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WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Die österreichische Wirtschaft setzt 2026 ihren moderaten Erholungskurs fort. Nach einem realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 % im Jahr 2025 wird für 2026 ein Anstieg um 0,9 % erwartet. Belastend wirken weiterhin geopolitische Unsicherheiten, erhöhte Energiepreise und eine verhaltene Konsumnachfrage. Die Inflationsrate wird mit 3,2 % unter dem Vorjahreswert von 3,6 % erwartet, während die Arbeitslosenquote mit 7,5 % (Vorjahr: 7,4 %) weitgehend stabil bleibt.
Auch die europäische Wirtschaft entwickelt sich verhalten. Für die Europäische Union wird 2026 ein Wirtschaftswachstum von 1,1 % (Vorjahr: 1,5 %) und für den Euroraum von 0,9 % (Vorjahr: 1,4 %) prognostiziert. Die Weltwirtschaft zeigt sich trotz anhaltender geopolitischer Spannungen und handelspolitischer Unsicherheiten insgesamt robust. Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2026 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,0 % (Vorjahr: 3,5 %).
Insgesamt bleibt das wirtschaftliche Umfeld von Unsicherheiten geprägt. Gleichzeitig lassen eine schrittweise Erholung der Industrie sowie eine Stabilisierung der internationalen Nachfrage auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung hoffen.
GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT
Im Geschäftsjahr 2025 konnte insbesondere durch ein Großprojekt bei einer Schweizer Bank der Auslandsumsatz auf EUR 4,0 Mio. gesteigert werden (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.). Der Gesamtumsatz verringerte sich hingegen auf EUR 10,6 Mio. (Vorjahr: EUR 17,9 Mio.), da sowohl der Inlandsumsatz als auch der Umsatz mit Konzernunternehmen rückläufig waren.
Der Umsatzrückgang ist der Hauptgrund für das Jahresergebnis von EUR -551.232,10 (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.). Der Materialaufwand reduzierte sich auf EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,1 Mio.). Hintergrund ist, dass die zwischen den Kearney-Gesellschaften verrechneten Beraterleistungen ab 2025 nicht mehr gesondert ausgewiesen werden, sondern im Rahmen der Konzernumlagen berücksichtigt werden.
Der Personalaufwand blieb bei EUR 8,2 Mio. auf Vorjahresniveau (Vorjahr: EUR 8,2 Mio.), obwohl sich der durchschnittliche Personalstand von 39 auf 36 Mitarbeiter verringerte. Ursächlich hierfür waren zusätzliche Personalaufwendungen im Zusammenhang mit ausgeschiedenen Mitarbeitern.
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit EUR 1,6 Mio. nahezu unverändert (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.).
Das Unternehmen war im Geschäftsjahr 2025 frei von Bankverbindlichkeiten. Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2025 EUR 3,7 Mio. (Vorjahr: EUR 4,3 Mio.), das sind 32,4% (Vorjahr: 36,5%) der Bilanzsumme von EUR 11,5 Mio. (Vorjahr: EUR 11,7 Mio.).
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen sowie zuzüglich Dotierung bzw. abzüglich Auflösung von Rückstellungen) belief sich auf EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 5,5 Mio.).
Die Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrug EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: EUR -2,0 Mio.). Diese Veränderung umfasst sowohl die Entwicklung des Bilanzpostens „Kassabestand, Guthaben bei Kreditinstituten“ als auch die Veränderung des kurzfristigen revolvierenden Intercompany-Darlehens (Forderung) gegenüber der A.T. Kearney Finance.
Die Betriebsstätte befindet sich in 1010 Wien, Tuchlauben 7, 5. Stock, Top 8. Die Büroräumlichkeiten sind angemietet. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung, insbesondere im Bereich der Informationstechnologie, wird laufend an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Firmenfahrzeuge werden geleast.
Derivative Finanzinstrumente wurden im Geschäftsjahr nicht eingesetzt.
