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Lagebericht 2025

Stadtwerke Trofaiach Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

zur Offenlegung gekürzt analog § 279 UGB

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Wirtschaftliche Lage

Die moderate Erholung der österreichischen Wirtschaft scheint sich in den ersten Monaten 2026 fortzusetzen. Die Stimmungsindikatoren haben sich im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2025 verbessert und die realen Wirtschaftsdaten lassen bisher auf ein leichtes Wachstum schließen. Als Folge des Iran-Konflikts hat die Bank Austria ihre Wachstumsprognose für die österreichische Wirtschaft jedoch geringfügig zurückgenommen. Sie geht davon aus, dass sich die zaghafte Erholung der heimischen Wirtschaft etwas verlangsamen wird, aber nicht zum Stillstand kommt. Sie hat ihre BIP-Prognose um jeweils 0,1 Prozentpunkte auf 0,9 für 2026 und 1,4 Prozent für 2027 gesenkt. Die geopolitischen Unsicherheiten werden die Investitionsbereitschaft dämpfen und die höhere Inflation als Folge steigender Energiepreise durch die Blockade der Straße von Hormus wird sich ungünstig auf die Konsumdynamik auswirken.

Der leichte Verbesserungstrend am Arbeitsmarkt ist zu Jahresbeginn etwas in Stocken geraten, aber die Lage bleibt stabil. Die Arbeitslosenquote lag im Februar unverändert gegenüber dem Vormonat bei 7,5 Prozent saisonbereinigt. Die vergleichsweise etwas günstigere Konjunkturentwicklung wird 2026 die Trendwende am Arbeitsmarkt vorantreiben, jedoch sind Rückschläge wie zu Jahresbeginn nicht auszuschließen, abhängig vor allem von der Beschäftigungsentwicklung in der Industrie. Nach dem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 7,4 Prozent im Jahr 2025 geht die Bank Austria für 2026 von einem Rückgang auf 7,3 Prozent und 2027 weiter auf zumindest 7,2 Prozent aus.

Die Konsolidierungsbemühungen im öffentlichen Haushalt zeigten in der zweiten Jahreshälfte 2025 Wirkung. Der Nettofinanzierungsbetrag des Bundes blieb im Gesamtjahr mit 2,8 Prozent deutlich hinter dem Voranschlag von 3,5 Prozent des BIP. Angesichts dieser positiven Entwicklung geht die Bank Austria trotz der Herausforderungen in den Länder- und Gemeindebudgets von einem leichten Rückgang des gesamtstaatlichen Budgetdefizits auf 4,0 Prozent des BIP aus. Die Gesamtverschuldung dürfte damit 2025 etwa 81 Prozent des BIP betragen haben. Vorwiegend durch den Wegfall des Effekts des Auslaufens der Strompreisebremse aus der Berechnung, aber auch aufgrund sinkenden Aufwärtsdruck durch die Nahrungsmittel- und Dienstleistungspreise sank die Teuerung in den ersten beiden Monaten 2026 auf durchschnittlich 2,1 Prozent im Jahresvergleich. Die Bank Austria geht derzeit von einem relativ schnellen Ende der Kampfhandlungen aus, was es ermöglichen würde, dass sich die Energiepreise bis Ende 2026 wieder den Niveaus

annähern, die vor Beginn des militärischen Konflikts vorherrschten. Im Jahresdurchschnitt 2026 dürfte der TTF-Erdgaspreis bei etwa 40 EUR pro MWh und der Rohölpreis bei rund 65 Euro pro Barrel liegen. Die Inflation wird jedenfalls in den kommenden Monaten wieder steigen. Die Bank Austria hat ihre Inflationsprognose von 1,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2026 auf 2,5 Prozent angehoben. Auch für 2027 ist mit 2,2 Prozent mit einer etwas höheren Inflation, als bis vor kurzem angenommen, zu rechnen.

