← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

ALPI Milchverarbeitungs- und Handels GmbH & Co.KG.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 22. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

ALPI Milchverarbeitungs- und Handels GmbH & Co.KG

JAHRESABSCHLUSS zum 31.12.2025

ALPI Milchverarbeitungsund Handels GmbH & Co.KG. 4600 Wels, Schubertstraße 30

1. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFES

1.1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die ALPI Milchverarbeitungs- und Handels GmbH & Co.KG., im Folgenden kurz Alpi, wurde im Jahr 1996 mit dem Ziel gegründet, die Rohstoffüberschüsse des Eigentümers Berglandmilch eGen insbesondere während der saisonellen Anlieferungsspitzen zu verarbeiten. Nachdem die Berglandmilch schon seit Jahren keinen Rohstoffüberschüsse mehr hat, hat sich die Alpi auf die Molkentrocknung spezialisiert.

Alpi ist der größte Milchpulverhersteller in Osterreich und erzeugt hochwertige Produkte für die Lebensmittelindustrie. Alpi ist sowohl Lieferant für die österreichische als auch für die internationale Süßwarenindustrie, Backwarenindustrie und Eiserzeugung.

Berglandmilch eGen ist mit der MEGGLE GmbH & Co.KG in Wasserburg, Deutschland, eine Partnerschaft bei der Molkeverwertung eingegangen, die 1997 in einer 26 % Beteiligung von Molkerei MEGGLE Wasserburg GmbH & Co.KG. an Alpi mündete.

• Das volkswirtschaftliche Umfeld in Österreich:

Das Wirtschaftsjahr 2025 war geprägt von Handelskonflikten, schwankendem Wachstum, hartnäckiger Inflation und steigender Staatverschuldung in vielen Regionen. Keines dieser Probleme hat sich mit dem Jahreswechsel in Luft aufgelöst. Die Weltwirtschaft habe sich zwar als widerstandsfähig erwiesen, bleibe aber anfällig, heißt es seitens der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Man erwartet, dass sich das weltweite Wachstum von 3,2 % im Jahr 2025 auf 2,9 % im Jahr 2026 leicht abschwächen wird.

Im Euro-Raum verhält sich die Konjunktur mit einer erwarteten Expansion von 1,4 % in 2025 robust und zeigt sich in den Folgejahren moderat steigend. Die europäische Exportwirtschaft gerät aber zunehmend durch den Wettbewerb mit China unter Druck, deren Regierung auf die Förderung von Hochtechnologie setzt. China exportiert vermehrt Produkte mit höherem Technologiegehalt und drängt damit in klassische Marktsegmente etablierter Volkswirtschaften. Dies setzt auch österreichischen Unternehmen, direkt oder indirekt über die Wertschöpfungsketten europäischer und vor allem deutscher Unternehmen, zu. Ferner belasten die US-Zollpolitik sowie der starke Euro die positive Entwicklung. Der Arbeitsmarkt erwies sich im Euro-Raum als robust und verlangsamte sich die Inflation im Jahresverlauf 2025, anders als in Osterreich, deutlich auf rund 2 %. Es wird für den Euro-Raum eine Steigerung der Wirtschaftsleistung von 1 % (2026) bzw. 1,4 % (2027) erwartet. Das Konjunkturwachstum bei Osterreichs wichtigsten Wirtschaftspartner Deutschland dürfte sich aufgrund des Fiskalpakets ebenfalls auf 1 % (2026) bzw. 1,4 % (2027) beschleunigen. Die Industrieschwäche in Deutschland hält jedoch an.

Der öffentliche Haushalt Osterreichs steht unter großem Konsolidierungszwang. Das gesamtstaatliche Defizit laut Maastricht-Definition liegt im Jahr 2025 bei 4,6 % des BIP. Durch die nötigen (sub-)nationalen Budgetmaßnahmen soll sich der Finanzierungssaldo bis zum Jahr 2027 auf rund 4 % verringern; die BIP- Schuldenquote wird daher weiter steigen und 2027 eine Höhe von 84,9 % erreichen.

