Inhaltsverzeichnis
Unternehmensgegenstand:
- die Gewinnung und Verarbeitung von mineralischen Rohstoffen, - die Entsorgung und Deponie von Baustellenabfällen samt Containerdienst und Recycling, - Erdbewegung, Transport, Erdbau / Abbrucharbeiten
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage:
Konjunkturelles Umfeld im Berichtsjahr
Anfang März 2026 veröffentlichte Statistik Austria die Daten zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) für das vergangene Jahr und weist nun für 2025 ein Wachstum des realen BIP von 0,7 % (saison- und arbeitstägig bereinigte Daten) aus. Zu Beginn des zweiten Halbjahrs zeigte sich ein kräftiger Anstieg der Wirtschaftsleistung, im vierten Quartal stagnierte diese jedoch.
Nachfrageseitig wuchs der private Konsum im Gesamtjahr 2025 um 0,5 %, die Sparquote der privaten Haushalte sank kontinuierlich. Starke Impulse kamen erneut vom öffentlichen Konsum mit einem Plus von 2,4 %. Die Bruttoanlageinvestitionen wiesen in den ersten drei Quartalen ein starkes Wachstum auf, schrumpften im Jahresabschlussquartal jedoch um 2,1 %. Der sommerliche Investitionsboom war den Ausrüstungsinvestitionen, vor allem bei Fahrzeugen, aber auch bei Maschinen, zuzurechnen. Im vierten Quartal kam es jedoch zu einem deutlichen Einbruch, bei Fahrzeugen sogar im zweistelligen Prozentbereich. Die Interpretation dieser volatilen (Ausrüstungs-)Investitionsentwicklung ist somit schwierig. Die Wohnbauinvestitionen schrumpften in allen vier Quartalen 2025 und auch die Rezession im Wohnbausektor setzte sich fort.
Angebotsseitig spiegelte sich die negative Entwicklung der Investitionen und Importe im vierten Quartal in einem Rückgang der Sachgütererzeugung wider. Dieser war konsistent mit der Industrieproduktion zum damaligen Datenstand, die einen Rückgang von 1,1 % anzeigte. Mit der Veröffentlichung der Daten vom Jänner 2026 wurden die Zahlen für die Industrieproduktion für Dezember 2025 deutlich nach oben revidiert: Dadurch stagnierte diese im vierten Quartal 2025 und eine BIP-Aufwärtsrevision erscheint somit möglich. Die Dienstleistungen stützten die Wirtschaftsentwicklung 2025 (+1,1 %). Besonders stark entwickelte sich die Wertschöpfung in der öffentlichen Verwaltung (+2,9 %) und bei den Dienstleistungen im Immobiliensektor (+2,7 %).
Quelle: OeNB Report 2026/9, März 2026
Die Tiroler Wirtschaft zeigt im Winter 2025/26 eine deutliche Erholungstendenz gegenüber dem Winter 2024/25. Fast alle kurzfristigen Indikatoren deuten auf eine Bodenbildung und einen beginnenden moderaten Aufschwung hin, auch wenn strukturelle Herausforderungen (Investitionsschwäche, Kostendruck) bestehen bleiben.
Die Industrie verzeichnet mit einem Plus von knapp 57 %-Punkten eine Erholung gegenüber der Situation im Vorjahr. Volkswirtschaftlich deutet dies auf eine gewisse Normalisierung der Lieferketten und eine Stabilisierung der Energiepreise hin, die 2024 noch für massive Verunsicherung sorglen. Sorgenkind bleiben aber die hohen Arbeitskosten und damit die fehlende preisliche Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Geschäft. Auch der Handel dreht ins Plus, was auf eine schrittweise Erholung des privaten Konsums hindeutet.
Bauwirtschaft: Trotz einer Verbesserung um rund 32 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr bleibt der Bau mit -6 %-Punkten als einzige Branche beim Geschäftsklimawert im negativen Bereich. Dies spiegelt die anhaltende Belastung durch das hohe Zinsniveau und die daraus resultierende Investitionszurückhaltung im privaten und gewerblichen Hochbau wider.
