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Lagebericht 2025

AB Effectenbeteiligungen AG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 16. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

AB Effectenbeteiligungen AG

I. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die AB Effectenbeteiligungen AG ist mit der Veranlagung ihres Vermögens im Wesentlichen an den internationalen Aktienmärkten befasst. Zusätzlich sind auch nicht börsennotierte Unternehmensbeteiligungen, festverzinsliche Wertpapiere und Absicherungsgeschäfte mit derivativen Produkten Elemente des Anlagekonzeptes.

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Im Berichtsjahr gab es Rahmen der sinkenden Inflationsraten eine weitere Phase von geldpolitischen Lockerungen durch die Notenbanken FED und EZB. Dies hat grundsätzlich zu einer positiven Entwicklung an den Aktienmärkten beigetragen. Eine temporäre Verunsicherung der Märkte durch die Ankündigung der amerikanischen Zollpolitik hat sich im weiteren Verlauf des Jahres mit einer Akzeptanz eines für Europa eher unvorteilhaften Zollregimes wieder aufgelöst. Gleichzeitig haben die Erwartungen auf Handelsabkommen mit anderen Teilen der Welt außerhalb der USA zu berechtigten Hoffnungen für die exportorientierten Branchen in Europa geführt.

Die zu erwartende Transformation der Wirtschaft und auch anderer Bereiche der Gesellschaft durch eine zunehmende Anwendung von Künstlicher Intelligenz hat bei den in diesem Sektor führenden Technologiewerten zu einem Höhenflug geführt. Nach Ansicht zahlreicher Analysten sind hier schon fast die Merkmale einer Blase erfüllt.

Die strukturellen Probleme in Europa, wie überbordende Bürokratie und Überdehnung des Sozialstaats, wurden zwar von der Politik benannt, aber es fehlt noch die konkrete Umsetzung von tiefgreifenden Reformen. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland und Osterreich war 2025 mit ca. 0,2 % noch sehr bescheiden, die Erwartungen für 2026 liegen jedoch bei mehr als 1 % Wachstum.

Der deutsche Standardwerte-Index DAX hat im Jahresverlauf einen Anstieg von 23,0 % erzielt. Diese Entwicklung war weiterhin sehr differenziert von einigen Werten mit starker Performance und einigen Werten mit eher negativer Performance geprägt. Der Nebenwerteindex S-DAX konnte mit einem Plus von 25,3 % noch deutlicher zulegen und der österreichische Standardwerteindex ATX hatte wegen der starken Gewichtung von gut performenden Finanzwerten sogar einen Zuwachs von 45,4 % zu bieten.

Geschäftsergebnis, Ertragslage

Die Ertragslage unserer Gesellschaft hat sich wegen der deutlich verbesserten Performance der deutschen und österreichischen Nebenwerte und auch wegen der überragenden Entwicklung der Edelmetallwerte wesentlich verbessert. Sonstige Erträge sind im Berichtsjahr mit 1T€ nur in geringem Umfang angefallen. Die sonstigen Aufwendungen liegen mit 161 T€ unter dem Vorjahreswert von 190 T€. Das sonstige Ergebnis hat sich deshalb von -190 T€ auf -160 T€ verbessert.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von 210 T€ erfassen die Dividenden von Wertpapieren im Umlaufvermögen sowie Zinserträge aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sind gegenüber dem Vorjahr (223 T€) verringert. Die Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren sowie die Zuschreibungen auf Wertpapiere haben sich von 1.214 T€ auf 1.312 T€ nochmals gesteigert. Gleichzeitig haben sich die Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren und Abschreibungen auf Wertpapiere von 928 T€ auf 41 T€ ganz deutlich reduziert.

Das Ergebnis vor Steuern ist gegenüber dem Vorjahr von 315 T€ auf 1.320 T€ deutlich gestiegen. Die Körperschaftssteuer war mit 66 T€ anzusetzen.

Es verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.253.402,99 € der zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 1.525.808,35€ einen Bilanzgewinn von 2.779.211,34 € ergibt.

