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Lagebericht 2025

Aigner GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 08. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmen

1.1 Geschäft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Aigner GmbH ist ein österreichischer Anlagenbauer für Absaug- und Filtertechnik sowie Prozesslüftung in gewerblichen und industriellen Anwendungen.

Der Kundenfokus liegt bei österreichischen und grenznahen B2B Kunden.

Unsere Lösungen helfen unseren Kunden die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich Staub- und Lärmbelastungen an den Arbeitsplätzen einzuhalten, Fertigungsprozesse sauber und produktiv zu gestalten und sich seinen jetzigen und künftigen Mitarbeitenden als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

Der langfristige Trend zu einer hohen Priorisierung von Gesundheits- und Umweltschutz lässt eine langfristig stabile Entwicklung unseres Geschäftsbereiches zu. Dazu tragen auch einschlägige gesetzliche und regulatorische Bestimmungen zum Arbeitnehmerlnnenschutz, zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung bei.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren 2025 wiederum von einem schwierigeren Marktumfeld gekennzeichnet. Konnte man 2024 noch von einer weiteren Erholung der Märkte für 2025 ausgehen, so haben die internationalen Entwicklungen rund um Zölle und prolongierten und neuen kriegerischen Auseinandersetzungen die Wachstumsperspektiven getrübt. Dazu kommt ein stärker werdender Exportdruck Chinesischer Güter auf den Europäischen Markt der das Geschäft unserer Kunden belastet. Dementsprechend zurückhaltend wurden daher wiederum größere Investitionsvorhaben freigegeben und umgesetzt.

1.2 Geschäftsergebnis, Ertragslage (inkl. Kennzahlen)

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von TEUR 1.840 (Vorjahr: TEUR 1.744) erzielt. Das EBT beträgt TEUR 2.382 (Vorjahr: 2.253 TEUR). Ausschlaggebend dafür waren eine weiterhin stabile Nachfragesituation und eine hohe Investitionsbereitschaft mit relativ kurzen Entscheidungshorizonten seitens der Kunden.

1.3. Finanzlage (inkl. Kennzahlen)

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 einen Cash-Flow von 1.549 TEUR (Vorjahr: TEUR 2.380) erwirtschaftet. Dieser Cash-Flow wurde mit TEUR 24 (VJ: TEUR 226) zur Finanzierung der Investitionen verwendet, der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR -150 (VJ: TEUR -1.150). Dabei haben sich die liquiden Mittel insgesamt um TEUR 1.374 (VJ: TEUR 1.030) erhöht.

Das Working Capital stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar und ist mit EUR 6.4 Mio. positiv (Vorjahr: EUR 4.5 Mio).

Die Eigenmittelquote gem. URG beträgt 73,7% (Vorjahr 63,5 %), die fiktive

Schuldentilgungsdauer beträgt mangels Effektivverschuldung Null Jahre (Vorjahr: 0,0 Jahre). Beträgt die Eigenmittelquote weniger als 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre, so liegt ein gesetzlich vermuteter Reorganisationsbedarf vor. Aus den Kennzahlen ergibt sich, dass die Vermutung des Reorganisationsbedarfs nicht gegeben ist.

1.4. Vermögenslage (inkl. Kennzahlen)

Die Investitionsdeckung als Relation der Investitionen in das Sachanlagevermögen zur Abschreibung beträgt 31%.

Das Sachanlagevermögen ist zu 43% (VJ 43%) abgeschrieben. Je höher dieser Anlagenabnutzungsgrad ist, desto früher werden Reinvestitionsmaßnahmen erfolgen müssen.

1.5 Forschung und Entwicklung

Entsprechend dem Ergebnis unseres jährlichen Strategiemeetings werden die wesentlichen F&E Projekte geplant und umgesetzt.

Die personellen und finanziellen Ressourcen dafür blieben in etwa gleich.

1.6 Bestehende Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen

2. Prognosebericht (voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens zum Zeitpunkt Juli 2026)

Zu 2025 sehen wir zum einen Rückgang der Umsatzerlöse in den beiden ersten Quartalen 2026, demgegenüber aber einen deutlich gesteigerten Auftragseingang bei den Neuaufträgen. Stabilisierend wirkt wiederum der Service. Das OEM – Geschäft ist wie 2025 stärker von den schlechteren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gekennzeichnet und drückt auf die Umsatzerlöse. Der bisherige Geschäftsverlauf und der Forecast an offenen Angeboten (Angebotsstand) lässt ein positives Ergebnis für heuer erwarten.

Mittelfristig ist eine Vorausschau aufgrund der vielen unklaren Parameter und Rahmenbedingungen deutlich schwieriger möglich. Mit neuen Produkten und Lösungen, auch aus der eigenen Entwicklung, und aktiven Maßnahmen zur Leadgewinnung arbeiten wir dem allgemeinen Trend entgegen. Zudem setzten wir unseren sparsamen Ressourcenumgang konsequent fort und Investieren in Technologie und Ausbildung unserer Mitarbeiterlnnen.

Risikoberichterstattung

3.1. Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten

Die andauernden Unsicherheiten in den für Österreich wesentlichen Wirtschaftsräumen prolongieren die konjunkturelle Eintrübung und lassen das Investitionsklima abgekühlt. Ein essenzielles Risiko daraus können wir aber nicht erkennen. Vielmehr gehen wir entsprechend der aktuellen Prognosen des Wifo von einem leichten Wirtschaftswachstum für 2027 aus.

Wesentliche Risiken im Zusammenhang mit Personalabgängen und dem Fachkräftemangel sehen wir aufgrund der guten personellen Aufstellung in allen Fachbereichen keine.

3.1. Berichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten

Unsere Kunden kommen im Wesentlichen aus dem EURO Raum. Währungs- und Exportrisiken sind entsprechend gering einzuschätzen. Bei Bedarf werden diese für einzelne Projekte abgesichert.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

Gunskirchen, am 15 8 276

Ing. HeinzAiggeć Ing. Melalut Kraus MBA

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