Quelle: TOP TIROL Konjunkturbarometer, Wirtschaftskammer Tirol, Ausgabe Jänner 2026
Geschäftsverlauf der Gesellschaft
Im Jahr 2025 trat für die Tiroler Bauwirtschaft die Stabilisierung wie erwartet ein, die Marktlage war jedoch immer noch sehr herausfordernd.
Die Leitzinssenkungen der EZB zeigten bereits erste Auswirkungen auf dem Immobilienmarkt, es war ein Zuwachs an Neukrediten und Immobilientransaktionen zu beobachten.
Der Geschäftsverlauf im Wirtschaftsjahr 2025 kann insgesamt als positiv bezeichnet werden, die Betriebsleistung konnte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.
Auch im Geschäftsfeld Erdbau / Abbrucharbeiten konnten höhere Umsätze erzielt werden.
Den Großteil des Kundenstocks bilden gewerbliche Kunden.
Im Bereich Beschaffung bilden die Geräte- und Fahrzeugmieten, sowie die Treibstoff-, Ersatzteil- und Baumateriallieferanten den wesentlichen Lieferantenstock, welcher als ziemlich konstant zu bezeichnen ist. Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten sind nicht gegeben.
Zum Thema Investitionen ist zu erwähnen, dass man bemüht ist, die Produktionsanlagen immer auf den neuesten Stand der Technik zu halten. Ersatzinvestitionen werden laufend durchgeführt.
Zweigniederlassungen der Gesellschaft
Der Sitz der Gesellschaft ist A-6170 Zirl in Tirol; Zweigniederlassungen sind nicht existent.
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
| 2024 | 2025 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | T€ 2.501 | T€ 4.505 |
| Eigenkapitalrentabilität (EGT/ Ø E-K) | 28,1 % | 40,4 % |
| Gesamtkapitalrentabilität (EBIT/Ø Gesamtkapital) | 12,8 % | 17,8 % |
| Nettoverschuldung (Verzinsliches FK – flüssige Mittel) | T€ 8.160 | T€ 9.594 |
| Nettoumlaufvermögen (kfr. UV – kfr. FK) | T€ 9.135 | T€ 12.517 |
| E-K Quote (E-K/Gesamtkapital) | 36,9 % | 40,0 % |
| Operative Cash Flow (JU/JF + pAvA +- Veränderung RST) | T€ 2.973 | T€ 5.622 |
Das Ergebnis vor Steuern und der operative Cash Flow konnten im Berichtszeitraum deutlich
gesteigert werden.
Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des
Unternehmens:
Konjunkturelles Umfeld:
Der Start in das Jahr 2026 verlief positiv. Bereits verfügbare Monatsdaten zeigen eine robuste Entwicklung im Jänner und Februar. Der am 28. Februar ausgebrochene Nahost-Krieg und die in Folge deutlich gestiegenen Energiepreise bringen jedoch erneut große Unsicherheit mit sich und trüben die weiteren wirtschaftlichen Aussichten. Die OeNB erwartet daher für 2026 ein Wirtschaftswachstum von nur 0,5 %. Die Inflation wird auf 2,7 % steigen, die Arbeitslosenquote bei 7,5 % verharren. Gegenüber der OeNB-Prognose vom Dezember 2025 muss die Wachstumsprognose um 0,3 Prozentpunkte zurückgenommen und die Inflationsprognose um 0,3 Prozentpunkte angehoben werden.
