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BERICHT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG ÜBER GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT
1. Im Einzelnen werden zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft folgende Erläuterungen gegeben:
Wirtschaftliches Umfeld:
Die österreichische Wirtschaft wird im Jahr 2025 nach zwei Rezessionsjahren wieder ein positives Wirtschaftswachstum verzeichnen können. Mit 0,6 % wird dieses Wachstum jedoch nur schwach ausfallen. In den Jahren 2026 und 2027 sollte sich das Wachstum leicht auf 0,8 % und 1,1 % beschleunigen - für einen Aufschwung nach einer Rezession eine sehr verhaltene Entwicklung.
Die Exportwirtschaft als tragende Säule der österreichischen Wirtschaft steht unter mehrfachem Druck. Neben der schwachen deutschen Industriekonjunktur belasten die US-Zölle, hohe Lohn- und Energiekosten sowie die zunehmende Konkurrenz Chinas die Exportentwicklung. In der Folge beurteilt die exportorientierte Industrie trotz einer leichten Erholung im Jahr 2025 ihre Lage noch mehrheitlich eher pessimistisch. Von der Bauwirtschaft sind in den nächsten drei Jahren ebenfalls keine starken Impulse zu erwarten. Die Wohnbauinvestitionen sind seit 2022 aufgrund gestiegener Finanzierungskosten, des Auslaufens des Wohnbauzyklus und der allgemeinen konjunkturellen Schwäche deutlich gesunken und sie werden sich in den kommenden Jahren nur leicht erholen.
(Quelle: OeNB Report 2025/23: Gesamtwirtschaftliche Prognose für Österreich vom Dezember 2025)
Die Beschäftigung wird ab 2026 wieder etwas stärker steigen und die Arbeitslosigkeit – unterstützt durch die demografische Entwicklung – sinken. Laut der aktuellen Prognose von Statistik Austria schrumpft die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ab dem Jahr 2025 stetig. Dies wird allerdings durch die weiter steigende Erwerbsbeteiligung kompensiert, insbesondere wegen der schrittweisen Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters von Frauen.
Die Inflationsrate kletterte im Sommer 2025 auf über 4% und dürfte bis zum Jahresende 2025 auf diesem Niveau geblieben sein. Im Durchschnitt des Jahres 2025 betrug der Verbraucherpreisauftrieb somit rund 3,5 %. Der insgesamt höhere Preisauftrieb in der zweiten Jahreshälfte 2025 zieht sich auch ins Folgejahr, sodass die Inflation nur langsam abklingen wird. 2026 und 2027 liegt sie im jeweiligen Jahresdurchschnitt bei voraussichtlich rund 2,5 %. Der Anstieg der Inflation dämpfte die Einkommensentwicklung der privaten Haushalte. Preisbereinigt dürften die verfügbaren Einkommen im Jahr 2025 um fast 1% gesunken sein. 2026 bleiben die Lohnzuwächse unter der Inflationsrate. Somit werden die Reallöhne und -gehälter zurückgehen. Da die Beschäftigung 2026 wieder etwas stärker ausgeweitet wird als im Vorjahr, dürften die
verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte zunächst stagnieren und erst 2027 wieder mäßig zulegen. Insgesamt sind aus dem privaten Konsum nur wenig Dynamik und Wachstumsimpulse fur die wirtschaftliche Entwicklung zu erwarten.
Die öffentlichen Haushalte stehen unter erheblichem Konsolidierungsdruck. Im Jahr 2025 dürfte die Staatsausgabenquote wiederum leicht gestiegen sein. Zuzuschreiben ist dieser Anstieg nicht zuletzt dem weiterhin kräftigen Wachstum der Ausgaben der subnationalen Gebietskörperschaften. Neben den Verpflichtungen der Länder und Gemeinden im Rahmen des Zukunftsfonds treiben die demografischen Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Elementarbildung die Ausgabendynamik, während die verhaltene Entwicklung des privaten Konsums das Mehrwertsteueraufkommen dämpft. Zusätzliche Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung sind daher unumgänglich.
(Quelle: WIFO Konjunkturprognose 4/2025 von 12/2025)
Zusammengefasst ist eine Stabilisierung der Konjunktur in einem volatilen wirtschaftlichen Umfeld zu beobachten. Das unsichere internationale Umfeld und die sinkende Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Wirtschaft in Osterreich bleiben herausfordernd, weil mehrere Faktoren gleichzeitig auf Preise und Erwartungen wirken. Mit dem Auslaufen der Strompreisbremse steigen für viele Unternehmen und Haushalte die Energiekosten wieder deutlich an, was den Inflationsdruck erhöht und die finanzielle Belastung verstärkt. Schon während der Preisbremsen waren Energiepreise ein zentraler Kostentreiber; ihr Wegfall bedeutet, dass Betriebe erneut stärker mit volatilen und teils hohen Strompreisen kalkulieren müssen. Weiters befeuert die Vielzahl an internationalen Krisen – vor allem auch in erdölexportierenden Ländern wie dem Iran – die Energiepreise wieder erheblich.
