Inhaltsverzeichnis
Magirus Lohr GmbH
1. Geschäftsverlauf 2024 und wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die positive Entwicklung der letzten Jahre konnte auch im Geschäftsjahr 2024 fortgesetzt werden. Durch den Umstand, dass Mitte des Jahres der BBG-Rahmenvertrag endete, nutzten zahlreiche Kunden noch die Möglichkeit, zum Teil durch Vorziehung, aus diesem Titel ein Fahrzeug anzuschaffen. Dies führte dazu, dass ein enormer Zuwachs bei den Auftragseingängen zu verzeichnen war, was sich am Jahresende mit unglaublichen 217 Auftragseingängen niederschlug. Einen wesentlichen Anteil hatte der Sammelabruf des Landesfeuerwehrverbandes Niederösterreich, wo erstmalig 48+4 baugleiche Fahrzeuge bestellt wurden. Parallel dazu gelang ähnliches im Bereich der Drehleitern und letztlich in der Feuerwehrausrüstung, wo ebenfalls im Rahmen des BBG-Rahmenvertrages erstmalig mit Rettungsgeräten und Generatoren das Osterreichische Bundesheer als Kunde gewonnen werden konnte.
Den negativen Einflüssen der Inflation wurde durch Preisanpassungen und Effizienzsteigerungen begegnet, welche zunehmend ab Ende des Sommers in den Einzelergebnissen bei den gelieferten Fahrzeugen zu erkennen war. Die zunehmende Entwicklung wurde auch von der Konzernmutter sehr positiv aufgenommen. Und so wurde Mitte des Jahres gemeinsam mit der Führung des Mutterunternehmens ein Entwicklungsplan erarbeitet, der vorsieht, dass Magirus Lohr eine zunehmend gewichtigere Rolle zukommt. Dabei gab es eine klare Zusage, das in Zukunft die neue Modellreihe „FLEX“ für weltweite Aufträge am Standort produziert werden wird. Dies wurde auch in den letzten Dezembertagen nach ersten Kontakten und erfreulich positiven Signalen mit dem zukünftigen Eigentürmer Mutares bestätigt. Da sich die Magirusgruppe ab Jänner nicht mehr im Eigentum von IVECO befinden wird, wurden sämtliche Fahrgestelle frühzeitig bestellt bzw. abgerufen, um den zu erwartenden Preissteigerungen zuvor-zukommen, was gleichzeitig zu einem starken Anstieg des Lagerbestandes führte. Dies wird sich im kommenden Jahr jedoch wieder normalisieren, da sämtliche Fahrzeuge für im Jahr 2025 zu liefernde Aufträge bestimmt sind.
Die Ergebnisse der bereits durchgeführten Maßnahmen zur Optimierung und Verbesserung überzeugten die Konzernführung in Ulm und so wurde eine Erweiterung der Produktion und damit einher gehend, die Errichtung eines eigenen Logistik-HUB’s beschlossen. Ab Juli wurde das Projekt Logistik-NEU in Angriff genommen und es konnte innerhalb von zwei Monaten ein geeigneter Standort gefunden und somit angemietet werden. Damit wurde dann auch umgehend mit der Umsetzungsphase begonnen. Sämtliche bestehenden Lagerorte wurden mit dem neuen Logistik-HUB zusammengeführt, womit gleichzeitig am Standort in Premstätten zusätzliche Produktions- und Serviceflächen frei wurden. Die Umsetzung konnte in der geplanten Zeit durchgeführt werden, führte aber natürlich zu zusätzlichen Kosten, welche sich auf das Jahresergebnis auswirkten. Die begonnene Ausweitung von Service- und Produktionsbereich führte zu erheblichen weiteren Kostensteigerungen insbesondere im Personalbereich, wo in beiden Fällen die Voraussetzungen für die notwendigen Kapazitätssteigerungen geschaffen wurden, was gleichzeitig im aktuellen Geschäftsjahr ebenfalls zu negativen Effekten für das Jahresergebnis führte.