Die in der zweiten Jahreshälfte 2025 beobachtete Konjunkturaufhellung der österreichischen Wirtschaft verfestigt sich voraussichtlich in den Jahren 2026 und 2027. Für die nächsten Jahre wird nach der längeren Rezession ein moderater Wachstumspfad von 1,2 % (2026) sowie 1,4 % (2027) erwartet. Die Stärke der Erholung wird maßigeblich von der Entwicklung der Inlandsnachfrage abhängen. Zum einen sollten die Effekte der Leitzinssenkungen positiv auf die Investitionsbereitschaft wirken, zum anderen sollte der Rückgang der Inflation zu einem Abflauen der Sparneigung beitragen und dem privaten Konsum etwas mehr Schwung verleihen.

Der Arbeitsmarkt stagnierte 2025, wird aber ab 2026 wieder stärker wachsen, wodurch die Arbeitslosigkeit sollte. Zurückzuführen ist dieser Trend unter anderem auf die demografische Entwicklung, welche zu einem Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung führt. Dies wird allerdings durch die steigende Erwerbsbeteiligung ausgeglichen, insbesondere aufgrund der schrittweisen Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters für Frauen sowie der Reform der Korridorpension ab 2026. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition liegt 2025 bei 7,4 % (Dezember 2025: 435.000 Menschen als arbeitslos oder in Schulung beim AMS gemeldet) und verringert sich kontinuierlich in den Folgejahren auf 7,3 % (2026) bzw. 7,0 % (2027).

Die für Osterreich wichtigsten Zentralbanken senkten zuletzt ihre Leitzinssätze. Der Zinskorridor in den USA beträgt nun 3,5 % bis 3,75 %. Die US-Zentralbank dürfte ihren Zinssenkungskurs 2026 fortsetzen. Die EZB senkte ihren Leitzinssatz zuletzt in mehreren Schritten auf derzeit 2,15 %. Zinssenkungen im Euroraum sind nicht absehbar, zumal die Preisstabilität erst kürzlich wieder erreicht wurde.

Die österreichischen Banken haben ihre harte Kernkapitalquote (CET1) seit der Finanzkrise deutlich auf 17,5 % per Ende 2024 erhöht, womit die Quote über dem EU- Schnitt von 16,6 % liegt. Diese solide Ausgangslage der österreichischen Banken trägt auch während dieser herausfordernden Zeit unverändert zu einer hohen Stabilität bei.

1.2. Geschäftsentwicklung

1.2.1. Entwicklung des Gesamtumsatzes

Die Entwicklung des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2025 zeigt folgendes Bild (in T€):

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
GJ 2024GJ 2025Veränderung
Umsatzerlöse37.155,443.312,66.222,1

Bedingt durch die generelle Marktpreisentwicklung im nationalen- und internationalen Markt resultiert eine Umsatzerhöhung von 16,7 %. Der Mengenumsatz verringerte sich um 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Zum Teil ist dies bedingt durch die TEZ 25-Produktion, welche wir im Jahr 2025 forciert haben. Je höher der Proteingehalt, desto weniger Endprodukt resultiert daraus. TEZ 25 wird mit deutlich höherem Preis verkauft.

Auch der Start der BIO-Süßmolkenproduktion hat einen Anteil an der Erhöhung der Umsatzerlöse.

Die Gesellschaft konnte das gesetzte Unternehmensziel im Jahr 2025 (Planung) deutlich überschreiten.

1.2.2. Entwicklung des Umsatzes nach Warengruppen

Wie in den unten angeführten Statistiken ersichlich, gab es mit Ausnahme beim Walzen- Vollmilchpulver, welches im Jahr 2025 nicht verkauft wurde, bei allen anderen Produkten eine deutliche Umsatzerhöhung, welche hauptsächlich auf die generelle Marktpreiserhöhung zurückzuführen ist.

Mengenmäßig wurden die Planmengen in Summe um 874 Tonnen unterschritten.

Der Betrieb war zu 100% ausgelastet, es wurde jedoch versucht eine generell höhere Wertschöpfung zu lukrieren (Bsp.: Start Produktion BIO-Süßmolkenpulver). Etwas weniger Menge, dafür in Summe mehr Wertschöpfung. Diese Veränderung hat sich im Jahr 2025 sehr positiv ausgewirkt.

