Inhaltsverzeichnis
der
Maschinenring Service NÖ-Wien "MR-Service" eGen
1. BERICHT ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF UND DIE WIRTSCHAFLICHE LAGE
1.1. Erläuterungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Geschäftsjahr 2025 war von gesamtwirtschaftlich herausfordernden Rahmenbedingungen geprägt. Die wirtschaftliche Entwicklung in Osterreich verlief insgesamt verhalten. Das reale Wirtschaftswachstum blieb gering und spiegelte ein von Unsicherheiten, zurückhaltender Investitionstätigkeit sowie gedämpfter Konsumnachfrage geprägtes Umfeld wider.
Gleichzeitig blieb die Inflationsentwicklung auf erhöhtem Niveau. Die durchschnittliche Inflationsrate lag im Jahr 2025 bei 3,6 % und damit über dem Vorjahreswert sowie über dem Durchschnitt des Euroraums. Trotz einer im Jahresverlauf teilweise rückläufigen Teuerung zeigte sich insgesamt eine anhaltend erhöhte Preisniveaudynamik.
Inflationsentwicklung und deren Ursachen
Die Preisentwicklung im Jahr 2025 wurde maßgeblich durch mehrere Faktoren beeinflusst. Einen wesentlichen Beitrag leisteten die gestiegenen Energiepreise, insbesondere im Bereich Strom. Der Wegfall staatlicher Entlastungsmaßnahmen führte hier zu spürbaren Preisanstiegen und wirkte unmittelbar inflationserhöhend.
Darüber hinaus blieb der Bereich Wohnen und Haushaltsenergie ein zentraler Kostentreiber. Die weiterhin hohen Aufwendungen für Wohnen und Energie belasteten die privaten Haushalte und wirkten sich mittelbar auch auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sowie auf die Kostenstrukturen der Unternehmen aus.
Ein weiterer wesentlicher Einflussfaktor war die anhaltend hohe Preisentwicklung im Dienstleistungssektor. Diese ist insbesondere auf gestiegene Lohnkosten, strukturelle Engpässe am Arbeitsmarkt sowie verzögerte Weitergaben früherer Kostensteigerungen zurückzuführen und führte zu einer erhöhten binnenwirtschaftlichen Inflationspersistenz.
Zusätzlich zeigte sich im Jahresverlauf wieder ein verstärkter Preisdruck bei Nahrungsmitteln, wodurch ein weiterer konsumrelevanter Bereich zur allgemeinen Teuerung beitrug.
Entlastende Effekte ergaben sich hingegen nur in begrenztem Ausmaß, insbesondere durch teilweise rückläufige oder stabile Preise im Bereich der Treibstoffe. Insgesamt reichten diese Effekte jedoch nicht aus, um die inflationssteigernden Faktoren vollständig zu kompensieren.
Gesamtwirtschaftliche Beurteilung
Zusammenfassend war das wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2025 durch eine Kombination aus schwacher konjunktureller Entwicklung und gleichzeitig erhöhtem Preisniveau gekennzeichnet. Die weiterhin überdurchschnittliche Inflation, insbesondere in Österreich im Vergleich zum Euroraum, führte zu einer Belastung der Kaufkraft sowie zu steigenden Kosten auf Unternehmensseite.
Für Unternehmen und Genossenschaften ergaben sich daraus herausfordernde Rahmenbedingungen, die sowohl die Ertragslage als auch die Investitions- und Finanzierungsentscheidungen beeinflussten.
Die Weiterentwicklung im Jahr 2026 ist auf Grund des Konfliktes im nahen Osten derzeit sehr schwer abzuschätzen. Da die Treibstoffpreise derzeit wieder steigen, ist davon auszugehen, dass auch die Inflation zumindest über die Dauer des Konfliktes ansteigen wird.