Insgesamt lässt sich sagen, dass trotz aller Turbolenzen und unzähligen Tätigkeiten und Herausforderungen die positive Entwicklung weiter fortgesetzt werden konnte. Die konkreten Aussichten der Konzernführung, sowie alle bereits eingeleiteten Maßnahmen und ersten Erfolge, lassen nach den negativen
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Ergebniseinflüssen den positiven Trend für entsprechende künftige Ergebnisse ableiten.
Zweigniederlassungen
Es gibt derzeit keine Zweigniederlassungen.
Umsatzentwicklung
Die Umsatzerlöse erreichten im abgelaufenen Geschäftsjahr einen neuen Höchstwert in der Geschichte des Unternehmens. Der Trend des vergangenen Jahres konnte erfolgreich fortgesetzt werden und der Gesamtumsatz stieg mit TEUR 51.679 erstmals auf über EUR 50 Millionen und war somit um 12,2% oder TEUR 5.628 höher als im Vorjahr.
Dabei entfielen auf die Inlandsumsätze TEUR 44.168, was zu einer Umsatzsteigerung von 16,3% oder TEUR 6.317 führte. Den größten Anteil an diesem Anstieg hatten die Aufträge der Bundesbeschaffungsbehörde (BBG) für Drehleitern mit insgesamt TEUR 10.466, was zu einer Steigerung von 55,0% oder TEUR 3.712 führte. Auch bei den restlichen Fahrzeugen konnte mit TEUR 26.012 ein weiterer Anstieg um 7,4% oder TEUR 1.794 erreicht werden. Mit einem Umsatz von TEUR 3.628 konnte auch im Bereich Feuerwehr Equipments wieder eine beachtliche Steigerung von insgesamt 23,9% oder TEUR 699 erreicht werden. Bei den Umsätzen für Customer Service kam es zu einem leichten Rückgang im Ausmaß von TEUR 236.
Die Exportumsätze betrugen TEUR 7.510 und waren somit um 6,83% oder TEUR 551 geringer als im Vorjahr. Dabei entfielen auf die Umsatzerlöse innerhalb der EU TEUR 5.986 was einer Steigerung von 12,9% oder TEUR 685 entspricht. Die Umsatzerlöse an Dritte betrugen TEUR 1.524 und waren um 44,8% oder TEUR 1.235 niedriger als im Vorjahr. Die Erlöse an Dritte innerhalb der EU betrugen dabei TEUR 3.788 und erreichten einen erfreulichen Anstieg von 51,6% oder TEUR 1.289. Während es bei den Fahrzeuglieferungen innerhalb der EU nach Deutschland zu einem Rückgang von TEUR 378 kam, konnten die Umsätze nach Italien TEUR 660 und Slowenien TEUR 712 ein deutliches Umsatzplus erzielen. Die Konzernumsätze betrugen im Geschäftsjahr TEUR 3.720 und waren um -33,1% oder TEUR 1.839 geringer als im Vorjahr. Der Rückgang innerhalb der EU betraf vorwiegend Fahrzeuglieferungen im Ausmaß von TEUR 604. Bei den Konzernerlösen in Drittländer wurden im Geschäftsjahr deutlich weniger Fahrzeugeinheiten in die Schweiz geliefert, was zu einem entsprechend geringeren Umsatz in Höhe von TEUR 1.235 beitrug.
