
Risiken des Unternehmens
Ausblick
Die Logistikbranche ist geprägt von einem großen Konkurrenz- und Kostendruck. Durch permanente Kostenkontrolle, Optimierung der Arbeitsabläufe, Zugewinn von Neukunden sowie Entwicklung von Bestandskunden versuchen wir dieses dynamische Markt- und Branchenumfeld bestmöglich für unsere Unternehmensziele auszunutzen.
Die Entwicklung des Unternehmens zeigt trotz des enormen Konkurrenzkampfes, des generellen Preisverfalles in der Branche und der Situation auf den Treibstoffmärkten in eine positive Richtung. Diese Erwartungshaltung wird durch den weiteren Zugewinn von Kunden und Restrukturierungsmaßnahmen bestärkt.
Die Unabhängigkeit und Flexibilität in den operativen Entscheidungen sowie die permanente Innovationsorientierung garantiert die Stärkung der strategischen Positionierung des Unternehmens am europäischen Markt als kompetenter Logistikdienstleister.
Risikomanagementsystem
Die wesentliche Aufgabe eines Risikomanagementsystems liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken und der Planung bzw. Veranlassung jener Maßnahmen, die nachteilige Auswirkungen negativer Entwicklungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hintanhalten oder zumindest begrenzen.
Zentraler Bestandteil des Risikomanagements ist die laufende Analyse der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklung und deren voraussichtliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. In unserem Unternehmen ist ein monatliches Controllingsystem eingeführt, welches eine detailliertere Steuerung des Unternehmens auf verschiedenen Deckungsbeitragsebenen ermöglicht. Diese Informationen dienen der Geschäftsführung, um ein möglichst zeitnahes Gesamtbild über aktuellen und zukünftigen Risiken zu haben.
Unterstützt wird das Risikomanagementsystem durch ein System der internen Kontrolle, das durch die allgemeinen Grundsätze des Vier-Augen- Prinzips, der Funktionstrennung und der Vorgabe von Richtlinien für bestimmte Maßnahmen gekennzeichnet ist. Dieses System der internen Kontrolle ist auch Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung.
Die Koordination der unternehmensweiten Risikoerfassung und die Aggregation der solcherart bewerteten Risiken nehmen die Stabsstellen Finanzwesen, Personal und Controlling wahr. Soweit möglich, werden die identifizierten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung auf das Ergebnis quantifiziert.
Finanzinstrumente
Als wesentliche originäre Finanzinstrumente sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und innerhalb des Konzerns (TEUR 14.349), Bankguthaben (TEUR 255) und die Verbindlichkeiten (TEUR 14.550) zu nennen. Die ausgewiesenen Buchwerte zum Bilanzstichtag entsprechen im Wesentlichen dem jeweiligen Marktwert. Es werden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
Das maximale Ausfallsrisiko in Bezug auf die finanziellen Vermögenswerte ist mit deren Buchwert begrenzt. Soweit ein Ausfallsrisiko erkennbar ist, werden Wertberichtigungen gebildet. Die Geschäftsführung geht von der Einbringlichkeit der Forderungen in der Höhe des ausgewiesenen Buchwertes aus.
Um Ausfallsrisiken bei den Kundenforderungen zu reduzieren, erfolgen umfangreiche Bonitätsprüfungen bei Neukunden und es werden alternative Zahlungsmodelle eingesetzt. Das effektive Forderungsmanagement vermindert das Cashflow-Risiko und Forderungsausfälle können damit möglichst gering gehalten werden.
Weitere wesentliche Risiken
IT-Risiken
Zur Minimierung möglicher Risiken aus der Informationstechnologie setzen wir moderne Hardware und aktuelle Software ein. Absolute Datensicherheit stellen wir durch laufende Datensicherung und doppelte Lagerung (Back-up System) sicher.
Personal- und Fluktuationsrisiko
Dem Risiko der Abwanderung von Fach- und Führungskräften wirken wir mit vorbildlichen Sozialleistungen und einem breiten Aus- und Weiterbildungsprogramm entgegen.
Forschung und Entwicklung
Dachser Austria ist nicht im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Dieser Bereich wird durch das Stammhaus in Deutschland abgedeckt.
Hörsching, am 16. April 2026
DACHSER-Austria Gesellschaft m.b.H.
Alfred Koblmüller MBA, MIB
Michael Rauhofer