Inhaltsverzeichnis
DO & CO Aktiengesellschaft, Wien
1. Bericht über Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
1.1. Geschäftsverlauf
Die DO & CO Aktiengesellschaft ist Muttergesellschaft eines international tätigen Konzerns, dessen Geschäftsaktivitäten die Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel umfassen.
Die wesentliche Aufgabe der DO & CO Aktiengesellschaft besteht in der zentralen Koordination sämtlicher vom Unternehmensgegenstand der DO & CO Gesellschaften umfassten Aktivitäten als Strategie- und Finanzholding.
Wirtschaftliches Umfeld1
Ein Verständnis für das wirtschaftliche Umfeld ist unerlässlich, um die Zahlen eines Jahresabschlusses in den richtigen Kontext zu setzen. Aus diesem Grund werden nachfolgend die Entwicklungen im Umfeld der DO & CO Gruppe zusammenfassend erläutert, wobei nacheinander verschiedene Perspektiven (global, regional, lokal) und Blickwinkel (geopolitisch, soziokulturell, wirtschaftlich, etc.) eingenommen werden.
Makroökonomischer Rückblick 2023 und Ausblick 2024
Als erstes soll ein Rückblick auf die Entwicklungen auf je globaler und regionaler Ebene geworfen werden, bevor, unter Bezugnahme auf die Projektionen und Prognosen kompetenter nationaler und internationaler Institutionen, ein Ausblick auf das Jahr 2024 gegeben wird.
Laut IWF wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um 3,0%, was eine Verschlechterung gegenüber dem Wachstum 2022 (3,5%) darstellt. Für 2024 erwartet der Fonds ein Wachstum von 2,9% und geht damit von einer weltweiten Verlangsamung aus. Die Inflation, welche 2022 noch 9,2% weltweit betrug, verlangsamte sich 2023 auf 5,9% und soll auch 2024 weiter sinken, auf ein weltweites Durchschnittsniveau von 4,8%.
Das Jahr 2023 war geprägt von Entwicklungen in unterschiedliche Richtungen und keinesfalls von einem globalen Gleichschritt. So beobachtete der IWF, wie entwickelte Volkswirtschaften zum Großteil stärker vom ökonomischen Abschwung betroffen waren als sich entwickelnde Nationen oder gar Schwellenländer, welche als äußerst resilient gegenüber den adversen Bedingungen bezeichnet werden können.
1 Quelle Wirtschaftsdaten:
IMF World Economic Outlook Oct. 2023
(https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/10/10/world-economic-outlook-october-2023)
WIFO Konjunkturprognose 04/2023
(https://www.wifo.ac.at/jart/prj3/wifo/resources/person_dokument/person_dokument.jart?publikationsid=71307&mime_t ype=application/pdf)
OECD Economic Outlook, Interim Report Feb. 2024
(https://www.oecd-ilibrary.org/sites/0fd73462-en/index.html?itemId=/content/publication/0fd73462-en)
Eine Ausnahme bilden die USA, welche ihrerseits eine unerwartet starke Entwicklung in puncto Investments und Konsumverhalten zeigten. Die Erwartungen für den Euroraum hingegen mussten nach unten korrigiert werden, wo für 2024 nur mehr ein Wachstum von 1,2% prognostiziert wird. Auch China wird als negative Ausnahme unter den Schwellenländern geführt, da hier nicht das gleiche Level an Resilienz beobachtet werden konnte, weswegen auch hier die Wachstumsprognose nach unten auf 4,2% im Jahr 2024 korrigiert werden musste.
Die Dienstleistungs- und als solches auch die Tourismusbranche erfuhr im Jahr 2023 eine starke Nachfrage, welche sich auch 2024 fortsetzen soll, jedoch beginnt der Abschwung im produzierenden Sektor auch negative Auswirkungen auf die Dienstleistungsbranche zu haben, was zu einer verringerten Nachfrage führen wird. Speziell der Tourismus in denjenigen Ländern, wo dieser einen signifikanten Anteil am BIP ausweist, erfuhr im Jahr 2023 einen veritablen Rebound-Effekt durch die Rückkehr auf ein prä-pandemisches Niveau. Für 2024 wird davon ausgegangen, dass dieser Effekt seinen Höhepunkt hinter sich hat, was daher zu verlangsamtem Wachstum führen wird.
Resümee der Märkte
Im Folgenden wird auf die für den Konzern wichtigsten Märkte eingegangen. Hierbei ist zu erwähnen, dass auch regionale und lokale Märkte Schwankungen und Interdependenzen ausgesetzt sind. Die hieraus entstehende Komplexität ist ebenfalls in die strategische Entscheidungsfindung miteinzubeziehen, eine Analyse derer würde an dieser Stelle aber zu weit führen.
Das österreichische Institut für Wirtschaftsforschung beobachtet für 2023 ein Schrumpfen der Wirtschaft um -0,8% und geht für 2024 von einem leichten Wachstum in Höhe von 0,9% aus, ehe es für 2025 2,0% prognostiziert. Die Preissteigerung, welche 2023 7,4% betrug, soll sich 2024 auf 4% und in weiterer Folge auf 3% im Jahr 2025 verringern. Der Verfall der Gaspreise am europäischen Markt trägt stark zu dieser Entwicklung bei, wie auch nationale Anstrengungen wie die Strompreisbremse, jedoch bleiben die Preise auf hohem Niveau, besonders diejenigen im Dienstleistungssektor. Nichtsdestotrotz wird gerade für diesen auch für 2024 und 2025 von solidem Wachstum ausgegangen, während das produzierende Gewerbe 2024 eine weitere Kontraktion hinnehmen muss, ehe es 2025 starke Wachstumsraten erfährt. Dies hat direkte Auswirkungen auf den Export, welcher zwar 2023 eine gesunde Entwicklung zeigte, aber in diesem Sektor sind keine nennenswerten Investitionen zu erwarten, bis sich der Produktionssektor weiter erholt hat. Der Konsum von Privathaushalten stagnierte 2023, dürfte jedoch in den Jahren danach zunehmen, wenn sich deren Realeinkommen als Folge einer abgeschwächten Preisdynamik erhöhen.
Das BIP der Türkei wuchs 2023 um 4,5%, soll sich aber mit einem Wachstum von 4,0% zwischenzeitlich verlangsamen im Jahr 2024 und 2025 erneut um 5,0% zulegen. Die Inflation betrug 2023 64,8% und soll laut türkischer Zentralbank Ende 2024 nur mehr 36% betragen und schließlich in 14% Ende 2025 münden.
Die USA verzeichneten 2023 ein BIP-Wachstum von 2,1% und erwarten 2024 eine weitere Verlangsamung auf 1,5%.
Das vereinigte Königreich hingegen wuchs im Jahr 2023 um 0,5% und erwartet für 2024 ein BIP- Wachstum in Höhe von 0,6%.
Nach 2% im Jahr 2023 erwarten die Analysten des IWF für die Ukraine ein Wachstum von 3,2% im Jahr 2024, gefolgt von 6,5% im Jahr 2025. Die tatsächliche Entwicklung ist angesichts der derzeitigen Lage allerdings nur schwer absehbar und mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.
Südkorea attestiert der IWF ein Wachstum von 1,4% im Jahr 2023, ehe er für 2024 2,2% vorhersagt, welche sich 2025 schließlich auf 2,3% erhöhen.
Zinsen, Preise, Indizes und Wechselkurse
Der Rat der Europäischen Zentralbank trat 2023 insgesamt acht Mal zusammen, und erhöhte den Leitzeins der Hauptrefinanzierungsfazilität in sechs Schritten von 3% (Februar 2023) auf 4.5% (seit September 2023). Das Federal Reserve System der USA ihrerseits erhöhte die Zinsspanne im Jahr 2023 ebenfalls in mehreren Schritten. Von 4,50 - 4,75% im Februar 2023 hin zu 5,25 – 5,50%, welche seit Juli 2023 gelten. Es wird davon ausgegangen, dass 2024 weiterhin von strengeren geldpolitischen Maßnahmen geprägt sein wird, was einerseits die Inflation senken wird, aber andererseits auch negative Auswirkungen auf Kreditvergabe, Investment-Entscheidungen, die Immobilienmärkte und Expansionsüberlegungen von Unternehmen haben wird. Die Anstrengungen der Zentralbanken werden 2024 zwar fortgesetzt, dem gegenüber stehen allerdings angespannte Arbeitsmärkte, üppige Reserven in manchen Ländern und ungünstige Energiepreisentwicklungen, was zu noch stärker eingreifenden Maßnahmenpaketen der Zentralbanken führen könnte.
Während im Jahr 2022 Rohstoffpreise einen starken Anstieg verzeichneten, bedingt durch den Aufschwung als Folge der Erholung von der Pandemie und des Einfalls der russischen Armee in der Ukraine, so fielen diese zwar 2023, allerdings langsamer und weniger tief als erwartet. Insbesondere Energie und Elektrizität bleiben auf einem erhöhten Niveau und bergen ein Risiko für weitere Verwerfungen, sollten sich internationale Spannungen verschlimmern. Auch der Ölpreis, welcher seit Juni mittels Förderungsreduzierungen seitens OPEC+ um 25% zugelegt hat, kann als Preistreiber gelten,
zusammen mit Weizen-Lieferengpässen aus der Ukraine. Die zunehmende geoökonomische Fragmentierung als Gegenbewegung zur bisher vorherrschenden Globalisierung wird die zunehmende Preisdispersion und Ungleichheit weiter vorantreiben.
Der österreichische Leitindex ATX stieg während des Geschäftsjahres 2023/2024 um 136,29 Zähler von 3.235,49 auf 3.371,78, was einem Plus von 10,2 % entspricht. In der gleichen Zeit bewegte sich der türkische Index BIST von 4.839,46 Zählern um 4.081,77 nach oben hin zu 8.921,23, was einem Plus von 90,0 % entspricht.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 schwankte der Euro gegenüber dem US-Dollar zwischen 0,97 und 1,11 EUR/USD. Der Wechselkurs betrug per 31. März 2024 1,08 EUR/USD, damit gewann in der Berichtsperiode der USD gegenüber dem Euro an Wert (VJ: 1,09 EUR/USD per 31. März 2023). Das britische Pfund verzeichnete einen Rückgang von 0,88 EUR/GBP am 31. März 2023 auf 0,85 EUR/GBP per 31. März 2024. Die türkische Lira fiel gegenüber dem Euro von 20,86 EUR/TRY per 31. März 2023 auf 34,85 per 31. März 2024. Der EUR/CHF Kurs lag zum 31. März 2024 bei 0,98 im Vergleich zu 0,9968 ein Jahr zuvor. Bei der ukrainischen Hrywnja ist in der Berichtsperiode eine Abwertung zu verzeichnen, die einen EUR/UAH Kurs von 42,4990 per 31. März 2024 zeigt (im Vergleich zu 39,78 EUR/UAH per 31. März 2023).
PESTEL-Analyse globaler Entwicklungen 2023/2024
Ein Überblick über die wichtigsten globalen Trends entlang der politischen, wirtschaftlichen, soziokulturellen, technologischen, ökologischen und rechtlichen Dimensionen schließt dieses Kapitel ab. Als Teilnehmer in multiplen Märkten gilt es für DO & CO, sich der jeweiligen Entwicklungen bewusst zu sein, sie zu antizipieren und deren Einflüsse in Strategieentscheidungen einfließen zu lassen. Keine dieser Entwicklungen geschieht dabei in Isolation, sondern sämtliche Sphären sind einerseits in sich selbst komplex, und andererseits beeinflussen sie sich gegenseitig in unterschiedlichsten Ausprägungen. Dies kann wiederum zu Folge haben, dass sowohl absehbare wie auch unvorhersehbare Entwicklungen zutage treten, die die Strategie beeinflussen.
Als Folge der geopolitischen Verwerfungen wie dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, dem Israel-Gaza-Konflikt und zunehmenden Spannungen im südchinesischen Meer, sowie der staatlichen Interventionen, um die Folgen von Pandemie, Inflation, Energiepreisschocks abzumildern und die Stabilisierung von Wohnungs- und Arbeitsmärkten sicherzustellen, ist zu erwarten, dass Regierungen eine noch aktivere Rolle in der Regulierung von Industrien und Märkten einnehmen. Unternehmen müssen daher aktiv darauf hinarbeiten, sich auf bevorstehende Änderungen einzustellen. Insbesondere der Einfluss auf die Resilienz Lieferketten, Ressourcenverfügbarkeit und globale ökonomische Stabilität sind hierbei zu beachten. Als weitere Folge sind insbesondere auch Wechsel in internationalen Partnerschaften, Allianzen und Handelsbeziehungen zu berücksichtigen.
Die globale Wirtschaft befindet sich, wie bereits beschrieben, nach wie vor in einer Erholungsphase folgend auf die multiplen Krisen der jüngeren Vergangenheit. Es bestehen daher große Unsicherheiten und die Wahrscheinlichkeit für divergierende Entwicklungen ist nicht unbeträchtlich. Die Bereitschaft, Strategien an heterogene Umstände anzupassen, um auch in Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs erfolgreich zu sein, erfährt hierdurch mehr Wichtigkeit. Auf mikroökonomischer Ebene sind Inflation, steigende Zinsen und mögliche Rezessionen nur die wichtigsten von vielen möglichen Faktoren, die das Konsumverhalten und das Geschäftsklima beeinflussen. Ebenfalls in den Blickwinkel rücken Änderungen an Lieferketten, um Disruptionen als Folge aus geopolitischen Spannungen, Pandemien oder klimabedingte Katastrophen zu minimieren, und auch Änderungen um Nachfragegefüge, ihrerseits bedingt durch eine wachsende Einkommensungleichheit.
Die Einstellungen und Wertesysteme von Kundinnen nehmen immer mehr Einfluss auf Kaufentscheidungen und unterliegen, genauso wie die Gesellschaft selbst, einem demografischen Wandel. Themen wie Nachhaltigkeit (von Produkten und Dienstleistungen), Diversität, Inklusion und wahrgenommene soziale (Un-)Gerechtigkeit gewinnen mehr Bedeutung, da sie für wachsende Kundengruppen wichtiger werden, wodurch auch Unternehmen ihre Angebots- und Werteversprechen anpassen müssen, um diesem Wandel im Konsumentenzeitgeist gerecht zu werden. Weitere Trends wie Urbanisierung und Änderungen im klassischen Familienbild werden ebenso zu Änderungen in der Nachfrage führen.
Technologische Fortschritte rund um die Themen KI, Automation, Industrie 4.0 und IoT bestimmen den Zahn der Zeit. Es müssen bewusste Entscheidungen getroffen werden, wie diese Entwicklungen für die Belange von Unternehmen bestmöglich genutzt werden können, um Synergien zu heben, nicht ins Hintertreffen zu geraten und die Fähigkeiten der Mitarbeiter bestmöglich zu entwickeln. Wichtig hierbei ist eine bewusste Auswahl und sinnvolle Implementierung, die über ein bloßes Aufspringen auf den Trend hinausgeht, um tatsächlich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil generieren zu können. Ein mindestens ebenso wichtiges Thema befasst sich mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien, wo technologische Fortschritte und Durchbrüche die Abkehr von fossilen Energieträgern weiter beschleunigen können.
