Inhaltsverzeichnis
Geschäftsjahr 2024/2025
1. Erläuterung des Geschäftsverlaufes, einschließlich des Geschäftsergebnisses:
Die Reiteralm Bergbahnen Gesellschaft m.b.H. & Co KG betreibt auf der Reiteralm und der Fageralm diverse Aufstiegshilfen (Gondelbahnen, Lifte) für Skifahrer. Die Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren unter anderem in Aufstiegshilfen, Pisten und vor allem in die Schneeerzeugung investiert. Die weitere Verbesserung der Schneeanlage, einerseits Erhöhung der Anzahl der Schneeerzeuger und die kontinuierliche Erneuerung der Pumpstationen, Nutzung von weiteren Wasserentnahmemöglichkeiten (Wasserentnahme Preuneggbach) andererseits aber auch ein neues zentrales Leitsystem, wird auch in den Folgejahren im Fokus stehen, genauso wie neue Seilbahnprojekte, die vor allem mehr Kundenkomfort bringen werden. Die Erneuerung der Zubringerbahn beim Standort Pichl und im Weiteren der Ersatz des Seppn Jet sind prioritär und werden mit Nachdruck verfolgt. Genauso wie die Umsetzung einer Verbindungspiste von der Finale Grande zur Pichl Talstation um eine einfache Verbindung dorthin zu schaffen. Das Projekt Fageralmbahn in Forstau konnte nach Abschluss der langwierigen Behördenverfahren im April dieses Jahres, in die Umsetzung gehen. Das Projekt wurde dann über den Sommer/Herbst 2025 erfolgreich umgesetzt und konnte pünktlich zum Wintersaisonstart 2025/26 in Betrieb genommen werden. Ein ökologisches Vorzeigeprojekt mit der Wiederaufstellung der ehemaligen Hochbrandbahn aus Großarl ist ein Meilenstein für das Skigebiet Fageralm. Somit konnten wir auch das Thema Genuss- bzw. Kinder- und Familienskifahren auf ein neues Qualitätsniveau heben. Der Ersatz der beiden Doppelsesselbahnen durch eine moderne 8-MGD-Seilbahn bringt die Gäste in nur rund 12 Minuten auf das sonnige Hochplateau. Vor allem für Kinder und Familien optimal, aber auch für Winterwanderer ein Paradies. Die Komfortsteigerung ist immens und diese Investition wird somit die Zukunft des Skigebiets Fageralm absichern und auch einen essenziellen Gästezuwachs bringen.
Auch der weitere Ausbau des Sommerangebots ist wesentlicher Bestandteil der Strategie. Im Sommer 2019 konnte man die Reiteralm Trails in Betrieb nehmen, in Summe fast 15 km Family-Single Trails, dies war ein wichtiger Schritt in Richtung Ganzjahresbetrieb. Im Sommer 2022 erfolgte ein großer weiterer Ausbau der Reiteralm Trails. Vor allem versuchte man mit den neuen Trails, welche im Sommer 2023 in Betrieb gegangen sind, neue Zielgruppen anzusprechen. Einerseits wurde ein Jump Trail errichtet, der ein großer zusätzlicher Frequenzbringer wurde, des Weiteren errichtete man Enduro Trails, welche es in der Region Schladming-Dachstein noch nicht gibt. In der Zwischenzeit stehen wir bei rund 21 km Trail-Angebot auf der Reiteralm. Mit diesem erweiterten Bike-Angebot am Berg konnte man die Zahl der MTB Gäste in Richtung 10.000 erhöhen, was somit auch eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg ist. Für die nächsten Jahre sind weitere Ausbaustufen betreffend MTB-Trails geplant. In Summe sollen rund 30 km Trails für die Gäste auf der Reiteralm zur Verfügung stehen. Auch ein überregionales Bike-Projekt gemeinsam mit dem Tourismusverband Schladming-Dachstein ist geplant, wo vor allem die Bikeparks in der Region besser eingebunden bzw. verbunden und vermarktet werden sollen. Auch eine gemeinsame Bike-Marke "BIKELAND Schladming-Dachstein" wurde realisiert und fasst das Gesamtangebot Bike in der Region zusammen. Eines der Hauptprodukte sind die Reiteralm Trails, womit wir eine wesentliche Rolle spielen. Auch der weitere Ausbau des Kinderangebots am Berg wurde stark forciert und für die Sommersaison 2025 konnte der neue spannende Erlebnispfad "Spiegelinas Lieblingsroute" in Betrieb genommen werden. Highlights sind die neue Spiegelrutsche direkt beim Ausstieg bei unserer Sommerbergbahn Preunegg Jet, sowie ein großer, begehbarer Ziegen-Spielturm mit Spielrohr, Babyrutsche und einem Podest. Hier auch das Angebot für Familien im Sommer kontinuierlich auszubauen ist ein wesentliches Ziel für die Zukunft.
