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Lagebericht 2024

IMS Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 30. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

1.1

Geschäftsverlauf 2024 und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2024 zeigte eine sehr schwache Konjunkturlage. Die Nachfrage in den ersten 2 Quartalen war noch schwächer als im Vorjahr, wobei die Preise weiter leicht sanken. Ab September war eine leicht steigende Nachfrage zu beobachten.

Viele österreichischen Betriebe sind bei größeren Bestellungen vorsichtig geworden, da mehr und mehr Unsicherheiten im Markt vorherrschen. Auch längerfristige Verträge wurden kaum gemacht, um die sinkenden Preise zu nutzen. Die Lieferzeiten für Waren aus Neuproduktion seitens der Lieferwerke sind stabil auf niedrigem Niveau, daher vergeben auch unsere Kunden Ihre Aufträge kurzfristiger.

Trotz sinkender Wiederbeschaffungspreise konnten Wertberichtigungen auf Vorräte aufgelöst werden, da die Bestände erheblich reduziert wurden.

Generell ist zu sagen, dass eine weiterhin verschärfte Wettbewerbssituation und Veränderungen in der Händlerlandschaft spürbar sind.

Aufgrund der oben angeführten Rahmenbedingungen konnten im laufenden Geschäftsjahr die Budgetzahlen in Bezug auf Umsatz, Absatz und Betriebserfolg nicht erfüllt werden. Das Ergebnis vor Steuern liegt unter dem Budget. Das negative Jahresergebnis ist vorwiegend auf einen niedrigen Absatz mit niedrigen Margen zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Verkaufsbüro in Wien betrieben.

1.2

Geschäftsergebnis und finanzielle Lage des Unternehmens

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
20242023
Umsatz in TEUR20.82627.840
Ergebnis vor Steuem in TEUR-1.944-2.250
Ergebnis nach Steuem in TEUR-1.943-2.248
Eigenkapitalquote28.3%37,4%
Eigenkapitalrentabilität-40.6%-33,4%
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter3535
Umsalz pro Milarbeiler in TEUR595795
Geldfluß aus Ifd. Geschäftstätigkeit in TEUR-389-801
Geldfluß aus Investitionstätigkeit in TEUR-347-725
Geldfluß aus Finanzierungstätigkeit in TEUR9661.159

Der Geldfluss aus der Ifd. Geschäftstätigkeit kann hauptsächlich auf das negative

Jahresergebnis zurückgeführt werden.

Der Geldfluss aus der Investitionstätigkeit resultiert aus Investitionen zur Erhaltung und Erweiterung des laufenden operativen Betriebes.

Der Mittelzufluss im Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrifft einerseits die Erhöhung eines Gesellschafterdarlehens, andererseits Auszahlungen für Zinsen.

1.3. Umwelt

Im Frühjahr 2023 wurde eine Photovoltaik-Anlage am Standort Inzersdorf in Betrieb genommen.

Im Jahr 2024 wurden 397,18 MWh Strom produziert, wovon 201,46 MWh selbst

verbraucht wurden. Dies entspricht einer Einsparung von 97.913 kg CO2.

1.4.

Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen ist eine reine Handelsgesellschaft und betreibt keine Forschung und

Entwicklung.

2.

Ausblick auf das Jahr 2025

Für das 1. und 2. Quartal 2025 sehen wir stabile Wiederbeschaffungspreise und eine

weiter volatile Nachfrage von Kundenseite. Ab dem 3. Quartal rechnen wir mit einer

leichten Erhöhung der Nachfrage.

Ein weiteres wichtiges Ziel für 2025 ist die in den Vorjahren begonnene weitere

Optimierung der innerbetrieblichen Abläufe und Prozesse, die Erhöhung der Vorratsdrehung, die Reduzierung des Fremdkapitals und damit verbunden die Absicherung der Liquidität.

Der Wiedereinstieg in den Vertrieb und die Anarbeitung von Werkzeugstählen hat sich aufgrund der derzeitigen Preis- und Wettbewerbssituation gut entwickelt und wird auch 2025 in Abhängigkeit von der Konzernstrategie weiter ausgebaut werden. 2025 ist die Inbetriebnahme eines automatischen Hochregallagers und einer Aluminium- Plattensäge geplant. Sonst gibt es lediglich kleine Investitionen zur Optimierung der Kapazitäten.

Der Fokus der IMS Austria für 2025 liegt im Wesentlichen auf der Stärkung der Position auf dem österreichischen Markt durch Intensivierung und Ausweitung der bestehenden Kundenbeziehungen und Ausbau der Vertriebskanäle für Neukunden. Ebenfalls wird der weitere Aufbau der Geschäftstätigkeiten in den Südost-europäischen Ländern (Tschechien, Slowakei, Bulgarien, Slowenien, Kroatien und Serbien), in denen noch keine eigenständige Niederlassung besteht, forciert.

Durch strenges Kostencontrolling gehen wir auf Basis der Planungsrechnung von einer

Ergebnisverbesserung aus.

Der Finanzierungsbedarf wird von Seiten des Konzerns als auch der Hausbank durch die Vergabe eines kontokorrentmäßigen Darlehens gedeckt. Der laufende operative Bedarf wird durch eine monatlich revolvierende Liquiditätsplanung in enger Zusammenarbeit mit der Konzernzentrale in Saint-Priest überprüft und sichergestellt.

3.

Risikoberichterstattung

Unsere Risikopolitik zielt darauf ab, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Gewinnerzielung gegenübersteht. Im Rahmen einer grundlegenden Risikobegrenzung gehen wir nur Risiken ein, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb unseres Unternehmens handhabbar sind.

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallrisiko dar. Geschäfte werden prinzipiell nur mit Kunden ausreichender Bonität nach einer internen Prüfung abgeschlossen.

Einem etwaigen Ausfallsrisiko bei Forderungen wird durch entsprechendes Forderungsmanagement Rechnung getragen. Darüber hinaus werden entsprechend dem Vorsichtsprinzip Einzelwertberichtigungen im Jahresabschluß berücksichtigt.

Die bereits in den Vorjahren begonnene Versicherungspolitik unseres Kundenstammes im In- und Ausland wurde fortgesetzt und somit ein weiterer Schritt zur Risikovorbeugung umgesetzt.

Die laufende Überwachung der betrieblichen Abläufe und der Einsatz zuverlässiger Software, die Auswahl und Schulung des qualifizierten Personals versetzt die Gesellschaft in die Lage, mögliche Risiken und Planabweichungen zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und der vorhandenen Reserven geht die Geschäftsführung derzeit nicht von einer Bestandsgefährdung für das Unternehmen aus.

Inzersdorf im Kremstal, 29. September 2025

Die Geschäftsführung

Maykus Hecher

Thierry Philippe

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