Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf:
Das Geschäftsjahr 2025 startete mit einem Brand, welcher am 8. Januar 2025 das gesamte Abfallwirtschaftssystem, Teile der Produktionshalle und zwei Produktionsmaschinen beschädigte.
Mit Hilfe des Teams vor Ort und externer Firmen konnten wir am 20. Januar die Produktion bis auf die beiden beschädigten Maschinen wieder aufnehmen. Während des Anlagenstillstands konnten wir unsere Kunden mit Hilfe unserer Schwesterwerke und externer Partner mit den am dringendsten benötigten Produkten versorgen
Die beiden Maschinen konnten bis Mitte Februar so weit in Stand gesetzt werden, dass eine verminderte Produktion gewährleistet war. Das Abfallwirtschaftssystem wurde bis Juni wieder vollständig instandgesetzt. Der Austausch der beschädigten Komponenten an den beiden Produktionsmaschinen wurde bis Mitte Oktober durchgeführt. Ab diesem Zeitpunkt war wieder eine uneingeschränkte Produktion möglich.
Infolge dieses Unfalls hatten wir einen starken Volumenrückgang, erhöhte Kosten für die Schadenbehebung und CAPEX. Diese Kosten wurden mit Ausnahme einer Selbstbeteiligung von TEUR 200 durch die Betriebsunterbrechungs- und Schadensversicherung übernommen.
Im Geschäftsjahr 2025 stiegen die Preise für den Hauptrohstoff bis zur Jahresmitte, bis Ende des Jahres sind sie jedoch unter das Vorjahresniveau gefallen. Die Preise für Energie sind angestiegen, während sie bei Hilfsstoffen stabil blieben.
Auch dieses Geschäftsjahr war wieder geprägt durch die am Markt vorhandenen Überkapazitäten, was zu massivem Preis- und Margendruck führte.
Die Absatzmenge war im Geschäftsjahr 2025 mit 58,8 Mio. m2 unter Vorjahresniveau von Mio. 59,4 m2.
Die Umsatzerlöse sind von 43,59 Mio. EUR auf 44,12 Mio. EUR gestiegen. Der leichte Umsatzanstieg ist auf eine Verbesserung des Produktmixes zurückzuführen. Die Kosten für Instandhaltung lagen auf Grund den Brandes über dem Vorjahresniveau. Die in den letzten Jahren getätigten Investitionen in energiesparende Maßnahmen zeigen auch weiterhin positive Auswirkungen im Energieaufwand.
Das ordentliche Betriebsergebnis (EBIT) ist von TEUR -2.357 im Jahr 2024 auf TEUR 407 im Jahr 2025 gestiegen. Die Umsatzrentabilität (auf Basis des Ergebnisses vor Steuern) stieg von -6,52 % im Vorjahr auf -0,27 % im laufenden Jahr. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) in Relation zu den Umsatzerlösen veränderte sich von 1,4 % im Vorjahr auf 6,3 % im Jahr 2025.
Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme veränderte sich von 8,1 % auf 8,5 %. Die Eigenkapitalrentabilität auf Basis Jahresergebnis zum Geschäftsjahresende erhöhte sich auf -2,6 % im laufenden Geschäftsjahr (im Vorjahr -95,0 %).
Als wesentliche originäre Finanzinstrumente sind die Forderungen (TEUR 3.172, Vorjahr TEUR 4.519), Kassenbestand (TEUR 0, Vorjahr TEUR 0) und die Verbindlichkeiten (TEUR 17.893, Vorjahr TEUR 19.587) zu nennen. Die ausgewiesenen Buchwerte zum Bilanzstichtag entsprechen annähernd dem jeweiligen Marktwert.
Das maximale Ausfallrisiko in Bezug auf die finanziellen Vermögenswerte ist mit deren Buchwert begrenzt. Soweit ein Ausfallrisiko erkennbar ist, werden Wertberichtigungen gebildet. Die Geschäftsführung geht von der Einbringlichkeit der Forderungen in der Höhe des ausgewiesenen Buchwertes aus.
Ein Marktwertänderungsrisiko besteht nur in Bezug auf die Verbindlichkeiten, die jedoch variabel verzinst und / oder kurzfristiger Natur sind, sodass das Marktwertänderungsrisiko diesbezüglich gering ist.
Die mit diesen Finanzinstrumenten verbundenen Zahlungsströme werden im Wesentlichen als stabil angesehen.
