Inhaltsverzeichnis
Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
Geschäftsverlauf
Die KPA Katzbeck ProduktionsGmbH Austria ist innerhalb der Unternehmensgruppe Katzbeck Produzent von Fenstern und Hauseingangstüren tätig. Die Produktpalette umfasst die Elemente Holz, Holz-Alu, Kunststoff und Kunststoff-Alu. Produziert wird ausschließlich für die Vertriebsgesellschaft der Unternehmensgruppe Katzbeck. Das Produktsortiment ist auf die Marktanforderung ausgerichtet und die Produktion der Fenstersysteme wird laufend rationalisiert.
Im Abschlussjahr 2025 konnte der Auftragseingang in der Firmengruppe auf 57,7 Mio Euro gesteigert werden (VJ 53,0 Mio Euro). Der Auftragsmarkt bezog sich im Wirtschaftsjahr im Wesentlichen im Bereich von Sanierungsmaßnahmen und verhältnismäßig im geringen Anteil an Neubauprojekten, die mit Fenster und Türen von Katzbeck ausgestattet wurde. Zur Zielgruppe zählen Wohngebäude, gewerbliche Gebäude, öffentliche Gebäude, industrielle Gebäude sowie kulturelle und historische Bauwerke.
Mit der neuen Produktionshalle am Standort Rudersdorf setzt unser Unternehmen einen bedeutenden Schritt in Richtung Zukunft. Auf über 4.000 m2 modernster Produktionsfläche entstehen hochwertige Kunststoff- und Kunststoff-Aluminium-Fenster und -Türen – effizient, nachhaltig und in innovativem Design.
Eine hochautomatisierte Fertigung sowie ein intelligentes Hochregallager sorgen für maximale Präzision und kurze Lieferzeiten. Gleichzeitig wird durch den Ausbau der Photovoltaikanlage (zusätzlich 500 kWp) und der E-Ladeinfrastruktur konsequent auf nachhaltige Energieversorgung gesetzt.
Besonders hervorzuheben ist die neue Produktgeneration unserer Kunststoff- und Kunststoff-Alu-Fenster und -Türen mit einer Optik, die bisher Holz- und Holz-Aluminium-Systemen vorbehalten war. Fugenlose Eckverbindungen und schlanke Rahmenprofile schaffen ein völlig neues Designniveau.
Technologische Innovationen wie verbesserte Profilgeometrien und eine spezielle Glasverklebungen erhöhen Stabilität und Energieeffizienz unserer Fenster und Türen deutlich. Gleichzeitig ermöglicht ein durchdachtes Recyclingkonzept die Wiederverwertung von Produktionsmaterialien.
Als neuen Lösungsweg im Bereich von Oberflächenlackierungen und somit als Pionierprojekt, wird an einer Lackieranlage gearbeitet, die zum einen ökologischen und nachhaltig gilt, sowie auch eine Neuausrichtung von optischen Anpassungen des Oberflächendesigns vereint.
Mit dieser Investition stärken wir nicht nur unsere Marktposition, sondern entwickeln uns konsequent zu einem der führenden Anbieter am europäischen Fenstermarkt - und schafft dabei moderne, zukunftssichere Arbeitsplätze.
Als Komplettanbieter einer vergrößerten Produktpalette, zeigt sich die positive Marktresonanz mit einer steigenden Auslastung in den Produktionswerken mit ersten Quartal 2026.
Wirtschaftsbericht
Das EBIT betrug im Jahr 2025 EUR 692.413,47 (VJ: EUR 845.495,47). Für das Jahr 2025 wird eine
Eigenmittelquote gemäß § 23 URG iHv 15,21% (VJ: 26,90%) ausgewiesen. Die fiktive
Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG beträgt nunmehr 14,7 Jahre (VJ: 3,6 Jahre).