BERICHT ÜBER FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Aufgaben für Forschung und Entwicklung, für das Branding und auch für das Management werden gegebenenfalls durch den Konzern wahrgenommen.
BERICHT ÜBER ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen.
BERICHT ÜBER VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND RISIKEN DES UNTERNEHMENS
Delkredere-Risiken treten in der Top-Management-Beratung eher selten auf. Die Klienten zählen zu den Top-Unternehmen Österreichs und anderer zentraleuropäischen Länder, weshalb Forderungsausfälle unwahrscheinlich sind.
Die Klienten aus Ubersee und Asien sind global agierende Konzerne, bei denen das Zahlungsausfallsrisiko generell als gering einzuschätzen ist. Inhärente Risiken liegen, wie bei jedem Geschäft, in der Absatzentwicklung und bei den Preisen.
Im Markt für Consulting bleibt der intensive Wettbewerb zwischen den Anbietern von Beratungsleistungen weiterhin ein Risiko. Durch das zunehmende Engagement der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften im Consulting wird sich die Wettbewerbsintensität weiter erhöhen. Dem daraus resultierenden Preisdruck wird durch Fokussierung auf höherpreisige Beratungsthemen sowie durch die Qualifikation und Spezialisierung unserer Mitarbeitenden begegnet.
In Einzelfällen kann es bei Projekten zu einer Kombination aus Zeit- und Erfolgshonorar kommen. Sind derartige Projekte zum Jahreswechsel noch in Arbeit, wird eine Chancen-/Risiko-Bewertung durchgeführt und erforderlichenfalls eine Wertberichtigung der noch nicht abrechenbaren Leistungen gebildet.
Kostenseitig werden schon vor Auftragsannahme Vorkalkulationen gemacht und während der Laufzeit der Projekte periodische Nachkalkulationen, welche helfen, Risiken frühzeitig zu identifizieren und Gegenmaßnahmen zu setzen.
Auftrags- und damit Auslastungsrisiken können in der Regel durch den regelmäßigen Ausgleich der Beraterkapazitäten im Konzern abgefedert werden. Dadurch ist weiterhin eine gute Auslastung gewährleistet.
Die Fluktuation und der Ersatz erfahrener Mitarbeiter sind weiterhin ein bedeutendes Risiko für die Entwicklung von Kearney. Durch die hervorragende Ausbildung unserer Mitarbeitenden sowie die Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt ergeben sich attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten in allen Branchen, die zu verstärkten Kündigungen unserer Mitarbeitenden führen können.
Die Rekrutierung neuer qualifizierter Mitarbeiter wird zudem durch den demographischen Wandel sowie die Ansprüche von Bewerbern an deren potenzielle Arbeitgeber zunehmend schwieriger. Ferner stellen unsere hohen Anforderungen an Diversität Herausforderungen für das Recruiting dar. Dem aus der Fluktuation resultierenden Risiko begegnen wir durch ein systematisches Recruiting, das wir auch im Jahr 2026 konsequent fortführen werden.
Ferner wird ein breites Spektrum an Maßnahmen ergriffen, um die Attraktivität von Kearney als Arbeitgeber noch weiter zu erhöhen und die Bindung der Mitarbeitenden an Kearney zu stärken.
Für das Geschäftsjahr 2026 wird eine positive Geschäftsentwicklung erwartet. Die Nachfrage nach Beratungsleistungen entwickelt sich weiterhin erfreulich und es konnten bereits neue Projekte, insbesondere im österreichischen Markt, akquiriert werden. Die Auslastung der österreichischen Berater bleibt auf einem hohen Niveau und bildet eine solide Grundlage für den weiteren Geschäftsverlauf.
Wien, 9.9.2026
Die Geschäftsleitung
Robert Kromoser
DDr. Michael F. Strohmer
James Frederick Dyall Richard Forrest
Archea, Calho dune
Andreas Kaltenbrunner