Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeines zur Geschäftstätigkeit
Die Swarovski-Optik AG & Co KG. mit Sitz in Absam in Tirol ist Teil der Unternehmensgruppe SWAROVSKI.
Seit der Gründung durch Wilhelm Swarovski steht SWAROVSKI OPTIK für Fernoptik höchster Präzision. Der Erfolg des Unternehmens basiert auf unserer Innovationskraft, auf der Qualität und Werthaltigkeit unserer Produkte, sowie auf dem funktionalen und ästhetischen Design. Unsere Liebe zu präziser Fertigung, Sorgfalt im Detail und die Achtung höchster Maßstäbe in allen Aktivitäten des Unternehmens prägt unsere Kultur. Als weltweit führender Fernoptik-Hersteller vereint SWAROVSKI OPTIK zukunftsweisende Technologien mit höchster Handwerkskunst. Unser Innovationsgeist und die enge Verbundenheit zu unseren Kund:innen sowie die Kenntnis ihrer Wünsche und Bedürfnisse veranlassen uns dazu, unser Angebot laufend zu aktualisieren. Wir sehen es als unsere Verpflichtung, das Gute ständig zu verbessern, unsere Kund:innen immer wieder aufs Neue zu überraschen und ihre Erwartungen zu übertreffen. Unsere humanistischen Werte zeigen sich in Offenheit und Achtung gegenüber allen Menschen und Kulturen sowie sozlaler Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiter:innen und der Gesellschaft.
SWAROVSKI OPTIK inspiriert die Menschen, die Natur zu lieben und auf sie zu achten. Unsere hochwertigen Fernoptikprodukte schärfen den Sinn für die schützenswerte Schönheit der Natur. Die Wertschätzung der Natur ist daher wesentlicher Bestandteil der Firmenphilosophie und findet ihren Ausdruck in der vorbildlich umweltschonenden Produktion und in einem nachhaltigen Engagement im Rahmen ausgewählter Naturschutzprojekte.
2. Bericht über Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Die Produkte der Swarovski-Optik AG & Co KG., alle im Premiumpreissegment angesiedelt, werden im Wesentlichen in den Bereichen Jagd und Vogelbeobachtung an geübte bzw. professionelle Anwender:innen verkauft. Es gibt kontinuierliche Bestrebungen einer Ausweitung der Geschäftstätigkeit in den Bereich Outdoor.
Hauptmitbewerber in diesem Bereich sind vor allem deutsche Hersteller hochwertiger Fernoptik, wie Leica und Zeiss und zunehmend auch asiatische Hersteller von thermischen Produkten.
Auch im Jahr 2025 stand die Swarovski-Optik AG & Co KG., wie viele andere österreichische Industrieunternehmen, vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Die schwache internationale Konjunktur beeinträchtigte die Exportmöglichkeiten und die Wettbewerbsfähigkeit, Hohe Energie- und Lohnkosten und das weiterhin hohe Zinsniveau führten zu einer erheblichen Belastung der Unternehmen. Zusätzlich belasteten der schwache USD und die neu eingeführten US- Zölle unser Ergebnis erheblich.
Insgesamt sah sich der fernoptische Markt im Geschäftsjahr mit einer spürbar verhaltenen Nachfrage konfrontiert. Gründe dafür lagen vor allem in der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit sowie der daraus resultierenden Zurückhaltung der Konsumenten. Trotz dieses herausfordernden Umfelds gelang es der SWAROVSKI OPTIK, den Umsatz um 3,086 Mio. € zu steigern.
Auch im Jahr 2025 konnte der Vorratsbestand erneut reduziert werden – diesmal um 4,635 Mio. €. Der überwiegende Teil dieses Rückgangs entfiel auf die unfertigen und fertigen Erzeugnisse, deren Bestände zusammen um 3,697 Mio. € sanken.
Die Bestandsveränderung, die anhaltende Schwäche des US-Marktes – insbesondere die Belastung durch den USD-Wechselkurs – sowie zusätzliche Zölle in den USA stellten die zentralen Faktoren dar, die maßgeblich zum Jahresfehlbetrag von –10,346 Mio. € beitrugen.
3. Finanzlelle Leistungsindikatoren
a) Ertragslage
Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds im Jahr 2025 konnte der Umsatz auf 146,881 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr: 143,795 Mio. €). Dies entspricht einem Wachstum von +2,15 % bzw. +3,086 Mio. €. Die stabile Umsatzentwicklung zeigt, dass wir unsere Marktposition auch unter den gegebenen konjunkturellen und weltpolitischen Rahmenbedingungen erfolgreich behaupten konnten.
