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Lagebericht 2025

Fachhochschule Vorarlberg GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 11. Aug. 2026

Inhaltsverzeichnis

1 BERICHT ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF UND DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE

1.1 GESCHÄFTSVERLAUF

An der Fachhochschule Vorarlberg GmbH (FHV) werden 1.728 Studierende (Stand 15.11.2025) in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Gestaltung, Soziales und Gesundheit ausgebildet. Jährlich schließen weit über 400 Absolventinnen und Absolventen ihr Studium erfolgreich an der FHV ab. Sie ist darüber hinaus eine der forschungsstärksten Fachhochschulen Osterreichs. Sie vereint vier Forschungszentren in den Bereichen „Mikrotechnik", „Human-Centred Technologies“, „Business Informatics“ und „Energie“ sowie drei Forschungsgruppen „Empirische Sozialwissenschaften“, „Smart Engineering Technologies“ und „Digital Business Transformation“. Zudem hält die FHV Anteile an zwei Forschungsgesellschaften, der V-Research GmbH (49 Prozent) und Digital Factory Vorarlberg GmbH (49 Prozent) sowie Anteile an der Startup Vorarlberg GmbH (20 Prozent).

1.1.1 STUDIENBETRIEB

An der FHV studieren im Wintersemester 2025/26 insgesamt 1.728 Studierende in den nachstehend angeführten Bachelor- und Masterstudiengängen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Bache lorstudiengängeOrganisations-AnzahlAnzahl
formStudierende*Absolvent:innen**
Mechatronikvz, bb8523
Informatik – Software and Information EngineeringVz15042
Informatik – Digital Innovationbb9425
Wirts chaftsingenieurwesenbb11734
Internationale Betriebswirtschaftvz, bb21866
InterMediaVI13843
Soziale Arbeitvz, vbb18146
Elektrotechnik Dualbb428
Gesundheits- und Krankenpflegevz, bb, ug23548
Umwelt und TechnikVZ2714
Bachelorstudiengänge Gesamt1.287349
MasterstudiengängeOrganisations-AnzahlAnzahl
formStudierende*Absolvent:innen**
MechatronicsVz2729
InformatikVz547
Betriebswirtschaftbb13341
InterMediabb37
Design und Creative Leadershipbb44
Soziale Arbeitbb4515
Nachhaltige Energiesystemebb326
Intemational Management and Leadershipbb4515
Wirtschaftsinformatik – Digital Transformationbb5819
Masterstudiengänge Gesamt441139
Gesamt1.728488

vz = Vollzeit, bb = berufsbegleitend, vbb = verlängert berufsbegleitend, ug = Upgrade

gem. BIS-Meldung 15.11.2025

** gem BS-Meldung 15.04. und 15.11.2025

Der Anteil der Studierenden in einem Bachelorstudiengang betrug 74 Prozent, der Anteil in einem Masterstudiengang 26 Prozent. Die Verteilung der Studierenden nach Geschäftsfeldern stellt sich wie folgt dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Anzahl
GeschäftsfelderStudierende*Anteil in %
Technik68640%
Wirtschaft39623%
Gestaltung18511%
Soziales22613%
Gesundheit23514%
Gesamt1.728100%

* gem. BIS-Meldung 15.11.2025

Insgesamt absolvierten 51 Prozent der Studierenden ein Vollzeitstudium und 49 Prozent der Studierenden ein berufsbegleitendes oder ein verlängert berufsbegleitendes Studium. Der Frauenanteil lag dabei insgesamt bei 48 Prozent. Die Herkunft der Studierenden war zu 82 Prozent Vorarlberg, zu zwei Prozent Rest-Österreich, zu elf Prozent Deutschland sowie zu fünf Prozent International.

Im Jahr 2025 haben insgesamt 488 Studierende ihr Studium erfolgreich beendet (davon 349 Absolvent:innen in Bachelorstudiengängen und 139 Absolvent:innen in Masterstudiengängen). Die Gesamtzahl der Absolvent:innen der FHV stieg damit auf 8.289.

