Inhaltsverzeichnis
1. Kennzahlen und Marktentwicklung
Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 11,7 % von TEUR 457.886 auf TEUR 511.298 gestiegen.
Die Hauptmärkte in Europa sind nach wie vor Deutschland mit einem Anteil von ca. 26 % (Vorjahr: ca. 29 %), die Schweiz mit einem Anteil von ca. 6 % (Vorjahr: ca. 7 %) und Frankreich mit einem Anteil von ca. 8 % (Vorjahr: ca. 10 %). Der Anteil in Höhe von 14 % in Großbritannien konnte gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 deutlich gesteigert werden (Vorjahr 9,5 %) Der USA Anteil ist gegenüber dem Vorjahr (5 %) auf 8 % gestiegen. Der Umsatz in den USA betrug heuer rund TEUR 43.129 (Vorjahr: TEUR 23.676). Wie im Geschäftsjahr 2024 wurde auch 2025 der eingeschlagene Weg der Internationalisierung weiterverfolgt. Unser Ziel ist es in den Märkten, in denen wir vertreten sind, einen Marktanteil von mehr als 10 % zu erzielen.
Das erzielte Betriebsergebnis liegt bei TEUR 25.030, was einer Erhöhung von 117,0 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die EBIT-Quote (EBIT / Umsatz) liegt bei 4,9 % und damit deutlich über dem Vorjahresniveau von 2,5 %. Beeinflusst ist das Betriebsergebnis vor allem dadurch, dass der Absatzmarkt leicht gesteigert und am Kosteneffizienzprogramm festgehalten wurde.
Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 57). Im Bereich Sachanlagen wurden TEUR 3.570 (Vorjahr: TEUR 9.797) investiert. Bei den Investitionen handelte es sich im Wesentlichen um standardmäßige Investitionen für den laufenden Geschäftsbetrieb. Bei den Finanzanlagen gab es 2025 keine Investitionen.
Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) liegt zum Ende des Geschäftsjahres mit 38,0 % unter dem Vorjahreswert von 56,8 %. Dies ist auf den Umstand zurückzuführen, dass die positive Ertragsentwicklung unter der Ausschüttung liegt.
Die Gesamtkapitalrentabilität ist im Vergleich zum Vorjahr um 87,0 % unter anderem aufgrund eines Absatzanstiegs gestiegen. Mit einem erzielten Betriebsergebnis von TEUR 25.030 und einem Gesamtkapital von TEUR 290.876 ergibt sich eine Gesamtkapitalrentabilität von 8,6 % (Vorjahr: 4,6 %).
Aus dem Ergebnis konnte 2025 ein positiver Cash Flow (Jahresgewinn /-verlust + Abschreibungen / - Zuschreibungen auf Anlagevermögen inklusive Finanzanlagen) von TEUR 26.468 (Vorjahr: TEUR 16.849) erwirtschaftet werden.
2. Personal
Mitarbeiter sind unser Erfolgsfaktor Nr. 1. Die Qualität der Arbeit, die Innovationskraft und das Engagement der Mitarbeiter entscheiden über den Erfolg der Produkte und Dienstleistungen von Wacker Neuson. Eigenverantwortung und Führungsqualität sowie Motivation und Zufriedenheit auf jeder Stufe sind dabei für die Wacker Neuson- Gruppe die wichtigsten Leistungsfaktoren.
Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte die Wacker Neuson Linz GmbH 936 Mitarbeiter (Vorjahr: 981). Die Anzahl der Stammmitarbeiter liegt somit leicht unter dem Vorjahresniveau.
Die Ausbildung nimmt weiterhin einen hohen Stellenwert bei der Wacker Neuson Linz GmbH ein. So wurden im Geschäftsjahr 2025 14 Lehrlinge (Vorjahr: 10) in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen und im Gegenzug 11 neue Lehrlinge (Vorjahr: 9) aufgenommen. Des Weiteren wurde 2025 wieder schwerpunktmäßig in Führungskräftetrainings und Trainings für Lehrlinge, investiert. Die Aufwendungen für externe Aus- und Weiterbildung beliefen sich auf TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 197).
3. Zweigniederlassungen
Die Wacker Neuson Linz GmbH betreibt ein Konstruktionsbüro in Prag, Tschechien.
4. Beschaffungsmarkt
Im vergangenen Geschäftsjahr ist aufgrund der steigenden Geschäftsentwicklung das Einkaufsvolumen auf TEUR 335.300 (Vorjahr: TEUR 243.488) gestiegen.
Angesichts der stabilen Rohmaterial- und Energiekosten und der angespannten Auslastung der Lieferpartner im Beschaffungsmarkt konnten Materialpreisreduktionen erzielt werden. Dieser Trend sollte sich 2026 abgeschwächt fortsetzen.
Zudem gab es im Beschaffungsmarkt 2025 trotz geringer Auslastung der Lieferpartner eine volatile und instabile Liefertreue, unter anderem beeinflusst durch Insolvenzen in der Lieferkette. Störungen in der Materialversorgung im Bereich Seefracht führten im Geschäftsfahr 2025 zu Verzögerungen, wobei für 2026 mit einer Stabilisierung diesbezüglich gerechnet wird. Insgesamt ist 2026 von einer stabileren Materialversorgung auszugehen.