Das Betriebsergebnis belief sich auf -5,280 Mio. € (Vorjahr: -2,753 Mio. €).
Im Jahr 2025 verzeichnete die Swarovski-Optik AG & Co KG einen Jahresfehlbetrag von -10,346 Mio. € (Vorjahr: -8,403 Mio. €).
b) Vermögenslage
Die Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag am 31.12.2025 auf 208,077 Mio. € (Vorjahr:
213,621 Mio. €).
Das Anlagevermögen sank von 110,418 Mio. € (2024) auf 103,858 Mio. € (2025). Dieser
Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass wir unsere Investitionen aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wesentlich gezielter und fokussierter steuern. Die Investitionsquote betrug 2025 4,6%.
Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 102,655 Mio. € (2024) auf 103,658 Mio. € (2025). Der Aufbau in diesem Bereich (+ 1,003 Mio. €) ist vor allem auf einen Aufbau der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (+ 4,616 Mio. €) zurückzuführen.
Das Eigenkapital sank aufgrund des Jahresfehlbetrags um -10,346 Mio. €.
Die Eigenkapitalquote sank von 23,4 % (2024) auf 19,0 % (2025).
Die Rückstellungen stiegen leicht von 29,442 Mio. (2024) € auf 29,617 Mio. € (2025)
c) Finanzlage
Im Folgenden wird die Finanzlage anhand der Kapitalflussrechnung erläutert.
Der Cashflow aus dem Ergebnis vor Steuern belief sich 2025 auf +0,543 Mio. € (Vorjahr: +3,333 Mio. €). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Ergebnis vor Steuern, das sich von - 8,400 Mio. € im Jahr 2024 auf - 10,344 Mio. € Im Jahr 2025 verringerte.
Der Nettogeldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug -5,538 Mio. € (Vorjahr: +2,592 Mio. €). Diese Reduktion ist zum einen auf das niedrigere Ergebnis vor Steuern zurückzuführen. Zum anderen resultiert sie aus der deutlichen Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten (2025: —3,192 Mio. €; 2024: +2,003 Mio. €), die zu einem entsprechenden Mittelabfluss führte.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei -4,804 Mio. € (Vorjahr: -12,384 Mio. €).
Diese Entwicklung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass bewusst die Investitionstätigkeit fokussiert und gegenüber dem Vorjahr spürbar reduziert wurde,
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug +9,585 Mio. € (Vorjahr: +10,921 Mio. €).
Damit konnte auch im Geschäftsjahr 2025 ein Liquiditätszufluss erzielt werden, der wesentlich zur Stabilisierung der Finanzlage beitrug.
4. Nichtfinanzielle Lelstungsindikatoren
a. Umweltbelange
Die Liebe zur Natur war für uns bei SWAROVSKI OPTIK immer schon Herzstück unserer Tätigkeit.
Nachhaltiges Denken und Handeln ist daher tief im Unternehmen verankert und prägt unseren Arbeitsalltag seit Jahrzehnten. Wer nachhaltig und in Generationen denkt, der wirtschaftet und agiert nachhaltig. Dabei orientieren wir uns bei SWAROVSKI OPTIK an den eigenen Werten und an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) der Vereinten Nationen.
Ab Berichtsjahr 2025 wird unseren Nachhaltigkeitsbericht auf Konzernebene nach den VSME- Standards erstellt. Nachfolgend wird ein Überblick über die wichtigsten Themen gegeben, die für den Standort Absam relevant sind.
Nachhaltigkeitsmanagement
Die Nachhaltigkeitsstruktur von SWAROVSKI OPTIK integriert ESG-Themen systematisch in die Unternehmensstrategie: Vorstand, Nachhaltigkeitsrat und bereichsübergreifende Impact Teams arbeiten eng zusammen, um Ziele festzulegen, Maßnahmen umzusetzen und Fortschritte zu überwachen. Das Management berichtet jährlich an den Beirat, während Betriebsrat, Tochtergesellschaften und Führungskräfte regelmäßig informiert und themenabhängig eingebunden werden.
