Inhaltsverzeichnis
Gemäß § 243 UGB erstellt die Geschäftsführung der Bau Beton GmbH den nachfolgenden Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025.
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1. Tätigkeit der Gesellschaft
Die Bau Beton GmbH betreibt sechs Betonmischanlagen in Wien und Niederösterreich.
Von diesen Betriebsstätten werden Betone für den gewerblichen Bereich wie Pfahlbetone, Betone für Brücken- und Ingenieurbauten, Produkte für den Tiefbau sowie Straßenbetone, Sondermischungen zum Verfüllen von Hohlräumen und sämtliche dem Stand der heutigen Technik entsprechenden Betone für den Hochbau, aber auch für den Privatabnehmer produziert und mit größtenteils eigenem Fuhrpark ausgeliefert.
Die modern ausgestatteten Werke sind aufgrund vollelektronischer Prozessorsteuerung in der Lage, die Anforderungen der modernen Bauwirtschaft zielgenau zu bewerkstelligen. Durch die verkehrsgünstige Lage der Betriebsstätten ist auch im städtischen Verkehr eine pünktliche Belieferung der Baustellen möglich, und auch für Selbstabholer sind diese bequem und rasch zu erreichen.
Die Bau Beton GmbH verfügt über passende Betonpumpen für Bauvorhaben, bei denen der Beton mittels Pumpe eingebracht wird. Es stehen nachstehende Pumpenarten zur Verfügung, wobei die Längenangaben sich jeweils auf die senkrechte Mastlänge beziehen.
Citypumpe/Hallenpumpe 24 m • Hallenpumpe 31 m * Großmastpumpe mit 42 m * Großmastpumpe mit Karbonmast 48 m • Großmastpumpe 55m • Fahrmischer Betonpumpe 28m
1.2. Erläuterungen zu den Rahmenbedingungen
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Bauwirtschaft waren im Geschäftsjahr 2025 weiterhinsehr herausfordernd. Insbesondere die anhaltend schwache Wohnbaukonjunktur, der intensive Preiswettbewerb sowie die insgesamt verhaltene Bautätigkeit führten zu einem schwierigen Marktumfeld. Gleichzeitigkonnten gestiegene Beschaffungs-, Energie- und Personalkosten nur eingeschränkt an die Kunden weitergegeben werden.
Trotz einer im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegenen Umsatzleistung verschlechterte sich dieErtragslage deutlich. Die anhaltend hohe Wettbewerbsintensität sowie der Kostenanstieg führten zu einemnegativen Betriebsergebnis und einem Jahresfehlbetrag.
Bei der Beurteilung der Vorjahreswerte ist zu berücksichtigen, dass das Geschäftsjahr 2024als Rumpfwirtschaftsjahr geführt wurde und Vergleiche daher nur eingeschränkt aussagekräftig sind.