Darüber hinaus pflegt die FHV eine Vielzahl internationaler Kooperationen und unterstützt Studierende wie auch Mitarbeiter:innen bei den Auslandsaufenthalten: Die FHV verfügt über weltweite Kooperationen mit 120 Hochschulen (96 in Europa, elf in Asien, neun in Nordamerika, zwei in Südamerika sowie je einer Partnerhochschule in Australien und Afrika). Im Studienjahr 2024/25 nutzten 122 Studierende der FHV die Möglichkeit, für ein oder mehrere Semester im Ausland zu studieren. Somit konnten 46 Prozent der Studierenden der Vollzeit-Bachelorstudiengänge internationale Erfahrungen sammeln. Im Gegenzug dazu studierten 105 Gaststudierende an der FHV.

Weitere Besonderheiten und Schwerpunkte im Zusammenhang mit dem Studienbetrieb im Geschäftsjahr 2025 waren unter anderem:

- - - - Arno Geiger, MSc. übernahm die Leitung des Bachelorstudiengangs Gesundheits- und Krankenpflege Start der Überarbeitung des gesamten Studiengangsportfolios sowie Vereinheitlichung der Studienstruktur über alle Studienprogramme hinweg Aufgrund zu geringer Bewerbungszahlen kein Studienstart in den Bachelorprogrammen Umwelt und Technik sowie in der verlängert berufsbegleitenden Variante Gesundheits- und Krankenpflege Start des überarbeiteten Masters Internationale Betriebswirtschaft - Zukunftsfähiges - Management mit den Vertiefungen „People, Organisation & Transformation“, „Accounting, Controlling & Finance“ und „Marketing, Sales & Innovation" Start des Bachelor-Upgrade-Programms Gesundheits- und Krankenpflege - Start und Abschluss des Nostrifizierungslehrgangs in der Gesundheits- und Krankenpflege in Kooperation mit Schloss Hofen - Die finale RUN-EU EPA-Mission Konferenz mit 94 Teilnehmenden aus ganz Europa gab als hybrides Event an der FHV einen Rückblick auf die acht EPA-Missions 2024/25 und leitete zugleich einen mehrtägigen Workshop zur Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme ("Joint Programmes") ein.

1.1.2 FORSCHUNG

Das Forschungsportfolio der FHV umfasst folgende Forschungszentren (FZ) und -gruppen (FG):

– – – – – – – FZ Mikrotechnik FZ Menschenzentrierte Technologien FZ Business Informatics inkl. Josef-Ressel-Zentrum für Robuste Entscheidungen FZ Energie inkl. Josef-Ressel-Zentrum für Intelligente Thermische Energiesysteme FG Empirische Sozialwissenschaften FG Smart Engineering FG Digital Business Transformation

Die FHV verzeichnete 2025 erneut ein erfolgreiches Jahr in der Forschung. Das Forschungsvolumen betrug über EUR 6,84 Mio., 60 Prozent davon wurden über Drittmittel finanziert. Mit Ende 2025 arbeitete die FHV mit insgesamt 277 Kooperationspartner:innen zusammen, davon 87 Wirtschaftsunternehmen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Anzahl der Forschungsprojekte 2025102
davon laufend85
davon abgeschlossen17
davon im Auftrag bzw. in Zusammenarbeit mit Vorarlberger Untemehmen bzw. Organisationen55

Folgende Schwerpunkte in der Forschung sind im Berichtsjahr 2025 besonders hervorzuheben:

- Dr.m Sabrina Schneider übernahm die Leitung der Forschungsgruppe Digital Business Transformation sowie die Blum Stiftungsprofessur. - Prof. Dr.-Ing. Benedikt Reick übernahm die Leitung der Forschungsgruppe Smart Engineering Technologies. - Abschluss des Josef Ressel Zentrums für Intelligente Thermische Energiesysteme - Start des „FH Forschung für die Wirtschaft"-Projekts (ehemals COIN) FIOw4Heat am Forschungszentrum Energie - Bewilligung von vier IBW/EFRE Transferzentren mit einem Gesamtvolumen von Euro 5 Mio. über drei Jahre (Transferzentrum für unternehmensübergreifende Datenorganisation und Datennutzung der Digital Factory Vorarlberg GmbH, Transferzentrum für Angewandte Photonik der FHV, Transferzentrum für Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie des Forschungsinstituts für Textilchemie und Textilphysik, Universität Innsbruck, Transferzentrum für Privacy Engineering der FHV)

