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Lagebericht 2025

Bechtle PLM Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 29. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1.Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

Rahmenbedingungen

Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen waren 2025 weiterhin sehr angespannt. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine dauerte an, zudem eskalierte der Nahostkonflikt. Die im Jahr 2025 angekündigten und teilweise umgesetzten US-Zölle auf Importe aus der EU haben die österreichische Wirtschaft zusätzlich belastet. Insbesondere die angespannte Budgetsituation der öffentlichen Hand sowie die Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen beeinflussten die Beschaffungs- und Investitionsentscheidungen vieler Kunden. Diese Rahmenbedingungen führten in Österreich zu einem stagnierenden Bruttoinlandsprodukt. Der Großteil der Volkswirtschaften in der EU zeigte dennoch niedrige positive Wachstumsraten. Der IT-Markt entwickelte sich im Vergleich zur Gesamtwirtschaft positiver, Kunden in der fertigenden Industrie hingegen waren bei Investitionen sehr zurückhaltend. Die Bechtle PLM Austria GmbH konnte sich den konjunkturellen Belastungen leider nicht vollständig entziehen.

Gesamtwirtschaft

Die Gesamtwirtschaft legt leicht zu. Auch das Jahr 2025 war von wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten geprägt. Gründe hierfür waren unter anderem der anhaltende Krieg in der Ukraine und die eskalierenden Konflikte im Nahen Osten. Zudem kam es im Geschäftsjahr 2025 weltweit zu deutlichen Preissteigerungen und Einschränkungen bei der Verfügbarkeit im Bereich der Speichertechnologien. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der EU stieg 2025 laut Zahlen der Europäischen Kommission dennoch um von 0,9 % auf 1,1 % leicht an. Innerhalb der Bechtle Märkte in der EU war die Entwicklung erneut unterschiedlich.

Branche

Trotz der für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft starken Einflüsse des Kriegs in der Ukraine und des Nahostkonflikts und den damit einhergehenden Begleiterscheinungen wie Energiekrise und Inflation, zeigte sich einmal mehr die Resilienz der IT-Branche in der EU. In den für Bechtle PLM Austria GmbH relevanten Branchen gab es keinen einheitlichen Trend, jedoch waren sie teils deutlich rückläufig.

Prognose

Gesamtwirtschaft

In ihrer Frühjahrsprognose 2026 geht die Europäische Kommission davon aus, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung in der Europäischen Union trotz eines herausfordernden geopolitischen und handelspolitischen Umfelds moderat fortsetzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU soll im Jahr 2026 um rund 1,1 % wachsen, nach einem Anstieg von 0,9 % im Jahr 2025. Die wirtschaftliche Erholung wird dabei insbesondere durch eine rückläufige Inflation, steigende Realeinkommen und eine allmähliche Belebung der Investitionstätigkeit getragen.

Die grundsätzlich positive Wachstumserwartung für die Europäische Union zeigt sich auch in den meisten für Bechtle relevanten Märkten. Unterjährig sollen die Wachstumsraten in den Quartalen relativ konstant bleiben. Am unteren Ende der Skala befinden sich erneut Deutschland mit einer erwarteten Wachstumsrate von 0,0 % bis 0,2 % und Österreich mit -0,3 % bis +0,2 %.

Die weltweiten IT-Ausgaben sollen im Jahr 2026 laut dem Marktforschungsinstitut Gartner um 7,9 % zulegen. Getrieben sei dieses Wachstum insbesondere von Investitionen in KI-fähige Rechenzentren und entsprechende Netzwerkrechner. In Europa wird ein Wachstum von 8,7 % erwartet. Die Softwareumsätze sollen dabei sogar um 13,5 % steigen. Auch IT-Services und IT-Hardware werden 2026 laut Gartner mit einem Plus von 9,2 bzw. 9,3 % stark nachgefragt.

In Bezug auf die künftig erwartete wirtschaftliche Situation in den relevanten Ländermärkten sieht der Bechtle Konzern weder durch eine Anderung der rechtlichen Rahmenbedingungen noch durch die Umsetzung größerer politischer Maßnahmen konkrete Einflüsse auf die Nachfragesituation. Jedoch ist die gesamtwirtschaftliche Situation in Europa weiterhin von Anspannung geprägt. Der andauernde Krieg in der Ukraine, aber auch der Nahostkonflikt und damit einhergehende mögliche makroökonomische Auswirkungen, die angespannte politische Situationen im In- und Ausland sowie die Marktverwerfungen bei den Speichertechnologien belasten die konjunkturelle Entwicklung, auch wenn die prognostizierten Wachstumsraten eine konjunkturelle Aufhellung versprechen. All diese Faktoren können mittelbare Einflüsse auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bechtle Gruppe haben, sind aber weder von der Eintrittswahrscheinlichkeit her noch von Ausmaß und Dauer verlässlich einzuordnen und zu bewerten. Die Wechselkursentwicklung spielt in den meisten Ländern mit Bechtle Präsenz keine große Rolle, da diese dem Euroraum angehören und wir zum Großteil entsprechend in Euro einkaufen und fakturieren.