Im Sommer 2020 wurde die Schoberbahn errichtet, welche mit Dezember 2020 den Betrieb aufnahm. Diese Investition mit einem Gesamtvolumen von rund 8,2 Mio. ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Angebotserweiterung der Reiteralm Bergbahnen gewesen. Mit dieser Neuerschließung wurden im östlichen Bereich des Skigebiets auch zusätzliche Pistenflächen geschaffen, welche perfekt auf die Bedürfnisse von Familien und Kindern ausgerichtet sind und somit das Pistenangebot auf der Reiteralm abrunden. Durch den Neubau der Fageralmbahn mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 12,5 Mio. im Sommer/Herbst 2025 konnte auch in unserem zweiten Skigebiet, der Fageralm, ein wichtiger Impuls gesetzt
werden. Die Qualitätsverbesserung ist immens und vor allem auf Kinder- und Familien abgestellt. Die leichte Erreichbarkeit des Hochplateaus, die leicht kupierten Pisten in diesem Bereich sind das große Asset der Fageralm und das neue Angebot wird von den Gästen hervorragend angenommen. Als nächstes Projekt auf der Fageralm soll der bestehende Speicherteich vergrößert werden, im Moment befindet man sich noch in den Genehmigungsverfahren.
Auf der Reiteralm liegt ganz klar der Fokus auf dem Ersatz des bestehenden Pichl Sessellifts durch eine 10er Gondel und im weiteren Schritt auch der Ersatz des Seppn Jets. Ein Gesamtkonzept wurde erstellt welches sehr stimmig ist und neue Perspektiven für die Wechselgäste von der Hochwurzen ermöglichen bzw. auch für den Sommerbetrieb neue Visionen bringt.
Die Wintersaison 2024/25 war sehr erfolgreich. Die Nachfrage konnte auf dem sehr guten Niveau der Wintersaison 2023/24 gehalten werden, womit in Summe wiederum rund 381.000 Erstgäste auf unseren Skibergen begrüßt werden durften. Der Saisonstart auf der Reiteralm erfolgte mit 22.11.2024 für den Publikumsskilauf, wiederum mit dem Preunegg Jet als Zubringerbahn und am Berg mit der Schoberbahn als Wiederholerbahn. Man konnte das kurze Zeitfenster sehr gut nutzen und frühzeitig in die Saison starten. Einmal mehr zeigte es sich, dass die Investition in die Schoberbahn mehr als sinnvoll für die Reiteralm war, da wir somit sehr früh in die Saison starten können. Damit konnte ein wesentliches Ziel der damaligen Errichtung der Bahn erreicht werden. Aufgrund der Höhenlage dieser neuen Seilbahn, als auch der neuen Piste ist ein kurzfristiger Start in die Saison möglich. Auch im Bereich der Digitalisierung konnten wir große Fortschritte, gemeinsam mit Ski Amade erzielen. Das neue implementierte Online-Frühbuchersystem wurde stark von den Gästen in Anspruch genommen. Das neue System wird auch in den Folgejahren forciert werden und wird als zusätzlicher Vertriebsweg immer wichtiger werden, zusätzlich ergibt sich die Möglichkeit Kundendaten zu generieren, was für die Zukunft immer wichtiger werden wird. Das Feedback der Kunden ist sehr positiv und wir werden als kalkulierbar und transparent wahrgenommen. Wir haben fixe Kassenpreise – umso früher man Online kauft, umso günstiger kann das Skiticket sein. Die davor mit der Firma Smart-Pricer definierte erhöhte Preisdurchsetzung konnte sogar übertroffen werden. Ein wesentliches Ziel diesbezüglich ist es auch, Stückelungskäufe zu vermeiden und den Gästen einen zusätzlichen Vertriebsweg
aufzuzeigen. Der nächste wichtige Schritt in diesem Bereich wird das Handy-Ticketing sein, an dem wir mit Nachdruck bereits arbeiten und dessen Start mit der Wintersaison 2026/27 erfolgen soll.
