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Lagebericht 2025

ALU-SOMMER GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 01. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

ALUSOMMER

ALU-SOMMER GmbH Lagebericht 2025

1) Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

1.1 Geschäft und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2025 war in Osterreich, Deutschland und der Schweiz, den Hauptmärkten der Gesellschaft, weiterhin durch sinkende Nachfrage geprägt. Aufgrund des weiterhin stagnierenden Hochbauvolumens kam es auch im Fassadenbau weiterhin zu Auftragsrückgängen.

Dem entsprechend ist (nach der Konjunkturprognose 12/2025 des WIFO) die reale Bruttowertschöpfung in der Bauwirtschaft im Gesamtjahr 2025 mit 15,19 Mrd. € im Vergleich zum Jahr 2024 mit 15,31 Mrd. € nahezu konstant geblieben. Auch die Prognosen für 2026 mit 15,28 Mrd. € bzw. mit 15,43 Mrd. € für 2027 zeigen ein ähnliches Bild.

Nach diesem Bericht des WIFO (Stand 12/25) wird die österreichische Wirtschaft (Veränderung des BIP) im Jahr 2026 um + 1,2 % wachsen, nach 0,5 % im Jahr 2025, -0,7 % im Jahr 2024 und -0,8 % im Jahr 2023. Nach der Prognose wird die Bauwirtschaft im Jahr 2026 mit 0,6 % leicht ansteigen, nach -0,8 % im Jahr 2025 und -4,2% im Jahr 2024.

Der vom WIFO im Jänner 2026 durchgeführte Konjunkturtest zeigt eine eher schwache Konjunkturentwicklung als Einschätzung der österreichischen Unternehmen. Der Index der aktuellen Lagebeurteilung notiert mit -1,1 Punkten im negativen Bereich. In der Bauwirtschaft stieg der Lageindex zwar um 0,4 Punkte ein wenig an, notierte mit -1,7 Punkten weiter im negativen Bereich.

Der Index der unternehmerischen Erwartungen der Gesamtwirtschaft notierte mit -0,1 Punkten an der Nullinie, die negative von positiven Konjunkturerwartungen trennt. In der Bauwirtschaft zeigte sich eine Verschlechterung der Erwartungen um -2,4 Punkte. Der Index notierte mit -1,0 wieder unter der Nulllinie.

1.2 Geschäftsergebnis und Ertragslage (in TEUR)

Im Geschäftsjahr 2025 konnte aufgrund des weiterhin schwierigen Umfelds kein positives Betriebsergebnis erzielt werden. Mit einer Jahresbauleistung (Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderung) von 35.404 TEUR, wurde ein Ergebnis vor Steuern von – 2.401 TEUR erreicht.

Die Jahresbauleistung wurde vorwiegend im Alu-Fassadenbau generiert. Die anteilige ausländische Jahresbauleistung betrug durch Projekte in Deutschland und der Schweiz 10.905 TEUR (2024: 14.411 TEUR).

Der durchschnittliche Mitarbeiterstand in Osterreich verminderte sich auf 209 Mitarbeiter (2024: 227).

Im Sinne niedriger Personalkosten wurden die Aktivitäten in Ungarn beibehalten: Die AS Montage Kft. überlässt durchschnittlich 22 Arbeitskräfte für Montage und Produktion an ALU-SOMMER zum Einsatz in Österreich und die AS Produktion Kft mit dem Produktionsbetrieb in Sopron ist mit durchschnittlich 23 Mitarbeitern als Lohnfertiger für die ALU-SOMMER GmbH tätig.

Vom Firmensitz in Stoob wurden 2025 Projekte in Österreich, Deutschland und der Schweiz zentral ohneZweigniederlassungen abgewickelt. Unsere Tochtergesellschaften, die ALU-SOMMER Deutschland GmbH und ALU-SOMMER SUISSE AG haben im Berichtsjahr weitere Aufträge im Fassadenbau in Form von Projektmanagement, technischer Planung und Fremdvergaben abgewickelt.