Nachhaltigkeitsstrategie
Swarovski Optik hat im Jahr 2025 eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse gemäß den in den ESRS- Standards beschriebenen Grundsätzen durchgeführt. Die Ergebnisse der doppelte Wesentlichkeitsanalyse wurden verwendet, um die Nachhaltigkeitsstrategie zu schärfen und die Themen zu adressieren. Die Nachhaltigkeitsstrategie umfasst drei zentrale Säulen: Fußabdruck, Biodiversität und soziale Verantwortung.
Fußabdruck: Bei SWAROVSKI OPTIK bemühen wir uns, unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. Als Unternehmen mit Weitblick ist nachhaltiges Wirtschaften für uns schlicht die Art, wie wir unser Unternehmen führen – und eine Investition in die Zukunft. Zertifizierte Energieund Umweltmanagementsysteme, Ausbau erneuerbarer Energien, Engagement für Kreislaufwirtschaft und Langlebigkeit von Produkten sind zentrale Hebel. Um unsere Aktivitäten weiter voranzutreiben haben wir von der Science Based Targets initiative (SBTi) anerkannte wissenschaftsbasierte Emissionsreduktionsziele für den nahen und den langfristigen Zeithorizont festgelegt. Die Science Based Targets initiative (SBTi) hat unser wissenschaftsbasierte Net-Zero-Ziel für 2040 verifiziert.
Biodiversität: Als Unternehmen mit Weitblick denken wir heute schon an morgen. Wir sehen es als unsere Pflicht an, die Umwelt zu schonen, die Natur zu schützen und die Artenvielfalt zu bewahren. Biodiversität ist ein wichtiger Teil unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten: vor Ort und weltweit. Die Säule Biodiversität stärkt mit der Initiative INSPIRE – LEAD – PROTECT den Schutz der Natur durch Projekte wie den SWAROVSKI OPTIK Regenwald in Costa Rica, lokale Biodiversitätsförderung und nachhaltige Jagd im eigenen Revier.
Soziale Verantwortung: Bei SWAROVSKI OPTIK bedeutet Nachhaltigkeit auch, soziale Verantwortung zu übernehmen. Deshalb gehen wir in allen unseren Interaktionen rücksichtsvoll miteinander um. Die Säule Soziale Verantwortung setzt auf die Fürsorge für Mitarbeiter und Anspruch an
Premium-Qualität, unterstützt durch Arbeitssicherheitsprozesse, Weiterbildungsprogramme, Gesundheitsangebote, faire Arbeitsbedingungen und klare Governance- und Ethikrichtlinien. Zusammen bilden diese drei Bereiche den Kern einer verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Unternehmensführung.
b. Arbeitnehmerbelange
Mitarbeitende
Die Gesamtzahl der Mitarbeitenden der Swarovski-Optik AG & Co KG. betrug zum Stichtag 31.12.2025 866 Köpfe. das entspricht 807,74 Vollzeitäquivalenten.
Soziale Verantwortung
Die Arbeitskultur bei SWAROVSKI OPTIK ist geprägt von Toleranz und Wertschätzung. Dieses Klima der Offenheit, des Vertrauens und des Respekts ist essenziell, damit wir miteinander nachhaltige und langfristige Beziehungen aufbauen und pflegen können. Uns ist wichtig, dass diese Werte nicht nur intern, sondern auch im Umgang mit unseren Geschäftspartner:innen, Lieferanten sowie unseren Kund:innen – und den Menschen in unserer Nachbarschaft – gelebt werden.
Wir bieten für unsere Kolleg:innen zahlreiche Sozialleistungen an, die für mehr Gesundheit (siehe dazu auch Punkt „Betriebliches Gesundheitsmanagement") und Zufriedenheit sorgen sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern. Seit 2008 wird der SWAROVSKI OPTIK Nachwuchs in der betrieblichen Kinderkrippe und dem Kindergarten „OptikS Wichtelwald" von engagiertem und bestens ausgebildetem Fachpersonal betreut. Die Kleinen können in den großzügigen Räumlichkeiten unbeschwert Kind sein, während die Eltern in unmittelbarer Nähe beruhigt ihrer Arbeit nachgehen. An den Arbeitsplätzen erfüllen wir höchste Standards in Bezug auf Arbeitssicherheit. Wir bieten unseren Mitarbeitenden flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit auf Homeoffice. Die Bereitstellung von 29 sanierten Dienstwohnungen in 7 Häusern, mit geringen Mietkosten für Mitarbeitende, fördert das soziale Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Belegschaft. Dies trägt zur Schaffung eines unterstützenden und stabilen Arbeitsumfelds bei, was wiederum die Mitarbeiterbindung und - motivation stärkt.