Auch im Bereich der Events versuchte man in der Wintersaison 2024/25 weitere Akzente zu setzen. Die Skiberge der Schladminger Vier-Berge-Skischaukel gemeinsam mit dem Tourismusverband Schladming-Dachstein und Leutgeb Entertainment Group haben im Zeitraum vom 6.12. bis 8.12. "The Grand Festival" veranstaltet. Drei unvergessliche Konzerte von Bryan Adams, Sting und Simply Red begeisterten unzählige Gäste. Die dazugehörige Künstlerpräsentation fand im Sommer 2024 auf der Reiteralm statt, wo die Künstler unter großer medialer Begleitung vorgestellt und den geschätzten Medienvertretern präsentiert wurden. Neben dieser gemeinsamen Durchführung des Ski-Openings gemeinsam mit dem Tourismusverband Schladming-Dachstein und den benachbarten Skibergen konnten wir unter anderem eine Modenschau am höchsten Laufsteg der Steiermark wiederum initiieren, welche große Beachtung fand. Unser großer Skitest mit bekannten Ski-Marken, als auch der Kinderfackellauf, die Kinderschatzsuche, der FIS Skicross Weltcup für Damen und Herren im Crosspark Reiteralm und vielen anderen bereits gut etablierten Veranstaltungen konnten wir fortsetzen. Auch das Thema Sonnenskilauf wurde mit unserer Event-Serie „Sound of Spring“ fortgeführt, immer mehr Hütten der Reiteralm ziehen bei diesem Thema mit und bieten unseren Gästen Live-Musik aus unterschiedlichsten Musikrichtungen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Hüttenwirten der Reiteralm, den Frühlingsskilauf zukünftig noch besser bewerben zu können. Von Anfang März bis Ende der Skisaison gab es Live-Musik auf den Skihütten.
Die Sommersaison 2025 konnte hervorragend absolviert werden. Das sehr breite Angebot auf der „Sommer-Reiteralm“ mit dem ausgezeichneten Wanderangebot, dem Familienberg Reiteralm, ergänzt um "Spiegelinas Liebslingsroute", aber vor allem mit dem Bike-Angebot wird von immer mehr Gästen angenommen und geschätzt. Somit konnte man annähernd 107.000 Ersteintritte, einen absoluten Rekordwert erzielen. Weiters entwickelt sich auch das MTB Angebot sehr gut am Berg und es konnten wiederum neue Trails in Betrieb genommen werden, und man knapp 10.000 MTB-Gäste erzielen konnte, was wiederum sehr positiv für die Sommerwertschöpfung sich niederschlägt. Auch die Saisonverlängerung wurde wiederum gut angenommen. Die Sommersaison 2025 startete mit dem ersten Betriebstag am 29.05.2025 und endete mit dem 02.11.2025, womit abermals sehr erfolgreich die Herbstferien mitgenommen werden konnten.