1.3. Vermögenslage
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | +/- | % | |
|---|---|---|---|---|
| kurzfristiges Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | 436 | 467 | -31 | -6,7 |
| Lieferforderungen | 1 245 | 2 895 | -1650 | -57,0 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 404 | 14 | 390 | >999,9 |
| sonstige Forderungen | 1 011 | 174 | 837 | 482,0 |
| flüssige Mittel | 28 | 777 | -749 | -96,4 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 6 | 13 | -7 | -53,1 |
| Aktive latente Steuern | 21 | 22 | -2 | -7,5 |
| 3 151 | 4 362 | -1212 | -27,8 | |
| kurzfristiges Fremdkapital | ||||
| kurzfristige Rückstellungen | 227 | 214 | 12 | 5,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 174 | 0 | 174 | k. A. |
| Lieferverbindlichkeiten | 1 041 | 2 758 | -1717 | -62,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | ||||
| Unternehmen | 308 | 851 | -542 | -63,8 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 749 | 782 | -33 | -4,2 |
| 2 499 | 4 604 | -2106 | -45,7 | |
| Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) | 652 | -242 | 894 | k. A. |
| Anlagevermögen | ||||
| Immaterielles Vermögen | 5 | 24 | -20 | -81,3 |
| Sachanlagen | 131 | 151 | -20 | -13,4 |
| Finanzanlagen | 35 | 35 | 0 | 0,0 |
| 170 | 210 | -40 | -19,0 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| langfristiges Umlaufvermögen | |||||
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 1 271 | 1 249 | 22 | 1,8 | |
| langfristiges Fremdkapital | |||||
| langfristige Rückstellungen | 200 | 194 | 6 | 3,1 | |
| sonstige Verbindlichkeiten | 2 909 | 850 | 2 059 | 242,3 | |
| 3 109 | 1 044 | 2 065 | 197,8 | ||
| Reinvermögen (Eigenkapital) | -1 016 | 173 | -1 189 | k. A. | |
| Stammkapital | 260 | 260 | 0 | 0,0 | |
| Kapitalrücklagen | 19 | 19 | 0 | 0,0 | |
| Bilanzverlust | -1 295 | -107 | -1 188 | >999,9 | |
| Investitionszuschüsse | 0 | 1 | -1. | -100,0 | |
| Summe Eigenkapital | -1 016 | 173 | -1 189 | k. A. | |
| Summe Fremdkapital | 5 608 | 5 648 | -40 | -0,7 | |
| Bilanzsumme | 4 592 | 5 821 | -1 229 | -21,1 | |
1.4. Finanz- und Ertragslage
Verschuldungsgrad
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Verschuldungsgrad in % | 122,13 | 97.03 |
Geldflussrechnung
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -1 537 | -222 |
| Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | -1 768 | 738 |
| Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | -3 305 | 515 |
| Zahlungen für Steuern | 350 | 51 |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -2 955 | 567 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -27 | -38 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 2 233 | 25 |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -749 | 553 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 777 | 224 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 28 | 777 |
Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Zinsen und Steuern und den
Umsatzerlösen.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Umsatzerlöse | -4,8 % | -0.7 % |
Eigenka pitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und Z 10) zum Eigenkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und | ||
| Z 10) x 100 | -888,4 % | -63,6 % |
| Eigenkapital zum 1.1.2025 |
Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Gesamtkapital zum 1.1.2025 | -25,3 % | -3,6 % |
1.5. Bericht über die Zweigniederlassungen
Das Unternehmen hat keine Zweigniederlassungen.
Die Fakturierung und Eingangsrechnungskontrolle sowie der Vertrieb befindet sich in der Wr. Neustätter Straße 103, in 2601 Sollenau. Die Transportbetonwerke der Bau Beton GmbH befinden sich in Wien 2., Freudenau, Wien 11, Simmering, 2x in Gerasdorf bei Wien, in Himberg und in Wöllersdorf bei Wr. Neustadt.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Auch für das Geschäftsjahr 2026 ist von einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld auszugehen. Die Entwicklung der Bauwirtschaft, insbesondere im Wohn- und Hochbau, wird weiterhin wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft haben. Trotz erster Anzeichen einer Stabilisierung bleibt die weitere Entwicklung der Nachfrage mit Unsicherheiten behaftet.
Als Reaktion auf den im Geschäftsjahr 2025 verzeichneten Auftragsrückgang wurden bereits Maßnahmen zur Anpassung der Kosten- und Kapazitätsstruktur umgesetzt. Die eingeleiteten Maßnahmen werden auch im Geschäftsjahr 2026 ihre Wirkung entfalten und zu einer Verbesserung der Kostenbasis beitragen.
Der Fokus der Gesellschaft liegt weiterhin auf einer konsequenten Kostensteuerung, der Optimierung der Auslastung der vorhandenen Kapazitäten sowie der Sicherung einer ausreichenden Liquidität. Darüber hinaus werden laufend Maßnahmen zur Verbesserung der betrieblichen Effizienz und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit umgesetzt.