Quellen:
Statistik Austria – Inflation 2025 mit 3,6 % höher als im Vorjahr Oesterreichische Nationalbank (OeNB) – Report 2025/15: Verhaltenes Wachstum bei hartnäckiger Inflation Eurostat – Annual inflation up to 2.2% in the euro area WIFO – Konjunkturprognose Statistik Austria – Verbraucherpreisindizes ab 1990 Oesterreichische Nationalbank (OeNB) – Report 2025/23: Stabilisierung der Konjunktur in herausforderndem Umfeld
Die wirtschaftliche Situation in der Region und das Konkurrenzumfeld für die Genossenschaft:
Insgesamt stehen Niederösterreich und Wien schon seit einigen Jahren vor wirtschaftlichen Herausforderungen, insbesondere aufgrund hoher Kostenbelastungen und Investitionszurückhaltung in vielen gewerblichen Betrieben. Gleichzeitig könnten jedoch öffentliche Investitionen und erste positive Signale in der Bauwirtschaft dazu beitragen, die wirtschaftliche Lage mittelfristig zu stabilisieren und zu verbessern. Durch unsere breite Angebotspalette, Regionalität mit 15 Geschäftsstellen in den einzelnen Regionen und landes- bzw. bundesweite Angebotsmöglichkeiten, können wir uns nach wie vor gut am Markt behaupten und uns von unseren Mitbewerbern abheben, obwohl wir auch unter den gestiegenen Personalkosten mit der Wettbewerbsfähigkeit kämpfen. Mit unserem aus der Land- und Forstwirtschaft stammenden Personal können wir diesen Kostendruck arbeitnehmerseitig etwas abfedern, da unsere Mitarbeiter universell und flexibel sind und bei unseren Kunden gerne gesehen werden.
Zur Durchführung der Arbeiten im Rahmen der Gewerbeberechtigungen werden auch Landwirte herangezogen – diese sind als Dienstnehmer in der Genossenschaft beschäftigt. Ein hoher Anteil der fix beschäftigten Dienstnehmer in der Genossenschaft wurde bereits außerhalb der Land- und Forstwirtschaft rekrutiert. Dieser Trend wird sicherlich weiter ansteigen. Auch die Anzahl der Subunternehmer zur Auftragsdurchführung ist nach wie vor im Steigen.
Der Geschäftsverlauf der Maschinenring-Service NO-Wien „MR-Service" ist Nachhaltigkeitsstrategie geprägt, welche den Umsatz zu Ertrag ausgewogen erscheinen lassen. von einer
1.1.2 Geschäftsentwicklung
Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des RAG 2014 aufgestellt.
Der Umsatz erhöhte sich um 10,38 % auf 57,9 Mio Euro. Der Zieldeckungsbeitrag wurde erreicht.
Das geplante Umsatzziel konnte übertroffen werden. Im Geschäftsbereich Winterdienste sind die Umsätze angewachsen. Besonders zu erwähnen ist die positiven Entwicklung der Objektbetreuung
Die Einzelsparten entwickelten 2025 sich wie folgt:
| Umsatzentwicklung | In Mio. € | Veränd. in % |
|---|---|---|
| Sommerdienst | 14.212 | -5,46 |
| Winterdienst | 24.661 | +7,01 |
| Forst, Energie | 9.502 | +1,05 |
| Objektbetreuung | 3.575 | +12,06 |
| Agrardienstleistung | 548 | +13,22 |
| Sonstiges | 5.437 | +309,09 |
| Gesamt | 57.935 | +10,38 |
1.1.3. Geschäftsführung und Mitarbeiter
Die Zusammensetzung der Geschäftsführung hat sich 2025 verändert. DI Gernot Ertl hat sich aus gesundheitlichen Gründen mit 30.9.2025 aus der Geschäftsführung zurückgezogen. Mit 1.10.2025 wurde Prokurist Markus Gilli, MSc zum Geschäftsführer und Prokurist Mag.(FH) Robert Winkler zum Mitglied der Geschäftsführung bestellt.
Der Personalstand bei den Angestellten hat sich im Geschäftsjahr 2025 erhöht. Am Genossenschaftssitz in Mold sind per 31.12.2025 64 Angestellte (davon 24 Teilzeit und 4 in Karenz) beschäftigt. Der Stand bei den Arbeitern schwankt oft saison- und auftragsbedingt. Deren Einsatz erhöhte sich mit 172,31 Vollarbeitskrafteinheiten im Jahresdurchschnitt (Vorjahr: 162,38).