Da der ungünstige Einfluss auf die Konjunktur bei beschränkter Dauer des Kriegs überschaubar und auch der Anstieg der Inflation in einem relativ engen und vorübergehenden Rahmen bleiben dürfte, geht die Bank Austria davon aus, dass sich die EZB auf eine Warteposition zurückzieht. Solange die Inflationserwartungen stabil bleiben werden, ist mit keiner Veränderung des Einlagenzinssatzes von 2 Prozent zu rechnen. Die Bank Austria geht davon aus, dass der nächste Schritt der EZB eine Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte in der zweiten Jahreshälfte 2027 sein wird. Die Risiken einer Zinsveränderung in diesem Jahr haben sich allerdings von einer weiteren Lockerung hin zu einer möglichen Zinserhöhung verschoben.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Prognose
2024 2025 2026 2027
BIP-Wachstum (real in
%)-0,70,60,91,4
Arbeitslosenquote (in%)7,07,47,37,2
Inflation (VPI in %)2,93,52,52,2

Der 3-Monats-Euribor notierte im Dezember 2025 bei 2,016% (Vorjahr 2,71 %). Die umlaufgewichtete Durchschnittsrendite für Bundesanleihen als Indikator für den Kapitalmarkt lag im Dezember 2025 mit 2,87 % über dem Niveau vom Dezember 2024 (2,49 %).2

¹ 1 Quelle: Bank Autria Economics & Market Analysis Austria; Österreich aktuell, März 2026

1.2. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

1.2.1. Gesamtunternehmen

Das Geschäftsjahr 2025 brachte für die Stadtwerke Trofaiach Gesellschaft m.b.H., trotz herausforderndem Umfeld, wieder ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis.

Die Betriebsleistung 2025 in der Höhe von T€ 19.150 liegt um T€ 328 (+ 1,7 %) über dem Vorjahr (T€ 18.822).

Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 565 (- 26,9 %) auf T€ 1.534 verringert.

Der Jahresüberschuss und Bilanzgewinn 2025 beträgt T€ 1.182 (VJ: T€ 1.643).

Die Bilanzsumme 2025 beläuft sich auf T€ 30.974 (VJ: T€ 29.132).

Die Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment) beträgt 5,4 %.

1.2.2. Geschäftsbereiche

Im Bereich Elektrizitätsversorgungsunternehmen war das Geschäftsjahr 2025 wieder sehr ereignisreich. Die gesamte physikalische Aufbringung von elektrischer Energie sowie die Durchleitung im Netzgebiet der Stadtwerke Trofaiach GmbH betrug im Geschäftsjahr 2025 rund 27.650 MWh (VJ: 27.643 MWh) und lag damit annähernd auf dem Niveau des Vorjahres.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden insgesamt 22.593 MWh elektrische Energie an Endkunden abgegeben (VJ: 21.406 MWh), was einer Steigerung von rund 1.200 MWh entspricht. Per 31.12.2025 bestanden insgesamt 7.392 Stromlieferverträge (VJ: 7.220).

Die Netzeinspeisung aus regionalen Erzeugungsanlagen belief sich im Jahr 2025 insgesamt auf rund 40.234 MWh – ein Rekordwert. Den größten Anteil daran stellt der Windpark Silbersberg mit rund 23.000 MWh, gefolgt von der Photovoltaikanlage der Grünstrom GmbH mit rund 7.335 MWh sowie diversen privaten Photovoltaikanlagen mit rund 3.857 MWh. Weitere Einspeisungen stammen aus den Wasserkraftwerken Vorder- und Hintergössgraben sowie dem Kraftwerk Hubmann.

Durch diese hohen Einspeisemengen kommt es zu Rücklieferungen von elektrischer Energie in das vorgelagerte Netz der Energie Steiermark. Im Jahr 2025 betrug diese Rückspeisung insgesamt rund 24.074 MWh. Mit den E-Netzen Stmk ist vertraglich eine maximale Rücklieferleistung von 27 MW im UW Hessenberg abgesichert. Mit Ende 2025 wurde im Jahreszwölftel eine Rücklieferleistung von 18,444 MW erreicht.

Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass sich das Netz der Stadtwerke Trofaiach GmbH zunehmend von einem klassischen Verteilnetz mit überwiegendem Strombezug zu einem Netz mit stark steigenden Einspeisungen aus erneuerbaren Energieanlagen entwickelt hat – mit all seinen Herausforderungen.

Im Gewerbebetrieb Elektroinstallation konnte im Geschäftsjahr 2025 das Vorjahresniveau wieder übertroffen werden. Nachdem im Jahr 2024 der außergewöhnlich hohe Umsatz des Jahres 2023, bedingt durch den Photovoltaik- Boom, nicht erreicht werden konnte, zeigt sich im Berichtsjahr 2025 eine neuerliche deutliche Steigerung. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis liegen über den Planwerten und entwickeln sich weiterhin sehr positiv.

Die verrechnete Abgabemenge im Bereich Wasserversorgung im Geschäftsjahr 2025 betrug 735.017 m³ (VJ: 736.391 m³) für Trofaiach und St. Peter/Freienstein und liegt damit geringfügig unter dem Vorjahresniveau (- 0,2 %).

Im Bereich Abwasserentsorgung kam im Geschäftsjahr 2025 eine Abwassermenge von 553.875 m³ (VJ: 559.859 m³) zur Verrechnung und liegt damit um rund 1,1 % unter dem Vorjahresniveau.

Im Altstoffsammelzentrum der Abfallwirtschaft wurden im Geschäftsjahr 2025 Asphaltierungsarbeiten durchgeführt und die Sanierung des ASZ abgeschlossen. Insgesamt wurden bzw. werden 70 Fraktionen im ASZ gesammelt und teilweise auch behandelt. Die Abfallwirtschaft stellt weiterhin einen wesentlichen Bestandteil der kommunalen Infrastruktur dar und leistet durch die ordnungsgemäße Sammlung und Verwertung von Abfällen einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz sowie zur Ressourcenschonung.

Im Geschäftsbereich Bestattung wurden im Geschäftsjahr 2025 182 Sterbefälle abgehandelt, das waren somit um 5 Fälle weniger als im Vorjahr. Die Tendenz hin zur Feuerbestattung ist nach wie vor gegeben, so stehen im Geschäftsjahr 2025 151 Feuerbestattungen 12 Erdbestattungen gegenüber, die restlichen 19 Aufträge sind diverser Natur.

Im zukunftsträchtigen Geschäftsbereich Lichtwellenleiter werden aktuell vermehrte Investitionen getätigt - gemeinsam mit einem Partnerbetrieb können bereits ca. 2.500 Haushalte mit FTTH-Technologie versorgt werden.

1.3. Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

1.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1.4.1. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

a) Anlagenintensität (Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
in T€20252024
Anlagevermögen24.811,424.021,8
Gesamtvermögen30.973,729.132,1
Anlagenintensität80,10%82,46%

Die Anlagenintensität gibt Aufschluss über die Kapitalbindung sowie über die betriebliche Flexibilität.

b) Eigenkapitalquote (Anteil des Eigenkapitals

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
inkl.Eigenkapitalanteil an
Investitionszuschüssen am Gesamtkapital)
in T€20252024
Eigenkapital inkl. EK-Anteil
Investitionszuschüsse12.998,512.596,4
Endbestand Gesamtkapital30.973,729.132,1
= Eigenkapitalquote41,97%43,24%

Die Eigenkapitalquote zeigt an, in welchem Ausmaß (gerechnet zu Buchwerten) sich der Eigentümer selbst am Risiko und an der Finanzierung des Unternehmens beteiligt.

c) Mobilitätsgrad (Verhältnis von kurzfristigem Umlaufvermögen zu kurzfristigem Fremdkapital)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
in T€20252024
kurzfristiges Umlaufvermögen4.968,94.268,8
kurzfristige Fremdkapital4.175,04.547,3
Mobilitätsgrad119,02%93,88%