Ergebnisentwicklung
Im Geschäftsjahr betrug das Ergebnis vor Steuern TEUR -4.670 (Vorjahr TEUR -382) und war somit um TEUR -4.288 geringer als im Jahr davor. Die Ursache für den deutlich höheren Verlust gegenüber dem Vorjahr liegt unter anderem darin, dass es zu einem starken Anstieg bei den Personalkosten kam, da das Unternehmen in Zukunft für den Konzern die neue Produktlinie „Flex" produzieren wird und somit einen höheren Personalbedarf als in den letzten Jahren notwendig macht. Damit verbunden kam es erhöhten Kosten für die Auslagerung des gesamten Logistikbereiches in die Nähe von Leibnitz. Neben Umbaumaßnahmen und entsprechende Ausgaben für die Übersiedelung führte diese Phase zu Produktionseinschränkungen. Weiter ist zu erwähnen, dass auch noch einige ältere Aufträge abgewickelt wurden, bei welchen keine Preisanpassungen durchgeführt werden konnten, während die Produktkosten durch nicht kompensierte Preissteigerungen, zu wesentlich geringeren Ergebnissen bei diesen Aufträgen führte. Zusätzlich wurde im
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Berichtsjahr eine einmalige außerordentliche Abschreibung auf die Vorräte in Höhe von TEUR 2.321 vorgenommen. Der Grund war eine Anpassung der Abwertungsrichtlinien im Rahmen der Einführung der neuen Produktlinie und im Rahmen der Neuausrichtung des Unternehmens für die Zukunft. Diese Änderung wurde in Abstimmung und Übereinstimmung mit dem Eigentümer, der Magirus GmbH in Deutschland durchgeführt. All diese Faktoren konnten auch durch einen neuerlichen Anstieg bei den Umsatzerlösen nicht kompensiert werden. Mit der Umsetzung der vorgenommenen Maßnahmen, wird jedoch für das kommende Jahr neben einer weiteren Umsatzsteigerung auch mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung gerechnet.
Vermögenslage
Im Berichtsjahr kam es zu einer deutlichen Erhöhung der Bilanzsumme. Diese beträgt TEUR 40.033 und erhöhte sich um 25,6% oder TEUR 8.160. Der Anstieg auf der Aktiv Seite der Bilanz betrifft einerseits einen Anstieg im Bereich des Anlagevermögens auf Grund von getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 907 und auf der anderen Seite eine Zunahme beim Umlaufvermögen im Ausmaß von TEUR 7.172. Die Veränderungen beim Umlaufvermögen betreffen zum einen den stichtagbezogenen Anstieg an noch nicht abrechenbaren Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.182 sowie einem Anstieg bei den Lieferforderungen im Ausmaß von TEUR 4.677. Dem gegenüber kam es bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zu einem Rückgang in Höhe von TEUR 10.024. Weiters wirkten sich auf der Aktiv Seite auch eine Zunahme bei den Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 11.199 aus, welche im Wesentlichen durch eine vor dem Stichtag durchgeführte Einzahlung als Kapitalrücklage im Ausmaß von TEUR 21.000 zustande kam, welche sich im Besonderen auch auf der Passivseite als wichtiger Einflussfaktor zeigt. Dem gegenüber reduzierten sich die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.817. Während bei den Verbindlichkeiten die erhaltenen Anzahlungen um TEUR 5.973 angestiegen sind, kam es sowohl bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -2.696) und bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR -12.248) zu einer Abnahme.
Die Eigenkapitalquote (EK/GK) erhöhte sich auf 47,09% (Vorjahr 7,82%).
Die Eigenmittelquote gem § 23 URG beträgt 58,84% (Vorjahr 8,35%). Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.
Die Lieferforderungen erhöhten sich zum Stichtag 31.12.2024 von TEUR 1.205 um 388,2% oder TEUR 4.677 auf TEUR 5.882. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Jahresende TEUR 1.180 und waren somit um -89,5% oder TEUR -10.024 niedriger als im Vorjahr.
Die Erhöhung bei den Lieferforderungen kam durch späte Auslieferungen zum Jahresende zustande. Der Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entstand im Wesentlichen durch den Umstand, dass vor dem Jahreswechsel keine neuen Forderungen an das Unternehmen CICS verkauft wurden, da für das kommende Jahr geplant ist, mit einem anderen Unternehmen die Forderungsverkäufe abzuwickeln.
Das Ausfallsrisiko der bestehenden Forderungen, wird auf Grund der Kundenstruktur weiterhin als gering angesehen. Für die im Geschäftsjahr getätigten echten Forderungsverkäufe übernimmt das Delkredererisiko, wie in der Vergangenheit, der Forderungskäufer.