Besonderes Augenmerk wird auf die Personalentwicklung bzw. die Aus- und Weiterbildung der Angestellten sowie der Arbeiter gelegt. Für die Angestellten wird je nach Berufsbild ein verpflichtender Weiterbildungspfad nach Eintritt in den Maschinenring durchgeführt. Diese Schulungen sind zum Teil Präsenzveranstaltungen oder e-learnings oder werden als blended Learning (Mischung aus selbstgesteuertem Lernen und Präsenzveranstaltung) im Rahmen der Maschinenring Akademie angeboten. Alle Schulungsmaßnahmen dienen dazu, das Wachstum voranzutreiben und die Qualität der Dienstleistungen zu sichern. Für die Arbeiter werden ebenfalls ein Ausbildungspfad für die Baumpflege bis zum European Treeworker oder in der Grünraumpflege angeboten. Die Arbeiter können auch die e-learnings in der MR Akademie nutzen bzw. absolvieren die verschiedenen Unterweisungen bereits online.
Zur besonderen Wertschätzung von langjährigen Mitarbeitern und Anerkennung deren Leistung wurde eine Treueprämie ausbezahlt.
Allgemein ist es für uns wichtig, sich sowohl im Arbeiter-, als auch im Angestelltenbereich als attraktiver Dienstgeber zu positionieren.
1.1.4 Leistungen besonderer Art
Trotz schlechter volkswirtschaftlicher Bedingungen, sowohl in der Region Niederösterreich und Wien als auch in ganz Osterreich, konnte der Maschinenring den Umsatz planmäßig steigern. Mit dieser Umsatzsteigerung konnte der Rückgang im Deckungsbeitrag teilweise kompensiert werden. Der Druck vom Markt wird derzeit auch in den ländlichen Regionen immer stärker spürbar. Daher ist die Leistung des Teams in ganz Niederösterreich hervorragend und das Jahresergebnis ist mit sehr gut zu bewerten.
1.1.5. Besondere Ereignisse im Geschäftsjahr
Geschäftsführer DI Gernot Ertl erkrankte 2024 an Krebs und die Behandlungen nahmen im Jahr 2025 sehr viel seiner Arbeitszeit in Anspruch. Durch die Aufstellung im Management mit den Prokuristen Markus Gilli, MSc und Mag.(FH) Robert Winkler konnte diese Zeit dennoch gut bewältigt werden und mit 1. Oktober 2025 erfolgte die offizielle Bestellung der neuen Geschäftsführung. DI Gernot Ertl verstarb am 5. Oktober 2025.
Im Geschäftsfeld Reinigung widmet sich die Maschinenring-Service NO-Wien seit 2024 verstärkt dem Thema Reinigung von PV-Anlagen und die Nachfrage steigt weiter an. 2025 wurde in einen Reinigungsroboter und ein Anbau-Reinigungsgerät investiert und es konnte ein großer Reinigungsauftrag erzielt werden.
1.1.6 Erfüllung des Genossenschaftszweckes
Die Genossenschaft hat ihre Geschäftspolitik unternehmerisch und marktgestaltend ausgerichtet und weitgehend auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden, der Mitglieder und der tätigen Personen aus der Landwirtschaft abgestimmt. Insbesondere wurde dem Förderungsauftrag durch die Bereitstellung der genossenschaftlichen Einrichtungen und durch sachdienliche Beratungen und Informationen entsprochen.
1.2 Bericht über Betriebsstätten und Investitionen
Die Maschinenring-Service NO-Wien hat neben der Zentrale in Mold ein Kundenbüro in St. Pölten und arbeitet mit den 12 regionalen Maschinenring-Geschäftsstellen eng zusammen.
Im Jahr 2025 wurden Investitionen in der Höhe von insgesamt EUR 1.191.000 getätigt. Diese betreffen Maschinen und Geräte, bei denen es sich um geschäftsnotwendige Neu- und Ersatzinvestitionen handelt.
1.3. Darstellung der Lage inkl. finanzieller Leistungsindikatoren
1.3.1.Vermögenslage
Die Bilanzsumme verringerte sich im Jahre 2025 um -0,22 % auf EUR 28.058.000.
Das Anlagevermögen verringerte sich um -3,05% auf EUR 11.055.000.
Die Vorräte verringerten sich um -22,72 % auf EUR 924.000.
Die Forderungen sind im Jahr 2025 um 18,92 % auf EUR 9.430.000 gestiegen.
Die Guthaben bei Kreditinstituten verringerten sich um -12,18 % auf EUR 6.571.000.
Die Posten der aktiven Rechnungsabgrenzungen sind um -28,81 % auf EUR 78.000 gesunken.
1.3.1.1 Eigenkapital
Das buchmäßige Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,16 % auf EUR 11.344.000.