Die durchschnittliche Auftragsgröße der in 2025 eingegangenen Aufträge beträgt 2.945 TEUR (ohne Kleinaufträge bis 100 TEUR).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024
(in TEUR)(in TEUR)
Umsatzerlöse (inkl. Bestandsveränderung)35.40440.538
Betriebserfolg-2.462181
Finanzergebnis61-7
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag-2.401338
EBIT (Betriebserfolg + Zinserträge)-2.074372
20252024
(in %)(in %)
Umsatzrentabilität
(EBIT / Umsatzerlöse inkl. BV)-5,90,92
Eigenkapitalrentabilität
(Ergebnis vor Steuern /Ø Eigenkapital)-41,92,3
Gesamtkapitalrentabilität
(EBIT / durchschn. Gesamtkapital)-8,51,5

Im kaufmännischen Bereich erfolgt das Projektcontrolling mittels regelmäßig aktualisierter Hochrechnungen der Projektergebnisse; das Rechnungswesen erfolgt im SAP-System.

1.3 Finanzlage (in TEUR)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit-2.829-5.176
Cashflow aus der Investitionstätigkeit443-492
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit3.085-129

1.4 Vermögenslage (in TEUR)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
Anlagevermögen7.3987.894
20252024
Umlaufvermögen16.73316.451
Eigenmittel4.1247.325
Fremdmittel20.09417.037

Die Eigenmittelquote gemäß § 23 URG betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 17,0 % gegenüber dem Vorjahr (30,1 %).

Die Bilanzsumme beträgt 24.218 TEUR im Jahr 2025 zu 24.362 TEUR im Jahr 2024.

1.5 Forschung und Entwicklung

Die F & E Tätigkeit des Geschäftsjahres 2025 lag bei ALU-SOMMER in den Bereichen innovative Fassadengestaltungen inkl. Belüftungs- und Sonnenschutzanlagen. Dafür wurden ungefähr 400 TEUR (das sind ~ 1,2 Jahresbauleistung) aufgewendet. % der

Die Entwicklungsprojekte sind interdisziplinär organisiert – Mitarbeiter aus allen Abteilungen werden je nach Bedarf eingesetzt; es gibt keine eigene Entwicklungsabteilung.

1.6 Zweigniederlassung

Die ALU-SOMMER GmbH hat keine Zweigniederlassung.

2. Risikomanagementsystem in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Um Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten wirksam entgegensteuern zu können, werden weiterhin folgende Maßnahmen ergriffen:

Preisänderungsrisiko:

Preisänderungsvereinbarungen werden laufend in Kunden- und Lieferantenverträgen so weit wie möglich umgesetzt und damit weiterhin ein von der ALU-SOMMER GmbH nicht beeinflussbares Risiko begrenzt.

Zahlungsausfallsrisiko:

Zahlungsausfälle werden durch laufende Kreditwürdigkeitsprüfungen der Kunden sowie ein aktives Mahnwesen begrenzt.

Liquiditätsrisiko:

Es wird laufend eine Liquiditätsvorschau erstellt. Auf Grund dessen werden entsprechende Maßnahmen zur Sicherung und/oder Verbesserung der Liquiditätssituation eingeleitet.

Zinsänderungsrisiko:

Grundsätzlich werden langfristige Finanzierungsvorhaben durch langfristige Darlehen und das Umlaufvermögen durch kurzfristige Darlehen finanziert.

Währungsrisiko:

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Dritten werden hauptsächlich in der Hauswährung EUR abgeschlossen, um etwaige Wechselkursrisiken zu minimieren.

3. Risikoberichterstattung

Es bestehen die im Alu-Fassadenbau branchenüblichen Baurisiken. Durch Anzahlungen der Kunden, bzw. durch strenges Forderungsmanagement wird versucht, das Forderungsausfallrisiko so gering wie möglich zu halten. Im Jahr 2025 gab es durch diese Maßnahmen keine nennenswerten Forderungsausfälle.

4. Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Umweltbelange:

Im Jahr 2025 hat die Photovoltaikanlage am Standort Stoob – bestehend aus 2 Anlagen mit jeweils 250kWp – eine Jahresleistung 484.610,00 kWh erzeugt hat. Davon wurden 68% im Eigenverbrauch genutzt.

Die ALU-SOMMER GmbH legt auch großen Wert auf strikte Mülltrennung sowie auf das Recycling der bei Profil- und Blechbearbeitung entstehenden Restmengen. Im Jahr 2025 wurden 472 Tonnen an Schrott für Metalle und Glas (402to Aluminium und Bleche, 33to Stahl, 12to Niro, 1to Kupfer und 23to Glas) getrennt und dem Recycling zugeführt.

Arbeitnehmerbelange:

Es ist der ALU-SOMMER GmbH im Jahr 2025 weiterhin gelungen, das Personal zu halten. Es wurden auch im Jahr 2025, trotz schwieriger Auftragslage, keine Maßnahmen wie Kurzarbeit in Anspruch genommen.

Jedes Jahr werden neue Lehrlinge in unserem Betrieb aufgenommen und ausgebildet. Die ALU-SOMMER GmbH ist im Burgenland weiterhin einer der größten Lehrlingsausbilder.

Im Jahr 2025 wurden 5 neue Lehrlinge aufgenommen.

Nach Beendigung der Lehrzeit werden diese direkt als Facharbeiter übernommen.

Aufgrund der großen Personalbindung der Mitarbeiter ist die Fluktuation in der ALU-SOMMER GmbH wie in den letzten Jahren weiterhin sehr gering.

Für die ALU-SOMMER GmbH ist Aus- und Weiterbildung ein wichtiges Thema. Schulungen zur Bedienung von Bearbeitungsmaschinen und den diversen Blechbearbeitungszentren, bis hin zu fachspezifischer Weiterbildung werden von der ALU-SOMMER GmbH sehr unterstützt.

5. Ausblick für 2026

Im Bereich der Rohstoffe wurden steigende Preise im Bereich Aluminium und Glas (bzw. in den Energieintensiven Rohstoffen) beobachtet. Der Peak sollte mit Ende Januar 2026 erreicht worden sein, die Tendenz wird im Bereich Glas leicht fallend beobachtet und im Bereich Aluminium wird weiterhin mit schwankenden Preisen gerechnet. Bei den Rohstoffen Stahl und Zubehör wird es keine signifikanten Veränderungen geben. Es wird davon ausgegangen, dass allfällige Preissteigerungen bedingt, durch steigende Energiekosten, durch Preisreduktionen aufgrund des erhöhten Wettbewerbsdruckes verursacht, durch ein verringertes Marktvolumen kompensiert werden. In Bezug auf die Personalkosten hingegen werden aufgrund der zwischen den Sozialpartnern verhandelten Inflationsabgeltungen und den daraus resultierenden KV-Abschlüssen, keine signifikanten Kostensteigerungen im Personalbereich erwartet.

Die Bauaktivitäten werden im Jahr 2026 und dem Folgejahr in den für uns wichtigen Bereichen Büro-, Hotel- und dem öffentlichen Neubau, weiterhin rückläufig sein. Dies wirkt sich in weiterer Folge auch dämpfend auf die Nachfrage im Fassadenbau aus. Den geänderten Marktverhältnissen wird in der Ergebnisplanung für 2026 Rechnung getragen.

Für das Geschäftsjahr 2026 wird eine Betriebsleistung von 40.000 TEUR hauptsächlich in den Märkten Österreich, Deutschland und der Schweiz erwartet. Von dieser geplanten Umsatzerwartung sind per Februar 2026 für das Jahr 2026 bereits 70% durch erteilte Aufträge abgesichert.

Stoob, 12. Mărz 2026

Birgit Brezövich, MSc.

Manfyed Pagitz

Dipl.-Ing. Marko-Andreas Buxbaumer

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