Der fortschreitende Klimawandel verliert auch in 2023/24 nicht an Wichtigkeit. Der zunehmende Fokus auf dessen Bekämpfung, wie auch der Zugewinn der Bedeutung der Nachhaltigkeitsberichterstattung sind Zeugen dieser Entwicklung. Für Unternehmen bedeutet dies, dass Nachhaltigkeit nicht mehr nur ein Marketing-Tool, sondern integraler Bestandteil von Strategie und Kultur werden muss, um Fortbestand und Erfolg auch künftig zu sichern. Der eigene CO2- Fußabdruck und andere Messinstrumente rücken daher unweigerlich mehr in den Fokus der Öffentlichkeit, und sollten daher auch einen Zugewinn an Wichtigkeit in Management-Strategien erfahren. Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, die auf einer Kreislaufwirtschaft basieren sind hier nur ein Beispiel, wie dies geschehen kann, ohne dabei Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen.
Änderungen in den Rechtsprechungen der jeweiligen Jurisdiktionen sind ein Spiegelbild der jeweiligen Entwicklungen. Es ist daher anzunehmen, dass weitere und neue nationale wie internationale Regelungen und Gesetze verabschiedet werden, die sich den Themen Cybersicherheit, Datenschutz, Nachhaltigkeit und geistiges Eigentum widmen. Die Schnelligkeit und Intensität dieser Themen hängen inhärent mit der jeweiligen politischen Ausrichtung der Regierung zusammen. Einstellstrategien und HR-Management-Strategien sind maßgeblich von den Entwicklungen in den Bereichen von Mindestlohn, Mitarbeiterrechten und Trends wie remote work beeinflusst. Parallel zu den Entwicklungen in anderen Dimensionen führt der größere Fokus auf das Gebaren von Unternehmen und ethisches Bewusstsein ggf. zu einer Anpassung von unternehmerischem Handeln unter einem wachsameren öffentlichen Auge.
Höhepunkte Geschäftsjahr 2023/2024
sustainablegrowth – DO & CO führt auch in diesem Jahr seine Erfolgsgeschichte fort und erzielt das zweite Jahr in Folge ein starkes Umsatzwachstum. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 stieg der Umsatz um 28,2 % auf 1.819,45 m€. Lag der Fokus im vergangenen Geschäftsjahr noch auf der Erholung des internationalen Cateringgeschäfts von der Corona-Pandemie, stand für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023/2024 insbesondere die langfristige Profitabilität und das nachhaltige Umsatzwachstum im Vordergrund. DO & CO hat seine EBIT-Marge um 1,4 p.p. auf 7,5 % gesteigert und somit das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt.
Außerdem erwähnenswert ist der Bestand an liquiden Mitteln, welcher auf 276,71 m€ gesteigert werden konnte.
Sehr erfreulich ist das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA (Net Debt to EBITDA), welches innerhalb des Geschäftsjahres 2023/2024 weiter reduziert werden konnte und per 31. März 2024 bei 1,07 (VJ: 1,92) lag.
Die DO & CO Aktiengesellschaft verzeichnete einen beeindruckenden Anstieg ihres Aktienkurses. Lag der Kurs zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 bei 107,60 EUR, stieg er im Laufe des Geschäftsjahres auf ein Allzeithoch von 149,80 EUR und schloss mit 138,40 EUR. Aufgrund des erfolgreichen Geschäftsjahres wird der Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende von 1,50 € je Aktie vorschlagen.
Auch beim Ergebnis setzt sich der positive Trend fort. Im Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte DO & CO mit 202,12 m€ das höchste EBITDA der Unternehmensgeschichte.
Das Ergebnis war im Geschäftsjahr 2023/2024 stark durch die Anwendung der Regelungen des IAS 29 „Rechnungslegung in Hochinflationsländern“ auf die Abschlüsse der türkischen Tochtergesellschaften belastet. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Bewertungseffekte, welche zu keinen Zahlungsmittelabflüssen führen. Ohne Anwendung des IAS 29 wäre das Konzernergebnis mit 76,37 m€ um 10,14 m€ höher ausgefallen.
Der auf die Anteilseigner der DO & CO Aktiengesellschaft entfallende Ergebnisanteil (Konzernergebnis) beträgt 66,22 m€ (VJ: 33,64 m€). Das Ergebnis je Aktie liegt damit bei 6,24 € (VJ: 3,44 €).
Der deutliche Verfall der türkischen Lira setzte sich auch im Geschäftsjahr 2023/2024 fort. Während die türkische Lira gegenüber dem Euro zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/2024 noch 20,86 TRY/EUR betrug, belief sich der Kurs Ende März 2024 nur mehr auf 34,85 TRY/EUR und ist damit um 38,3 % gefallen. Nachdem ein wesentlicher Teil der Kosten in lokaler Währung anfällt, bleiben die Margen davon größtenteils unberührt.
Für die im Januar 2021 herausgegebene Unternehmensanleihe in Höhe von 100 m€ wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2023/2024 verbleibende Unternehmensanleihen im Nominalwert von 81,1 m€ in Aktien umgewandelt. DO & CO hat somit erfolgreich einen Großteil der Unternehmensanleihe innerhalb von kurzer Zeit abgewickelt.
DO & CO erweitert den Vorstand
Aufgrund des starken internationalen Wachstums hat der Aufsichtsrat der DO & CO Aktiengesellschaft den Vorstand auf fünf Mitglieder erweitert und Frau Mag. Bettina Höfinger, Herrn M. Serdar Erden und Herrn Mag. Johannes Echeverria in den Vorstand berufen. Die Ernennung trat am 1. September 2023 für eine Dauer von drei Jahren, mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere 2 Jahre, in Kraft. In diesem Zusammenhang wurden auch die Mandate der aktuellen Vorstandsmitglieder für denselben Zeitraum verlängert. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
• Attila Dogudan, Chief Executive Officer (CEO) • Attila Dogudan jun., Chief Commercial Officer (CCO) • Bettina Höfinger, Chief Legal Officer (CLO) • Johannes Echeverria, Chief Financial Officer (CFO) • M. Serdar Erden, Chief Operating Officer (COO)
DO & CO bestätigt Unternehmensleitlinien
Nach dem Krisenjahr 2020/2021 brauchte die internationale Catering-Branche beinahe drei Jahre, um sich von den Folgen zu erholen. DO & CO orientierte sich auch in dieser Zeit an seinen Unternehmenswerten „Innovation – Quality – People“ und geht gestärkt aus der Krise hervor. Kundenfokus, Innovation, Perfektion, Qualität und Profitabilität sind die Prinzipien der DO & CO- Geschäftstätigkeit und Leitlinien für alle wesentlichen Geschäftsentscheidungen. Als höchste Priorität und stets im Mittelpunkt steht dabei die Schaffung eines einzigartigen Kundenerlebnisses durch das Gourmet-Angebot und Premium-Service. Dank dieser Leitlinien schaut DO & CO auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2023/2024 zurück.
Gewinn bedeutender Neukunden im Bereich Airline Catering
Das Marktumfeld in der Division Airline Catering war auch in diesem Geschäftsjahr herausfordernd. Die DO & CO Mission, das beste Restaurant auf über 39.000 Fuß zu sein, bleibt trotz aller Herausforderungen auch in diesen Zeiten Unternehmensziel.
Die weltweiten Passagierzahlen in der Luftfahrtindustrie zeigen im Kalenderjahr 2023 eine weitreichende Erholung und liegen mit 94% vs. 2019 (2022 74% vs. 2019) fast auf Vorkrisenniveau (IATA Studie 2023). Während dieser Aufholjagd gelang es DO & CO im Geschäftsjahr 2023/2024 Beziehungen zu Neukunden auf- und auszubauen und seine Stellung als führender Premium-Airline- Caterer zu festigen. Eine Reihe bedeutender bestehender und neuer Kunden konnten an verschiedenen Standorten gewonnen werden, in alphabetischer Reihenfolge:
• Aeroméxico • Air Fance • China Airlines • Delta Air Lines • Emirates • Kuwait Airways • Qantas Airways • Qatar Airways • Saudia • SunExpress • Thai Airways International • Turkish Airlines • Uzbekistan Airways • Vietnam Airlines ex Boston ex New York JFK und Detroit ex London Heathrow ex Miami ex Miami ex London Heathrow ex New York JFK und London Heathrow ex Miami und Milan-Malpensa ex Istanbul und Wien ex Istanbul ex Istanbul ex Detroit ex Istanbul und Ankara ex Frankfurt
Miami etabliert sich als Airline Catering Standort
Im Geschäftsjahr 2022/2023 startete der sechste DO & CO Standort in den USA als Logistikhub für das Internationale Event Catering für Aktivitäten in Nord-, Mittel- und Südamerika. Kurz danach konnten einige Neukunden für den Standort gewonnen werden. Seit September 2023 wird das Catering für alle Delta Flüge ex Miami ausgeführt. Im Februar 2024 folgte die Belieferung der Qatar Airways und seit März 2024 werden auch die Flüge der Emirates ex Miami versorgt.
Herausragende 32. Formel 1 Saison mit DO & CO
Auch in der Saison 2023 verzeichnete die Formel 1 ein weltweit starkes Interesse und hohe globale Kundennachfrage. In dieser Saison begleitete DO & CO die Formel 1 kulinarisch bei 19 Rennen in 17 Ländern. Erstmalig führte DO & CO das Catering beim Grand Prix in Las Vegas und Miami durch. Als besonderes Highlight in dieser Saison galt der Grand Prix in Las Vegas. Nach über 40 Jahren kehrte die Formel 1 in die „City of Entertainment“ zurück. DO & CO verköstigte nahezu 70.000 VIP-Gäste an diesem außergewöhnlichen Rennwochenende, das zu den weltweit größten Sportveranstaltungen aller Zeiten zählt.
Europaweite Premium-Veranstaltungen
DO & CO durfte auch in diesem Geschäftsjahr auf vielen prestigeträchtigen Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen im In- und Ausland für das leibliche Wohl der Gäste sorgen. Neben dem UEFA-Champions League Finale zwischen Manchester City und Inter Mailand in Istanbuls Atatürk Olympia Stadion betreute DO & CO kulinarisch auch wieder das Tennisturnier ATP Masters in Madrid aus der Masters 1000 Serie, sowie die ATP World Tour 500 in Wien als auch das spanische Acciona Open de Espana in Madrid.
Auch in der Allianz Arena blickt DO & CO erneut auf ein sehr erfolgreiches Jahr. Neben der bereits etablierten Betreuung der Spiele des FC Bayern München wurden auf weiteren Sportveranstaltungen tausende von Gästen kulinarisch versorgt.
Neben der kulinarischen Betreuung von Fußball-, Tennis- und Golfveranstaltungen, war DO & CO auch in diesem Jahr wieder für Verköstigung der VIP-Gäste bei weltbekannten Skirennen, wie dem Hahnenkammrennen in Kitzbühel, verantwortlich.
Des Weiteren bediente DO & CO etliche Konzerte der Extraklasse im Münchner Olympiapark und der Olympiahalle. Hierzu zählten unter anderem die Auftritte von „Bruce Springsteen“ sowie das Doppelkonzert von „Pink“ mit ca. 70.000 Gästen pro Konzert.
Demel K. u. K. Hofzuckerbäckers´ neues Ladenkonzept führt zu sehr erfreulichen Umsatz- und Margensteigerungen
Die Umgestaltung der Demel Verkaufsräume und des Cafés am Kohlmarkt in Wien wurde von den Kunden und Gästen hervorragend angenommen. Die Trennung von Verkaufs- und Café-Bereich, die Erweiterung der jeweiligen Flächen sowie die Einführung eines “To-Go”-Bereichs führte zu einer wesentlichen Erhöhung der Kundenfrequenz und deutlichen Steigerung der Umsätze und Margen.
Nachhaltigkeit bei DO & CO
Die Geschäftsstrategie von DO & CO ist auf die Generierung nachhaltigen Mehrwerts für die verschiedenen Stakeholder ausgerichtet. Das Unternehmen handelt durch nachhaltige Praktiken, kontinuierliche Verbesserung und ethische Integrität ökonomisch und ökologisch verantwortungsvoll. Die „Twin Transition“ verbindet die Prinzipien der Digitalisierung und Nachhaltigkeit, um die Produktivität zu steigern und das Risiko zu minimieren. Die kontinuierliche Optimierung der Effizienz unserer Gebäude und Betriebsausrüstungen erfolgt mittels Umweltmanagementsystemen (EMS) und Gebäudeenergiemanagementsystemen (BEMS), um Treibhausgase zu reduzieren. Das EMS stellt einen zentralen Bestandteil unserer Wasserbewirtschaftungsstrategie dar und unterstützt uns bei der Steigerung der Ressourceneffizienz. Die Vermeidung von Abfall ist ein priorisiertes Ziel, wobei, sofern dies nicht möglich ist, eine Kreislaufwirtschaft angestrebt wird. Im Bereich der Lebensmittelversorgung wird eine Reduzierung von Abfällen sowie die Nutzung lokaler, saisonaler Produkte angestrebt. Durch den Einsatz von rund 59 % der Produkte aus Quellen innerhalb eines Radius von 500 Kilometern wird der CO2-Fußabdruck reduziert und die Verwendung frischer Zutaten garantiert. Des Weiteren haben wir unseren Anteil an erneuerbarem Strom im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.
Unser Erfolg ist das Resultat des Engagements und der Talente unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir fördern eine positive Arbeitskultur und unterstützen kontinuierliche Weiterbildung. Die Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz genießt höchste Priorität. Als Branchenführer hat DO & CO Richtlinien für Lebensmittelgesundheit und -sicherheit sowie entsprechende Schulungsprogramme etabliert. Die Implementierung strenger Qualitätskontrollen gewährleistet die Sicherstellung hochwertiger Speisen und Services, die über die globalen Standards hinausgehen.
Die DO & CO Aktiengesellschaft ist bestrebt, in sämtlichen Ländern, in denen sie tätig ist, die höchsten ethischen und regulatorischen Standards zu erreichen. Dabei wird darauf geachtet, sämtliche gesetzliche Bestimmungen einzuhalten, um zu einem fairen und sozialen Marktumfeld beizutragen. Unser Hinweisgebersystem ist auf unserer Website integriert und öffentlich zugänglich. Die Adaption an neue Richtlinien wie die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) stellt einen essenziellen Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsbestrebungen dar.
DO & CO setzt neue Maßstäbe durch Nachhaltigkeitsstrategien und positive Arbeitskultur, treibt Innovationen voran und fokussiert auf Effizienz, Qualität sowie ethisches Verhalten für eine nachhaltigere Zukunft.
