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Lagebericht 2025

Hödlmayr International GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 22. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

für das Geschäftsjahr 2025

HÖDLMAYR INTERNATIONAL GmbH

1. Umsatzentwicklung, Ertragslage und wesentliche Kennzahlen

Hödlmayr International GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von MEUR 15,8 erzielen. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von MEUR 2,6 MEUR oder 19,8 %. Die Umsatzsteigerung ergibt sich vor allem aus gestiegenen Erlösen an verbundene Unternehmen. Die Personalkosten sind um TEUR 1.037 gestiegen, was 13,7 % entspricht.

Das Ergebnis vor Steuern betrug MEUR +7,2. Die Erträge aus Beteiligungen sind im Vergleich zum Vorjahr um MEUR 2,3 auf MEUR 10,0 im aktuellen Geschäftsjahr gesunken. Unter Berücksichtigung der Ertragssteuern von MEUR -0,4 ergibt sich ein Jahresüberschuss von MEUR +7,6. Die Eigenkapitalquote ist auf 47,8% (VJ 44,4 %) gestiegen.

2. Zweigniederlassungen

Hödlmayr International GmbH hat weder im Inland noch im Ausland Zweigniederlassungen.

3. Entwicklung der Tochtergesellschaften

Das Geschäftsjahr 2025 war von einer stabilen Entwicklung des Automobilmarktes in Europa geprägt. So stiegen etwa die PKW-Neuzulassungen um +1,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Anteil an batterieelektrischen Fahrzeugen betrug dabei im Jahr 2025 17,4%. Hybrid-Elektrofahrzeuge erreichten einen Anteil von 34,5% an den Neuzulassungen, und eroberten somit Platz eins unter allen Antriebsarten.

Die Unsicherheiten rund um die Zölle mit den USA wirkten sich 2025 spürbar auf die Produktionsvolumina und Transportflüsse der export-orientierten OEM aus.

Die Nachfrage nach Lagerkapazitäten blieb 2025 wie im Vorjahr auf sehr hohem Niveau und führte zu entsprechenden positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklungen in allen Niederlassungen.

Der Markt für LKW fiel ein zweites Jahr in Folge. Neuanmeldungen für LKW gingen um -6,2% zum Vorjahr zurück. Der Anteil an Elektro-LKW stieg im Jahr 2025 von 2,3% (2024) auf 4,2%. Die Hödlmayr High-Heavy GmbH konnte in diesem schwierigen Marktumfeld, nach den bereits 2024 durchgeführten Kapazitätsanpassungen, ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.

Wie in den Vorjahren wurden inflationsgetriebene Kostenerhöhungen bei Personalund Sachaufwand weitestgehend über Preisanpassungen am Markt ausgeglichen. Die Kosten für Dieseltreibstoff sanken konzernweit im Durchschnitt um -5% im Vergleich zum Vorjahr.

Im Geschäftsbereich Bahn konnte der Umsatz verglichen mit 2024 aufgrund höherer Nachfrage um rd. 5% gesteigert werden. Generell bleibt die kundenseitige Nachfrage nach klimafreundlicheren Bahnverkehren weiterhin hoch. Belastend auf die Ergebnissituation wirkten Baustellen sowie teilweise Ausfälle von Zügen aufgrund von Nichtverfügbarkeit vonseiten der EVU-Dienstleister.

Im Geschäftsjahr 2025 konnten insbesondere die Niederlassungen in Österreich (Hödlmayr Logistics Austria GmbH, Hödlmayr High & Heavy, Hödlmayr Rail Logistics GmbH), Türkei, Ungarn sowie Belgien die positive, wirtschaftliche Entwicklung fortsetzen.

4. Risikomanagement

Die lückenlose Versorgung strategisch wichtiger Materialien (zB Diesel, AdBlue, LKW- Reifen etc.) war im Geschäftsjahr 2025 durch langfristige Lieferverträge gewährleistet.

Konzernübergreifende Versicherungsverträge stellen sicher, dass Schadensfälle das Unternehmen nicht existentiell gefährden können.

5. Finanzierungsstruktur

Die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft erwies sich im Berichtszeitraum als stabil und blieb im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Als Muttergesellschaft des Konzerns steuert die Gesellschaft die Liquidität maßgeblich über die zentralen Finanzinstrumente des Cash Poolings, des Clearings sowie einer revolvierenden Finanzplanung. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch ein konsequentes Forderungsmanagement zur Sicherung der Liquidität.

Die Investitionstätigkeit folgt dem Grundsatz der Fristenkongruenz. Die Finanzierung erfolgt dabei bedarfsgerecht über Bankdarlehen der operativen Gesellschaften oder aus dem operativen Cashflow selbst. Zur Optimierung der Kapitalbindung wird für LKW-Anschaffungen zudem ergänzend das operative Leasing genutzt.

6. Personelles und Sozialwesen

2025 rückte die Digitalisierung noch stärker in den Fokus. Ein zentral laufendes Projekt ist die Einführung eines neuen HR-Systems, das nicht nur den End-to-End-Prozess „Hire to Retire“ optimiert, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der konzernweiten ESG-Ziele leistet – etwa durch verbesserte Datenqualität, transparentere Reportingmöglichkeiten und effizientere Ressourcensteuerung.

Im Hinblick auf die Personalkosten wird weiters die Entwicklung der Lohn- und Gehaltskosten beobachtet, da diese ein wesentlicher und großer Kostenfaktor ist.