Geschäftsentwicklung

Der Umsatz des Unternehmens im Geschäftsjahr 2025 betrug 17,384 Mio. Euro und liegt somit bei rund 0,47 Prozent über dem Vorjahr (17,302 Mio. Euro).

2. Ausgewählte Finanzkennzahlen

2.1. Kennzahlen der Ertragslage

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandveränderungen) betrug im Berichtsjahr insgesamt T€ 17.389 (im Vorjahr: T€ 17.291).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im Berichtsjahr T€ 1.556 (im Vorjahr: T€ 1.714) und veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ -158.

Die Umsatzrentabilität (bezogen auf EBIT) betrug im Berichtsjahr demnach 8,95% (im Vorjahr: 9,91%).

Die Eigenkapitalrentabilität (bezogen auf EvS) betrug im Berichtsjahr 24,73% (im Vorjahr: 28,11%).

Die Gesamtkapitalrentabilität (bezogen auf EBIT) betrug im Berichtsjahr 7,60% (im Vorjahr: 9,67%).

2.2. Kennzahlen der Vermögens- und Finanzlage

Das Working Capital betrug im Berichtsjahr T€ 8.982 (im Vorjahr: T€ 8.389). Die

Eigenkapitalquote betrug im Berichtsjahr 30,73% (im Vorjahr 34,40%).

2.3. Geldflussrechnung

Der Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr T€ 2.052 (im Vorjahr: T€ 213).

3. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine eingetragenen Zweigniederlassungen. Die Anzahl der Geschäftsstellen blieb unverändert.

4. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das Geschäftsjahr 2026 wird weiterhin ein anspruchsvolles, aber grundsätzlich stabiles Marktumfeld erwartet. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Österreich dürfte sich nach der schwachen Konjunkturphase schrittweise stabilisieren. Die Unsicherheit hinsichtlich geopolitischer Entwicklungen, öffentlicher Budgets, Zinsen, Energiepreisen und internationaler Lieferketten bleibt jedoch erhöht.

Trotzdem wird für das Jahr 2026 mit einem zum Vorjahr steigenden Umsatzvolumen gerechnet.

Gleichzeitig soll der aktuelle MitarbeiterInnenstand von knapp über 50 beibehalten oder leicht ausgebaut werden.

Eines der wichtigsten Ziele für 2026 wird sein, die bereits in den letzten Jahren verstärkt in Angriff genommenen strategischen Bereiche

- Ausbau des Dienstleistungsbereiches, um Kunden noch qualifiziertere Services bieten zu können - Dassault Systèmes 3DExperience Plattform: die neuen Cloud-basierten Angebote sollen vermehrt in den Fokus der Aktivitäten gerückt werden, um für die Zukunft wichtige Bereiche vermehrt zu besetzen - Partnerprodukte: die zusätzliche ins Portfolio genommenen Partnerprodukte sollen nun noch großflächiger vermarktet werden. - Die Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften soll intensiviert werden, durch Nutzung von Effekten im Bereich Portfolio, aber auch bei Marketingaktivitäten soll zusätzliche Produktivität entstehen.

5. Forschung und Entwicklung

Die Bechtle PLM Austria GmbH betreibt derzeit keine wesentliche Forschung und Entwicklung in Österreich.

Geschäftsjahr 2025

6. Risikoberichterstattung

Allgemeine und spezielle Ausfallsrisiken bei den Kundenforderungen werden durch Vornahme von Pauschal- und Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Betreffend Fremdwährungsrisiko ist festzuhalten, dass die meisten Verträge mit Lieferanten (Herstellern) der Bechtle PLM Austria GmbH auf Euro basieren.

Das Zinsänderungsrisiko als Zahlungsstromrisiko wird als gering eingestuft. Es werden keine Derivativgeschäfte zur Absicherung getätigt. Die Außenfinanzierung erfolgt überwiegend konzernintern.

Wien, am 21. September 2026

Dipl. Ing. Christian Erlacher (Geschäftsführer)

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