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Lagebericht 2025/26

Schachinger Paketdienst Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. März 2026 · Eingereicht am 29. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

Schachinger Paketdienst Gesellschaft m.b.H.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Unser Unternehmen ist seit der Gründung im Jahre 1988 Teil der europaweit agierenden und ständig wachsenden DPD-GEOPOST-Organisation. Als Marktführer bei Paketzustellungen im Bereich Business-to-Business sowie ergänzend im Bereich Business-to-Consumer befördert die Geopost als Teil der La Poste Groupe europaweit mehr als 2,1 Mrd. Pakete mit einer Flotte von über 50.000 Fahrzeugen.

Die gesamte Organisation, mit Hauptfokus seiner Tätigkeit auf Europa, umfasst mehr als 1.000 Depots sowie HUBs in mittlerweile über 80 Ländern und bietet mit über 55.000 Mitarbeitern (incl. Franchisepartnern) für über 600.000 Kunden KEP-Dienstleistungen an. Ein gewichtiger strategischer Schwerpunkt ist seit einigen Jahren die Expansion im Bereich Out-Of-Home, d. h. die Zustellung in und Abholung von Pickup-Stationen (mittlerweile mehr als 100.000 europaweit) und Lockerboxen (Paketwände). Dies wird verstärkt durch den wachsenden Bereich eCommerce, insbesondere im Import, durch Kunden & Plattformen wie Amazon, Vinted, Shein usw. Motiviert durch den europäischen „Green Deal” und die geopolitischen Veränderungen in Europa werden auch im Bereich E-Mobilität und ZERO-Emission weiterhin massive Schwerpunkte gesetzt, mit dem Ziel, 2040 als erster Paketdienstleister „Net Zero Emission“ zu erreichen.

Einer der Hauptumschlagplätze bzw. das Gateway des internationalen DPD-Logistiknetzwerkes zwischen West- und Osteuropa befindet sich in Hörsching.

Schachinger Paketdienst ist depotführender Gesellschafter von Oberösterreich bzw. Teilen von Niederösterreich (Waldviertel, PLZ 3800 - 3999) im Verbund der DPD Austria.

Wesentliche Ereignisse im abgelaufenen Geschäftsjahr

Das Jahr 25/26 war auch für Schachinger Paketdienst mitunter herausfordernd. Vor allem die Volatilität der Paketvolumen in den einzelnen Monaten war unvorhersehbar. Wie auch schon in den Jahren zuvor verzeichneten wir ein weiterhin steigendes Volumen im Bereich B2C, insbesondere im Import (Amazon, Vinted, usw.). Diese Entwicklung kompensierte das kontinuierlich rückläufige B2B- Geschäft, wirkt sich allerdings negativ auf die Produktionskosten aus, da Single-Parcel-Stopps an Privatempfänger erheblich teurer zu produzieren sind als Multicolli-B2B-Stopps an gewerbliche Kunden. Um dieser Entwicklung nachhaltig gerecht zu werden, hatten wir auch im letzten Jahr einen starken Fokus auf die Expansion von Paketshops bzw. Paketstationen (Out-Of-Home).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden von unserer Gesellschaft ca. 16,2 Mio. (im Vorjahr ebenfalls 16,2 Mio.) Pakete verteilt.

In der Produktion/Operation haben wir die Herausforderungen im Bereich der Kosten- und Qualitätsführerschaft wieder bestmöglich gemeistert: die Produktionskosten/Zustellung sind nur leicht um 2,2% gestiegen, bedingt durch die höheren Personalkosten aufgrund der KV- Lohnkostenabschlüsse (Kleintransportgewerbe), während die Kosten für die Einspeisung ins DPD- Netzwerk um 3,9% gestiegen sind (siehe Exporte).

Im Bereich der Zustellkosten haben wir durch die Einführung eines neuen Bewertungssystems (Tourenkostenkalkulator) in Kombination mit strukturierten Partnerdialogen Impulse zur Verbesserung des Kostenbewusstseins geschaffen. Hier wird nicht nur die Kostenstruktur und Effizienz des einzelnen Tourenfahrers bewertet, sondern auch der Unternehmer (mit allen seinen Touren) mit anderen Unternehmern und auch die Depots untereinander verglichen.