Die Wertschätzung und Anerkennung unserer langjährigen Mitarbeitenden ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Im Jahr 2025 durften wir insgesamt 47 Kolleg:innen für ihre beeindruckende Betriebszugehörigkeit ehren:
• 25 Jahre: 23 Mitarbeiter:innen • 30 Jahre: 6 Mitarbeiter:innen • 35 Jahre: 10 Mitarbeiter:innen • 40 Jahre: 7 Mitarbeiter:innen • 45 Jahre: 1 Mitarbeiter:in
Diese Jubiläen spiegeln die starke Bindung unserer Mitarbeitenden an das Unternehmen wider. Die Fluktuationsquote lag im Jahr 2025 bei rund 8,6 %.
HR-Benefits und Initiativen
Um das Thema Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag noch gezielter zu stärken, setzen wir folgende Initiativen um:
• Werksverkehr: Für die Mitarbeitenden der Normalschicht stellt SWAROVSKI OPTIK einen eigenen Werksverkehr zur Verfügung. Der Bus bringt die Beschäftigten morgens aus Richtung Schwaz und Richtung Innsbruck bis zum Werk in Absam. Am Nachmittag erfolgt die Rückfahrt auf denselben Routen. Dieses Serviceangebot unterstützt eine komfortable und umweltfreundliche Anreise zum Arbeitsplatz. • VWT-Ticket: Zur Förderung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel unterstützt das Unternehmen Mitarbeitende durch die vollständige Kostenübernahme des Klimatickets Tirol. Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Leistung ist, dass der Wohnsitz der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters mehr als drei Stationen vom Arbeltsstandort entfernt liegt und das öffentliche Verkehrsnetz regelmäßig für den Arbeitsweg genutzt wird. Diese Maßnahme dient sowohl der Entlastung der Mitarbeitenden als auch der Förderung nachhaltiger Mobilltätsformen. • Bikeleasing: Mitarbeitende haben die Möglichkeit ein Fahrrad/E-Bike für 36 oder 48 Monate zu leasen. Die Leasingrate wird über die Lohnverrechnung direkt abgezogen. Die Leasingrate ist sowohl auf die Sozialversicherung als auch auf die Lohnsteuer anrechenbar, so dass eine Ratenersparnis von ca. 30 – 40% entsteht. • Werkskantine: Subventionierte Mahlzeiten für alle Mitarbeitenden, mit einem Fokus auf gesunde und ausgewogene Ernährung. Verbesserung der Mitarbeitergesundheit und -zufriedenheit durch qualitativ hochwertige und gesunde Verpflegung.
Aus- und Weiterbildung
Die Aus- und Weiterbildung hat für SWAROVSKI OPTIK einen hohen strategischen Stellenwert. Ziel ist es, den Bedarf an qualifizierten Fach- und Führungskräften überwiegend aus den eigenen Reihen zu decken und die Führungskompetenzen konsequent auf zukünftige Anforderungen auszurichten. Die Gewinnung und langfristige Bindung gut ausgebildeter Mitarbeitender ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.
Seit vielen Jahren zählt die Swarovski-Optik AG & Co KG. zu den ausgezeichneten Tiroler Lehrbetrieben. Am Standort Absam betreibt das Unternehmen eigene Lehrwerkstätten für Feinoptik und Zerspanungstechnik, die eine praxisorientierte Ausbildung sicherstellen und die fachlichen sowie handwerklichen Kompetenzen der Lehrlinge gezielt fördern. Zum Bilanzstichtag beschäftigen wir insgesamt 32 Lehrlinge in den Lehrberufen Feinoptik und Zerspanungstechnik.
Mitarbeiter:innen-Zufriedenheitsumfrage:
Die Ergebnisse, der im Dezember 2024 durchgeführten Mitarbeiter:innenumfrage, bei der eine hervorragende Beteiligung von 80% erreicht werden konnte, wurden zu Beginn des Jahres 2025 in der gesamten Organisation präsentiert. Hervorzuheben gilt es dabei den ausgezeichneten Employee Net Promoter Score (eNPS) von 75% und den Engagementscore von 74%, der mit 1,6% über dem globalen Qualtrics Benchmark liegt. Infolge der Befragung wurden von den Führungskräften mit ihren Teams 147 Maßnahmen (wie z.B. die Einführung eines neuen Intranets oder verpflichtende vereinfachte Jahresgespräche) definiert, 123 Maßnahmen war mit Ende 2025 bereits umgesetzt.