1.1.3 WEITERBILDUNG

In der Weiterbildung wurden im Studienjahr 2024/25 von der Tochtergesellschaft Schloss Hofen – Wissenschafts- und Weiterbildungsges.m.b.H. berufsbegleitende Weiterbildungs- und Masterprogramme nach § 9 FHStG in den Bereichen Wirtschaft und Recht, Technik und Gestaltung sowie Gesundheit und Soziales organisiert und durchgeführt.

1.1.4 ORGANISATION

Die FHV weist per Jahresende 2025 folgenden Personalbestand aus:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Anzahl Köpfe per 31.12.2025379
davon akademischer Bereich249
davon Verwaltung130
Anzahl Vollzeitäquivalente (VZÄ) per 31.12.2025279,53
davon akademischer Bereich186,05
davon Verwaltung93,48
Anzahl int. Hochschullehrende (Köpfe) per 31.12.202594
|Anzahl int. Hochschullehrende (VZA) per 31.12.202578,85

Folgende personelle Veränderungen sind an der FHV für 2025 zu vermelden:

– Wahl von Prof. (FH) Dr. Martin Hebertinger zum stellvertretenden Leiter des Kollegiums – Verabschiedung der Strategie 2025-30 mit Fokus auf neun Stoßrichtungen und fünf Schlüsselaufgaben, vor allem im Bereich Portfolio, Struktur und Organisation Studienbetrieb

Folgende infrastrukturelle Veränderungen der FHV sind im Rahmen der Campusentwicklung für 2025 anzuführen:

– – Fertigstellung der gesamten Campuserweitung der FHV: Neubau Gebäude G, Aufstockung Hochschulstraße und Sanierung Achstraße; Feierliche Eröffnung im November 2025 Baustart des Studierendenwohnheims durch die Olz Immobilien GmbH in unmittelbarer Nähe zur FHV

Folgende Auszeichnungen und Rankingergebnisse der FHV sind für 2025 von Bedeutung:

– – – – Erneute Zertifizierung als Okoprofit-Betrieb Das gemeinsame Projekt mit F.M. Hämmerle zur Entsiegelung und Begrünung von Parkflächen wurde mit dem VN-Klimaschutzpreis in der Kategorie „Schule und Jugend aktiv“ ausgezeichnet. Bei der Initiative „Österreich radelt" wurde die FHV erneut als „radaktivste Hochschule Osterreichs" ausgezeichnet. Jährlich vergibt die FHV gemeinsam mit den Stiftern den „Erwin-Gächter-Förderpreis" an eine Studentin bzw. einen Studenten als Anerkennung und Förderung des Lebens- und Ausbildungsweges. Im Rahmen des Tags der Hochschule wurde der diesjährige „Erwin-Gächter- Förderpreis“ an Veronika Sohler überreicht (Bachelorstudiengang Gesundheits- und – Krankenpflege). Der Christl- und Horst-Zimmermann-Förderpreis zur gezielten Unterstützung von Studierenden im – Fachbereich Technik wurde in seinem zweiten Jahr nach Einführung im Jahr 2024 an Dionysios Kefalas (Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwegen) verliehen. Karin Wüstner-Dobler, langjährige Leiterin des International Office wurde für ihre Verdienste zur internationalen Entwicklung der FHV zur ersten Ehrensenatorin der FHV ernannt. - FHV-Forscher Martin Dobler erhielt den Award „Most Impactful Research Project“ im Rahmen von – RUN-EU plus. Amir Omeradzic, Doktorand und Mitarbeiter am FZ Business Informatics, konnte erfolgreich zum Dr. rer. nat. an der Universität Ulm mit dem Prädikat "summa cum laude" ("mit höchstem Lob") in der Informatik promovieren.

