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I. Geschäftsverlauf
Die Fensterbau Salzburg GesmbH blickt auf durchwachsendes Geschäftsjahr 2025 zurück. Das operative Geschäft, welches die Produktion, den Vertrieb sowie die Montage von Fenstern und Türen umfasst, konnte stark ausgebaut werden. Die Betriebsleistung konnte um 10,7% (Vorjahr 5,1%) gesteigert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich jedoch aufgrund des starken Anstiegs beim Materialeinsatz und Fremdleistungsaufwand sowie des hohen Anstiegs beim Personalaufwand auf EUR 131.927,77 (Vorjahr TEUR 826,82). Ebenso wirkten sich Einmaleffekte, die in Zukunft nicht mehr zu erwarten sind, negativ auf das EBIT aus. Die Marktpräsenz wurde sowohl über den Hauptstandort als auch über die Zweigniederlassung Zell am See erfolgreich gefestigt.
II. Lage der Gesellschaft
a. Vermögenslage
Die Vermögenslage ist durch eine gute Eigenkapitalausstattung gekennzeichnet. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt per 31.12.2025 EUR 4.290.471,40 (Vorjahr EUR 4.754,95), was einer Eigenkapitalquote von 67,3% (Vorjahr 72,7%) entspricht. Trotz des Rückgangs bleibt der Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 1.232.874,29 (Vorjahr EUR 1.836,43) bedeutend, welcher der Gesellschaft eine hohe Flexibilität und Unabhängigkeit verleiht. Der Anlagendeckungsgrad beträgt 3,2 (Vorjahr 3,7), womit das Anlagevermögen mehr als dreifach durch langfristiges Kapital gedeckt ist.
b. Finanzlage
Die Finanzlage des Unternehmens stellt sich mittels der Geldflussrechnung wie folgt dar:
| Geldflussrechnung gem. AFRAC 36 (Juni 2020) | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| (in EUR) | (in TEUR) | |
| Ergebnis vor Steuern | 123 410,47 | 848,17 |
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 419 028,32 | 1 324,19 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -422 578,45 | -250,82 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -600 000,00 | -600,00 |
| zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | ||
| und Zahlungsmitteläquivalente | -603 550,13 | 473,37 |
| + Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am | ||
| Beginn der Periode | 1 836 424,42 | 1 363,06 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| am Ende der Periode | 1 232 874,29 | 1 836,43 |
Der Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit verringerte sich auf EUR 419.028,32 (Vorjahr EUR 1.324,19), was jedoch weiterhin die solide Innenfinanzierungskraft des Unternehmens unterstreicht.
c. Ertragslage:
Die Ertragslage war im Jahr 2025 von deutlich gestiegenen Aufwendungen geprägt. Da durch die Steigerung der Umsatzerlöse die Erhöhungen beim Materialeinsatz, den Fremdleistungen und den Personalkosten nicht kompensiert werden konnten, verringerte sich das EBITDA von TEUR 1.131,07 im Vorjahr auf EUR 418.433,76 im aktuellen Geschäftsjahr. Die Gesamtkapitalrentabilität sank von 12,8% auf 2,0%. Der Jahresüberschuss nach Steuern beläuft sich auf EUR 135.517,12 (Vorjahr TEUR 670,36). Der Cashflow in % der Betriebsleistung ist aufgrund des operativen Rückgangs auf 2,5% (Vorjahr 8,6%) gesunken.
Die Ertragslage der nächsten Wirtschaftsjahre wird weiterhin vorsichtig positiv gesehen, wobei durch den anhaltenden Druck im Bereich der Personalkosten und Materialaufwendungen eine Stabilisierung angestrebt wird.
d. Berechnung der Kennzahlen
Für die Berechnung der Kennzahlen wurden die Zuschüsse zum Anlagevermögen mit den Sachanlagen saldiert sowie die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen bei den noch nicht abrechenbaren Leistungen in Abzug gebracht.