5. Forschung und Entwicklung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in den Produktgruppen Bagger und Dumper Wacker Neuson-Geräte nach Abschluss der Entwicklungstätigkeiten erfolgreich in den Markt eingeführt. In der Produktgruppe Bagger wurden die Entwicklungsarbeiten im Rahmen der Kooperation mit John Deere konsequent fortgeführt. Auch im Bereich Zero Emission wurden weitere Entwicklungsprojekte erfolgreich abgeschlossen und die strategische Expansion des Segments gezielt vorangetrieben. Um die herausragende Qualität und Innovationskraft der Maschinen weiter zu optimieren, wurden die Ausgaben für den Bereich Forschung und Entwicklung auf hohem Vorjahresniveau gehalten.
Im kommenden Geschäftsjahr werden weitere Wacker Neuson-Geräte in der Produktgruppe Bagger und Dumper überarbeitet und in den Markt eingeführt werden.
6. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Im Jahr 2026 läuft bei der Wacker Neuson Linz die zwischen der Wacker Neuson Group im Jahr 2022 getroffene langfristige Kooperation für Mini- und Kompaktbagger mit John Deere Construction & Forestry Company im vollem Umfang. Diese Partnerschaft überkompensiert die ausgelaufene Zusammenarbeit mit Caterpillar im Produktionswerk der Wacker Neuson Linz, eröffnet erhebliche Wachstumschancen, stärkt weiter die Markposition und trägt maßgeblich zur Effizienzsteigerung bei.
Im Geschäftsjahr 2025 haben sich die Marktvolumina in den wesentlichen Märkten steigend entwickelt. Angesichts dieser Umstände geht man davon aus, dass sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2026 weiterhin konstant entwickeln wird. An den bisherigen Kosteneffizienzprogrammen wird weiterhin festgehalten.
7. Umweltmanagement
Für Wacker Neuson Linz GmbH ist Ressourcenschonung, Energieeffizienz und ein umfassendes Umweltmanagement eine Maxime in ihrem unternehmerischen Handeln. Dies unterstreicht auch die Tatsache, dass ein Energiemanagement-System nach der Prüfungsnorm ISO 50001:2018 sowie ein Umweltmanagement-System nach der Prüfungsnorm ISO 14001:2015 implementiert ist.
8. Risikomanagement
Währungsrisiken
Absatzseitig bestehen durch die ausschließliche Fakturierung in Euro keine Währungsrisiken. Beschaffungsseitig ergeben sich für Materialzukäufe insbesondere in Japan und China Währungsrisiken, welche im Rahmen eines zentralen Währungsmanagementsystems laufend erfasst und durch entsprechende Maßnahmen, wie z.B. Währungskompensationsvereinbarungen und Devisentermingeschäfte, minimiert werden.
Die Devisentermingeschäfte haben zum Jahresende einen negativen Wert von TEUR 88 (Vorjahr: negativer Wert TEUR 17).
Ausfallrisiko Forderungen
Der überwiegende Teil der Forderungen aus Lieferung und Leistung betrifft Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Angesichts der ausgezeichneten wirtschaftlichen Konzernsituation ist keinerlei Ausfallsrisiko gegeben.
Auch im Bereich Drittforderungen wird aufgrund eines strikten Debitorenmanagements das Ausfallsrisiko stark reduziert.
Marktrisiken
Die konjunkturelle Entwicklung der für uns relevanten Märkte wird laufend beobachtet, um gegebenenfalls rasch und effizient auf Veränderungen des Marktumfeldes reagieren zu können.
Beschaffungsrisiken
Beschaffungsseitig bestehen durch Lieferengpässe, Preisvolatilität und vereinzelten Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten Risiken. Durch Diversifizierungsstrategien, langfristigen Partnerschaften als auch alternativen Beschaffungsquellen können dieses Risiken stetig minimiert werden.
IT-Risiken
Das Unternehmen ist auf eine leistungsfähige und sicherte IT-Infrastruktur angewiesen. Risiken bestehen insbesondere durch Systemausfälle, Cyberangriffe und Datenschutzverletzungen. Durch moderne Sicherheitstechnologien, regelmäßige Updates sowie ein umfassendes Notfall- und Risikomanagement wird dem entgegengewirkt.
Technologie- und Innovationsrisiken
Risiken ergeben sich in diesem Bereich insbesondere durch disruptive Technologien, sich verändernde Marktanforderungen und den Eintritt neuer Wettbewerber. Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, investieren wir kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, beobachten technologische Trends und passen unsere
Geschäftsmodelle proaktiv an. Mögliche Risiken durch bahnbrechende Technologien und Fehlinvestitionen werden durch ein strukturiertes Innovations- und Risikomanagement begrenzt.
Umweltrisiken
Vor allem regulatorische Veränderungen, klimatische Einflüsse und ökologische Auflagen werden als potenzielle Umweltrisiken beobachtet. Zur Risikominimierung wird eine konstante Uberwachung der Umweltvorschriften vorgenommen sowie ressourcenschonende Prozesse gefördert. Zudem wird laufend an nachhaltigen Maßnahmen gearbeitet.
Personalrisiken
Fachkräftemangel, demografische Entwicklungen als auch die Fluktuation zählen zu den Hauptherausforderungen. Gezielte Personalentwicklungs-, Nachfolgeplanungsmaßnahmen, attraktive Arbeitsbedingungen und strategisches Talentmanagement tragen zur Minimierung dieser Risiken bei.
Finanz- und Zinsrisiko
Es bestehen zum Stichtag keine Finanz- oder Zinsrisiken.
Gesamtrisiko
Zur gegenwärtigen Zeit sind keine Einzelrisiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Hörsching, am 23. Februar 2026
ogner eh Dr. Robert Finzel eh