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Lagebericht 2023/24

Stein & Co gmbh

Original-PDF

Stichtag 31. Okt. 2024 · Eingereicht am 30. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Die Stein & Co gmbh besteht seit 1999 und ist ein Großhandelsunternehmen mit Sitz in Ennsdorf bei Enns, welches Naturstein und Keramik Produkte samt Verlegematerialien an Steinmetze, Bodenleger, Garten- und Landschaftsgestalter, Baufirmen, Baustoffhändler und Fliesenleger liefert.

Neben dem österreichischen Markt, der bereits sehr intensiv bearbeitet wird, wird auch ein geringer

Umsatzanteil in Tschechien generiert. Seit dem Wirtschaftsjahr 2012 besteht eine Vertriebsniederlassung in München für den bayrischen Markt, wobei derzeit ausschließlich der niederbayrische Raum bis einschließlich Großraum München bearbeitet wird. Die Stein & Co bayem gmbh ist eine 100% Tochter der Stein & Co gmbh. Hauptbeschaffungsländer sind nach wie vor Asien (China), Süd- und Südosteuropa, Indien, Südamerika und Ostafrika.

Die seit 2011 aufgebaute eigene Fertigung ist technisch hochwertig ausgestattet und ist ein unverzichtbarer Bestandteil des angebotenen Produktportfolios. Nahezu jeder individuelle Bedarf kann innerhalb unserer Materialbereiche kurzfristig abgedeckt werden. Dies stellt einen erheblichen Wettbewerbsvorteil dar.

Im Geschäftsjahr mussten überhöhte Seefrachten aufgrund der Sperre im Suez-Kanal (Nahost-Konflikt) in Kauf genommen werden und die für das Frühjahr 2024 bestellte Ware konnte erst mit deutlicher Verspätung im Herbst 2024 geliefert werden.

Der Fokus liegt weiterhin auf den Mainstreamprodukten, sowie auf Keramik wo eine jährliche Nachfragesteigerung zu verzeichnen ist.

Das Kundenportfolio ist breit gestreut und es wurden Maßnahmen getroffen, um das vorhandene Marktpotential für ein moderates Wachstum im kommenden Jahr zu heben.

Geschäftsergebnis und Ertragslage, Beschaffungs-, Absatz- und Marktsituation

Nach dem verlustreichen Jahr 2023 musste im Wirtschaftsjahr 2024 noch einmal ein Verlust hingenommen werden.

Die immer noch schwächelnde Baukonjunktur, die anhaltende Zurückhaltung im EFH-Bau, sowie die bereits erwähnte verspätete Warenverfügbarkeit aufgrund des Nahost-Konflikts, haben es nicht ermöglicht die geplanten Umsatzziele zu erreichen und die bereits getroffenen Reststrukturierungsmaßnahmen reichten daher nicht aus, um einen weiteren Verlust zu verhindern.

Das Ergebnis vor Steuern betrug T€-1.760 bzw. -10,3 % vom Umsatz. Die Betriebsleistung sank um 14 % auf

T€ 17.058. Der Personalaufwand reduzierte sich in diesem GJ um 26,9 % auf T€ 2.927.

Kundensituation

Wir können auf eine stabile und treue Kundenbasis bauen. Mehr als 2/3 der Kundenumsätze die erwirtschaftet wurden, waren bereits im Jahr 2022 Kunden. Durch die kleingliedrige und treue Kundenstruktur haben wir gute Voraussetzungen, um an einer Markterholung und damit steigenden Aufträgen bei unseren Kunden zu partizipieren.

Mitarbeiterentwicklung

Die Stein & Co gmbh beschäftigte während des Geschäftsjahres durchschnittlich 44 Angestellte und 16 Arbeiter. Aktuell / Stand 09/2025 werden insgesamt 43,7 Mitarbeiter vollzeitäquivalent beschäftigt. Besonderes Augenmerk wird auf das Stammpersonal gelegt, welches jahre- bzw. jahrzehntelange Erfahrung mitbringt und ein schlagkräftiges Kern-Team darstellt. Dieses Wissen und die Erfahrungswerte sind ein wesentlicher Bestandteil für den künftigen Erfolg und auch für die Wissensweitergabe an künftige Mitarbeiter.

Finanz- und Vermögenslage

Durch die beschriebene Situation wird das Ergebnis heuer etwa ausgeglichen sein. Es sind keine Investitionen geplant. Die Liquidität ist für die stets schwierigen Wintermonate sichergestellt. Die Prognose für 2026 ist aufgrund der vorangegangen beschriebenen Maßnahmen und zu erwartenden Branchenaussichten durchaus positiv.

Die laufende AFA wird deutlich zurückgehen und ebenso werden sich die Zinsaufwendungen aufgrund der vorangegangen mehrfachen Zinssenkungen und vermutlich noch weiteren Senkungen erheblich reduzieren und somit positiv auf das Ergebnis auswirken.