– – – – – Theresa Grabher, Absolventin des Bachelorstudiengangs Internationale Betriebswirtschaft an der FHV, Wurde für ihre lösungsorientierte Abschlussarbeit mit dem „International Business Bachelor Award“ ausgezeichnet. Zeynep Oztürk, Absolventin des Studiengangs Informatik, wirde auf der renommierten AACE ELearn-Konferenz in Bangkok (Thailand) mit dem Best Paper Award ausgezeichnet. Acht Studierende aus unterschiedlichen Bachelor- und Masterstudiengängen der FHV wurden in diesem Jahr für ihre Abschlussarbeiten mit dem KLIMA BILDUNG AWARD der Plattform KLIMACENT ausgezeichnet. Der Fachbereich Gestaltung war mit dem Projekt „Flow State – 50 Hertz für Europa" unter den Finalist:innen des Europa-Staatspreises 2025. Ivey Bestseller Award für Jonathan Chen, externer Lehrbeauftragter im Masterstudiengang "Internationale Betriebswirtschaft - Zukunftsfähiges Management (Vertiefung: Marketing, Sales & Innovation)" - Die Ergebnisse des Hochschulrankings vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) belegen – die hohe Zufriedenheit von Studierenden an der FHV. Bewertet wurden die Bachelorstudiengänge Elektronik und Informationstechnologie Dual, Umwelt und Technik sowie Mechatronik. Profformance International Higher Education Teaching Award 2024/2025 für Markus Harwart und Frank Weber sowie Kathrin Plankensteiner und Steffen Finck.

1.2 WIRTSCHAFTLICHE LAGE

Die Investitionen, Aufwendungen und Umsatzerlöse/Erträge/Zuschüsse der FHV setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20252024
Investitionen inkl. Anzahlungen und Rücklage2.396.3402.224.997
Personalaufwand34.313.46231.966.336
Sachaufwand9.380.7849.641.705
Studienplatzförderung Bund15.446.33614.712.205
Sonst. Umsatzerlöse und sonst. betriebliche Erträge12.663.21013.155.367
Ersatz Land16.000.53313.928.557

Die Betriebsabgangsdeckung 2025 des Landes Vorarlberg beträgt EUR 16,00 Mio. und ist damit um EUR 2,07 Mio. höher als im Vorjahr.

Das Inyestitionsvolumen (inkl. Anzahlungen und Rücklagen) des Geschäftsjahres 2025 liegt mit rund EUR 2,4 Mio. in etwa auf Vorjahresniveau. In den Investitionen inkl. Anzahlungen schlagen sich folgende Großanschaffungen nieder:

- - - - - Diverse Investitionen in Lehrmittel für den Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege (TEUR TEUR 113) Röntgendiffraktometer im FB Technik (TEUR 100) Ultraschall-Pulverherstellungssystem im FB Technik (TEUR 83) Weitere diverse Investitionen im FB Technik (TEUR 158) Anzahlung Ätzanlage FZ MT (TEUR 424)

Entwicklung Investitionen 2021-2025 2.500 2.000 $ 1.500 1.000 5

12 2022 2023 2024 2025

Der Personalaufwand ist – ähnlich wie die Investitionen — in den vergangenen Jahren vom Wachstum geprägt. Während der Personalstand zuvor deutlich angestiegen ist, blieb er im aktuellen Berichtsjahr in Vollzeitäquivalenten weitgehend stabil. Gleichzeitig entwickelte sich der Personalaufwand weiterhin dynamisch.

Entwicklung Personalaufwand 2021-2025 35.000 30.000 25.000 20.000 < 15.000 10.000 5.000 0 2021 2022 2023 2024 2025

Der Sach- und Betriebsaufwand entwickelte sich im aktuellen Berichtsjahr leicht rückläufig (-2,9 Prozent). Nach den deutlichen Anstiegen der Vorjahre zeichnet sich damit eine Stabilisierung auf einem nachhaltigeren Niveau ab. Das Geschäftsjahr 2024 war dabei besonders prägend, da es von erheblichen Preissteigerungen beeinflusst war.