Im Personalbereich hatten wir auch heuer wieder wenige Zu- und Abgänge zu verzeichnen, konnten jedoch trotz großer Anstrengungen nicht alle offenen Positionen besetzen, was den Fachkräftemangel auch im Bereich Spedition und Transport unterstreicht. Dadurch und durch das Insourcing von Langzeitleasingkräften konnten wir in Summe die Personalkosten (inkl. Leasingpersonal) vs. Budget und auch vs. Vorjahr senken.

Investiert wurde in die Ausstattung in den Depots 624 und 644 in Bezug auf Kameratechnik und es wurden die Alarmanlagen erneuert (634/644).

Weiters wurde ein Elektro-Wab-Umsetzfahrzeug angeschafft, um die CO2-Emissionen im Bereich Hof-Trucking zu reduzieren.

Im Bereich der Zustellung haben wir die Scannerhardware modernisiert und sind nun mit ca. 350 Zebra TC58 in der Fläche unterwegs.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
in TEURGJ 2025/26 GJ 2024/25Veränderung
EBIT4.1254.801-14,07%
EBT5.2175.1122,05%

Voraussichtliche Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr

Folgende Akzente wollen wir im laufenden Geschäftsjahr setzen:

Im Bereich Vertrieb werden wir uns vor allem auf das Absichern unserer Bestandskunden fokussieren und mit gezielten Maßnahmen die Neukundenakquise forcieren. Gelingen soll das insbesondere im Promising-Market „Food“ sowie durch verstärkte Zusammenarbeit mit Speditionen und Kontraktlogistikern. Durch die Erweiterung unseres Kundenprofitabilitätsrechners werden wir strategische Preismaßnahmen noch genauer durchführen können. Die Einführung eines neuen CRM- Systems wird noch transparentere und gezieltere Marktbearbeitung ab 2027 ermöglichen.

Im Bereich Operation werden wir mit der Einführung einer IT-basierten, taktischen Tourenplanung (Loqus, Openfleet) die in der First- und Lastmile eingesetzten Fahrzeuge optimieren, um insbesondere nur jene Ressourcen aufzuwenden, die für die laufende Dienstleistungserbringung benötigt werden. Dies wird kombiniert mit der Aufteilung des Vertragsgebietes in Mikrozonen, die dann variabel Touren zugeordnet werden. Dies soll insgesamt sowohl zu einer Kostenreduktion als auch zu einer verbesserten Arbeitssituation bei den Fahrern unserer Transportunternehmer führen (z.B. 4-Tage-Woche).

Mit der Inbetriebnahme eines weiteren Satelliten-Depots im Raum Regau planen wir darüber hinaus die maßgebliche Erweiterung der Flotte an E-Transportern bei unseren Transportunternehmern. Das Qualitätscontrolling werden wir durch die Inbetriebnahme des Datawarehouse noch aktiver betreiben und damit unseren Qualitätsanspruch nachhaltig sicherstellen.

Bei den Investitionen setzen wir auf die Erweiterung der E-Wab-Umsetzer-Flotte sowie auf einen Ausbau am Depot 624, um noch weitere Zustelltouren parallel abfertigen zu können. Zusätzlich

beschäftigen wir uns mit einem Upgrade der Sortiertechnik für Volumensvermessung (Vorgabe Geopost). Die Sicherstellung der Ausfallssicherheit bei den Sortieranlagen ist ebenfalls ein Schwerpunkt. Parallel erarbeiten wir Konzepte sowie eine Entscheidungsgrundlage für GJ27/28, in welchem Umfang die bestehende Anlage im Depot 624 so modernisiert werden kann, damit wir im Warenausgang als auch im Wareneingang von Produktivitätssteigerungen/Kostenreduktionen profitieren, sodass auch weitere Erhöhungen unter TKI im Clearing kompensiert werden können und wir im Verkauf von den günstigen Produktionskosten profitieren.

Durch Verlässlichkeit und höchste Systemqualität, durch Effizienzsteigerung sowohl in der Produktion als auch durch die innovativen Projekte sowie weitere Weiterentwicklungen sind wir bestens vorbereitet, den steigenden Anforderungen unserer Kunden sowie dem herausfordernden Marktumfeld bestens gerecht zu werden, und sehen dem kommenden Wirtschaftsjahr mit Zuversicht entgegen.

Nachhaltige Verantwortung bei der SCHACHINGER LOGISTIK Gruppe

Einleitung

Sämtliche nachfolgende Angaben gelten für den gesamten Schachinger Logistik Konzern.