Diese Kennzahl zeigt, inwieweit die kurzfristig fälligen Schulden durch die kurzfristig gebundenen Vermögensgegenstände gedeckt werden. Dies bietet einen Anhaltspunkt für die kurzfristige Liquiditätslage des Unternehmens.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
in T€20252024
verzinsliches Fremdkapital7.872,66.537,5
- flüssige Mittel-2.589,1-1.642,3
= Nettoverschuldung5.283,54.895,1

d) Nettoverschuldung (Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel) e) Nettoverschuldungsgrad (Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital inkl. Eigenkapitalanteil an Investitionszuschüssen)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
in T€20252024
Nettoverschuldung5.283,54.895,1
Eigenkapital inkl. EK-Anteil
Investitionszuschüsse12.998,512.596,4
= Nettoverschuldungsgrad40,65%38,86%

1.4.1. Kennzahlen zur Ertragslage

a) Eigenkapitalrentabilität (Verhältnis Ergebnis vor Steuer zum durchschnittlichen Eigenkapital inkl. Eigenkapitalanteil an Investitionszuschüssen)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
in T€20252024
EGT1.534,12.099,0
durchschnittliches Eigenkapital inkl. EK-Anteil
Investitionszuschüsse12.797,412.253,7
= Eigenkapitalrentabilität11,99%17,13%

b) Gesamtkapitalrentabilität (Verhältnis Ergebnis vor Zinsen und Steuern zum durchschnittlichen Gesamtkapital)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
in T€20252024
Betriebsergebnis1.631,12.259,4
durchschnittliches Gesamtkapital30.052,927.960,2
= Gesamtkapitalrentabilität5,43%8,08%

1.4.2. Geldflussrechnung gemäß Fachgutachten KFS/BW2

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
in T€20252024
Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit3.424,34.600,1
Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit-2.662,1-4.508,0
Nettogeldfluss aus der Finanzierugstätigkeit184,7-480,8
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmitt946,9-388,7
Anfangsbestand der Fondsmittel1.642,32.031,0
Endbestand der Fondsmittel2.589,21.642,3

1.4.3. Analyse nichtfinanzieller Leistungsindikatoren

1.4.3.1. Personalbericht 2025

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
Belegschaftsstand
<
Elektro-Installation2,515,02,520,0
Bestattung4,04,0
Elektroversorgungsunternehmen5,05,510,5
Wasserversorgung0,06,06.0
Abwasserentsorgung0,54,04,5
Abfallwirtschaft3,06,59,5
Geschäftsführung inkl. Sekretariat (exkl. 2. GF)2,02,0
Rechnungswesen3,50,54,0
Materialwirtschaft2,52,5
EDV1,51,5
Kundenservice0,50.5
Technische Abteilung/Planwerk1,01.0
Reinigung1,51,5
Summe Aktive (Vollzeitäquivalent)26,038,53,067,5

Im Geschäftsjahr 2025 betrug der durchschnittliche Personalstand der Stadtwerke Trofaiach Gesellschaft m.b.H. rund 67,5 Vollzeitäquivalente (VZÄ).

Im gesamten Unternehmen waren 2,5 Arbeitnehmer von der Stadtgemeinde Trofaiach zum Dienst bei der Stadtwerke Trofaiach Gesellschaft m.b.H. abgestellt (1,5 Angestellte und 1 Arbeiter).

Insgesamt waren im Sommer 2025 auch 8 Ferialarbeitnehmerlnnen für durchschnittlich ein Monat beschäftigt, welche in obiger Darstellung berücksichtigt sind.

Unternehmensphilosophie der Stadtwerke Trofaiach Gesellschaft m.b.H. ist es, motiviertes und fachlich erstklassiges Stammpersonal zu beschäftigen und dieses leistungsorientiert zu entlohnen.