Gleichzeitig sorgt die Zollpolitik der USA für erhebliche Unsicherheit an den internationalen Märkten. Das ständige Hin und Her bei der Einführung, Verschiebung oder Ausnahme von Zöllen führt zu Volatilität an den Börsen und erschwert Unternehmen die Planung. Märkte reagieren empfindlich auf diese politischen Signale, da unklare Handelsbedingungen Investitionen bremsen und Lieferkettenrisiken erhöhen.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage des Unternehmens
Die Flugverkehrsbranche verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 trotz des eher negativen wirtschaftlichen Umfelds weiter hohe Zuwächse in den Passagierzahlen. Laut Aussendung der Flughafen Wien AG (Gruppe) wurden 2025 43,4 Mio. Passagiere befördert, was ein Rekordjahr bedeutet. Auch das Frachtaufkommen war so hoch wie nie zuvor.
Grundsätzlich korreliert die Entwicklung des Flugverkehrs am Flughafen Wien stark mit der Entwicklung der Gesellschaft, die im Wesentlichen Security- und sonstige Dienstleistungen am Standort Flughafen Wien und Linz erbringt. Dennoch verzeichnete die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 – nach den „post corona-Zuwächsen" - einen Rückgang der Umsatzerlöse um TEUR 2065 oder rund 9,8 % auf TEUR 19 088. Im Wesentlichen ist dies auf den Verlust zweier Großkunden am Flughafen Wien, der noch nicht zur Gänze durch neue Aufträge kompensiert werden konnte, zurückzuführen.
Die Materialeinsatzquote sank ebenfalls deutlich von 6,8 % auf 4,5 %. Dies ist darauf zurückzuführen, dass man sich aus dem Bereich der Dienstleistungen iZm der Bordverpflegung zurückgezogen hat. Das verringerte Geschäftsvolumen zeigte sich nur gering im Personalstand der Gesellschaft: Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 379 (VJ: 410) Mitarbeiter beschäftigt, was eine Verringerung um 7,6 % bedeutet. Nahezu kompensiert wurde dies durch die KV-bedingten Lohn- und Gehaltserhöhungen, weshalb sich der Personalaufwand nur wenig von TEUR 16 959 auf TEUR 16 792 verringerte.
Dies sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um TEUR 384 auf TEUR 2 385, was neben sonst in etwa im Vergleich zum Vorjahr gleich hohen Aufwendungen aus einem positiven Sondereffekt aus der sich in Liquidation befindlichen Tochtergesellschaft ISS Ground Service Germany resultiert. In der Vergangenheit hatte man sich entschlossen, sich aus strategischen Gründen aus dem Geschäft in Deutschland zurückzuziehen. Die Liquidation der Tochtergesellschaft ist materiell im Wesentlichen abgeschlossen, ein formaler Abschluss wird im Geschäftsjahr 2026 erwartet. In der Vergangenheit gebildete Vorsorgen konnten teilweise ertragswirksam wieder aufgelöst werden.
In Summe ergab sich nach dem im Vorjahr knapp positiven EBIT in diesem Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis von TEUR -998, das maßgeblich aus den verringerten Umsatzerlösen bei nicht im gleichen Ausmaß gesunkenen Aufwendungen resultiert. Aufgrund der Steuergutschrift des ISS Konzerns aus der Gruppenumlage sowie positiven Steuergutschriften aus Vorjahren ergab sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR -578 (VJ: Jahresüberschuss von TEUR 47).
Die wichtigsten Kennzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:
| Einheit | 2025 | 2024 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Te | 19 088 | 21 153 |
| Betriebsleistung | Te | 19 088 | 21 153 |
| EBIT | Te | -998 | 35 |
| EBT | Te | 1 013 | 45 |
| Jahresfehlbetrag nach Steuern | Te | -578 | 47 |
| Umsatzrentabilität (EBIT / Umsatzerlöse) | % | -5,2 | 0,2 |
| Materialaufwand einschl. bezogene Leistungen | Te | 852 | 1 444 |
| Materialeinsatzquote zur Betriebsleistung | % | 4,5 | 6,8 |
| Personalaufwand | Te | 16 792 | 16 959 |
| Mitarbeiter (Jahresschnitt) | Anzahl | 379 | 410 |
| Personalkosten pro Mitarbeiter | Te | 44 | 41 |
| Betriebsleistung pro Mitarbeiter | Te | 50 | 52 |
| Bilanzsumme | Te | 4 433 | 5 531 |
| Eigenkapital | Te | 1 409 | 1 987 |
| Eigenkapitalquote | % | 31,8 | 35,9 |
| Eigenkapitalrentabilität (EBT / Ø Eigenkapital) | % | -59,7 | 2,3 |
| Gesamtkapitalrentabilität (EBIT / Ø Gesamtkapital) | % | -20,0 | 0,6 |
| Fiktive Schuldentilgungsdauer gem. URG | Jahre | n/a | n/a |
Die Eigenkapitalquote von 31,8 % ist trotz des negativen Jahresergebnisses nach wie vor zufriedenstellend; die Kapitalrentabilitäten sind naturgemäß negativ.
