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Lagebericht 2024/25

Gassner Stahlbau GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 15. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

2025

der (D Gassner

Unternehmen

Die Gassner Stahlbau GmbH ist ein vollkonsolidiertes Unternehmen der Doppelmayr Gruppe, welches sich zu 74% im Besitz der Doppelmayr Management AG und zu 26% im Besitz der Gassner Holding GmbH befindet.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

1.1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Das Unternehmen beschäftigt sich hauptsächlich mit der Produktion von Fahrbetriebsmitteln und Streckenbauteilen für Schilifte. Die Kunden der Gassner Stahlbau GmbH gehören fast ausschließlich der Doppelmayr Gruppe an. Das Unternehmen hat keine Zweigniederlassungen.

Das Geschäftsjahr 2024/25 war geprägt von starker Auslastung im Bereich der Stützenfertigung. Die Termintreue gegenüber unserem Kunden Doppelmayr Seilbahnen GmbH stand an oberster Stelle. Um diese sicherzustellen wurden temporäre Mitarbeiter eingestellt.

Die Schwankungen am Energiemarkt und im Transportwesen führten bei vielen Produkten und Dienstleistungen zu hohen Preisen. Dem wurde durch Anpassung der Einkaufsmengen entgegengewirkt.

1.2. Geschäftsergebnis, Ertragslage

Die Ergebnissteigerung resultiert zum einem durch den effizienterem Einsatz an temporären Arbeitskräften und zum anderen durch die niedrigeren Preise in der Materialbeschaffung und Oberflächenbehandlung (Feuerverzinkung).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
31.03.202531.03.2024VeränderungVeränderung
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(Earnings before Interest and Tax - EBIT)EUREUREUR[%]
Ergebnis vor Steuern2.146.064,23820.178,621.325.885,61162%
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen
gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw. Abs 3 Z 14 UGB8.926,1853.712,41-44.786,23-83%
= Ergebnis vor Zinsen und Steuern2.154.990,41873.891,031.281.099,38147%
Umsatzrentabilität (Return on Sales - ROS)[%][%][%]
Ergebnis vor Zinsen und Steu-
ern4,41 %1,71 %2,69 %
Umsatzerlöse
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity - ROE)
Ergebnis vor Steuern7,64 %3,10 %4,53 %
Eigenkapital

Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment - ROI)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Ergebnis vor Zinsen und Steuern5,60 %2,29 %3,33 %
Gesamtkapital

1.3.

Finanz- und Vermögenslage

Die flüssigen Mittel sind gestiegen, da zum Ende des Geschäftsjahres weniger Zukaufmaterialien eingekauft worden sind. Zudem ist das verzinsliche Fremdkapital gesunken.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
31.03.202531.03.2024VeränderungVeränderung
Nettoverschuldung (Net Debt)EUREUREUR[%]
verzinsliches Fremdkapital2.619.328,532.777.210,83-157.882,30-6%
- flüssige Mittel1.705.210,54806.436,14898.774,40111%
Nettoverschuldung914.117,991.970.774,69-1.056.656,70-54%
Verzinsliches Fremdkapital:
Abfertigungsrückstellungen2.023.465,532.161.690,83
Jubiläumsgeldrückstellungen595.863,00615.520,00
verzinsliches Fremdkapital2.619.328,532.777.210,83
flüssige Mittel1.705.210,54806.436,14
(Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten)
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
31.03.202531.03.2024VeränderungVeränderung
Nettoumlaufvermögen (Working Capital)EUREUREUR[%]
Umlaufvermögen32.950.416,8033.166.137,20-215.720,40-1%
- langfristiges Umlaufvermögen0,000,000,000%
= kurzfristiges Umlaufvermögen32.950.416,8033.166.137,20-215.720,40-1%
-kurzfristiges Fremdkapital7.450.921,847.711.884,86-260.963,02-3%
Nettoumlaufvermögen25.499.494,9625.454.252,3445.242,620,18%
kurzfristiges Fremdkapital:
Steuerrückstellungen0,000,00
sonstige Rückstellungen2.361.599,852.437.283,78
- darin enthaltene langfristige Rückstellungen-715.863,00-729.520,00
(bestehend aus:)
(Jubiläumsgeldrückstellungen)( -595.863,00 )( -615.520,00 )
(sonstige Rückstellungen)( -120.000,00 )( -114.000,00 )
Verbindlichkeiten aus Lief. und Leist.2.481.663,772.209.244,94
Konzernverbindlichkeiten sonstige kurzfristige Verbindlichkei-1.410.244,93274.634,61
ten1.913.276,293.520.241,53
davon kurzfristiges Fremdkapital7.450.921,847.711.884,86

Equity Ratio (Eigenkapitalquote)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Eigenkapital73,27 %69,34 %3,92 %
Gesamtkapital
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)
Nettoverschuldungnegativnegativ
Eigenkapital
in TSD EUR20252024Veränderung Veränderung [%]
Finanzmittel am Beginn8061.481-675-46%
Cash-Flow aus der Geschäftstätigkeit4.0204203.600857%
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit-2.121-1.405-71651%
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit-1.000310-1.3100%
Verfügbare liquide Mittel1.705806899112%

Die Zahlen stammen aus einer Geldflussrechnung, die entsprechend dem Fachgutachten des Fachsenats für Betriebswirtschaft und

Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder KFS/BW2 erstellt wurde.

Der Cash-Flow aus der Geschäftstätigkeit ist aufgrund einer niedrigeren Materialquote auf höherem Niveau.

Die Änderung des Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit resultiert aus der gestiegenen Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2024/2025. Die Investitionsausgaben beliefen sich auf € 2.125.116,28. Für die Anschaffung von maschinellen Anlagen wurden € 1.781.728,20 verwendet. In die Anschaffung von anderen Anlagen sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung flossen € 343.388,08.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Auflösung von Barauslagen. Zudem wurden keine weiteren langfristigen Finanzierungstätigkeiten durchgeführt. Gesamthaft gesehen haben sich die liquiden Mittel erhöht.

