Inhaltsverzeichnis
L a g e b e r i c h t
für das Geschäftsjahr 2025
1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Auch im Geschäftsjahr 2025 bestand die Geschäftstätigkeit der CCB Management Services GmbH, Wien, im Wesentlichen in der Durchführung von Management- und sonstigen Dienstleistungen innerhalb des Coca-Cola-Hellenic-Konzerns.
Wie in den Vorjahren wurden im abgelaufenen Jahr Aktivitäten im EDV-Bereich gesetzt. Hier wurden die Initiativen im Bereich Betriebssysteme, wie SAP, Microsoft und andere „Software as a Service“ (SaaS) und auch der Verkauf der selbsterstellten Softwarelösungen an die Konzerngesellschaften wurde vorangetrieben.
Des Weiteren erstreckten sich die Aktivitäten des Unternehmens auf die Erbringung von Personaldienstleistungen, die technische Beratung sowie die zentrale Beschaffungspolitik im Konzern.
Anpassung von Vorjahreszahlen im Jahresabschluss und Fehlerkorrektur
Die Darstellung der Posten ‚Umsatzerlöse', ‚Aufwendungen für bezogene Leistungen' sowie ‚sonstige betriebliche Aufwendungen' in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Geschäftsjahr 2025 geändert, um die wirtschaftliche Natur der zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle sachgerechter abzubilden.
Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen weist die Gesellschaft jegliche Aufwendungen aus, welche im direkten Zusammenhang mit der Leistungserbringung (Management- und sonstige Dienstleistungen) stehen. In den Vorjahren waren solche Aufwendungen zum einen Teil innerhalb der Umsatzerlöse und zum anderen Teil unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Die Vorjahreszahlen wurden zu Vergleichszwecken entsprechend angepasst.
Darüber hinaus wurde im Jahr 2025 eine Korrektur historischer Abgrenzungseffekte aus Vorjahren im Zusammenhang mit Management-Fee-Erträgen sowie den dazugehörenden abgegrenzten Management-Fee-Forderungen erfasst.
Wir verweisen auf Abschnitt III Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang zum Jahresabschluss für weitere Details zu beiden Sachverhalten.
Zweigniederlassungen
Im Geschäftsjahr 2025 bestanden Zweigniederlassungen in Spanien, für Zwecke der Sozialversicherung und der Körperschaftsteuer (Betriebsstätte), sowie in Moskau, Russische Föderation. Die Zweigniederlassung in Moskau ist derzeit nicht operativ tätig und verursacht lediglich Kosten im Zusammenhang mit lokalen gesetzlichen Anforderungen.
Vermögenslage
Die Veränderung des immateriellen Anlagevermögens (Software sowie geleistete Anzahlungen) von TEUR 7.207 auf TEUR 4.073 resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der immateriellen Anlagegüter an die verbundenen Unternehmen.
Die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.415 korrespondiert mit der Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 17.503 und steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der laufenden Konzernverrechnung sowie der Finanzierungstätigkeit. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 1.096 ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen um TEUR 1.875, die Reduzierung der Rückstellung für Mitarbeiterboni um TEUR 914, die Erhöhung der Urlaubsrückstellung um TEUR 104 und auf die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 30 zurückzuführen.
Finanz- und Ertragslage
Die Umsatzerlöse erhöhten sich von TEUR 381.637 im Vorjahr auf TEUR 416.816 im Geschäftsjahr 2025. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Entwicklung der gegenüber Konzernunternehmen erbrachten Dienstleistungen und der damit verbundenen Verrechnungsbeträge zurückzuführen.
Der Jahresverlust des Geschäftsjahres 2025 belief sich auf TEUR 19.825 (Vorjahr: TEUR 5.909). Das Ergebnis wurde maßgeblich durch die im Geschäftsjahr 2025 erfasste Korrektur von in Vorjahren erfassten Umsatzerlösen beeinflusst.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Erfolgswirtschaftliche Kennzahlen
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| − Umsatzerlöse | TEUR 416.816 | TEUR 381.637 | |
| − Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBT + Zinsen und | |||
| ähnliche Aufwendungen gemäß § 231 Abs. 3 Z 14 UGB) | TEUR -10.937 | TEUR | 7.679 |
| − Umsatzrentabilität (EBIT/Umsatzerlöse) | -2,62% | 2,01% | |
| − Eigenkapitalrentabilität (EBT/Eigenkapital) | -66,73% | 26,38% | |
| − Gesamtkapitalrentabilität (EBIT/Gesamtkapital) | -5,81% | 3,69% | |
Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
| − Nettoverschuldung (verzinsliches FK abz. liquide Mittel) | TEUR | 2.932 | TEUR | 3.341 |
|---|---|---|---|---|
| − Working Capital (kfr. Umlaufvermögen abz. kfr. FK) | TEUR 33.648 | TEUR 10.774 | ||
| − Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Gesamtkapital) | -0,84% | 9,73% | ||
Analyse der Geldflüsse
Geldflussrechnung entsprechend dem Fachgutachten KFS/BW 2 des Fachsenates für Betriebswirtschaft und Organisation der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer:
− Geldflussrechnung (indirekte Methode)
| − Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | TEUR -17.980 | TEUR | -69.635 | |
|---|---|---|---|---|
| − Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | TEUR | 1.819 | TEUR | -437 |
| − Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | TEUR | 16.218 | TEUR | 90.784 |
Liquidität
Der Liquiditätsbedarf zur Durchführung der laufenden Geschäftstätigkeit kann unmittelbar durch die Inanspruchnahme des konzerninternen Cash-Pools gedeckt werden. Eine Finanzierung (weder langnoch kurzfristig) über externe Dienstleister erfolgt nicht.