Der Stand der Verbindlichkeiten betrug zum Stichtag 31.12.2024 17.667 (Vorjahr TEUR 26.484) und war um -33,3% oder TEUR -8.817 niedriger als zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres 2023. Während die
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erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sich um TEUR 5.973 erhöhten, reduzierten sich die Lieferverbindlichkeiten um TEUR 2.696 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 12.248. Dabei entfielen TEUR -2.772 (Vorjahr TEUR 3.988) auf Verbindlichkeiten gegen dem Unternehmen CICS. Der Rest betraf Lieferverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR - 9.393 (Vorjahr TEUR 3.208).
Sämtliche Rückzahlungsverpflichtungen sind durch die Teilnahme am Konzern-Cashpool und laufend aktualisierte Finanzpläne gesichert. Es besteht kein Währungsrisiko, da keine Fremdwährungsverbindlichkeiten bestehen.
Finanzlage
Der Cashflow (AFRAC Stellungnahme 36) aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr TEUR -7.755 (Vorjahr TEUR 3.503) und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR -11.258 verringert.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr TEUR -979 (Vorjahr TEUR - 321). Dies erklärt sich im Wesentlichen durch im Berichtsjahr durchgeführte Investitionen.
Die Finanzierung erfolgte im Geschäftsjahr unverändert durch die Teilnahme am Konzern-Cash-Pooling. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden die offenen Verbindlichkeiten, auf Grund der Übernahme von Magirus durch die Mutares Gruppe, in Eigenkapital umgewandelt. Somit beträgt der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR 20.254 (Vorjahr TEUR -3.075). Dieser setzt sich hauptsächlich aus der Einlage für Kapitalrücklagen sowie Zinszahlungen und unwesentlichen Einzahlungen aus Kreditrückzahlungen zusammen.
Personalstand
Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Mitarbeiter im Jahr 2024 betrug 131 Mitarbeiter (Vorjahr: 112). Der Anstieg bei den Beschäftigten betraf zum überwiegenden Teil Produktionsmitarbeiter. Die Investition war notwendig, um den bevorstehenden Aufgaben bei der künftigen Produktion der neuen Produktlinie des Konzerns „Der Flex“ entsprechend vorbereitet zu sein. Da künftig diese Produktlinie auch für den Konzern produziert werden soll, und musste entsprechende Personalkapazität aufgebaut werden. Maßnahmen für Ausund Weiterbildung werden nach den jeweiligen betrieblichen Bedürfnissen und den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben durchgeführt.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
2.1. Ausblick 2025
Wie bereits in letzten Jahren, verfügt Magirus Lohr über eine sehr stabile Auftragslage, wobei der Auftragsbestand mittlerweile bereits für beinahe zwei Jahre Auslastung ausreicht. Die Zusicherung, dass am Standort zukünftig alle Feuerwehrfahrzeuge der Produktreihe „FLEX" produzieren werden, lässt das Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die im Jahr 2024 eingeleiteten Maßnahmen zur Erhöhung der Produktionskapazität sind weitgehend abgeschlossen, sodass für das kommende Geschäftsjahr eine Steigerung von 20% geplant ist. Parallel zur Erhöhung der Produktionssteigerung wurde auch der Bereich der Kundendienstaktivitäten erweitert und mit einer eigenen Teileversorgung eingerichtet, sodass auch in diesem wichtigen Betätigungsfeld eine Umsatzsteigerung von 10% erwartet wird. Um dies möglich zu machen, werden sowohl in der Produktion als auch im Kundendienst und Fieldservice zusätzliche neue Fachkräfte gesucht. Die im Vorjahr bereits freigegebenen Programme werden auch zu Effizienzsteigerungen im Backoffice führen, was zu einer effizienteren Erfassung von Daten führen wird, welche die Mutares forcierte Moderne Systemwelt widerspiegeln und effizientere und kostenoptimierte Prozessabwicklungen erlaubt . Als weiteres Beispiel kann hier die von Mutares freigegebene Einführung von Docuware oder eine neue Zeiterfassung genannt werden.