Entwicklung der Divisionen
Airline Catering
Mit ihrem unverwechselbaren, innovativen und kompetitiven Produktportfolio generiert die Division Airline Catering den größten Umsatzanteil im DO & CO Konzern.
Weltweit werden 33 Gourmetküchen in zwölf Ländern auf drei Kontinenten betrieben.
Mehr als 60 Fluggesellschaften zählen zum Kundenportfolio von DO & CO. Unter diesen finden sich namhafte Kunden wie Austrian Airlines, British Airways, Cathay Pacific, China Airlines, Delta Air Lines, Emirates, Etihad Airways, EVA Air, Egypt Air, Iberia, Iberia Express, JetBlue, Korean Air, LOT Polish Airlines, Oman Air, Pegasus Airlines, Qatar Airways, Singapore Airlines, Thai Airways und Turkish Airlines.
Die Nachfrage im internationalen Flugverkehr hat sich weitestgehend von der Pandemie erholt. DO & CO blickt auf ein herausragendes Geschäftsjahr in der Airline Catering Division. Insgesamt konnten 16 Neu- und Bestandskunden an 21 Gourmetstandorten gewonnen werden. So versorgte DO & CO auch in diesem Geschäftsjahr wieder über 142 Millionen Passagiere (+13% vs. VJ) auf mehr als 837 Tausend Flügen (+19% vs. VJ) kulinarisch.
Die Division Airline Catering weist im Geschäftsjahr 2023/2024 einen herausragenden Umsatzanstieg von 29,2 % im Vergleich zum Vorjahr aus. Der Umsatz beträgt 1.381,68 m€ (VJ: 1.069,70 m€). Dies unterstreicht die große Nachfrage nach Premium-Lösungen im Airline Catering. Das EBITDA liegt mit 150,09 m€ um 38,47 m€ über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das EBIT beläuft sich auf 96,51 m€ (VJ: 66,25 m€). Die EBITDA-Marge beträgt im Geschäftsjahr 2023/2024 10,9 % (VJ: 10,4 %). Die EBIT-Marge liegt bei 7,0 % (VJ: 6,2 %).
In Hinblick auf die Entwicklungen an den internationalen Airline Catering Standorten sind folgende Punkte hervorzuheben:
USA
Für DO & CO sind die USA ein wichtiger Zukunftsmarkt und so konnte die Marktposition in den USA im Geschäftsjahr 2023/2024 weiter ausgebaut werden. Bereits im vorausgegangenen Geschäftsjahr 2022/2023 startete der sechste DO & CO Standort in den USA, in Miami, als Logistikhub für das Internationale Event Catering insbesondere in Nord-, Mittel- und Südamerika. Aus der erfolgreichen Teilnahme an verschiedenen Tendern für diesen Standort, konnten bereits im ersten Jahr des Bestehens drei neue Premium-Airline-Kunden gewonnen werden. Ex Miami werden momentan die Kunden Delta Air Lines, Emirates sowie die Qatar Airways mit dem DO & CO Gourmet-Catering Angebot bedient. Ein weiterer Ausbau der DO & CO Kapazitäten in den USA findet derzeit am Standort New York JFK statt. Durch das neue Gebäude, das sich derzeit in Fertigstellung befindet, werden die Kapazitäten wesentlich erweitert und stehen ab Q1 2024/2025 für weitere Kunden zur Verfügung.
Neben Miami wurde auch in New York JFK, Detroit und Boston die Geschäftstätigkeit ausgeweitet. Insgesamt konnte DO & CO seine Geschäftsbeziehungen in den USA mit sieben Neu- bzw. Bestandskunden an neun Standorten ausbauen. So freut sich DO & CO erstmals, Qantas auf allen ex New York JFK Flügen bedienen zu dürfen. Des Weiteren wurden die Ausschreibungen der Air France an den Standorten New York JFK und Detroit gewonnen sowie die der Aeroméxico in Boston und Turkish Airlines ebenfalls in Detroit.
Die Kundendiversifikation an den DO & CO Standorten ist nicht nur ein sehr wichtiges Zeichen für die Leistungsfähigkeit von DO & CO, sondern auch eine Chance, die mit diesen Kunden geschlossenen Geschäftsbeziehungen zu festigen und dadurch insbesondere in den USA weiter zu wachsen.
GROSSBRITANNIEN
Die DO & CO Airline Catering Unit am Flughafen London Heathrow blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Umsätze haben sich seit dem Geschäftsjahr 2021/2022 stark erhöht. Die sehr positive Entwicklung ist auf das gestiegene Flugaufkommen und Flugauslastung der British Airways auf Kurz- und Langstreckenflügen zurückzuführen, die sich nun wieder auf Vorkrisenniveau befinden. Ebenso positiv haben sich die anderen Bestandskunden entwickelt. Des Weiteren hat DO & CO im Geschäftsjahr drei neue Kunden am Standort gewonnen. Die Kuwait Airlines wird seit April 2023 von DO & CO bedient, Qantas Airlines seit November 2023 und China Air seit März 2024.
SPANIEN
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Umsätze durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit dem Kunden Iberia gesteigert werden. Sowohl die Anzahl der Abflüge als auch die Auslastung haben sich sehr erfreulich entwickelt.
TÜRKEI
Die Turkish Airlines wird als „Best in Class“ in allen Flugzeugklassen erachtet. Mit den marktfrischen Zutaten, hauptsächlich aus lokaler Produktion, setzt DO & CO gemeinsam mit ihrem Partner einen weltweiten Industriestandard. Vom starken Anstieg des Flugvolumens als auch dem Ausbau der Flugzeugflotte der Turkish Airlines in den kommenden Jahren, profitiert DO & CO und verzeichnet ein starkes Umsatzwachstum in der Türkei. Mit der neuen hochmodernen Gourmet-Küche in Istanbul, bekommt DO & CO gerade ihre größte Gourmet-Küche in Europa und setzt so die Grundsteine für weiteres Wachstum und Effizienz.
WEITERE STANDORTE
Auch an den anderen Standorten in Österreich, Deutschland, Polen, Südkorea und Italien konnten die Umsätze deutlich gesteigert werden. Es wird außerdem weiterhin an Ausschreibungen in unterschiedlicher Größenordnung teilgenommen, um den bisher gegangenen Wachstumskurs erfolgreich fortzusetzen.
Strategie von DO & CO
x x x x Ausbau der Positionierung als Marken-Premium Anbieter und Qualitätsmarktführer im Bereich Airline Catering Unverwechselbares, innovatives und kompetitives Produktportfolio Langfristige Partnerschaften und Premium-Markenallianzen mit Qualitätsfluglinien Einzigartiger Gourmetküchen Ansatz: die Speisen für alle Divisionen werden in zentralen Küchen zubereitet, um gleichbleibende Qualität, divisionsübergreifende Nutzung des Knowhow und hohe Auslastungen mit effizienten Kostenstrukturen zu gewährleisten
Wettbewerbsvorteil von DO & CO
x x x Beste und marktfrische Zutaten, kein Einsatz von Zusatz- oder Konservierungsstoffen sowie Geschmacksverstärkern Boutique- und Qualitätsapproach sowie höchste Restaurantqualität trotz aller Einschränkungen an Board eines Flugzeuges Produktkreativität und -innovation
International Event Catering
Die Division International Event Catering verzeichnete im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Umsatz von 287,40 m€. Die herausragende Service- und Produktqualität sowie ausgeprägte Flexibilität von DO & CO haben zu einer kontinuierlichen Ausweitung des Kundenstamms und Festigung einer treuen Stammkundschaft geführt. Diese Faktoren haben sich als wesentliche Wachstumstreiber dieses Geschäftsbereichs erwiesen.
Der Umsatz der Geschäftssparte International Event Catering beträgt im Geschäftsjahr 2023/2024 287,40 m€ (VJ: 218,23 m€). Das EBITDA liegt bei 34,21 m€ (VJ: 22,50 m€), woraus eine EBITDA- Marge iHV 11,9 % (VJ: 10,3 %) resultiert. Das EBIT beträgt im Geschäftsjahr 2023/2024 29,15 m€ (VJ: 18,48 m€). Die EBIT-Marge liegt bei 10,1 % (VJ: 8,5 %).
Die Formel 1, als Königsklasse des Motorsports, erfreut sich besonderer Beliebtheit und erweckt weltweit starkes Interesse. Ausverkaufte Rennstrecken und Rekordumsätze zeugen von der starken Nachfrage. DO & CO ist seit 1992 ein langjähriger Partner und profitiert als solcher vom immensen Popularitätszuwachs, der sich besonders im Gästeanstieg des VIP-Bereichs, dem Paddock Club, zeigt. Die Auslastung im Paddock Club war in der Rennsaison 2023 sehr erfreulich. Bei 19 Rennen in 17 Ländern wurden rund 230.000 Gäste des Paddock Clubs kulinarisch von DO & CO verwöhnt. Besondere Highlights der diesjährigen Saison waren neben dem Grand Prix in Miami, für den DO & CO erstmalig das Catering durchführte, insbesondere der Grand Prix von Las Vegas, mit dem die Formel 1 nach über 40 Jahren in die „City of Entertainment“ zurückkehrte. Bei dem größten Sportevent aller Zeiten verköstigte DO & CO knapp 70.000 VIP-Gäste.
Bereits Ende Februar bzw. Anfang März 2024 startete die Formel 1-Saison 2024 mit den Testfahrten in Bahrain und den ersten Rennen der Saison in Bahrain und Saudi-Arabien.
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/2024 war DO & CO bei einer Vielzahl weiterer hochkarätiger Sportevents vertreten. So wurden etwa beim ATP-Turnier in Madrid aus der Masters 1000 Serie mit 37.000 Gästen über einen Zeitraum von zehn Tagen mehr Gäste denn je verköstigt. Auch beim ATP Vienna aus der World Tour Series 500 in Wien und dem spanischen Golf-Open Acconia in Madrid konnte DO & CO seine Qualität unter Beweis stellen.
Ein weiteres herausragendes Großevent im Geschäftsjahr 2023/2024 war das UEFA Champions League Finale im Istanbuler Atatürk-Olympiastadion. Bereits zum 17. Mal wurde DO & CO mit der kulinarischen Betreuung des weltweit bedeutendsten Klubwettbewerbs, bei dem sich Manchester City und Inter Mailand im Finale gegenüberstanden, beauftragt. In den Premium VIP-Bereichen sorgte DO & CO für bestes Gourmet Entertainment für über 11.000 zufriedene VIP-Gäste.
Außerdem wurden auch Wintersportveranstaltungen, wie das populäre Hahnenkammrennen in Kitzbühel, der Nachtslalom in Schladming sowie das Ski Weltcup Finale in Saalbach-Hinterglemm erfolgreich unterstützt. Insgesamt wurden rund 12.000 Wintersportfans mit erstklassigem kulinarischem Angebot und einer einladenden Atmosphäre verwöhnt.
Die in der Allianz Arena, Heimatstätte des deutschen Fußballmeisters FC Bayern München, ausgetragenen Matches verzeichneten sowohl im VIP- als auch im Public Bereich erfreuliche Auslastungsquoten. Ebenso fanden die Champions League Spiele gegen Manchester United, Galatasaray Istanbul sowie den FC Kopenhagen und Lazio Rom allesamt in einer ausverkauften Allianz Arena statt.
Des Weiteren bediente DO & CO auch einige Konzerte der Extraklasse im Münchner Olympiapark. Hierzu zählten unter anderem die Auftritte von „Bruce Springsteen“, „The Weeknd“ und ein Doppelkonzert von „Pink“ mit jeweils rund 70.000 Gästen, sowie das zweitägige Musikfestival Superbloom mit über 90.000 BesucherInnen. Zusätzlich war die Olympiahalle Veranstaltungsort für zahlreiche weitere Konzerte. Künstler wie "50 Cent" und "Jason Derulo" lockten rund 500.000 ZuschauerInnen in den Olympiapark.
Die Olympiahalle war außerdem Austragungsstätte der Handball-EM, bei der innerhalb von 6 Tagen rund 145.000 Sportbegeisterte von DO & CO kulinarisch verköstigt wurden, sowie von 28 Eishockey Spielen, bei denen DO & CO sowohl für die kulinarische Verpflegung der Gäste im VIP- als auch im Public Bereich zuständig war.
Strategie von DO & CO
x Verstärkung der Kernkompetenz als internationaler und auch lokaler Premium Caterer x Ausbau der Positionierung als „Gourmet Entertainment Generalunternehmer“ mit „schlüsselfertigen“ Kreativlösungen für die gesamte Kundenerlebniskette x Festigung der Premium Event Marke „DO & CO“
Wettbewerbsvorteil von DO & CO
x „One stop partner” - Anbieter von Komplettlösungen x Einzigartiges Premiumprodukt – unverkennbar und nicht austauschbar x Besonders motivierte und engagierte MitarbeiterInnen – einzigartige Unternehmenskultur x Höchste Zuverlässigkeit, Flexibilität und Qualitätsorientierung machen DO & CO zum „no headache partner“, der seinen Kunden jederzeit zur Verfügung steht x Ein internationales, dynamisches, im Premium-Segment erfahrenes Führungsteam
Restaurants, Lounges & Hotels
Die Division Restaurants, Lounges & Hotels ist das Herzstück und Ausgangspunkt der Innovationsaktivitäten des DO & CO Konzerns. Zusätzlich sind die Aktivitäten dieser Division nicht nur Branding und Imageträger der Gruppe, sondern vor allem auch Lieferant innovativer Ideen für Menüs und Serviceabläufe im Segment Airline Catering, partiell auch im Bereich International Event Catering. Die Division umfasst die Geschäftsbereiche Restaurants, Demel Café, Lounges, Boutique- Hotels, Mitarbeiterrestaurants, Gourmet Retail und Airport Gastronomie.
Auch in dieser Geschäftssparte konnten der Umsatz und das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr signifikant gesteigert werden. Die Division Restaurants, Lounges & Hotels erzielte im Wirtschaftsjahr 2023/2024 einen Umsatz von 150,36 m€ (VJ: 131,43 m€). Dies entspricht einem Anstieg von 18,94 m€ bzw. 14,4 % gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA liegt mit 17,81 m€ um 8,61 m€ bzw. 93,5 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die EBITDA-Marge liegt bei 11,8 % (VJ: 7,0 %). Das EBIT beläuft sich auf 10,13 m€ (VJ: 0,98 m€). Die EBIT-Marge beträgt 6,7 % (VJ: 0,7 %).
Vom florierenden Reiseaufkommen und den damit gestiegenen Frequenzen, profitierten sämtliche Bereiche dieser Division, wobei die Auswirkungen auf die Gastronomie und Hotellerie besonders positiv ausfielen. In diesem Zusammenhang ist die anhaltend hohe Auslastung der beiden Boutique- Hotels in Wien und München zu erwähnen.