Strategische Personalplanung
Im Rahmen unserer strategischen Personalplanung im Bereich Produktion gleichen wir monatlich den künftigen Personalbedarf mit der rollierenden Produktionsplanung ab. Es handelt sich um einen strukturierten Prozess, der auch in die Jahresplanung integriert ist. Dadurch sind wir in der Lage, die auf Basis unserer Geschäftsstrategie in unserer Belegschaft notwendigen Qualifikationen gezielt zu steuern, beispielsweise durch strategische Rekrutierungsmaßnahmen oder größere Umschulungs- und Weiterbildungsinitiativen.
Betriebliches Gesundheitsmanagement
SWAROVSKI OPTIK fördert den Arbeits- und Gesundheitsschutz durch umfassende und nachhaltige Maßnahmen. Neben der kontinuierlichen Beratung von Mitarbeitenden und Führungskräften durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit sowie durch einen Betriebsarzt besteht bei SWAROVSKI OPTIK seit vielen Jahren ein etabliertes betriebliches Gesundheitsmanagement unter dem Namen „Optik Vital“. Im Zentrum stehen dabei die Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit aller Mitarbeitenden. Zentrale Handlungsfelder der beteiligten Akteur:innen sind die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze, die Stärkung des körperlichen und psychischen Wohlbefindens sowie die Prävention von Arbeitsunfällen.
Ergänzend wurden beispielsweise Yoga-Klassen zur Förderung der Mobilität und Beweglichkeit angeboten, um einen aktiven Beitrag zur Gesundheitsvorsorge zu leisten. Zusätzlich bietet das Unternehmen allen Mitarbeitenden die Möglichkeit, anonym drei Stunden kostenlose psychologische Beratung bei Psycholog:innen des Arbeitsmedizinischen Dienstes in Anspruch zu nehmen.
5. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung
Die Entwicklungen am US-Markt treffen unser Unternehmen auf der Aufwandsseite signifikant. Auch im kommenden Jahr kann man aufgrund der Prognosen, was die Zoll und Währungsentwicklung anbelangten, nicht von einer Entspannung ausgehen. Darüber hinaus ist die weltpolitische Situation nach wie vor angespannt.
Zur langfristigen Absicherung bzw. Wiedergewinnung des Unternehmenserfolgs steht eine Überarbeitung der Strategie im Vordergrund, die den veränderten Marktgegebenheiten entsprechend Rechnung trägt. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf der Sortimentspolitik, der globalen Multichannel-Vertriebsstrategie, dem Thema Nachhaltigkelt und der operativen Exzellenz.
6. Bericht über wesentliche Risiken und Unsicherheiten
Die finanziellen Risken, denen die Swarovski-Optik AG & Co KG. ausgesetzt ist, bestehen zum Großteil aus dem Liquiditäts-, Zinsänderungs-, Kredit-, und Währungsrisiko.
Die Swarovski-Optik AG & Co KG. ist zusätzlich folgenden Risken ausgesetzt:
Betriebliche Risiken
Diese bestehen in erster Linie in einer zeitgerechten Lieferfähigkeit der Produkte. Diesem Risiko wird durch eine monatliche rollierende Planung und durch eine gezielte Lieferantenbeurteilung der externen Zulieferpartner entgegengewirkt. Im Jahr 2026 wird starkes Augenmerk auf die Erhöhung der Effizienz in den innerbetrieblichen Abläufen gelegt. Hier geht es vor allem um die Verbesserung der Vertriebs- bzw. Absatzplanung und die daraus resultierende Produktions- bzw.
Kapazitätsplanung, um trotz reduzierter Lagerbestände eine hohe Verfügbarkeit der benötigten Produkte zu gewährleisten.
Externe Risiken
Aktuell ergeben sich neben den starken Einflüssen vom amerikanischen Markt, Stichwort Zölle und schwacher USD, auch aufgrund von diversen Konflikten, wie etwa dem Ukraine- bzw. Nahostkonflikt, weitere geopolitische Risiken wie mögliche Handelshemmnisse, oder getriebenen makro- und mikroökonomischen Entwicklungen Einflüsse auf die Geschäftsbereiche des Konzerns.
Einer möglichen Energiemangellage haben wir mittels zusätzlicher alternativer Energieversorgung vorgesorgt.