Verkauf Jänner - Dezember 2025

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
P-GruppeBezeichnungPlan Dezember 2025IST Dezember 2025PIA-Ifd.Plan 2025 kum. IST 2025 kum.PIA-kum.
Menge in kg
Mischungen9.54213.5003.958114.500 121.1006.600
Vollmilchpulver Sprüh50.97546.275-4.700611.700 749.025137.325
Vollmilchpulver Walz10.7690-10.769129.225 0-129.225
Magermilchpulver145.52969.550-75.9791.746.350 1.902.450156.100
Lactose587.208456.380-130.8287.046.500 6.454.200-592.300
Molkenpulver TEZ408.150363.820-44.3305.266.707 4.897.800368.907
Molkenpulver1.473.8461.312.693-161.15317.686.150 17.171.400-514.750
Sonstige38.813150-38.663159.200 465.750-306.550
Gesamtsumme2.724.8312.262.368-462.46332.697.975 31.824.082-873.893

PLAN-IST-Vergleich Verkaufsmengen 01 - 12/2025 inkl. Zukauf

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20.000.000
18.000.000
16.000.000
14.000.000 -
12.000.000 -
Y
E
10.000.000
8.000.000
6.000.000
4.000.000
2.000.000

•Plan 2025

•Ist 2025

Umsätze Jänner - Dezember 2025

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
P-GruppePlan Dezember 2025 It Dezember 2025PIA-Id.Plan kum. 2025Ist kum. 2025PIA-kum.
Werte in €
Mischungen31.32146.57515.254375.850429.67153.821
Vollmilchpulver Sprüh210.940238.37527.4352.531.2803.813.2601.281.980
Vollmilchpulver Walz48.4590-48.459581.5130-581.513
Magermilchpulver420.605181.979-238.6275.047.2625.684.625637.363
Lactose552.838570.81517.9786.634.0507.075.734441.684
Molkenpulver TEZ366.312303.104-63.2094.395.7485.457.5901.061.842
Molkenpulver1.532.8001.699.466166.66618.393.59620.457.3542.063.758
Sonstige46.8132.405-44.408561.750334.577-227.173
Gesamtsumme3.210.0873.042.718-167.36938.521.04943.252.8114.731.762

1.2.3. Marktsituation

Die Marktpreise haben sich beim Hauptprodukt Molkenpulver im Laufe des Jahres 2025 leicht erhöht und hat sich gegen Ende des Jahres wieder stabilisiert. Dieser Trend ist in den ersten Wochen des Jahres 2026 wieder steigend. Die Lage kann derzeit als relativ stabil beschrieben werden, die Aussicht auf höhere Verkaufspreise ist eher gegeben als umgekehrt.

Die ZMP-Preisnotierung für Molkenpulver lag Anfang des Jahres pro Tonne bei € 1.100,-- und Ende des Jahres bei € 1.135,-.

Tagesaktuell liegt die Notierung bei € 1.180,--. Aus diesem Grund erhöhte sich auch die Kontraktrückstellung per 31.12.2025.

Vollmilchpulver entwickelte sich im Laufe des Jahres 2025 deutlich nach unten und hat sich jetzt auf diesem Niveau stabilisiert.

Bei VLOG-Lactose (gentechnikfrei) konnte die Produktion bzw. der Verkauf gehalten werden, der Aufschlag für „gentechnikfrei" ist aber auf ein Minimum gesunken, weil es inzwischen mehrere Anbieter für dieses Produkt gibt.

Für das Jahr 2026 können die Mengen bei diesem Produkt aus aktueller Sicht stabil gehalten werden, dabei werden auch beim Kuppelprodukt TEZ 23/25 gute Deckungsbeiträge erzielt.

Das Embargo von Russland war auch 2025 aufrecht.

1.2.4. Rohstoffsituation

In Summe konnte im Jahr 2025 eine Menge von 29.032 Tonnen Trockenmasse verarbeitet werden.

Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 230 Tonnen oder 0,8 %.

Die ausreichende Rohstoffverfügbarkeit wird durch die Eigentümer gewährleistet.

1.3. Leistungen besonderer Art

Für unsere Kunden werden kundenspezifische Mischungen sowie Spezialprodukte hergestellt, beziehungsweise auch nach deren Vorgaben im Werklohnverfahren gemischt.

Die Firma Alpi garantiert nach Möglichkeit den Kunden eine prompte Auftragsabwicklung innerhalb von 24 Stunden. Neben der Lebensmittelindustrie wird auch die Versorgung von Kleinstkunden gewährleistet.

1.4. Geschäftsbetrieb/lnvestitionsbereich

Die Produktionsstätte und die Geschäftsführung der Gesellschaft befinden sich in 4910 Ried, Molkereistraße 1. Das Rechnungswesen befindet sich am Firmensitz in 4600 Wels, Schubertstraße 30.