Das seit 2002 zum DO & CO Portfolio gehörende berühmte Demel Café in Wien ist besonders hervorzuheben. Im Verlauf des Wirtschaftsjahres 2023/2024 wurden weitreichende Umbaumaßnahmen realisiert, die von den Gästen hervorragend angenommen wurden und zu sehr starken Umsatzsteigerungen sowie wesentlichen Margensteigerungen führten. Mit der Verdopplung der Verkaufsfläche, der klaren Trennung von Verkaufsfläche im Erdgeschoss und dem Café im ersten und zweiten Stock sowie einem “To-go”-Bereich, wurde die Kundenfrequenz erhöht und Customer Experience weiter gestärkt. Zudem zieht der beliebte Kaiserschmarrn und dessen frische Zubereitung vor den Gästen nach wie vor viele lokale und ausländische Gäste an.
Die Airport Gastronomie profitiert besonders durch die gestiegene Reiseaktivität und konnte daher sowohl bei den Lounges als auch bei den von DO & CO betriebenen Restaurants am Flughafen Wien ein erfreuliches Umsatzwachstum verzeichnen. Am Flughafen Wien erweiterte DO & CO im Wirtschaftsjahr 2023/2024 durch die Eröffnung zusätzlicher Restaurants das bestehende kulinarische Angebot. Zudem wurden Modernisierungsarbeiten durchgeführt, um den Gästen ein noch umfangreicheres Sortiment in exklusiver Atmosphäre bieten zu können. Ebenso erfreuten sich die von DO & CO weltweit betriebenen Airport-Lounges einer gestiegenen Nachfrage. Mit einem Plus von rund 14 % gegenüber dem Vorjahr wurden rund 5,5 Millionen Passagiere kulinarisch versorgt.
Strategie von DO & CO
x x x Kreatives Herzstück des DO & CO Konzerns Branding- und Premium Hospitalitykompetenz für die gesamte DO & CO Gruppe sowie Marketinginstrument und Imageträger B2C Division - Direktverkauf an Kunden ist der beste Gradmesser für Kundenzufriedenheit
Wettbewerbsvorteil von DO & CO
x x x x Innovationszentrum der gesamten Gruppe Starke Marken im Portfolio (DO & CO, DEMEL, HÉDIARD, AIOLI, HENRY), die für Spitzenqualität und Kompetenz in ihren jeweiligen Segmenten bürgen Breitgefächertes Spektrum innerhalb der Division: Lounges, Retail, Airport Gastronomie, Premium-Restaurants und Demel Café, Boutique-Hotels und Mitarbeiterbistros Einzigartige Standorte: Stephansplatz, Kohlmarkt, Albertina, Michaelerplatz in Wien bzw. Marienplatz in München
Gesellschaftsrechtliche Veränderungen
Die DO & CO Service GmbH mit Sitz in München wurde mit der DO & CO (Deutschland) Holding GmbH mit Sitz in Kelsterbach rückwirkend zum 01.04.2023 (Verschmelzungsstichtag) verschmolzen, wodurch die DO & CO Service GmbH aus dem Konsolidierungskreis ausschied.
1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.
1.3. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Umsatzerlöse der DO & CO Aktiengesellschaft sind um 6,24 m€ auf 47,05 m€ (VJ: 40,81 m€) gestiegen. 6,50 m€ davon sind auf höhere Weiterverrechnungen an Konzerngesellschaften, bedingt durch höhere Aufwendungen (Material-, Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen) zurückzuführen, wovon 2,24 m€ Overheads, 1,41 m€ Personalweiterverrechnungen und 2,85 m€ sonstige betriebliche Aufwendungen betreffen. -0,26 m€ kommen aus geringeren sonstigen Erlösen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 0,25 m€ auf 1,60 m€ gestiegen. Der Anstieg ist mit 0,6 m€ auf Erlöse aus Kursdifferenzen und geringeren Auflösungen von Rückstellungen von -0,33 m€ zurückzuführen.
Der Materialaufwand und die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind von 11,54 m€ im Vorjahr auf 13,41 m€ gestiegen. Der Anstieg in Höhe von 1,88 m€ ist größtenteils auf 1,91 m€ höhere Kosten, welche an Tochtergesellschaften weiterverrechnet werden, 0,22 m€ höherem Materialaufwand, 0,10 m€ höheren bezogenen Fremdleistungen und -0,36 m€ geringeren Personalweiterverrechnungen von Tochtergesellschaften zurückzuführen.
Die Personalaufwendungen sind um 5,69 m€ auf 21,71 m€ gestiegen. Bei den sonstigen freiwilligen Sozialaufwendungen gab es keine relevante Veränderung. Die Löhne und Gehälter sind um 4,62 m€ gestiegen. Der Personalstand ist auf Ø 163,5 FTE´s (VJ: 124,7) gestiegen.
Die Abschreibungen für das Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 0,65 m€ (VJ: 0,79 m€).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um -0,04 m€ von 14,41 m€ auf 14,38 m€ gesunken. Die größten Veränderungen zum Vorjahr gab es bei den folgenden Aufwendungen: -1,80 m€ IT und IT-Instandhaltung, -0,30 m€ Schadensfälle, +0,38 m€ Reisekosten, +0,89 m€ Beratungs-, +0,32 m€ Personaleinstellungs- und +0,34 m€ betriebliche Aufwände. Die restlichen -0,13 m€ verteilen sich über mehrere Arten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Das Betriebsergebnis beträgt somit -1,51 m€, im Vergleich zu -0,61 m€ im Vorjahr.
Das Finanzergebnis beträgt 15,73 m€ (VJ: 9,00 m€).
Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind die Erträge aus Beteiligungen um 3,91 m€ auf 13,29 m€ gestiegen, welche zur Gänze aus höheren Ergebnisüberrechnungen aus Tochtergesellschaften stammen. 0,78 m€ davon resultieren aus Ergebnisabführungsverträgen mit inländischen Tochtergesellschaften sowie, 3,12 m€ aus Erträgen aus Ausschüttungen von ausländischen Tochterunternehmen.
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sind von 10,55 m€ im Vorjahr um 6,79 m€ auf 17,34 m€ gestiegen. Der Anstieg ist auf Zinserträge von 5,35 m€ aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen, 1,42 m€ auf Zinserträge von Kreditinstituten zurückzuführen. Die restlichen 0,02 m€ verteilen sich über mehrere Arten von sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen. In den Zinserträgen aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen von 15,53 m€ im Geschäftsjahr 2023/2024 sind 12,05 m€ mit variabler Verzinsung enthalten, welche Anpassungen des Euribor bzw. der Primerate für USA berücksichtigt.
Die Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen sind von 6,84 m€ im Vorjahr auf 0,0 m€ gesunken.
Die Aufwendungen aus Finanzanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 4,68 m€ (VJ: 8,83 m€). Diese stammen nahezu zur Gänze aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen. Darin enthalten sind FX-Bewertungen in Höhe von -0,08 m€ und die Übernahme von Verlusten aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 4,76 m€.
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind um 1,27 m€ auf 10,22 m€ gestiegen.
Der Zinsaufwand für Anleihen von 6,00 m€ (VJ 5,23 m€) resultiert aus der im Geschäftsjahr 2020/2021 platzierten Wandelschuldverschreibung in Höhe von 100 m€.
Weiters sind Zinsen für Kredite in Höhe von 4,11 m€ (VJ 3,66 m€) und für die Aufzinsung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von 0,11 m€ (VJ 0,05 m€) enthalten.
Somit ergibt sich aus den oben beschriebenen Entwicklungen für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 14,22 m€ (VJ: 8,39 m€).
Der Steueraufwand steigt von 1,12 m€ auf 3,29 m€. Darin enthalten sind latente Steuern in Höhe von 2,08 m€ (VJ 0,76 m€) sowie Steuern auf das laufende Ergebnis in Höhe von 0,90 m€ und ein Steueraufwand für Vorperioden in Höhe von 0,31 m€.
Somit ergibt sich ein Jahresüberschuss von 10,94 m€ gegenüber dem Jahresüberschuss in Höhe von 7,27 m€ im Vorjahr.
Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft zum 31. März 2024 die Grundlage für die Ausschüttung einer Dividende. Dieser Jahresabschluss weist inklusive einer Auflösung von Gewinnrücklagen über 4,87 m€ (VJ 3,73 m€) und eines Gewinnvortrags aus Vorjahren über 0,69 m€, einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 16,50 m€ (VJ 11,00 m€) aus. Der Vorstand der DO & CO Aktiengesellschaft schlägt der Hauptversammlung am 25. Juli 2024 vor, den Bilanzgewinn der DO & CO Aktiengesellschaft auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende in Höhe von EUR 1,50 je dividendenberechtigter Aktie.
Der Netto-Geldzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 24,99 m€ (VJ: -11,71 m€).
Der Netto-Geldzufluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf 10,35 m€ (VJ 1,41 m€).
Der Netto-Geldabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 30,73 m€ (VJ: 22,36 m€).
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr von 293,98 m€ auf 302,59 m€ gestiegen. Die wesentlichen Änderungen stellen sich wie folgt dar:
Im Anstieg sind Umgliederungen aus den „sonstigen Forderungen Gruppe“ in Höhe von 7,02 m€ und 1,02 m€ zu Tochtergesellschaften in Groß Britannien und USA, sowie Ausleihungszuschreibung von 26,66 m€ an Tochtergesellschaften in USA und 0,06 an eine Tochtergesellschaft in der Schweiz enthalten.
Ausleihungen in der Höhe von 14,00 m€ an eine Tochtergesellschaft in Spanien, 4,75 m€ an eine Tochtergesellschaft in Groß Britannien, 1,00 m€ an eine Tochtergesellschaft in Polen und 6,39 m€ an Tochtergesellschaften in USA wurden getilgt.
Die Eigenkapital-Quote der DO & CO Aktiengesellschaft beträgt zum 31. März 2024 45,4 % (VJ: 30,9 %).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auf 247,85 m€ (VJ 258,34 m€) gesunken, welche in Höhe von 171,79 m€ eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben.
Die DO & CO Aktie verzeichnete an der Wiener Börse im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Kursgewinn von 28,6 % und schloss am 31. März 2024 mit einem Kurs von 138,40 €.
An der Istanbuler Börse verzeichnete die DO & CO Aktie ebenfalls einen deutlichen Kursanstieg von 120,6 % und schloss am 31. März 2024 mit einem Kurs von TRY 4.910,00.
Der Kursanstieg an der Wiener als auch an der Istanbuler Börse ist auf das organische Wachstum des Unternehmens, die gesteigerte Profitabilität und die Rückkehr der Geschäftstätigkeiten auf ein pre-Corona Level zurückzuführen. Auch der Gewinn bedeutender Neukunden und der Ausbau von Kapazitäten wirkten sich positiv auf den Aktienkurs aus.
Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Wiener Börse betrug im Geschäftsjahr 2023/2024 1.562 t€. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Istanbuler Börse betrug im Geschäftsjahr 2023/2024 1.605 t€. Damit liegt das Handelsvolumen an der Istanbuler Börse über jenem in Wien. Das Handelsvolumen beider Börsen gemeinsam betrug im Tagesdurchschnitt 3.167 t€ bzw. 25.579 Stück. Damit liegt das tägliche Handelsvolumen in t€ über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
1.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind wichtige Werttreiber eines Unternehmens, die den Unternehmenserfolg maßgeblich beeinflussen. Diese sind für DO & CO:
x Produktinnovation x Mitarbeiter x Kundenzufriedenheit x Beziehung zu Lieferanten
Das DO & CO Management ist hinsichtlich der Fortsetzung des erfolgreichen Weges der letzten Jahre zuversichtlich, dass dieser Fokus den Unternehmenserfolg auch zukünftig sichern wird. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards, Kundenorientierung sowie sehr gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Nutzung vorhandener Wachstumspotentiale dar.
Die MitarbeiterInnen der DO & CO Gruppe sind das größte Kapital des Unternehmens. Damit dieses Kapital auch in Zukunft weiterwachsen kann, legt DO & CO großen Wert auf kontinuierliche Personalentwicklung zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit. Die professionelle Ausbildung der MitarbeiterInnen des Eventteams in der hauseigenen DO & CO Academy stellt nicht nur die Qualität der DO & CO Dienstleistungen, sondern auch die Sicherheit der MitarbeiterInnen im Umgang mit dem notwendigen Equipment sicher. Für Schulungen werden u.a. neueste technische Mittel verwendet und die international tätigen Köche weltweit über Videoscreen geschult, um einen einheitlichen Standard in Produktpräsentation und –Vielfalt zu gewährleisten.
DO & CO verfügt über langjährige zufriedene Kunden basierend auf gemeinsam entwickelten Produkt- und Servicepaketen und der Flexibilität, auf Kundenwünsche einzugehen. Die Kundenzufriedenheit beweist sich immer wieder, wenn DO & CO neue Standorte für Airline Catering eröffnet und bestehende Kunden auch an diesen Standorten zu DO & CO wechseln.
DO & CO ist bestrebt die Geschäftsbeziehungen mit seinen Lieferanten langfristig einzugehen. Das setzt voraus, dass die Partnerschaft für beide Seiten eine gewinnbringende ist. Fairness bei der Preisgestaltung, Verlässlichkeit und Flexibilität bei Lieferung der Ware sind Werte, die die Geschäftsgebaren begleiten. Das gemeinsame Entwickeln von Produkten und Dienstleistungen stärkt die Loyalität und darüber hinaus das Verständnis unterschiedlicher Unternehmenskulturen aller Partner. Des Weiteren unterstützt der wertvolle Erfahrungsaustausch die Erreichung der hohen Qualitätsansprüche von DO & CO.
Darüber hinaus legt DO & CO größten Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. In seiner gesellschaftlichen Rolle strebt DO & CO nach einer stetigen Verringerung des Abfalls sowie einer Optimierung des Rohstoffverbrauchs. Strenge Abfallwirtschaftskonzepte für jeden einzelnen Standort, laufende Überprüfung der Abwassergrenzwerte und der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen und Abfällen sind daher selbstverständlicher Bestandteil der Unternehmensführung.
Im Rahmen der Holdingfunktion, die die DO & CO Aktiengesellschaft innehat, werden die folgenden nichtfinanziellen Kennzahlen im Detail berichtet:
Zum Stichtag 31. März 2024 waren gesamt 171,7 MitarbeiterInnen (Vollzeitäquivalent) angestellt; hiervon 78,3 männlich und 93,5 weiblich. Die Frauenquote betrug demnach 54,4 %. Die Anzahl der Personen in Führungspositionen belief sich auf 19,0; hiervon waren 13 Personen männlich und 6,0 MitarbeiterInnen weiblich. Der Anteil der Frauen mit Führungsverantwortung belief sich somit auf 31,6%. Neben der Gleichbehandlung von Frauen, die auch bei der Entlohnung manifestiert ist, wird besonderer Wert auf die Schaffung von Rahmenbedingungen für die Rückkehr in Führungspositionen nach Mutterschutz und Karenz gelegt.