Im Wirtschaftsjahr 2024/2025 wurden im Bereich der Sachanlagen insgesamt rund T€ 12.518 investiert. Die Sachanlagen haben zum 31.10.2025 einen Buchwert in Höhe von rund € 26,6 Mio. (Vorjahr: rund € 16,7 Mio.). Die Verbindlichkeiten betragen zum 31.10.2025 rund € 10,0 Mio. und haben sich gegenüber dem Vorjahr um rund € 1,5 Mio. erhöht.
Die Umsatzerlöse haben sich von rund T€ 17.905 im Vorjahr um rund T€ 829 auf rund T€ 18.734 im Wirtschaftsjahr 2024/2025 erhöht.
Nach Abzug der Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen ergibt sich für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 ein Rohertrag in Höhe von € 7.590.109,10 (Vorjahr: € 7.295.719,13). Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Wirtschaftsjahr 2024/2025 € 472.842,33 (Vorjahr: € 633.903,27), davon entfallen auf Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen € 90.900,00 (Vorjahr: € 26.127,92).
Nach Abzug der Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von € 2.583.306,87 (Vorjahr: € 2.537.860,99) und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 1.904.310,41 (Vorjahr: € 1.789.943,46) ergibt sich ein Betriebsergebnis (Gewinn vor Finanzergebnis) in Höhe von € 3.620.854,15 (Vorjahr: € 3.601.817,95).
Nach Abzug des negativen Finanzerfolges in Höhe von € - 40.482,35 (Vorjahr: € - 23.634,22), ergibt sich für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 ein Ergebnis vor und nach Steuern in Höhe von € 3.580.371,80 (Vorjahr: € 3.578.183,73). Nach Berücksichtigung der Rücklagenbewegungen beträgt der Jahresgewinn 2024/2025 € 4.013.547,78 (Vorjahr: € 4.011.359,78).
Wesentliche Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sind neben der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, die Witterungsverhältnisse, von denen maßgeblich der Saisonstart, die Kosten der Beschneiung sowie die Anzahl der Gäste abhängen, die Erhöhung des Bettenangebotes in der Region, die sorgfältig geplante Reihenfolge künftiger Großinvestitionen und die Medienpräsenz, da der Anteil an Tagesgästen relativ hoch ist. Des Weiteren ist auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarbergen, sowie mit dem
Tourismusverband Schladming-Dachstein, aber auch Ski Amade essenziell für die Vermarktung unserer Skiberge. Hier Synergien zu nutzen, Kräfte zu bündeln, gemeinsam Ski- Openings und ähnliches zu planen, wird ein wesentlicher Erfolgsfaktor in Zukunft sein.
2. Finanzielle Leistungsindikatoren:
Im Folgenden sollen die für die Gesellschaft wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren dargestellt werden.
2.1. Kennzahlen zur Ertragslage:
2.1.1. Ergebnis vor Zinsen und Steuern:
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern und beträgt im Wirtschaftsjahr 2024/2025 € 3.811.313,28 (Vorjahr: € 3.905.058,17).
2.1.2. Eigenkapitalrentabilität:
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum Eigenkapital. Als Basis wird der Berechnung das durchschnittliche Eigenkapital (arithmetisches Mittel aus Anfangs- und Endbestand) inklusive Investitionszuschüsse zugrunde gelegt. Die Eigenkapitalrentabilität gibt an, mit wie viel Prozent das Eigenkapital inklusive Investitionszuschüsse verzinst wird. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt im Wirtschaftsjahr 2024/2025 20,08 % (Vorjahr: 23,36%).
2.1.3. Gesamtkapitalrentabilität:
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital. Als Basis wird der Berechnung das durchschnittliche Gesamtkapital (arithmetisches Mittel aus Anfangs- und Endbestand) zugrunde gelegt. Die Gesamtkapitalrentabilität gibt an, mit wie viel Prozent das gesamte Kapital, bestehend aus Eigenkapital und Fremdkapital, verzinst wird. Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt im Wirtschaftsjahr 2024/2025 13,51% (Vorjahr: 15,34%).