Die im vierten Quartal 2024 gestartete Analyse bezüglich Verbesserung der Kostenstruktur auf Stücklistenund Teileebene in Verbindung mit der vorgenommenen Wertstromanalyse und Produktionsstunden Auswertung, werden beginnend mit der aktuell stattfindenden Ausarbeitung der BBG-Rahmenausschreibung, in Hinkunft für alle Angebotskalkulationen ihren Niederschlag finden, womit deutlich bessere Erkenntnisse hinsichtlich Ergebnisvorschau und frühzeitiges Erkennen von Auswirkungen bei Kostensteigerungen auf Produktebene verfügbar sein werden. Nach Abgabe des Angebotes dieser BBG-Ausschreibung wird auch die neue Produktreihe „FLEX“ sowohl in Osterreich als auch international angeboten werden. Für Stromerzeuger wird ebenfalls mit einem Zuschlag bei der gerade stattfindenden BBG-Ausschreibung gerechnet, was auch im Bereich Feuerwehrausrüstung mit einer entsprechenden Auftragsauslastung zu erwarten ist.
Neben bereits im Vorjahr zahlreichen Veränderungen, wie die Errichtung des neuen Logistik HUB’s, ist es geplant, in Abstimmung mit der Konzernführung und den neuen Eigentümern von Mutares, in Zukunft das gesamte Ersatzteilwesen für den Konzern durch das Unternehmen abzuwickeln, womit es zu einer deutlichen Erweiterung der im Vorjahr errichteten Logistikflächen kommen wird. Entsprechende Verhandlungen, mit dem Vermieter sind bereits angelaufen.
Um eine höhere Kundenzufriedenheit beim Kundenservice zu erreichen, werden zusätzliche Mitarbeiter im Fieldservice gesucht, um deutlich höheren Servicegrad anbieten zu können. Weiter werden neue zusätzliche Servicepartner akquiriert werden, um ein Ansprechpartner für alle Feuerwehren zu werden.
Zusätzliche Produktionskapazitäten wird der Ausbau unseres kroatischen Partners mit sich bringen, mit dem definierten Ziel, die Durchlaufzeiten der Fahrzeuge deutlich zu reduzieren, um besser auf Kostensteigerungen reagieren zu können und zusätzlich attraktiver für Feuerweherkunden zu werden. Dem wird zukünftig auch durch die Implementierung von entsprechenden vertraglichen Preisanpassungsklauseln Rechnung getragen.
Um die neue Produktlinie am Markt stärker bekannt zu machen, wird diese auf der im Herbst stattfindenden RETTER Messe in Wels vorgestellt werden. Die Marketingaktivitäten werden entsprechend auf dieses Ereignis hin abgestimmt und auf die Erfordernisse der heutigen Zeit angepasst. Wobei der größte Teil dieser
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Einschaltungen und Maßnahmen über digitale und Social-Media-Kanäle verbreitet wird. um eine größere und vor allem zielgerichtete Reichweite bei den Kunden zu erzielen.
Die im Vorjahr bereits geplante und vorbereitete Implementierung eines neuen Time-Management-Systems (TMS) wurde nun endgültig freigegeben und wird noch in der ersten Jahreshälfte umgesetzt und in Betrieb genommen werden. Auch der Bereich der Qualitätssicherung wird weiter ausgebaut, um auch hier kontinuierliche Verbesserungen bei der Qualität der ausgelieferten Fahrzeuge zu erreichen, womit eine deutliche Reduktion der Nacharbeit erwartet wird.
Alle eingeleiteten Maßnahmen werden zu deutlichen Ergebnisverbesserungen führen und dies wird sich zum Teil im Produktionsoutput schon in der ersten Jahreshälfte 2025 bemerkbar machen, es ist aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen davon auszugehen, dass sich das Jahresergebnis der Magirus Lohr Richtung 0 bewegen wird. Neben einem deutlichen Umsatzplus im neuen Geschäftsjahr wird in den nächsten 5 Jahren eine Verdoppelung der Umsätze erwartet und in Verbindung damit werden positive Ergebnisse im Bereich von 5-8% angepeilt.