Nachhaltigkeit ist mit dem Abschluss des Geschäftsjahres (GJ) 2025/26 in der Unternehmensstrategie integriert und in der Unternehmenskultur verankert. Mit dem Programm „Driving Change“ verfolgt SCHACHINGER einen ganzheitlichen, holistischen CSR- und ESG-Ansatz. Die Strategie umfasst vier strategische Handlungsfelder: unternehmerische Verantwortung, soziale Wirkung für Mitarbeitende und Beschäftigte in der Lieferkette, nachhaltiges Wirtschaften sowie Umwelt und Klima mit der Klimastrategie „Roadmap to Zero“. Insgesamt wurden 56 Ziele und 96 Maßnahmen über alle Handlungsfelder definiert und im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse die Auswirkungen, Risiken und Chancen evaluiert. Das Ziel ist die Dekarbonisierung und die soziale Wirkung innerhalb der eigenen Belegschaft sowie für Arbeitskräfte seitens unserer Lieferant:innen und für die Gesellschaft.

Unser nach der ONR 192 500 zertifiziertes integriertes Nachhaltigkeitsmanagementsystem umfasst die Strategie, soziale Arbeitgeberschaft, Ethik, Umwelt, Compliance und nachhaltige Beschaffung und wird durch die Quality Austria jährlich überprüft.

Die ESG-Nachhaltigkeitserklärung der SCHACHINGER Logistik Gruppe wurde freiwillig und in Übereinstimmung mit den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) erstellt. Wir haben ausgewählte Aspekte der Nachhaltigkeitsberichterstattung für das GJ 24/25 mit Stand Juni 2025 einer

prüferischen Beurteilung durch die KPMG Austria GmbH in Form eines High-Level Reviews unterzogen und sind in der Bearbeitung der adressierten Feststellungen/Beobachtungen und Empfehlungen. Der Bericht umfasst sämtliche Tochtergesellschaften und verbundenen Unternehmen der SCHACHINGER Logistik Gruppe.

Da die rund dreihundert Seiten der vollständigen Nachhaltigkeitserklärung für die Kommunikation mit unseren zentralen Stakeholdergruppen nur eingeschränkt geeignet sind, haben wir ein kompaktes Booklet für die externe Berichterstattung entwickelt. Dieses orientiert sich ebenfalls an den Anforderungen der CSRD und den ESRS-Indikatoren; zusätzlich enthält es unsere veröffentlichte Umwelterklärung.

Das Booklet basiert auf den wesentlichen Erkenntnissen der ESG-Nachhaltigkeitserklärung und wurde so aufbereitet, dass es für unsere wichtigsten Stakeholder leichter zugänglich und verständlich ist.

Nachhaltigkeitsbericht 2026.

Energie- und Mobilitätsstrategie

Schachinger Logistik steht im Zuge der Dekarbonisierung vor der Herausforderung, steigende Energiebedarfe einer elektrischen Flotte mit volatilen Strompreisen und begrenzten Netzkapazitäten zu vereinen. Als eines der größten Logistikzentren Österreichs verursacht der Standort Hörsching jährlich rund 30.000 Tonnen CO durch dieselbetriebene Fahrzeuge und ist zugleich stark von Preisschwankungen auf internationalen Energiemärkten betroffen. Mit der Klimastrategie „Roadmap to Zero“ und der unternehmensinternen Initiative „Raus aus Gas“ verfolgt SCHACHINGER daher das Ziel, Energie zunehmend selbst zu erzeugen, zu speichern und flexibel zu nutzen.

Die Lösung besteht im Aufbau eines der größten Speichersysteme Europas in der Logistik: ein 60 MWh Batterie-Energiespeichersystem (BESS) kombiniert mit einer PV-Anlage und moderner E- Ladeinfrastruktur inkl. E-Betriebstankstelle. Das System ermöglicht es, PV-Überschüsse am Tag aufzunehmen und nachts für das Laden der E-LKW bereitzustellen, wodurch ein Autarkiegrad von rund 95 % erreicht wird. Parallel werden Lastspitzen deutlich reduziert und der Netzanschluss entlastet. Die Anlage unterstützt außerdem das Stromnetz, indem sie überschüssige erneuerbare Energie aufnimmt oder negative Regelenergie bereitstellt und daher als präventive Blackoutversorgung bzw. zur Netzstabilisierung beiträgt.