Die Umfragen zur Stimmung in der österreichischen Wirtschaft (laut Europäischer Kommission) haben sich im Jahr 2025 bei einem volatilen Verlauf deutlich verbessert. Im Februar 2026 ist das Vertrauen in der Industrie recht stark zurückgegangen. Einzelne stärkere Monatsausschläge sind jedoch nichts Ungewöhnliches und sollten nicht überbewertet werden. Die Industrieproduktion ist dank eines starken Anstiegs im Dezember gut ins Jahr gestartet. Auch die Lkw-Fahrleistungsdaten deuten auf eine robuste Entwicklung der Güterexporte im Jänner und Februar hin. Insgesamt zeichnen die verfügbaren Konjunkturindikatoren daher ein recht optimistisches Bild für den Jahresbeginn 2026. Allerdings ist in den verfügbaren Monatsindikatoren der Nahost-Krieg und seine Folgen noch nicht berücksichtigt.
Der am 28. Februar 2026 ausgebrochene Nahost-Krieg hat unmittelbare und weitreichende Folgen auf die Weltwirtschaft. Seit Kriegsbeginn kam es zu einer Teilsperre der Straße von Hormus, über die etwa ein Fünftel, der weltweit verbrauchten OI- und auch Gasmenge transportiert wird. Die Sperre geht mit gegenseitigen Angriffen auf Förder- und Lagerstätten sowie auf Tankschiffe einher. Dies führte zu einem raschen Anstieg der Energiepreise seit Anfang März.
Dieser erneute Energiepreisschock trifft die österreichische Wirtschaft über mehrere Kanäle: Zunächst führt der Anstieg der Olpreise zu einem unmittelbaren Anstieg von Treibstoffpreisen, der sich bereits in der Inflationsrate vom März 2026 niederschlagen wird. Der Anstieg der Gaspreise trifft die Konsumentinnen in Österreich mit etwas Zeitverzögerung, da viele Verträge die Preise für einen gewissen Zeitraum fixieren. Der Kaufkraftverlust durch höhere Energiekosten reduziert die realen Konsumausgaben der privaten Haushalte.
In der OeNB-Märzprognose sind die direkten Effekte des Energiepreisanstiegs mit Stichtag 11. März 2026 berücksichtigt. Diese dämpfen die Wirtschaftsleistung 2026 um 0,2 Prozentpunkte (neue Daten sowie die Ergebnisse des OeNB-Konjunkturindikators reduzieren das erwartete Jahreswachstum 2026 um 0,1 Prozentpunkt) und erhöhen die Inflation um 0,6 Prozentpunkte. Damit erwartet die OeNB in der vorliegenden Märzprognose ein Wirtschaftswachstum von 0,5 % für 2026. In den Folgejahren steigt das Wachstum auf 1,0 % (2027) und 1,1 % (2028). Da die Konjunkturbelebung zu Jahresbeginn zwar recht kräftig, aber doch etwas schwächer als erwartet war, fällt das Wirtschaftswachstum 2026 in Summe um 0,3 Prozentpunkte schwächer aus als noch in der OeNB-Dezemberprognose angenommen. 2027 liegt das Wachstum um 0,1 Prozentpunkt unter den Erwartungen vom Dezember, 2028 kommt es hingegen zu einer leichten Aufwärtsrevision der Wachstumsprognose auf 1,1 %. Die HVPI-Inflation steigt 2026 auf 2,7 % an – eine Aufwärtsrevision gegenüber der Dezemberprognose von 0,3 Prozentpunkten. 2027 sinkt die HVPI-Inflation zunächst auf 2,3 % und 2028 auf 2,1 %. Quelle: OeNB Report 2026/9, März 2026
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft:
Am Tiroler Markt gibt es im privaten Ein- und Mehrfamilien-Hausbau positive Tendenzen, die Wohnbaufinanzierungen haben stark zugenommen. Die gemeinnützigen Bauträger bauen sehr viel, 2025 wurden Rekordmengen an in Bau befindlichen Wohnungen gemeldet, 2026 setzt sich der Trend fort. Die Nachfrage privater Bauträger steigt langsam, aber auf niedrigem Niveau. Der Sanierungsmarkt bleibt stark, sollte sogar noch stärker wachsen, v.a. bei öffentlichen Gebäuden gibt es viel Aufholbedarf, Stichwort „thermische Sanierung". Wohnbau und Sanierungen sind weiterhin nachgefragt, aber restriktive Kreditbedingungen und Kostenbelastungen bleiben zentrale Risikotreiber. Die Bauindustrie und deren Zulieferbetriebe profitieren von Tunnel- Kraftwerks- und Brücken- Großbaustellen. Die Tiroler Tourismusbetriebe investieren 2026 mehr als in den Vorjahren. Inwieweit diese in Summe positive Erwartungshaltung für das Jahr 2026 von preissteigernden Effekten durch den Nahost-Konflikt gedämpft wird, bleibt abzuwarten.