Der zukünftige Geschäftserfolg wird wesentlich von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, der Investitionstätigkeit im Bausektor sowie von der Entwicklung der Rohstoff-, Energie- und Personalkosten beeinflusst. Die Geschäftsführung beobachtet diese Faktoren laufend und wird erforderlichenfalls weitere Maßnahmen zur Anpassung der Unternehmensstruktur setzen.
2.2. Allgemeines Risiko
Für die Firma Bau Beton GmbH ist ein aktives Management von Risiken ein wichtiger Bestandteil aller Entscheidungs- und Geschäftsprozesse. Es wird versucht, Qualität und Pünktlichkeit sowie Kundennähe bestens umzusetzen. Das Ziel ist, bei bestmöglicher Nutzung der sich bietenden Chancen die Risiken des Unternehmens zu minimieren und so das langfristige Bestehen des Unternehmens nachhaltig zu sichern.
Die Firma ist im Rahmen ihrer Tätigkeit folgenden Risiken ausgesetzt:
• Allgemeine gesamtwirtschaftliche Situation • Risiko von Forderungsausfällen
Es muss auch im kommenden Geschäftsjahr weiterhin die allgemeine weitere Entwicklung der Wirtschaftslage beobachtet werden. Aufwandspositionen werden laufend analysiert und auf mögliche Einsparungspotentiale überprüft.
Aufgrund der zu erwartenden negativen Auswirkungen der notwendigen Zinserhöhungen zur Eindämung der Inflation auf die gesamtwirtschaftliche Lage, muss der Fokus künftig noch mehr auf ein konsequentes Forderungsmanagement gelegt werden, um das Risiko drohender Zahlungsausfälle möglichst gering zu halten. Ergänzend dazu wurde mit der Fa. Crif (Kreditrisikomanagement) eine Plattform für Bonitätsüberwachung bzw. auffällige Veränderungen beim Zahlungsverhalten diverser Kunden gegründet. Es werden nicht nur von Branchenmitgliedern, sondern auch vom Baustoffhandel und Mitgliedern des Baunebengewerbes Informationen gesammelt und gegebenenfalls weitergegeben.
2.3. Verwendung von Finanzinstrumenten
Die Geschäfte werden sowohl einkaufs- als auch verkaufsseitig in Euro abgewickelt. Daraus ergeben sich keine Kursrisiken.
Es werden keine langfristigen Bankfinanzierungen in Anspruch genommen.
3. Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft entfaltet eigene Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung. So wurden für Spezialund Sonderbetone wie frühhochfeste Betone oder Höchstwertbeton gemeinsam mit der Betontechnik und den Kunden neue Produktions- und Einbauwege entwickelt. Mit den Kunden gemeinsam wurden auch neue Methoden der Betonförderung mit der bestehenden Gerätschaft entwickelt.
Das Thema umweltbewusste LKW, umweltbewusste Anlagen ist nach wie vor eine der wichtigsten Thematiken, und die Strategie zur Reduktion des CO2Ausstoßes. Die Luftreinhaltung durch Reduktion von verkehrsbedingten Schadstoffen wurde intensiv weiter bearbeitet und verstärkt. Unnötige Wartezeiten im Berufsverkehr werden verhindert und alle Betonwerke sowie der gesamte Fuhrpark werden über eine zentrale Schaltstelle verwaltet.
Betontechnisch wurden die Abläufe bzw. Rezepturen aufgrund von Innovationen gemeinsam mit der Zementbzw. Zusatzmittelindustrie nachhaltig optimiert und ein strenges Qualitätsmanagement gemeinsam mit der Betontechnik, verbunden mit einem EDV-unterstützten Laborprogramm durchgeführt. Auch dieser Schritt trägt zu einem weiteren aktiven Klimaschutz bei und Bau Beton wird als Klima:aktiv-Partner den Erwartungen des Lebensministeriums von aktivem Klimaschutz und der österreichischen Klimastrategie gerecht.
Sollenau, am 29.06.2026
der Gernot Groß Bau Beton GmbH