Das Batterie-Energiespeichersystem (BESS) mit 60 MWh Kapazität und 30 MW Leistung wird ergänzt um eine 7 MWp Photovoltaikanlage (weiterer Ausbau auf 10 MWp geplant). Diese Architektur ermöglicht es, tagsüber PV-Überschüsse einzulagern und nachts die E-Flotte aus dem Speicher zu laden. Die Umsetzung verläuft stufenweise:

Parallel erfolgt der sukzessive Ausbau der E-Flotte und der Schnellladeinfrastruktur.

Derzeit sind circa 20 Schnellladepunkte (50-100 kW Nachtladepunkte und bis zu 400 kW bei den Ladetoren) verfügbar. Bis Ende des Geschäftsjahres 2026/27 sind weitere 26 Schnellladepunkte inklusive einer E-Betriebstankstelle mit Megawatt-Ladern geplant.

Die erwarteten Ergebnisse umfassen eine signifikante CO -Reduktion, planbare Energiekosten, die Stärkung der regionalen Wertschöpfung sowie eine deutliche Erhöhung der betrieblichen Resilienz. Der Standort wird in den Sommermonaten weitgehend autark, und die Elektrifizierung der Flotte schafft sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile. Das Projekt ist damit ein Leuchtturm für nachhaltige, energieautarke Logistik und ein wesentlicher Schritt in Richtung Dekarbonisierung des Unternehmens.

Finanziell wird durch die Eigenstromnutzung ein signifikanter Anteil der Energiekosten internalisiert, während zusätzliche Erlöse aus der Teilnahme am Regelenergiemarkt generiert werden. Langfristig unterstützt das Projekt die Ziele der „Roadmap to Zero“, insbesondere die Reduktion der Standortemissionen um 50 % bis 2035 und die Dekarbonisierung der Flotte bis 2040. Darüber hinaus bietet das Elektrizitätswirtschaftsgesetz neue Vorteile wie reduzierte Netztarife innerhalb von Energiegemeinschaften, die SCHACHINGER aktiv nutzen möchte.

Dabei profitieren nicht nur unsere eigene E-LKW-Flotte, sondern auch unsere externen Frächter:innen, welche an unseren Standort zu günstigen und planbaren Konditionen ihre E- Fahrzeuge laden können.

Unseren Scope 3 wollen wir jährlich um 6,3 % reduzieren, deshalb begleiten wir unsere Lieferant:innen bei ihren Reduktionszielen und diese werden über das von uns eingesetzte ESG PERFORMER© Tool geratet. Dadurch haben unsere Lieferant:innen die Möglichkeit, einen kostenfreien ESG-Bericht inklusive Klimabilanz zu beziehen, welchen sie für weitere Kund:innen sowie Banken als Nachweis für ihre ökonomische/ökologische/soziale Performance nutzen können.

Ökologische Aspekte

Das Projekt ist wesentlicher Bestandteil der Klimastrategie „Roadmap to Zero“, im Rahmen dessen SCHACHINGER konsequent daran arbeitet, fossile Energieträger zu ersetzen und die eigene Energieversorgung zu dekarbonisieren. Ein wichtiges Element dieser Strategie ist auch die Initiative „Raus aus Gas“, die bereits mit dem neuen Biomasse-Heizwerk umgesetzt wurde und jährlich rund 600 Tonnen CO e einspart. Das Batteriespeichersystem ist der nächste Schritt, um nicht nur Wärme, sondern auch den gesamten Strombedarf der Schachinger Logistik möglichst aus eigener erneuerbarer Erzeugung zu decken. Dadurch sinkt die Abhängigkeit von externen Energiequellen,

Preisvolatilität und internationalen Importströmen deutlich.

Gleichzeitig entlastet der Speicher das öffentliche Netz, indem er überschüssigen PV-Strom aufnimmt und negative Regelenergie bereitstellt – ein ökologischer Beitrag, der über den Standort hinauswirkt und die Integration erneuerbarer Energien im Gesamtsystem unterstützt.

Menschlich-soziale Aspekte

SCHACHINGER legt großen Wert darauf, dass die Energiewende am Standort auch den Mitarbeitenden zugutekommt. Mitarbeiter:innen können ihre privaten E-PKW vergünstigt am Standort laden, und über die entstehende Energiegemeinschaft können sie künftig direkt von günstigem regionalem PV-Strom profitieren. Darüber hinaus ist geplant, Stromspenden an soziale Einrichtungen zu ermöglichen.

