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Lagebericht 2025

ROHRDORFER ZEMENT GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 22. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

ROHRDORFER ZEMENT GmbH Lagebericht 2025

1. Allgemeine Wirtschaftslage und Geschäftsverlauf

Österreichs Wirtschaft erholt sich zaghaft von der zwei Jahre andauernden Rezession. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieben für Unternehmen generell betrachtet weiterhin ungünstig.

Vor diesem wirtschaftlichen Hintergrund gingen die Bauinvestitionen, insbesondere im Wohnbaubereich, im Jahr 2025 erneut zurück. Die Unternehmensstimmung in der Baubranche, vor allem im Hochbau, blieb weiterhin pessimistisch. Die Baukonjunktur im Bereich Infrastruktur verlief 2025 konstant.

Für das Jahr 2025 wird gemäß Berechnung der OENB1 ein schwaches BIP Wachstum von 0,6 % (Vorjahr -0,8 %) erwartet.

Die HVPI-Inflation lag bei +3,6 % (Vorjahr: +2,9 %), die Wohnbauinvestitionen sanken um -4,1 % (Vorjahr: -3,3 %). Die Arbeitslosenquote gemäß AMS lag bei 7,5 % (Vorjahr: 7,0 %).

1.1

Bericht über die wirtschaftliche Lage

Der Hauptabsatzmarkt ist die Region Oberösterreich mit Absätzen in das Salzburger Land, wobei auch hier von einer stabilen Nachfrage ausgegangen werden kann. Der Kundenstamm ist im Bauhauptgewerbe angesiedelt. Zu allen Großkunden bestehen sehr gute, langjährige und gefestigte Geschäftsbeziehungen.

Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres

Ertragslage

Im Vergleich mit den Werten des Vorjahres, sind die Umsatzerlöse insgesamt um 4.916 TEUR auf 79.326 TEUR gestiegen.

Dies ist in der Hauptsache auf gestiegene Absatzmengen bei annähernd gleichbleibenden Durchschnittserlösen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.

Für den Anstieg des Materialaufwandes von 24.316 TEUR im Vorjahr auf 26.643 TEUR im Berichtsjahr sind insbesondere die stark gestiegenen Kosten für Energie- und Zusatzstoffkosten ursächlich.

Für die Klinkerproduktion des Berichtsjahres ergab sich wie im Vorjahr keine Unterdeckung von CO2 Rechten.

Der Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen auf 1.847 TEUR ist hauptsächlich auf gestiegene Frachten für innerbetriebliche Warenbewegungen zurückzuführen (Vorjahr: 1.458 TEUR).

Der Personalaufwand stieg um 204 TEUR auf 12.165 TEUR bei leicht geringerer Belegschaft und unter Berücksichtigung von tariflichen Lohn- und Gehaltssteigerungen.

Das Betriebsergebnis erhöhte sich auf 11.121 TEUR (Vorjahr 10.746 TEUR).

Unter Miteinbeziehung des Finanzergebnisses ergibt sich ein Jahresüberschuss von 8.655 TEUR (Vorjahr 8.364 TEUR). Für das Jahr 2025 wird ein vereinfacht ermittelter Cash Flow2 von 15.058 TEUR ausgewiesen (Vorjahr 14.372 TEUR).

Vermögens- und Finanzlage

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen stiegen bei Investitionen von 9.134 TEUR unter Berücksichtigung der Abschreibungen mit 6.403 TEUR um 2.731 TEUR auf 56.410 TEUR oder 49,6 % der Bilanzsumme an.

Bei den Investitionen wurde der Fokus auf Produktions- und Umweltmaßnahmen gelegt.

Das Finanzanlagevermögen mit 11.338 TEUR, betrifft wie im Vorjahr im Wesentlichen die Anteile an der KAMIG GmbH & Co. KG. und deren Komplementär GmbH der Kamig Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 7.468 TEUR auf 44.198 TEUR. Die Ursache hierfür war der Anstieg von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund der Gruppenbesteuerung und Cash-Pooling.

Die Eigenkapitalquote beträgt in 2025 84,5 % (Vorjahr 84,4 %).

Zweigniederlassungen

Es gibt keine Zweigniederlassungen.

1.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzrentabilität (Betriebsergebnis im Verhältnis zu Umsatz) beträgt im Jahr 2025 14,0 % (Vorjahr: 14,4 %).

1.4

ArbeitnehmerInnen

Die technische und personelle Lenkung des Unternehmens erfolgt durch die Geschäftsführung; ebenso verfügt das Unternehmen über Verantwortliche für Umweltbelange, die Werksicherheit, den Arbeitnehmerschutz, den Brandschutz und für Aus- und Weiterbildung; ergänzende und strategische Verantwortung wird durch die Geschäftsführung wahrgenommen.

Die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter wird als höchster Wert angesehen. Sowohl technische Maßnahmen als auch verhaltensorientierte Trainings tragen wesentlich zur Risikominimierung bei.

Ein Großteil des Bedarfes an Fortbildung der Mitarbeiter erfolgt durch externe Anbieter, zum Beispiel durch den Verein Deutscher Zementwerke.

Umweltschutz, Sicherheit

Als Zementproduzent verstehen wir uns als wichtiges Glied in der Kette der Kreislaufwirtschaft. Die in der Produktion eingesetzten Rohmaterialien, Ersatzrohstoffe, Brennstoffe und Alternativbrennstoffe werden auf ihre Umweltrelevanz hin sorgfältig geprüft. Ziel des Unternehmens ist es alle verfügbaren technischen Maßnahmen einzusetzen, damit Umwelteinflüsse möglichst geringgehalten werden; hierbei kommt insbesondere der Verhinderung von Schadstoff-, Lärm- und Staubemissionen und der kontinuierlichen Rekultivierung in unseren Steinbrüchen eine maßgebliche Bedeutung zu. Auf dem Gebiet des Umweltschutzes erzielte technische Fortschritte werden laufend auf ihre Verwendbarkeit für unsere Betriebsanlagen untersucht.

