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Lagebericht 2025

Fensterbau Salzburg GesmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

I. Geschäftsverlauf

Die Fensterbau Salzburg GesmbH blickt auf durchwachsendes Geschäftsjahr 2025 zurück. Das operative Geschäft, welches die Produktion, den Vertrieb sowie die Montage von Fenstern und Türen umfasst, konnte stark ausgebaut werden. Die Betriebsleistung konnte um 10,7% (Vorjahr 5,1%) gesteigert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich jedoch aufgrund des starken Anstiegs beim Materialeinsatz und Fremdleistungsaufwand sowie des hohen Anstiegs beim Personalaufwand auf EUR 131.927,77 (Vorjahr TEUR 826,82). Ebenso wirkten sich Einmaleffekte, die in Zukunft nicht mehr zu erwarten sind, negativ auf das EBIT aus. Die Marktpräsenz wurde sowohl über den Hauptstandort als auch über die Zweigniederlassung Zell am See erfolgreich gefestigt.

II. Lage der Gesellschaft

a. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist durch eine gute Eigenkapitalausstattung gekennzeichnet. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt per 31.12.2025 EUR 4.290.471,40 (Vorjahr EUR 4.754,95), was einer Eigenkapitalquote von 67,3% (Vorjahr 72,7%) entspricht. Trotz des Rückgangs bleibt der Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 1.232.874,29 (Vorjahr EUR 1.836,43) bedeutend, welcher der Gesellschaft eine hohe Flexibilität und Unabhängigkeit verleiht. Der Anlagendeckungsgrad beträgt 3,2 (Vorjahr 3,7), womit das Anlagevermögen mehr als dreifach durch langfristiges Kapital gedeckt ist.

b. Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens stellt sich mittels der Geldflussrechnung wie folgt dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Geldflussrechnung gem. AFRAC 36 (Juni 2020)20252024
(in EUR)(in TEUR)
Ergebnis vor Steuern123 410,47848,17
Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit419 028,321 324,19
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit-422 578,45-250,82
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-600 000,00-600,00
zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente-603 550,13473,37
+ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am
Beginn der Periode1 836 424,421 363,06
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
am Ende der Periode1 232 874,291 836,43

Der Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit verringerte sich auf EUR 419.028,32 (Vorjahr EUR 1.324,19), was jedoch weiterhin die solide Innenfinanzierungskraft des Unternehmens unterstreicht.

c. Ertragslage:

Die Ertragslage war im Jahr 2025 von deutlich gestiegenen Aufwendungen geprägt. Da durch die Steigerung der Umsatzerlöse die Erhöhungen beim Materialeinsatz, den Fremdleistungen und den Personalkosten nicht kompensiert werden konnten, verringerte sich das EBITDA von TEUR 1.131,07 im Vorjahr auf EUR 418.433,76 im aktuellen Geschäftsjahr. Die Gesamtkapitalrentabilität sank von 12,8% auf 2,0%. Der Jahresüberschuss nach Steuern beläuft sich auf EUR 135.517,12 (Vorjahr TEUR 670,36). Der Cashflow in % der Betriebsleistung ist aufgrund des operativen Rückgangs auf 2,5% (Vorjahr 8,6%) gesunken.

Die Ertragslage der nächsten Wirtschaftsjahre wird weiterhin vorsichtig positiv gesehen, wobei durch den anhaltenden Druck im Bereich der Personalkosten und Materialaufwendungen eine Stabilisierung angestrebt wird.

d. Berechnung der Kennzahlen

Für die Berechnung der Kennzahlen wurden die Zuschüsse zum Anlagevermögen mit den Sachanlagen saldiert sowie die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen bei den noch nicht abrechenbaren Leistungen in Abzug gebracht.

Die Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024Referenzwerte
fiktive Schuldentilgungsdauer in Jahre2,00,0nicht > 15 Jahre
Cash flow in % der Betriebsleistung2,5%8,6%
Gesamtkapitalrentabilität2,0%12,8% nicht < FKap-Zinssatz
Liquidität (Mobilitätsgrad)2,43,0nicht < 1,0
Verschuldungsgrad0,50,4nicht > 3,0
Anlagendeckungsgrad3,23,7nicht < 1,0