2.1.4. Umsatzrentabilität:
Die Umsatzrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zu den Umsatzerlösen. Die Umsatzrentabilität gibt an, wie viel Prozent der Umsatzerlöse als Ergebnis vor Steuern erwirtschaftet wird. Die Umsatzrentabilität beträgt im Wirtschaftsjahr 2024/2025 19,11% (Vorjahr: 19,98%).
2.2. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage:
2.2.1. Nettoverschuldung:
Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel. Das verzinsliche Fremdkapital in Höhe von insgesamt € 7.341.147,34 (Vorjahr: € 7.366.349,91) umfasst bei der Gesellschaft die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 3.240.000,00 (Vorjahr: € 3.780.000,00) und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Ausmaß von € 4.101.147,34 (Vorjahr: € 3.586.349,91), die flüssigen Mittel umfassen die Bilanzposition Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von € 1.184.279,94 (Vorjahr: € 8.398.539,87). Die Nettoverschuldung beträgt zum 31.10.2025 € 6.156.867,40 (Vorjahr: € -1.032.189,96).
2.2.2. Nettoumlaufvermögen (working capital):
Das Nettoumlaufvermögen ergibt sich als Differenz des kurzfristigen Umlaufvermögens und des kurzfristigen Fremdkapitals und errechnet sich wie folgt:
| 31.10.2025 | 31.10.2024 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Vorräte | 318 | 342 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 157 | 164 |
| sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 1.555 | 626 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 1.184 | 8.399 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 233 | 122 |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | 3.477 | 9.653 |
| T€ | T€ | |
|---|---|---|
| kurzfristige Rückstellungen | 536 | 857 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 540 | 540 |
| Erhaltene Anzahlungen | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.643 | 1.005 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.101 | 3.586 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 92 | 173 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 382 | 342 |
| kurzfristiges Fremdkapital | 8.294 | 6.503 |
| Nettoumlaufvermögen (working capital) | -4.847 | 3.149 |
Das negative Nettoumlaufvermögen (working capital) in Höhe von T€ -4.847 ist durch noch nicht ausgenützte Kreditrahmen gedeckt.
2.2.3. Eigenkapitalquote:
Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals inklusive Investitionszuschüsse am Gesamtkapital dar. Zum Bilanzstichtag 31.10.2025 beträgt die Eigenkapitalquote 63,43% (Vorjahr: 63,00%).
2.2.4. Nettoverschuldungsgrad:
Der Nettoverschuldungsgrad entspricht dem Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital inklusive Investitionszuschüsse. Der Nettoverschuldungsgrad beträgt zum 31.10.2025 32,28% (Vorjahr: -6,22%) des Eigenkapitals inklusive Investitionszuschüsse.
2.3. Cashflow-Kennzahlen:
Der Cashflow der Gesellschaft stellt sich für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| 2024/2025 | 2023/2024 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Ergebnis vor Steuern | 3.580 | 3.578 |
| Verlust / Gewinn aus dem Abgang von Vermögensgegen- | ||
| ständen des Investitionsbereichs | -91 | -26 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 2.583 | 2.538 |
| Investitionszuschüsse | -181 | -191 |
| Cashflow aus dem ordentlichen Ergebnis | 5.891 | 5.899 |
| Veränderung von kurzfristigen Rückstellungen | -321 | -20 |
| Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen | ||
| und Leistungen sowie anderer Aktiva | -1.009 | 86 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen | ||
| und Leistungen sowie anderer Passiva | 2.111 | -236 |
| Nettogeldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 6.672 | 5.729 |
| Zahlungen für Ertragsteuern | 0 | 0 |
| Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 6.672 | 5.729 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 91 | 28 |
| Anlagenzugänge lt. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen) | -12.518 | -2.289 |
| Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit | 12.427 | -2.351 |
| Veränderung von Eigenkapital | -971 | -830 |
| Veränderung von Finanzkrediten | -540 | -540 |
| Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -1.511 | -1.370 |
| Nettogeldfluss gesamt | -7.214 | 2.098 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 8.399 | 6.301 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 1.184 | 8.399 |
3. Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens:
Die Reiteralm Bergbahnen Gesellschaft m.b.H. & Co KG ist aufgrund der laufenden Verbesserungen und Investitionen technisch sehr gut ausgestattet. Im Moment steht die weitere kontinuierliche Weiterentwicklung der Schneeanlage sowie des Leitsystems und die Forcierung der Komfortverbesserung für unsere Schigäste im Fokus. Vor allem auch die positive Weiterentwicklung/Erneuerung der Zubringerbahnen am Standort Pichl bzw. Forstau liegen im Fokus der Projektentwicklungen. Das Projekt Fageralmbahn in Forstau konnte ja im Sommer/Herbst 2025 erfolgreich umgesetzt werden und nahm im Dezember 2025 seinen Betrieb auf. Die Planungen für die Umsetzung Pichl neu bzw. im weiteren auch Ersatz des jetzigen Seppn Jets sind weit fortgeschritten und wir hoffen schnellstmöglich in Umsetzung gehen zu können. Auch die Verbesserung der Skiverbindung von der Finale Grande zur Talstation Pichl mit einem Skiweg/Piste ist ein Hauptanliegen, die Umsetzung soll noch im Sommer/Herbst 2026 erfolgen.
Die weitere Forcierung sowie Entflechtung des Angebots am Berg für den Sommer ergeben zusätzlich neue Chancen für das Unternehmen. Hier ist einerseits der weitere Ausbau des Familienangebots und in weiterer Folge auch des MTB Angebot wesentlich. Der weitere Ausbau zur Ganzjahresdestination ist uns wichtig und birgt eine große Chance in der klimatischen Resilienz eines Seilbahnunternehmens. Der Sommer, vor allem der Herbst, birgt mittelfristig noch enormes Wachstumspotential. Mit der Errichtung der Single Trails und deren Inbetriebnahme im Sommer 2019 konnte ein zusätzliches Sommerstandbein geschaffen werden und mit diesem zukunftsträchtigen Projekt auch neue Gästeschichten angesprochen werden. Der weitere Ausbau und die Qualitätsverbesserungen in die MTB-Trails welche im Sommer 2022 durch die Errichtung eines Jump-Trails und der neuen Enduro Trails erzielt werden konnte war ein weiterer Meilenstein. Auch der neu errichtete Enduro Trail, welcher im Sommer 2025 in Betrieb genommen wurde, trägt dazu bei neue Gästeschichten anzusprechen. Hier ist man bemüht die Qualität der Trails halten zu können und zusätzlich neue Angebote für die Gäste schaffen zu können. Das Potential ist hier immens und man konnte sich in den letzten Jahren mit den Reiteralm Trails schon hervorragend positionieren.
Die Wintersaison 2025/26 verläuft sehr erfreulich und vielversprechend, obwohl sehr wenig Naturschnee zu verzeichnen war. Aber die Temperaturen waren einerseits für die technische Beschneiung sehr gut, vor allem am Beginn der Saison (Ende November) konnte sehr
effizient beschneit werden, auch konnte man viele Schönwetterphasen mit kalten Nächten und Sonnentagen verzeichnen, was wiederum viele Gäste auf die Berge brachte. Die Qualität der Pisten war großartig und die entsprechenden Gästerückmeldungen ausgezeichnet. Im Dezember 2025 konnten wir eine Rekordzahl an Ersteintritten erzielen, Jänner und Februar 2026 hielten sich auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Der Saisonausklang März bis April wird immer mehr zu einer Challenge für die Seilbahnbranche. Trotz sehr guter Schneeauflage/Bedingungen und vielen Anstrengungen seitens der Skigebietsbetreiber die Gäste zu motivieren am Ende der Saison nochmals zu kommen, ist das Unterfangen sehr fordernd. Hier mit allen Stakeholdern daran zu arbeiten auch diese Saisonphase noch attraktiv zu halten, wird eine zentrale zukünftige Aufgabe sein.