Die Abschreibungen in Höhe von rund EUR 1,97 Mio. liegen in etwa auf dem Vorjahresniveau (EUR 2,01 Mio).

10.000 9.000 8.000 7.000 X 6.000 • 5.000 § 4.000 3.000 2.000 1.000 0 Entwicklung Sachaufwand 2021-2025

2021 2022 2023 2024 2025 • Sach- und Betriebsaufwand

Im Bereich der Umsatzerlöse/Erträge/Zuschüsse setzte der Forschungsbereich der FHV den erfolgreichen Kurs der letzten Jahre weiter fort. Sowohl das Forschungsvolumen (EUR 6,84 Mio.) als auch die lukrierten Drittmittel (EUR 4,14 Mio.) konnten auf einem weiterhin hohen Niveau gehalten werden. Die Studienplatzförderung des Bundes (EUR 15,45 Mio.) liegt über dem Vorjahr (EUR 14,71 Mio.). Die Finanzierung des Bachelorstudiengangs Gesundheits- und Krankenpflege erfolgt seit dem Jahr 2021 über den Vorarlberger Landesgesundheitsfonds (LGF, EUR 3,37 Mio.).

Entwicklung Umsatzerlöse/Erträge 2021-2025

28.000 24.000 20.000 5 16.000 § 12.00 8.0 4.000 2021

3.000

•Umsatzerlöse/Erträge ohne Spend

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2025 beträgt EUR 17,31 Mio. (Vorjahr: EUR 17,90 Mio.).

Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
in TEUR20252024
Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit-16.430-8.878
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit-1.610-2.209
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit16.00213.928
Betriebsergebnis-15.585-13.740
Finanzergebnis1
Jahresfehlbetrag-15.584-13.739

Die Eigenkapitalquote [= (Eigenkapital x 100) / (Gesamtkapital – erhaltene Anzahlungen)] beläuft sich für das Geschäftsjahr 2025 auf 36,47 Prozent (2024: 36,77 Prozent).

1.3 HINWEIS ZUR TRENNUNGSRECHNUNG

Entsprechend der geltenden Grundsätze wurde auch 2025 laufend eine Trennungsrechnung geführt. Zum Stichtag 31.12.2025 lag der Anteil der wirtschaftlichen Umsätze, gemessen am Gesamtumsatz der FHV, bei 1,48%.

1.4 ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Die FHV hat keine Zweigniederlassungen.

2 BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS

Das Geschäftsjahr 2025 verlief insgesamt erfolgreich. Die

weiterhin leicht

steigenden

Studierendenzahlen bestätigen die Attraktivität des Studienangebots. Gleichzeitig war das Jahr von anspruchsvollen budgetären Rahmenbedingungen geprägt.

Insbesondere inflationsbedingte Kostensteigerungen stellen nach wie vor eine Herausforderung dar und erforderten eine vorausschauende Steuerung und konsequente Priorisierung der Ressourcen. Diese Herausforderung wird durch die ausbleibende Inflationsanpassung der Vergütung für den Studienbetrieb (Studienplatzförderung des Bundes) verschärft. Dies führt mittelfristig zu einer ungünstigen Aufwands-/Ertrags-Entwicklung bzw. vergrößert die Abhängigkeit der FHV von ihrem Erhalter, dem Land Vorarlberg. Verschärfend tritt 2026 hinzu, dass auch im Bundesland Vorarlberg die budgetäre Lage schwierig ist. Damit ist nicht davon auszugehen, dass seitens des Erhalters Land Vorarlberg die real rückläufige Bundesfinanzierung kompensiert werden kann. Nachdem das Wachstum der FHV bei den Studierendenzahlen, wie auch in der Forschung im Wesentlichen abgeschlossen ist, sind keine Skaleneffekte mehr zu erwarten.