Die DO & CO Aktiengesellschaft unterstützt Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Über das Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum BBRZ werden Personen vermittelt, die den praktischen Teil der Ausbildung bei DO & CO absolvieren können. Mittels dem Projektpraktikum Erasmus+ ermöglicht DO & CO jungen Schülern erste Erfahrungen in wirtschaftlichen Betrieben zu sammeln.
Ein besonderes Augenmerk wird weiters auf die Verhinderung von Korruption, die Einhaltung der wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen und die Einhaltung des Datenschutzes gelegt. Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind keine Verstöße gegen Korruptionsbestimmungen oder Wettbewerbsrecht bekannt.
Bezüglich detaillierterer Angaben hinsichtlich der Themenbereiche Qualitätsmanagement, Umweltschutz und Personalwesen wird auf die Ausführungen im konsolidierten nichtfinanziellen Bericht (Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024) verwiesen, welche auch für die DO & CO Aktiengesellschaft zutreffend sind.
Zu den Nicht-finanziellen Leistungsindikatoren ist DO & CO verpflichtet gemäß dem Nachhaltigkeitsund Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG), für das Geschäftsjahr 2023/2024 einen nichtfinanziellen Bericht zu veröffentlichen.
Dieser ist auf der Homepage (www.doco.com) abrufbar.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
2.1. Ausblick
DO & CO legt großen Wert auf qualitatives Wachstum mit hohem Fokus auf nachhaltige Margenverbesserungen. Dies ist nur mit Premiummarken sowie einem einzigartigen und innovativen Angebot, wie jenem von DO & CO, zu erreichen. Nachdem das Unternehmen die Auswirkungen der Corona-Pandemie vollständig überwunden hat, wird nun verstärkt der Schwerpunkt auf interne Effizienzsteigerungen gelegt. Über Maßnahmen im Bereich Prozessoptimierung sowie Kostenmanagement wurden bereits erste Ergebnisverbesserungen erzielt. An diese Erfolge will der Vorstand künftig anknüpfen, um einen weiteren Margenausbau sicherzustellen.
In allen Divisionen von DO & CO begünstigen Trends wie der wachsende Kundenfokus auf hochwertige, möglichst regionale Zutaten und frische Zubereitung vor Ort, den Wachstumskurs. Weitere Treiber des stetigen Wachstums der DO & CO Gruppe sind neben der laufenden Erweiterung des Kundenportfolios und der hohen Loyalität der Stammklientel auch die Expansion in neue Märkte.
Aufgrund strategischer Investitionen sowie passionierter MitarbeiterInnen mit einzigartigem Servicegedanken, ist DO & CO für weiteres Wachstum bestens aufgestellt.
Für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 ist der Vorstand überzeugt, den erfolgreichen Kurs der letzten Jahre fortsetzen zu können.
Die folgenden Ereignisse sind besonders hervorzuheben:
DO & CO expandiert im Airline Catering: Neuaufträge sichern Umsatzwachstum
Die Aussichten für die Flugbranche sind äußerst optimistisch, weil die Passagiernachfrage trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten stabil ist. Da Airlines außerdem zunehmend auf eine Differenzierung über Servicequalität setzen und insbesondere die Premium-Klassen First und Business Class und auch die “Premium Economy” als Wachstumssegment erachtet werden, ist eine verstärkte Nachfrage nach dem Produktportfolio von DO & CO zu erwarten. Es ist daher in der Division Airline Catering mit einem weiteren Umsatzanstieg zu rechnen, der nicht nur durch eine Erhöhung der Destinationen und Frequenzen von bestehenden Kunden, sondern auch durch den Gewinn von Neukunden bedingt ist. Zudem konnte DO & CO Ausschreibungen von Singapore ex Mailand, von Swiss Air und West Jet Airlines ex Seoul sowie von Hainan Airlines ex Wien für sich entscheiden.
Weiteres Wachstum des Airline Catering am US-amerikanischen Markt forciert
Ein Ausbau der DO & CO Kapazitäten in den USA findet derzeit am Standort New York JFK statt. Durch das neue Gebäude, das sich derzeit in Fertigstellung befindet, werden die Kapazitäten wesentlich erweitert und stehen ab Q1 2024/2025 für weitere Kunden zur Verfügung. Um das Wachstum in den Vereinigten Staaten noch stärker voranzutreiben, nimmt DO & CO aktuell an einer Vielzahl bedeutender Ausschreibungen teil und geht aktiv auf potenzielle Kunden zu.
VIP-Catering bei der Euro 2024
Mit der EURO 2024 in Deutschland wird DO & CO zum sechsten Mal in Folge Partner der UEFA bei einer Fußball-Europameisterschaft sein und zeichnet bei 51 Spielen in allen zehn Stadien für die Umsetzung der Hospitality- und Cateringprogramme für VIP und Partner verantwortlich. Zusätzlich wird DO & CO in der Münchner Allianz Arena ebenso das Catering für den Public Bereich übernehmen.
Vielversprechender Start der Formel 1-Saison 2024 mit sehr erfreulicher Auslastung Ende Februar bzw. Anfang März 2024 startete bereits die 33. Formel 1-Saison für DO & CO mit Testfahrten in Bahrain und den ersten Rennen der Saison in Bahrain und Saudi-Arabien. Die bereits ausgetragenen Rennen zeigten hervorragende Auslastungen und lassen eine besucherstarke F1- Saison erwarten. Als langjähriger Partner der Formel 1 im Paddock Club wird DO & CO diese Saison auf 22 Rennen in 17 Ländern abermals für Gourmet Entertainment der Extraklasse sorgen. Besonderes Highlight ist die Rückkehr des Grand Prix China nach einer 5-jährigen Pause.
DO & CO startet mit Catering im SAP Garden in München
Der SAP Garden im Münchner Olympiapark, die neue Heimatstätte des EHC Red Bull München, sowie zusätzliche Spielstätte des FC Bayern Basketball, wird eine der modernsten und innovativsten Multifunktionshallen in Europa. DO & CO ist stolz den Auftrag, um den exklusiven Catering-Vertrag für sich entschieden zu haben, zumal es auch von der etablierten Position des Unternehmens in München zeugt. Die Eröffnung der Halle ist für September 2024 geplant.
DO & CO bei SKI WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm
Während des Ski Weltcup Finales 2024, wurde der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 2025, die in Saalbach-Hinterglemm stattfinden werden, gelegt. DO & CO freut sich für die Verköstigung der VIP-Gäste verantwortlich zu sein. Aktuell werden im Laufe des 2-wöchigen Sportevents rund 10.000 VIP-Gäste erwartet.
Hohe Nachfrage insbesondere bei Großveranstaltungen
Eine loyale Stammkundschaft sowie viele Neukunden versprechen eine voll ausgelastete Eventsaison 2024/2025. Die Vorbereitungen für zahlreiche Events laufen bereits auf Hochtouren. Auch dieses Jahr versprechen die ATP-Tennis Turniere in Madrid und Wien, die Beachvolleyball Europameisterschaften sowie das Hahnenkammrennen in Kitzbühel besondere Höhepunkte der Eventsaison darzustellen. Weitere Highlights im Eventkalender 2024/25 sind neben der neuen Saison des FC Bayern München in der Allianz Arena ebenso die Konzerte im Olympiapark. Künstler wie „AC/DC“, „Metallica“, „Taylor Swift“ und „Coldplay“ lassen einen großen Besucherstrom erwarten.
Umbau- und Modernisierungsarbeiten in Haas Haus sowie Albertina Restaurant
Im Haas Haus und dem Albertina Restaurant, die sich beide in bester Wiener Innenstadt-Lage befinden, werden umfangreiche Neuerungen realisiert. So sind für das Haas Haus Umbauarbeiten in den beiden Restaurants sowie eine Modernisierung der Hotelzimmer geplant. Im Albertina Restaurant soll über die Sommermonate das Speisenangebot feinste asiatische Küche im Sharing Konzept umfassen.
Demel goes New York - berühmter Kaiserschmarrn bald in Manhattan
DO & CO verfolgt seine Expansionsabsichten am US-amerikanischen Markt weiter. Teil dieser Strategie ist die Eröffnung einer Demel Filiale in bester Lage in Manhattan in unmittelbarer Nähe zum Times Square. Es ist geplant, dass die traditionellen Produkte aus der K.u.K. Hofzuckerbäckerei und natürlich der besonders beliebte Wiener Kaiserschmarrn spätestens im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2024/2025 auch in New York erhältlich sein werden.
Restaurants, Cafés, Gourmet Retail und Airport-Gastronomie
Die Restaurants, Cafés und Hotels von DO & CO in Wien und München erfreuen sich sowohl bei einheimischen als auch bei internationalen Gästen weiterhin großer Beliebtheit. Ebenso befindet sich die Nachfrage im Gourmet-Einzelhandel, in den Airport-Lounges sowie in der Gastronomie am Flughafen Wien aufgrund des stetig zunehmenden Flugverkehrs auf Wachstumskurs. Der Vorstand geht für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 davon aus, dass an die Entwicklung der letzten Jahre angeknüpft werden kann und erwartet dementsprechend hervorragende Auslastungen in Hotels und Restaurants.
2.2. Chancen- und Risikomanagement
DO & CO eröffnen sich aufgrund seiner weltweiten Tätigkeit in den drei Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotels zahlreiche Chancen für eine positive Weiterentwicklung. Ebenso sieht sich das Unternehmen durch diese Diversifikation mit unterschiedlichen Risiken konfrontiert.
DO & CO kann zwar keine spezifischen Risiken oder deren Eintreten vorhersagen, aber kann vorausschauend handeln und sich auf ein ständig veränderndes Geschäftsumfeld vorbereiten. Diese Entwicklung wird vom Klimawandel, technischen Entwicklungen und deren Auswirkungen, einem sich entwickelnden regulativem Umfeld, geopolitischen Risiken, finanziellen Herausforderungen innerhalb unserer Lieferkette und Cyberkriminalität geprägt sein.
Im Hinblick auf die sich bietenden Chancen sind die folgenden Strategien hervorzuheben, die es dem Konzern ermöglichen, sich positiv weiterzuentwickeln.
Da die Marktposition in allen drei Geschäftsbereichen kontinuierlich gestärkt wird, sieht DO & CO ein breites Spektrum an operativen Entwicklungsmöglichkeiten.
Die Akquisition neuer Kunden wird als Chance betrachtet. Ebenso bietet die Erweiterung des Lieferumfangs mit bestehenden Kunden Chancen für DO & CO. Das kann sowohl durch das Angebot umfassenderer Leistungen an bestehenden Standorten als auch durch das Erbringen von Leistungen an zusätzlichen Standorten geschehen.
Basierend auf den Grundwerten von DO & CO, "Innovation, Qualität, Menschen", strebt das Unternehmen fortlaufend danach, Produkte und Dienstleistungen weiterzuentwickeln, um das Gourmet-Erlebnis seiner Kunden stetig zu verbessern und zu erweitern.
DO & CO betrachtet das Risikomanagement als ein wichtiges Instrument der Unternehmensführung. Es dient einerseits den langfristigen Bestand des Unternehmens zu sichern und andererseits auch Chancen zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Nutzung zukünftiger Erfolgs- und Wachstumspotenziale zu erkennen. Das Risikomanagement ermöglicht es, auf sich verändernde Rahmenbedingungen sowie auf daraus allenfalls ergebenden Chancen und Risiken zu reagieren.
Bei DO & CO wird Risikomanagement durch einen disziplinierten und kontinuierlichen Prozess zur Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Abschwächung von Risiken geleitet. Dies geschieht durch regelmäßige Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung, um sicherzustellen, dass Geschäftszyklen und Marktveränderungen angemessen berücksichtigt werden.
Zusammen mit der Geschäftsplanung, der Organisation, der Kostenkontrolle und der Budgetierung stellt dieser Prozess sicher, dass DO & CO sich möglicher oder erwarteter Ereignisse bewusst ist und durch einen proaktiven Ansatz im Risikomanagement darauf vorbereitet ist.
Ausgangsbasis des angewandten Risiko- und Chancenmanagementsystems sind die in der Chancen- und Risikopolicy standardisierten, konzernweiten Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme, die den Grundsätzen des Risikomanagements sowie den Risikostrukturen gemäß COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) entsprechen.
DO & CO verwendet ein Modell und einen Ansatz für das Risikomanagement im Unternehmen, bei dem Risiken und Chancen aus einer unternehmensweiten und strategischen Perspektive betrachtet werden. Das Unternehmen identifiziert, beurteilt, bewertet und mindert Unternehmensrisiken darunter Airline-spezifische Risiken, Mitarbeiter, Hygiene, Beschaffung, Recht, Finanzen, Umwelt, Soziales und Governance (ESG), Informationstechnologie sowie weitere relevante Aspekte.
Das Risiko- und Chancenmanagement wird als grundlegende Managementaufgabe gesehen und ist ein integraler Bestandteil aller Geschäftsprozesse. Dadurch wird eine schnelle Identifizierung sowohl von Risiken als auch von Chancen ermöglicht. Durch ein regelmäßiges internes Berichtswesen sind die Entscheidungsträger in das Risikomanagement eingebunden. Identifizierte Risiken und Chancen werden in Risiko- und Chancenfelder zusammengefasst und entsprechend den jeweiligen Verantwortlichkeiten an das zuständige Management verteilt. Für die identifizierten Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Bewältigung oder Nutzung definiert und anschließend durch das lokale Management vor Ort umgesetzt.
Für jedes Risiko wird im Einklang mit der Risikobereitschaft eine angemessene Reaktion formuliert. Dazu gehören Risikovermeidung, Risikominderung durch entsprechend konkrete Maßnahmen und Plänen oder Risikoakzeptanz.
Dem Prinzip der Diversifikation kommt besondere Bedeutung zu. Durch die weltweite Aktivität der Gruppe in 12 Ländern und die Aufteilung des Geschäfts in drei Divisionen werden spezifische Bedrohungen in einzelnen Märkten abgeschwächt. DO & CO schafft somit durch sein Geschäftsmodell einen zusätzlichen Risikoausgleich.
Durch die weitere Expansion und Diversifizierung von DO & CO hinsichtlich des Kundenportfolios und der Märkte verringert sich das Konzentrationsrisiko entsprechend.
Die Tätigkeit des Risikomanagements wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt. Dazu gehören eine zentrale Administration, das Controlling, die Rechtsabteilung und die Interne Revision. Durch die enge Zusammenarbeit mit Versicherungsunternehmen wird sichergestellt, dass versicherbare Risiken entsprechend abgedeckt sind.
Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurden insbesondere die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:
Krieg in der Ukraine
Da die in der Ukraine generierten Umsätze weniger als 0,01 % des Konzernumsatzes ausmachen, hat die nahezu gänzliche Stilllegung keine große negative Auswirkung auf Gruppenebene. DO & CO geht davon aus, dass nach der außerordentlichen Abschreibung im Geschäftsjahr 2021/2022 keine weiteren Wertminderungen von Vermögenswerten erforderlich sein werden.