Auf der Reiteralm konnte zeitnah in die Saison 2025/26 gestartet werden, erster Betriebstag war der 21.11.2025, womit wir wiederum als erstes Skigebiete in der Ski Amadé sowie in der gesamten Steiermark in Winterbetrieb gingen. Ein Riesenerfolg für das gesamte Reiteralm- Team. Die Vorsaison gestaltete sich schon hervorragend. Hier sind vor allem das verlängerte Wochenende um das Skiopening sowie die Woche vor Weihnachten 2025 hervorzuheben, wo absolute Rekordwerte an Ersteintritten erzielt werden konnten. Die Hauptferienzeit zu Weihnachten/Silvester 2025/26 brachte eine gute Auslastung und konnte an die Niveaus der Vorjahre anschließen. Auch die Semesterferien im Februar 2026 verliefen sehr erfreulich. Im Moment befinden wir uns im Saisonfinish und wir setzen alles daran die Gäste zu motivieren auf unsere Skiberge zu kommen. Wir erwarten uns in Summe eine hervorragende Wintersaison 2025/26 verzeichnen zu können und bei den Ersteintritten deutlich über den Niveaus der letzten Jahre zu kommen und somit auch einen neuen Umsatzrekord aufstellen zu können. Vor allem konnte auch die Anzahl der Wechselgäste, hauptsächlich von der Hochwurzen zur Reiteralm signifikant gesteigert werden, was ein gutes Zeichen für die Attraktivität unseres Skibergs Reiteralm ist.
Prinzipiell gehen wir von einer zukünftig sehr guten weiteren Entwicklung aus. Das Produkt „Skifahren“ ist nach wie vor „In“ und das Interesse daran sehr groß. Auch die Ausrichtung vermehrt internationale Gäste anzusprechen wird ein wichtiges Ziel bleiben. Als Hoffnungsmärkte gelten vor allem der polnische Markt, auch ein verstärkter Werbeauftritt gemeinsam mit der Erlebnisregion Schladming-Dachstein in den Niederlanden und Belgien werden entscheidend sein, unsere starke Marktpräsenz weiter halten zu können. Unbestritten
ist es, dass die Herausforderungen betreffend Beschneiung und Schneesicherheit zunehmen werden, die Branche sieht sich dafür aber sehr gut gerüstet. Auch die allgemeine Transformation vom reinen Winterbetrieb, hin zu einem Ganzjahresbetrieb ist bereits voll am Laufen. Wir im speziellen haben unser Sommer/Herbst-Angebot massiv erhöht und die Früchte der Arbeit sehen wir schon. Auch sind wir der Uberzeugung, dass der alpine Raum von den klimatischen Herausforderungen in Summe profitieren wird.
Auch das Thema der Inflation und die Situation am Arbeitsmarkt qualifizierte Kräfte zu finden hat sich im Moment verbessert, man kann nur hoffen, dass dies langfristig so sein wird. Auch im Bereich der Finanzierungskosten, ist durch die Leitzinssatzsenkungen der EZB eine Entspannung eingetreten. Dies erhöht die Planungssicherheit und natürlich auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen wird dadurch erhöht.
4. Forschung und Entwicklung:
Die Gesellschaft betreibt keinerlei Forschung und Entwicklung.
5. bestehende Zweigniederlassungen und Finanzinstrumente:
Die Gesellschaft betreibt auf der Reiteralm und Fageralm Aufstiegshilfen (Gondelbahnen, Liftanlagen), sie unterhält jedoch keine Zweigniederlassungen. Es kommen keine Finanzinstrumente zum Einsatz, welche für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung sind.
Schladming, am 6. Juli 2026
Reiteralm Bergbahnen Gesellschaft m.b.H.
vertreten durch Mag. Daniel Berchthaller