Im Unternehmen wurden weitere wichtige Personalinitiativen etabliert, die die Kultur nachhaltig verändert haben. Dazu gehören zum Beispiel Programme wie „Vereinbarkeit Beruf und Familie“, „betriebliche Gesundheitsförderung“ (BGF), Mentalberatung (Mavie Work), Gemeinwohlökonomie und Weiterbildungsangebote (2025 wurde die Schachinger Akademie gegründet, die 2026 die ISO- 21001-Zertifizierung erhielt).

Die Einführung von partizipativen Entscheidungsformaten stärkt die Mitbestimmung und fördert eine Atmosphäre, in der Mitarbeiter:innen Verantwortung übernehmen und sich langfristig mit dem Unternehmen identifizieren. Die Gemeinwohlökonomie dient dabei als Leitlinie für faire Arbeitsbedingungen, Gleichstellung und transparente Kommunikation.

Das Programm „Mavie Work“ fördert die betriebliche Gesundheit durch Prävention wie rund 800 Gesundenuntersuchungen allein 2025 und die Bereitstellung von Finanzmitteln für rund 3.000 Beratungsstunden zur mentalen Gesundheit sowie die Förderung einer offenen Feedbackkultur. Auch das bereitgestellte Programm „Beruf & Familie“ unterstützt die physische und psychische Gesundheit der Belegschaft. Alle angeführten Maßnahmen dienen der sozial nachhaltigen Entwicklung in der Logistik.

Anerkennungen und Nachhaltigkeits-Zertifikate

Wir konnten im Geschäftsjahr 2025/26 einige wichtige Auszeichnungen und Zertifikate erhalten. Diese bringen uns in unserer innerbetrieblichen Weiterentwicklung voran, sind bei Ausschreibungen nützlich und dienen zur Stärkung der Arbeitgebermarke: ONR 192500 integriertes Nachhaltigkeitsmanagement-system, Energie Star OÖ 2025, ESG/EcoZert-Sustainability Finanzrating, Ecovadis Silber, BVL Großer Nachhaltigkeitspreis Top 3, CDP, SBTi committed, Leitbetriebe Austria.

Qualität

Qualitätsführerschaft als weiteres strategisches Ziel des Unternehmens drückt sich unter anderem durch die bestehenden Zertifikate aus.

Seit 1997 hat das Unternehmen sein integriertes Qualitätsmanagement gemäß ÖNORM EN ISO 9001 zertifiziert und entspricht heute der ÖNORM EN ISO 9001:2015. Zum Schutz der Umwelt verfügt Schachinger über ein dokumentiertes Umweltmanagementsystem gemäß ISO 14001:2015. Das Unternehmen verfügt auch über das Arbeits-, Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem- Zertifikat ISO 45001:2018. Das jährlich durchgeführte Audit fand im April 2025 statt und wurde erfolgreich bestanden.

Investitionen zur technischen Erneuerung im Hinblick auf die Erhaltung und Verbesserung des hohen Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltanspruches werden fortlaufend durchgeführt.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Mögliche Geschäftsrisiken werden aus heutiger Sicht in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Konsumzurückhaltung durch Ukrainekrieg, Inflation etc.) sowie in möglichen zusätzlichen verkehrsregulierenden Gemeinkostenerhöhungen (Paketsteuer, Maut, Treibstoffsteuer, u. dgl..) gesehen, wo unser Unternehmen als Marktführer im B2B-Segment in Österreich natürlich durch eine Reduzierung der Versandpaketmengen unmittelbar betroffen ist.

Im Bereich eCommerce (insb. Amazon, Temu, Vinted usw.) sind wir stärker denn je gefordert, unsere Prozesse laufend weiterzuentwickeln, um die steigende Menge an B2C-/C2C-Volumen in einem kompetitiven Marktumfeld möglichst effizient und kostenschonend zu produzieren sowie den wachsenden Bedürfnissen im Out-Of-Home-Segment in unserem Verkaufsgebiet gerecht zu werden (2Shop/2Box).

Finanzinstrumente

Spezielle Instrumente zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken werden nicht eingesetzt. Fremdwährungskredite sind nicht vorhanden.

Forschung und Entwicklung

Die Hauptentwicklungen betreffen vorwiegend den IT-Bereich/Tools.

Nachhaltige Qualität und Optimierungen in den Wertschöpfungsketten sowie innovative Produktentwicklungen sind die solide Basis für weiteres Wachstum in einem herausfordernden und preissensiblen Marktumfeld.

Hörsching, am 02. Juni 2026

Die Geschäftsführer

Christian Teply

y. Ehrenfried Werderits

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