Die Investitionen auf Sachanlagen der Gesellschaft betrugen im Geschäftsjahr 2025 insgesamt € 2.058.858,48, wobei dem Bereich technische Anlagen und Maschinen € 1.805.561,85 und davon € 253.296,53 Anlagen in Bau zuzuordnen sind. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen die Fertigstellung der Absackanlage.

Für das Geschäftsjahr 2025 wurde ein Investitionsbudget von ca. € 0,5 Mio veranschlagt und wird hauptsächlich für die Erweiterung von Photovoltaikanlagen investiert.

Eventuelle betriebsbedingte Nachträge zu diesem Investitionsvolumen könnten sich ergeben und werden gegebenenfalls direkt bei der Geschäftsführung der Berglandmilch bzw. Meggle beantragt.

1.5. Geschäftsführung und Mitarbeiter

Im Jahr 2025 waren durchschnittlich 36,0 Arbeiter (2024: 39,3) und 13,1 Angestellte (2024: 12,9) beschäftigt. Darin sind auch durchschnittlich 4,0 Angestellte (2024: 4,0) und 3,6 Arbeiter (2024: 3,0) als Teilzeitbeschäftigte, Karenzierte oder Altersteilzeitnutzer enthalten. Dazu kommen im Durchschnitt noch 2-3 Leasing-MA hinzu.

2. DARSTELLUNG DER LAGE

2.1.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft belief sich per 31.12.2025 auf rund € 18,5 Mio. (2024: € 16,0 Mio.) und setzt sich zu ca. 62,84 % aus Anlage- und zu 37,15 % aus Umlaufvermögen zusammen. Im Vergleich zur Vorperiode hat sich das Anlagevermögen um ca. € 1,1 Mio. erhöht und das Umlaufvermögen um € 1,4 Mio. erhöht.

Insgesamt ergab sich eine Steigerung des Gesamtvermögens von rund € 2,6 Mio. Damit hat sich das Gesamtvermögen im Vergleich zum Jahr 2024 um 16,00 % erhöht.

2.1.1. Eigenkapital

Das wirtschaftliche Eigenkapital beträgt im Jahr 2025 € 4.571.301,42. Der Eigenkapitalanteil beträgt 24,65 % des Gesamtkapitals und erhöhte sich im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 0,2 %-Punkte.

Berechnung:

Eigenkapital + Investitionszuschüsse / Bilanzsumme 31.12.2025 x 100

2.1.2. Fremdkapital

An Positionen des Fremdkapitals wurden zum 31.12.2025 insgesamt € 13.975.214,50 (2024: € 12.083.809,59) ausgewiesen (davon 78,1 % oder € 10.907.825,30 langfristiges Fremdkapital). Dies entspricht 75,4 % des Gesamtkapitals (2024: 75,5 %).

2.2. Ertragslage

Unter Berücksichtigung des Finanzerfolges wird für das Jahr 2025 ein Gewinn von € 793.841,73 ausgewiesen (2024: Verlust € 1.034.051,85).

Der Betriebserfolg1] in Relation zur Betriebsleistung23 beträgt im Jahre 2025 + 1,8 % (2024: -2,8 %).

2.3. Finanzlage

Auf Basis des Fachgutachtens KFS/BW2 gestaltet sich die Finanzlage wie folgt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
2025Vorjahr
Netto-Geldfluss aus laufender Tätigkeit56-61
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit- 2.087- 1.150
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit1.9241.273

3. RISIKOBERICHTERSTATTUNG

3.1. Branchen- und Geschäftsrisiko

Die Qualität der Produkte wird laufend durch das eigene Betriebslabor bzw. auch durch externe Untersuchungsanstalten kontrolliert.

Die Gesellschaft wird laufend zertifiziert und kann nachstehende Zertifikate nachweisen:

IFS Food Version 8, BIO, Pastus+, Halal, Kosher, GTF, VLOG, Heumilch, Alpen sowie SMETA.

1) Betriebserfolg laut GuV

2) Betriebsleistung: Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + aktivierte Eigenleistungen

Die ausreichende Rohstoffverfügbarkeit wird durch die Eigentümer gewährleistet.

Der Rohstoffpreis ist an internationale Notierungen (ZMP-Notierung) gebunden.