Ebenso können unvorhersehbare Faktoren wie etwa Änderungen in der Jagdgesetzgebung oder im Zusammenhang mit Waffenbesitz einen Einfluss auf den Absatz von Fernoptikprodukten haben.
Produktrisiken
Dem Risiko mangelnder Produktqualität wird im Rahmen des Qualitätsmanagements durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse, Produktionsfehleranalysen und laufende interne und externe Audits begegnet. Auch hier werden wir 2026 verstärkt Augenmerk auf die weitere Verbesserung legen, um unseren hohen Qualitätsansprüchen auch in Zukunft gerecht zu werden.
7. Innovation
Im Geschäftsjahr 2025 hat SWAROVSKI OPTIK seine Position als technologischer Vorreiter im Bereich der Fernoptik konsequent ausgebaut. Unser Fokus lag dabei auf der Symbiose von klassischer Hochleistungsoptik und digitaler Intelligenz („Bildstabilisierung“), um das Markenversprechen von absoluter Präzision und Langlebigkeit in das digitale Zeitalter zu überführen.
Ein wesentlicher strategischer Schwerpunkt war die Weiterentwicklung von Softwarebasierten Assistenzsystemen, wie den Trackingassistent, sowie die vertiefte Vernetzung unserer Geräte mit mobilen Applikationen, um den Kundennutzen in den Segmenten Jagd, Birding und Outdoor nachhaltig zu steigern.
Innovationsmanagement und Organisation
Das bereichsübergreifende Innovationsmanagement steuert sämtliche F&E-Aktivitäten nach standardisierten Verfahren, um gewonnene Erkenntnisse effizient in laufende Projekte zu transferieren. Die Einbindung von externem technologischem Know-how sowie Kooperationen im Bereich der Softwareentwicklung wurden im Berichtsjahr intensiviert.
Unser prämienbasiertes betriebliches Vorschlagswesen trug auch 2025 maßgeblich zur kontinuierlichen Prozessverbesserung bei, insbesondere bei der Optimierung unserer hoch innovativen Herstellungsprozesse am Standort Absam. Weiter F&E-Tätigkeiten setzten den Fokus nicht nur auf die Entwicklung, sondern auch auf die Umsetzung modulare Konzepte um Kundenanforderungen schneller umzusetzen bzw. zu erweitern.
Leistungsindikatoren (KPIs) im Vorjahresvergleich
Zur transparenten Steuerung und Messung des Innovationserfolgs zieht SWAROVSKI OPTIK sowohl Input- als auch Output-Kennzahlen heran.
| Kennzahl | Definition | Geschäftsjahr | Vorjahr 2024 |
|---|---|---|---|
| 2025 | |||
| Gesamte Ausgaben für Forschung | |||
| | F&E-Aufwand | & Entwicklung | € 17,509 Mio. | € 14,389 Mio. |
| F&E-Aufwand in % vom | |||
| Forschungsquote | Gesamtumsatz | 11,92 % | 10,00 % |
| Anzahl der gehaltenen Patente | |||
| Patente (Bestand) | (Stichtag 31.12.) | 152 | 146 |
| F&E- | i Mitarbeiter in F&E im Verhältnis | ||
| 6,40 % | 7% | ||
| Personalanteil | zur Gesamtbelegschaft |
Wesentliche Projekte und Ergebnisse
• Stabilisiertes Teleskop: Die Markteinführung der ersten Generation unseres „AT Balance” wurde erfolgreich abgeschlossen. • TX Encounter: Die Entwicklung zur Sortimentserweiterung des digitalen Portfolios wurde abgeschlossen und ermöglichen dem Kunden jetzt Videodokumentation. • Sortimentserweiterung des bestehenden smarten Zielfernrohrs mit verbesserten Leistungsparametern, neuer Funktionalität und erstmalig der Möglichkeit über ein Remote Control Device die Bedienung zu erleichtern. • Ein technologischer Meilenstein wurde durch die Überführung erster 3D-gedruckter Bauteile aus der Prototypenentwicklung in die Serienfertigung erreicht. Diese Anwendung innovativer Verfahren ermöglicht eine höhere Flexibilität in der Produktion und optimiert die Kostenstrukturen unserer hochspezialisierten Fertigung am Standort Absam. • Digitale Transformation der Supply Chain: Die vollständige Inbetriebnahme des neuen automatisierten Logistikzentrums ermöglicht eine Steigerung der Effizienz in der Materialbereitstellung. • Geistiges Eigentum: Der Patentbestand stieg von 146 auf 152, was unsere unverminderte Innovationskraft und den Schutz wettbewerbsrelevanter Technologien dokumentiert.