Es liegt keine Uberschuldung im Sinne des Insolvenzrechtes vor. Einerseits wurde eine positive

Fortbestandsprognose erstellt, andererseits sind im Anlagevermögen beträchtliche stille Reserven vorhanden.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung ist nach wie vor hintangestellt, zumal das Produktsortiment sehr schlagkräftig gestaltet ist.

Betriebliche Kennzahlen

Die Nettoverschuldung hat sich im abgelaufenen WJ mit T€ 12.069 gegenüber dem Vorjahr um T€ 502 verändert.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
2022/20232023/2024
Nettoverschuldung12.570.36812.068.603

Das Working Capital hat sich zum Stichtag ins Negative gedreht.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
2022/20232023/2024
Eigenkapital+unverst. RL+Investitionszuschüsse1.052.911-741.026
Gesamtkapital18.674.79918.214.861
Eigenkapitalquote in %5,64%k. A.%

Das kurzfristige Fremdkapital beträgt T€ 11.951.

Das Ergebnis nach Zinsen und vor Steuern beträgt nun T€ - 1.760; im vorherigen WJ waren es T€ -3.616.

Eigenka pitalrentabilität

Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 9 und Z 12) zum Eigenkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Berechnung:2023/20242022/2023
Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 9 und Z
12) x 100-167,2 %-77,22%
Eigenkapital zum 01.11.2023

2. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, voraussichtliche Entwicklung und Risken des Unternehmens

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres

Im Frühjahr 2025 konnte für die kaufmännische Leitung des Unternehmens ein erfahrener Mitarbeiter mit Branchenkenntnissen gewonnen werden.

Mit der Anpassung der Mitarbeiteranzahl an die Umsatz-/Marktsituation, konnte insbesondere die Produktivität im Logistikbereich gesteigert werden. Die insgesamt getroffenen Personaleinsparungsmaßnahmen wirken sich bereits erheblich in der Kostensenkung aus, ohne dabei die Qualität oder Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu beeinträchtigen. Der volle Umfang der Kostenreduktion kommt aber erst im Wirtschaftsjahr 2026 im vollen Umfang zum Tragen.

Das Rechnungswesen wurde neu strukturiert und es wird ein großes Augenmerk auf effiziente Prozesse, tagfertige Buchhaltung und zeitnahe Monatsabschlüsse inkl. Berichtswesen gelegt.

Ebenso wurde ein strukturiertes Forderungsmanagement inkl. Monitoring eingeführt, um die Liquidität zu verbessern und um etwaigen Forderungsausfällen entgegenzuwirken.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Aus heutiger Sicht ist für das laufende Wirtschaftsjahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis zu rechnen und für 2026 ist aufgrund der getroffenen restriktiven Einsparungsmaßnahmen und einer moderat geplanten Umsatzentwicklung ein deutlich positives Ergebnis mit einer Umsatzrendite zwischen 3 % bis 4 % zu erwarten.

Die Talsohle sollte 2025 erreicht worden sein und ein leichter Aufwärtstrend für die Baubranche wird wieder für 2026 prognostiziert. Nach einem Rückgang von - 4,4 % im Jahr 2024 (Hochbau – 5,5 % / Tiefbau + 1,7 %) und einer Seitwärtsbewegung 2025, wird für 2026 mit einem Wachstum im Hochbau von 2,6 Euroconstruct 12/2024). % gerechnet (Quele:

Aufgrund des Bedarfs unserer Waren am Ende der Wertschöpfungskette des Wohnbaus, ist damit zu rechnen, dass der Aufschwung leicht verzögert eintritt. Dieser Umstand findet Ergebnisplanungen. Berücksichtigung bei den

Weitere Gründe für eine Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes in der Baubranche sind die Lockerung der Kreditvergaberichtlinien (KIM Verordnung) per 30.06.2025 und die mehrfach vorangegangenen Zinssenkungen. Dementsprechend sind die Kreditvergaben der Banken an Private für Immobilien in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen.

Hinsichtlich wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Unternehmensfortführung verweisen wir auf Punkt 1.1.2. des Anhangs zum Jahresabschluss.

Risikobericht

Die Kundenstruktur von Stein & CO ist kleingliedrig und birgt daher kein Klumpenrisiko durch den Verlust eines einzelnen Kunden.

Durch das neu installierte Forderungsmanagement wird besonderes Augenmerk auf die Prüfung der Kreditwürdigkeit der Kunden und auf das Zahlungsverhalten gelegt. Ein laufendes Monitoring, sowie ein gut strukturiertes Mahnwesen, soll das Ausfallsrisiko im Forderungsbereich minimieren.

Für den Wareneinkauf wurden Maßnahmen definiert, um das Risiko zu minimieren, sollte die Seefracht einen definierten Wert überschreiten, die wiederum nicht an den Markt weitergegeben werden können.

Es bestehen derzeit keinerlei Gerichtsprozesse, auch sind keine absehbar.

25.09.2025.

Datum, Unterschriften der Geschäftsführer

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