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HYDRAC Pühringer GmbH&CoKG
Wirtschaftliches Umfeld
Das generelle Wirtschaftsumfeld stellte sich im Berichtsjahr noch recht verhalten dar. Die Risiken bleiben angesichts handelspolitischer Spannungen und erhöhter Unsicherheit unverändert.
In Osterreich stagnierte die Wirtschaft noch nahezu. Eine gedämpfte Kaufkraft, volatile Energiekosten, signifikante Unsicherheiten (Ukraine-Krieg, Israel etc.) und Zinsen zeigten Auswirkungen.
Die in den letzten Jahren großflächig anhaltende Konsumzurückhaltung verbunden mit einer erhöhten Sparquote wirkte sich auch auf die Landwirte aus.
Der Traktorenmarkt war auch im Berichtsjahr noch großteils recht zurückhaltend.
Der Kommunal-Bereich zeigte sich wie auch in den Vorjahren beeinflusst vom generellen Sparzwang der öffentlichen Hand (Gemeinden etc.).
Diese Rahmenbedingungen ließen im Ergebnis daher (wie erwartet) keine Umsatz- und auch Ergebnisverbesserung im Berichtsjahr zu.
Im Energiebereich ermöglicht die vorhandene PV-Anlage eine hohe energetische Selbstversorgung.
Geschäftsentwicklung
HYDRAC nutzte die vergangenen, recht fordernden Jahre zur Entwicklung einer ganzen Reihe von neuen und neuartigen Produkten.
Die Produktentwicklung konzentrierte sich auf den Kommunalbereich. Weiters laufen derzeit recht erfolgversprechende Entwicklungsprojekte im wichtigsten Produktbereich.
Das mit 18.09.2025 angemeldete Sanierungsverfahren wurde mit 17.12.2025 abgeschlossen und mit 01.01.2026 rechtskräftig.
Die Neuausrichtung des Sortiments Richtung Winterdienst und Ersatzteile wird vom Markt angenommen.
Auf schlanke Strukturen wird großer Wert gelegt.
Geschäftsergebnis - Ertragslage
Das Betriebsergebnis stellt sich wie folgt dar:
EBIT
| 2025 | 2024 | +/- | |
|---|---|---|---|
| In T€ | -4.218 | -286 | -3.932 |
EBT
| 2025 | 2024 | +/- | |
|---|---|---|---|
| In T€ | -4.333 | -461 | -3.872 |
Jahresgewinn/-verlust
| 2025 | 2024 | +/- | |
|---|---|---|---|
| In T€ | -4.333 | -461 | -3.872 |
Gesamtkapitalrentabilität*:
| 2025 | 2024 | +/- | |
|---|---|---|---|
| In % bzw. %-Punkte | -59,17 | -3,76 | -55,41 |
*(EBT+Zinsaufwand)*100/Gesamtkapital
Finanzlage:
Die Eigenmittelquote gem. URG ist in 2025 negativ (2024: 10,9%) Im Jahr 2025 beträgt die wirtschaftliche Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung des unter der Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Betrages 20,64% (VJ 58,24%). Das Working Capital* beträgt T€ -3.936 (2024: T€ 896)
*kurzfristiges Umlaufvermögen - kurzfristiges Fremdkapital
Aus der betrieblichen Tätigkeit wurde im Berichtsjahr ein Nettogeldfluss von T€ 45 (Vorjahr T€ 68) erwirtschaftet.
Der Netto-Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ 244 (VJ T€ 170), der Netto-Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ 1.342 (VJ T€ -277).
Zu T€ 1.631 (Vorjahr T€ -39) wurde dieser für zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes verwendet.
Investitionen
Im Jahr 2025 wurden ca T€ 8 (VJ T€ 135) investiert, vorwiegend im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Personal
2025 standen bis zu 7 Lehrling(e) in Ausbildung.
2025 betrug der Mitarbeiterstand inkl. 2 Leasing bis zu 58 Mitarbeiter.
Auf Aus- und Weiterbildung, sowie Mitarbeiterqualifikation wird weiterhin großer Wert gelegt.
Forschung und Entwicklung
Die Abteilung Forschung und Entwicklung wurde an die neue Produktsortimentsgestaltung angepasst und beschäftigte sich 2025 vorwiegend mit der Weiterentwicklung und dem Ausbau der bestehenden Produktlinien, speziell im Kommunalbereich.
Zweigniederlassungen werden keine unterhalten.
Risikobericht
Finanzielle Risiken
Auf eine fristenkongruente Finanzierung wird großes Augenmerk gelegt.
Regelmäßige Bonitätsbeurteilungen der Kunden verringern ebenfalls das Risiko.
Im Berichtsjahr wurden hauptsächlich originäre Finanzinstrumente eingesetzt.
Währungsschwankungen kommen kaum zu tragen, da derzeit nur in Euro fakturiert wird.
Im Rahmen des Sanierungsverfahrens wurde auch eine inhaltliche Neuausrichtung des Sortiments mit dem Ziel der nachhaltigen Verbesserung der Ertragslage durchgeführt. Auf dieser Basis wurde vom Unternehmen eine integrierte Planungsrechnung für die Zeit bis 31.12.2027 erstellt, wonach sich die Gesellschaft aus Eigenem finanzieren kann. Das Unternehmen hat derzeit keine Kreditlinien beantragt. Die einer Planung aufgrund der Produktsortimentsumstellung und externer Faktoren wie Beschaffungs- und Absatzmarktänderungen innewohnende Planungsunsicherheit kann dazu führen, dass Faktoren auftreten, die einer Realisierung der Planung entgegen stehen.