Beschaffungsrisiken
Als Verarbeiter von Lebensmitteln ist DO & CO bei den eingesetzten Rohstoffen einem Beschaffungsrisiko ausgesetzt. Durch klimatische, logistische und andere Ereignisse wie politische oder wirtschaftliche Krisen kann es zu Lieferkettenschwierigkeiten kommen und Rohstoffe unter Umständen nur in geringeren Mengen verfügbar sein. Rohstoffknappheit und Lieferkettenschwierigkeiten aufgrund von Produktions- und Logistikeinschränkungen, Ausfälle bei Transporten sowie Inflation können ebenfalls zu Preiserhöhungen führen, welche nicht immer vollständig an die Abnehmer weitergegeben werden können. Teilweise können diese negativen Effekte jedoch durch abgeschlossene Fixpreisverträge abgefedert werden.
Rohstoffpreise fielen zwar im Geschäftsjahr 2023/2024, allerdings langsamer und weniger tief als erwartet. Insbesondere Energie und Elektrizität blieben auf einem erhöhten Niveau und bergen ein Risiko für weitere Verwerfungen. Auch der Ölpreis, welcher seit Juni mittels Förderungsreduzierung seitens OPEC+ um 25% zugelegt hat, kann weiterhin als Preistreiber gelten, zusammen mit Weizen- Lieferengpässen aus der Ukraine. Auch die gestiegenen Lohnkosten und die allgemeine Knappheit an Arbeitskräften sind ein Preistreiber für Rohstoffe. Im Jahr 2023 erreichten die Lebensmittelpreise, gemessen am Lebensmittelpreisindex Landwirtschaftsorganisation (FAO), auf das Niveau von 2021 zurück. der Ernährungsund
Durch langfristige Lieferbeziehungen, die Diversifizierung der Lieferanten und kontinuierliches Monitoring der Beschaffungsmärkte wird sichergestellt, dass die benötigten Rohstoffe permanent in höchstmöglicher Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar sind.
Insbesondere in der Türkei ist weiterhin ein signifikanter Anstieg der Inflationsrate zu verzeichnen. Die Inflation betrug 2023 64,8% und soll laut türkischer Zentralbank Ende 2024 nur mehr 36% betragen. Auf Basis dieser Entwicklung ist die Türkei als Hochinflationsland einzustufen, was Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage hat (nähere Informationen siehe Finanzbericht). Für nähere Details wird auf die entsprechenden Erläuterungen im Konzernanhang unter Abschnitt 3. Rechnungslegung in Hochinflationsländern verwiesen.
Liquiditätsrisiken
Der derzeitig bestehende Liquiditätsbedarf kann aus vorhandenen Zahlungsmitteln und bei Banken eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden.
DO & CO hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 zusätzliche Liquidität durch unbesicherte Darlehen in Höhe von 300 m€ aufgenommen. Die Testung des Financial Covenants erfolgt jährlich auf Basis der geprüften Net Debt to EBITDA Kennzahl für das jeweilige Geschäftsjahr. Bei Überschreiten der Net Debt to EBITDA Kennzahl von größer gleich 5,5 besteht das Risiko, dass die drei österreichischen Banken die Darlehen fällig stellen und die Liquidität dem DO & CO Konzern entziehen. Ausgehend von dem derzeitigen Verschuldungsgrad (Net Debt to EBITDA) iHv 1,07 sieht das Management bis zur tatsächlichen Fälligkeit der Finanzierungen kein vorzeitiges Kündigungsrisiko.
Eine enge Abstimmung zwischen unseren Geschäftseinheiten, dem Controlling und unseren Treasury-Teams stellt sicher, dass die Auswirkungen auf die Liquidität verstanden, quantifiziert und rechtzeitig und angemessen gesteuert werden.
Der derzeitig bestehende Liquiditätsbedarf kann aus vorhandenen Zahlungsmitteln und bei Banken eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden.
Zinsrisiken
Das Finanzierungsportfolio von DO & CO beinhaltet sowohl fix als auch variabel verzinste Verbindlichkeiten. Bei den fest verzinsten Verbindlichkeiten besteht das Risiko, dass durch einen Rückgang des Zinsniveaus zu einer negativen Anpassung des Marktwertes kommt. Bei den variabel verzinsten Verbindlichkeiten besteht das Risiko, dass durch einen Anstieg des Zinsniveaus zu einem negativen Einfluss auf den Cashflow und zu einem Abfluss des Liquiditätsbestands führen. DO & CO ist überwiegend fix finanziert oder durch derivative Instrumente von variabel auf fix umgestellt. Für nähere Details wird auf die entsprechenden Erläuterungen im Konzernanhang unter Abschnitt 10.3. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten Punkt Hedge Accounting verwiesen.
Die jüngsten Entwicklungen in der Zinslandschaft haben in Anbetracht des hohen Liquiditätsbestandes in der DO & CO Gruppe zu positiven Effekten im Zinsergebnis beitragen. Allerdings werden die positiven Entwicklungen im Zinsumfeld oft nur mit Verzögerung an die Kunden weitergegeben. Um diesen Nachteil zu vermeiden, steuert die DO & CO Gruppe aktiv ihre Liquidität innerhalb der Bankenlandschaft, unter Berücksichtigung des Gegenparteirisikos, um kurzbis mittelfristig durch Festgelder bessere Zinserträge zu erzielen.
Währungsrisiken
Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche, erzielt DO & CO einen bedeutenden Teil der Umsatzerlöse in Fremdwährungen. Im Berichtsjahr erzielte DO & CO einen erheblichen Anteil des Umsatzes in Fremdwährungen, hauptsächlich in TRY, USD und GBP.
Durch die Fakturierung in lokaler Währung, welcher immer Aufwendungen in der gleichen Währung und Fristigkeit gegenüberstehen, ist die Marge von DO & CO jedoch durch einen Natural Hedge abgesichert. Währungsschwankungen können lediglich absolute Auswirkungen auf Konzernumsatz und -ergebnis haben.
Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten so weit wie möglich ausgeschlossen werden.
Zum Abschlussstichtag hält die Gesellschaft keine Derivate zur Absicherung von Währungsrisiken im Bestand.
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/2024 war insbesondere ein deutlicher Verfall der türkischen Lira gegenüber dem Euro zu verzeichnen. Während die türkische Lira gegenüber dem Euro zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/2024 noch 20,86 EUR/TRY betrug, belief sich der Kurs Ende März 2024 nur mehr auf 34,85 EUR/TRY und ist damit um 38,3 % gefallen. Nachdem ein wesentlicher Teil der Kosten in lokaler Währung anfällt und die Fakturierung ebenfalls in türkischer Lira erfolgt, bleiben die Margen davon größtenteils unberührt. Seit dem 01.04.2022 gilt die Türkei außerdem als Hochinflationsland gemäß IAS 29.
Ausfallrisiken
Die Division Airline Catering kann auf eine stark gesteigerte Kundennachfrage zählen. Das Ausfallsrisiko von Kunden konnte auf ein geringes Restrisiko gesenkt werden.
DO & CO betreibt u. A. aufgrund der Qualität seines Kundenportfolios keine Kreditversicherung.
DO & CO minimiert das Risiko von Zahlungsausfällen durch zeitnahe und aktive Überwachung des Debitorenbuchs, um es so gering wie möglich zu halten.
Das Kreditrisiko der Kunden wird durch die tägliche Meldung der offenen Positionen zeitnah überwacht, wodurch eine rasche Reaktion auf eine veränderte Situation durch die Key Account Manager und die Debitoren-Teams ermöglicht wird.
Darüber hinaus wird versucht, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und die Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu kontrollieren.
Trotz dieser Vorkehrungen bleibt DO & CO dem Risiko ausgesetzt, dass das Zahlungsverhalten von Kunden aufgrund geopolitischer, wirtschaftlicher oder branchenspezifischer Entwicklungen wesentlich beeinflusst wird.
Weitere detaillierte Informationen zu Währungs-, Liquiditäts-, Ausfalls- und Zinsänderungsrisiken sind im Anhang (unter Abschnitt 6.6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Abschnitt 10.3. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten im Konzernanhang) zu finden.
Personalrisiken
DO & CO ist sich der Bedeutung seiner Mitarbeiter und der Risiken bewusst, die damit verbunden sind, nicht die richtigen Mitarbeiter zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben. Die Menschen sind es, die DO & CO ausmachen, die Kultur des Unternehmens prägen und für den anhaltenden Erfolg und das Wachstum als führendes Unternehmen in unseren Märkten entscheidend sind. Die künftige Entwicklung von DO & CO hängt von unserer Fähigkeit ab, Talente für alle operativen und administrativen Unternehmensbereiche zu gewinnen und die Mitarbeiter in ihrer Entwicklung persönlich und für das Unternehmen optimal zu fördern.
Eine unzureichende Rekrutierung, Einstellung und Bindung von Talenten, welche DO & CO Werte teilen, stellen immer ein Risiko für das Unternehmen dar und sind ein wiederkehrendes Diskussionsthema in allen DO & CO Betrieben. In den letzten zwölf Monaten hat DO & CO jedoch weiter aktiv Schritte unternommen und spezielle Teams eingerichtet, um die attraktiven Möglichkeiten innerhalb der Gruppe noch zugänglicher zu machen.
Die Einführung eines Global Applicant Tracking System hat es DO & CO nicht nur ermöglicht, die Rekrutierungsprozesse zu rationalisieren, sondern auch die Effizienz und die Liebe zum Detail durch die Zentralisierung des Employer Branding zu gewährleisten.
Auch im vergangenen Geschäftsjahr sah sich DO & CO weiterhin mit der Herausforderung des Fachkräftemangels in Schlüsselbereichen wie Köche, Service und Fahrer konfrontiert. Um diese Lücken zu schließen, wurde das Personal in den Learning & Development Teams aufgestockt und strukturierte Lernprogramme für Mitarbeiter aller Ebenen mit dem Schwerpunkt auf Up-Skilling entwickelt. Darüber hinaus wurde in den USA ein neues Leadership-Programm für Vorgesetzte eingeführt, das weltweit eingeführt werden soll.
Angesichts des Anstiegs der Lebenshaltungskosten und der Bewerberknappheit am Arbeitsmarkt überprüft DO & CO seine Vergütungspakete und Zusatzleistungen kontinuierlich und nimmt notwendige Anpassungen vor, um wettbewerbsfähig und auf den lokalen Märkten relevant zu bleiben.
Parallel dazu bietet DO & CO mit der Einführung des Werteprojekts eine Plattform zur Verbesserung der Strategie zur Einbindung der Mitarbeiter, zur Neudefinition der Mission, der Vision und der Werte sowie zur Verbesserung der Mitarbeitererfahrung.
Die weltweite Tätigkeit des Unternehmens, seine Diversifizierung in unterschiedliche Unternehmensbereiche und seine Präsenz auf allen Kontinenten bieten wertvolle Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung innerhalb des Unternehmens Dieser Wettbewerbsvorteil wird von den Recruiting-Teams des Unternehmens durch verschiedene Recruiting-Kanäle betont, darunter klassische Anzeigen, Social Media, Recruiting-Events, Messen, Direktansprache und andere.
In der Mitarbeiterentwicklung wird ebenfalls hohes Augenmerk auf ein breites Spektrum an Aufgaben und Tätigkeiten in unterschiedlichen nationalen und internationalen Funktionen gelegt, um den Mitarbeitern eine umfassende Ausbildung zu ermöglichen.
Spezifische Risiken und Entwicklungen der Airline Branche
Das Wachstum der Airline Branche hängt insbesondere von der weltpolitischen Situation ab und korreliert mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. So haben die Eskalation des Nahostkonflikts, der Krieg in der Ukraine sowie Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China, Einfluss auf die Flugbranche. Neben erheblichen Auswirkungen auf Flugrouten durch Luftraumsperrungen, können die durch Kriege bedingte Unsicherheiten im internationalen Reiseverkehr, einen Nachfragerückgang bedingen.
Wenngleich das Passagieraufkommen aufgrund eines Aufholbedarfs mit dem Ende der Corona- Pandemie trotz teurer Ticketpreise und hohen Inflationsraten kontinuierlich gestiegen ist, kann eine mögliche wirtschaftliche Abschwächung/Rezession dennoch negative Implikationen auf die Nachfrage haben. Es ist zwar weiterhin ein positiver Trend hinsichtlich Flugaufkommen zu erwarten, das Wachstum wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach aber deutlich verlangsamen.
Weiters haben die Klimadebatte, der Druck von Regierungen sowie der Öffentlichkeit, die COω- Emissionen zu reduzieren, und in alternative Treibstoffe zu investieren, mittelbar oder unmittelbar Auswirkungen auf das Segment Airline Catering von DO & CO.
Das Jahr 2023/2024 war zudem von einem Arbeitskräftemangel geprägt. Die Branche litt unter einem Mangel an qualifiziertem Personal, was zu Flugausfällen und Verspätungen sowie höheren Lohnkosten führte. Hinzu kamen Einschränkungen bei den Lieferketten und angebotsseitige Engpässe.
Nachdem wesentliche Teile des Umsatzes mit einigen wenigen Hauptkunden wie Turkish Airlines, British Airways, Iberia und Iberia Express, Delta Air Lines, Austrian Airlines, Emirates und Qatar Airways erwirtschaftet werden, ist ein Konzentrationsrisiko der Kunden gegeben.
Durch kontinuierliches Monitoring der Sicherheitslage einerseits und durch den laufenden Kontakt des Key Account Managements mit den Kunden andererseits kann auf sämtliche Veränderungen zeitnah reagiert werden. Zudem trägt die geographische Diversifizierung von DO & CO zur Risikostreuung bei.
Konjunkturelle Entwicklung
Die Aktivitäten von DO & CO sind stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten, und somit auf alle drei Divisionen hat.
Trotz der Abschwächung des Inflationsdrucks sehen sich die Haushalte weiterhin mit hohen Zinssätzen und einer Verbraucherinflation konfrontiert, während auf makroökonomischer Ebene eine Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums prognostiziert wird.
Das Segment Airline Catering ist jedoch wieder von starker Nachfrage geprägt. Auch die Segmente Event Catering und Restaurants, Lounges und Hotel konnten an das Niveau vor der Corona- Pandemie anschließen.
Risiken für die weitere Expansion und damit für den Umsatz von DO & CO stellen die permanente globale Bedrohung durch Terrorismus, politische Unruhen, Epidemien und Pandemien sowie die Veränderung der globalen politischen Landschaft, insbesondere die Zunahme protektionistischer Wirtschaftspolitik und die wachsende Gefahr militärischer Konflikte in einzelnen Regionen der Welt dar.