Die Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
| 2025 | 2024 | Referenzwerte | |
|---|---|---|---|
| fiktive Schuldentilgungsdauer in Jahre | 2,0 | 0,0 | nicht > 15 Jahre |
| Cash flow in % der Betriebsleistung | 2,5% | 8,6% | |
| Gesamtkapitalrentabilität | 2,0% | 12,8% nicht < FKap-Zinssatz | |
| Liquidität (Mobilitätsgrad) | 2,4 | 3,0 | nicht < 1,0 |
| Verschuldungsgrad | 0,5 | 0,4 | nicht > 3,0 |
| Anlagendeckungsgrad | 3,2 | 3,7 | nicht < 1,0 |
Die Berechnung der dargestellten Kennzahlen:
| 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| (in EUR) | (in TEUR) | (in EUR)__ | (in TEUR) | ||
| Eigenkapitalquote | Liquidität (Mobilitätsgrad) | ||||
| Eigenkapital | 4 290 471,40 | 4 754,95 | (Umlaufvermögen | 4 805 327,28 | 5 090,01 |
| / Bilanzsumme | 6 376 941,39 | 6 542,30 | - davon langfristig) / (Fremdkapital | -117 124,61 2 086 469,99 | -95,85 1 787,35 |
| = Eigenmittelquote nach URG | 67,3% | 72,7% | - davon langfristig) | -122 328,42 | -137,35 |
| = Liquidität (Mobilitätsgrad) | 2,4 | 3,0 | |||
| fiktive Schuldtilgungsdauer in Jahre | |||||
| Fremdkapital | 2 086 469,99 | 1 787,35 | Verschuldungsgrad | ||
| - Liquide Mittel | 1 232 874,29 | 1 836,42 | Fremd kapital | 2 086 469,99 | 1 787,35 |
| = Fremdkapital effektiv | 853 595,70 | -49,08 | / Eigenkapital | 4 290 471,40 | 4 754,95 |
| / Netto-Geldfluss aus betriebl. Tätigkeit | 419 028,32 | 1 324,19 | = Verschuldungsgrad | 0,5 | 0,4 |
| = fiktive Schuldtilgungsdauer | 2,0 | 0,0 | Anlagendeckungsgrad | ||
| Cash flow in % der Betriebsleistung Netto-Geldfluss aus betriebl. Tätigkeit | 419 028,32 | 1 324,19 | Eigenkapital + langfristiges FKap / Anlagevermögen | 4 412 799,82 1 393 987,87 1 | 4 892,30 312,47 |
| / Betriebsleistung ohne Anlagenverkäufe | 16 952 044,21 | 15 329,19 | = Anlagendeckungsgrad | 3,2 | 3,7 |
| = Cash flow in % der Betriebsleistung | 2,5% | 8,6% | |||
| Gesamtka pitalrentabilität | |||||
| EBIT (= Betriebsergebnis) | 131 927,77 | 826,82 | |||
| / Durchschnittliches Kapital | 6 459 622,09 | 6 460,40 | |||
| = Gesamtkapitalrentabilität | 2,0% | 12,8% |
III. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Für das kommende Geschäftsjahr wird mit einer stabilen, aber herausfordernden Entwicklung gerechnet. Da die Gesellschaft eng mit der Bau- und Sanierungswirtschaft verknüpft ist, teilt sie die allgemeinen Erwartungen des Sektors. In der Fensterbranche wird aufgrund der allgemeinen Baukonjunktur mit einer Konsolidierungsphase gerechnet. Das Management erwartet für die Gesellschaft eine synchrone Entwicklung mit der Gesamtbranche, sieht sich jedoch durch die hevorragende Eigenkapitalausstattung, die solide Liquidität und die starke regionale Verankerung über den Hauptstandort sowie die Zweigniederlassung Zell am See deutlich besser positioniert als die Mitbewerber. Für die langfristig strategische Ausrichtung wird ab Mitte 2026 eine zweite Zweigniederlassung in St. Johann im Pongau betrieben.
IV. Der Bereich Forschung und Entwicklung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde von der Gesellschaft keine systematische Forschung und Entwicklung im Sinne des § 243 UGB betrieben. Produktinnovationen und Prozessoptimierungen werden im Rahmen des laufenden Produktionsund Montagebetriebs direkt umgesetzt.
V. Risikoberichterstattung
Die wesentlichen Risiken der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:
a. Risikofrüherkennungs- und Risikomanagement-System
Das Risikomanagement der Gesellschaft ist Bestandteil der Unternehmensführung und in die Gestaltung der Geschäftsprozesse eingebunden. Ein zielorientiertes Controlling sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich sorgen dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis stehen und frühzeitig erkannt werden. Als Risikoindikatoren gelten insbesondere wesentliche Abweichungen zu den definierten Unternehmenszielen.
b. Markt- und Wettbewerbsrisiko
Konjunkturelle Schwankungen im Wohnbau können die Nachfrage beeinflussen. Dem wird durch eine zusätzliche Fokussierung auf den Sanierungsmarkt und Privatkunden entgegengewirkt.
c. Beschaffungsrisiko:
Preisvolatilitäten bei Rohstoffen (Aluminium, Kunststoff, Glas) werden durch langfristige Lieferverträge und ein aktives Lagermanagement mit Vorräten an Rohstoffen von EUR 591.053,05 (Vorjahr TEUR 550,46) abgefedert.
d. Finanzielles Risiko / Ausfallsrisiko
Aufgrund der soliden Eigenmittelquote (67,3%) und vorhandenen Bankguthaben ist das Liquiditäts- oder Zinsänderungsrisiko als gering einzustufen. Dem Debitorenrisiko mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 2.514.828,28 (Vorjahr TEUR 2.374,48) wird durch ein striktes Mahnwesen und Bonitätsprüfungen im Vorfeld begegnet.
e. Versicherungsrisiken
Die Gesellschaft ist mit den branchenüblichen Versicherungsleistungen ausgestattet, insbesondere wird auf eine dem Geschäftsvolumen angepasste Betriebshaftpflicht geachtet.
f. Risiken der IT-Systeme
Potenzielle Risiken im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT- Systeme der Gesellschaft werden durch laufende Anpassungsmaßnahmen begrenzt.
VI. Finanzinstrumente
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
VII. Zweiqniederlassungen
Die Gesellschaft betreibt unverändert eine Zweigniederlassung in 5700 Zell am See, Flugplatzstraße 52, TOP 1b und wird ab Mitte 2026 eine weitere Zweigniederlassung in 5600 St. Johann im Pongau, Industriestraße 23 betreiben.
Thalgau, am 29. Oktober 2026 /
BM. Ing. Thomas Schruckmayr
Dipl.-Ing. Martin Karl