Marktrisiko
Agrarpolitik, Milch- und Getreidepreise, sowie Förderprogramme, aber auch ungünstige landwirtschaftliche Produktionsbedingungen wie schlechtes Wetter können - von HYDRAC nicht beeinflussbare - negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf und Planungen haben.
Auf eine derartige Entwicklung wird u.a. durch Kapazitätsanpassungen ehest möglich reagiert.
Das Winterdienstgeschäft ist naturgemäß vom jeweiligen Winterbeginn-, sowie dessen Intensität und dessen Dauer abhängig.
Aufgrund der laufend erfolgenden technischen Weiterentwicklungen sind die jeweils produzierten Maschinen am neuesten Stand der Technik und in der Branche großteils technologisch führend. Die erforderlichen, teils sehr merklichen Preissteigerungen iZm den äußerst hohen Lohnabschlüssen der letzten Jahre und der Ukraine- bzw. Iran-Krise können, wenn diese nicht durch erreichte Marktanteilsgewinne ausgeglichen werden können, zu einer Reduktion der Verkaufsstückzahlen bzw. des Umsatzes führen, wodurch Kapazitätsanpassungen erforderlich sein können.
Produktionsrisiko
Wichtige Produktionsrisiken sind durch entsprechende Versicherungen (Betriebs- und Produkt- Haftpflicht, Betriebsunterbrechung etc.) weitgehend abgesichert.
Sonstige Störfallpotentiale werden durch entsprechende Planungsszenarien soweit möglich entschärft.
Die Entwicklung im Bereich der Lieferanten-Lieferkette wird beobachtet und durch Alternativszenarien soweit möglich abgesichert. Potenzielle Versorgungsengpässe werden engmaschig überwacht und entsprechende Alternativen optimiert.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Sowohl die Ukraine-Krise als auch die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit stellen eine derzeit recht große Herausforderung auch für die Lieferketten bzw. Lieferanten-Kapazitäten dar.
Das recht hohe Kostenniveau (Löhne, Material, Logistik etc.) führt gezwungenermaßen zu höheren Verkaufspreisen, was zu einer Reduktion des Marktvolumens führen kann.
Die weiteren jeweiligen Auswirkungen der teilweise sehr kurzfristig auftretenden exogenen Einflüsse und die derzeit nicht nur in Osterreich noch recht volatile wirtschaftliche Situation erfordern daher immer noch großteils ein „Fahren auf Sicht" und die Beobachtung vieler Bereiche und erschweren Planungen merklich.
Auch sonstige externe Effekte (Wetter etc.) können sich auf den Geschäftsverlauf immer wieder entsprechend auswirken und sind von HYDRAC naturgemäß nicht beeinfluss- oder planbar.
Wenngleich die Traktorzulassungen derzeit noch auf einem recht niedrigen Niveau sind, zeichnet sich in den letzten Monaten eine gewisse Erholung des Marktes ab. Die Auswirkungen der 2026 aufgetretenen Dürre lässt sich dabei jedoch noch nicht abschließend beurteilen und kann zu einer Dämpfung des Marktes im landwirtschaftlichen Bereich führen. Positiv zu erwähnen ist, dass die vollen Lager der letzten Jahre bei den Händlern weitgehend abgebaut wurden. Dadurch kommt der betreffende Auftragseingang beim Händler mittlerweile auch wieder vermehrt bei dem Hersteller an.
Auch das Jahr 2026 wird daher sicherlich herausfordernd. Es gilt die Entwicklung in den unterschiedlichen Märkten und die Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf möglichst genau zu verfolgen. Hinzuweisen ist dabei auch auf die unverändert volatilen Agrarpreise, die anhaltenden Konjunkturrisken und die teils prekäre Budgetsituation der „Offentlichen Hand".
Eine integrierte Planungsrechnung für die Zeit bis 31.12.2027 wurde erstellt, diesbezüglich wird auf die Ausführungen im Anhang bei den Angaben zur Unternehmensfortführung verwiesen.
Die derzeitigen externen Effekte iZm Ukraine bzw. Iran und genereller wirtschaftlicher Unsicherheit stellen immer noch eine entsprechende Herausforderung dar, wodurch sich auch eine erhöhte jeglicher Planung innewohnende Unsicherheit ergibt.
Die Fertigungskapazitäten und die interne Kostenstruktur werden laufend bestmöglich angepasst Betreffend der wesentlichen Unsicherheit in Bezug auf die Unternehmensfortführung wird auf den Anhang bei den Angaben zur Unternehmensfortführung verwiesen.
Das Unternehmen konzentriert sich zukünftig auf den strategisch wichtigen und aussichtsreichen Produktbereich der Kommunalmaschinen, wie zB Winterdienstgeräte, was am Markt positiv aufgenommen wird.
Sierning, 16.09.2026
HYDRAC Pühringer GmbH&CoKG