Die Entwicklung der Ertragslage kann durch folgende Kennzahlen verdeutlicht werden:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024
Eigenkapitalrentabilität (= EGT / Eigenkapital)15,22 %4,09 %
Gesamtkapitalrentabilität (= Ergebnis vor Zinsen u. Steuern/ Gesamtkapital)14,93 %4,10 %

Vermögens- und Finanzlage

Die Finanzlage kann als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden und spiegelt sich in folgenden Kennzahlen wider:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024
Eigenkapitalquote98,08 %98,80 %

(=Eigenkapital / Gesamtkapital)

Die Netto-Verschuldung beträgt -1.163 T€ (VJ -332 T€) und sichert in Verbindung mit den jederzeit veräußerbaren Vermögenswerten und den eingeräumten Kreditlinien die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens. In den Forderungen sind mit 596 T€ die Forderungen gegenüber der DLB-Anlageservice AG enthalten.

II. Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung der Märkte wird täglich beobachtet. Auf Veränderungen der Marktlage und auf Informationen aus den Beteiligungsunternehmen wird kurzfristig reagiert.

III. Nachtragsbericht

Nach dem. Schluss des Geschäftsjahres (31.12.2025) wurden keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt.

IV. Allgemeine Risikoberichterstattung

Die Liquiditätslage ist sehr gut und sichert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Langfristig finanziert sich die Gesellschaft aus Eigenkapital und kurzfristig zur Nutzung von Marktchancen auch über Bankkredite im Rahmen eines eingeräumten Effektenkredits bei zwei Geschäftsbanken. Hier besteht eine langjährige Geschäftsbeziehung.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen existentielle Risiken. Preisrisiken bei den einzelnen Vermögensanlagen sind Teil des Geschäftsmodells und insoweit nicht vermeidbar. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

V. Prognosebericht

Die weitere Entwicklung der Gesellschaft ist in hohem Maße von der Entwicklung an den Kapitalmärkten, insbesondere von der Performance an den deutschen und österreichischen Börsen abhängig.

Die aktuelle Situation der Wirtschaft in Europa ist mehr denn je durch Unsicherheit geprägt. Einerseits wird die EZB angesichts der günstigen Entwicklung der Inflationsraten keine kontraktive Geldpolitik betreiben und sogar eher zu weiteren Zinssenkungen bereit sein. Die deutschen Pläne zur Ankurbelung der Wirtschaft über verbesserte Abschreibungsbedingungen und über das 500 Mrd.€ Infrastrukturpaket

sowie die erhöhten Rüstungsausgeben werden ihre Wirkung erst ab 2026 entfalten können. Auch die Freihandelsabkommen mit Südamerika sowie geplant mit Indien und anderen Staaten werden ebenfalls ihre Wirkung erst mittelfristig entfalten.

Auf der anderen Seite sind die erratischen handelspolitischen Signale aus den USA ein ständiger Störfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung. Auch könnte die weltweit steigende Staatsverschuldung zu einem Anstieg der Zinsen auf dem Kapitalmarkt führen und damit die Notenbanken zu Interventionen verleiten.

Unser Anlageschwerpunkt liegt bei weitgehend solide finanzierten Value-Unternehmen, weshalb wir bei einer halbwegs positiven Konjunkturentwicklung und einer halbwegs stabilen Börsenentwicklung von einem guten Potential für weitere Wertsteigerungen bei unseren Beteiligungen ausgehen können.

In diesem Umfeld ist unser Ziel auf das Erreichen eines guten Ergebnis- und Ausschüttungsniveaus gerichtet. Im Falle einer stark negativen Entwicklung auf den Kapitalmärkten könnte auch ein Verlust und damit ein Ausfallen der Dividendenzahlung eintreten.

Der Hauptversammlung soll vorgeschlagen werden, aus dem Bilanzgewinn von 2.779.211,34 € einen Betrag von 354.500,00 € für eine Dividende von 0,50 € je Aktie zu verwenden und 2.424.711,34 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Innerschwand, 11.02.2026

gez. Dipl.oec

Michael Höfer

- Vorstand-

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