Das Recruiting von Fahrern und Fachkräften stellt weiterhin eine Herausforderung da. Insbesondere im Bereich der internationalen Fahrergewinnung wurden neue Wege in ausgewählten Drittstaaten etabliert, um den steigenden Bedarf nachhaltig abdecken zu können.

Neben operativen HR-Themen wurde 2025 verstärkt in die Kulturentwicklung investiert. Im Sinne einer modernen, gruppenweiten Führungskultur stand die Stärkung von Zusammenarbeit, Verantwortungsübernahme und bereichsübergreifender Vernetzung im Mittelpunkt. Diese Initiativen dienten auch dazu, die Organisation systematisch auf bevorstehende Digitalisierungsmaßnahmen und Transformationsprojekte vorzubereiten.

Weiterhin wurden konzernweit Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen durchgeführt – insbesondere zu Nachhaltigkeit, Compliance sowie Führungs- und Organisationsthemen. IT-Schulungen, darunter insbesondere Data & IT Awareness Trainings, wurden intensiviert und werden auch 2026 fortgeführt.

7.Umwelt und Klima

Die im Jahr 2021 erstellte Nachhaltigkeitsstrategie und die damit verbundenen Ziele und Maßnahmen wird unverändert weitergeführt. Die 2025 bekanntgewordene „Omnibus-Verordnung" bewirkte im Wesentlichen eine Verschiebung der ESG- Berichtspflicht nach ESRS um zwei Jahre, also von 2025 auf 2027. Es wurde somit keine Nachhaltigkeitserklärung für das Jahr 2025 erstellt.

Auf freiwilliger Basis hat Hödlmayr im Jahr 2025 jedoch die Berechnung des „Corporate Carbon Footprint" für 2024 nach GHG durchgeführt. Ein Vergleich zu 2023 zeigt eine Erhöhung des „Fußabdrucks" von 160.800 to CO2 auf 165.300 to CO2 (jeweils GHG Scopes 1-3). Damit geht eine entsprechende Erhöhung der Messgröße „CO2/transportiertes Fahrzeug" um rd. 7% einher.

Die beiden Hauptursachen liegen im Wegfall der Bezugsmöglichkeit eines CO2- neutralen Treibstoffs (betrifft GHG Scope 1) und der Verdoppelung der Anzahl beschaffter LKW (betrifft GHG Scope 3).

2025 ging der zweite vollelektrische Autotransporter in Betrieb, ein weiterer BEV-LKW wurde bestellt und geht im Q1/26 in Betrieb. Damit liegt Hödlmayr im Bereich der Zielwerte des Dekarbonierungspfades.

Die Errichtung der im Jahr 2024 beschlossenen PV-Carportanlage mit einer Leistung von 5,8 MWp lag 2025 exakt im Zeitplan und wurde um eine weitere PV-Carportanlage

mit einer Leistung von rd. 850 kWp vergrößert. Beide Anlagen werden im ersten Halbjahr 2026 in Betrieb gehen.

Der Nachhaltigkeitsstrategie folgend wurde ein konzernweit gültiger „Supplier Code of Conduct“ erstellt. Mit Konzernlieferanten u.a. aus den Bereichen Treibstoff, Schmiermittel, LKW wurden an den Betriebsstätten der Lieferanten „ESG Risk Dialoge“ durchgeführt. Dies wird im Jahr 2026 fortgesetzt.

7.1. Relevante ESRS-Themenfelder

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
UmweltSocialGovernance
E1: KlimawandelS1: Eigene BelegschaftG1: Unternehmenspolitik
• EnergieArbeitsbedingungen• Management der
◦ KlimaschutzGleichbehandlung und.Beziehungen zu Lieferanten
Anpassung an den KimawandelChancengleichheit für alle Schutz von Hinweisgehen
Sonstige arbeitsbezogene• Unternehmenskultur
E2: UmweltverschmutzungRechte
Luftverschmutzung
MikroplastikS2: Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
• Unternehmensspezifisch
Lärmemissionen Arbeitsbedingungen
• Gleichbehandlung und
E4: Biologische Vielfalt undChancengleichheit für alle
OkosystemeSonstige arbeitsbezogene
Auswirkungen auf den Rechte
Umfang und den Zustand von

8. Sonstiges:

Die Hödlmayr International GmbH übt als Holdinggesellschaft selbst keine eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeit aus. Entsprechende Aufwendungen wurden im Geschäftsjahr nicht getätigt. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der Unternehmensgruppe sind operativ in den jeweiligen Tochtergesellschaften angesiedelt.

9.Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026

Für das Geschäftsjahr 2026 wird von einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung in der Automobilindustrie ausgegangen. Expertenprognosen rechnen mit einem moderaten Wachstum verglichen zum Vorjahr. Weiterhin negativ könnten sich jedoch die Situation um die Importzölle in den USA sowie die hohen, finanziellen Belastungen auf die OEM verursacht durch den Umstieg auf Elektromobilität auswirken.

Aufgrund der bereits erfolgten Preiserhöhungen, zusätzlichem Neugeschäft sowie der weiterhin starken Nachfrage wird somit für 2026 von einem neuerlichen Umsatzwachstum in den Kernmärkten ausgegangen.

Schwertberg, am 27. Februar 2026

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Johannes Alexander HödImayr, MA

DI (FH) Robert Horvath, MBA

Andréas Sundl

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