Laut der quartalsweise von der KMU-Forschung Austria gemeinsam mit der Bundesinnung Bau durchgeführten Konjunkturbeobachtung vom 6. Mai 2026 entwickelt sich die Baukonjunktur im ersten Quartal 2026 wieder positiv. Mit einem Bundesschnitt von 15,0 Wochen liegen die Auftragsbestände um 2,0 Wochen über dem Vergleichswert des Vorjahres aber noch am zweitniedrigsten Wert seit 2017. Die Auftragseingangserwartungen für die kommenden Quartale sind nahezu bundesweit gestiegen, aber per Saldo noch immer negativ. Deutlich positiver ist nur die Stimmung in Tirol, wo man mit einem positiven Saldo von 23% von einer Verbesserung der Auftragslage in den kommenden Quartalen ausgeht.
Im Tiefbau ist die Marktaussicht für Tirol positiv, die Geschäftslage von Plattner & Co wird davon aus heutiger Sicht profitieren.
Die spürbar gestiegenen Energiepreise, insbesondere die Dieselpreise erhöhen den Kostendruck, die gestiegenen Kosten können kurzfristig nur teilweise weiter gegeben werden
Der Umsatz liegt per Ende August unter dem Vorjahr, der Auftragsstand ist gut.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Es sind keine wesentlichen Personalrisiken, operative Risiken, Geschäftsrisiken oder Debitorenrisiken über das branchenübliche Ausmaß hinaus bekannt.
Zur Absicherung der Kundenforderungen werden laufend Bonitätsprüfungen durchgeführt.
Es werden laufend interne Prozessanalysen durchgeführt.
Es werden keine Finanzinstrumente verwendet, die nicht allgemein bekannt oder branchenüblich sind.
Die Geschäftsführung hat ein internes Kontrollsystem eingerichtet, das sicherstellt und gewährleistet, dass die einzelnen Personen, die ihnen die zugerechneten Aufgaben effektiv und effizient erfüllen. Entscheidungen werden grundsätzlich nach Rücksprache mit dem Geschäftsführer oder der Kontrollinstanz nach dem 4-Augen-Prinzip getroffen.
Es wurde eine klare Trennung zwischen der Belegverwaltung (Erstellung und Zahlung der Rechnungen, Ablage der Rechnungen) und Belegverarbeitung (Erfassung der Rechnungen im Rechnungswesen und Abstimmung von Kunden- Lieferanten und Bankkonten) geschaffen. Die Belege werden in materieller und wirtschaftlicher Hinsicht sowie in formaler Hinsicht überprüft.
Die Geschäftsführung (Entscheidungsträger) kann aufgrund der monatlichen Auswertungen die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens verfolgen und bei Bedarf entsprechende Korrekturmaßnahmen ergreifen.
Mögliche wirtschaftliche Auswirkungen der geopolitischen Risiken werden in regelmäßigen Abständen über Forecasts mit unterschiedlichen Absatzszenarien berechnet.
Bericht über die Forschung und Entwicklung:
Nennenswerte Tätigkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung werden nicht durchgeführt.
Hall in Tirol, am 2 4. SEP. 2026
Ing.(Eduard Fröschl
Mag. Thomas Mayr
Eduard Fröschl, MBA