Mit Verabschiedung einer neuen Strategie hat die FHV frühzeitig auf diese Entwicklungen reagiert. Der Fokus liegt auf nachhaltigen Effizienzsteigerungen und strukturellen Einsparungen, ohne Abstriche bei der Qualität in Lehre und Service zu machen. Damit schafft die FHV eine solide Grundlage, um auch in künftigen herausfordernden finanziellen Rahmendbedingungen handlungsfähig zu bleiben und ihre hohe Ausbildungsqualität langfristig zu sichern.

Die Marktsituation bleibt insgesamt anspruchsvoll, bietet jedoch auch Chancen. Zwar ist mittel- bis langfristig von einer stabilen bis leicht rückläufigen Gesamtmarktentwicklung auszugehen, die zuletzt wieder gestiegenen Studierendenzahlen in Osterreich im Studienjahr 2024/25 zeigen jedoch, dass qualitativ hochwertige und praxisnahe Bildungsangebote weiterhin stark nachgefragt werden.

Das Budget für das Jahr 2026 konnte aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen gut abgesichert werden. Herausfordernder wird die Situation aus heutiger Sicht ab 2027. Es ist nicht damit zu rechnen, dass der Bund in naher Zukunft, ähnlich wie zu Beginn 2024, die Fördersätze erhöhen wird. Im Gegenzug werden die Kosten inflationär weiter steigen.

Die sehr dynamische und erfolgreiche Entwicklung in der Forschung im vergangenen Jahr 2025 führte zu hohen Drittmitteln und zahlreichen Forschungsprojekten und -partnerschaften. Die Ziele aus der Strategie 2025 bis 2030 können daher im Bereich der Forschung deutlich früher als geplant erreicht werden. Nun gilt es, dieses hohe Niveau zu halten und zu stabilisieren, auch dies in einer Zeit, in der die Forschungsaufträge aus der Wirtschaft deutlich zurückgehen und Förderprogramme noch einmal kompetitiver werden.

Die Tochterunternehmen in der Forschung, die Digital Factory Vorarlberg GmbH und die V-Research GmbH stehen vor sehr herausfordernden Jahren, weil eine deutliche Zurückhaltung bei durch die Wirtschaft beauftragten Forschungsprojekten spürbar ist und hier-auch auf eine weniger starke Basis aus dem Jahr 2025 aufgebaut werden kann.

Die langfristige Orientierung hin zu einer Einbettung in den europäischen Wissenschaftsraum wird auch 2026 fortgesetzt. Die nächsten Schritte zur Institutionalisierung der Europäischen Universität RUN-EU sind eingeleitet und werden das Jahr 2026 und die Folgejahre prägen.

In Summe sind die Risiken für die FHV in den Jahren 2026 bis 2029 aus heutiger Sicht trotz heraufordernder Rahmenbedingungen als gering einzuschätzen. Die positive Entwicklung wird auch 2026 anhalten.

3 ANGABEN ZU KAPITAL-, ANTEILS-, STIMM- UND KONTROLLRECHTEN

Die FHV hält alle Anteile der Schloss Hofen – Wissenschafts- und Weiterbildungsges.m.b.H. mit Sitz in Lochau.

Weiters ist die FHV jeweils zu 49 Prozent an der V-Research GmbH und an der Digital Factory Vorarlberg GmbH beteiligt. Die restlichen 51 Prozent hält bei der V-Research GmbH der Verein zur Förderung der industriellen Forschung und bei der Digital Factory Vorarlberg GmbH das Austrian Institute of Technology (AIT). Zudem ist die FHV seit Juni 2024 an der Startup Vorarlberg GmbH mit 20 Prozent beteiligt. Die restlichen Anteile haben 'die „Wirtschafts-Standort Vorarlberg“ Betriebsansiedlungs GmbH (40 Prozent), die Prisma VO Invest GmbH (20 Prozent) und die Wirtschaftskammer Vorarlberg (20 Prozent) inne.

Dornbim, 14 April (026

Mag.

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