Ermittlung der Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| Eigenkapital laut Bilanz | 2.395.216,95 | 2.407.737,75 | |
| Gesamtkapital (§224 Abs. 3 UGB) | 15.844.430,25 | 9.051.123,78 | |
| - | von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| - | Investitionszuschüsse | -92.452,69 | -101.287,94 |
| Gesamtkapital | 15.751.977,56 | 8.949.835,84 |
Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:
| Eigenkapital x 100 | |
|---|---|
| 15,2 % Gesamtkapital | 26,9 % |
Ermittlung der fiktiven Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| Rückstellungen | 2.929.389,39 | 3.141.734,61 | |
| + | Verbindlichkeiten | 10.427.371,22 | 3.400.363,48 |
| - | sonstige Wertpapiere und Anteile | 0,00 | 0,00 |
| - | von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| - liquide Mittel | -631,71 | -1.314.613,96 | |
| effektives Fremdkapital | 13.356.128,90 | 5.227.484,13 | |
| Jahresüberschuss | 487.479,20 | 633.028,08 | |
| + | Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Verluste aus dem | ||
| Abgang von Anlagevermögen | 499.952,61 | 507.934,03 | |
| - | Zuschreibungen zum Anlagevermögen und Gewinne aus dem | ||
| Abgang von Anlagevermögen | -3.020,62 | -11.000,00 | |
| - | Auflösung Investitionszuschüsse | -19.735,25 | -17.378,39 |
| +/- Veränderung langfristiger Rückstellungen | -54.871,91 | 324.708,23 | |
| Mittelüberschuss | 909.804,03 | 1.437.291,95 | |
Fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:
| (effektives) Fremdkapital | 14,7 Jahre | 3,6 Jahre |
|---|---|---|
| Mittelüberschuss |
Analyse mittels finanzieller Leistungsindikatoren
Finanzierungskennzahlen
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Verschuldungsgrad in %: | 536,9 % | 260,7 % | |
| Berechnung: | Fremdkapital x 100 | 13.357 x 100 | 6.542 x 100 |
| (Eigenkapital + | 2.488 | 2.509 | |
| Investitionszuschüsse) |
| Investitionsdeckung in %: | 1.378,3 % | 61,4 % | |
|---|---|---|---|
| Berechnung: | Nettoinvestition AV x 100 | 6.811 x 100 | 312 x 100 |
| Abschreibung AV | 500 | 508 |
| Anlagendeckungsgrad I in %: | 27,2 % | 89,4 % | |
|---|---|---|---|
| Berechnung: | (Eigenkapital+ Investitions- | 2.488 x 100 | 2.509 x 100 |
| zuschüsse) x 100 | |||
| Anlagevermögen | 9.155 | 2.807 |
| Anlagenabnutzungsgrad der Sachanlagen in %: | 60,4 % | 82,8 % | |
|---|---|---|---|
| Berechnung: | kum. Afa SAV x100 | 13.938 x 100 | 13.531 x 100 |
| Anschaffungskosten SAV | 23.071 | 16.337 | |
| Working Capital in TEUR: | 1.269 | 3.381 | |
|---|---|---|---|
| Berechnung: | Σ kfr. UV - Σ kfr. FK | 6.633 -5.365 | 6.176 -2.794 |
| Working Capital Ratio in %: | 123,7 % | 221,0 % | |
|---|---|---|---|
| Berechnung: | Σ kfr. UV | 6.633 | 6.176 |
| Σ kfr. FK | 5.365 | 2.794 |
Rentabilitätskennzahlen
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzrentabilität in %: | 1,9 % | 2,7 % | |
| Berechnung: | EBT x 100 | 588 x 100 | 795 x 100 |
| Umsatz (inkl. BV) | 31.566 | 29.990 | |
| Eigenkapitalrentabilität in %: | 23,5 % | 36,1 % | |
| Berechnung: | EBT x 100 | 588 x 100 | 795 x 100 |
| Ø Eigenkapital | 2.498 | 2.201 | |
| Gesamtkapitalrentabilität in %: | 5,6 % | 10,2 % | |
| Berechnung: | (EBT + FK-Zinsen) x 100 | 692 x 100 | 845 x 100 |
| Ø Gesamtkapital | 12.448 | 8.307 |
2. Zukünftige Entwicklungen und Risiken
2.1. Risikobericht
Das Unternehmen ist indirekt mittels der konzerneigenen Vertriebsstruktur in verschiedenen Marktsegmenten tätig. Somit ist das Unternehmen unterschiedlichen geschäftlichen, regionalen und konjunkturellen Risiken ausgesetzt und es wird mittels der gewählten Vertriebsstrategie eine Minderung des Gesamtrisikos angestrebt.
