Inhaltsverzeichnis
zum Jahresabschluß für das Geschäftsjahr 2025 der
WK – Pulverbeschichtung Gesellschaft m.b.H.
I. 1. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufes, einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens
Das Geschäftsjahr 2025 hat sich gut entwickelt. Es gab einen Umsatzanstieg von 10,7 %, das Geschäftsjahr stellt sich als sehr zufriedenstellend dar. Entsprechend der Empfehlung zur Ausgestaltung finanzieller Leistungsindikatoren im Lagebericht des Fachgutachtens KFS/BW 3 des Fachsenates für Betriebswirtschaft und Organisation stellen wir die empfohlenen Leistungsindikatoren dar:
2. Angemessene finanzielle Leistungsindikatoren
a) Kennzahlen zur Ertragslage
- Umsatzerlöse (Sales) - Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before Interest and Tax – EBIT) - Umsatzrentabilität (Return on Sales – ROS) - Kapitalrentabilität - Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity – ROE) - Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment – ROI)
b) Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
- Nettoverschuldung (Net Debt) - Nettoumlaufvermögen (Working Capital) - Eigenkapitalquote (Equity Ratio) - Nettoverschuldungsgrad (Gearing)
c) Cash-flow-Kennzahlen
Zur Darstellung des Geschäftsverlaufs werden die Kennzahlen für das Geschäftsjahr und das Vorjahr angegeben, wobei
Änderungen gegenüber dem Vorjahr, die auf Änderungen der Berechnung oder wesentliche Änderungen der Unternehmensstruktur zurückzuführen sind, erläutert würden.
3. Bezugnahme auf die im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge und Angaben
Grundsätzlich sind der Berechnung der finanziellen Leistungsindikatoren die Beträge und Angaben des Jahresabschlusses zugrunde zu legen. Dieser Vorgabe aus dem Fachgutachten wird gefolgt.
4. Kennzahlen zur Ertragslage
4.1. Umsatzerlöse
Die Darstellung finanzieller Leistungsindikatoren umfasst auch die Erläuterung der Umsatzerlöse.
Die Umsatzerlöse werden zum weitaus größten Teil im Inland und Staaten der europäischen Union erzielt.
4.2. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before Interest and Tax – EBIT)
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern.
Ergebnis vor Steuern
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw. Abs 3 Z 14 UGB
= Ergebnis vor Zinsen und Steuern
| Berichtsjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 4 760 294 | 3 467 928 |
| + Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem § 231 Abs 2 Z 15 UGB | 72 670 | 160 826 |
| = Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4 832 964 | 3 628 754 |
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ist im Vergleichszeitraum um rund € 1.204.000 (Vorjahr € 816.000) gestiegen.
4.3. Umsatzrentabilität (Return on Sales – ROS)
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Zinsen und Steuern und den Umsatzerlösen. Die Umsatzrentabilität kann daher wie folgt ermittelt werden:
Umsatzrentabilität = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse
| Berichtsjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4 832 964 | 3 628 754 |
| Umsatzerlöse | 17 728 269 | 16 012 193 |
| = Umsatzrentabilität | 27,26% | 22,66% |
Die Umsatzrentabilität beträgt im Berichtsjahr 27,26%, nach 22,66% im Jahr davor.
4.4. Kapitalrentabilität
Grundsätzlich sollte die Basis der Kapitalrentabilitäten das Kapital zum Anfang des Geschäftsjahrs sein. Wird dadurch die Aussagekraft der Kennzahl eingeschränkt, ist eine entsprechende Durchschnittszahl zu ermitteln und zu erläutern.
4.4.1. Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity – ROE)
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern
zum Eigenkapital. Zum Eigenkapital werden auch die Investitionszuschüsse gezählt.
Eigenkapitalrentabilität = Ergebnis vor Steuern / Eigenkapital
| Berichtsjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 4 760 294 | 3 467 928 |
| Eigenkapital | 18 431 921 | 15 777 554 |
| = Eigenkapitalrentabilität | 25,83% | 21,98% |
Die Eigenkapitalrentabilität ist von 21,98% im Vorjahr auf 25,83% gestiegen.
4.4.2. Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment – ROI)
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und
Steuern zum Gesamtkapital.