Von derivativen Finanzinstrumenten wurde im Geschäftsjahr 2025 - wie im Vorjahr - kein Gebrauch gemacht.
Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die Gesellschaft, über die zur Erfüllung der aus den Finanzinstrumenten resultierenden Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht verfügt. Die Geschäftsführung begegnet diesem Risiko durch eine entsprechende Finanzplanung. Zudem ist festzuhalten, dass die weitere Entwicklung des Russland-Ukraine-Konflikts und die Auswirkungen daraus auf die Beschaffungsmärkte (z.B. Rohstoffmärkte, Energiemarkt) und die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft noch nicht vollumfänglich abschätzbar sind. Eine ausreichende Liquidität ist durch die Konzernfinanzierung aber jedenfalls sichergestellt.
Der Ende Februar 2026 verschärfte und in der Zwischenzeit eskalierte Konflikt im Nahen Osten wird von uns aktiv und genau beobachtet, vor allem die sich schnell entwickelnde Situation, die internationalen Reaktionen und die Auswirkungen sowohl auf die Mondi- Gruppe als auch auf die Mondi Grünburg GmbH, welche zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer abzuschätzen sind.
Die Gesellschaft wird durch je zwei Geschäftsführer oder einen Prokuristen und einen Geschäftsführer vertreten. Es wurde keine Einzelvertretungsbefugnis erteilt.
2. Zertifizierungen
Die bestehenden Zertifikate für die Normen ISO 9001:2015, ISO 14001:2015 Umwelt, ISO 45001:2018 Arbeitsschutz, ISO 50001:2018 Energie, FSC Standard-40-0004 Version 3.0 und Hygiene-Managementsystem (HACCP) entsprechend der Forderung CXC 1-1969, Rev. 5 (2020) wurden mit bestandenen Rezertifizierungs- bzw. Überwachungsaudits verlängert.
3. Arbeitssicherheit
Die Maßnahmen zur Arbeitssicherheit wurden weiter konsequent umgesetzt. Konkret erfolgte dies durch Schulungen, aktivem Erfahrungsaustausch mit anderen Standorten, kontinuierliche Optimierung relevanter Ausrüstung, sowie durch gezielte Investitionen.
4. Umweltbelange
Die Gesellschaft verfügt über ein Umweltberichtswesen. Die Daten werden lokal und zentral ausgewertet und nachhaltige Projekte davon abgeleitet. Über Investitionen an den Maschinen sollen Emissionen und der Verbrauch von Rohstoffen und Energie reduziert werden. Zusätzlich wird an nachhaltigeren Produkten gearbeitet, die weniger Ressourcen verbrauchen und somit einen geringeren Co2-Fußabdruck hinterlassen. Das Unternehmen hat sich darüber hinaus ISO 14001 und ISO 50001 zertifizieren lassen.
5. Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung erfolgt lokal mit den Schwerpunkten kundenorientierter Produktentwicklung, Qualität und Technologie. Bei Bedarf kann dabei auf Konzernressourcen (Food-Safety und ISTA) und auf externe Einrichtungen zurückgegriffen werden.
6. Zweigniederlassungen
Per 31.12.2025 bestanden - wie im Vorjahr - keine Zweigniederlassungen.
7. Ausblick
Im Geschäftsjahr 2026 wird eine Mengenentwicklung über der Marktentwicklung erwartet. Weitere Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität, Energieeffizient, Qualität und Arbeitssicherheit werden umgesetzt. Auch im kommenden Jahr werden die bestehenden Überkapazitäten den Druck auf Preise und Margen prägen. Die Preiserwartungen für den wichtigsten Rohstoff Papier und sonstige Nebenkosten sind indifferent. Für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einem positiven EBITDA gerechnet.
Da aktuell keine direkten Geschäftsverbindungen mit der Ukraine bzw. Russland bestehen, ist mit keinen unmittelbaren Auswirkungen auf unser Unternehmen zu rechnen. Unsere Rohstoffe sind durch konzernweite Rahmenverträge abgesichert. Für die Energieversorgung haben wir die Möglichkeit ohne relevante Vorlaufzeiten zwischen Gas und Öl zu wechseln.
Grünburg, 14. April 2026
Die Geschäftsführung:
| Kay-Manuel Stoss | Martin Pointner |
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| Kay-Manuel Soss | Martin Pointiner |
| Kay-Manuel Stoss | Martin Pointner |
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