Inhaltsverzeichnis
1. Lagebericht
1.1. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen
Die Stöckl Tiefbau GmbH mit Sitz in Hollersbach ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Franz Stöckl GmbH und Teil der Stöckl-Unternehmensgruppe.
Im Berichtsjahr wurde der operative Tiefbaubetrieb der Franz Stöckl GmbH im Wege einer Spaltung nach den Bestimmungen des Umgründungssteuergesetzes mit steuerlicher Rückwirkung zum Beginn des Geschäftsjahres auf die Gesellschaft übertragen. Seither bildet die Stöckl Tiefbau GmbH den operativen Schwerpunkt der Tiefbauaktivitäten innerhalb der Unternehmensgruppe.
Der Unternehmensgegenstand umfasst die Durchführung sämtlicher Tiefbauarbeiten, insbesondere im Straßen-, Kanal-, Leitungs- und Infrastrukturbau sowie die Errichtung touristischer Infrastruktur. Einen wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeit bilden Bauleistungen im Zusammenhang mit der Errichtung und Modernisierung von Liftanlagen, Beschneiungsanlagen sowie sonstigen Infrastrukturprojekten in Tourismusregionen.
Als Mitglied der Unternehmensgruppe nutzt die Gesellschaft konzerninterne Synergien. Die Franz Stöckl GmbH übernimmt zentrale Steuerungs-, Verwaltungs- und Servicefunktionen und stellt der Gesellschaft insbesondere Maschinen, Geräte, Personalressourcen sowie administrative Dienstleistungen zur Verfügung. Die Versorgung mit wesentlichen Rohstoffen, insbesondere Steinen, Schotter, Splitt und Betonprodukten, erfolgt überwiegend innerhalb der Unternehmensgruppe. Dadurch wird eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet und die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft nachhaltig gestärkt.
1.2. Geschäftsverlauf
Die Stöckl Tiefbau GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 eine erfreuliche Geschäftsentwicklung. Die Auftragslage war während des gesamten Jahres sehr gut und sorgte für eine hohe Auslastung der vorhandenen Kapazitäten. Insbesondere Projekte im Bereich der Tourismusinfrastruktur, wie der Ausbau und die Modernisierung von Liftanlagen, Beschneiungsanlagen sowie weiterer Infrastruktur, trugen wesentlich zur positiven Entwicklung bei.
Trotz der guten Auftragslage war das Geschäftsjahr von einem zunehmenden Preis- und Kostendruck geprägt. Vor allem gestiegene Personal- und Materialkosten sowie der anhaltende Fachkräftemangel stellten die Gesellschaft vor Herausforderungen. Zusätzlich kam es witterungsbedingt vereinzelt zu Verzögerungen bei der Bauausführung.
Durch eine effiziente Projektabwicklung sowie die enge Zusammenarbeit innerhalb der Stöckl-
Unternehmensgruppe konnte sich die Gesellschaft in einem anspruchsvollen Marktumfeld erfolgreich behaupten und ihre Position als operative Tiefbaugesellschaft der Unternehmensgruppe weiter stärken.
1.3. Betriebswirtschaftliche Auswertungen
1.3.1. Vermögenslage
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | +/- | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | |||
| 3 348 | 2 | 3 346 | |
| Lieferforderungen | 2 056 | 489 | 1 567 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 1 026 | 0 | 1 026 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein | |||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 771 | 0 | 771 |
| sonstige Forderungen | 159 | 144 | 15 |
| flüssige Mittel | 2 140 | 1 | 2 139 |
| Aktive latente Steuern | |||
| 50 | 0 | 50 | |
| 9 550 | 636 | 8 914 | |
| kurzfristiges Fremdkapital | |||
| kurzfristige Rückstellungen | 17 | 17 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 282 | 156 | 126 |
| Lieferverbindlichkeiten | |||
| 1 304 | 1 | 1 304 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2 066 | 0 | 2 066 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein | |||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 88 | 0 | 88 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 2 155 | 29 | 2 126 |
| 5 912 | 203 | 5 709 | |
| Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) | 3 638 | 433 | 3 205 |
| Anlagevermögen | |||
| Sachanlagen | 0 | 116 | -116 |
| langfristiges Fremdkapital | |||
| langfristige Rückstellungen | 1 156 | 15 | 1 140 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 44 | -44 |
| 1 156 | 60 | 1 096 | |
| Reinvermögen (Eigenkapital) | |||
| 2 482 | 490 | 1 993 | |
| Stammkapital | 18 | 18 | 0 |
| Kapitalrücklagen | 1 497 | 0 | 1 497 |
|---|---|---|---|
| Bilanzgewinn | 967 | 469 | 499 |
| Investitionszuschüsse | |||
| 0 | 3 | -3 | |
| Summe Eigenkapital | 2 482 | 489 | 1 993 |
| Summe Fremdkapital | 7 068 | 263 | 6 805 |
| Bilanzsummendifferenz | |||
| 0 | 0 | 0 | |
| Bilanzsumme | 9 550 | 752 | 8 798 |
1.3.2. Finanzlage
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Ergebnis vor Steuern | 573 | 72 |
| Uberleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | ||
| Gewinn aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des | ||
| Investitionsbereichs | -31 | -56 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | ||
| sowie auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 16 | 19 |
| Erträge aus der Auflösung von Bewertungsreserven aus | ||
| Investitionszuschüssen | -3 | -3 |
| Geldfluss aus dem Ergebnis | 555 | 32 |
| Zu-/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| sowie anderer Aktiva | -6 725 | 89 |
| Zunahme der Rückstellungen, ausgenommen für Steuern vom Einkommen | 1 155 | 5 |
| Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie | ||
| anderer Passiva | 3 695 | 1 |
| -1 875 | 95 | |
| Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | -1 320 | 127 |
| Zahlungen für Steuern | ||
| Steuern vom Einkommen | -75 | -16 |
| aktive latente Steuern | -50 | 0 |
| Veränderungen Steuerrückstellungen | -15 | 7 |
| -140 | -9 | |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -1 460 | 118 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 133 | 56 |
| Investitionszuschüsse | 0 | 3 |
| 133 | 59 |
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit
| Einzahlung von Nennkapital | 0 | 0 |
|---|---|---|
| Einzahlung von Kapitalrücklagen | 1 497 | 0 |
| Veränderung der Forderungen gegenüber Gesellschaftern | 0 | -68 |
| Einzahlungen/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von Finanzkrediten | ||
| gegenüber verbundenen Unternehmen | 1 888 | 0 |
| Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung von sonstigen | ||
| Finanzkrediten | 81 | -109 |
| 3 466 | -177 | |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 2 139 | 0 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 1 | 1 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | ||
| 2 140 | 1 |
1.3.3. Ertragslage
| 2025 | 2024 | +/- | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse | |||
| 24 902 | 336 | 24 566 | |
| Bestandsveränderungen | 4 825 | 0 | 4 825 |
| Betriebsleistung | 29 727 | 336 | 29 391 |
| Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen | |||
| Materialaufwand | |||
| -3 702 | -29 | -3 673 | |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -15 470 | 0 | -15 470 |
| Skontoerträge, Boni, Rabatte | |||
| 9 | 0 | 9 | |
| -19 163 | -29 | -19 134 | |
| Rohertrag I | 10 564 | 307 | 10 257 |
| Personalaufwand | |||
| Löhne | |||
| -6 157 | -161 | -5 996 | |
| Gehälter | |||
| -1 294 | 0 | -1 294 | |
| soziale Aufwendungen | -2 014 | -45 | -1 968 |
| davon Aufwendungen für Abfertigungen davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben | -144 | -2 | -142 |
| sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | -1 806 | -43 | -1 764 |
| -9 465 | -206 | -9 259 |
| Rohertrag II | 1 098 | 100 | 998 |
|---|---|---|---|
| sonstige betriebliche Erträge | 147 | 59 | 88 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | -645 | -56 | -589 |
| Finanzerträge | |||
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 0 | 3 | -3 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 601 | 107 | 494 |
| Abschreibungen | -16 | -19 | 3 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 585 | 88 | 496 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -11 | -17 | 5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 573 | 72 | 502 |
| Steuern vom Einkommen | |||
| -75 | -16 | -58 | |
| Jahresüberschuss | |||
| 499 | 55 | 443 | |
| Veränderung von Rücklagen | |||
| Auflösung von Gewinnrücklagen | 0 | 136 | -136 |
| Jahresgewinn | 499 | 191 | 307 |
1.3.4. Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Steuern und den Umsatzerlösen.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) x 100 | ||
| Umsatzerlöse | 1,93 % | 21,38 % |
1.3.5. Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Gesamtkapital zum 31.12.2025 | 6,12 % | 11,75 % |
1.4. Risikobericht
Es sind keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten erkennbar. Die Auftragslage ist nach wie vor stabil und auch für die Zukunft sind die Erwartungen positiv.
Für die branchenüblichen Betriebsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen.
Gegen das Unternehmen sind keine Gerichtsverfahren anhängig.
Im Fremdkapitalbereich besteht kein Währungsrisiko.
1.5. Prognosebericht
Die Stöckl Tiefbau GmbH blickt zuversichtlich auf das Geschäftsjahr 2026. Die Auftragslage ist weiterhin gut und bildet eine solide Grundlage für eine hohe Auslastung. Insbesondere im Bereich des Tiefbaus sowie der Tourismusinfrastruktur werden auch im Jahr 2026 Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung von Skigebieten, Liftanlagen, Beschneiungsanlagen sowie weiterer Infrastruktur erwartet.
Das wirtschaftliche Umfeld der Bauwirtschaft bleibt jedoch herausfordernd. Es ist davon auszugehen, dass der anhaltende Preis- und Kostendruck infolge steigender Personal-, Material- und Energiekosten auch in den kommenden Jahren bestehen bleibt. Die Sicherung einer angemessenen Ertragskraft wird daher weiterhin eine wesentliche Herausforderung darstellen.
Die Gesellschaft wird diesem Umfeld mit einer konsequenten Optimierung der internen Prozesse, dem Weiteren Ausbau des Controllings sowie einem verstärkten Kostenbewusstsein begegnen. Die Investitionstätigkeit wird sich auf betriebsnotwendige Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen beschränken. Gleichzeitig wird der Liquiditätsplanung und dem Liquiditätsmanagement weiterhin besonderes Augenmerk gewidmet.
Als Teil der Stöckl-Unternehmensgruppe profitiert die Gesellschaft von der konzerninternen Bereitstellung von Maschinen und Dienstleistungen sowie der Versorgung mit Rohstoffen und Betonprodukten.
Auf Basis der guten Auftragslage und der eingeleiteten Maßnahmen geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich die Stöckl Tiefbau GmbH auch im Geschäftsjahr 2026 erfolgreich am Markt behaupten und eine zufriedenstellende wirtschaftliche Entwicklung erzielen wird.
1.6. Zweigniederlassung
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
1.7. Forschung und Entwicklung
Zum Bereich Forschung und Entwicklung ergeben sich keine der Berichterstattung unterliegenden Vorgänge.
Hollersbach, am 17.09.2026
Grünwáld