Voraussichtliche Entwicklung und Chancen
Für das Jahr 2026 erwartet SWAROVSKI OPTIK ein weiteres Wachstum im Bereich der digitalen
Bilderfassung und -darstellung. Die Integration neuer Sensor-Technologien und die
Weiterentwicklung unseres Stabilisierungssystems bietet die Chance, zusätzliche Kundengruppen zu erschließen bzw. zu erweitern.
8. Risiko- und Compliance Management
Risiko- und Compliance Berichterstattung
Im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht ist die Geschäftsleitung der Swarovski-Optik AG & Co KG.
verpflichtet, für ein angemessenes und wirksames Risikomanagementsystem (RMS), Risikofrüherkennungssystem und Internes Kontrollsystem (IKS) zu sorgen. Wir halten uns an Gesetze und Regulierungen und stellen ein regelkonformes Verhalten sicher. Mit unserem Risikomanagementprozess identifizieren und analysieren wir Risiken, damit Entwicklungen, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
Die Swarovski-Optik AG & Co KG. verfügt über ein Risiko- und ein Compliance-Management-System, welches Teil des integrieren Managementsystems (Qualität, Umwelt, Energie) ist. Das System wird laufend aktualisiert und weiter ausgebaut. Hierbei orientieren wir uns an den wesentlichen Standards, Normen und Best Practices (vor allem IDS PS 981). Das System wird in einer Risiko- und Compliance Policy beschrieben.
Risiko- und Compliance Strategie
Die Risiko- und Compliance Strategie (R&C-Strategie) leitet sich aus unserer Unternehmenspolitik, Mission und Vision, der Unternehmensstrategie und unseren Werten ab. Risikomanagement begleitet den gesamten Prozess, von der Strategieentwicklung bis hin zum Performance Management.
Die Geschäftsleitung der Swarovski-Optik AG & Co KG. legt großen Wert auf ein effizientes und wirksames Risikomanagementsystem. Das System unterstützt die Geschäftsleitung in der allgemeinen Leitungsaufgabe und in der Wahrnehmung der Sorgfaltspflicht. Die Swarovski-Optik AG & Co KG. betreibt ein systematisches Risikomanagement als Beitrag zur Sicherung und Mehrung der Vermögenswerte (Wert des Unternehmens, EBITDA, Cashflow etc.), zum Schutz und zur Förderung der sich ihr anvertrauenden Menschen (Arbeitsschutz, Schutz von Leib und Leben) und zur Förderung von ESG-Zielen (Umweltaspekte, soziale Ziele, Corporate Governance etc.). Dieses beinhaltet im Kern die laufende Identifizierung, Bewertung sowie die Prävention und das aktive Managen von Risiken. Risiken werden in diesen Zusammenhang als Überbegriff der Gefahren und Chancen aus der Abweichung von Zielen verstanden. Das Risikomanagement ist in bestehende Managementprozesse (etwa den Planungsprozess oder das Qualitätsmanagement) integriert und ergänzt diese. Das übergeordnete Ziel des Compliance Management (Teil)Systems ist die Sicherstellung eines regelkonformen Verhaltens des Unternehmens insbesondere das regelkonforme Verhaiten seiner Führungskräfte und seiner Mitarbeiter:innen. Wir halten uns ausnahmslos an nationale und internationale sowie zusätzlich an interne Gesetze, Regelungen und Vorschriften. Wir beugen Fehlverhalten vor und minimieren daraus erwachsende Compliance Risiken.
Wir betreiben ein Meldesystems für Compliance Vergehen entsprechend der EU-Verordnung bzw. des österreichischen HSchG. Mit dem Betreiben des Meldesystems verbunden ist das „Case- Handling”, die Untersuchung möglicher Compliance-Verstöße sowie die Sanktionierung festgestellter Verstöße. Ein entsprechender Geschäftsprozess inkl, der festgelegten Verantwortlichkeiten sind definiert, Meldekanäle fixiert und an die Stakeholder kommuniziert. Als korrektive Maßnahmen werden neben der Sanktionierung des Fehlverhaltens auch betroffene Prozesse untersucht und bei Bedarf entsprechende organisatorische und strukturelle Maßnahmen ergriffen.