Der Verkauf und der Vertrieb werden direkt mit den Kunden durch die Gesellschaft abgewickelt.

Langfristige Verträge und laufende Kontrakte garantieren die Produktionsauslastung, beinhalten aber auch gleichzeitig das Risiko, auf Kostensteigerungen nicht unmittelbar reagieren zu können.

Um wirtschaftlichen Risiken vorzubeugen werden laufende Soll-Ist Vergleiche mit betriebswirtschaftlichen Instrumenten wie IKS, Kostenrechnung, Vertriebskostenrechnung usw. durchgeführt.

Liquiditätsrisiken od.-engpässe sind gesichert durch die Finanzierung des konzernweiten Cash Poolings durch die Muttergesellschaft Berglandmilch eGen, zudem ein Darlehensvertrag besteht.

3.2. IT-Risiko

Die Gesellschaft bedient sich des IT-Systems des Haupteigentümers Berglandmilch.

Es wird SAP Software eingesetzt. Durch Einsatz dieser weltweiten Software ist die Zuverlässigkeit der Programme sichergestellt. Weiters wird das Programmpaket FELIX für die Kostenrechnung und Vertriebskostenrechnung eingesetzt.

Als Hardware findet ein Großrechner ( IBM AS 400 ) Verwendung. Dieser Rechner wird von dem EDV Unternehmen Unit-IT Dienstleistungs GmbH & Co. KG. überwacht und gewartet. Nachdem Berglandmilch durch die österreichweite Frischdienstlogistik sehr hohe Ansprüche an die ständige Verfügbarkeit des IT-Systems stellt, ist auch die Verfügbarkeit in der Gesellschaft gegeben.

3.3. Umweltrisiko

Durch ständige interne Kontrollen und externe Untersuchungen werden die behördlichen Auflagen erfüllt.

3.4. Finanzwirtschaftliche Risiken

Dubiosen Forderungen gab es im Jahr 2025 in Höhe von € 809.590,13 und stehen in Zusammenhang mit einer schadhaften Warenlieferung.

Dieser Betrag wurde jedoch schon im Jahresabschluss 2024 berücksichtigt und stellt somit kein Risiko mehr dar.

Hinsichtlich des Forderungsausfallsrisikos ist anzumerken, dass für Inlands- und Auslandsforderungen bei der ACREDIA Versicherung AG eine entsprechende Kreditversicherung besteht und somit das Risiko sehr eingeschränkt ist.

Es werden keine derivativen Finanzinstrumente gehalten.

4. VORGÄNGE NACH GESCHÄFTSJAHRESABSCHLUSS, PLANUNG UND UNTERNEHMENSZIELE

4.1. Besondere Vorgänge nach dem Geschäftsjahresabschluss

Die ersten Monate des Geschäftsjahres 2026 sind gegenüber Ende 2025 geprägt von steigenden Preisen. Die Nachfrage nach Milchpulverprodukten ist stabil. Bei Lactose gibt es eine extrem gute Nachfrage! Die weitere Preisentwicklung ist abhängig vom Rohstoffaufkommen, von den Exportmöglichkeiten und generell von der ZMP- Preisentwicklung.

Ein besonderes Augenmerk wird weiterhin auf die Entwicklung der Ukraine-Krise gelegt, weil diese die Märkte weltweit in Unruhe gebracht hat.

Zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Jahresabschluss liegt die Preisnotierung für unser Hauptprodukt Molkenpulver bei € 1.180,-- gegenüber € 1.140,-- zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres.

4.2. Voraussichtliche betriebliche Entwicklung

Durch die von den Eigentümern zugesicherten Rohstoffanlieferungsmengen kann auch für das Jahr 2026 von einer Vollauslastung ausgegangen werden.

Aufgrund der Entwicklung der Gesellschaft in den letzten Jahren werden Investitionen für die Produktionssicherheit und Standortsicherung getätigt.

Die Energiepreise haben sich leider für das Jahr 2026 wieder erhöht.

Gestützt durch den bisherigen Geschäftsverlauf und die Entwicklung der Aufwandsgebarung wird für das Jahr 2026 ein insgesamt stabiles Ergebnis auf Planniveau erwartet.

5. ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Zum 31.12.2025 bestanden keine Zweigniederlassungen.

6. BERICHT ÜBER DIE FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Es gibt keine wesentlichen Aktivitäten.

Wels, am 07. April 2026

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.