2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Ziel der Risikopolitik ist es, Risiken so weit wie möglich zu vermeiden, unvermeidbare Risiken nur dann einzugehen, wenn diese ausreichend beherrschbar sind, um stets zeitgerecht wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Das Risikomanagement obliegt dem Management der Gesellschaft. Das Management untersucht und bewertet Chancen und Risiken in regelmäßigen Abständen und trägt die Verantwortung für die frühzeitige Erkennung und das Aufzeigen des notwendigen Handlungsbedarfs. Die Geschäftsabläufe unterliegen einer laufenden Prüfung des Managements der Gesellschaft.
Im Zuge der Übertragung des Eigentums der Magirus GmbH und ihrer Tochtergesellschaften an die Mutares Gruppe im Januar 2025 wird dieses Risiko durch eine Patronatserklärung der Magirus Gruppe abgesichert. Es erfolgt somit eine laufende Prüfung der Geschäftsführung für das Going Concern Prinzip mit der 100% Mutter der Magirus Lohr GmbH, der Magirus GmbH, um alle Risiken entsprechend der Vorgehensweise im Rahmen des Konzerns korrekt abzubilden
Finanzielle Risiken inkl. Finanzinstrumente
Bezüglich der Verwendung von Finanzinstrumenten muss festgehalten werden, dass der Einkauf fast ausschließlich in Euro abgewickelt wird, sodass mit keinem währungsbedingten Risiko gerechnet werden muss. Der Marktwert der flüssigen mittel- und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert.
Für das zinsbedingte Cashflow Risiko, das als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen definiert ist, werden keine derivativen Finanzinstrumente abgeschlossen. Das Risiko wird jedoch als gering eingestuft.
Beschaffungsmarktrisiko
Nach wie vor anhaltende Unsicherheiten und Krisenherde des aktuellen Weltgeschehens, sowie anhaltendes hohes Preisniveau sorgen immer noch für Unsicherheit auf dem Beschaffungsmarkt. Durch den Umstand das die Magirus Gruppe nicht mehr zum IVECO Konzern gehört, wurden sämtliche bestellte Fahrzeuge vorzeitig abgerufen, um den erwarteten Preiserhöhungen zuvorzukommen. Damit konnte die Versorgung mit Fahrgestellen zu vorher kalkulierten Preisen sichergestelt werden und die Versorgung bis zum Ende des 3. Quartal dieses Geschäftsjahres gewährleistet sein. Insgesamt hat sich die Lage auf dem Beschaffungsmarkt wieder etwas entspannt, womit aus aktueller Sicht keine außergewöhnlich großen Schwierigkeiten hinsichtlich Beschaffung erwartet werden.
Personelle Risiken
Qualifizierte, erfahrene und jüngere Fach- und Führungskräfte sind für das Wachstum und die Entwicklung des Unternehmens von großer Bedeutung. Dem Risiko, durch Fluktuation wertvolles Know-how zu verlieren, begegnet das Unternehmen mit technischen und kaufmännischen Weiterbildungsprogrammen.
IT-Risiken
Dem Ausfall- und Sicherungsrisiko wird durch entsprechende Vorkehrungen entgegengewirkt. Durch eine eigene IT-Abteilung im Konzern wird die Software und auch die Sicherheitsstandards ständig angepasst und überwacht. Die IT-Abteilung der Konzernmutter wird auch die sichere Überleitung in die neue Konzernstruktur der Mutares Gruppe durchführen und damit einen reibungslosen Übergang gewährleisten.
Des Weiteren besteht ein ausgewogenes, auf die Bedürfnisse und besonderen Risiken des Unternehmens abgestimmtes internes Kontrollsystem, das eine Minimierung der aus dem Betrieb entstehenden Risiken zum Ziel hat.
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3. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Die Forschungsaktivitäten der Gesellschaft fokussieren sich auf die innovativen Projekte zur Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Produkten und Verfahren, um den Technologie- und Designvorsprung und die nachhaltige Wertsteigerung des Unternehmens zu gewährleisten.
Den immer deutlich werdenden Katastrophenszenarien wird durch die strategische Ausrichtung und den dafür notwendigen Entwicklungsschritten zusammen mit der Konzernmutter begegnet.
Premstätten, 31.5.2025
gez.
Die Geschäftsführung
Fatmir VESELAJ
Ing. Christian REISL