Die Liquidität im Berichtszeitraum war im gesamten Geschäftsjahr gesichert. Auf die Darstellung detaillierter Kennzahlen zur Finanzlage wurde verzichtet, da die Gesellschaft Teil des Cash-Poolings der österreichischen und internationalen ISS Gruppe ist und dadurch die Kennzahlen zur Finanzlage wesentlich beeinflusst sind.
2. Umwelt- und Arbeitnehmerbelange:
Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil unternehmerischen Handelns
Nachhaltigkeit ist ein fundamentales Prinzip des geschäftlichen Wirkens und ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie der ISS Ground Services GmbH, nunmehr PERYTON Aviation Services GmbH. Zentrale Funktionen innerhalb des Unternehmens sind gezielt damit betraut, Prozesse und Lösungskonzepte kontinuierlich weiterzuentwickeln und den Tochtergesellschaften zur Implementierung bereitzustellen.
Umweltschutz und Ressourcenschonung:
Zur Vermeidung von Umweltschäden setzt ISS Österreich nicht nur technologisch verfügbare, sondern auch weitergehende, innovative Maßnahmen um. Diese werden jährlich in einer von externen Gutachtern validierten Umwelterklärung veröffentlicht. Der Bericht enthält zudem relevante Kennzahlen des Energieund Umweltmanagements, wird beim Umweltbundesamt hinterlegt und steht interessierten Parteien auf der ISS-Website ISS-AT Nachhaltigkeitsbericht-Umwelterklarung.pdf zur Verfügung.
Seit 2021 engagiert sich das Unternehmen verstärkt in der Optimierung der Energieeffizienz durch die Implementierung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001:2018. Im Zuge des Infrastrukturausbaus für Elektromobilität am Standort Lassallestraße 1 in Wien kommt eine KI-unterstützte Energiemanagementsoftware zum Einsatz. Die Software ist in der Lage den Energiefluss intelligent zu steuern, um sicherzustellen, dass Fahrzeuge bedarfsgerecht geladen werden. So werden z.B. reine Elektrofahrzeuge mit einer höheren Leistung geladen, als Plug-In Hybride. Ebenfalls eine Rolle spielt die räumliche Zuteilung der Fahrzeuge. Werden Fahrzeuge aus anderen Bundesländern geladen, werden diese Fahrzeuge priorisiert, damit die Rückfahrt möglichst ohne Ladestopp wieder angetreten werden kann.
Nachhaltige Initiativen in den Servicebereichen
Um die Umweltbelastung zu minimieren, setzt ISS Österreich gezielte Maßnahmen um, darunter:
• Schulung aller Mitarbeitenden zu relevanten Energie- und Umweltaspekten • Erhöhung des Anteils an elektrisch betriebenen (BEV) & Hybrid-Fahrzeugen (PHEV) sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur • Im Jahr 2025 wurde die Ladeinfrastruktur am Standort Lassallestraße 1 massiv ausgebaut. Es ist nun von allen Parkplätzen in der Tiefgarage möglich, eine 11kW Ladesäule zu erreichen. Dieser Schritt ermöglicht es uns, unsere ambitionierte Fuhrparkstrategie weiter voranzutreiben und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Umstieg auf Elektromobilität zu erleichtern. • Einsatz alternativer Energieträger, beispielsweise durch den Ausbau von Photovoltaikanlagen in den Niederlassungen • Substitution herkömmlicher Reinigungsmittel durch nachhaltige ECO-Produkte ohne Einbußen in der Reinigungsleistung
• Entwicklung weiterer Energieeffizienz- und Umweltschutzmaßnahmen im Rahmen des unternehmenseigenen Umweltzirkels
Zukunftsweisende Nachhaltigkeitsziele
• Ab 2019 Halbierung des Lebensmittelabfalls bis zum Jahr 2027 • Ab 2019 Reduktion des CO2-Ausstoßes der servierten Speisen um 25% bis 2030 • Vollständige Netto-Null CO2-Emissionen bis 2030 im Unternehmen und bei der Energieversorgung (Scope 1 & 2) • Vollständige Netto-Null CO2-Emissionen entlang der gesamten Lieferkette bis 2040 (Scope 3)
Mobilitätsinitiative und nachhaltige Standortstrategie
Mit dem Umzug in das neue Headquarter im Januar 2023 wurde eine umfassende Mobilitätsinitiative ins Leben gerufen, um die Nutzung privater Pkw zu reduzieren und den Fuhrpark effizienter zu gestalten. Diese Initiative umfasst:
• Angebot von Carsharing-Modellen • Bereitstellung eines geförderten regionalen Klimatickets zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs
Die kontinuierlich erzielten technologischen Fortschritte im Bereich Umwelt- und Energieeffizienz werden auf ihre Anwendbarkeit in weiteren Unternehmensbereichen geprüft und bedarfsgerecht adaptiert.