1.4.3.2.

Weiterbildungsbericht

Die externen Aus- und Weiterbildungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2025 – ohne Personalkosten – auf rund € 35.000,00. Folgende Schwerpunkte wurden dabei gesetzt:

Fachspezifische Aus- und Weiterbildungen der einzelnen Profitcenter

Auf fachspezifische Seminare, Kurse, Schulungen und Fachtagungen in den einzelnen Profitcentern entfielen im Geschäftsjahr 2025 rund 70 % des gesamten Aus- und Weiterbildungsbudgets. Dazu zählen diverse Klär- und Kanalfacharbeiterausbildungen, Kurse im Bereich Wasser zur Aufrechterhaltung von Zertifikaten, Ausbildungen im Bereich EVU und Bestattung, sowie Fortbildungen in der Elektroinstallation. Aus- und Weiterbildungen im Bereich Abfallwirtschaft werden auch im Bereich der Entsorgungsfachbetriebs-Zertifizierung jedes Jahr abgefragt. Auch die Aus- und Weiterbildung von Lehrlingen ist ein wesentlicher Punkt, der anzuführen ist.

Allgemeine Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen Personal, Rechnungswesen, Management und Persönlichkeitsbildung

Die restlichen 30 % der Aus- und Weiterbildungskosten 2025 fallen in das breite Wirtschaftsfeld von IT/EDV, Rechnungswesen, Personal und Persönlichkeitsbildung. Dazu zählen beispielsweise Aktualisierungsseminare im Bereich Arbeits- und Sozialrecht, Personalverrechnung, Steuerrecht, IT-Schulungen, Weiterbildungen im Bereich des Rechnungswesens (z.B. Buchhalterkurse), Brandschutz- und Sicherheitsfachkraftseminare, etc..

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens

2.1. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung

Durch den Krieg im Iran und der Sperre der Straße von Hormus sind weltweit ein Viertel der Öltransporte betroffen. Zusätzlich produziert die Golfregion ein Fünftel des globalen Flüssiggasangebots, welches ebenfalls über diese Meerenge transportiert wird. Dementsprechend steigen die Preise für Energie deutlich an.

Die Wirtschaftsprognosen gehen allerdings nicht von einem Inflationsanstieg wie im Jahr 2022 aus. Damals war die Abhängigkeit Europas nach der Pandemie von einem Gaslieferanten eine andere Situation. Die Höhe des Inflationsanstiegs 2026 hängt im Wesentlichen von der Dauer des Konflikts bzw. der Sperre der Straße von Hormus und von anderen Faktoren wie alternativen Energiequellen und Gegenmaßnahmen von Regierungen ab. Aufgrund des 50 Prozent höheren Gaspreises als bisher angenommen wird für Österreich eine Inflation von rund 3 %, anstatt bisher 1,9 % prognostiziert. Sollte der Öl- und Gaspreis bis Jahresende deutlich höher liegen wirkt sich das entsprechend auch auf die Inflation aus. Ohne Gegenmaßnahmen der Regierung würde es dann auch zu Zinserhöhungen durch die EZB kommen.3

Betreffend der Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2026 verweisen wir auf Punkt 1.1 dieses Lageberichtes.

Eine (unbundelte) Betrachtung des Geschäftsfeldes Elektroversorgungsunternehmen differenziert grundsätzlich die 3 Bereiche Netzbetrieb, Energieerzeugung sowie den Energiehandel.

Die Novelle 2026 der Systemnutzungsverordnung hat für die Netzgebühren folgende Auswirkungen:

Das Netznutzungsentgelt wird in der Steiermark auf der für uns wesentlichen Netzebene 7 um durchschnittliche 0,7 % gesenkt.

In Summe wurde geplant, dass im Geschäftsjahr 2026 ca. 27 GWh elektrische Energie (inkl. Netzverluste) über das Netz der Stadtwerke Trofaiach GmbH verteilt werden.