Die Produktion basiert auf gültigen Bescheiden und bestehenden umweltrechtlichen Bestimmungen und Auflagen.

Dies wurde uns auch durch die zuständigen Behörden im Nachgang zu der am 27. Oktober 2020 durchgeführten Umweltinspektion bestätigt.

Beschaffung

Die Beschaffung von allen benötigten Gütern erfolgt seit 2021 über den Zentraleinkauf der Muttergesellschaft wodurch Einkaufsvorteile lukriert werden können.

2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

2.1 Zukunftsaussichten

2.2 Risikomanagement-System

Die Baustoffnachfrage in Europa und insbesondere in Österreich kann sich weiterhin den eingetrübten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht entziehen.

Der Ukraine-Krieg und der Nahost-Konflikt belasten weiter das wirtschaftliche Umfeld. Auch die Handelskonflikte zwischen China und den USA fördern die wirtschaftliche Entwicklung nicht.

Für Österreich sieht die Prognose 2026 der WKO einen leichten Anstieg des BIP auf + 0,8 % vor.

Die Verbraucherpreise werden in 2026 um 2,4 % steigen. Die Arbeitslosenquote wird mit 7,5 % vorhergesagt.

Das im Jahr 2024 beschlossene Baukonjunkturpaket hat aufgrund ungeklärter längerfristiger Finanzierungen durch die Bundesländer leider keine Impulse bewirkt. Die geringen Auftragsbestände und schwache Nachfrage lassen erwarten, dass sich die Branche auch 2026 nur langsam erholen wird.

In unserer Planung haben wir für das Jahr 2026 Umsatzerlöse in Höhe von 74,6 Mio. € geplant. Auch für 2026 planen wir wieder mit einer Eigenversorgung von Klinker und Zement.

Die Finanzierung der Investitionen ist aus dem eigenen Cashflow geplant. Die solide Bilanzstruktur wird sich im Jahr 2026 weiter fortsetzten.

Personalrisiken:

Personalrisiken sind derzeit noch nicht erkennbar. Der allgemeine Personalmangel kann durch die hervorragende Qualität der Ausbildung (mehrfach von der Wirtschaftskammer ausgezeichnet) kompensiert werden. Zudem besteht die Möglichkeit bei kurzfristigen Engpässen im Personalbereich auf Mitarbeiter aus der Rohrdorfer Gruppe zurück zu greifen.

Operative Risiken:

Zur Minimierung des Risikos von Produktionsausfällen werden permanent Maßnahmen unternommen, wie z. B. jährlich eine Generalüberholung der Hauptkomponenten, laufende Instandhaltung und Überwachung durch spezialisiertes Personal. Aufgrund der konsequenten Einhaltung dieser Maßnahmen und der kontinuierlichen Verbesserung der Ausstattung gab es in der jüngeren Vergangenheit diesbezüglich keine Probleme.

Sonstige Geschäftsrisiken:

Durch die Sortengleichheit innerhalb des Rohrdorfer Unternehmensverbundes ist auch bei den Abnehmern ein reibungsloser Ablauf gewährleistet, falls es aufgrund von Produktionsausfällen zu Lieferengpässen kommen sollte.

Finanzrisiken:

Derivative Finanzinstrumente werden derzeit nicht eingesetzt. Generell stellen Fremdwährungstransaktionen Ausnahmefälle dar, daher besteht diesbezüglich kein Risiko für das Unternehmen.

Forderungsausfallrisiken:

Forderungsausfallrisiken bestehen derzeit nur eingeschränkt, da zum einen durch die langfristigen Kundenbeziehungen deren finanzielle Lage gut bekannt ist und zum anderen im Regelfall die Rechnungen durch Bankeinzug beglichen werden.

Preisänderungsrisiken:

Ein beschaffungsmarktseitiges Preisänderungsrisiko wird für gewöhnlich durch Rahmenverträge verringert. Alle wesentlichen Roh- bzw. Zusatzstoffe werden über Rahmenverträge bezogen, dabei werden die Einkaufspreise für mindestens ein Jahr im Voraus fixiert. Der wesentliche Teil der Roh- bzw. Zusatzstoffe wird zudem von Gesellschaften aus dem Konzernverbund bezogen.

Liquiditätsrisiken:

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen erkennen wir frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung. Die Ausstattung mit Finanzmitteln ist generell sehr gut. Im Bedarfsfall erfolgt die Finanzierung auch über die Konzernmuttergesellschaft, die über ausreichende liquide Mittel und verbindlich zugesagte Kreditlinien verfügt.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Betriebliche Forschung zielt vor allem auf den optimierten, ressourcenschonenden Einsatz von Ersatzbrennstoffen und Ersatzrohstoffen ab. Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in der Sparte Zement liegt weiter bei der Entwicklung und Einführung neuer Zementsorten für die Zementindustrie. Zusätzlich arbeiten wir konsequent an unserem Minderungspfad für eine CO2- freie Zementproduktion

Gmunden, am 27. März 2026

Die Geschäftsführer

11

der, Mr

Mike Edelmann 30.03.2026 12:07:48 [UTC+2] Dipl.-Ing. (FH) Mike Edelmann

Christopher Ehrenberg 30.03.2026 11:30:55 [UTC+2] Dr. Christopher Ehrenberg

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