Rechtliche Compliance und Transparenz
ISS Österreich gewährleistet eine konsequente Einhaltung aller gesetzlichen und umweltrechtlichen Vorgaben. Grundlage dafür ist das unternehmensweite Rechtsregister, das als zentrales Steuerungsinstrument für die systematische Überwachung rechtlicher Anforderungen dient und regelmäßig durch interne wie auch externe Audits überprüft wird.
Durch diese strukturierte Vorgehensweise bekennt sich ISS Österreich klar zu verantwortungsvollem Wirtschaften und einer langfristig nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Im Jahr 2025 wurde das integrierte Managementsystem zudem um die Norm ISO 37301 erweitert, welche die Anforderungen an ein wirksames Compliance-Management-System definiert. Im August 2025 absolvierte ISS erfolgreich das entsprechende Zertifizierungsaudit. Mit der Zertifizierung des Compliance-Managements stärkt das Unternehmen seine Rolle als integre, zuverlässige Arbeitgeberin und als vertrauenswürdiger Geschäftspartner.
Nachhaltigkeitsstrategie der ISS Gruppe: Auf dem Weg zur Netto-Null-Bilanz bis 2040
Die ISS Gruppe hat sich weltweit das Ziel gesetzt, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Mit diesem langfristigen Vorhaben positioniert sich ISS klar als Vorreiterin im Klima- und Umweltschutz und setzt wichtige Impulse, um nachhaltige Entwicklungen innerhalb der Facility-Management-Branche aktiv voranzutreiben.
Ein wesentliches Instrument hierfür ist die konzernweit implementierte Carbon-Accounting-Software Watershed, die es ISS ermöglicht, den gesamten CO2-Fußabdruck gemäß den Vorgaben des GHG-Protokolls transparent zu erfassen. Auch im Jahr 2025 konnten die Emissionen erneut reduziert werden. Maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen haben insbesondere die ambitionierten Mobilitätskonzepte in Verbindung mit dem kontinuierlichen Ausbau der firmeneigenen Ladeinfrastruktur.
Nachhaltigkeitsinitiativen in Österreich
Zusätzlich zu den globalen Bestrebungen setzt ISS Österreich eigene ambitionierte Nachhaltigkeitsziele und verfolgt diese konsequent.
Ein zentraler Fokus liegt auf der Umstellung auf nachhaltige Reinigungschemie – sowohl in den eigenen Niederlassungen als auch bei Kunden. Diese Maßnahme trägt dazu bei, die CO2-Bilanz von ISS sowie der Kunden signifikant zu verbessern. Der vermehrte Einsatz von Hochkonzentraten, welche vor Ort mittels einer Dosieranlage sicher und ressourcenschonend auf das richtige Verhältnis gemischt werden, hilft zudem den Kunststoffabfall zu reduzieren.
Darüber hinaus investiert ISS in innovative Reinigungstechnologien, darunter die chemiefreie Unterhaltsreinigung mit der Tersano-Technologie auf Basis ozonisierten Wassers. Die hohe Reinigungsleistung und gesundheitliche Unbedenklichkeit dieser Methode wurden durch ein umfassendes Gutachten des TÜV Austria bestätigt.
Nachhaltigkeit in der Betriebsgastronomie
Nachhaltigkeit ist auch ein wesentlicher Bestandteil der Betriebsgastronomiemarke taste'njoy von ISS Osterreich. Das Unternehmen setzt hier gezielt auf die Reduktion tierischer Produkte, ohne das Geschmackserlebnis der Gäste zu beeinträchtigen.
Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Vermeidung von Lebensmittelabfällen. ISS arbeitet in diesem Bereich mit renommierten Partnern wie der Veganen Gesellschaft und United Against Waste zusammen.
Die größte Betriebskantine, welche ISS betreibt, nimmt am "Moneytor"-Programm teil, um Lebensmittelabfälle gezielt zu messen und kontinuierlich zu reduzieren. Zudem wurde eine Kooperation mit eaternity geschlossen, um den CO2-Fußabdruck jeder Speise transparent auszuweisen und so das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu stärken. ISS betreibt damit nachweislich klimafreundliche Betriebskantinen mit einem optimierten CO2-Fußabdruck pro Mahlzeit.