Für den Bereich Elektroinstallation wurde die Planung auf Basis bestehender Aufträge sowie realistischer Auftragserwartungen vorgenommen.

Im Bereich Bestattung wird aufgrund der organisatorischen und personellen Neuausrichtung eine positive wirtschaftliche Entwicklung für das Jahr 2026 erwartet.

In den Ver- und Entsorgungsbereichen Wasser und Abwasser tragen die laufende Valorisierung sowie strukturelle Maßnahmen zur Sicherstellung einer nachhaltigen und kostendeckenden Betriebsführung bei.

Für das Geschäftsjahr 2026 wird im Bereich Abfallwirtschaft/Müllabfuhr ein gegenüber 2025 leicht reduzierter Umsatz erwartet. Dies ist auf die mit 01.01.2026 wirksam gewordene Senkung der Abfallgebühren um rund 5 % zurückzuführen.

Der Bereich Lichtwellenleiter wird weiter vorangetrieben, um die in den letzten Jahren errichtete Infrastruktur weiter zu verdichten und FTTH-Anschlüsse herstellen zu können.

Die Stadtwerke Trofaiach GmbH wird auch in diesen herausfordernden Zeiten der Bevölkerung und den regionalen Unternehmern als verlässlicher Partner in allen ihren Geschäftsbereichen zur Verfügung stehen und die Versorgung in gewohnt hoher Qualität vollinhaltlich aufrechterhalten.

2.2. Risikobericht

Die Gesellschaft verfügt über keine Fremdwährungskredite.

Das Abnehmerrisiko im Bereich der Elektrizitätsversorgung ist auf Grund des Massenkundengeschäftes derzeit als gering anzusehen, obwohl die Wechselraten aufgrund verschiedenster Aktionen der Mitbewerber steigen.

Auf der Beschaffungsseite wird das Massenkunden- bzw. Businesskundenportfolio im Stromeinkauf über einen strukturierten, in der Regel 3-4jährigen Beschaffungszyklus aufgebaut. Dies senkt das Risiko eines stark abweichenden Beschaffungspreises zum jeweiligen Marktpreis. Für Großkunden/Industriekunden werden Strommengen back to back unmittelbar beschafft. Die zunehmenden Anforderungen aufgrund des neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetzes gestalten ein herausforderndes Umfeld für die Elektrizitätsversorgung.

Für die Folgejahre 2026 und 2027 ist ein Großteil des Portfolios bereits beschafft.

In den Bereichen Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung ist auf Grund der bestehenden Vereinbarungen mit der Stadtgemeinde Trofaiach und der Marktgemeinde St.Peter/Freienstein das Risiko ebenfalls als gering einzustufen.

Im Bereich der Gewerbebetriebe wird stetig versucht das bestehende Risiko durch variable Personaleinsätze, sowie Personalpooling innerhalb des Unternehmens, auszugleichen.

Das Finanzierungsrisiko der Gesellschaft ist auf Grund der hohen Eigenkapitalquote sowie der laufend positiven Cash-Flows als unproblematisch anzusehen. Zusätzlich erforderliches Fremdkapital kann jederzeit zu akzeptablen Konditionen aufgenommen werden.

Das Risiko von Forderungsausfällen wird im Bereich Elektrizitätsversorgung durch ein laufend weiterentwickeltes Mahnverfahren reduziert. Im Großkundenbereich sollen durch ein Monitoring Problemkunden schneller erkannt werden. Dies ermöglicht dann

auch eine effiziente und schnelle Reaktion. Im Bereich des Gewerbebetriebes wird das Forderungsausfallsrisiko einerseits durch Abschlagszahlungen, andererseits bei Großaufträgen durch vorausgehende Bonitätsprüfungen geringgehalten.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen ist im Bereich Forschung und Entwicklung nicht aktiv.

Trofaiach, am 04.05.2026

Die Geschäftsführung

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Dipl.-Ingн Rene Windisch

DiplIng.eH Josef Maier

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