Die kontinuierliche globale Bedrohung durch Terrorismus, politische Unruhen, Epidemien und Pandemien sowie die Veränderungen in der globalen politischen und wirtschaftlichen Landschaft stellen Risiken für die weitere Expansion und den Umsatz von DO & CO dar. Insbesondere die Zunahme protektionistischer Wirtschaftspolitik und die wachsende Gefahr militärischer Konflikte in verschiedenen Regionen der Welt können die Geschäftstätigkeiten des Unternehmens beeinträchtigen.
Steigende Lebenshaltungskosten haben Auswirkungen auf die Verbraucher, indem sie zu einem geringeren verfügbaren Einkommen und einem veränderten Konsumverhalten führen.
DO & CO begegnet dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder weiterhin durch eine internationale Diversifikation sowie durch seine Aktivitäten in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder „Reporting Entity“ (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns in mit Profit Centern vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellt sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt.
ESG Risiken
ESG-Risiken (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) sind für die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum von Unternehmen zunehmend relevant. Eine der größten Herausforderungen im Bereich der Klimarisiken sind Kostensteigerungen aufgrund von regulatorischen Änderungen wie der Einführung einer CO2-Steuer oder Energieeffizienzanforderungen für Bürogebäude. Diese Maßnahmen sowie Vorschriften wie die EU-Verordnung zur Kreislaufwirtschaft und die britische Verordnung zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) fördern den Übergang zu einer kohlenstoffarmen und stärker kreislauforientierten Wirtschaft, erfordern jedoch kurzfristig erhebliche Anpassungskosten. Durch die Minimierung von Lebensmittelabfällen, die Entwicklung wiederverwendbarer Verpackungen und die Verbesserung unserer Umweltmanagementsysteme können diese Verordnungen als Grundlage für nachhaltige Verbesserungen genutzt werden.
Das Geschäftsmodell muss angepasst werden, und Investitionen in kohlenstoffarme Technologien, energieeffiziente Infrastrukturen und Prozesse sind erforderlich, um Abfälle zu minimieren und die Ressourcenrückgewinnung zu maximieren. Diese Veränderungen erhöhen zwar die Betriebskosten, doch der Druck von Regulierungsbehörden und der Öffentlichkeit sowie potenzielle Ressourcenknappheit schaffen einen starken Anreiz zur Anpassung.
Ein weiteres finanzielles Risiko ergibt sich aus dem hohen Energieverbrauch und steigenden Energiepreisen, verstärkt durch geopolitische Instabilität, die Energieversorgung und Preisspitzen beeinflusst. Diese Kosten wirken sich unmittelbar auf die Betriebskosten aus, insbesondere bei unerwarteten Preissteigerungen. Langfristig könnten steigende Energiepreise und anhaltend hoher Energieverbrauch die Rentabilität erheblich beeinträchtigen. Operative Risiken entstehen durch Ressourcenknappheit und schwankende Rohstoffpreise, die Lieferketten unterbrechen und Produktionskosten erhöhen, was die betriebliche Effizienz und Rentabilität beeinträchtigt.
Es besteht auch ein Reputationsrisiko durch Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen, die zur Belastung der biologischen Vielfalt beitragen, insbesondere durch nicht nachhaltige Praktiken in der Landwirtschaft und Wasserstress. Verstärkte Lieferantenaudits sollen Hochrisikolieferanten identifizieren, deren Praktiken zum Verlust der biologischen Vielfalt oder zu Wasserstress beitragen, was dem Ruf des Unternehmens schaden kann.
Die Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe, insbesondere bedingt durch die natürlichen Anforderungen wie Nacht- und Wochenendarbeit, können zu hoher Fluktuation führen und Schwierigkeiten bei der Rekrutierung sowie Fachkräftemangel verursachen. Dies wiederum könnte zu Ressourcenmangel und einer notwendigen Reduzierung der Produktion führen. Gut qualifizierte Mitarbeiter sind entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Daher ist es wichtig, diese Mitarbeiter zu halten, insbesondere um ihr Wissen an neue Mitarbeiter weiterzugeben.
Kurz- und mittelfristig wirken sich diese Risiken direkt auf Umsatz, Kosten, Finanzlage und Cashflow aus. Langfristig beeinflussen sie den Zugang zu Finanzmitteln und die Kapitalkosten, da Investoren und Kreditgeber zunehmend ESG-Kriterien berücksichtigen.
Rechtliche Risiken
Aufgrund der fortlaufenden Expansion sowie der globalen Tätigkeit von DO & CO sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene zu beachten. Besonders in den Bereichen Lebensmittelrecht, Hygiene, Abfallwirtschaft, Personalwesen, Datenschutz, Steuern und Abgaben, Finanzmarktrecht, Compliance sind die entsprechenden Regularien zu überwachen und zu beachten. Darüber sind die speziellen Richtlinien und Vorgaben von Kunden insbesondere in den Bereichen Airline Catering und International Event Catering zu beachten. Das Unternehmen setzt entsprechende Governance-Prozesse ein, um die Einhaltung sämtlicher Vorgaben zu gewährleisten und potenzielle Risiken rechtzeitig zu erkennen und und zu bewältigen. Zudem reagiert das Unternehmen zeitnah auf veränderte Rechtsvorschriften und integriert diese in seine Geschäftsprozesse. Die zentral organisierte Rechtsabteilung überwacht dazu gemeinsam mit externen Beratern die rechtlichen Entwicklungen und Neuerungen.
Die Missachtung gesetzlicher Vorschriften sowie die Nichteinhaltung vertraglicher Vereinbarungen durch DO & CO können den Konzern durch Verwaltungsstrafen und Schadenersatzforderungen erheblich belasten. Darüber hinaus ist DO & CO dem Risiko wirtschaftlich motivierter Nichteinhaltung bzw. einseitiger Änderungen vertraglicher Verpflichtungen durch Kunden ausgesetzt. Diesen Risiken wird durch eine zentral organisierte Rechtsabteilung, strukturiertem Vertragsmanagement und regelmäßiger Evaluierung der Verträge entgegengewirkt.
Haftungsrisiken aus Schäden, die trotz implementierter Vorkehrungen zur Schadensvermeidung nicht verhindert werden konnten, werden im gesamten Konzern weitgehend durch den Abschluss spezifischer Versicherungen auf ein Minimum reduziert.
Cyber- und Informationstechnologie-Risiken
Die Anwendung von Informationstechnologie ist ein wesentlicher Faktor des Unternehmens, um Marketing-, Betriebs-, Finanz- und Business-Support-Prozesse effektiv durchführen zu können. Eine Unterbrechung der IT-Systeme und -Prozesse birgt daher das Potenzial erhebliche Auswirkungen auf kritische DO & CO Geschäftsprozesse.
Die Migration der zentralen IT-Umgebung in die Cloud hat die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkungen einer Unterbrechung der Infrastruktur aufgrund von Geräte- und Komponentenausfällen erheblich verringert, da sie eine widerstandsfähige und wiederherstellbare Plattform für den IT-Betrieb bietet.
Jegliche Informationstechnologie birgt potenzielle Risiken durch Cyberkriminalität. Erfolgreiche Angriffe könnten die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von IT-Systemen und Daten beeinträchtigen und gefährden. Zu den möglichen Auswirkungen von Cybervorfällen zählen Betriebsunterbrechungen, Datenverluste, Vertragsstrafen, Reputationsverluste, Bußgelder und rechtliche Haftungen.
Zusätzlich unterliegt DO & CO EU- und internationalen regulatorischen Anforderungen bezüglich Datenschutz und Cybersicherheit, deren Nichteinhaltung wirtschaftliche Auswirkungen auf das Unternehmen nach sich ziehen könnte.
DO & CO hat zahlreiche Cybersicherheitsmaßnahmen implementiert, um die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkungen von Cyber-Risiken zu reduzieren., Darüber hinaus wird durch strukturierte Kommunikation eine Kultur des Cyber-Bewusstseins auf allen Ebenen innerhalb der Organisation aufgebaut.
Risiken aufgrund von epidemischen und pandemischen Erkrankungen
Die COVID-19-Pandemie und frühere regionale Ausbrüche haben gezeigt, wie empfindlich sowohl der Luftverkehrs- als auch der Gastgewerbe- und Tourismussektor auf Gesundheitskrisen und die daraus resultierenden Maßnahmen und Einschränkungen für Verbraucher, Reisende und Mitarbeiter reagieren.
Obwohl derzeit keine aktuelle Risikobedrohung vorliegt, beobachtet das Unternehmen mögliche Veränderungen genau, um epidemische oder pandemische Gefährdungen frühzeitig identifizieren und bestmöglich angemessene Maßnahmen setzen zu können.
Reputationsrisiken
Möglichen Schäden an der Marke und dem Ruf von DO & CO wird mit entsprechendem Risikomanagement entgegengewirkt. Dieses gewährleistet einen einheitlichen Standard für die Identifikation, Bewertung und Steuerung von Reputationsrisiken.
Die Mitarbeiter sind die wichtigsten Botschafter der Marke DO & CO und seiner Unternehmenskultur. Das Unternehmen sieht es als seine Aufgabe in der Bewusstmachung der Verantwortung, die damit verbunden ist. Die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie Berichterstattung möglicher Reputationsrisiken obliegt den nationalen und internationalen Geschäftsbereichsleitungen. Wird ein potenzielles Reputationsrisiko erkannt, so wird ein zentral gesteuerter Risikomanagementprozess in Gang gesetzt, welcher alle erforderlichen Aktivitäten beinhaltet, um jeglichen Imageschaden und damit verbundene Schäden von DO & CO abzuwenden.
Hygienerisiken
DO & CO arbeitet an allen Standorten gemäß den höchsten nationalen und internationalen Lebensmittel- und Hygienestandards.
In all seinen Produktionseinheiten verfügt DO & CO über spezielle Qualitätssicherungsteams, welche die Einhaltung dieser Vorgaben schulen, implementieren, überprüfen und entsprechende Maßnahmen setzen.
Um den hohen hygienischen Standard der von DO & CO produzierten Speisen sicherzustellen, wurden in allen Geschäftsbereichen Risikoanalysen im Rahmen der Weiterentwicklung des bestehenden HACCP–Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und auf Basis dieser Analysen Maßnahmen in Form von konzernweiten Hygienerichtlinien zur Beherrschung bzw. Minimierung der Risiken umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch ein international tätiges Qualitätssicherungsteam permanent überwacht und entsprechend den neuesten internationalen Erkenntnissen weiterentwickelt.
Schadensrisiken
Dem Schadenspotenzial durch Feuer, Sturm, Überschwemmungen und Erdbeben wird durch entsprechende Sicherheits- und Katastrophenschutzmaßnahmen sowie Notfallpläne entgegengewirkt, welche regelmäßig trainiert und adaptiert werden. Diese Risiken sind durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.
Risiken des Ausfalles von Produktionsanlagen
Zur Minimierung des Ausfallrisikos bei kritischen Produktionsanlagen (Großküchen, Kühlhäusern) werden permanent gezielte, umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequente, vorbeugende Instandhaltung, risikoorientierte Reserveteillagerung sowie umfassende Schulungen von MitarbeiterInnen sind weitere zentrale Maßnahmen zur Risikoreduktion im Produktionsanlagenbereich.
Strikte Hygienemaßnahmen, proaktive Information der MitarbeiterInnen, die Zurverfügungstellung von Schutzausrüstung und verpflichtende periodische Gesundheitschecks minimieren das Risiko eines Ausfalles von Mitarbeitern sowie damit einhergehender Beeinträchtigungen der Produktionsprozesse.
Akquisition und Integration von Unternehmen
Eines der strategischen Ziele der DO & CO Gruppe besteht darin, sowohl organisch als auch anorganisch zu wachsen, indem Unternehmen erworben werden, die dem das strategischen Portfolio des Unternehmens entsprechen. Zu diesem Zweck wurden und werden Unternehmen erworben und in die DO & CO Gruppe integriert. Im Zuge dieses Prozesses ergeben sich zahlreiche Herausforderungen, um die angestrebten Ziele zu erreichen und entsprechende Risiken bei der Post-Merger-Integration zu vermeiden.
Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur unterstützen, neue MitarbeiterInnen mit den hohen Qualitätsstandards des Produktes und der persönlichen Dienstleistung vertraut zu machen und dauerhaft zu verankern. Bereits erfolgreich abgeschlossene Unternehmensintegrationen dienen als Grundlage für erfolgreiche zukünftige Projekte.
Risiken aufgrund von Terror und politischen Unruhen
Politische Unruhen und Instabilität, Terroranschläge und Terrorbedrohung führen zu gesteigerten Sicherheitsrisiken in den Geschäftsbereichen und Ländern, in denen DO & CO tätig ist. Den Bereich Luftfahrt treffen diese Risiken direkt durch Einschränkungen und Veränderungen des Flugbetriebes sowie indirekt durch verändertes Reiseverhalten.
Darüber hinaus ist der Bereich von Großevents potenziell von kurzfristigen Absagen oder Verschiebungen aufgrund politischer Veränderungen oder konkreter Terrorwarnungen betroffen.
Um hier Auswirkungen auf die finanzielle Struktur des Unternehmens zu vermeiden, betreibt DO & CO aktives Monitoring, um Entwicklungen in den Regionen, in denen DO & CO agiert, bereits im Vorfeld einschätzen zu können und Präventivszenarien für den Fall etwaiger Beeinträchtigungen zu entwerfen. Notwendige Sicherheitsmaßnahmen richten sich dabei nach der Wahrscheinlichkeit und Auswirkung eines Schadensereignisses.
Bei der Erstellung umfassender Sicherheitsanalysen für das Unternehmen und dessen Kunden greift DO & CO auf die von nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden zur Verfügung gestellten Informationen zurück.
Risiken aufgrund von Naturkatastrophen
Umweltrisiken können sich plötzlich und ohne Vorwarnung konkretisieren, wie Ereignisse in der Vergangenheit immer wieder gezeigt haben. Derartige Ereignisse sind nicht beeinflussbar und können den Flugverkehr einer gesamten Region ganz oder teilweise lahmlegen.
Das spezifische Risiko einer langfristigen und großflächigen Luftraumsperrung und der damit verbundenen umfangreichen Flugausfälle durch die Vertragspartner wird in enger Zusammenarbeit mit den Fluggesellschaften, den Luftfahrtbehörden (EASA) und dem internationalen Flugwetterdienst eng überwacht.
Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation
Im Geschäftsjahr 2023/2024 stand im Zeichen der weiteren globalen Expansion. Dank der umsichtigen Maßnahmen des Managements und des Engagements aller Mitarbeiter auf der ganzen Welt während der Pandemie haben sich bewährt und dem Unternehmen ermöglicht, in neuer Struktur gut gerüstet in die Zukunft zu gehen und die nächsten Schritte zu beschreiten.
Risiken und Herausforderungen bestehen weiterhin, insbesondere durch den Inflationsdruck auf die Lieferketten, die Anforderungen höchster Sicherheits- und Hygienestandards sowie neuer Risiken aufgrund der raschen digitalen Entwicklung.