Ende 2024 wurde die Premium Catering Marke taste’njoy Premium der Offentlichkeit präsentiert. Taste’njoy Premium setzt alles daran, die Vision hinter jedem Event bestmöglich zu verwirklichen und dabei höchste Premium-Standards in Nachhaltigkeit und Qualität zu erfüllen. Indem Produkte von lokalen Lieferanten bezogen werden, wird nicht nur die Wirtschaft unterstützt, sondern auch dazu beigetragen, den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Zudem wird konsequent daran gearbeitet, CO2-neutral zu produzieren. Zusätzlich wird der Einsatz von biologisch abbaubaren oder wiederverwendbaren Materialien forciert und entlang der "Zero Waste Agenda" Lebensmittelabfälle auf ein absolutes Minimum reduziert.
Im globalen Kontext hat sich ISS 2019 mit der Unterzeichnung des Cool Food Pledge verpflichtet, die Treibhausgasemissionen im Food-Bereich bis 2030 um 25 % zu senken.
Zusätzlich arbeitet ISS kontinuierlich an der Einführung von Mehrweggeschirr im Take-away-Bereich und reduziert den Einsatz von Einweggeschirr im regulären Kantinenbetrieb auf ein Minimum. Auch beim Design neuer Outlet-Konzepte wird großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt – etwa durch den Einsatz umweltfreundlicher Materialien und ressourcenschonender Lösungen.
Mit diesen weitreichenden Maßnahmen setzt ISS ein starkes Zeichen für verantwortungsbewusstes Wirtschaften und nachhaltige Unternehmensführung.
Arbeitnehmerbelange:
Recruiting
Im Recruiting erlebten wir ab der zweiten Jahreshälfte 2025 eine leichte Entspannung am Bewerber:innenmarkt. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass aufgrund der generell schwierigen wirtschaftlichen Lage viele Unternehmen Positionen abbauen und somit Personen freisetzen. Die Anzahl der Bewerbungen für offene Positionen ist daher etwas höher. Dennoch haben wir mit der Herausforderung zu kämpfen, dass i) die Bewerber:innen vermehrt aus Branchen kommen, in denen die Bezahlung deutlich höher ist, und wir somit gehaltlich wenig attraktiv sind und ii) junge Menschen, speziell die Generation Z, wenig Interesse haben im Facility Service zu arbeiten.
Außerdem ist die Branche geprägt von einer hohen Zahl an Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund. Der Zuzug nach Osterreich aus dem EU-Ausland hat jedoch nachgelassen, und Arbeitskräfte aus Drittstaaten können aufgrund rechtlicher Restriktionen nur bedingt eingesetzt werden. Im technischen Bereich und im Food Service gibt es Positionen, die sich auf der Mangelberufsliste befinden, jedoch nicht im Reinigungsbereich.
Wir waren somit auch 2025 gefordert, verschiedenste Kanäle im Recruiting und Employer Branding zu bedienen. Dabei haben sowohl Social Media, lokale Jobplattformen und Kooperationen eine immer stärkere Rolle eingenommen.
Bei der Verleihung „Best Recruiters 2025/2026“ konnte ISS zudem wieder den 2. Platz in der Branche Facility-/Security-Services erlangen.
Aus- und Weiterbildung / Mitarbeitenden-Bindung
Das Thema Aus- und Weiterbildung ist sowohl für uns als Unternehmen ein zentrales Anliegen, um sicher zu gehen, dass unsere Mitarbeitenden die Trainings bekommen, die sie benötigen, um ihre Funktion optimal ausüben zu können. Aus Mitarbeitenden Sicht ist das Thema ebenso relevant, da es zur Motivation und Bindung wesentlich beiträgt. Im Jahr 2025 konnten wir in allen vom Konzern vorgegeben Trainings eine durchschnittliche Teilnahme von über 90% erreichen, was einer Steigerung von beinahe 10 Prozentpunkten entspricht.
Damit hat ISS Österreich wieder maßgeblich zur Zielerreichung beigetragen, konzernweit 100.000 Mitarbeitenden eine Aus- oder Weiterbildung anzubieten.
In der jährlich stattfindenden Mitarbeitendenbefragung hat die Frage "Ich habe die Schulungen bekommen, die ich brauche, um meine Arbeit effektiv zu erledigen” mit einer Zustimmung von 91% abgeschnitten. Generell ist die Umfrage durchaus positiv ausgefallen mit einer Teilnahmequote von fast 40% und einem Engagement von 68%.