Die Berechnung der dargestellten Kennzahlen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
2025202420252024
(in EUR)(in TEUR)(in EUR)__(in TEUR)
EigenkapitalquoteLiquidität (Mobilitätsgrad)
Eigenkapital4 290 471,404 754,95(Umlaufvermögen4 805 327,285 090,01
/ Bilanzsumme6 376 941,396 542,30- davon langfristig) / (Fremdkapital-117 124,61 2 086 469,99-95,85 1 787,35
= Eigenmittelquote nach URG67,3%72,7%- davon langfristig)-122 328,42-137,35
= Liquidität (Mobilitätsgrad)2,43,0
fiktive Schuldtilgungsdauer in Jahre
Fremdkapital2 086 469,991 787,35Verschuldungsgrad
- Liquide Mittel1 232 874,291 836,42Fremd kapital2 086 469,991 787,35
= Fremdkapital effektiv853 595,70-49,08/ Eigenkapital4 290 471,404 754,95
/ Netto-Geldfluss aus betriebl. Tätigkeit419 028,321 324,19= Verschuldungsgrad0,50,4
= fiktive Schuldtilgungsdauer2,00,0Anlagendeckungsgrad
Cash flow in % der Betriebsleistung Netto-Geldfluss aus betriebl. Tätigkeit419 028,321 324,19Eigenkapital + langfristiges FKap / Anlagevermögen4 412 799,82 1 393 987,87 1 4 892,30 312,47
/ Betriebsleistung ohne Anlagenverkäufe16 952 044,2115 329,19= Anlagendeckungsgrad3,23,7
= Cash flow in % der Betriebsleistung2,5%8,6%
Gesamtka pitalrentabilität
EBIT (= Betriebsergebnis)131 927,77826,82
/ Durchschnittliches Kapital6 459 622,096 460,40
= Gesamtkapitalrentabilität2,0%12,8%

III. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das kommende Geschäftsjahr wird mit einer stabilen, aber herausfordernden Entwicklung gerechnet. Da die Gesellschaft eng mit der Bau- und Sanierungswirtschaft verknüpft ist, teilt sie die allgemeinen Erwartungen des Sektors. In der Fensterbranche wird aufgrund der allgemeinen Baukonjunktur mit einer Konsolidierungsphase gerechnet. Das Management erwartet für die Gesellschaft eine synchrone Entwicklung mit der Gesamtbranche, sieht sich jedoch durch die hevorragende Eigenkapitalausstattung, die solide Liquidität und die starke regionale Verankerung über den Hauptstandort sowie die Zweigniederlassung Zell am See deutlich besser positioniert als die Mitbewerber. Für die langfristig strategische Ausrichtung wird ab Mitte 2026 eine zweite Zweigniederlassung in St. Johann im Pongau betrieben.

IV. Der Bereich Forschung und Entwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde von der Gesellschaft keine systematische Forschung und Entwicklung im Sinne des § 243 UGB betrieben. Produktinnovationen und Prozessoptimierungen werden im Rahmen des laufenden Produktionsund Montagebetriebs direkt umgesetzt.

V. Risikoberichterstattung

Die wesentlichen Risiken der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:

a. Risikofrüherkennungs- und Risikomanagement-System

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist Bestandteil der Unternehmensführung und in die Gestaltung der Geschäftsprozesse eingebunden. Ein zielorientiertes Controlling sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich sorgen dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis stehen und frühzeitig erkannt werden. Als Risikoindikatoren gelten insbesondere wesentliche Abweichungen zu den definierten Unternehmenszielen.

b. Markt- und Wettbewerbsrisiko

Konjunkturelle Schwankungen im Wohnbau können die Nachfrage beeinflussen. Dem wird durch eine zusätzliche Fokussierung auf den Sanierungsmarkt und Privatkunden entgegengewirkt.

c. Beschaffungsrisiko:

Preisvolatilitäten bei Rohstoffen (Aluminium, Kunststoff, Glas) werden durch langfristige Lieferverträge und ein aktives Lagermanagement mit Vorräten an Rohstoffen von EUR 591.053,05 (Vorjahr TEUR 550,46) abgefedert.

d. Finanzielles Risiko / Ausfallsrisiko

Aufgrund der soliden Eigenmittelquote (67,3%) und vorhandenen Bankguthaben ist das Liquiditäts- oder Zinsänderungsrisiko als gering einzustufen. Dem Debitorenrisiko mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 2.514.828,28 (Vorjahr TEUR 2.374,48) wird durch ein striktes Mahnwesen und Bonitätsprüfungen im Vorfeld begegnet.

e. Versicherungsrisiken

Die Gesellschaft ist mit den branchenüblichen Versicherungsleistungen ausgestattet, insbesondere wird auf eine dem Geschäftsvolumen angepasste Betriebshaftpflicht geachtet.

f. Risiken der IT-Systeme

Potenzielle Risiken im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT- Systeme der Gesellschaft werden durch laufende Anpassungsmaßnahmen begrenzt.

VI. Finanzinstrumente

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

VII. Zweiqniederlassungen

Die Gesellschaft betreibt unverändert eine Zweigniederlassung in 5700 Zell am See, Flugplatzstraße 52, TOP 1b und wird ab Mitte 2026 eine weitere Zweigniederlassung in 5600 St. Johann im Pongau, Industriestraße 23 betreiben.

Thalgau, am 29. Oktober 2026 /

BM. Ing. Thomas Schruckmayr

Dipl.-Ing. Martin Karl

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