Betriebsunterbrechungen aufgrund technischer Gebrechen an Anlagen werden einerseits durch regelmäßige Wartungen und andererseits durch Modernisierung der eigenen Produktionstechnologie minimiert.
Klassische Risiken wie Naturkatastrophen oder Feuerrisiken sind versichert. Durch stetige Rückmeldungen und Kommunikation mit den Vertriebs-, Montage- und Serviceeinheiten werden die Produkte laufend weiterentwickelt und ein Produkthaftungsrisiko abgeschwächt. Das Risiko eines Zahlungsausfalls von Kunden wird durch eine Kreditausfallversicherung sowie entsprechende Zahlungsvereinbarungen (Anzahlungen, Vorauskasse) minimiert.
Das rechtzeitige Erkennen, Evaluieren und Reparieren auf strategische und operative Risiken ist ein wesentlicher Bestandteil der Führungstätigkeit. Ein einheitliches, auf Monatsbasis arbeitendes Berichtswesen, sowie eine regelmäßige vorausschauende Planung und die frühzeitige Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung sind die Grundlage dafür.
Durch das Expansions- und Innovationsprojekt im Bereich der Kunststofffertigung konnte das Unternehmen sein Portfolio gezielt erweitern und ein hochwertiges Produkt im High-End-Segment gewinnen. Diese strategische Weiterentwicklung trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Als Komplettanbieter mit einer deutlich ausgebauten Produktpalette ist das Unternehmen nun in der Lage, Kunden umfassendere Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem haben kurze Lieferzeiten sich als wesentlicher Faktor zur Senkung des Auslastungsrisikos bewährt.
Fremdwährungsrisiken bestehen durch die Fakturierung in Euro nicht.
2.2. Verwendung von Finanzinstrumenten
Im Berichtszeitraum wurden keine derivativen Finanzinstrumente gehalten.
2.3. Prognosebericht
Der anhaltende Iran-Konflikt stellt eine zunehmende Belastung dar. Durch die geopolitischen Spannungen steigen insbesondere die Energiepreise, sowie auch Produktions- und Transportkosten. Gleichzeitig führt der Konflikt zu einem neuen Anstieg der Inflation.
Ein zentraler Faktor ist die gezielte Erweiterung unserer Produktpalette durch die neue Generation im Kunststoff-Segment. Durch die neue Kunststofflinie erschließt das Unternehmen einen neuen Absatzmarkt und durch innovative Materialien und verbesserte Verarbeitungstechnologien werden wir auch den ökologischen und energieeffizienten Anforderungen gerecht. Durch den Ausbau bestehender Partnerschaften sowie die Gewinnung neuer Handelspartner erhöht sich die Marktdurchdringung deutlich. Bereits im ersten Quartal 2026 konnte eine höhere Produktionssteigerung erreicht werden. Durch eine persönliche und professionelle Beratung, hochwertiger Qualität und Individualität wird der Mehrwert unserer Produkte weiterhin an den Kunden gebracht. Der Fokus wird dabei auf die Sicherung der Ertragsund Umsatzziele gelegt, um weitere Unternehmensentwicklungen umsetzen zu können.
Mittels zielorientierter Marketing- und Vertriebsmaßnahmen innerhalb der Unternehmensgruppe sowie einer laufenden Weiterentwicklung der eigenen Vertriebsmannschaft und unseren Vertriebspartner wird für 2026 eine Festigung der Marktposition in einer weiterhin wirtschaftlichen herausfordernden Umgebung
angestrebt.
3. Forschung und Entwicklung
Gemeinsam mit den Vertriebsunternehmen der Unternehmensgruppe Katzbeck werden Produktentwicklungen hinsichtlich innovativer Fenstersysteme und Rahmenmaterialien betrieben.
4. Bestehende Zweigniederlassung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Zweigniederlassungen unterhalten.
Rudersdorf, am 24.4.2026
Unterschrift des Geschäftsführers