Um sicher zu stellen, dass alle unsere Mitarbeitenden, die aus 97 verschiedenen Nationen kommen, dem breiten Trainingsangebot gut folgen können, werden die Trainings zum Teil in deren Muttersprache abgehalten (Türkisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Ungarisch und Rumänisch). Daneben ist uns deren Erwerb der deutschen Sprache jedoch ein großes Anliegen. So haben wir die von der Wirtschaftskammer Wien speziell für die Reinigungsbranche entwickelte Sprachlern-App für unsere Mitarbeitenden im Einsatz und führen regelmäßig Deutschkurse an den verschiedenen Objekten durch.
Reward & Recognition
Im Hinblick auf die ab Mitte 2026 zu implementierende EU Entgelttransparenz-Richtlinie haben wir weitere Vorbereitungen getroffen. Die Übersetzung der EU Richtline in lokales Gesetz ist leider noch nicht erfolgt. Dennoch konnten wir das Grading nach der Mercer Methodik weiter verfeinern, Job Familien einführen und die Auswahl für ein System treffen, das die Analyse und Berechnung einer möglichen Gehaltsungleichheit zwischen Männern und Frauen ermöglicht. Diese Vorbereitungen werden die Basis für die ab 2027 verpflichtende Berichterstattung sein.
Diversity & Inclusion
Mit rund 7.000 Mitarbeitenden aus 97 Nationen ist ISS in Österreich einer der größten privaten Arbeitgeber und strebt seit jeher eine integrative Unternehmenskultur an, in der sich jede und jeder Einzelne wertgeschätzt und respektiert fühlt. Ein fairer Umgang, Gleichbehandlung und Inklusion, unabhängig davon, wer unsere Mitarbeitenden sind oder woher sie kommen.
Auch 2025 haben wir die Initiativen fortgesetzt, mit denen wir die Zugehörigkeit stärken. Die Mitarbeiter:innen-Zeitung wurde wieder aufgelegt und an alle Mitarbeitenden verschickt, im Podcast wurden eine Reihe an Kolleg:innen vorgestellt, um die Vielfalt unserer Belegschaft zu zeigen, Nationentage wurden durchgeführt, bei denen die unterschiedlichen Kulturen in Form von Speisen, traditionellem Gewand und Bräuchen präsentiert wurden.
Mit einem Frauenanteil von 73%, davon 45% in Führungspositionen, ist es ISS ein Anliegen den Frauen ein Umfeld zu schaffen, in dem sie Beruf und Familie besser in Einklang bringen können. So haben wir 2025 wieder in Zusammenarbeit mit externen Organisationen Sommeraktivitäten organisiert, damit den Eltern die Betreuung über 9 Wochen Ferienzeit erleichtert wird. Es wurden tageweise sportliche Aktivitäten bis hin zu einem einwöchigen Aufenthalt in einem Feriencamp angeboten. Die Initiative wurde von ISS gemeinsam mit dem Betriebsrat finanziell unterstützt.
Im gesamten Konzern werden konkrete Initiativen gesetzt, um das Bewusstsein für Diversity zu stärken: Als Unterstützer der UN Women's Empowerment Principles möchten wir uns weltweit noch stärker für Gender Equality, Vielfalt und Inklusion engagieren – im gesamten Konzern haben wir es uns zum Ziel gesetzt, Ungleichheiten und Vorurteile in der Arbeitswelt aufzuzeigen und abzubauen.
Nachhaltigkeit und Soziales Engagement
ISS engagiert sich umfassend und nachhaltig – sowohl im ESG-Bereich (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) als auch in sämtlichen anderen Unternehmensfeldern. Dies zeigt sich etwa in der Entwicklung neuer, familienfreundlicher Arbeitszeitmodelle sowie in innovativen Marketing- und Sponsoringkonzepten, darunter folgende Initiativen:
Im Rahmen des World Cleanup Days organisierten ISS-Mitarbeitende an mehreren Standorten freiwillige Säuberungsaktionen in Wäldern und auf Freiflächen, um aktiv zum Umweltschutz beizutragen.
ISS verfolgt eine klare Sponsoring-Strategie mit Fokus auf Nachwuchssport. Das Unternehmen unterstützt Sportarten wie Fußball, Eishockey und Handball und vergibt seit vielen Jahren den Nachwuchsförderpreis der Osterreichischen Sporthilfe.
Im Bildungsbereich wiederum unterstützt ISS seit längerem das Technische Museum Wien bei einzelnen
Ausstellungen.
Für alle Mitarbeitenden in den zentralen Niederlassungen in Wien, Graz und Linz werden die Kosten für die jeweiligen Jahresnetzkarten (Klimaticket) übernommen, um so die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu fördern.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: Strategische Maßnahmen und Weiterentwicklungen
Ein zentraler Schwerpunkt im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz liegt auf der kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung der operativen Führungskräfte sowie der Sicherheitsvertrauenspersonen. Auch 2025 wurden intensive Bemühungen umgesetzt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinsichtlich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu sensibilisieren und zu unterweisen.