Gesamtkapitalrentabilität = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Gesamtkapital
| Berichtsjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4 832 964 | 3 628 754 |
| Gesamtkapital | 23 054 685 | 20 728 979 |
| = Gesamtkapitalrentabilität | 20,96% | 17,51% |
Die Gesamtkapitalrentabilität ist aufgrund des guten Ergebnisses und des Anstieges der Bilanzsumme von 17,51% auf 20,96% gestiegen.
5. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
5.1. Nettoverschuldung (Net Debt)
Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel.
verzinsliches Fremdkapital – flüssige Mittel
= Nettoverschuldung
Das verzinsliche Fremdkapital setzt sich jedenfalls aus Folgenden Posten zusammen:
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - Rückstellungen für Abfertigungen - Rückstellungen für Pensionen - Rückstellungen für Jubiläumsgelder
Alle anderen Posten des Fremdkapitals sind auf ihre Zuordnung zum verzinslichen Fremdkapital
zu untersuchen.
Die flüssigen Mittel bestehen aus dem Bilanzposten
„Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten“ (§ 224 Abs 2 B IV UGB),
| Berichtsjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1 530 639 | 2 200 848 |
| Rückstellungen für Abfertigungen | 240 865 | 227 832 |
| Rückstellungen für Pensionen | 1 088 255 | 980 485 |
| Rückstellungen für Jubiläumsgelder | 243 985 | 218 951 |
| = verzinsliches Fremdkapital | 3 103 743 | 3 628 116 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | -3 007 991 | -1 837 915 |
| Nettoverschuldung | 95 752 | 1 790 201 |
Die Nettoverschuldung ist im Wesentlichen einerseits aufgrund der Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und andererseits aufgrund des Anstieges der Guthaben bei Kreditinstituten um rund € 1.694.000, das sind rund 95%, gesunken.
5.2. Nettoumlaufvermögen (Working Capital)
Das Nettoumlaufvermögen ergibt sich als Differenz des kurzfristigen Umlaufvermögens und des kurzfristigen Fremdkapitals. Das Umlaufvermögen ist um die langfristig gebundenen Bestandteile zu kürzen. Zu diesen zählen etwa Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sowohl in das kurzfristige Umlaufvermögen als auch in das kurzfristige Fremdkapital (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Rechnungsabgrenzungsposten einzubeziehen. Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten) sind die kurzfristigen
Umlaufvermögen
| – langfristiges Umlaufvermögen | ||
|---|---|---|
| = kurzfristiges Umlaufvermögen | ||
| – kurzfristiges Fremdkapital | ||
| = Nettoumlaufvermögen | ||
| - langfristiges Umlaufvermögen | 0 | 0 |
| = kurzfristiges Umlaufvermögen | 5 678 457 | 3 815 418 |
| - kurzfristiges Fremdkapital | -1 518 046 | -1 323 308 |
| Nettoumlaufvermögen (Working Capital) | 4 160 411 | 2 492 110 |
Das Nettoumlaufvermögen ist vor allem aufgrund des Anstieges der Guthaben bei Kreditinstituten um rund € 1,667.000 gestiegen.
5.3. Eigenkapitalquote (Equity Ratio)
Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar.
Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital
| Berichtsjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 18 431 921 | 15 777 554 |
| Gesamtkapital | 23 054 685 | 20 728 979 |
| = Eigenkapitalquote | 79,95% | 76,11% |
Die Eigenkapitalquote ist durch den Anstieg des Bilanzgewinnes trotz Erhöhung des Gesamtkapitals von rund 76% auf fast 80% gestiegen.
5.4. Nettoverschuldungsgrad
Der Nettoverschuldungsgrad entspricht dem Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital.
Nettoverschuldungsgrad = Nettoverschuldung / Eigenkapital
| Berichtsjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung | 95 752 | 1 790 201 |
| Eigenkapital | 18 431 921 | 15 777 554 |
| = Nettoverschuldungsgrad | 0,52% | 11,35% |
Der Nettoverschuldungsgrad ist von 11,35% auf 0,52% gesunken.