An Investitionszuschüssen waren EUR 303.000 gegeben. Der Anteil des erweiterten Eigenkapitals (EUR 11.648.000) am Gesamtkapital betrug 41,51 %.
1.3.1.2. Fremdkapital
An Positionen des Fremdkapitals werden zum 31.12.2025 insgesamt EUR 16.411.000 ausgewiesen. Dies entspricht 58,49 % des Gesamtkapitals.
1.3.2. Ertragslage
Die Betriebserträge haben sich im Jahr 2025 um 2,87 % auf EUR 28.613.000 erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den Umsatz-Anstieg in allen Geschäftsbereichen zurückzuführen.
Gleichzeitig sind die Betriebsaufwendungen um 5,07% auf EUR 26.780.000 gestiegen. Im Bereich der Forderungsausfälle sind 2025 lediglich Ausfälle durch einzelne Insolvenzen zu erwarten, welche in der Bilanzierung berücksichtigt wurden.
Das Betriebsergebnis beträgt im Jahr 2025 EUR 1.833.000 (Vorjahreswert 2.327.000).
Das Finanzergebnis war mit EUR -13.000 negativ.
Das im Jahr 2025 erwirtschaftete positive Ergebnis vor Steuern (EVS) betrug EUR 1.820.000
(Vorjahreswert EUR 2.214.000).
Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag von EUR 406.000 wurde ein Jahresüberschuss von EUR 1.414.000 erreicht.
1.3.3. Finanzlage
„Auf Basis der AFRAC Stellungnahme 36 gestaltet sich die Finanzlage wie folgt (Beträge in TEUR):“
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 2.016 | 5.117 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -970 | -1.180 |
| |Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -1.958 | -2.762 |
Die Veränderung beim Nettogeldfluss aus betrieblicher Tätigkeit ist auf die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die geringere Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva und die höheren Zahlungen für Ertragssteuern zurückzufühen.
Der Netto-Geldfluss der Investitionstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Die Veränderung des Netto-Geldflusses aus der Finanzierungstätigkeit resultiert teilweise aus der geringeren Teiltilgung von Finanzkrediten.
1.3.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Zum wirtschaftlichen Ergebnis und Erfolg des Unternehmens im Jahr 2025 trugen auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren bei. So lag die Fluktuationsquote bei den Angestellten der Maschinenring Service eGen bei rund 5%. Ein Jahr zuvor lag die Fluktuationsquote noch bei rund 6%. Diese Beständigkeit bei den Angestellten trug wesentlich zum Erfolg bei.
Ein weiterer Leistungsindikator ist die strategische Ausrichtung aller Dienstleistungen auf Nachhaltigkeit unter Einbeziehung des Umweltschutzes. So werden z.B. durch die Baumkontrollen Krankheiten oder Totholz rechtzeitig erkannt, dokumentiert und anschließend über die Baumpflege die notwendigen Pflegemaßnahmen durchgeführt. So können in vielen Fällen Bäume vor überhasteten Fällungen gerettet und nachhaltig gesichert werden. Mit gutachterlichen Tätigkeiten der MR Naturraummanagement GmbH, einer Tochterfirma der Maschinenring Service eGen, können Wurzelschäden an Bäumen durch Grabungsarbeiten vermieden und so ein Weiterbestehen nachhaltig abgesichert werden.
Durch fachgerechte Wiederaufforstung leistet der Maschinenring einen wertvollen Beitrag zum Schutz und zur nachhaltigen Belebung der österreichischen Wälder - und schafft damit lebenswerte Natur- und Erholungsräume für Menschen, Tiere und Pflanzen.
Durch sein regional verankertes Handeln trägt der Maschinenring maßgeblich zum Erhalt landwirtschaftlicher Betriebe und regionaler Unternehmen bei. Dank dezentraler Einkaufsstrukturen werden Partnerbetriebe in ganz Niederösterreich gezielt gestärkt. Besonders im Bereich Winterdienst eröffnet der Maschinenring Landwirtinnen und Landwirten nach wie vor eine wertvolle Möglichkeit zum Zusatzverdienst.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
2.1 Voraussichtliche betriebliche Entwicklung
Es ist weiterhin mit einer angespannten Situation bei den Betriebsmittel- und Personalkosten zu rechnen. Wir müssen auch weiterhin mit einem vermehrten Anstieg der Forderungsausfälle rechnen. Wie auch in den vergangenen Jahren ist die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens noch wesentlich vom Geschäftsfeld Winterdienst abhängig. Im Jahr 2025 hat sich wieder gezeigt, dass der Winterdienst unser wichtigstes Geschäftsfeld ist, denn es wurde wieder ein Umsatzzuwachs erzielt. Daher werden wir in der weiteren strategischen Planung darauf Wert legen ein Geschäftsmodell zu entwickeln welches auch in Zukunft für die Kunden attraktiv sein wird. Parallel dazu wird der Forst und die nachhaltigen Geschäftsfelder in der MR Naturraummanagement GmbH ausgebaut und weiterentwickelt.