Grundlage für ein wirksames Risikomanagement ist die Etablierung eines angemessenen Risikobewusstseins und eine gelebte Fehler- und Risikokultur auf allen Ebenen des Unternehmens, Risiken frühzeitig zu erkennen und bewusst mit ihnen umzugehen, ist die eigentliche Zielsetzung des Risikomanagements. Jede:r Mitarbeiter:in steht in der Pflicht, Risiken, die im eigenen Arbeitsbereich erkannt werden, zu identifizieren und zu berichten, um Schaden abzuwenden. Um dies zu erreichen,
müssen Ziele und Bedeutung eines präventiven Risikomanagements von den Führungskräften kommuniziert werden.
Auch die Compliance Kultur ist als integraler Bestandteil der Unternehmenskultur zu verstehen. Sie ist eng mit den Strukturen und Kontrollsystemen des Unternehmens verbunden. Die Akzeptanz bei den Mitarbeiter:innen und eine erfolgreiche Umsetzung hängen von der Unternehmenskultur im Allgemeinen und für das Compliance Management System (CMS) von der Compliance Kultur im Speziellen ab. SWAROVSKI OPTIK strebt eine nachhaltige und wirksame Compliance Kultur an, indem ein integres Verhalten jeder einzelnen Person im Unternehmen, etwa durch kollektiv gelebte Verhaltens- und Entscheidungsmuster, dauerhaft erreicht wird. Neben dem regel- und kontrollbasierten Compliance Management („harte Kontrollen“) setzten wir komplementär auf das kulturbasierte Compliance Management („weiche Kontrollen“). „Weiche Kontrollen“ erhöhen die Bereitschaft und die Kompetenz der Mitarbeiter:innen, sich sowohl in Übereinstimmung mit den Unternehmensinteressen zu verhalten, als auch aktiv für diese einzutreten.
Internes Kontrollsystem
Das interne Kontrollsystem (IKS) als Teil unserer Corporate Governance hat die primäre Aufgabe, mögliche Fehlerquellen im finanziellen Reporting zu identifizieren, ihre Auswirkungen zu analysieren und mit Kontrollen verschiedener Art eine fehlerfreie Rechnungslegung zu gewährleisten. Dazu gehört auch die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften und von relevanten internen Anforderungen. Das heißt insbesondere, dass die Aufgaben und Kompetenzen in den Prozessen der Leistungserstellung und der Warenbewirtschaftung sowie der finanziellen Transaktionen in der Organisation berücksichtigt werden müssen. Basierend auf Risikoanalysen wurden Fehlermöglichkeiten identifiziert und Kontrollmaßnahmen unter Anwendung der IKS-Prinzipien (z.B. Vier-Augen-Prinzip, Prinzip der Funktionstrennung, Prinzip der „Mindestinformation“, Prinzip der „minimalen Rechte“, Kompetenzabstufungen, fT-unterstützte Kontrollautomatik, etc.) definiert. Diese wurden als verbindliche Richtlinien und Arbeitsanweisungen schriftlich festgehalten. Diese Dokumente werden in unserem Managementsystem als gelenkte Dokumente verwaltet, womit die Erstellung, Prüfung, Freigabe, Verteilung sowie die revisionssichere Archivierung gewährleistet sind.
Die Überwachung des nach ISO 9001 zertifizierten Managementsystems erfolgt über interne bzw. externe Audits sowie über Management Reviews. In regelmäßigen Abständen wird das Managementsystem durch den „Internal Audit“ auditiert. Dabei wird geprüft, ob die definierten Vorgaben in der Organisation umgesetzt werden. Etwaige Abweichungen werden festgehalten, Maßnahmen definiert und deren Umsetzung verfolgt. Diese Bewertung dient dazu, der Unternehmensleitung einen Überblick zur Wirksamkeit und Angemessenheit des Managementsystems zu ermöglichen und Weiterentwicklungspotenziale zu identifizieren. Der Management Review findet mindestens einmal pro Jahr statt und die Ergebnisse werden im Management Review-Bericht dokumentiert.
Gesamtbeurteilung
Allen im Rahmen des Risikomanagements erkannten Risiken wird durch gezielte Maßnahmen begegnet. Darüber hinaus sind uns nach heutigem Wissensstand keine zusätzlichen Risiken bekannt.
Absam, am 19. März 2026
Oberdanner
Palesto
Paul Churchill, MA