6. Cash-flow-Kennzahlen
| Berichtsjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Rückstellungen (§224 Abs 3 B UGB) | 2.180.984 | 1.794.586 |
| +Verbindlichkeiten (§ 224 Abs 3 C UGB) | 2.441.780 | 3.156.838 |
| -Absetzbare Anzahlungen auf Vorräte (§225 Abs 6 UGB) | 0 | 0 |
| -Sonstige Wertpapiere und Anteile (§ 224 Abs 2 B III Z 2 UGB) | 0 | 0 |
| Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten | ||
| (§ 224 Abs 2 B IV UGB) | -3.007.991 | -1.837.915 |
| =Effektivverschuldung | 1.614.773 | 3.113.509 |
| Ergebnis vor Steuern | 4.760.294 | 3.467.928 |
| -Steuern vom Einkommen (exkl. Latente Steuern) | -1.067.579 | -784.987 |
| +Abschreibungen auf das Anlagenvermögen | 1.153.325 | 1.372.684 |
| +Verluste aus dem Abgang vom Anlagenvermögen | 0 | 112.375 |
| -Zuschreibungen zum Anlagenvermögen | 0 | 0 |
| -Gewinne aus dem Abgang von Anlagenvermögen | 0 | -45.500 |
| +Zuführung zu langfristigen Rückstellungen(Laufzeit > 1 Jahr) | 120.803 | 129.339 |
| -Auflösung langfristiger Rückstellungen | 0 | 0 |
| =Mittelüberschuß (Cash flow) | 4.966.843 | 4.251.839 |
| Effektivverschuldung/Mittelüberschuß (Cash flow) | 0,32 | 0,73 |
Die Effektivverschuldung ist um rund 52% gesunken, der Mittelüberschuss hat sich um rund € 715.000 erhöht, so dass sich der Zeitraum zum Abbau der Effektivverschuldung aus dem Cash-flow auf rund 0,32 Jahre verkürzt hat.
II.
Bereich Forschung und Entwicklung
Im Bereich Forschung und Entwicklung ist über keine Aktivitäten zu berichten.
III.
Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft
Zu diesem Punkt ist zu berichten, dass es keine Zweigniederlassungen gibt.
IV.
Verwendung von Finanzinstrumenten
Risikobericht
Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit Investitionen durch variabel verzinste Kredite finanziert.
Seit Anfang 2024 sinken die Zinsen. Falls die Zinsen in Zukunft steigen sollten, wird ein zusätzlicher Aufwand die
Gesellschaft nicht wesentlich belasten.
Allgemeiner Risikobericht
Fremdwährungsrisiken bestehen nicht. Unternehmensstrategische Risiken sind nicht gegeben.
Spezieller Risikobericht bestehende Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiken
Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten.
Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt.
Langfristig finanziert sich die WK – Pulverbeschichtung Gesellschaft m.b.H. aus Eigenmitteln und mit (teilweise durch AWS und
ERP besicherten) Bankkrediten. Bankverbindungen bestehen zu österreichischen Großbanken.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt man eine vorsichtige Risikopolitik.
Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.
Das Zinsrisiko ist ebenfalls sehr überschaubar. Künftige Änderungen des herrschenden Zinsniveaus wirken sich auf das Unternehmen kaum aus. Einerseits sind Kredite bereits vollständig abbezahlt. Andererseits wurden bei zwei Verträgen höhere Raten zur Laufzeitverkürzung vereinbart. Auch wurde wegen sehr guter Liquidität bei einem Vertrag nur zwei Drittel der vereinbarten Kreditsumme ausgenützt.
Die bestehende Beteiligung hängt relativ stark von der Baubranche ab; insofern besteht hier ein, allerdings doch sehr überschaubares, Risiko.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
V.
Angaben über die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Wir beurteilen die Entwicklung für die Folgejahre positiv.. Für 2026 ist eine Umstrukturierung der Gesellschaftsstruktur geplant.
Die WK – Pulverbeschichtung Gesellschaft m.b.H. ist sehr gut durch die letzten Krisen gekommen und befürchtet auch durch die bestehenden Krisen keine wesentlichen Änderungen. Das Ergebnis der ersten Monate 2026 stimmt zuversichtlich. Die Gesellschaft wird auch zukünftig in der Lage sein, allen ihren Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
Guntramsdorf, im Februar
Ing Christian Kerschhofer