2. Risikoberichterstattung
Negatives Eigenkapital und Unternehmensfortführung
Zum 31. Dezember 2025 weist die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR -1.508 (Vorjahr: TEUR 18.317) aus, das im Wesentlichen auf den im Geschäftsjahr entstandenen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -19.825 (Vorjahr TEUR -5.909) zurückzuführen ist. Der Jahresfehlbetrag wurde maßgeblich durch die Korrektur von in Vorjahren erfassten Umsatzerlösen sowie durch nicht rückforderbare Quellensteuern auf konzerninterne Serviceverrechnungen beeinflusst.
Im Juli 2026 leistete die unmittelbare Gesellschafterin einen nicht rückzahlbaren Gesellschafterzuschuss in Höhe von EUR 2,5 Mio., wodurch die Kapitalbasis und die Finanzlage der Gesellschaft gestärkt wurden. Darüber hinaus hat die Gesellschaft eine Patronatserklärung ihrer Muttergesellschaft, CC Beverages Holdings II B.V., erhalten, in der bestätigt wird, der Gesellschaft bei Bedarf weiterhin finanzielle Unterstützung zu gewähren.
Unter Berücksichtigung der aktuellen Prognosen für das Geschäftsjahr 2026, des erhaltenen Gesellschafterzuschusses im Juli 2026 sowie der weiterhin verfügbaren Unterstützung durch die Muttergesellschaft hat die Geschäftsführung beurteilt, dass die Gesellschaft über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um ihren Verpflichtungen bei Fälligkeit mindestens in den kommenden 12 Monaten ab Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nachzukommen. Die Geschäftsführung kommt daher zu dem Schluss, dass die Annahme der Unternehmensfortführung bei der Aufstellung dieses Jahresabschlusses weiterhin angemessen ist.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
Die Geschäfte werden überwiegend in Euro getätigt, sodass nur ein unwesentliches Währungsrisiko besteht. Die Absicherung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (hauptsächlich US- Dollar) wird durch Konzerngesellschaften durchgeführt.
Das Zinsänderungsrisiko für die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ist unerheblich. Die Gesellschaft verfügt über keine langfristigen Finanzverbindlichkeiten.
Da die Gesellschaft überwiegend Leistungen an Konzerngesellschaften erbringt, ist das Ausfallrisiko unwesentlich. Es werden keine Wertberichtigungen gebildet. Es bestehen daher auch keine Preisänderungs- oder Cashflow-Risiken. Sämtliche Kosten der Gesellschaft (mit Ausnahme der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) werden durch die Weiterverrechnung im Rahmen der Management Fees an die Konzernunternehmen ersetzt. Daher unterliegt das Unternehmen keinen wesentlichen Risiken oder Ungewissheiten.
Ausblick
Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2026 eine Verbesserung der finanziellen Entwicklung der Gesellschaft gegenüber dem Geschäftsjahr 2025. Die aktuellen Prognosen deuten auf eine Rückkehr zur Profitabilität hin. Die tatsächliche Entwicklung hängt von der Geschäftsentwicklung, den Marktbedingungen und anderen externen Faktoren ab.
Der im Juli 2026 erhaltene nicht rückzahlbare Gesellschafterzuschuss hat die Kapitalbasis und die Finanzlage der Gesellschaft gestärkt.
Unter Berücksichtigung der aktuellen Prognosen für das Geschäftsjahr 2026, des erhaltenen Gesellschafterzuschusses im Juli 2026 sowie der weiterhin verfügbaren finanziellen Unterstützung durch die Muttergesellschaft CC Beverages Holdings II B.V. geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesellschaft über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um ihren Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen, und dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausreichend abgesichert ist.
3. Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2025 im Bereich Forschung und Entwicklung nicht tätig.
Wien, den 11. September 2026
Die Geschäftsführung:
| an | Mina |
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