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Lagebericht 2025

A.M.I. Agency for Medical Innovations GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 22. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T 2025

der

A.M.I. Agency for Medical Innovations GmbH, Feldkirch

1. Geschäftsverlauf

1.1.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Gesellschaft beschäftigt sich mit

(a) der Entwicklung von medizintechnischen Produkten, (b) der Erzeugung und dem Vertrieb von medizintechnischen Produkten, (c) dem Erwerb und der Verwertung von Patenten und Lizenzen an medizintechnischen Produkten, (d) dem Agenturbetrieb für medizintechnische Innovationen.

1.2.

Geschäftsergebnis, Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Werte in 1 Td. €20252024Veränderung
Rohertrag I14.86513.939926
Ergebnis vor Steuern2.4621.686776
Jahresüberschuss/-fehlbetrag1.9401.559381

Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete die Gesellschaft über sämtliche Geschäftsbereiche hinweg eine insgesamt stabile und positive Entwicklung in den relevanten Absatzmärkten.

Veränderungen bei den Bezugspreisen für Ausgangsmaterialien sowie Verschiebungen im Produkt- und Kundenmix führten im Geschäftsjahr 2025 zu einer Verbesserung der Rohertragsmarge um rund 3 Prozentpunkte. Zusätzlich wirkten sich Optimierungen der Aufwandsstruktur sowie rückläufige Abschreibungen positiv auf die Ergebnisentwicklung aus. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund EUR776 Td.

1.3.

Vermögens- und Finanzlage

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren zur Vermögens- und Finanzlage stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Das Net Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund EUR 1,3 Mio. auf nunmehr EUR 4,8 Mio. Wesentliche Ursachen hierfür waren der Anstieg der flüssigen Mittel sowie der Rückgang der Verbindlichkeiten, insbesondere der Kreditverbindlichkeiten und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die verbesserte Ertragslage ermöglichte die Stabilisierung der Eigenkapitalrentabilität im Geschäftsjahr 2025 auf 58 %.

Die Entwicklung der Nettoverschuldung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
31.12.202531.12.2024
Entwicklung NettoverschuldungTd. EURTd. EUR
verzinsliches Fremdkapital *)398289
-flüssige Mittel2.8682.357
=Nettoverschuldung-2.469-2.068

*) Abfertigungsrückstellung, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten,

verzinsliche Darlehen in den sonstigen Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr 2025 erhöhten sich die flüssigen Mittel gegenüber dem Vorjahr um rund EUR 511 Td.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich im Berichtszeitraum um rund EUR 0,1 Mio. auf nunmehr EUR 9,7 Mio.

Im Berichtsjahr wird ein Jahresüberschuss in Höhe von rund EUR 1,9 Mio. ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt rund 58 % und dokumentiert weiterhin eine solide Kapitalausstattung. Die Cashflow-Rechnung stellt sich im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Werte in 1.000 €20252024
Netto-Geldfluss aus der betriebl. Tätigkeit1.5111.703
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit-298-250
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-701-517

1.4.

Mitarbeitende

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl lag im Geschäftsjahr 2025 bei rund 79 Mitarbeitenden gegenüber 100 Mitarbeitenden in der Vorjahresperiode.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Gesellschaft keine wesentliche Veränderung des Personalstandes

1.5. Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung medizinisch-technischer Produkte erfordert ein hohes Maß an Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Forschung und Entwicklung stellen daher weiterhin einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmensstrategie der Gesellschaft dar.

1.6. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

2. Risiko

2.1. Allgemeines Risikomanagement

Zum Bilanzstichtag bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung keine wesentlichen Preisänderungs-, Ausfalls-, Liquiditäts- oder Cashflow-Risiken.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements der Gesellschaft, welches in den angewandten Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden entsprechend berücksichtigt wird.

Die Fremdfinanzierungen wurden im wirtschaftlich üblichen Rahmen abgeschlossen. Das Fremdwährungsrisiko wird aufgrund der überwiegend auf Euro-Basis erfolgenden Fakturierung und Finanzierung als gering eingestuft.

Sonstige Risiken sind in der Bilanz durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt. Das Kundenportfolio der Gesellschaft weist nach Einschätzung der Geschäftsführung vertretbare Ausfallrisiken auf, weshalb derzeit keine Notwendigkeit für den Abschluss einer Debitorenversicherung gesehen wird.

2.2.

Verhältnisse am Absatzmarkt

Die Absatzmärkte in den Bereichen Gynäkologie, Urologie und Koloproktologie entwickeln sich weiterhin positiv, wobei die Wachstumsdynamik in den einzelnen Bereichen unterschiedlich ausfallen kann.

Für die bisherige Kernregion Europa wird unverändert von einer hohen Marktstabilität ausgegangen. Zusätzliche Wachstumspotenziale werden insbesondere in der Region Nordamerika gesehen, wobei weitere substanzielle Markterfolge in dieser Region wesentlich von produktspezifischen Marktzulassungen abhängig sind.

2.3. Verhältnisse am Beschaffungsmarkt

Die Auswahl der Lieferanten erfolgt auf Basis strenger Qualitätsmanagement-Kriterien.

Wesentliche Risiken auf den Beschaffungsmärkten sind sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht derzeit nicht erkennbar. Ungeachtet dessen kann es bei einzelnen spezifischen Rohstoffen oder Komponenten vereinzelt zu temporären Lieferengpässen kommen.

2.4. Geopolitische Risiken

Die geopolitischen Risiken, insbesondere in den Regionen Ukraine/Russland sowie Israel/Palästina/Iran, werden nach derzeitiger Einschätzung als begrenzt und ohne wesentliche Ausweitung beurteilt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Krisen auf die Gesellschaft beschränken sich bislang auf den Absatzbereich und werden laufend beobachtet und derzeit als beherrschbar beurteilt.

2.5.

Finanzielle Risiken

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind.

3. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026

Das Geschäftsjahr 2025 schloss insgesamt mit einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung ab. Auf Basis der aktuellen Planung geht die Gesellschaft davon aus, dass auch im Geschäftsjahr 2026 eine ausreichende Liquiditätsausstattung sichergestellt sein wird.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bleibt die nachhaltige Entwicklung der Produktumsätze. Durch die Erschließung neuer Handelspartner in ausgewählten Märkten wird für das Geschäftsjahr 2026 mit einer Steigerung der Umsatzerlöse gerechnet.

Feldkirch, 11. Juni 2026

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Jonas Schnider

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