Die Gewinnung, Einstellung, Bindung und Entwicklung von Mitarbeitern auf allen Ebenen ist ein entscheidend für nachhaltiges Wachstum. An allen Standorten bleiben die Arbeitsmärkte sehr herausfordernd. Dies erfordert neue Ansätze und Strategien, um die besten Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen und zu halten.
Trotz einer soliden Finanzrisikomanagementkultur und eines entsprechenden Rahmens bleiben finanzielle Restrisiken wie Wechselkurs-, Liquiditäts-, Ausfall- und Zinsrisiken bestehen.
Die Zunahme von Cyber-Attacken und die Weiterentwicklung entsprechender Methoden führen trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen zu einem Anstieg der IT-Risiken, denen entsprechend entgegengewirkt werden muss.
Grundsätzlich ist der Vorstand weiterhin von der Wirksamkeit des Chancen- und Risikomanagementsystems überzeugt und strebt ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken an.
Den Fortbestand des Unternehmens sieht der Vorstand nicht gefährdet.
3. Bericht über Forschung und Entwicklung
Im Rahmen der Erstellung und Optimierung von Servicekonzepten für Kunden wird im Unternehmen Forschung und Entwicklung im Bereich von Speisen und Design für Verpackungen, Geschirr und Equipment betrieben.
4. Internes Kontrollsystem
Der Vorstand nimmt seine Verantwortung hinsichtlich der Ausgestaltung eines internen Kontrollund Risikomanagementsystems, des Rechnungslegungsprozesses sowie der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wahr.
Das interne Kontrollsystem (IKS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt die Vollständigkeit, Aktualität und Zuverlässigkeit der Finanzinformationen sowie der Datenverarbeitungs- und Berichterstattungssysteme sicher.
DO & CO verfügt über ein internes Kontrollsystem, das Richtlinien, Prozesse, Aufgaben, Kontrollen, Überprüfungen und Verhaltensweisen sowie andere Aspekte der Organisation und des Managements umfasst.
Ein effektives internes Kontrollsystem hilft DO & CO bei der Gestaltung und Aufrechterhaltung effektiver Front-Office- und Back-Office-Abläufe, indem es das Unternehmen in die Lage versetzt, kommerzielle, operative, IT-, Finanz-, Compliance- und andere Risiken, die das Erreichen der Unternehmensziele gefährden könnten, zu identifizieren, zu bewerten und angemessen darauf zu reagieren.
Als Teil der Finanz- und Kontrollfunktionen gewährleistet das Interne Kontrollsystem die Qualität, Aktualität und Genauigkeit der internen und externen Berichterstattung, indem es die Vollständigkeit und Genauigkeit der Erstellung und Führung von Aufzeichnungen und Konten sowie die Verarbeitung von Finanzinformationen sicherstellt.
Das IKS gewährleistet auch die Einhaltung aller geltenden Gesetze und Vorschriften sowie der DO & CO Richtlinien.
DO & CO unterhält und stärkt das IKS, um wirksame und verbesserte interne Kontrollen im Zusammenhang mit der Rechnungslegung zu gewährleisten, um sicherzustellen, dass die Jahresabschlüsse den Vorschriften entsprechen.
Darüber hinaus wird das IKS kontinuierlich verbessert, um die Effizienz und Effektivität der wichtigsten Prozesse zu unterstützen und die Einhaltung aller (gesetzlichen und sonstigen) Vorschriften zu gewährleisten.
Die Zuständigkeiten für das interne Kontrollsystem werden kontinuierlich an die Unternehmensorganisation angepasst, um ein anforderungsgerechtes und zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten. Die Zentralfunktionen Konzernrechnungswesen und Konzerncontrolling sind für die Ausgestaltung der konzerneinheitlichen Richtlinien sowie die Organisation und Kontrolle der Rechnungslegung im Konzern verantwortlich.
Die Einhaltung der Verfahren zur Erfassung, Buchung und Abrechnung von Geschäftsvorfällen wird regelmäßig durch geeignete organisatorische Maßnahmen und eine objektive Prüfung durch die Interne Revision überwacht, die dem Verwaltungsrat ein unabhängiges Urteil über die Vollständigkeit und Wirksamkeit der internen Kontrollen innerhalb der Organisation abgibt.
Alle Kontrollmaßnahmen werden auf den gesamten laufenden Geschäftsprozess angewendet. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Überprüfung der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management über die gezielte Abstimmung der Konten bis hin zur Analyse der laufenden Rechnungslegungsprozesse. Die mit dem Rechnungslegungsprozess zusammenhängenden Bereiche sind in qualitativer und quantitativer Hinsicht angemessen ausgestattet.
Die verwendeten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend optimiert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die IT-Sicherheit besonderes Augenmerk gelegt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird durch entsprechende Berechtigungskonzepte der Zugriff auf die Unternehmensdaten geschützt. Diese restriktive Vergabe ermöglicht eine Trennung von sensiblen Tätigkeiten.
Das Interne Kontrollsystem für Daten- und IT-Systeme ist in das gesamte IKS von DO & CO integriert und basiert auf Standards und Best Practice, wie z.B. den IT-Governance-Kontrollen aus dem COBIT-Framework, und unterliegt einer unabhängigen Überprüfung seiner Wirksamkeit durch die Interne Revision.
Eine angemessene personelle Ausstattung mit den richtigen Kompetenzen, der Einsatz von adäquater Software sowie klare gesetzliche Vorgaben bilden die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess.
Die Finanzberichterstattung an den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie an das mittlere Management erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah.
Das Konzernrechnungswesen ist zentraler Ansprechpartner in allen Bilanzierungsfragen sowohl auf Einzelgesellschafts- wie auf Konzernebene. Ihm obliegt auch die Erstellung des Konzernabschlusses unter Zuhilfenahme einer anerkannten Konsolidierungssoftware. Das Einspielen der Einzelabschlüsse und Erstellen des Konzernabschlusses samt Anhangangaben wird begleitet durch zahlreiche Kontrollen, die die Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten sicherstellen. Ein Konzernhandbuch, in dem die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze von DO & CO festgelegt sind und das laufend aktualisiert wird, stellt die einheitliche Verarbeitung, Bilanzierung und Bewertung der Geschäftsfälle sicher und reduziert das Risiko der unterschiedlichen Vorgehensweisen innerhalb des Konzerns. Die Bilanzierung nach der aktuellen Rechtslage wird durch die laufende Fortbildung der MitarbeiterInnen sichergestellt. Bei der bilanziellen Abbildung komplexer Sachverhalte zieht DO & CO zur Unterstützung externe Dienstleister hinzu, um deren ordnungsgemäße Abbildung im Jahres- und Konzernabschluss zu gewährleisten. Das gilt etwa für die Akquisitionen von Unternehmen, die Risiken aus der Zusammenführung unterschiedlicher Buchungssysteme sowie Bewertungsrisiken bergen. Für bestimmte Bewertungen (z.B. Pensionsund Abfertigungsverpflichtungen) bedient sich die Gesellschaft der Expertise von Sachverständigen.
Um betrügerische Handlungen und Missbrauch zu vermeiden, werden Funktionstrennungen sowie laufende und nachgelagerte Kontrollen im Sinne eines "Vier-Augen-Prinzips" durchgeführt. Regelmäßige Prüfungen durch die interne Revision sorgen für eine ständige Verbesserung und Optimierung der Prozesse.
Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann kein internes Kontrollsystem die Erreichung der gesetzten Ziele mit absoluter Sicherheit garantieren. Aufgrund der Ausgestaltung des implementierten Kontrollsystems und dessen ständiger Weiterentwicklung sieht DO & CO das Risiko einer fehlerhaften Erstellung des Jahresabschlusses als begrenzt an.
Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)
1. Zum Bilanzstichtag 31. März 2024 hat das Grundkapital 21.921.906.-- € betragen und war in 10.960.953 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Zum Tag der Aufstellung des Lageberichts 21. Juni 2024 beträgt das Grundkapital 21.954.414,-- € und ist in 10.977.207 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. (Siehe dazu die Ausführungen in Punkt 7.) Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen. 2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern enthalten sind, sind dem Vorstand derzeit nicht bekannt. 3. Zum Bilanzstichtag hat die Attila Dogudan Privatstiftung 30,10 % am Grundkapital der Gesellschaft gehalten. Die Attila Dogudan Privatstiftung hat nach dem Bilanzstichtag weitere Aktien der Gesellschaft erworben. Zum Tag der Aufstellung des Lageberichts am 21. Juni 2024 hält die Attila Dogudan Privatstiftung 30,06 % am Grundkapital der Gesellschaft. (Siehe dazu auch die Ausführungen in Punkt 7.) 4. Es gibt derzeit keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten. 5. DO & CO MitarbeiterInnen, die im Besitz von Aktien der Gesellschaft sind, üben ihr 6. Stimmrecht unmittelbar bei der Hauptversammlung aus. Es gibt keine Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstandes, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben. Für eine Änderung der Satzung, die nicht eine bedingte Kapitalerhöhung, ein genehmigtes Kapital oder eine ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung zum Gegenstand hat, genügt die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %). Der Aufsichtsrat kann Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, beschließen. 7. Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 15. Jänner 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis fünf Jahre ab dem 15. Jänner 2021 gemäß § 174 AktG Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu 100.000.000,-- €, mit denen Bezugs- und/oder Umtauschrechte auf bis zu 1.350.000 Stück auf Inhaber lautender Aktien der Gesellschaft verbunden sind, auch in mehreren Tranchen auszugeben. Für die Bedienung der Bezugs- und/oder Umtauschrechte kann der Vorstand das in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 15. Jänner 2021 neu geschaffene bedingte Kapital verwenden. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen der Wandelschuldverschreibungen waren vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die auszugebenden Wandelschuldverschreibungen iSd § 174 (4) AktG wurde ausgeschlossen. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung vollständig Gebrauch gemacht; es wurden Wandelschuldverschreibungen der Gesellschaft mit einem Gesamtnennbetrag von 100.000.000,-- € ausgegeben. Das Grundkapital der Gesellschaft ist gem. § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu 2.700.000,-- € durch Ausgabe von bis zu 1.350.000 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 15. Jänner 2021 bedingt erhöht („Bedingtes Kapital 2021“). Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. In dem am 31. März 2024 endenden Geschäftsjahr der Gesellschaft wurden insgesamt 1.011.081 neue Stückaktien der Gesellschaft aus dem Bedingten Kapital 2021 an
Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, die von ihrem Bezugs- bzw. Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch gemacht haben, ausgegeben. Durch die Ausgabe dieser 1.011.081 neuen Stückaktien hat sich die Anzahl der Aktien der Gesellschaft von 9.949.872 Stückaktien auf insgesamt 10.960.953 Stückaktien und das Grundkapital der Gesellschaft von 19.899.744,-- € auf 21.921.906,-- € erhöht. Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag (31. März 2024) und dem Tag der Aufstellung des Lageberichts 21. Juni 2024 wurden insgesamt weitere 16.254 neue Stückaktien der Gesellschaft aus dem Bedingten Kapital 2021 an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, die von ihrem Bezugs- bzw. Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch gemacht haben, ausgegeben. Durch die Ausgabe dieser weiteren 16.254 neuen Stückaktien hat sich die Anzahl der Aktien der Gesellschaft von 10.960.953 Stückaktien auf insgesamt 10.977.207 Stückaktien und das Grundkapital der Gesellschaft von 21.921.906,-- € auf 21.954.414,-- € erhöht.
Der Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren ab dem 1. August 2018 ermächtigt, a) gem. § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu weitere 2.000.000,-- € durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 Stück neue, auf Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzusetzen,
b) vorbehaltlich eines Ausschlusses des Bezugsrechtes gem. lit. c) die neuen Aktien allenfalls im Wege des mittelbaren Bezugsrechtes gem. § 153 Abs 6 AktG den Aktionären zum Bezug anzubieten,
c) mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbes von Unternehmen und Betrieben oder Teilen hiervon oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland erfolgt oder (ii) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder (iii) um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.
Der Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren ab dem 27. August 2020 ermächtigt, a) gem. § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu weitere 1.948.800,-- € durch Ausgabe von bis zu 974.400 Stück neue, auf Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzusetzen,
b) vorbehaltlich eines Ausschlusses des Bezugsrechtes gem. lit. c) die neuen Aktien allenfalls im Wege des mittelbaren Bezugsrechtes gem. § 153 Abs 6 AktG den Aktionären zum Bezug anzubieten,
c) mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlage in einer oder mehreren Tranchen erfolgt und die neuen Aktien einem oder mehreren institutionellen Investoren im Rahmen einer Privatplatzierung angeboten werden und die unter Ausschluss des Bezugsrechtes ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % (zehn Prozent) des im Zeitpunkt dieser Satzungsänderung im Firmenbuch eingetragenen Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten oder (ii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbes von Unternehmen und Betrieben oder Teilen hiervon oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland erfolgt oder (iii) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder (iv) um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.
8. Der Vorstand ist für die Dauer von 30 Monaten ab 20. Juli 2023 ermächtigt,
a) auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft sowohl über die Börse oder durch öffentliches Angebot als auch auf andere Art, und zwar auch nur von einzelnen Aktionären oder einem einzigen Aktionär, zu einem niedrigsten Gegenwert von EUR 2,-- (Euro zwei) je Aktie und einem höchsten Gegenwert von EUR 150,-- (Euro einhundertfünfzig) je Aktie zu erwerben. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 UGB) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
b) Den Erwerb über die Börse oder durch öffentliches Angebot kann der Vorstand der DO & CO Aktiengesellschaft beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Jede andere Art des Erwerbes unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Im Falle eines Erwerbes auf andere Art als über die Börse oder durch öffentliches Angebot kann dieser auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts der Aktionäre durchgeführt werden (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss).
c) Der Vorstand wird für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung gemäß § 65 Abs 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art zu veräußern oder zu verwenden als durch Veräußerung über die Börse oder durch öffentliches Angebot und hierbei auch das quotenmäßige Kaufrecht der Aktionäre auszuschließen (Ausschluss des Bezugsrechts) und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 UGB) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. d) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlichenfalls das Grundkapital durch Einziehung dieser eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 65 Abs 1 Z 8 letzter Satz iVm § 192 AktG herabzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen. 9. Es bestehen Vereinbarungen mit Abnehmern von Leistungen des DO & CO Konzerns, die diese Abnehmer berechtigen, im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft das Vertragsverhältnis teilweise oder zur Gänze aufzukündigen. Eine namentliche Bekanntgabe dieser Vereinbarungen erfolgt nicht, weil eine solche der Gesellschaft erheblich schaden würde. 10. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.
Wien, am 21. Juni 2024
Der Vorstand
Attila DOGUDAN e.h. Vorsitzender
Attila MarkÖOGUDAN e.h.
Bettina HöFINGER e.h.
Johappes ECHEVERRIA e.h.
Mustafa SerdaKERDEN e.h.