1.4. Vermögenslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
in TSD EUR20252024Veränderung Veränderung [%]
langfristige Vermögensgegenstände5.3984.92147710%
kurzfristige Vermögensgegenstände32.95033.166-216-1%
Summe Aktiva38.34838.0872610,69%
langfristiges Fremdkapital2.7392.891-152-5%
kurzfristiges Fremdkapital7.4518.712-1.261-14%
Eigenkapital, Investitionszuschüsse28.15826.4841.6746%
Summe Passiva38.34838.0872610,69%

1.5. Mitarbeiter

Der Mitarbeiterstand der Gassner Stahlbau GmbH betrug inklusive Leasingmitarbeiter im Durchschnitt 206 Mitarbeiter. Speziell in den Monaten März bis August werden die benötigten Kapazitätsspitzen vermehrt mittels Leasingmitarbeitern abgedeckt.

Die Gassner Stahlbau GmbH investiert kontinuierlich in Weiterbildung, um ständig Produktion und Abläufe zu verbessern. Außerdem wurden im Jahr 2024 2 neue Lehrlinge aufgenommen.

1.6. Forschung und Entwicklung

Das Schweißen der Schaft-Rund-Nähte wurde teilweise auf die Unter-Pulver-Technologie weiterentwickelt und hinsichtlich Prozessstabilität optimiert. So können jetzt die Schäfte mit der Technologie MAG und UP geschweißt werden was auch zu einem ergonomischeren Arbeitsplatz hinsichtlich Strahlenbelastung beiträgt. Ziel ist es, die Durchlaufzeit der Schaftfertigung weiter zu reduzieren. Der Materialfluss wird laufend analysiert und optimiert.

1.7. Organisation

Das Unternehmen ist vom TÜV Süd nach ISO 9001:2000 zertifiziert.

Mit der Umstellung der ERP Software auf das gruppenweite System IFS wurde die Organisation teilweise neu definiert. Mit der gruppenweiten einheitlichen Lösung wird die Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns gestärkt und Synergien können besser genutzt werden.

2. Risiko

2.1. Allgemeines Risikomanagement

Die Evaluierung und Steuerung der Risiken obliegt der Geschäftsführung und wird durch ein konzernweites Risikomanagementprogramm überwacht.

Die Gesellschaft ist den in den folgenden Punkten beschriebenen Risiken ausgesetzt. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine außergewöhnlichen Risiken.

2.2. Absatz

Die Auslastung im abgeschlossenen Geschäftsjahr war auf hohem Niveau. Das kommende Geschäftsjahr 2025/2026 steht im Fokus der Stützen- und Sesselfertigung. Es ist mit einem ähnlichen Umsatz zu rechnen.

2.3. Beschaffung

Der allgemeine Markt und die Preise pendelten sich auf einem zum Teil hohen Niveau ein, wobei ein spürbares Sinken der Preise aktuell nicht absehbar ist. Speziell die Kosten für Energie, Strom und Gas stiegen im Geschäftsjahr 2024/2025 deutlich. Im Geschäftsjahr 2025/2026 gehen wir ebenfalls von hohen Energiekosten aus. Die Planungssicherheit ist gegeben.

Des Ausfallrisikos von Monopollieferanten ist man sich bewusst. Durch Suche von Ersatzlieferanten und/oder erhöhten Lagerbeständen wird dem entgegengewirkt.

2.4. Betriebliche Risiken

Durch laufende Wartung und vorbeugende Instandhaltung der Anlagen wird das Ausfallrisiko minimiert.

2.5. Finanzielle Risiken

Investitionen werden detailliert auf Risikoaspekte hin analysiert und müssen klaren Rentabilitätszielen entsprechen.

Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Das Ausfallsrisiko von Kundenforderungen ist als gering einzustufen, da die Kunden fast ausschließlich der Doppelmayr Gruppe angehören.

Preisänderungsrisiko

Der Marktwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert. Aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeiten werden keine Sicherungsgeschäfte gegen das Preisänderungsrisiko abgeschlossen.

Ausfallsrisiko

Bei den Forderungen findet das Ausfallsrisiko durch Vornahme von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Berücksichtigung. Im vorliegenden Jahresabschluss mussten keine Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen werden. Das maximale Ausfallsrisiko bei den auf der Aktivseite erfassten Finanzinstrumenten stellen die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge dar. Das Risiko betreffend Guthaben bei Kreditinstituten ist als gering anzusehen.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko wird von der Gesellschaft getragen. Im vorliegenden Wirtschaftsjahr wurden Transaktionen fast ausschließlich in EUR durchgeführt. Es werden keine derivativen Finanzinstrumente abgeschlossen.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko

Für das zinsbedingte Cashflow-Risiko, das als Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen definiert ist, werden keine derivativen Finanzinstrumente abgeschlossen.

Voraussichtliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2025/26

Die Aussichten für das Geschäftsjahr 2025/26 sind grundsätzlich positiv und es ist mit ähnlichem Umsatz jedoch mit leicht höherem Ergebnis zu rechnen. Die höheren Kosten für die Energie werden durch die niedrigeren Stahlkosten kompensiert. Auch die Gewinnung von neuen Arbeitskräften wird optimistischer gesehen und es ist das Ziel, die Belegschaft aufzubauen. Neue Investitionen speziell im Bereich der „Stützenschaft Fertigung" soll helfen die geforderten Liefertermine sicher zu stellen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.

Bürs, am 11. Juni 2025

6 Lupained

Dipl. Ing. Gunther Lugauer

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