Mit der Gründung der MR Software GmbH werden die digitalen agrarischen Dienstleistungen über das MR Agrar Portal den bäuerlichen Mitgliedsbetrieben angeboten. Die MR Software GmbH verwaltet und entwickelt diese Softwarepakete.
Die mittelfristige Zielvorgabe liegt aber weiterhin in einer Verbesserung der Ertragslage auch außerhalb des witterungsabhängigen Winterdienstes bei einer entsprechenden Optimierung der Betriebsaufwendungen. Investitionen in Maschinen und Geräte werden nur bei notwendigem Ersatz oder zur Weiterentwicklung der Dienstleistungen erfolgen. Investitionen in neue Technologien zur Entwicklung von neuen Dienstleistungen werden jedoch nach wie vor getätigt.
2.2 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Ein Risiko der Genossenschaft liegt bei Haftungsfällen im Geschäftsfeld Winterdienst in Form von Personen und Sachschäden. Weiters kann es auch Schäden im Bereich von Baum- und Forstdienstleistungen geben – alle anderen Geschäftsfelder sind eher risikoarm. Gegen diese Risiken wurde eine entsprechende Haftpflichtversicherung abgeschlossen und wir betreiben ein professionelles Schadensmanagement. Zur Schadensabwicklung und Professionalisierung bedienen wir uns eines Maklers. Es ist eine tendenzielle Verbesserung der Schadensstatistik zu verzeichnen. Um mittelfristig das wirtschaftliche Risiko bzgl. Baummonitoring in der MR Service Genossenschaft zu reduzieren, wird dieses Geschäftsfeld seit 2021 schrittweise in die MR Naturraummanagement GmbH übertragen.
Die Auswirkungen des Klimawandels mit immer häufiger auftretenden Wetterextremen wie Stürme, Starkregen, Trockenheit, Blitzeis, bringen u.a. im Geschäftsfeld Winterdienst und Forst&Energie verstärkt Herausforderungen in der Haftung bzw. nicht abschätzbare Auswirkungen auf den Holz-Markt mit sich. Diese Entwicklung nimmt Einfluss auf die Strategieerarbeitung im Maschinenring.
Die Genossenschaft betreibt aktives Qualitätsmanagement nach 9001. Dadurch soll die Dienstleistungsqualität erhöht und das Risiko minimiert werden. Seit Mai 2008 ist das Unternehmen ISO-zertifiziert - 2017 erfolgte die Umstellung auf die neue Norm 9001:2015. Im Mai 2018 erfolgte die ISO 14001 Umweltmanagement-Zertifizierung. 2020 erfolgte die Arbeitnehmerschutzzertifizierung ISO 45001.
Durch die externe Betreuung durch einen Arbeitsmediziner und eine Sicherheitsfachkraft werden präventiv Maßnahmen zur Unfallvermeidung, Krankenstand und Betriebliche Gesundheitsförderung gesetzt. Weiters wurde ein Arbeitsschutzausschuss eingerichtet.
Ein straffes Mahnwesen hält derzeit die Forderungsausfälle im Vergleich zur Betriebsleistung sehr gering.
Aufgrund der guten Eigenmittellage und der guten Liquidität ist das Zinsrisiko sehr gering.
3. Bericht Forschung und Entwicklung
Branchenbedingt gibt es im Bereich Forschung und Entwicklung keine relevanten Aktivitäten.
Mold, am 09.04.2026
Mag. (FH) Robert Winkler
Unterfertigung des Lageberichtes durch die Vorstandsmitglieder:
Mold, am,09:04.2026
Johann Bösendorfer, Obmann
August. Doppier, Obmanistellvertreter
Günter Sulz, Mitglied d-Vörstands
Franz-Xaver Broidl, Mitglied d. Vorstands