Digitale Kommunikation und Sensibilisierung
Die interne Mitarbeitenden-App IDA ist ein wesentliches Instrument zur Vermittlung zentraler HSE-Inhalte (Health, Safety & Environment) an die gesamte Belegschaft. Über die Plattform werden aktuelle Toolbox- Themen, sicherheitsrelevante Informationen sowie notwendige Dokumente digital und jederzeit abrufbar bereitgestellt. Die im Jahr 2025 durchgeführte „Pulse Survey" zur Arbeitssicherheit und Sicherheitskultur lieferte wertvolle Erkenntnisse über die Wahrnehmung und Priorisierung von Sicherheitsthemen innerhalb der Organisation. Im Anschluss daran fanden strukturierte Gespräche mit sämtlichen Key-Account- und Regionalmanager:innen statt, um die Ergebnisse zu analysieren und passgenaue Maßnahmen für die jeweiligen Verantwortungsbereiche abzuleiten.
Eine weiterhin bedeutende Herausforderung bleibt die Kommunikation sicherheitsrelevanter Inhalte über unterschiedliche Sprachgruppen hinweg. Um Informationen möglichst verständlich und barrierearm zu vermitteln, wurden 2025 verstärkt kurze, einminütige Videos zu zentralen Arbeitssicherheitsthemen veroffentlicht. Diese Formate setzen bewusst auf eine Kombination aus visuellen und auditiven Elementen, da wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass multisensorische Ansprache die Verankerung von Lerninhalten deutlich verbessert und nachhaltiger wirkt als rein textbasierte Kommunikation.
Health & Safety Days und Maßnahmen auf Kundenseite
Zur Sensibilisierung der gewerblichen Mitarbeitenden vor Ort wurden bei ausgewählten Kunden Health & Safety Days durchgeführt. Diese Veranstaltungen deckten eine Vielzahl sicherheits- und gesundheitsrelevanter Themen ab, darunter:
• Ergonomie am Arbeitsplatz • Eine ausgewogene Ernährung • Hautschutzmaßnahmen • Der fachgerechte Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung • Arbeitsmedizinische Beratung hinsichtlich Risikofaktoren von Übergewicht, Blutzucker & Möglichkeiten der Prävention
Gewaltschutzprävention als integraler Bestandteil der Arbeitssicherheit
Durch kontinuierliche Trainings und Workshops werden sowohl operative Führungskräfte als auch Mitarbeiter:innen gezielt in Bereichen wie Deeskalation, Konfliktlösung und Verhalten in Notlagen geschult. Diese Qualifizierungsmaßnahmen tragen dazu bei, kritische Situationen frühzeitig zu erkennen, angemessen zu reagieren und damit die Sicherheit am Arbeitsplatz nachhaltig zu erhöhen. Ergänzend dazu finden regelmäßßige Begehungen sowie Gespräche mit Arbeitsmediziner:innen statt, die nicht nur der Nachbereitung dienen, sondern den Mitarbeitenden auch eine vertrauliche Austauschmöglichkeit bieten.
Im Jahr 2025 wurde die neue HSE-Kampagne „Creating SAFE Spaces together" konzernweit eingeführt. SAFE steht dabei für vier zentrale Handlungsprinzipien unserer Sicherheitskultur: Sprich offen, Agiere sicher, Fokus auf Erfahrungen und Engagiere dich mit anderen. Mit dieser Initiative adressiert ISS gezielt die zentralen Ursachen für unsicheres Verhalten im Arbeitsalltag. Die vier Handlungsfelder wurden auf Grundlage einer globalen Befragung zur Arbeitssicherheitskultur innerhalb des Unternehmens identifiziert.
Die Kampagne unterstützt ISS dabei, die Arbeitssicherheitskultur kontinuierlich weiterzuentwickeln und im Arbeitsalltag zu verankern. Mitarbeitende werden ermutigt, unsichere Situationen frühzeitig zu erkennen und offen anzusprechen, stets die sicherste Vorgehensweise bei der Ausführung ihrer Tätigkeiten zu wählen, aus vergangenen Vorfällen zu lernen und sich aktiv im Team für mehr Sicherheit zu engagieren. Damit leistet „Creating SAFE Spaces together" einen wichtigen Beitrag zu einem sicheren und verantwortungsvollen Arbeitsumfeld bei ISS.
Mit diesem ganzheitlichen Ansatz wird Gewaltprävention fest als Bestandteil der betrieblichen Sicherheitskultur verankert. Ein gewaltfreies, sicheres Arbeitsumfeld stärkt nicht nur das persönliche Wohlbefinden der Mitarbeitenden, sondern trägt langfristig zur Widerstandsfähigkeit und Leistungsfähigkeit des Unternehmens bei. ISS unterstreicht damit klar seinen Anspruch, eine Sicherheitskultur zu fördern, in der Prävention, Schutz und Unterstützung im Mittelpunkt stehen.
3. Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft ist im Bereich Forschung und Entwicklung nicht tätig.
4. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen.
5. Voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Gesellschaft
Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der ISS Osterreich wurden im Jahr 2025 Gespräche mit dem operativen Geschäftsführer der ISS Ground Services GmbH (nunmehr PERYTON Aviation Services GmbH) über ein mögliches Management-Buy-out aufgenommen. Die Verhandlungen verliefen konstruktiv und führten rasch zu der bevorzugten Lösung, dass der bisherige operative Geschäftsführer die Gesellschaftsanteile mit wirtschaftlichem Stichtag 01.01.2026 übernimmt. Dadurch wird die Kontinuität für Kunden und Mitarbeitende nachhaltig sichergestellt.
Die Geschäftsführung geht in ihrer Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2026 von einer Entspannung des Flugverkehrs im Vergleich zu den Vorjahren aus. Die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine führen weiterhin zu Einschränkungen des Flugverkehrs sowohl in die Ukraine als auch nach Russland. Auch die Lage im Nahen Osten kann je nach Entwicklung des Krieges eine Auswirkung auf das Flugaufkommen während 2026 haben. Diese Effekte betreffen sowohl die Unternehmensbereiche der Dokumentenkontrolle als auch der Flugzeugreinigung.
Der mit Ende 2021 bekannt gegebene Vertrag für die Flugzeugreinigung am Flughafen Wien, sichert eine positive Entwicklung des Unternehmens nachhaltig bis 2027. Dieser Großauftrag beinhaltet die Dienstleistungen des zuvor verlorenen Geschäfts sowie eine wesentliche Erweiterung auf andere Fluglinien am Standort Wien. Ergänzend zu den Reinigungsdienstleistungen wurde auch die Dienstleistung Toilet & Water Services optional vereinbart, welche jedoch vorerst noch nicht an ISS ausgelagert wurde. Mit November 2024 musste auf Grund einer Vertragskündigung die Dienstleistung Pick & Pack eingestellt werden, was ebenfalls 2025 einen Umsatzeffekt hatte.
Im Zuge der kontinuierlichen Erholung in der Flugbranche gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass die budgetierten Umsatzerwartungen für das Jahr 2026 erreicht werden können. Es sei jedoch angemerkt,
dass eine geplante Auslagerung des Toilet Water Services an ISS am Flughafen Wien vorerst auch 2026 nicht erfolgen wird. Zur Gewinnprognose ist zu sagen, dass die erheblichen Lohnsteigerungen zu negativen Abweichungen führen können, es jedoch große Anstrengungen gibt, diese einerseits durch Preiserhöhungen und andererseits mittels bereits eingeleiteter Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität zu kompensieren. Aus heutiger Sicht wird davon ausgegangen, dass die Gewinnerwartung für 2026 abgesichert ist.
Generell wird festgehalten, dass im Unternehmen ein Risikomanagement-Prozess implementiert wurde, der alle Aktivitäten zum kontinuierlichen und systematischen Umgang mit Risiken umfasst, insbesondere: Identifikation, Analyse und Bewertung von Risiken, Steuerungsmaßnahmen zur Vermeidung von Risiken sowie operative Uberwachung des Erfolges. Hierzu wurde die Funktion des Risikomanagers implementiert, welcher in Abstimmung mit den leitenden Angestellten sowie der Konzernzentrale zweimal jährlich eine Risikoanalyse durchführt und entsprechende Maßnahmen zur Kontrolle von Risiken ableitet. Bestimmte Einzelrisiken (zB Währungsrisiko, Liquiditätsrisiko) werden auf Konzernebene zusätzlich überwacht und im erforderlichen Maße gesichert. In diesem Zusammenhang bestehen innerhalb des gesamten Konzerns Prozesse, die die frühzeitige Erkennung aller typischerweise im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten auftretenden Risiken und deren kontrollierte Absicherung ermöglichen.
Verträge mit Kunden und Lieferanten werden ausschließlich in der Hauswährung EUR abgeschlossen, das Währungsrisiko ist daher als gering einzustufen.
Der Marktwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert. Für derartige originäre Finanzinstrumente werden keine Sicherungsgeschäfte gegen das Preisänderungsrisiko abgeschlossen. Bei den auf der Aktivseite erfassten Finanzinstrumenten stellen die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallsrisiko dar. Die Finanzierung erfolgt über ein konzernweites Cash-Pooling. Das Zins- und Finanzierungsrisiko ist als gering einzustufen. Im Geschäftsjahr 2025 wurden – analog zum Vorjahr – keine derivativen Sicherungsgeschäfte eingesetzt.
Wien, am 14. April
| Ge | fisthr | Mag. (fH) David Hiersche |
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