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Lagebericht 2024/25

"Innviertlerlandei" Johann Poringer Gesellschaft m.b.H. & Co. KG.

Original-PDF

Stichtag 31. Juli 2025 · Eingereicht am 15. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Geschäftsverlauf

Der Umsatz der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 1,6 % erhöht. Nach Abzug des Waren- und Materialeinsatzes ergibt sich eine Wertschöpfung von rd. EUR 4,77 Mio (VJ EUR 4,07 Mio), das sind rd. 16,5 % (VJ rd. 14,2 %) der Betriebsleistung. Die Lohn- und Gehaltssumme der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr rd. EUR 1,39 Mio (VJ rd. EUR 1,38 Mio).

Die Steuerleistung des Unternehmens betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr rd. TEUR 3.001 Umsatzsteuer, rd. TEUR 293 Lohn- und Sozialabgaben sowie rd. TEUR 58 an sonstigen Steuern und Gebühren.

Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 928,0 (VJ TEUR 821,0) erhöht. Nach Abzug der Zinsaufwendungen verbleibt ein Ergebnis vor Steuer von TEUR 862,8 (VJ TEUR 767,3).

Bericht über Zweigstellen

Die „Innviertlerlandei“ Johann Poringer GmbH & Co KG verfügt über keine Zweigniederlassungen.

2. Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens haben sich wie folgt entwickelt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Geschäftsjahrin 2020/2021 2021/2022 2022/2023 2023/2024 2024/2025
TEUR
Bilanzsumme5.469,65.938,56.558,27.563,88.880,8
Anlagevermögen2.537,42.680,42.981,93.205,54.085,1
Investitionen325,5634,4725,19628,31.357,2
Eigenkapital790,1629,51.592,81.829,92.014,5
Verbindlichkeiten4.152,04.741,84.386,75.132,75.999,7
Ergebnis vor Steuern-106,5-179,3857,6767,3862,8
Cash Flow aus dem380,6285,9789,8894,01.268,0
Ergebnis

Das buchmäßige Eigenkapital beträgt rd. 22,7 % (VJ rd. 24,2 %) der Bilanzsumme. Unter Einrechnung der Investitionszuschüsse ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von rd. 28,0 % (VJ rd. 26,0 %).

In den Verbindlichkeiten sind die Verrechnungskonten der Kommanditisten mit einem Betrag von rd. TEUR 1.374,9 (VJ 860,8) enthalten, die dem Unternehmen langfristig zur Verfügung stehen. Für diese Verrechnungskonten bestehen keine Rückzahlungsverpflichtungen, ausgenommen die von den Gesellschaftern getätigten Entnahmen, insbesondere für Ertragsteuern. Die Gesellschaft ist auf Grund der finanziellen Struktur ständig in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

3. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Im Geschäftsjahr 2025 / 2026 wird die Gesellschaft durch ständige Evaluierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und kontinuierliche strukturelle Verbesserung und Weiterentwicklung auf volatile Preisniveaus von Rohstoffen, Energie, Material und Transport reagieren.

Beschaffungsentscheidungen werden unter ständiger Analyse der Preisentwicklungen auf den Rohstoffmärkten getroffen.

Die Umsatzentwicklung zeigt aufgrund des allgemeinen Preisgefüges und anhaltender Inflation nach oben. Die Ergebnisentwicklung ist weiter positiv. Die Pflege der guten langfristigen Kunden- Lieferantenbeziehungen und eine breite Abnehmerstruktur sowohl im Frischei-, als auch im Ostereibereich, sind wesentlich für die weitere positive wirtschaftliche Entwicklung.

Die Wachstumschancen sind weiter dort begrenzt, wo es Engpässe bei Rohwaren gibt. Die Nachfrage verschiebt sich trotz hoher Inflation wieder in Richtung alternativer Haltungsformen (BIO, Freiland), was auf ein sehr bewusstes Einkaufsverhalten und heterogene Käuferschichten mit unterschiedlichsten Ernährungsgewohnheiten und Zahlungsbereitschaften zurückzuführen ist.

Neben der Markt- und gesellschaftspolitischen Entwicklung ist die Effizienz und Wirtschaftlichkeit interner Prozesse mit einer effizienten Ressourcennutzung, Energieeffizienz und Personaleinsatzplanung wesentlich. Konkret gemeint ist die Minimierung von Schwund, Ausschuss und Rework in der Produktion, eine auftragsabhängige und abteilungsübergreifende Personaleinsatzplanung und Personalentwicklung, im Transportbereich die Vermeidung von Leerfahrten durch optimierte Tourenplanung und abteilungsübergreifend und gesamtbetrieblich der optimierte Einsatz aller Ressourcen, Rohstoffe und Materialien sowie Energie.

4. Risikobericht

Die Hauptrisiken sind generelle, der Eierbranche immanente Risiken, die alle Packstellen gleichermaßen betreffen. Zur Beherrschung dieser Risiken und Risikominimierung haben wir Kontrollen und Prozesse eingeführt, um die Eintrittswahrscheinlichkeit zu minimieren und die Folgen gering zu halten.

Zu den größten Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, zählt das Kaufverhalten der Konsumenten, die Abhängigkeit von wenigen großen Kunden und plötzlich eintretende nicht beeinflussbare Ereignisse wie etwa Vogelgrippe.

Im Personalbereich muss auf die Anforderungen des sich ändernden Arbeitsmarktes Rücksicht genommen werden. Personalentwicklung und Arbeitsplatzgestaltung gewinnen an Bedeutung, um Mitarbeiter gewinnen und halten zu können. Damit uns das gelingt, wird die Digitalisierungs- und Automatisierungsoffensive vorangetrieben und körperliche Arbeit entlastet.

Eine Abhängigkeit von Export- oder Währungsrisiken ist nicht gegeben, weil alle Umsätze im Inland bzw. in Euromärkten erzielt werden. Aus diesem Grund sind Kurssicherungsmaßnahmen nicht erforderlich. Die bestehenden Zinsänderungsrisiken werden durch Beobachtung der kurz-, mittelund langfristigen Zinsentwicklung in Grenzen gehalten.

Aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur bestehen hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine wesentlichen Ausfallrisiken. Die Finanzierung erfolgt primär über

Kontokorrentkredit bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft hat bisher keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

5. Nachtragsbericht

Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

6. Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die „Innviertlerlandei“ Johann Poringer GmbH & Co KG hat ein Internes Kontrollsystem etabliert, welches die vorhandenen internen Kontrollprozesse um die Rechnungslegung analysiert und dokumentiert. Wesentliche Elemente des IKS sind die regelmäßigen Prüfungen der Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips der Kontrolle der Eingangsrechnungen sowie beim Zahlungsverkehr.

7. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen ist ständig bestrebt, durch laufende Entwicklung die Qualität der Produkte an die geänderten Kundenanforderungen und neue rechtliche Rahmenbedingungen anzupassen. Es ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess zur Optimierung von Prozessen und Effizienzsteigerung implementiert. Dabei geht es primär um Ressourceneffizienz. Besondere Forschungsprojekte bzw. - schwerpunkte werden in der nächsten Zukunft nicht verfolgt.

Tumeltsham, 10. Dezember 2025

Die Geschäftsführung:

Poringer Gesellschaft m.b.H.

Mag. Alexandra Furthner-Poringer

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